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Thema: Rumänien für Sammler
Das Thema hat 954 Beiträge:
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10Parale Am: 29.03.2013 14:55:42 Gelesen: 443541# 1 @  
Hallo zusammen,

bei der 5 Parale Zeitungsmarke handelt es sich zumindest bei der Urmarke vom 1. November 1858 um eine der ganz großen europäischen Raritäten.

Die Gesamtauflage war eigentlich gar nicht so gering: 23.040 Stück wurden in Jassy hergestellt. Dabei wurden 7008 Marken auf bläulichem und 16032 Marken auf weissem und getöntem Papier entworfen und an verschiedene Postämter verteilt.

Leider wurden die Zeitungen (es sollen 24 Zeitungen zu jener Zeit im Umlauf gewesen sein) nach der Lektüre irgendwann mal vernichtet und mit ihnen die Marken. Es sind nur noch von 2 Zeitungstiteln frankierte Marken erhalten blieben, so nennt sich eine Zeitung z.B. "Zimbrulu si Vulturulu", was so viel heißt wie Ochse und Adler. Deshalb sind diese Zeitungsmarken extrem selten.

1862 wurde eine Spätauflage gedruckt, die jedoch wegen einer Änderung des Posttarifs im Mai 1862 nicht mehr zum Einsatz kam. Diese Marke gibt es also nur ungebraucht und hizugefügt sei, nur auf weißem Papier.

Die Nachauflage hat ein eindeutiges Erkennungszeichen: Die Randlinie unten ist unterhalb dem A von IIAP unterbrochen.

Es gibt noch viele weitere Echtheitsmerkmale, die man auch in der Fachliteratur nachlesen kann. Ich möchte hier nur noch auf 2 sichere Merkmale hinweisen, womit auch eine Laie ganz gut erkennen kann,ob es sich um eine echte Zeitungsmarke handelt oder nicht.

1. Der untere Strahl des Stern zwischen den Hörnern ist bei den echten Marken geöffnet.

2. Die Spitzen der Hörner zeigen elegant nach außen. (bei Fälschungen zeigen sie oft nach innen)

Ich finde dass diese klassischen Marken Rumäniens ein interessantes Studienobjekt darstellen. Leider sind, - zumindest die ersten 5 Michel-Nummern betreffend -, die Marken unerschwinglich. Aber das sollte kein Hinderungsgrund sein, sondern ein Motivation nach dem Motto: ich hab sie nicht, aber ich weiß was drüber.

Beigefügt eine andere Marke mit dem Ochsenkopf, die Michel Nr. 6ay (blau auf weißem Papier), die man für ein wenig Gespartes erhalten kann.

Grüße

10Parale
 


Pepe Am: 29.03.2013 22:06:29 Gelesen: 443500# 2 @  
@ 10Parale [#102]

Schade, das diese alte klassische Marke hier nur so klein abgebildet wurde. Den rumänischen Marken sollte man etwas mehr Beachtung erweisen. Eine kleine Klassiksammlung habe ich mal Anfang der 80iger erworben. Und wirklich, auch diese schlummert ein mickriges Dasein. Ich werde sie mal wieder vorkramen und mal sehen, was dort für schöne Überraschungen auf uns warten. Bis dahin schlage ich mal im Tauschbuch auf und gebe diesen schönen, im Stichtiefdruck hergestellten Satz zur Ansicht.



Rumänien, 100 Jahre rumänische Briefmarken, 1958 11 15, Mi Nr: 1750-57

Die legendären Ochsenköpfe, die ersten vier Marken Rumäniens. Man beachte auch das Trennungsgerät.

Nette Grüße
Pepe
 
10Parale Am: 30.03.2013 19:27:39 Gelesen: 443452# 3 @  
@ Pepe

Da bin ich mal gespannt, was deine klassische Sammlung aufweist. Die rumänische Post sieht, wie auch dein Beispiel demonstriert, sehr gerne auf die klassische Markenzeit zurück, wie auch im Jahr 2008 während der Weltausstellung EFIRO in Bukarest, wo man das 150 jährige Jubiläum der rumänischen Marken feierte.

Um das Bild zu verbessern, habe ich die Auflösung (600dpi) vergrößert. Ich habe noch eine zweite Marke beigefügt, sie zeigt diese 40Parale vom Typ blau auf bläulichem Papier. Es gibt noch blau auf weißem Papier und grünblau auf gelblichem Papier.

Die sehr seltenen Bögen weisen 32 Marken auf. Diese Marke war nur für die Postbeförderung innerhalb des Fürstentums gültig. Die Berechnung des Tarifs richtete sich nach der sogenannten Gewichtsstufe in Kombination mit der Entfernung. Doch dies ist ein Thema, dem ich mich mal gesondert widmen will.

Ja, das Trennungsgerät war wohl eine Schere, wie auf der Marke abgebildet. Vielleicht auch ein scharfes Messer. Insofern ist garantiert, dass keine Marke der anderen gleicht und das jedes Markenbild sozusagen ein anderes Rand-Dasein führt, so eben wie die Rumänien Philatelie.

Grüsse

10Parale


 
Pepe Am: 30.03.2013 21:46:12 Gelesen: 443428# 4 @  
@ 10Parale [#747]

Naja - "Nicht schön, aber selten". Immerhin sind diese Marken älter als der älteste Mensch, welcher noch lebend auf diesem Planet umher irrt. Und rechts unten die beiden letzten Buchstaben: EI. Und das zu Ostern!

Meine Rumäniensammlung ist ja nicht auf meinen Mist gewachsen. Sie wurde ohne Ausnahme von mir im Jahre 1985 im ehemaligen Ostberlin von der Witwe des Sammlers gekauft. Der Sammler hat nach dem DDR LIPSIA Katalog gesammelt, hat allerdings auch einen Michelkatalog gehabt. So sind die Marken je mit zwei Nummern beschriftet. Oben der LIPSIA und unten der Michel. Da gab es oft Unterschiede. Mal scheint der eine Katalog ausführlicher, mal der andere.

Ich habe hoffentlich noch den Textteil des LIPSIAS (muß ich noch suchen). Mein Michelkatalog ist der Europa Ost 2003/2004 Band 4. Sehr wahrscheinlich werden Klassikforscher über die alten Marken schon Bücher schreiben.

Und ich habe offen gesagt von diesen Marken Null Ahnung. Dem Altsammler, so will ich ihn vorerst einmal nennen, traue ich schon einige Kompetenz in der Philatelie zu. Seine Witwe hatte bei ostdeutschen Auktionen einen sechsstelligen Betrag eingefahren.

Die Klassik Rumäniensammlung umfaßt mal gerade 126 Werte bis 1900. Und nur sehr wenige sind geprüft.

Heute mal ein erstes Stück. Mi 10 Ix, P bedeutet, Marke sollte geprüft werden.


Rumänien 1862 Mi 10 Ix

Freue mich auf Meinung des Experten.

Nette Ostergrüße
Pepe
 

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