Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Rumänien für Sammler
Das Thema hat 913 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 7 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26   27   28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 oder alle Beiträge zeigen
 
Heinz 7 Am: 10.06.2018 10:17:26 Gelesen: 201383# 639 @  
Philaseiten Brief Juni 2018

@ 10Parale [#616]
@ Heinz 7 [#618]

Wenn Richard in seinem "Philaseiten Brief Juni 2018" auf unser schönes Thema hinweist, wollen wir uns für das gezeigte Interesse bedanken und noch ein paar Ergänzungen zu dieser denkwürdigen Auktion anbringen. 10 Parale hat am 20.5.2018 auf die Auktion aufmerksam gemacht und ich habe die Leser dazu ermuntert, ihr Glück bei der Auktion zu versuchen. Ich schrieb:

Nicht weniger als 122 der 306 Lose haben einen Ausruf von CHF 100-CHF 200, und 206 der 306 Lose haben einen Ausruf von weniger als CHF 500! Darunter sind viele sehr begehrenswerte Stücke. Ich möchte Dich also ermuntern, auch Dein Glück zu versuchen. Ganz klar werden viele der angebotenen Stücke wesentlich höhere Zuschläge erzielen, davon bin ich überzeugt. Einige Lose sind sehr sehr günstig eingestellt. -

Es war eine seltene Kombination von günstigen Umständen:

a) ganz hochwertiges Material/z.T. sehr seltene Stücke
b) mindestens bei allen "Cohen"-Losen "Lockvogel"-Ausrufpreise (oft klar unter dem wahren Wert der Lose)
c) eine gut dotierte Kundendatei, und die Kunden waren gut informiert (vorgängige Werbung)

Dies führte zu dem oben beschriebenen Auktionsverlauf: Mehr als 5 Stunden dauerte die Verauktionierung der 307 Lose Rumänien, und manch ein Preis stieg und stieg - es wollte gar kein Ende nehmen! - siehe:

@ Heinz 7 [#632]

Nur WENIGE Lose wurden günstig zugeschlagen! Dazu gehört durchaus Los 4071, auf welches ich in Beitrag 618 aufmerksam machte. Leider hat Ralph zu wenig darauf geboten. Auf meiner Wunschliste stand dieser Brief nicht, sonst hätte ich mitgeboten.

Etwas Statistik: Die 307 Lose hatten einen Startpreis von nur CHF 424'790. Das ist für die Klasse des angebotenen Materials nicht besonders viel.

5 Lose blieben unverkauft, die jedoch immerhin CHF 56'000 Ausruf auf sich vereinigten. Die verkauften Lose (302) erreichten dann aber einen Zuschlag von CHF 739'650, das ist etwas mehr als das Doppelte des Startpreises der übrigen 302 Lose.

(Alle Zahlen "ohne Gewähr")

Nur 55 Lose lagen im Bereich von 100-120 % des Schätzpreises; 162 der 302 Lose hatten einen Zuschlag von 200 % oder mehr des Schätzpreises! Darum dauerte die Auktion so lange.

Die höchste Steigerung erreichte Los 4160, ein kleines Lot der 80-Parale-Marke (Michel Nr. 7). Es stieg von Ausruf CHF 300 auf Zuschlag CHF 6000, was nun tatsächlich erstaunlich ist



Natürlich sind Dreierstreifen der 80-Parale-Marke selten, aber CHF 6000 Zuschlag ist immerhin viel Geld (Faktor 20 für Ausruf -> Zuschlag).

Den 16-fachen Ausruf erreichte Los 4082, eine Einzelfrankatur der Michel Nr. 27: Start CHF 200, Zuschlag CHF 3200.



Dieser Brief wurde mit Schiffpost befördert, worauf der handschriftliche Vermerk "cu vaporu poste" hinweist. Sicher ein schöner, rarer Brief, aber mit CHF 3200+21 % auch teuer bezahlt.

Auch Los 4142 wurde zu tief ausgerufen: Nur CHF 250!



Dass der Viererblock der Nummer 6 (sehr schön!) dann aber gleich CHF 3000(+ 21%) erreichte, hat wohl kaum jemand erwartet: (Faktor 12 für Ausruf -> Zuschlag).

Und so weiter ... Es gab an der Auktion aber nicht nur teure Preise, wie ich schon sagte.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 14.06.2018 23:19:46 Gelesen: 200416# 640 @  
@ Heinz 7 [#639]

Nach der überragenden Auktion vom 30.5.2018 in Zürich war ich natürlich gespannt, was die nächste Auktion bringen wird. Bei Gärtner waren nur wenig Rumänien - Einzellose angeboten; ein Vergleich ist also nur bedingt aussagefähig. Dennoch interessieren uns vielleicht einige Erkenntnisse.

Von den 29 Einzellosen (aus Los 15624 - 18878) wurde mehr als die Hälfte verkauft. Das ist für dieses Auktionshaus keine Selbstverständlichkeit, da die Ausrufpreise gelegentlich recht anspruchsvoll sind.

Mehrere Lose brachten wirklich hohe Resultate, klar über dem Ausrufpreis.

Bei nachfolgendem Los (15902) habe ich z.B. nicht erwartet, dass es verkauft wird (Startpreis Euro 250; Ähnliches hat man in den letzten Jahren oft zu tieferen Preisen kaufen können):



1855, INCOMING MAIL: Great Britain, stampless folded letter cover from MANCHESTER, NO.23 1855, along with red cds PAID, NO.24.1855 together with red oval handstamp "P." and via german transit AUS ENGLAND PER AACHEN / FRANCO, 25.11, to Galatz in Romania, arrival mark on reverse. Fine condition.

Der Zuschlag erfolgte aber erst bei Euro 320.

Und so gab es weitere Beispiele.

Das Sammelgebiet "Rumänien" macht also den Auktionatoren weiterhin überdurchschnittlich viel Freude.

Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 24.06.2018 16:17:49 Gelesen: 198311# 641 @  
Neben den grossen klassischen Raritäten des XIX. Jahrhunderts (Ausgaben 1-14, 1858-1900) hat Rumäniens Philatelie noch viel mehr zu bieten. Sehr interessant sind z.B. die Marken der Ausgabe "Freimarke König Michael 1945-1947", als die Nominalen infolge der Inflation deutlich erhöht werden mussten.

Ein Sammler sollte nicht die Nase rümpfen, wenn er beiliegenden Brief sieht:



Zwar ist, zugegeben, der rechte Rand des Briefes unschön aufgetrennt und ausgefranst, aber das ist bei echter Bedarfspost nicht unüblich. Der Brief wurde gleich zweimal geöffnet, links von einer österreichischen Zensurstelle, rechts vermutlich vom Empfänger, einer Militärstelle der US-Armee. Die Zensurstelle klebte den Brief wieder zu und überklebte dabei teilweise zwei der Marken der Frankatur.

Wien war nach dem zweiten Weltkrieg in verschiedene Zonen eingeteilt, ähnlich wie Berlin. Der Abgangsort des Briefes ist leider nicht zu lesen, es ist aber unzweifelhaft ein rumänischer Brief nach Wien, frankiert mit 1500 Lei.

Schönen Rest-Sonntag wünscht
Heinz
 
10Parale Am: 30.06.2018 22:22:17 Gelesen: 196074# 642 @  
Lange gesucht habe ich nach dem Stempel M3 FRANCO BOTOSCHENI auf einer dieser schönen 30 Parale Marken, die ja im Markenbild einen Ochsenkopf tragen und irgendwie an die großen Brüder (Michel Nr. 1 - 4), die ersten Ochsenköpfe der Moldau (unerschwinglich), erinnern.

Interessant an den beiden Marken, dass es sich hier um den späteren Plattendruck handelt, in der die Verwendungszeit auf ca. 3 Monate in 1864 beschränkt war.

Liebe Grüße und spannenden Sonntag wünscht

10Parale


 
Michael D Am: 02.07.2018 22:03:35 Gelesen: 195936# 643 @  
Bei der 152. Dr. Derichs Auktion wurde unter Los #1060 eine Nr. 1 mit folgender Beschreibung angeboten:

FÜRSTENTUM MOLDAU: 27 Parale schwarz auf mattrosa, ein extrem groß geschnittenes Exemplar, oben und unten mit 4mm breiten Rändern, links mit 1,5mm und rechts mit über 2mm Rand, schön und kontrastreich gestempelt mit blauem Zweikreisstempel "Berlad Moldova 6/10". Luxus-Qualität. Hervorzuheben ist der tiefschwarze und klare Druck.

Es sind nur fünf Exemplare dieser Marke mit dem Stempel "Berlad" bekannt. Signiert Miro und Roumet sowie Fotoattest Heimbüchler BPP: "Die seltene Marke befindet sich in sehr schönem und perfektem Zustand, nicht repariert. In dieser Qualität ist dies ein sehr begehrenswertes Exemplar der 27 Parale.". Referenz: Abgebildet im Heimbüchler-Handbuch, Band I, Seite 270/3. Provenienz: Köhler, Wiesbaden, Herbstauktion 2008 (Zuschlag dort = 17.500 Euro); aus der Thomas-Höpfner-Sammlung.

Anmerkung: Die erste Ausgabe des Fürstentums Moldau zählte man schon vor über 100 Jahren zu den seltensten Marken Europas und zu den Weltraritäten. In frühen Buch-Editionen, die sich mit der allgemeinen Philatelie befassten, waren diese Marken schon auf den Bildtafeln abgebildet und hatten von jeher einen besonderen Nimbus. Das wird auch von den Auflagezahlen unterstrichen, die von 709 Exemplaren für die 81 Parale über 3.691 Exemplaren für die hier angebotene 27 Parale bis hin zu 4.772 Stück für die 54 Parale reichen. Dazu nennen wir im Vergleich die Auflage des "Sachsen- Dreiers": 500.000 Stück.



Der Zuschlag erfolgte bei 22.000,- Euro.

Gruß
Michael
 
Heinz 7 Am: 02.07.2018 22:49:23 Gelesen: 195911# 644 @  
@ Michael D [#643]

Danke für Deinen Beitrag. Dies ist wirklich ein besonders schönes Exemplar dieser Briefmarke, die äusserst selten ist. Wir haben sie im Thema "die berühmtesten und wertvollsten Briefmarken der Welt" ausführlich besprochen.

(siehe Beiträge 142+148+169+241-245).

Im Buch von Theodor Haas (1905) ist die Rumänien Nr. 1 auf Platz 18 der seltensten Marken der Welt.

Daher erachte ich auch den Zuschlagspreis von Euro 22'000 als nicht zu hoch. Der Käufer hat ein Ausnahmestück erworben!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 12.07.2018 17:18:24 Gelesen: 193305# 645 @  
@ Heinz 7 [#644]

Anbei kann ich etwas Seltenes zeigen: ein Markenheftchen von Rumänien, ca.75 Jahre alt!



Von hinten sieht das Heftchen aus wie folgt:



Dieses Markenheftchen ist (angeblich) als Michel Nr. 59 katalogisiert (ich kann das im Moment nicht verifizieren). Es umfasst Marken von nur einer Nominalstufe, aber immerhin 40 Marken (aufgeteilt auf 10 MH-Blättchen).



Interessant ist, dass sogar 1 Leu "Rabatt" gewährt wurde, falls man solch ein Markenheftchen kaufte; 40 Marken à 1.50 hätten ja sonst 60 Lei gekostet, der effektive Preis für das Heftchen lautete aber auf nur 59 Lei.

In der Schweiz hingegen wurde meistens ein ZUSCHLAG verlangt, um einen Anteil der Produktionskosten auf den Kunden abzuwälzen.

Solche Rumänien-Heftchen sind heute meines Wissens sehr selten und werden kaum je einmal angeboten. Leider gehört das hier abgebildete Stück aber nicht mir; ich hatte lediglich die Möglichkeit, diese Scans zu speichern. Gerne teile ich meine Freude darüber mit den Lesern.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 22.07.2018 16:58:38 Gelesen: 191001# 646 @  
@ Michael D [#643]

Diese Michel Nr. 1 hat ihren Preis von 22.000 Euro verdient. Bei solchen Hochkarätern braucht man sich um die Werthaltigkeit keine Sorgen zu machen. Im Gegenteil, ich bin sowieso überzeugt, dass es eine Welt jenseits der Philatelie gibt, ich möchte sie mal Auktions-Philatelie nennen.

Heute zeige ich eine schöne breitrandige Michel Nr. 10 II Plattendruck auf einem Stückchen Briefpapier. So schön die Marke auch ist, die Abstempelung ist nicht prüfbar und meines Erachtens sogar eine Fälschung. Denkt man sich den Stempel zu Ende, d.h. versucht das geistige Auge, sich den vollrunden Stempel auszumalen, gibt es für diese Zeitperiode wohl kaum eine solche Abstempelung.

Solcherlei Fälschungen dürfen in einer Studiensammlung nicht fehlen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Hermes65 Am: 22.07.2018 18:20:16 Gelesen: 190976# 647 @  
@ 10Parale [#646]

Grandioses Stück, aber leider für den "Normal"-Sammler unerschwinglich. So etwas ist als die Philatielie-Welt transzendierend ein Anlageobjekt.
 
Heinz 7 Am: 22.07.2018 22:21:31 Gelesen: 190909# 648 @  
@ Hermes65 [#647]

Wenn sich Deine Begeisterung auf das Stück in Beitrag [#643] bezieht, verstehe ich Dich und gebe zu, dass sich nur wenige Sammler so schöne klassische Marken leisten können.

Wenn sich Deine Begeisterung aber auf das Stück in Beitrag [#646] bezieht, was ich annehmen muss, denn zu beziehst Dich ja auf den Beitrag von 10 Parale, dann möchte ich Dir gerne widersprechen und Dich wirklich ermuntern, zu versuchen, diese Marke(n) zu kaufen. (Hinweis: aber mit echtem Stempel!). Sie ist nicht extrem selten, und wird immer wieder angeboten, ab und zu auch recht preisgünstig. Unser Sammlerfreund 10 Parale hat schon viel über diese Marke geschrieben in diesem Thema; es ist seine Lieblingsmarke!

Ich zeige Euch heute etwas "zum Zähneklappern".



Auf einen der Vorbesitzer dieses Briefes wird jeder Liebhaber von schönen Briefen echte Wut-Gefühle entwickeln. Was einmal ein seltener 120 Parale-Brief von Jassy nach Galatz war, wurde von dem Unhold gnadenlos zerstört: Die dritte 40-Parale-Marke wurde einfach aus dem Brief weggeschnitten.

Ich habe vor langer Zeit den Rest-Torso gekauft und hoffe immer noch, das fehlende, amputierte Stück wiederzufinden. Es wäre schön, wenn es noch auf der Briefunterlage kleben würde; vielleicht wurde es aber auch weiter mit der Schere bearbeitet und oder vom Briefteil abgelöst. Dann könnte wohl der fehlende Teil nie mehr gefunden werden.

Das ist ohnehin eine Suche "einer Nadel im Heuhaufen". Der rote "FRANCO JASSY" Stempel ist ziemlich undeutlich, und also ist die dritte Marke mit einem Teilstempel trotz der vermutlich breiten Ränder nicht besonders wertvoll und wird in Auktionen wohl kaum als Einzellos angepriesen und fotografiert.

Ich habe schon mehr als ein Dutzend von 40 Parale-Marken mit rotem "FRANCO JASSY" Stempel mir angesehen und geprüft, ob sie der fehlende Teil meines Briefes sein könnten. Ohne Erfolg, leider.

Wenn mir nun ein Philaseiten-Mitglied weiterhelfen kann, das fehlende Stück zu finden, wäre das wunderbar. Der Finder könnte ein schöne Belohnung einstreichen.

Noch eine Beschreibung der Marke/des Briefes:

Der Brief wurde am 27.11.1861* von Jassy versandt und gestempelt mit den Stempeln fig. 279 + fig. 311 (Stempelwerk K. Dragomir). Rückseitig zeigt der Stempel "GALATZ 2/12" (fig. 277), dass der Brief, wie adressiert, nach Galatz gesandt wurde.

Am unten Rand des verbliebenen Paares sieht man, dass rechts anhängend ursprünglich eine dritte Marke war, die leider abgetrennt wurde.

*die Jahresangabe ist eine Vermutung, aufgrund der Notiz auf der Briefvorderseite.

Die Marke ist die Michel 6ay. Ein Vorbesitzer wollte sie bestimmen, nach dem Katalog Stanley Gibbons, und notierte: "9 or 16" (9 oder 16). Beides ist falsch, denn es wäre Stanley Gibbons No. 12 (June 1859, white wove paper, blue). Die Nummern 9 und 16 reservierte Stanley Gibbons für Kehrdruck-Paare, die hier aber ganz sicher nicht vorliegen. Kehrdruckpaare sind bei dieser Ausgabe nur senkrecht möglich, nicht waagrecht.

Also eine weitere Fehlleistung eines Vorbesitzers.

Als vollständiger Brief mit einem Dreierstreifen hätte dieser Brief einen hohen, vierstelligen, Euro-Betrag wert. Im jetzigen Zustand kauft kaum jemand solch einen Brief.

Schöne Grüsse

Heinz
 
Hermes65 Am: 22.07.2018 22:34:36 Gelesen: 190904# 649 @  
Ich sammle Rumänien nur * bis 1920 und **.
 
Heinz 7 Am: 22.07.2018 22:43:14 Gelesen: 190900# 650 @  
@ Heinz 7 [#648]

Aber wenn man nur den Ausschnitt wählt, sieht man ein schönes breitrandiges Paar.



So gesehen gefällt uns das Fragment vermutlich besser als der amputierte Brief.

Heinz
 
Hermes65 Am: 23.07.2018 07:35:56 Gelesen: 190787# 651 @  
Unbestritten, aber wie gesagt, muss man sich, was die Klassik Rumäniens betrifft, einschränken. Was ich damit meine, zeigt sich in der Rubrik "Postämter und Postamts-Geschichten" # 21.
 
JohannesM Am: 23.07.2018 12:53:47 Gelesen: 190735# 652 @  
@ Heinz 7 [#648]

Als vollständiger Brief mit einem Dreierstreifen hätte dieser Brief einen hohen, vierstelligen, Euro-Betrag wert. Im jetzigen Zustand kauft kaum jemand solch einen Brief

Wenn der Papierrest von der 3. Marke stammt, war es wohl eher ein Paar und eine separate Marke, daher dann auch unbestimmt welche Marke überhaupt darauf war, oder?

Beste Grüße
Eckhard
 
Heinz 7 Am: 23.07.2018 20:29:41 Gelesen: 190610# 653 @  
@ JohannesM [#652]

Sehr interessant! Richtig! es könnte auch eine 80 Parale-Marke (Michel Nr. 7) gewesen sein!

Ich bin bisher stets von einem Dreierstreifen ausgegangen, aber, richtig, es muss nicht so gewesen sein! Vielleicht klebte auch ursprünglich nur ein Paar 40-Parale-Marken auf dem Brief und rechts davon befand sich eine weitere Marke - vielleicht eine weitere (lose) 40 Parale Marke, oder eine 80 Parale-Marke.

Ich werde also auch diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Danke für den Hinweis!

@ Hermes65 [#651]

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1601]

Ich verstehe leider nicht, was Du mir sagen willst.

Heinz
 
Hermes65 Am: 23.07.2018 22:20:34 Gelesen: 190593# 654 @  
@ Heinz 7 [#653]

Etwas, das man sich eher leisten kann (Neuerwerbung Mi. 154-160):


 
Sleeran Am: 23.07.2018 23:49:58 Gelesen: 190567# 655 @  
Hallo zusammen,

wegen der Hitze bin ich noch wach. Damit ihr auch etwas davon habt, zeige ich einen schönen Stempel.



Der K2 Tirgovistea findet sich im Dragomir auf S. 100 unter der Bezeichnung A65.

Gute Nacht,
Matthias
 
Heinz 7 Am: 03.08.2018 21:37:45 Gelesen: 187853# 656 @  
@ Sleeran [#655]

Lieber Matthias,

Du zeigst uns ein herrliches Stück!

Es ist immer noch heiss, aber ich hoffe, ich kann doch noch schlafen. Vorher aber zeige ich Euch gerne ein ähnliches Stück:



Gleiche Marke, gleiche Stempelgruppe.

Schönes Wochenende!

Heinz
 
10Parale Am: 19.08.2018 11:37:54 Gelesen: 184946# 657 @  
Bei der PRAGA 2018 in der goldenen Stadt an der Moldau fand ich bei einem tschechischen Händler diesen Briefteil.

Da ich diese beiden Stempel (M1 und M3 Zierstempel) von Foltitscheni postgeschichtlich in der Verwendungszeit der 30 Parale noch nicht in meiner Sammlung habe, musste ich natürlich sofort zuschlagen.

Während der M1 (fig. 276 bei K.Dragomir) prächtig abgeschlagen ist, ist zumindest der untere Abschlag des M3 (fig. 307) von Foltchenii gut zu erkennen.

Der Brief war nicht billig, 6000 Tschechische Kronen, wobei der Händler einen Abschlag von 10 Prozent gab.

Die PRAGA 2018 hat mir wieder einen kleinen Schub gegeben, der Philatelie treu zu bleiben. Trotz verständlichen Wehklagen eines Händlers (aussterbende Kundschaft im niedrigen Preissegment) möchte ich dieses schönste Hobby der Welt nicht missen. Ich denke, man muss die Leute auch mal anstubsen ähnlich wie im Messenger, hey schaut mal, was für ein wunderschönes Hobby ich habe etc.

Die hübschen Mädels (was in Prag ja schon selbstverständlich ist) an den Händlerständen hatten auch manch nettes Lächeln parat, was mir gut gefiel. So ist der Flair der Stadt auch in die sonst biederen und streng der Philatelie (und deren Geschäfte) gewidmeten Räume hinübergeschwappt.

Schönen Sonntag wünscht

10Parale


 
Heinz 7 Am: 20.08.2018 22:36:20 Gelesen: 184698# 658 @  
@ 10Parale [#657]

Natürlich sind solche Ausstellungen geeignet, die Begeisterung beim Publikum zu wecken. Zum Glück gibt es noch einige Unentwegte, die Jahr für Jahr die Arbeit auf sich nehmen und Ausstellungen organisieren, Vorträge bereitstellen, Vereine leiten.

Beim ARGE-Treffen gab es tolle Vorträge und überraschenden Besuch; grosse rumänische Sammler kamen zu uns! Es wurden auch tolle Pläne geschmiedet für 2019!

Anbei zwei Bilder aus dem Vortrag von Vergossen: "Rumänien Bilderbuch"



Zwei Briefe so ähnlich, und doch so verschieden! Beide Briefe von Kustendje nach Orebich (Dalmatien). Der eine wurde mit österreichischer Post versandt (oder ungarischer), der andere mit rumänischer! Ein unschlagbares Duo!

Heinz
 
10Parale Am: 23.08.2018 22:00:52 Gelesen: 184267# 659 @  
@ Heinz 7 [#658]

Da habe ich ja einiges verpasst. Aber die Stadt Prag und die Umstände meiner Reise haben mich so gefesselt, dass ich die Philatelie beinahe darüber vergessen hatte.

Rumänien ist ein atemberaubendes, herzzerreißendes Sammelgebiet. "Grosse rumänische Sammler kamen zu uns" schreibst du und darüber freue ich mich besonders.

Große Pläne für 2019? Ich hoffe es finden sich viele neue Begeisterte und Mitglieder für die ARGE Rumänien, Frauen, Männer, arm und reich! - und aus aller Welt.

Nächstes Jahr wartet Stockholm mit dem 150-jährigen Jubiläum der Royal Philatelic Society auf uns. Ich konnte in den letzten Monaten viele Menschen mit der Philatelie vertraut machen, Menschen, von denen ich nie gedacht habe, dass sie sich dafür interessieren könnten. Die Philatelie kann einen großen Beitrag dazu leisten, Ländergrenzen zu überwinden und Menschen einander näher zu bringen.

Eine kleine Anekdote am Rande:

als ich die Reise buchte, zeigte ich der sehr aufgeweckten jungen Reiseverkehrskauffrau ein paar wertvolle Briefmarken im Internet, u.a. die blaue Mauritius.

Sie war wirklich sehr begeistert. Als ich sie kurz vor der Reise noch einmal aufsuchte, hatte sie folgende umwerfende Nachricht für mich; sie selbst macht dieses Jahr Urlaub auf Mauritius. Wie schön ist doch die Philatelie.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 18.09.2018 23:06:01 Gelesen: 178205# 660 @  
@ 10Parale [#659]

Lieber Sammlerfreund,

ja, ich denke, die Rumänien-Philatelie hat sehr gute Aussichten. Das 50-Jahr-Jubiläum der ARGE Rumänien wird 2019 gebührend gefeiert werden, und die Sammler aus dem Westen werden von rumänischen Sammlern in Bukarest empfangen. Darauf freue ich mich. Die Begeisterung für rumänische Philatelie ist weit verbreitet! Hier wie dort!

Die alten Stempel der Walachei üben einen Zauber aus, der viele Sammler in den Bann zieht. Viele Briefe sind fleckig, viele Stempel undeutlich - umso mehr freut man/frau sich, wenn Beleg und Stempelabschlag sauber sind.



1853 kamen 26 ähnliche Stempel der Walachei heraus, u.a. von Kalafatu. Bei K. Dragomir ist der Stempel katalogisiert als fig. 240. Der Stempel ist zwar nicht sehr selten, also finden die Sammler Material, wenn sie suchen. Es ist wichtig, dass so das Interesse geweckt wird, vielleicht sogar eine kleine Spezialsammlung mit solchen Stempeln anzulegen. Wir haben weiter oben solche PV53-Stempel auch schon gezeigt.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 27.09.2018 21:27:42 Gelesen: 176305# 661 @  
@ Heinz 7 [#660]

Rumänien gab zur Zeit des 1. Weltkrieges einige Zwangszuschlagsmarken heraus. Im Katalog Michel werden diese etwas stiefmütterlich behandelt. Zu der Ausgabe 1916 sehen wir nur zwei Werte (5 Bani und 10 Bani), und dazu den folgende Erläuterung:

"Auch hier waren die höheren Werte 50 Bani, 1, 2, 5, 50 Lei fiskalische Marken".

Einen solchen Wert möchte ich hier zeigen



Im CMPR wird diese Marke (1 Leu) als TA 14 geführt (TA = Abkürzung für "Timbre de Ajutor"). Die Farbangabe für den 1 Leu-Wert (1916) ist jedoch mit "rosu" angegeben, während meine Marke aber blau ist. Beim Jahr 1918 finden wir als TA 28 dann tatsächlich den Wert "1 L. albastru" (also blau). Der CMPR '74 listet total 31 TA-Marken, unterscheidet sie aber auch noch nach Zähnungen, u.s.w.

Im Michel ist dieses Markenbild meines Wissens nicht gezeigt, darum könnte dieser Beitrag für Sammler ohne CMPR nützlich sein.

Heinz
 
10Parale Am: 28.09.2018 20:37:59 Gelesen: 176262# 662 @  
@ Heinz 7 [#660]

Das 50-jährige Bestehen der ARGE Rumänien, die Feierlichkeiten in Bukarest; wow, ich hoffe, ich kann daran teilnehmen. Auf jeden Fall ein Eintrag in meinem Terminkalender. Bukarest ist immer ein Reise wert, zumal ich dort auch einige Bekannte habe und mich auf ein Wiedersehen freuen kann.

Ich habe ja eine selbstverschuldete philatelistische Auszeit genommen. Mittlerweile habe ich wieder begonnen, mich mit der 30 Parale Marke zu beschäftigen. Auch sie lädt förmlich dazu ein, nach seltenen Stempeln der Fürstentümer zu suchen. diese PV53 Stempel haben mich auch schon in den Bann gezogen.

Ich habe an Hand von 2 Paaren der 30 Parale Marke Plattenbuchdruck mit Bestimmheit feststellen können, auf welcher Position sie im Bogen lagen. Diese Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe noch einige Paare zu untersuchen, und werde sie nach und nach hier auch vorstellen.

Bei dem hier gezeigten Paar ist die rechte Marke auf Feld 24 und die linke Marke des Paares auf Feld 32 des Bogens, und zwar am Bogenrand aufzufinden gewesen.
Die rechte Marke ist Typ II (Nagelkopfpunkt im kreisförmigen Handgriff des Posthorns), die linke Marke Typ I (kleiner Punkt oder Spieß am Querstrich des F von FRANCO). Der Bogenrand macht die Feldanalyse hier relativ einfach. In einem der nächsten Beispiele zeige ich ein Paar ohne Bogenrand, da ist die Suche nicht so einfach.

Mich interessiert auch noch die Papierbestimmung. Das sogenannte "bläuliche", etwas teuere Papier ist nicht einfach zu bestimmen. Da bräuchte ich noch Hilfe von Papierspezialisten.

Liebe Grüße

10 Parale


 
10Parale Am: 30.09.2018 21:19:37 Gelesen: 176151# 663 @  
@ 10Parale [#662]

Plattenbuchdruck September 1864

Feld 1
II I I I I III II I
II I II I II I II I
III I I I I II I II
II II I I II I I I
I II I I II II II II


II Nagelkopfspur im kreisförmigen Handgriff des Posthorns
I kleiner Punkt oder Spieß am Querstrich des F von Franco
geschwollene Backe des Auerochsen
III ohne Merkmale wie I und II
 


Die obige Tabelle beginnend mit Feld 1 in der 1. Reihe links zeigt die Typenpositionen bei dem Plattenbuchdruck der 30 Parale im Bogen zu 40 Marken à 5 Reihen.

An Hand dieser Übersicht ist es möglich, eine Positionsbestimmung der Marken vorzunehmen, wenn mindestens 2 Marken oder mehr zusammenhängend vorhanden sind.

Das folgende Paar besetzt Feld 22 (rechte Marke Typ II) und Feld 30 (linke Marke Typ I).

Es war nicht so einfach, dies herauszufinden, da man alle Positionen im Feld überprüfen muss. Doch mit ein bisschen Routine hat man den Kniff schnell heraus.

Im übrigen könnte diese Art der Bestimmung der Feldpositionen auch der Echtheitsprüfung dienlich sein. Man beachte auch die völlig unterschiedlichen Blautöne, die der Druck und das Papier bei dieser Marke erzeugen. Ich bin immer wieder fasziniert von diesen Eigenarten, so dass ich fast geneigt bin zu behaupten:

- Jeder der Marken unterscheidet sich von einer Anderen, es gibt nicht 2 gleiche Marken

Liebe Grüße

10Parale


 


Das Thema hat 913 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 7 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26   27   28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.