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Thema: (?) (128) Neues vom VP - dem Verband Philatelistischer Prüfer
Das Thema hat 135 Beiträge:
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Richard Am: 10.01.2011 08:16:51 Gelesen: 106434# 1 @  
Konkurrenz für den Prüferbund!

Deutsche Briefmarken Revue, Hamburg (07.01.11) - Gerüchte gab es schon seit der Internationalen Briefmarken-Börse in Sindelfingen Ende Oktober 2010, dass sich Prüfer in einem neu zu gründenden Verband zusammenschließen wollen. Am 14. Dezember 2010 wurde der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. (VPP) in das Vereinsregister beim Amtsgericht Siegen eingetragen.

1. Vorsitzender des neuen Verbandes ist Prof. Dr. Udo Klein, als 2. Vorsitzender fungiert Dieter Hettler. Insgesamt haben sich bis jetzt acht Prüfer zusammengeschlossen, darunter sieben, die auch im Bund Philatelistischer Prüfer (BPP) Mitglied waren. Neben Prof. Klein und Hettler gehören dazu bekannte Prüfer wie Christine Ney (Saargebiet), Henry Mayer (SBZ/DDR), Dieter Leder (Zeppelinpost) und Ludger Hovest (Russland).

(Quelle: http://www.deutsche-briefmarken-revue.de/ )
 
germaniafreund Am: 10.01.2011 09:47:51 Gelesen: 106410# 2 @  
@ Richard [#1]

Hallo Richard,

der Link funktioniert nicht.

liebe Grüße Klaus
 
roteratte48 Am: 10.01.2011 09:55:53 Gelesen: 106406# 3 @  
Nur 'ne Klammer zuviel - nu geht das.

http://www.deutsche-briefmarken-revue.de/
 
22028 Am: 10.01.2011 20:06:39 Gelesen: 106322# 4 @  
Das wurde bereits im BDPh Forum ausführlich diskutiert.

http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=10597
 
bomyalp Am: 10.01.2011 21:14:00 Gelesen: 106298# 5 @  
@ Richard [#1]

Hierzu noch ein paar ergänzende Informationen:

Verband Philatelistischer Prüfer (VPP) e.V.
Sitz Wilnsdorf / NRW
Amtsgericht Siegen VR6056

Anschrift:
Verband Philatelistischer Prüfer (VPP) e.V.
Am Stoss 36
57234 Wilnsdorf
(Hierunter firmiert Herr Prof. Dr. U.E.Klein)

Weiterhin anhängig noch einmal die Prüfordnung des VPP (Stand 20.12.2010). Diese dürfte wohl noch einiges an Gesprächsbedarf enthalten.

Beste Sammlergrüße
bomyalp


 
Pete Am: 10.01.2011 21:27:13 Gelesen: 106290# 6 @  
@ bomyalp [#5]

Danke für die Prüfordnung :-)

Ich finde u.a. den Punkt 13 interessant:

"Für falsch oder verfälscht zu kennzeichnende Prüfgegenstände ab Michel 300,- € werden 1% berechnet, auch wenn keine Signatur angebracht wird."

Den letzten Teilsatz muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Gruß
Pete
 
wuerttemberger Am: 11.01.2011 07:45:41 Gelesen: 106221# 7 @  
Das ist doch ein billiger Abklatsch des BPP. Besonders Punkt 6: "Der Auftraggeber erklärt sich ausdrücklich mit dem Signieren von Prüfgegenständen einverstanden..." stört mich ganz gewaltig. Hier hätten sie sich von der Praxis des BPP absetzen und die sinnlosen Signaturen endlich abschaffen können. Das wäre ein Wettbewerbsvorteil gewesen, aber was soll man von der ausgemusterten Garde schon Neues erwarten.

Gruß

wuerttemberger
 
wi.kr Am: 11.01.2011 18:26:23 Gelesen: 106105# 8 @  
@ bomyalp [#5]

Vielen Dank für den informativen Beitrag und insbesondere die Prüfordnung, der ich bald den Gang vor ein deutsches Gericht wünsche, damit mal klargestellt wird, dass man den Kunden nicht in dieser Weise knebeln darf. Nach diesen Prüfbestimmungen hat der Kunde praktisch keinerlei Rechte und nur Pflichten. Da freut man sich schon auf kontroverse Auseinandersetzungen wegen abweichender Prüfergebnisse von BPP-Prüfern.

Erstaunlich auch, worauf Pete zu Recht hinweist: Die neuen Prüfer sind nur berechtigt, aber nicht verpflichtet, klar erkannte Fälschungen zu kennzeichnen; sie öffnen damit dem Betrug erst richtig Tür und Tor. Ich werde dort nichts hinschicken, so viel steht fest. Nachdem im Vorfeld getönt wurde, der VPP sei billiger als der BPP, erweist sich jetzt das Gegenteil als richtig: Während der BPP Gebühren an Michel-Bewertungen festmacht, lässt VPP auch die Bindung an andere Kataloge zu - da fällt mir einer ein vom "Team Hettler", in dem Preise verzeichnet sind, die m.E. weit ab vom Marktgeschehen sind, aber für die Gebührenrechnung jetzt maßgeblich sein werden. Ist das vielleicht die Linzenz zum Gelddrucken?
 
petzlaff Am: 11.01.2011 18:44:54 Gelesen: 106069# 9 @  
@ wi.kr [#8]

Jegliche Bindung der Prüfgebühren an irgendwelche Kataloge, egal von welchem Verband, ist in meinen Augen unseriös. Zum einen entsprechen Katalognotierungen nicht dem Marktpreis (auch nicht bei höherwertiger Ware), zum anderen drehen sich Katalognotierungen viel zu häufig wie ein Fähnchen im Wind. Abgesehen davon hängt es auch davon ab, um welches Gebiet es geht und ob der Prüfer aus diesem Gebiet kommt und eine nicht unbedingt globale Einstellung zu dem betreffenden Thema hat. Ein amerikanischer USA-Prüfer(Verband) prüft völlig anders als sein deutscher Kollege. Was ist mit internationalem Tauschgeschäft unter diesen Vorzeichen - wir tauschen und handeln inzwischen international, falls es noch niemandem in unsere verknöcherten Zipfelmützen-Vereinsprovinz aufgefallen sein sollte (bitte als ironisches Schmunzeln zu verstehen).

Ich möchte gern mal wissen, wie viele BRD-Sammler seinerzeit auf die Nase gefallen sind, als sie sich ihren 50 Pfg Heinemann oder Unfall haben prüfen lassen (warum, weiß heutzutage kein Mensch mehr).

Außerdem - das war auch schon anderswo als Meinung zu lesen, und der schließe ich mich vorurteilslos an: Jede BRD-Sammlung protzt mit geprüften postfrischen Posthörnern - eine entsprechende Sammlungsausstellung ist nichts ohne solch ein Exponat, welches in Massen (auch geprüft) angeboten wird. Wo ist denn hier der Massstab? Geht es nur noch um (mitunter) fragwürdige Prüfzeichen oder geht es um den Spaß an der Freude?

Für meine Sammelgebiete bin ich durchaus zu 85% in der Lage, meine Objekte selbst zu prüfen - dafür brauche ich keinen Prüfer, egal ob vom BPP oder VPP, und die restlichen 15% (wenn ich sie denn besässe) würde ich mir niemals, egal von welchem xPP durch einen lieblosen Stempel rückseitig beschädigen lassen. Ich stelle nicht aus, und ich will meine Marken auch nicht verhökern - meine Erben nach meinem Tod auch nicht - die werden die dann wahrscheinlich fortwerfen. Aber ICH habe heute Spaß daran, egal ob mit oder ohne Prüfsignum von wem auch immer.

meine Meinung,
LG, Stefan
 
Lars Boettger Am: 11.01.2011 19:56:12 Gelesen: 106031# 10 @  
@ petzlaff [#9]

50 Pfg. Heinemann + Unfallverhütung -> Im Sog der Spekulation um die 50 Pfg. Heuss postfrisch (Mi. 189x) zogen die Werte stark an. Das nur als Ergänzung, da in der Tat vielleicht das ein oder andere Forenmitglied den Sachverhalt nicht kennt.

Posthornsatz: Ganz ehrlich - hast Du schon ein traditionelles Exponat "BRD" gesehen? Ich kann mich an keines erinnern. Mag an meinem Hirn liegen, aber die Anzahl dürfte sehr gering sein.

Mir fehlt eine Aussage zur Garantie der Prüfergebnisse. Mehr als die normale Haftung ist nicht drin, oder? Und Fahrlässigkeit dürfte bei Briefmarkenprüfungen sehr schwer nachzuweisen sein.

Signaturen: BPP, HBP, VPP - da blickt dann gar keiner mehr durch.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 

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