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Thema: (?) (882) Rumänien für Sammler
Das Thema hat 889 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 25.06.2016 23:15:25 Gelesen: 326861# 390 @  
@ Heinz 7 [#388]

Ich wollte diese Einheit (388) noch fertig erklären, finde aber erst jetzt Zeit dafür.

Hans Georg hat in seinem Buch "Rumänien / Typenmerkmale, Umdruckblocks und Drucksteine der STEINDRUCK-AUSGABEN 1865 - 1872" von 1979 mit einer Skizze (auf Seite 6) gezeigt, wie eine Druckplatte der 20 Parale-Marke damals aussah:

"Mit den Carol-Marken 1866 begann Sander die Herstellung der endgültigen Platten mit Hilfe der Umdruckblocks von 6 Marken im Bogen zu 200 Stück; je dreissigmal der Umdruckblock in einem Hauptkörper und 20 Ergänzungsmarken, beliebig eingesetzt, mit 4 Leerfeldern in der rechten, oberen Ecke".



17 x 12 = 204; diese Zahl eignete sich natürlich nicht für die Druckerei, also liess man 4 Felder (oben rechts) frei und unbedruckt. Schön, wenn man eine Bogenecke hat!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 12.07.2016 22:13:46 Gelesen: 325037# 391 @  
@ 10Parale

Eine Michel Nr. 54 im Viererblock ist sehr selten. Ich bin froh, dass ich dieses Exemplar finden konnte.



Der schwarze Punkt auf der ersten Marke ist zum Glück nur auf dem Scan, nicht auf der Marke.

Heinz
 
10Parale Am: 03.08.2016 22:06:46 Gelesen: 322250# 392 @  
@ Heinz 7 [#391]

Ein sehr schöner Viererblock. Das Papier scheint mir etwas wellig. Dieser Höchstwert des Freimarkensatzes aus dem Jahr 1879 wurde in Bukarest gedruckt und steht immerhin mit 140,-- Euro im MOK. Gratuliere!

Ich konnte schon vor einiger Zeit diesen Briefausschnitt erwerben. Er trägt die beiden gezähnten Marken Michel Nr. 34, Fürst Karl I. mit Vollbart aus dem Jahr 1872 zu 25 Bani.

Der Brief wurde an einem 27. Januar in Bukarest abgestempelt. War es üblich, pro Marke einen P.D. - Stempel anzusetzen? Vielleicht. Der Brief war portogerecht frankiert mit 50 Bani für eine Auslandsverwendung nach Mailand.

Da ich soeben von einem Urlaub aus der Toskana heimgekehrt bin, musste ich bei der Rückfahrt in Mailand an diesen Brief denken und den Weg, den er wohl genommen hat.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 06.08.2016 20:49:08 Gelesen: 322130# 393 @  
Soeben ging bei eBay eine Rumänien Michel Nr. 4, die Marke zu 108 Parale in "türkisgrünlicher Farbe" mit einem roten Stempel M1 von Jassy Moldova in einem Lot von 100 Briefmarken für sage und schreibe 256,-- Euro über den Tisch.

Möchte hier den Namen des Verkäufers nicht nennen.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 21.08.2016 19:18:27 Gelesen: 321118# 394 @  
@ 10Parale [#393]

Hallo Sammlerfreund,

denkst Du, die Marke ist eine Fälschung? Dann sollte man den Verkäufer ruhig nennen, finde ich.

Eine 108 Parale für Euro 256 wäre natürlich ein Witz - auch wenn die Marke schwere Mängel aufweist, wäre so ein Preis viel zu tief (ich habe sie nie gesehen).

Wenden wir uns etwas Erfreulicherem zu:



Die abgebildete Marke ist eine Nummer 65. Besonders schön ist natürlich der perfekte Landpost-Stempel "JUD. DOLJIU, PL. BALTA. 18. FEB 87".

Eine gewöhnliche Marke wird durch so einen Stempel doch eine Rarität, das ist schön!

Heinz
 
10Parale Am: 23.08.2016 21:25:10 Gelesen: 320916# 395 @  
@ Heinz 7 [#394]

Sensationell! Augen auf, sage ich nur. Dieser seltene Landpost-Stempel vom JUDETUL DOLJIU ist bei Kiriac Dragomir in seinem Stempel-Handbuch auf Seite 173 abgebildet (fig. 954) als Stempel RJ2 klassifiziert. Allerdings ist dort PLASA ausgeschrieben, während bei dem von dir auf den beiden Marken abgebildeten Stempel PL. in Abkürzungsweise erscheint. Im Prinzip eine neuer, erst teilklassifizierter Stempel, gratuliere!

Es wird Zeit das Werk von Kiriac Dragomir ins Deutsche zu übersetzen bzw. das Werk der heutigen Forschung anzupassen. Das wäre ein Renten-Projekt!

Eine gewöhnliche Ganzsache, die ich hier vorstelle, wird durch den Stempel zwar nicht zur Rarität, aber erzählt Geschichten, die sich 296 Jahre zuvor und 75 Jahre danach abspielten:

Die Ortschaft Piua-Petri im Kreis Ialomita verschwand 1970 von der Landkarte. Es blieben zwar noch eine Kirche und Reste einer alten Festung über, aber die Bevölkerung wurde auf Grund stetig wiederkehrender Überflutungen des Flusses Ialomita sozusagen umgesiedelt. 1970 gab es eine besonders heftige Überschwemmung, Piua-Petri wurde von der Zivilisation aufgegeben. Schade, denn es wird vermutet, dass Mihail Viteazul 1558 dort geboren wurde. Der Woiwode (slawischer Ausdruck für Heerführer) vereinte 1599 für ein kurzes Jahr die Fürstentümer Moldau, Walachei und Siebenbürgen im Kampf gegen die osmanische Herrschaft.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 27.08.2016 00:02:15 Gelesen: 320480# 396 @  
@ 10Parale [#395]

Lieber 10 Parale,

toll, was Du alles weisst! Danke für die Info. Gerne steuere ich auch ein Bild zu, aber ich habe mich getäuscht, eine Briefmarkenserie mit alten Herrschern zeigte nicht Viteazul.

Und im CMPR '74 Inhaltsverzeichnis (Seite 563-596) finde ich auch keinen Hinweis.

Nun, ich habe ein wenig gestöbert und habe DOCH noch eine Ausgabe gefunden, die passt!



Na, ist doch schön, wenn Geschichte so ins Bild gesetzt wird! Ein stolzer Mann, Mihai Viteazul!

Herzliche Grüsse!
Heinz
 
Heinrich3 Am: 27.08.2016 08:46:45 Gelesen: 320415# 397 @  
@ 10Parale [#395]

Hallo,

Du schreibst: Es wird Zeit das Werk von Kiriac Dragomir ins Deutsche zu übersetzen bzw. das Werk der heutigen Forschung anzupassen. Das wäre ein Renten-Projekt!

Als ich noch Rumänien sammelte, fand ich in der Stadtbücherei München, Philatelistische Abteilung das Werk in deutsch. Es hat allerdings einen großen Nachteil; siehe folgendes:

Dragomir, Kiriac
Marcile poştale clasice Romaneşti: litografiate in perioada 1865 - 1872 / K. Dragomir
[Klassische Rumänische Steindruckausgaben]

[Masch.-schriftl. Durchschlag]
Benutzungsbeschränkung: Kopierverbot

Zuerst braucht man nur jemanden, der den Text in den PC tippt. Ich will und kann das nicht mehr auf Grund meines Alters.

Beste Sammlergrüße
Heinrich
 
10Parale Am: 05.09.2016 21:23:05 Gelesen: 319397# 398 @  
@ Heinrich3 [#397]

Vielen Dank für den wertvollen Hinweis. Ich fände es hochspannend, den Namen des Übersetzers zu erfahren. Für mich eine Überraschung. Im Tippen bin ich übrigens sehr sehr flink. Ich werde die Stadtbücherei in München und dort die Philatelistische Abteilung bei nächster Gelegenheit besuchen.

Das Studium beginnt eigentlich zu allererst mit dem Stichwort "Kartenkunde". Ohne Hilfe fachkundiger, philatelistisch interessierter rumänischer Zeitgenossen ist solch ein Werk auch fast undenkbar. Dennoch eine Herausforderung, über die es sich nachzudenken lohnt.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 05.09.2016 22:13:42 Gelesen: 319390# 399 @  
@ 10Parale [#398]

Lieber Freund,

ich weiss nicht, was Du genau meinst mit Deiner Bemerkung "Kartenkunde". Kann ich Dir weiterhelfen? Ich habe gute Literatur zur (Post-) Geschichte von Rumänien, u.a. der berühmte Band von Minescu. Was wünschst Du?

Liebe Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 05.09.2016 22:27:19 Gelesen: 319387# 400 @  
@ 10Parale [#1]

Lieber Freund,

vor weniger als dreieinhalb Jahren hast Du dieses Thema mit der 5 Parale-Zeitungsmarke eröffnet. Nun sind wir immerhin bei Beitrag 400 angekommen, und wir haben schon viele schöne Stücke hier gezeigt und uns gegenseitig Freude bereitet.

Ich komme soeben heim von einer Geburtstagsfeier! Also feiere ich nun auch noch den Philaseiten-Beitrag 400 zu diesem Thema mit Euch!

Was gibt es Passenderes als Deinen ersten Beitrag aufzugreifen?

Anbei eine 5-Parale-Zeitungsmarke, echt und seit über 100 Jahren dokumentiert in Sammlerhand (bzw. - händen). Dieses Stück zierte einst die Sammlung Dorning Beckton.



Herzliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.09.2016 23:47:37 Gelesen: 319064# 401 @  
@ Heinz 7 [#400]

Diese Marke sieht sehr ähnlich aus, aber sie ist NOCH seltener, weil sie ungestempelt ist! Die obere (Beitrag 400) hat einen feinen blauen Stempel.



Diese Marke ist eine Weltrarität, von der es ungebraucht keine zehn Stück mehr gibt.

Ein Stück wurde am 16.5.2015 in London verkauft bei Köhler, Wiesbaden: Los 369 brachte beachtliche Euro 32'000 (plus Zuschlag!) bei Katalogpreis von Euro 32'000. Der Katalogpreis der Marke galt schon vorher als "nicht zu hoch" (angesichts der Seltenheit), für die Jahre 2001-1015 kann dies meiner Meinung nach sicher bestätigt werden. Die Nummern 1 und 3 von Rumänien sind ungestempelt noch höher bewertet als unsere berühmte schöne Zeitungsmarke Nr. 5.

Heinz
 
10Parale Am: 15.09.2016 01:11:21 Gelesen: 319015# 402 @  
@ Heinz 7 [#401]

Hast du Informationen über den Verbleib dieser 10 Marken oder Anhaltspunkte, auf welchen Auktionen sie unter den Hammer kamen?

Ja, ich erinnere mich noch sehr gut an diese Auktion in London 2015, war ja live dabei! Der Ausruf der raren Zeitungsmarke lag bei 12.000 Euro.

Zuvor wurde tatsächlich eine Michel Nr. 3, 108 Parale ungestempelt bei einem Ausruf von 17.500 Euro für 36.000 Euro durch einen Telefonbieter ersteigert (siehe Bild).

Solche Tage vergisst man nicht. Für mich ein Grund, mich tiefer in die rumänische Philatelie zu knien. Dabei begeistern mich aber seltene Stempel im gleichen Maße wie solch unerschwingliche Raritäten.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 13.10.2016 23:19:33 Gelesen: 316689# 403 @  
@ 10Parale [#402]

Lieber Freund,

diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Ich habe kaum mehr Informationen, als ich aus dem Handbuch III von Heimbüchler (2007) entnehmen kann. Fassen wir zusammen:

Heimbüchler listet 10 Exemplare: Nummerieren wir sie gemäss seinem Buch (Seite.Abbildung)

61.87
61.89
61.oB (ohne Bild)
71.113
71.114
71.115
71.116
71.117
71.118
71.119

Die Exemplare 61.87 + 71.113 sind in Museen ausgestellt (Berlin + St. Petersburg)
zu den Exemplaren 61.oB + 71.119 nennt Heimbüchler keine "Funddaten".

Die übrigen 6 Exemplare erschienen in den letzten 55 Jahren nur selten!

1962 - Sammlung Burrus = 71.115
1964 - Auktion Robson Lowe = 71.116
1966 - Auktion Grobe = 71.114
1972 - Auktion Balasse = 61.89
1982 - Auktion Köhler = 71.118
1987 - Auktion Robson Lowe = 71.117

Das Exemplar aus der Sammlung Burrus kam 2006 wieder zur Auktion (Sammlung Tomasini/Künzi) und erreichte einen Wahnsinns-Preis: Ausruf: Euro 20'000, Zuschlag: Euro 65'000 + 18.5 %. Das Los ging meines Wissens in die Sammlung von Joseph Hackmey, der 2008 mit seiner Rumänien-Sammlung den Grand Prix holte in Bukarest.

Das "zweitälteste" Exemplar (71.116) erschien 2013 wieder auf dem Markt. Es zierte die Sammlung Heimbüchler. Los 5027 blieb aber unverkauft (Startpreis Euro 30'000). Ob das Exemplar später doch noch verkauft wurde, weiss ich nicht

Das Exemplar 71.117 kam 2015 in London zum Verkauf, Los 369. Der Ausrufpreis war sehr attraktiv, Euro 12'000, aber der Preis kletterte auf Euro 32'000, (= 100 % Katalogwert damals); dazu kam noch der Zuschlag! Käufer war meines Wissens wieder Herr Joseph Hackmey!

Ganz grosse Sammler hatten KEINE 5 Parale ungebraucht! Als Beispiel Caspary: Dieser hatte 8 Lose 5 Parale (!!), aber alle gestempelt: 5 Einzelstücke und 3 Paare (bzw. 2 Stück auf Zeitung). Auch in anderen grossen Rumänien-Sammlungen sucht man die 5 Parale ungebraucht vergebens. Kein Wunder! Es ist eine Welt-Seltenheit ersten Ranges!

Liebe Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 30.10.2016 10:17:02 Gelesen: 314384# 404 @  
@ Heinz 7 [#403]

Vielen Dank für diese bedeutende Expertise.

Im Moment wird bei philasearch über ein Auktionshaus eine Rumänien Michel Nr. 2 angeboten, gestempelt mit einem blauen Datumsstempel BAIA/MOLDOVA.

Ein solcher Stempel ist mir aus der Literatur nicht bekannt. Allerdings gab es im Fürstentum Moldau solch eine Stadt namens BAIA. Sie war die erste Hauptstadt des Fürstentums bei der Entstehung im 14. Jahrhundert.

Wäre dies nun ein solcher Stempel M1 oder M2 BAIA MOLDOVA, wäre es eine unerforschte Sensation. Ich tippe eher auf den Stempel PIATRA/MOLDOVA.

Was denkst Du, Heinz, oder vielleicht hat ein anderer Experte hier eine Meinung zu dieser Geschichte.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 08.11.2016 16:09:08 Gelesen: 312913# 405 @  
@ 10Parale [#404]

Hallo 10 Parale,

es wäre wirklich eine Sensation, wenn nun ein völlig neuer (unbekannter) Stempel auftauchen würde. Ich weiss von Nichts und habe das Stück mit dem angeblichen Stempel "BAIA" auch nicht gesehen. Wo wird es denn angeboten?

Herzliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 08.11.2016 16:19:12 Gelesen: 312907# 406 @  
@ 10Parale [#404]

Liebe Briefmarkenfreunde,

etwas, das tatsächlich existiert, wird ganz neu zum Verkauf angeboten; ein ganzer Bogen der 25 Bani-Marke König Karl mit Vollbart braun, gezähnt.



Ich finde diesen Bogen sehr schön, vor allem, weil man hier perfekt sieht, wie die rumänische Post bei Steindruck-Marken absichtlich Leerfelder liess, damit ein Hunderter-Bogen gedruckt werden konnte:

7 Reihen à 15 Marken hätte 105 Marken ergeben,
also liess man 5 Felder leer
ergibt hundert Marken.

Dieser Bogen wird zur Zeit angeboten bei Cherrystone in New York. Er soll allerdings mindestens US$ 7'000 kosten und ist daher nur für wenige Sammler eine "Option". Ob es "zuviel" ist, ist Ansichtssache, aber vermutlich eher "nein". Denn ganze Bogen aus dieser Zeit sind mit Sicherheit ganz grosse Raritäten. Von vielen Marken dieser Zeit sind bereits Viererblocks ungestempelt nur sehr schwer zu finden. Die 25 Bani Marke dunkelbraun gezähnt findet man noch relativ oft, auch in grösseren Einheiten. Aber einen Original-100er-Bogen habe ich noch kaum je gesehen!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 09.11.2016 18:47:42 Gelesen: 312665# 407 @  
@ Heinz 7 [#405]

Die 54 Parale Marke "blue on greenish blue horizontally laid paper, used example with clear to very large margins, neatly cancelled by "Baia/Moldova" datestamp in blue ff." ist ungeprüft bei Christoph Gärtner auf der Rücklosliste der vergangenen Auktion zu finden.

Ich habe mir reiflich überlegt das Stück zu erwerben, aber der Stempel ist nicht leicht zu deuten und bedarf meiner Ansicht nach eine Expertenprüfung. Ausruf: 2.000,-- Euro. Wäre natürlich günstig, würde sich der Stempel als eine sensationelle Neuentdeckung entpuppen.

Christoph Gärtner hat übrigens noch 2 andere schöne Exemplare auf Lager, so eine 27 Parale mit einem schönen Stempel von Jassy/Moldova. Allerdings kostet das Stück 6.000,-- Euro zzgl. anfallenden Kosten.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 09.11.2016 23:23:46 Gelesen: 312627# 408 @  
@ 10Parale [#407]

Lieber 10 Parale,

jetzt sehe ich, was Du meinst. Ich denke, das Ding ist einfach nicht korrekt beschrieben.



Meines Erachrens ist dies eine zweimal gestempelte Marke mit Stempel "GALATZ / MOLDOVA" = Dragomir fig. 277. "GALA... sehe ich im rechten Stempel, "...Z" im linken. Also keine "BAIA" - Rarität.

Der Preis ist mit Euro 2'000 plus Aufgeld zu hoch! Gestempelt ist die Michel Nr. 2 nicht so selten und hat(te) einen Katalogwert von Euro 6'500 (Raritäten-Katalog Michel 2010). Das vorliegende Stück ist aber

a) unten etwas rund geschnitten
b) repariert! (oben)
c) zusätzlich mit Bug

Da findest Du für diesen Preis sicherlich bald ein besseres Exemplar!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 09.11.2016 23:49:16 Gelesen: 312624# 409 @  
@ 10Parale [#407]

Hallo 10 Parale,

die 27 Parale-Marke ist ein interessantes Stück



positiv: sehr schöner, klar lesbarer Stempel (Vollstempel)!
(fast...) vollrandig
nicht repariert
farbfrisch, soweit ersichtlich

negativ: zwei helle Stellen
Büge
oben eben doch berührt und darum etwas "unschön für's Auge" (oben stört es mehr als unten oder an der Seite, finde ich)
Schnitt nicht regelmässig (unten ist die Marke schmaler als oben)

Die Spur eines zweiten Stempels habe ich nicht als Mangel aufgeführt.

Ob man für diese Marke Euro 6000 + Aufgeld bezahlen "darf" ist Ansichtssache. Katalogwert war Euro 15'000 (2010, Michel). Ich empfehle lieber noch etwas mehr zu bezahlen, dafür auf ein qualitativ noch besseres Stück zu warten. Aber wer hat schon eine 27 Parale-Marke ! Ich habe schon schlechtere Stücke gesehen, die auch nicht billiger waren.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 11.11.2016 19:48:31 Gelesen: 312420# 410 @  
@ Heinz 7 [#408] [#409)

Vielen Dank für diese beiden Expertisen Heinz.

Ja, es kann sich bei der 54 Parale Marke eigentlich nur um den Stempel M1 GALATZ-MOLDOVA handeln. Ich werde mir Zeit lassen bei meiner Suche und Auswahl. Bei seltenen Objekten wie diesen Ochsenköpfen der 1. Ausgabe gilt der Spruch "... solange der Vorrat reicht" ... noch nicht ganz.

Um so mehr freue ich mich heute wieder über den Erwerb einer relativ günstigen Marke, die aber einen Stempel aufweist, den ich auf der Michel Nr. 10 I, 30 Parale blau bis heute noch nicht gesehen habe.

Natürlich ist die Marke nicht perfekt, aber irgendwo muss man immer Abschläge machen.

Stempel M3 FRANCO KAHUL, Dragomir fig. 314.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 12.11.2016 17:13:50 Gelesen: 312226# 411 @  
@ 10Parale [#410]

Ich gratuliere!

Der Kahul-Stempel M3 ist recht selten, es ist eine edle Aufgabe, alle Stempel der Gruppe M 3 zusammenzutragen! (M3 301-321). Ich wünsche weiterhin eine gute Spürnase!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 12.11.2016 23:33:35 Gelesen: 312133# 412 @  
@ 10Parale [#410]

Ich habe gesagt, es sei eine edle Aufgabe, alle Stempel der Gruppe M 3 zu sammeln (fig. 301-321). Da die Stempel ja oft ein ganz unterschiedliches Aussehen haben, ist es vielleicht schön, einmal alle Stempel zu sehen. In diesem Thema haben wir bis jetzt gesehen (sauf erreur et omissions):

fig. 302 = Beitrag 195
fig. 304 = B. 6 + 14
fig. 307 = B. 143 + 206
fig. 308 = B. 315
fig. 311 = B. 6, 7, 19, 148, 149, 193, 206
fig. 314 = B. 410
fig. 319 = B. 47 + 157
fig. 320 = B. 4 + 160

Ich möchte das wenn möglich noch etwas ergänzen. Zwar haben wir Berlad (fig. 302) schon gesehen, aber auf Brief ist der Stempel natürlich auch schön.



Auf diesem Amts-Einschreibebrief von Berlad nach Bukarest sehen wir oben den "FRANCO"-Stempel, daneben ist wie üblich auch der M 1-Stempel "BERLAD MOLDOVA" (fig. 272) zu sehen.

Schönen Sonntag!
Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.11.2016 21:59:47 Gelesen: 311918# 413 @  
@ 10Parale [#410]

Wir haben vor einiger Zeit alle M1-Stempel (fig. 271-286) hier gezeigt, ausser der Nummer 285+286.

Nr. 285 "FOKSCHANI (ohne "MOLDOVA")" kann ich nun noch nachliefern



Es ist ein Amts-Brief ohne Marken von 1862 nach Tekutsch. Rückseitig ist ein Ankunftsstempel.

Damit fehlt uns in diesem Thema für die Stempelgruppe M1 nur noch "BOTUSCHANI (ohne "MOLDOVA")".

Schöne Grüsse

Heinz
 
Pepe Am: 17.11.2016 18:48:11 Gelesen: 311379# 414 @  
Ja die Zeit-sie fliegt. Mit ganz bescheidenen Marken will ich mal meine Reise fortsetzen.

Im Mi unter 1898 findet man diesen Satz mit 4 Werten



Mi 113, smaragdgrün, gz 13½ und Mi 114, rosa gz 13½



Mi 115, schwarz, gz 13½ und Mi 116, blau, gz 13½

Ob der weiße Fleck durch's "R" von "ROMANIA" eine Schadstelle oder Plattenfehler ist, kann ich nicht sagen. Ein Durchscheinen (Fenster) ist nicht feststellbar. 10 fach Lupe.

Papier scheint waagerecht gerippt.

Nette Grüße
Pepe
 

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