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Thema: (?) (970) Rumänien für Sammler
Das Thema hat 981 Beiträge:
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10Parale Am: 19.04.2016 12:48:03 Gelesen: 439849# 382 @  
@ Pepe [#62]

Zur Marke Michel Nr. 41b, Freimarkenserie Fürst Karl I. im Kreise, 25 Bani, Pariser Druck, dunkelorange auf hellchromgelb, hätte ich hier noch ein schönes Brieflein aus Jassy (ehemals Fürstentum Moldau).

Besonders gefällt mir der Stempel Jassy I (H) (mit achteckigem Stern), einer der 3 kleinen Stempel von Jassy (Kiriac Dragomir Stampilografie Postala Seite 107). Er wurde sehr klar am 6. Juli 1874 abgeschlagen. Rückseitiger Ankunftsstempel von Wien Landstrasse vom 8. Juli 1874.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 26.04.2016 22:47:58 Gelesen: 438721# 383 @  
@ 10Parale [#382]

Lieber 10 Parale,

ein schöner Brief, wenn auch nicht "ganz perfekt". Die Marke ist ja nicht sooo selten, trotzdem finden wir sie kaum je wirklich makellos. Die Zähnung Deiner Marke ist klar überdurchschnittlich.

Ich zeige anbei ein loses Paar.



Nicht alle 88 Zähne sind in voller Länge vorhanden, aber auch diese Marke ist sicher sammelnswert. Die Marke ist etwas dezentriert. Besonders hübsch ist aber sicher der Einschreibe-Stempel.

In Beitrag 37 habe ich bereits ein hübsche Paar der 25 Bani-Marke gezeigt, allerdings Mi. 41a, nicht b.

Freundliche Grüsse
 
Heinz 7 Am: 26.04.2016 23:20:37 Gelesen: 438714# 384 @  
@ 10Parale [#382]

Grössere Einheiten dieser Ausgabe Karl I. im Perlenkreis sind am ehesten bei den tiefen Wertstufen zu finden. Michel Nr. 36 hat einen Nennwert von nur 1.5 Bani. Anbei kann ich einen Neunerblock zeigen.



Dieser Block hat aussen total 180 Zähne; es ist klar, dass der eine oder andere Zahn etwas stumpf ist. Sicherlich ist der vorliegende Block aber recht gut erhalten und wirkt in seiner imposanten Grösse sehr beeindruckend, finde ich.

Bis bald

Heinz
 
Heinz 7 Am: 08.06.2016 21:37:11 Gelesen: 433584# 385 @  
@ Rumäniensammler

Die Marke 50 Bani König Karl I., Michel Nr. 69, ist nicht selten. Aber der schöne C.F.R. (Eisenbahnstempel) macht dieses Exemplar zu etwas Besonderem.



Man kann sich an kleinen Raritäten freuen, es müssen nicht immer teure Stücke sein!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.06.2016 21:42:54 Gelesen: 433117# 386 @  
@ 10 Parale

Lieber Freund,

als ich Deinen Namen zum ersten Mal auf Philaseiten las, habe ich mich ein wenig gewundert, weil eine "10 Parale"-Marke von Rumänien gibt es bekanntlich nicht!

Aber dennoch ist dieser Begriff für die Rumänien-Kenner nicht ganz unbekannt. Es gab "irgendwann" wohl einen Probedruck zu einer Zeitungsmarke über 10 Parale (zur Ausführung kam dann nur die Marke zu 5 Parale, siehe Michel Nr. 5), und später gab es Nachdrucke dazu. Irgendwie scheinen diese "Objekte" nicht sehr beliebt zu sein, denn sie werden in der Literatur nur ziemlich stiefmütterlich behandelt.

Umso grösser ist meine Freude, dass ich nun erstmals einen solchen Nachdruck kaufen konnte.

Teils wurden dafür schon Phantasiepreise gefordert. Nun schien mir der Preis vertretbar - also habe ich mir das sehr seltene Stück gekauft.



Ein ausführliches Attest dazu habe ich auch, von Leonard Pascanu. Wir können dieses Stück in Heidelberg gerne besprechen!

Herzliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 14.06.2016 20:34:11 Gelesen: 433047# 387 @  
@ Heinz 7 [#386]

Hallo Heinz,

... was beweist, dass mein Name kein Fantasieprodukt sei.

Gratulation zum Erwerb dieser von Leonard Pascanu attestierten Nachdruck Marke zum Nennwert von 10 Parale. Ich warte gespannt auf die Besprechung in Heidelberg.

Wenn ich es richtig verstehe, handelt es sich um einen Nachdruck eines Probedrucks? Es war hier ja auch schon von einem Fälscher die Rede, der versucht haben soll, den Leuten eine 10 Parale Marke anzudrehen. Das wäre meines Wissens auch im Übrigen der erste Fälscher, der nicht nur fälscht, sondern gleichzeitig auch erfindet. Stelle Dir vor, heutzutage käme ein gefälschter 150,-- Euro Schein in Umlauf. Wie dumm müsste man sein, um ihn anzunehmen?

Was ich damit sagen will: Ich bin der festen Überzeugung, dass es dazu Probedrucke gab, vielleicht schlummern diese auch tatsächlich noch irgendwo ihren unentdeckten Dornröschenschlaf.

Na denn, ich freue mich auch auf Heidelberg und zeige zu guter Letzt die außergewöhnliche 30Parale auf Feld 31 im Bogen, den ich den Experten der Arbeitsgemeinschaft Rumänien zur Prüfung vorlegen werde.

Bis dann

10Parale


 
Heinz 7 Am: 18.06.2016 18:01:44 Gelesen: 432709# 388 @  
Wenn eine lang verschollene Sammlung wieder auf den Markt kommt, ist das Interesse naturgemäss gross. Fast 50 Jahre nach dem Verkauf der Hauptsammlung von Eduardo Cohen (Schwenn, September 1967) kam am Donnerstag ein wichtiger anderer Teil der Cohen-Sammlung zur Versteigerung: 4. - 8. Ausgabe! Corinphila hat angekündigt, diese grossartige Sammlung in drei Teilen anzubieten, und am Donnerstag (16.6.) wurden die ersten 141 Lose versteigert.

Die Liste der mich interessierenden Lose wurde lang und länger - viele sehr spezielle Lose kamen zum Angebot. Ich habe darum meine Abreise nach Heidelberg um einen Tag verschoben und fuhr an die Auktion nach Zürich.

Nun, ich habe fast nichts kaufen können, da in der Regel heftige Bietergefechte entflammten und einige Stücke ziemlich teuer wurden. Das ist einerseits zwar eine Enttäuschung, aber diese Situation habe ich als langjähriger Sammler schon oft erlebt. Und anstatt im Frust die eigenen Limiten zu vergessen und mehr zu bieten, als man eigentlich wollte, verzichtete ich auf einen Kauf und freue mich, dass mein Sammelgebiet eine starke Nachfrage hat!

Eine Besonderheit der Cohen-Sammlung sind die grossen Einheiten der Steindruck-Marken. Sie wurden fast alle ziemlich teuer verkauft. Wenn dann eine Einheit noch "Leerfeld"-Stellen aufweist, dann sind meistens mehrere Sammler an dem Stück interessiert, und in dieser Cohen-Auktion waren mehrere solcher Blockstücke vorhanden.



Dieser Bogenteil hätte Platz gehabt für einen Neunerblock. Es ist ein Eckrandstück, darum hat er oben und rechts einen breiten Rand. Dass wir hier nun einen "seltsamen Fünferblock" haben, hängt damit zusammen, dass vier Felder nicht bedruckt wurden. Ich finde wir sollten darum am Besten von einem "Neun-minus-Vier=Fünferblock" sprechen.

Diese Einheiten waren für die Plattierung der Briefmarken extrem wichtig. Cohen liebte diese Stücke.

Ich auch. EINES habe ich mir gesichert. Mehrere andere sind in andere Sammlungen gelangt. Verkauft wurde m.W. alle diese "Einheiten mit Blankfeldern". Sie sind schön, selten, philatelistisch interessant und wertvoll.

Schöne Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 22.06.2016 23:18:54 Gelesen: 432270# 389 @  
@ buzones [#82]

Dr. Gmach beschreibt den Stempel A. in blauer Tusche als Transitstempel, der aber erst in Wien angebracht worden sei. A = Herkunftsbezeichnung Autriche -....

Quelle: Österreichische und ungarische Posteinrichtungen in den Donaufürstentümern 1782 bis 1880 Band I. Seite 209

Bei dem noch einmal gezeigten Brief von Jassy nach Paris an die Gebrüder Rothschild aus dem Jahr 1858 konnte ich nun auch Dank der Lektüre des Buches von Dr. Gmach die auf der Vorderseite sichtbare handschriftliche Taxierung "95" bestimmen. (Dr. Gmach Titel Band II Seite 173)

Der Brief musste demnach bis zur französischen Grenze für den österreichischen Auslandspostweg und den weiteren Transit über Österreich vom Absender freigemacht werden. Ein möglicher Postweg über die Schweiz war durch andere Verträge abgegolten, ein Postweg über Deutschland würde durch weitere Gebühren belastet worden sein. Diese kann ich auf dem Brief jedoch nicht erkennen.

Fakt ist, dass der Empfänger noch die Gebühr für die französische Inlandspoststrecke zu entrichten hatte, die zu jener Zeit bei einfachen Briefen bis zu 7,5 gramm bei 95 Centimes lag.

Hier die Postroute:

- Jassy 02.12.1858
- Lemberg 06.12.1858
- Krakau 08.12.1858
- Wien - A. - Transitstempel lt. Dr. Gmach
- Hüningen - da am nächsten zur Schweiz - Vermutung
- Paris 11.12.1858-

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 25.06.2016 23:15:25 Gelesen: 432026# 390 @  
@ Heinz 7 [#388]

Ich wollte diese Einheit (388) noch fertig erklären, finde aber erst jetzt Zeit dafür.

Hans Georg hat in seinem Buch "Rumänien / Typenmerkmale, Umdruckblocks und Drucksteine der STEINDRUCK-AUSGABEN 1865 - 1872" von 1979 mit einer Skizze (auf Seite 6) gezeigt, wie eine Druckplatte der 20 Parale-Marke damals aussah:

"Mit den Carol-Marken 1866 begann Sander die Herstellung der endgültigen Platten mit Hilfe der Umdruckblocks von 6 Marken im Bogen zu 200 Stück; je dreissigmal der Umdruckblock in einem Hauptkörper und 20 Ergänzungsmarken, beliebig eingesetzt, mit 4 Leerfeldern in der rechten, oberen Ecke".



17 x 12 = 204; diese Zahl eignete sich natürlich nicht für die Druckerei, also liess man 4 Felder (oben rechts) frei und unbedruckt. Schön, wenn man eine Bogenecke hat!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 12.07.2016 22:13:46 Gelesen: 430202# 391 @  
@ 10Parale

Eine Michel Nr. 54 im Viererblock ist sehr selten. Ich bin froh, dass ich dieses Exemplar finden konnte.



Der schwarze Punkt auf der ersten Marke ist zum Glück nur auf dem Scan, nicht auf der Marke.

Heinz
 
10Parale Am: 03.08.2016 22:06:46 Gelesen: 427415# 392 @  
@ Heinz 7 [#391]

Ein sehr schöner Viererblock. Das Papier scheint mir etwas wellig. Dieser Höchstwert des Freimarkensatzes aus dem Jahr 1879 wurde in Bukarest gedruckt und steht immerhin mit 140,-- Euro im MOK. Gratuliere!

Ich konnte schon vor einiger Zeit diesen Briefausschnitt erwerben. Er trägt die beiden gezähnten Marken Michel Nr. 34, Fürst Karl I. mit Vollbart aus dem Jahr 1872 zu 25 Bani.

Der Brief wurde an einem 27. Januar in Bukarest abgestempelt. War es üblich, pro Marke einen P.D. - Stempel anzusetzen? Vielleicht. Der Brief war portogerecht frankiert mit 50 Bani für eine Auslandsverwendung nach Mailand.

Da ich soeben von einem Urlaub aus der Toskana heimgekehrt bin, musste ich bei der Rückfahrt in Mailand an diesen Brief denken und den Weg, den er wohl genommen hat.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 06.08.2016 20:49:08 Gelesen: 427295# 393 @  
Soeben ging bei eBay eine Rumänien Michel Nr. 4, die Marke zu 108 Parale in "türkisgrünlicher Farbe" mit einem roten Stempel M1 von Jassy Moldova in einem Lot von 100 Briefmarken für sage und schreibe 256,-- Euro über den Tisch.

Möchte hier den Namen des Verkäufers nicht nennen.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 21.08.2016 19:18:27 Gelesen: 426283# 394 @  
@ 10Parale [#393]

Hallo Sammlerfreund,

denkst Du, die Marke ist eine Fälschung? Dann sollte man den Verkäufer ruhig nennen, finde ich.

Eine 108 Parale für Euro 256 wäre natürlich ein Witz - auch wenn die Marke schwere Mängel aufweist, wäre so ein Preis viel zu tief (ich habe sie nie gesehen).

Wenden wir uns etwas Erfreulicherem zu:



Die abgebildete Marke ist eine Nummer 65. Besonders schön ist natürlich der perfekte Landpost-Stempel "JUD. DOLJIU, PL. BALTA. 18. FEB 87".

Eine gewöhnliche Marke wird durch so einen Stempel doch eine Rarität, das ist schön!

Heinz
 
10Parale Am: 23.08.2016 21:25:10 Gelesen: 426081# 395 @  
@ Heinz 7 [#394]

Sensationell! Augen auf, sage ich nur. Dieser seltene Landpost-Stempel vom JUDETUL DOLJIU ist bei Kiriac Dragomir in seinem Stempel-Handbuch auf Seite 173 abgebildet (fig. 954) als Stempel RJ2 klassifiziert. Allerdings ist dort PLASA ausgeschrieben, während bei dem von dir auf den beiden Marken abgebildeten Stempel PL. in Abkürzungsweise erscheint. Im Prinzip eine neuer, erst teilklassifizierter Stempel, gratuliere!

Es wird Zeit das Werk von Kiriac Dragomir ins Deutsche zu übersetzen bzw. das Werk der heutigen Forschung anzupassen. Das wäre ein Renten-Projekt!

Eine gewöhnliche Ganzsache, die ich hier vorstelle, wird durch den Stempel zwar nicht zur Rarität, aber erzählt Geschichten, die sich 296 Jahre zuvor und 75 Jahre danach abspielten:

Die Ortschaft Piua-Petri im Kreis Ialomita verschwand 1970 von der Landkarte. Es blieben zwar noch eine Kirche und Reste einer alten Festung über, aber die Bevölkerung wurde auf Grund stetig wiederkehrender Überflutungen des Flusses Ialomita sozusagen umgesiedelt. 1970 gab es eine besonders heftige Überschwemmung, Piua-Petri wurde von der Zivilisation aufgegeben. Schade, denn es wird vermutet, dass Mihail Viteazul 1558 dort geboren wurde. Der Woiwode (slawischer Ausdruck für Heerführer) vereinte 1599 für ein kurzes Jahr die Fürstentümer Moldau, Walachei und Siebenbürgen im Kampf gegen die osmanische Herrschaft.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 27.08.2016 00:02:15 Gelesen: 425645# 396 @  
@ 10Parale [#395]

Lieber 10 Parale,

toll, was Du alles weisst! Danke für die Info. Gerne steuere ich auch ein Bild zu, aber ich habe mich getäuscht, eine Briefmarkenserie mit alten Herrschern zeigte nicht Viteazul.

Und im CMPR '74 Inhaltsverzeichnis (Seite 563-596) finde ich auch keinen Hinweis.

Nun, ich habe ein wenig gestöbert und habe DOCH noch eine Ausgabe gefunden, die passt!



Na, ist doch schön, wenn Geschichte so ins Bild gesetzt wird! Ein stolzer Mann, Mihai Viteazul!

Herzliche Grüsse!
Heinz
 
Heinrich3 Am: 27.08.2016 08:46:45 Gelesen: 425580# 397 @  
@ 10Parale [#395]

Hallo,

Du schreibst: Es wird Zeit das Werk von Kiriac Dragomir ins Deutsche zu übersetzen bzw. das Werk der heutigen Forschung anzupassen. Das wäre ein Renten-Projekt!

Als ich noch Rumänien sammelte, fand ich in der Stadtbücherei München, Philatelistische Abteilung das Werk in deutsch. Es hat allerdings einen großen Nachteil; siehe folgendes:

Dragomir, Kiriac
Marcile poştale clasice Romaneşti: litografiate in perioada 1865 - 1872 / K. Dragomir
[Klassische Rumänische Steindruckausgaben]

[Masch.-schriftl. Durchschlag]
Benutzungsbeschränkung: Kopierverbot

Zuerst braucht man nur jemanden, der den Text in den PC tippt. Ich will und kann das nicht mehr auf Grund meines Alters.

Beste Sammlergrüße
Heinrich
 
10Parale Am: 05.09.2016 21:23:05 Gelesen: 424562# 398 @  
@ Heinrich3 [#397]

Vielen Dank für den wertvollen Hinweis. Ich fände es hochspannend, den Namen des Übersetzers zu erfahren. Für mich eine Überraschung. Im Tippen bin ich übrigens sehr sehr flink. Ich werde die Stadtbücherei in München und dort die Philatelistische Abteilung bei nächster Gelegenheit besuchen.

Das Studium beginnt eigentlich zu allererst mit dem Stichwort "Kartenkunde". Ohne Hilfe fachkundiger, philatelistisch interessierter rumänischer Zeitgenossen ist solch ein Werk auch fast undenkbar. Dennoch eine Herausforderung, über die es sich nachzudenken lohnt.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 05.09.2016 22:13:42 Gelesen: 424555# 399 @  
@ 10Parale [#398]

Lieber Freund,

ich weiss nicht, was Du genau meinst mit Deiner Bemerkung "Kartenkunde". Kann ich Dir weiterhelfen? Ich habe gute Literatur zur (Post-) Geschichte von Rumänien, u.a. der berühmte Band von Minescu. Was wünschst Du?

Liebe Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 05.09.2016 22:27:19 Gelesen: 424552# 400 @  
@ 10Parale [#1]

Lieber Freund,

vor weniger als dreieinhalb Jahren hast Du dieses Thema mit der 5 Parale-Zeitungsmarke eröffnet. Nun sind wir immerhin bei Beitrag 400 angekommen, und wir haben schon viele schöne Stücke hier gezeigt und uns gegenseitig Freude bereitet.

Ich komme soeben heim von einer Geburtstagsfeier! Also feiere ich nun auch noch den Philaseiten-Beitrag 400 zu diesem Thema mit Euch!

Was gibt es Passenderes als Deinen ersten Beitrag aufzugreifen?

Anbei eine 5-Parale-Zeitungsmarke, echt und seit über 100 Jahren dokumentiert in Sammlerhand (bzw. - händen). Dieses Stück zierte einst die Sammlung Dorning Beckton.



Herzliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.09.2016 23:47:37 Gelesen: 424229# 401 @  
@ Heinz 7 [#400]

Diese Marke sieht sehr ähnlich aus, aber sie ist NOCH seltener, weil sie ungestempelt ist! Die obere (Beitrag 400) hat einen feinen blauen Stempel.



Diese Marke ist eine Weltrarität, von der es ungebraucht keine zehn Stück mehr gibt.

Ein Stück wurde am 16.5.2015 in London verkauft bei Köhler, Wiesbaden: Los 369 brachte beachtliche Euro 32'000 (plus Zuschlag!) bei Katalogpreis von Euro 32'000. Der Katalogpreis der Marke galt schon vorher als "nicht zu hoch" (angesichts der Seltenheit), für die Jahre 2001-1015 kann dies meiner Meinung nach sicher bestätigt werden. Die Nummern 1 und 3 von Rumänien sind ungestempelt noch höher bewertet als unsere berühmte schöne Zeitungsmarke Nr. 5.

Heinz
 
10Parale Am: 15.09.2016 01:11:21 Gelesen: 424180# 402 @  
@ Heinz 7 [#401]

Hast du Informationen über den Verbleib dieser 10 Marken oder Anhaltspunkte, auf welchen Auktionen sie unter den Hammer kamen?

Ja, ich erinnere mich noch sehr gut an diese Auktion in London 2015, war ja live dabei! Der Ausruf der raren Zeitungsmarke lag bei 12.000 Euro.

Zuvor wurde tatsächlich eine Michel Nr. 3, 108 Parale ungestempelt bei einem Ausruf von 17.500 Euro für 36.000 Euro durch einen Telefonbieter ersteigert (siehe Bild).

Solche Tage vergisst man nicht. Für mich ein Grund, mich tiefer in die rumänische Philatelie zu knien. Dabei begeistern mich aber seltene Stempel im gleichen Maße wie solch unerschwingliche Raritäten.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 13.10.2016 23:19:33 Gelesen: 421854# 403 @  
@ 10Parale [#402]

Lieber Freund,

diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Ich habe kaum mehr Informationen, als ich aus dem Handbuch III von Heimbüchler (2007) entnehmen kann. Fassen wir zusammen:

Heimbüchler listet 10 Exemplare: Nummerieren wir sie gemäss seinem Buch (Seite.Abbildung)

61.87
61.89
61.oB (ohne Bild)
71.113
71.114
71.115
71.116
71.117
71.118
71.119

Die Exemplare 61.87 + 71.113 sind in Museen ausgestellt (Berlin + St. Petersburg)
zu den Exemplaren 61.oB + 71.119 nennt Heimbüchler keine "Funddaten".

Die übrigen 6 Exemplare erschienen in den letzten 55 Jahren nur selten!

1962 - Sammlung Burrus = 71.115
1964 - Auktion Robson Lowe = 71.116
1966 - Auktion Grobe = 71.114
1972 - Auktion Balasse = 61.89
1982 - Auktion Köhler = 71.118
1987 - Auktion Robson Lowe = 71.117

Das Exemplar aus der Sammlung Burrus kam 2006 wieder zur Auktion (Sammlung Tomasini/Künzi) und erreichte einen Wahnsinns-Preis: Ausruf: Euro 20'000, Zuschlag: Euro 65'000 + 18.5 %. Das Los ging meines Wissens in die Sammlung von Joseph Hackmey, der 2008 mit seiner Rumänien-Sammlung den Grand Prix holte in Bukarest.

Das "zweitälteste" Exemplar (71.116) erschien 2013 wieder auf dem Markt. Es zierte die Sammlung Heimbüchler. Los 5027 blieb aber unverkauft (Startpreis Euro 30'000). Ob das Exemplar später doch noch verkauft wurde, weiss ich nicht

Das Exemplar 71.117 kam 2015 in London zum Verkauf, Los 369. Der Ausrufpreis war sehr attraktiv, Euro 12'000, aber der Preis kletterte auf Euro 32'000, (= 100 % Katalogwert damals); dazu kam noch der Zuschlag! Käufer war meines Wissens wieder Herr Joseph Hackmey!

Ganz grosse Sammler hatten KEINE 5 Parale ungebraucht! Als Beispiel Caspary: Dieser hatte 8 Lose 5 Parale (!!), aber alle gestempelt: 5 Einzelstücke und 3 Paare (bzw. 2 Stück auf Zeitung). Auch in anderen grossen Rumänien-Sammlungen sucht man die 5 Parale ungebraucht vergebens. Kein Wunder! Es ist eine Welt-Seltenheit ersten Ranges!

Liebe Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 30.10.2016 10:17:02 Gelesen: 419549# 404 @  
@ Heinz 7 [#403]

Vielen Dank für diese bedeutende Expertise.

Im Moment wird bei philasearch über ein Auktionshaus eine Rumänien Michel Nr. 2 angeboten, gestempelt mit einem blauen Datumsstempel BAIA/MOLDOVA.

Ein solcher Stempel ist mir aus der Literatur nicht bekannt. Allerdings gab es im Fürstentum Moldau solch eine Stadt namens BAIA. Sie war die erste Hauptstadt des Fürstentums bei der Entstehung im 14. Jahrhundert.

Wäre dies nun ein solcher Stempel M1 oder M2 BAIA MOLDOVA, wäre es eine unerforschte Sensation. Ich tippe eher auf den Stempel PIATRA/MOLDOVA.

Was denkst Du, Heinz, oder vielleicht hat ein anderer Experte hier eine Meinung zu dieser Geschichte.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 08.11.2016 16:09:08 Gelesen: 418078# 405 @  
@ 10Parale [#404]

Hallo 10 Parale,

es wäre wirklich eine Sensation, wenn nun ein völlig neuer (unbekannter) Stempel auftauchen würde. Ich weiss von Nichts und habe das Stück mit dem angeblichen Stempel "BAIA" auch nicht gesehen. Wo wird es denn angeboten?

Herzliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 08.11.2016 16:19:12 Gelesen: 418072# 406 @  
@ 10Parale [#404]

Liebe Briefmarkenfreunde,

etwas, das tatsächlich existiert, wird ganz neu zum Verkauf angeboten; ein ganzer Bogen der 25 Bani-Marke König Karl mit Vollbart braun, gezähnt.



Ich finde diesen Bogen sehr schön, vor allem, weil man hier perfekt sieht, wie die rumänische Post bei Steindruck-Marken absichtlich Leerfelder liess, damit ein Hunderter-Bogen gedruckt werden konnte:

7 Reihen à 15 Marken hätte 105 Marken ergeben,
also liess man 5 Felder leer
ergibt hundert Marken.

Dieser Bogen wird zur Zeit angeboten bei Cherrystone in New York. Er soll allerdings mindestens US$ 7'000 kosten und ist daher nur für wenige Sammler eine "Option". Ob es "zuviel" ist, ist Ansichtssache, aber vermutlich eher "nein". Denn ganze Bogen aus dieser Zeit sind mit Sicherheit ganz grosse Raritäten. Von vielen Marken dieser Zeit sind bereits Viererblocks ungestempelt nur sehr schwer zu finden. Die 25 Bani Marke dunkelbraun gezähnt findet man noch relativ oft, auch in grösseren Einheiten. Aber einen Original-100er-Bogen habe ich noch kaum je gesehen!

Freundliche Grüsse
Heinz
 

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