Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Rumänien für Sammler
Das Thema hat 992 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 9 19 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38   39   40 oder alle Beiträge zeigen
 
10Parale Am: 25.02.2022 11:21:37 Gelesen: 95939# 943 @  
@ Heinz 7 [#942]

Gratuliere zu Deinen tollen Erlebnissen in London rund um die rumänische Philatelie. Dazu hätte ich eine Frage: was schätzt du, wie viele Bücher hier noch in etwa fehlen und ist es möglich, einen Gesamtbestand an sammelwerter Literatur zur rumänischen Philatelie zu skizzieren bzw. in einer Bibliothek zu errichten?

Liebe Grüße

10Parale

Der Krieg in der Ukraine erschüttert mich und meine Frau auch sehr. Ich hoffe, das alte Fürstentum Moldau wird nun nicht auch noch Opfer dieses Konflikts.
 
Heinz 7 Am: 25.02.2022 17:42:23 Gelesen: 95868# 944 @  
@ 10Parale [#943]

Danke für die Anteilnahme.

Deine Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten! Sie ist natürlich auch abhängig davon, was man genau sammelt, welche Sprachen man spricht/versteht und wie "genau" man sein will/muss.

Einen ungefähren Eindruck, welche Literatur aus MEINER Einschätzung für einen Rumäniensammler unverzichtbar ist, habe ich auf der neuen Homepage der ARGE Rumänien gegeben. Im Kapitel "Literatur zum Sammelgebiet Rumänien" habe ich 16 Bücher gezeigt/gelistet* + 1 Auktionskatalog, aber ich meine, eine GUTE Bibliothek müsste deutlich mehr haben... Den ersten Titel von 1869 können wir (als bibliophile Rarität) natürlich auf die Seite lassen, aber sonst ist sicherlich interessant ist, dass von den übrigen 15 nur 5 auf dem Foto (in Beitrag [#942]) zu finden sind. Das heisst natürlich nicht, dass die Royal diese Bücher nicht vielleicht doch auch hat, aber sie an einem anderen Ort eingestellt hat (z.B. den Ascher-Ganzsachen-Katalog).

*die Zahl 16 ergibt sich, weil einzelne Bücher mehrere Bände haben.



Anbei übrigens ein sehr frühes Buch (1898) aus der Bibliothek der RPSL, das damals sicherlich sehr wichtig war und natürlich auch heute noch Beachtung verdient.

Mittelfristig wollen wir auf der Homepage sicher ein Literatur-Verzeichnis anlegen und dieses auch ein wenig kommentieren. Dieses wird den Mitgliedern der ARGE hoffentlich gute Dienste leisten. Auf der Homepage wollen wir im Kapitel "Bereich für ARGE-Mitglieder" solche Informationen bereitstellen. 100 Titel sollten da schon zusammenkommen; damit greife ich wohl kaum zu hoch (aber bitte im Moment noch: "ohne Gewähr").

Mehr später...

Heinz
 
10Parale Am: 25.02.2022 21:40:49 Gelesen: 95826# 945 @  
@ Heinz 7 [#259]

zu dem Thema Literatur werde ich dir bald antworten.

Ich werde weitersuchen.

Diesen Deinen Satz aus [#259] habe ich kopiert um zu zeigen, dass auch ich weiterhin auf der Suche nach Dokumenten und Belegen mit den Telegrafenmarken bin, die Kiriac Dragomir in seinem großen Werk "CATALOGUL MARCILOR..." auf Seite 422 vorstellt. Diese werden tatsächlich kaum oder gar nicht auf dem Markt angeboten.

Mir ist es gelungen, ein paar Einzelmarken zu erwerben, wo wir ansatzweise das Zusammenspiel von Entwertung, Stempel COMPT.CONTROLATU und Fingerhutstempel in blau sehen können.

Auch ich bin weiterhin auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Aber das ist ein Teil der spannenden Philatelie.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 26.02.2022 22:28:56 Gelesen: 95527# 946 @  
Am Freitag 25.2.2022 rührte ich wieder die "Werbetrommel" für das Sammelgebiet "Rumänien" und natürlich auch für die ARGE Rumänien. Mit einem Kurzvortrag im Rahmen des Anlasses "Meeting der European Academy of Philately" verwies ich auf die Vielfalt der Rumänien-Philatelie ("The diversity of Romanian philately").



Es ist schön, wenn so neue Freunde gewonnen werden können!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 23.03.2022 10:27:22 Gelesen: 90629# 947 @  
Meine Leser wissen, dass ich eine Schwäche habe für Ganzsachen.

Bei Heinrich Köhler wurde heute eine schöne Sammlung versteigert; lückenhaft und etwas uneinheitlich gesammelt, wie es mir scheint, aber doch mit schönen, seltenen Stücken.



Der Ausruf war sehr tief. Für die ganze Sammlung lag der Startpreis bei Euro 200. Daran war ich natürlich interessiert.

Ich bot mit.
Ich bot einiges.
Bei Euro 2'400 war das Los bei mir...
... doch dann erhöhte der andere Telefonbieter auf Euro 2'500 und ich war nur noch der Unterbieter. Der Hammer fiel bei Euro 2'500.

Schade für mich. Aber schön für das Sammelgebiet Rumänien und seine Ganzsachen.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 23.03.2022 11:49:22 Gelesen: 90619# 948 @  
@ Heinz 7 [#947]

Ich weiss, wir haben in den letzten Monaten und gar Jahren viel geschrieben über hohe Erlöse für Rumänien-Material. Das ist ja einerseits aufregend und macht Freude, wenn man aber versucht, schöne Stück selber zu KAUFEN, und man wird ständig überboten, dann kann das auch ganz schön frustrierend sein. Und - ich kenne tatsächlich Sammler mit Sammelgebiet "Rumänien", die haben ihre Sammeltätigkeit eingestellt, weil sie ihre Sammlung in letzter Zeit einfach nicht mehr ausbauen konnten, weil sie nichts dazukaufen konnten.

Ich möchte darum die Sammler und Interessenten des Gebiete "Rumänien" ermuntern, weiter ihr Glück zu versuchen. Immer wieder gibt es Angebote, die sind preiswert (gelegentlich sogar: preislich tief), und man kann Käufe realisieren, für die man nicht zu tief in die Tasche greifen muss. Dass dies bei den grossen, wohlbekannten Auktionshäusern auch so ist, ist zwar die Ausnahme, kommt aber auch dort immer wieder vor. Ein Studium der Angebote kann sich also durchaus lohnen.

Aktuelles Beispiel: Als ich Köhler Los 1363 der aktuellen Auktion sah - ein wunderbarer "20-4=16 er Block" der Michel Nr. 16y, erwartete ich wirklich nicht, dass dieses seltene Stück zum Ausruf von nur Euro 500 zu haben ist. Am Montag, 21.3.2022, aber wurde dieses Los offenbar nicht mehrfach beboten und ging darum zum Ausrufpreis von Euro 500 weg.



Dazu noch eine Erklärung: Diese Marke wurde in sehr grossen Bogen gedruckt. Die Anordnung der Marken auf den Drucksteinen war etwas kompliziert, ein voller Druckstein hätte z.B. 204 Marken ergeben (12x17). Also liessen die Drucker absichtlich vier Felder frei, und es wurden nur 200 Stück gedruckt. Die vier Leerfelder sind also kein Versehen, sondern eine herstellungsbedingte Folge-Erscheinung.

Das ist nicht nur selten, sondern auch sehr augenfällig und ein Schmuckstück für jede Sammlung. Der Käufer wird seine Freude haben an diesem Einkauf.

Liebe Grüsse
Heinz
 
nor 42 Am: 24.03.2022 19:44:32 Gelesen: 90578# 949 @  
Werte Freunde,

hier eine beim ersten Blick eher unscheinbare Marke Rumäniens auf einem kleinen Briefstück. Man würde sagen an zwei Seiten ist die Zähnung ist abgeschnitten. Gewohnheitsmäßig bediente sich der Postbeamte wohl noch einer Schere. Zwei etwas länger gebliebene Zähne links haben blaue Zahnspitzen und man kann erraten wo die Zähnung verlief. Es müsste dann eine überbreite Marke gewesen sein. Aber vielleicht ist es ja nur ein Eckstück.

Bin neugierig was unsere Rumäniensammler dazu sagen.

Danke,

nor 42


 
Heinz 7 Am: 25.03.2022 12:32:21 Gelesen: 90539# 950 @  
@ nor 42 [#949]

Werter Herr Nor,

Sie zeigen uns - einmal mehr! - ein hochinteressantes Stück, über das wir uns tatsächlich Gedanken machen sollten. Leider ist der Scan nicht dermassen gut, als dass wir die Marke ganz genau studieren können (auch beim Anklicken des Bildes wird dieses nicht grösser), aber ich versuche doch einmal, etwas Substanzielles zu Ihrer geschätzten Anfrage zu sagen.

Zu der Marke 10 Bani Vollbart blau gibt es ja DREI grundlegend unterschiedliche Marken, wie ich bereits in meinem Beitrag [#857] zu zeigen versuchte. Michel vergibt hier - für mich: fälschlicherweise - nur zwei Hauptnummern (29 und 33), während Zumstein und CMPR es hier besser machen (ZSt. 28, 34 + 32, CMPR 27, 34 + 32). Der erste Schritt muss nun sein, Ihre Marke auf Briefstück zuerst zu bestimmen. Ist es eine Abart, wenn ja, zu welcher Grundmarke? - Die Frage sollte sich klären lassen.

Obwohl uns die Farbe der Marke zuerst durchaus in die Nähe der Notausgabe (ZSt. 34, CMPR 34, Michel 29 II) rückt (insbesondere, wenn wir uns vor Augen führen, dass dazu auch erhebliche Farbnuancen existieren (CMPR 34xa ultramarin, 34za albastru-verzui (de Prusia), 34zb albastru de Prusia, dechis, 34zc albastru-verzui)), können wir diese Variante aus zwei Gründen ausschliessen:

Kopf zentriert im Oval (Typ I), während bei der Notausgabe der Kopf etwas nach rechts verschoben ist (Type II).

Datum des Stempels: Juli 1872. Die Notausgabe aber wurde im Augst 1872 herausgegeben.

Also bleibt uns nur die frühere Ausgabe: Typ I.

ungezähnt = Nr. 28 (Zumstein), 27 (CMPR), 29 I (Michel) -
oder
gezähnt = Nr. 32 (Zumstein), 32 (CMPR), 33 (Michel).

Da stimmt die Stellung des Kopfes und die Zeit der Verwendung (Juli 1872).

Die Farbvielfalt der ungezähnten Marke ist ja legendär, CMPR verzeichnet nicht weniger als 10 Varianten:

28a, 28c, 28d, 28e, 28f, 28g, 28h, 28j, 28k, 28m. Leider bin ich nicht im Besitz von ALLEN 10 Varianten, und muss darum die Farbbestimmung einem Meister mit geübtem Auge überlassen. Ich würde auf die 28e tippen.

Bei der gezähnten Marke listet Dragomir "nur" 7 Varianten auf
32a, 32c, 32d, 32e, 32f, 32g, 32h. Da schlage ich die Nummer 32e vor.

Nun aber die nächste Frage:

F1 - ist es eine ungezähnte Marke, die "irgendwie" doch zweiseitig gezähnt wurde?
F2 - oder ist es eine gezähnte Marke, die versehentlich an zwei Seiten ungezähnt blieb (Abart)
F3 - oder ist es eine vollgezähnte Marke, die mit der Schere verkleinert wurde?

Ich tendiere zu der Variante F2 - eine Abart zur gezähnten Marke.

Die Variante F3 schliesse ich aus wegen der Breite und Höhe der Marke. Die Variante F1 ist zwar durchaus zu erwägen, doch macht es wenig Sinn, eine wertvollere ungezähnte Marke zu verfälschen (Privat-Zähnung, ähnlich wie beim 5 Bani-Wert, Michel Nr. 32b).

Wir müssen aber wissen, dass Privat- und Versuchszähnungen schon im 19. Jahrhundert durchaus vorgenommen wurden, davon zeugt auch eindrücklich die Tapling-Sammlung, die mehrere Falschzähnungen ausweist, vgl. [#56].

Abschliessen möchte ich meine Antwort mit einem Querverweis auf ein ähnlich interessantes Stück: ein Paar der 5 Bani-Marke, das horizontale Zähnungsausfälle erfuhr, vgl. [#55].

Ich bitte Sie, geehrter Herr Nor, uns Ihre geschätzte Einschätzung Ihres Vorlagestückes bekannt zu geben.

Freundliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 07.04.2022 00:39:44 Gelesen: 87617# 951 @  
@ Heinz 7 [#950]

Die Michel Nr. 7 ist eine seltene Marke. Gestempelt ist sie bewertet mit Euro 380, ungestempelt mit Euro 600. Das gilt für Marken auf weissem Papier. Im Ergänzungsband 2007 von Heimbüchler zu seinem Standardwerk 1994 finden wir auch Brief-Bewertungen.

gestempelt (weisses Papier) Euro 400
ungebraucht (weisses Papier) Euro 550
Brief, Einzelfrankatur (weisses Papier) Euro 1'500.

Deutlich teurer wird es aber für Marken auf bläulichem Papier. Da sind die Ansätze viel höher:

gestempelt (bläuliches Papier) Euro 1'000 (Michel 7x)
ungebraucht (bläuliches Papier) Euro 15'000
Brief, Einzelfrankatur (bläuliches Papier) Euro 5'000.

Die Abgrenzungen sind nicht einfach. Bereits mehrfach wurde auch an Auktionen angebliche Nummer 7 "bläuliches Papier" angeboten, die von Heimbüchler nicht bestätigt wurden. Bei dieser Marke ist es ganz wichtig, dass die Experten sich über den Status einig sind, denn die (Wert-) Unterschiede sind wirklich sehr beachtlich.

Vor fast 40 Jahren (1983) wurde in Zürich die Tomasini-Saammlung angeboten an der Auktion von Peter Rapp. Nur wenige Stücke wurden auf den Farbtafeln des umfangreichen Kataloges gezeigt; sicherlich ein sehr schönes Stück war Los 6047, ein Brief von Galatz nach Jassy (1.9.). Das Los kam dann aber nicht in den Verkauf, sondern die ganze Sammlung verschwand für viele Jahre von der Bildfläche, da es Rechtsstreitigkeiten gab.



Wie viele Briefe mit anerkannt bläulichem Papier existieren, kann ich nicht beantworten. In den letzten Jahren wurden an Auktionen aber nur wenige angeboten.

Ein weiterer Brief, der dem Tomasini-Brief ähnlich sah, tauchte 3 Jahre später an einer Auktion in den USA auf. Los 1633 ist ebenfalls ein Brief von Galatz nach Jassy, gestempelt 28 Tage vor dem oben gezeigten (3.8.). Der Brief stammt offensichtlich aus derselben Korrespondenz.



Schade ist, dass ein Besitzer dieses Briefes offenbar mit Tinte vermerkte "bläulich".

Es wäre interessant zu wissen, ob noch weitere solche Briefe (aus derselben Korrespondenz) vorhanden sind.

Heinz
 
Martin de Matin Am: 07.04.2022 18:09:00 Gelesen: 87394# 952 @  
Auch von Rumänien gibt es für kleines Geld (30 Euro Zuschlag) hübsche Stücke, die auf den ersten Blick hässlich sind.

Bei Pfankuch wurde so ein Stück versteigert.

228. Karl Pfankuch & Co Auktion
Beschreibung: Los 2033 Rumänien Michel 10 II
30 Par blau, (Mängel), oben mit großem Teil der Nachbarmarke um 90 Grad versetzt, auf Briefvorderseite aus "GALATI 5/12" nach Jassy. Selten.
Auktion Verkauft Zuschlag (ohne Gewähr) 30,00 EUR
Ende der Gebotsabgabe: Mittwoch 06.04.2022



Gestempelte um 90 Grad versetzte Kehrdrucke wird der kleinere Sammler wahrscheinlich nicht bezahlen können, wenn er überhaupt jemals so ein Stück sieht. Ungebraucht sind diese Stücke nicht selten bzw. teuer.

Durch den schlechten Schnitt bei dem angebotenen Stück hat der neue Besitzer ein schönes Belegstück für diese Form des Kehrdrucks. Ob der Stempel echt ist kann ich nicht sagen.

Gruss
Martin
 
Heinz 7 Am: 12.04.2022 22:35:33 Gelesen: 85954# 953 @  
@ Martin de Matin [#952]

Das ist wirklich ein sehr interessantes Stück! Kehrdruckpaare dieser Marke auf Brief (oder "Halbkehrdruck" / um 90 Grad versetzte Stücke), sind äusserst selten und sehr teuer. Hier kann man zwar nicht von einem "Paar" sprechen, aber gleichwohl ist der Brief natürlich gut und wertvoll.

Ein Paar (lose) mit 90 Grad-Drehung ist im Michel 2021 bewertet mit Euro 8'000 (gestempelt; ungebraucht nur Euro 65).

Ich hätte die Euro 30 auch gerne bezahlt.

:-)

Heinz
 
Heinz 7 Am: 12.04.2022 22:43:18 Gelesen: 85952# 954 @  
@ Heinz 7 [#951]

Ich wüsste zu gerne, wie viele Briefe es gibt mit anerkannten Michel 7 ax (80 Parale-Marken 1858 auf bläulichem Papier).

In der Sammlung Cohen war offenbar kein Brief enthalten!

Aber in der Sammlung Caspary habe ich gleich vier Briefe gefunden (Auktion 1957):



Los 397 - Brief Galatz - Jassy, 1.8. - Theologo Frères
Los 398 - Brief Galatz - Jassy, Datum nicht lesbar -
Los 399 - Brief Bakeu - Jassy, 3.8.
Los 400 - Brief Botoschani - Jassy, Stempel 5.6.

Brief Los 400 trägt sogar ein Paar dieser Briefmarke!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 21.05.2022 17:54:26 Gelesen: 72465# 955 @  
In Lugano wurde, zum ersten Mal, eine Sammlung gezeigt mit dem Titel "Postal Services in Romanian Principalities, 1829-1859". Aussteller ist Herr Ion Chirescu. In 5 Rahmen wurde gezeigt:

1 - Postal Diligence Services
2 - Quarantine Cordon
Letters sent to and from the principality, or transisted.
Wallachia, Moldavia Principalities quarantine cordon
Austrian quarantine cordon
3 - Pre-Philatelic Postmarks, Letters & postal routes Principality of Moldavia
4 - Pre-Philatelic Postmarks, Letters & postal routes Principality of Wallachia
5 - Telegraph-Postal service

Die meisten Ausstellungsblätter waren doppelte Grösse, also A3, somit hatte auf einem (Doppel-)Blatt viel Material Platz, das auch eifrig und sehr informativ beschrieben wurde. 38 A3-Blätter und 4 A4-Blätter bieten eine Fülle von Informationen und herrlichem Material, das sehr oft auch sehr selten ist. Einzelne Formulare, Stempel oder Siegel sah ich wohl zum ersten Mal im Original (wenn ich sie denn schon überhaupt je gesehen habe).



Rahmen 2, 3. Reihe, 1. Doppelblatt: "2. Austrian Quarantine Cordon", mit vielen Informationen

Eine äusserst interessante, lehrreiche Sammlung wird hier präsentiert. Sie erhielt von der Jury 93 Punkte, das bedeutet Gold.

Der Betrachter kann aus dieser Sammlung viel lernen!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 26.05.2022 00:22:31 Gelesen: 70921# 956 @  
@ Heinz 7 [#955]

Die 7. Ausgabe von Rumänien erschien am 1. April 1869. Der Wert zu 10 Bani existiert in vielen Farbvarianten. Nach Michel liegt hier eine 22a vor "blau".



Der Stempel von Braila aus der Stempelgruppe "H" (nach Dragomir, Kleiner Stempel von 1870, fig. 487) ist sauber und glasklar abgeschlagen: "BRAILA 28 OCT 71".

Die Marke ist nicht selten, aber solche Stücke nimmt fast jeder Sammler gerne in seine Sammlung auf.

Heinz
 
Martin de Matin Am: 27.05.2022 13:28:07 Gelesen: 70344# 957 @  
Bei der 398. Auktion von Götz kommt eine Sammlung klassischer Marken Weltweit für 18.000 Euro zum Ausruf.

Es sind einige nicht so häufige Stücke enthalten, wie zum Beispiel von Grossbritanien Essays/ Proben im Motiv MiNr.3 und 4 ohne Eckbuchstaben bzw. Motiv Albert oder auch MiNr. III (nachgezähnt?)

Für den Rumäniensammler von Interesse eine 54P rundgeschnitten mit dazugehörigen Briefstück mit Stempel Bakeu. Im 1.Band von Heimbüchler wird dieses Stück unter Bakeu als Position 4 mit der Angabe rund geschnitten und keine weitere Angaben aufgeführt. Die Marke ist vom Briefstück gelöst (deutlich tiefer positioniert). Zumindest weiss man, das dies Stück noch existiert.

http://www.philasearch.com/de/i_9383_194940/7350_Sammlungen_und_Posten_Weltweit/9383-A398-137.html?set_sprache=de&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&treeparent=COGRP-4&postype=PH&euro_von=10000&euro_bis=25000&row_nr=5&breadcrumbId=1653648963.2748

Los 137 Sammlungen und Posten Weltweit

Beschreibung: ALLE WELT - Sammlung klassischer Ausgaben aus allen Bereichen der Philatelie in 2 Alben. Dabei sind alle Kontinente vertreten. Dabei viele seltene Marken, kaum angebotene Einzelstücke. Die Qualität variiert von unterschiedlich bis schön. Optisch alles ansprechend. Dabei auch guter Klassik-Teil Frankreich, Grossbritannien incl. 2 kaum angebotenen Essays, seltene Fehlfarbe, 5 Pfd. orange usw. Natürlich sind auch - wie üblich - einige fragliche Stücke enthalten. Viele Marken tragen Altsignaturen. Insgesamt ein Klasse-Objekt
Ausruf 18.000,00 EUR
Ende der Gebotsabgabe: Donnerstag 23.06.2022



Gruss
Martin
 
Heinz 7 Am: 27.06.2022 10:36:53 Gelesen: 60435# 958 @  
@ Martin de Matin [#957]

Auf 5 Seiten werden 112 Raritäten weltweit gezeigt, die in dieser Sammlung verkauft wurden. Der Hauptwert der Sammlung lag wohl kaum bei Rumänien, aber wir sehen u.a. 5 Schweiz-Klassiker, 12 Frankreich-, 11 Grossbritannien-Klassiker.

Betrachten wir nun den Zuschlagpreis für die Sammlung. Er lag bei Euro 17'000. Bei geschätzten 20 % Provision hat also der Käufer für die 112 Raritäten also nur Euro 20'400 bezahlen müssen.

Die Euro 182 Durchschnittspreis sind meines Erachtens sehr tief, denn dem Anschein nach sind mindestens die 5 Schweiz- und die drei Rumänien-Marken alle mehr wert als dieser Durchschnittswert (bzw. Michel 6by* = ungefähr Marktpreis zur Zeit). Der Käufer hat wohl einen guten Kauf gemacht!

Eine echte 54-Parale kaufen zu können ist immer etwas Besonderes. Zu einem Preis in der genannten Grösse eigentlich fast ein Ding der Unmöglichkeit, würde an meinen. Wir wurden eines Besseren belehrt!

Ich gratuliere dem Käufer des Loses!

Der Ansatz: "Durchschnittspreis" auf alle 112 abgebildeten Marken anzuwenden, ist natürlich problematisch, aber immerhin ein interessanter "Denkanstoss").

Heinz
 
Heinz 7 Am: 22.07.2022 18:31:19 Gelesen: 54723# 959 @  
Ich freue mich, bekanntgeben zu dürfen, dass die Mitglieder der ARGE Rumänien in diesen Tagen das erste Rundschreiben der neuen Leitung der ARGE in ihrer Post finden sollten: Nr. 176.



Rundschreiben 176 umfasst immerhin 32 Seiten (plus 4 Umschlag-Seiten); das hatten wir seit mehr als 8 Jahren nicht mehr. Zudem sind die Beiträge von sechs verschiedenen Autoren; dies wünschen wir uns auch in Zukunft.

Ich bitte um Verständnis, dass wir das Rundschreiben nur an Mitglieder der ARGE abgeben, die ihre Mitgliedschaft bei uns erneuert haben und ihren Jahresbeitrag bezahlt haben. Natürlich können Sie auch jetzt noch Ihren Beitritt für das Jahr 2022 erklären und Ihren Beitrag entrichten; es sind nur Euro 50. [1]

Freundliche Grüsse

Heinz

[1] http://www.arge-rumaenien.ch
 
Heinz 7 Am: 26.08.2022 12:04:45 Gelesen: 46169# 960 @  
@ Martin de Matin [#952]

Ich habe es leider verpasst, Deinen tollen Kauf zu kommentieren! Nun hole ich das gerne nach.

Dass Du einen solchen Brief für Euro 30 kaufen konntest, gehört zu den seltenen Höhepunkten in einem Sammlerleben. Den meisten gelingt das nie, einigen aber "immer wieder". Es zeugt von einem guten Auge und von grossem Sachverstand.

Ein GANZES Markenpaar der 3. Ausgabe von Rumänien mit einem 90-Grad-Kehrdruck auf einem Brief würde bei einer ganzen Schar von Rumänien-Sammlern Begeisterungsstürme auslösen, und - falls der Brief in einer Auktion angeboten würde - hohe, ja sehr hohe Gebote auslösen. Es gibt nur ganz wenige von solchen Kehrdruck-Paaren, ob nun 90 Grad oder 180 Grad.

Die 90 Grad-Kehrdrucke sind eine Spezialität der Maschinendruck-Auflage. Während bei den Hand-Einzeldruck-Bogen (mit 32 Marken) nur 180-Grad-Kehrdrucke möglich waren (siehe Bild 1, aus Beitrag [#283]), gibt es bei den Maschinendruck-Bogen (mit 40 Marken) auch die mysteriösen 90-Grad-Kehrdrucke.



Einen ganzen Maschinendruck-Bogen habe ich von Harald kopiert, siehe [#317].



Ich habe nun Deine Briefmarke mit Anhängsel gedreht, damit die (fast) ganze Marke aufrecht steht.



Nun fällt es leichter, die Position auf dem Bogen (des 40er-Bogens) des nicht-ganz-Paares zu erkennen:

2.Reihe/5. Marke und 3.Reihe/5. Marke, oder
2.Reihe/6. Marke und 3.Reihe/6. Marke, oder
2.Reihe/7. Marke und 3.Reihe/7. Marke, oder
2.Reihe/8. Marke und 3.Reihe/8. Marke, oder
4.Reihe/1. Marke und 3.Reihe/1. Marke, oder
4.Reihe/2. Marke und 3.Reihe/2. Marke, oder
4.Reihe/3. Marke und 3.Reihe/3. Marke, oder
4.Reihe/5. Marke und 3.Reihe/4. Marke

Die Qualitätsmängel des Stückes (auch: Stempel) spielen für mich in diesem Fall nur eine untergeordnete Rolle; sie sind sogar fast so etwas wie ein Echtheitsmerkmal!

Ich gratuliere Dir zu diesem tollen Brief!

Heinz
 
bignell Am: 26.08.2022 12:57:55 Gelesen: 46143# 961 @  
@ Heinz 7 [#960]

Lieber Heinz, lieber Martin,

die Position ist eindeutig zuzuordnen, wenn Du Dir in meinem Bogen die letzte Marke in der zweiten Reihe ansiehst, dann findest Du dort dieselbe Abweichung der unteren 3 von "30.PAR.", der untere Bogen ist rechts anders geformt, ebenso wie auf dem Brief - also ist es Position 16, das Fragment Position 24 wenn man den Bogen so ausrichtet wie oben.

Liebe Grüße,
harald
 
Martin de Matin Am: 26.08.2022 19:44:42 Gelesen: 46021# 962 @  
@ Martin de Matin [#952]
@ Heinz 7 [#960]

Hallo Heinz,

da hast du etwas missverstanden, ich habe das Stück nicht ersteigert. Ich habe das Stück erst am Tag vor der Auktion oder am Auktionstag bei Philasearch gesehen; mein schriftliche Gebote für andere Lose waren da schon längst abgeschickt. Hätte ich es im Auktionskatalog wahrgenommen, dann hätte ich sicher über 100 Euro geboten. Für günstige klassische Seltenheiten bin immer zu haben, auch wenn sie nicht mein Hauptsammelgebiet sind. Das Stück mit seine günstigen Zuschlag zu zeigen fand ich wichtig, da es verdeutlicht, das mit Fachwissen auch überraschende Käufe machen kann.

Aber nicht vergessen es ist eine Briefvorderseite.

Gruss
Martin
 
Heinz 7 Am: 06.10.2022 23:36:42 Gelesen: 35137# 963 @  
Bei Briefen wie dem gezeigten braucht man Kenntnisse, um abschätzen zu können, ob er selten und wertvoll ist, oder ob es kein spezieller Brief ist, den es oft gibt.



Briefe von Galatz nach Konstantinopel sind nicht selten, sondern eher häufig. Der Brief wurde 1861 befördert; damals war Konstantinopel ein wichtiges Zentrum für Rumänien, denn damals war Rumänien noch nicht ein unabhängiger Staat, sondern unterstand dem Osmanischen Reich.

Der Brief wurde nicht frankiert, sondern der Empfänger musste das Porto bezahlen, die grosse Ziffer "10" zeigte dies an.

Das "Beste" an dem Brief ist aber, dass er nicht durch die rumänische Post befördert wurde, sondern durch die französische! Erkennbar ist dies anhand dem blauen Stempel "GALATZ 10 MARS 61". Frankreich hatte für ein paar Jahre ebenfalls Postbüros in Rumänien betreiben dürfen, die hübschen Stempel sind bei den Sammlern sehr beliebt.

Dieses Los wurde bei Lugdunum in Frankreich angeboten, und erbrachte einen Zuschlag von Euro 231.

Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 15.10.2022 13:01:55 Gelesen: 31013# 964 @  
@ Heinz 7 [#963]

Gestern fand in Wien eine Auktion statt mit bemerkenswertem Material aus Rumänien. 11 Lose davon interessierten mich, und ich gab Gebote ab. Erfolg hatte ich aber nur einmal. Schade.



Die Michel Nr. 10 I ist nicht wirklich selten, aber ein Paar gestempelt mit dem schönen Stempel "FRANCO PIATRA" ist begehrenswert, besonders bei einem Ausruf im zweistelligen Bereich.

Im Gegensatz zu anderen Losen wurde dieses Los nicht sehr eifrig beboten, sodass ich mir das Stück sichern konnte. Es ist nicht Luxus, aber gut.

Andere Lose, vor allem mit Belegen aus dem Krimkrieges 1853-1856 wurden sehr teuer. Sogar lose Marken waren sehr gefragt.



Österreichische Post in Rumänien zur Zeit des Krimkrieges: Tekutsch. Den Ausrufpreis von Euro 600 hätte ich gerne bezahlt. Bei Euro 3200 Zuschlag war ich aber nicht mehr dabei.

Heinz
 
Martin de Matin Am: 15.10.2022 13:31:05 Gelesen: 31003# 965 @  
@ Heinz 7 [#964]

Die 600 Euro Ausruf wären sicher kein schlechter Preis für einen fast vollständigen Stempel von Tekutsch gewesen. Edwin Müller bewertete ihn immerhin mit 3000 Punkten; somit gehört er nach Müller zur absoluten Spitzenklasse der österreichischen Stempel.

Gruss
Martin
 
Heinz 7 Am: 16.10.2022 22:32:27 Gelesen: 30369# 966 @  
@ Martin de Matin [#965]

Das ist sehr richtig, Martin!

Ich bin froh, dass ich den Stempel auch schon habe, allerdings nicht auf Briefmarke. Aber auf Ganzbrief ist er auch ganz schön...



Dieser seltene Brief wurde zur Zeit des Krim-Krieges geschrieben. Wir erkennen den Abgangsstempel "K.K.FELDPOSTAMT / 3s Ae Cs" (= 3. Armée Corps, Fokschan), ungewöhnlich klar abgeschlagen. Der Stempel konnte früh schon Fokschan zugeschrieben werden, er trägt die Nummer Tchilinghirian fig. 737 (1966) bzw. Gmach Fok1.1FP (2014). Der Brief ist bestimmt für "Tecucy", und der Ankunftsstempel ist eben der gesuchte Stempel: "TEKUTSCH"

Tchilinghirian fig. 775 (1966)
Gmach Tek1FP (2014)

Besonders interessant und schön an dem Brief ist auch das Wachssiegel, mit dem der Brief rückseitig verschlossen war. Zwar ist das Wachssiegel nicht ganz intakt, aber ausgerechnet die Ortsangabe ist schön zu lesen "FOKSCHANI". Die ganze Bezeichnung des Wachssiegels lautete "K.K.AGENZIE IN GENERAL CONSISTAROSTJE IN FOKSCHANI"; das Siegel ist als Zeichnung im Buch von Gmach (Band I, Seite 55) gezeigt.

Der ganze Brief wurde beschrieben und gezeigt im Jahresband der Académie Européenne de Philatélie 2019, Seite 178.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 06.11.2022 19:21:42 Gelesen: 23084# 967 @  
Heute (an einem Sonntag) kamen in Griechenland einige wertvolle Briefmarken und philatelistische Briefe zur Auktion, die auch Rumäniensammler interessieren.

Los 5102 der Auktion Karamitsos zeigte einen interessanten Brief.



Ein Brief von ca. 1860 aus Jassy.

Befördert mit österreichischer Post ins Ausland, mit Ankunftstempel in Athen.

Ein Startpreis von nur Euro 50 weckte wohl die Hoffnung nach einem Schnäppchen nicht nur bei mir. Der Zuschlag erfolgte dann aber bei Euro 600. Ich hatte wie andere Bieter das Nachsehen.

Interessant ist bestimmt der Transportweg. Von Jassy ging der Brief nicht den Weg via Schwarzes Meer, sondern nach Westen, via Wien und Triest.

Heinz
 

Das Thema hat 992 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 9 19 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38   39   40 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.