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Thema: (?) (1075/1082) Rohrpostbelege
Das Thema hat 1082 Beiträge:
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searagusa Am: 11.11.2014 14:04:59 Gelesen: 596352# 958 @  
So hier jetzt 12 Rohrpostbelege Berlin, einige Vorder- und Rückseiten.








 
searagusa Am: 11.11.2014 14:09:38 Gelesen: 596350# 959 @  
In der Hoffnung, dass was neues dabei ist.









Gruß

Carsten
 
juni-1848 Am: 11.12.2014 01:27:19 Gelesen: 589937# 960 @  
Moin zusammen,

endlich eine Eilnachricht per Rohrpost!



Deutlich schreiben!
Lebenszeichen von " Kalisch Richard"
aus " Berl. Tegel Brunowstr 33."
Datum: 5 12.44 (Inhalt zugelassen höchstens 10 Worte)
Haus in Trümmer
Eltern gesund./




Befördert wurde die Eilnachricht per Rohrpost nach " BERLIN-FRIEDENAU \ 05.12.44.20 30 \ o".

Mit Rötelstift der Rohrpost-Leitvermerk " Fr." für Friedenau.

Offensichtlich waren die Rohre zwischen den benachbarten Stadtteilen Tegel und Friedenau auch nach rund 300 Luftangriffen der Alliierten sechs Monate vor Kriegsende immer noch in Betrieb.

Lese ich die Empfängeranschrift richtig? Ober-Arldamm?

Wo befand sich diese Straße vor dem Wiederaufbau?

Sammlergruß,
Werner
 
DerLu Am: 11.12.2014 08:08:16 Gelesen: 589888# 961 @  
@ juni-1848 [#960]

Hallo Werner,

ich würde die Straße als "Urldamm" lesen, der erste Buchstabe ist für mich definitiv ein U und kein A. Leider kann ich dir mit dem Auffinden der Straße nicht helfen. Vielleicht hilft dir ja ein Stadtplan von 1938: http://steffen.in-berlin.de.

Gruß DerLu
 
juni-1848 Am: 12.12.2014 05:04:48 Gelesen: 589722# 962 @  
@ DerLu [#961]

Danke Dir, diese Quelle hatte ich bereits gewürdigt.

Ebenso vergeblich diese: http://www.luise-berlin.de/strassen/indexstr.htm .

Sammlergruß, Werner
 
cartaphilos Am: 13.12.2014 06:32:35 Gelesen: 589473# 963 @  
@ juni-1848 [#960]

Guten Morgen,

nach langer Pause bin ich mal wieder mit von der Partie.

Die Eilnachrichtenkarte ist sehr schön und vor allem selten. Gratulation. Ich kenne nur noch eine zweite, die in Berlin gelaufen ist und Rohrpostmerkmale aufweist.

Zunächst einmal zum historischen Hintergrund. Im Kriegstagebuch vom 5.12.1944 lesen wir:

"550 Bomber (12 verloren) der 8. USAAF, gesichert von 800 Begleitjägern (9 verloren), greifen die Tegel-Panzerwerke bei Berlin und die Rangierbahnhöfe von Münster an. Dabei sollen 91 deutschen Jäger über Berlin abgeschossen worden sein." [http://weltkrieg2.de/kriegstagebuch-5-dezember-1944/]

Dabei dürfte auch das von Richard Kalisch bewohnte Haus in der Brunowstraße 33 in Berlin-Tegel zu Trümmern zerlegt worden sein. Das Haus lag in einer Straße, die sich nur wenige Meter - eine Querstraße weiter - vom zerbombten Industriegebiet der Borsigwerke entfernt befand. Dort waren auch die Alkett[ Altmärkische Kettenwerke]-Panzerwerke beheimatet, die täglich etwa zehn Panzer fertigstellten und bereits bei einem Bombenangriff am 6. Oktober 1944 erheblich beschädigt wurden.

Eine kleine Korrektur ist jedoch bei Deiner Darstellung erforderlich: Tegel und Friedenau waren keine Nachbarbezirke, sondern beide Stadtteile sind so schlappe 20 Km voneinander entfernt. Das hast Du mit Frohnau verwechselt, das nördlich von Tegel liegt.

Eine entscheidende Frage, wie diese Karte per Röhre transportiert worden ist, dürfte sein, wo der Absender diese Karte aufgegeben hat. Das muß ja nicht zwangsläufig in Berlin-Tegel gewesen sein. Da Berlin-Tegel über keinen Rohrpostanschluß verfügte (der nächste in süd-östlicher Richtung war erst Berlin N20), stellt sich die Frage, wo die Karte überhaupt ins Rohrpostnetz eingeschleust wurde. Denkbar ist natürlich, daß sie in Berlin N20 den Rohrpostanschluß erreichte. Von dort ginge es dann weiter über das HTA nach Berlin W9, von wo es weiter mit der Linie Richtung Steglitz und Zehlendorf nach Friedenau ging. Immerhin war die Linie von Berlin W35 bis nach Friedenau noch bei Kriegsende funktionstüchtig und es sieht so aus, als sei das Stück der Rohrpostlinine zwischen Berlin W9 und Berlin W35 erst ganz gegen Kriegsende zerstört worden.

Somit sprechen wenigstens die technischen und historischen Bedingungen dafür, daß diese Eilnachrichtenkarte am 5.12.1944 die pneumatische Berliner Unterwelt zwischen Berlin N20 und Berlin-Friedenau von innen gesehen hat. Denkbar ist aber auch eine Beförderung per S-Bahn zwischen Berlin W9 (Potsdamer Platz) und Berlin-Friedenau, denn auf dieser Linie gab es auch sonst reichlich eiligen Postverkehr, der per S-Bahn und Postsack abgewickelt wurde.
 
juni-1848 Am: 13.12.2014 09:23:57 Gelesen: 589446# 964 @  
@ telosgraphein007 [#963]

Aber natürlich, in Tegel im hohen Norden.

Bei der Suche nach der Empfängerstrasse in Friedenau erhielt ich Hilfestellung von einem Sammlerfreund, der leider der deutsche Kurrentschrift (im Volksmund oft als Sütterlin bezeichnet) nicht mächtig ist. Aus seiner persönlichen Apotheker-"Sütterlin"-Handschrift enträtselte ich: "?TEG." und "BrunoW.Str".

Schon überwog die vermeintliche Freude, nicht weiter über den Rohrweg nachdenken zu müssen - Tegel im hohen Norden Berlins war ausgeblendet, denn im BENACHBARTEN "S TEGLITZ" gibt es eine Bruno-Walter-Strasse.

Und im Kriegstagebuch wurde ich seinerzeit für diese beiden tatsächlich beanchbarten Stadtteile Friedenau und S TEGLITZ nicht wirklich fündig. Das Datum 5.12.44 ist mir aus Münsteraner Zeitzeugen-Quellen hinlänglich bekannt.

Zunächst einmal zum historischen Hintergrund.{.....} Somit sprechen wenigstens die technischen und historischen Bedingungen dafür, daß diese Eilnachrichtenkarte am 5.12.1944 die pneumatische Berliner Unterwelt zwischen Berlin N20 und Berlin-Friedenau von innen gesehen hat.

Tausend Dank für diese ausführliche Erläuterung.

Die Eilnachrichtenkarte ist sehr schön und vor allem selten. {.....} Ich kenne nur noch eine zweite, die in Berlin gelaufen ist und Rohrpostmerkmale aufweist.

Ging sie ebenfalls nach Friedenau? Dann kenne ich sie auch...

Wünsche allen einen leuchtenden dritten Advent,
Werner

Noch ein kleines Weihnachts-PS
an alle Leser, die mit ungebrochener Neugier die 900 Beiträge diese Themas gewürdigt haben:

Die Rohrpost in "XYZ": ...
Es wird sicher noch ein Weilchen dauern, die Zufallsfunde aus einem Auswanderer-Nachlass sauber nach zu eruieren.
 
cartaphilos Am: 13.12.2014 11:22:46 Gelesen: 589415# 965 @  
@ juni-1848 [#964]

Ich sag mal "XYZ" = Frankfurt/Main.

Derartige Stempel gab es Ende der 1930er Jahre bei der postinternen Stadtrohrpost in Frankfurt/Main.

Ähnliche tauchen ab der gleichen Zeit auch auf Telegrammen in Berlin und manchmal auch auf Rohrpost- oder Eilbriefen in Berlin auf ... jedoch ohne Buchstaben vor der Jahreszahl. Dem Thema werde ich mich widmen, wenn der Band zum 3. Reich meines Rohrposthandbuches dran ist.

Doch nun zum eigentlichen Thema:

Meine Eilnachrichtenkarte mit Rohrpostmerkmalen von Berlin stammt vom 28.1.1944 und ist ab Berlin SW 19 über Berlin SW 11 (siehe Leitwegsvermerk) nach Hirschberg an der Saale adressiert. Sie ist also eine Fernkarte, die per Rohrpost aus der Stadt herausbefördert wurde.



Ähnlich verhält es sich mit einer Eilnachrichtenkarte aus Wien vom 11.12.1944, die nach Olmütz adressiert ist und die vorder- und rückseitig das gesamte Wiener Rohrpoststempelprogramm inklusive den Instradierungsvermerk "28" und rückseitig 24 Stunden späterem Stempeldatum vom 12.12.1944 aus Wien 28 aufweist:



Rohrpostbeförderung ja, aber durchaus mit 24 Stunden kriegsbedingter Verweildauer.

Zu unterscheiden von dieser Beförderungsrichtung wären Eilnachrichtenkarten, die aus der Ferne in ein städtisches Rohrpostsystem gepustet wurden. Da wäre die folgende schicke Eilnachrichtenkarte zu nennen, die von einem Tschechen aus Dessau am 30. Mai 1944 an seine Frau in Prag geschickt wurde und die nunmehr am 2.6.1944 in Prag von der potrubna posta befördert wurde, wobei sie natürlich vorderseitig links unten den roten Numeratorstempel der Prager Rohrpost aufgedrückt erhielt.



Danke für die Initiative, so kam ich endlich einmal dazu, meine pneumatischen Eilnachrichtenkarten zu suchen und zu scannen.

PS.: Den Straßennamen in Friedenau habe ich nicht eruieren können. Er schreibt sich auf Sütterlinsch eindeutig "Ober-Arb Damm," ja, das beginnt wirklich mit einem Sütterlin-"A", was da vor "Damm" steht. Hier aber stochere ich auch mit dem Berliner Adressbuch des Jahres 1941 bewaffnet (online in der Landeszentralbibliothek Berlin zu konsultieren) im Nebel.
 
juni-1848 Am: 13.12.2014 12:56:54 Gelesen: 589392# 966 @  
@ juni-1848 [#964]

Nein!

XYZ ist keine Stechuhr aus Frankfurt/Main.

Die Einzeiler aus Frankfurt liegen mir bisher nur mit Monatsangabe in Buchstaben ohne Jahreszahl vor. Einzeiler mit Monatsangabe in römischen Ziffern mit Jahreszahl kann ich für zahlreiche deutsche Rohrposten, u.a. Wien sowie etliche ausländische nachweisen. Einzeiler mit Buchstaben - unterschiedlichster Bedeutung - vor der Datumsangabe bisher für Dresden, Frankfurt, München und XYZ.

Und Danke fürs Zeigen der anderen Lebenszeichenkarten.

Wien müsste ich eigentlich in meiner unsortierten Österreich-Kiste haben, Prag Fehlanzeige. Vor einem Jahrzehnt tauschte ich eine weitere Berliner Karte (Postamt ?) gegen eine Infla-Spezialität. Seit dem neuerlichen Fund versuche ich den damaligen Tauschpartner zu kontakten, um wenigstens einen scan zu erhalten. Abwarten...

Die Landeszentralbibliothek Berlin zeigt online-Adressbücher bis 1943: Alles schon vergebens konsultiert.

Jetzt helfen nur noch Einheimische, die sich möglicherweise an einen solchen "Fantasienamen" für den tatsächlichen Straßennamen erinnern. In Münster gibt es bis auf den heutigen Tag "Fantasienamen" für (private) Stichstraßen und derart adressierte Post dorthin wird problemlos zugestellt.
 
juni-1848 Am: 19.12.2014 22:30:01 Gelesen: 588084# 967 @  
Moin zusammen,

dieser Fernbrief der 2. Gewichtsstufe (>20 - 100g zu 20 Pf) wurde in WARNEMÜNDE 2 laut TagesStempel am 7.4 08 zwischen 7 und 8 Uhr nachmittags eingeliefert und per Eilboten (25 Pf) nach Berlin 57 gesendet, frankiert mit Germania 5 Pf und 4x 10 Pf.

...

(Datenbank # 6683)

Offensichtlich war der Einkreiser in Warnemünde um einen Tag vorgestellt.
Angekommen ist der Brief am 7.4.08 zwischen 6 und 7 Uhr früh in <BERLIN.N.\-7.4.08.6-7V.\* 4 i>, wurde dort direkt via Rohrpost <BERLIN.N.\-7.4.08.7 10 V.\* 4 *> weiter geleitet nach <BERLIN.W.\-7.4.08.8 - V.\* 57 *>.
Die Berliner Stempel sind allesamt Kreisgitterstempel.

Meines Wissens war für den gebührenpflichtigen Publikumsverkehr die Berliner Rohrpost seinerzeit nur für Briefe bis 20 g zugelassen. Diese Gewichtsbeschränkung wurde offensichtlich im inneren Postverkehr (beschleunigte Weiterleitung) für geeignet kleine Briefe (14,2 x 10,4 cm) nicht so Ernst genommen. Zum Vergleich: Für den Inlandsverkehr stellte die Reichspost Postkarten her in der Größe von 14 x 9 cm.

Sammlergruß, Werner

(siehe auch "Deutsches Reich Inflationsbelege": [http://www.philaseiten.de/beitrag/98094])
 
juni-1848 Am: 19.12.2014 23:01:27 Gelesen: 588072# 968 @  
Moin zusammen,

irgendwo in diesem Thema waren DerLu und Concordia-CA dem wahren Zweck der "Ausgefertigt"-Stempel auf der Spur, aber wohl noch zu keinem finalen Ergebnis gekommen.

Vielleicht können diese beiden "Ausgefertigt"-Belege weiterhelfen:





Rohrpostkarte von 1903 ab Berlin W8 (7:55 Uhr) zum Haupt-Telegraphen-Amt (7:55 Uhr) und dort der blauviolette AUSGEFERTIGT \ 9 APR. 8 8
Kein Börsenbezug und auch keine erkennbare Verbindung zu Tageszeitungen, Verlagen etc., sondern eine reine Spaßkarte: "Herzlichsten Gruß von .... Einen freunschaftlichen Kuß von deinem Freund?" Da erhoffte sich noch einer die Zuneigung der Maid.

Und der zweite nicht aus Berlin, sondern quer durch das Reich aus Straßburg auf einem Telegramm von 1907:

...

Da der Sammler nicht mehr unter uns, kann ich die anderen Belege nicht zeigen, die seine Vermutung stützen sollten, es habe in Straßburg eine Telegraphen-Rohrpost gegeben.

Abwarten und weitersuchen.

Wünsche allen einen deftigen 4. Advent
Werner
 
Eiermann Am: 20.12.2014 13:45:06 Gelesen: 587944# 969 @  
@ joey [#366]

Hallo joey,

ich konnte eine Rohrpostkarte in der Bucht fischen.

Sie trägt unter anderem einen unvollständigen Stempel mit dem Buchstaben R.

Aufgrund der Anordnung der Ortsbezeichnung Berlin über den Resten der Nummer, (siehe I von Berlin weiter rechts stehend) könnte es nur der Stempel 49 sein.

Liege ich mit meiner Vermutung richtig, oder gibt es noch andere R-Nummern? Die Karte ist leider etwas ramponiert, aber bei 5 € ist nicht allzu viel hinüber.

Vielen Dank im voraus
Grüße Jürgen


 
cartaphilos Am: 21.12.2014 01:00:04 Gelesen: 587826# 970 @  
@ Eiermann [#969]

Na da gratulieren wir erst einmal zu diesem Superfund.

Meines Wissens sind bisher nur vier Stempelabschläge von diesem Versuchsstempel von Berlin W49 bekannt, wobei Deiner nun der vierte ist.

Ich kenne die folgenden:

Rohrpostbrief vom 10.8.1885. Vorderseitig Versuchsstempel vom Telegraphenamt 2 (Börse) sowie rückseitig Versuchsstempel Berlin W 49:



Rohrpostbrief vom 23.2.1886. Rückseitig Versuchsstempel Berlin W 49



Postsachenrohrpostkarte vom 27.11.1886. Vorderseitig Versuchsstempel Berlin W 49



einen schönen Morgen noch
 
cartaphilos Am: 24.12.2014 04:56:17 Gelesen: 587422# 971 @  
@ telosgraphein007 [#970]

Guten Morgen,

ich muß mich nach meinen eigenen Unterlagen korrigieren: Es sind nicht vier Stempelabschläge, sondern sieben, die von diesem Rohrpostversuchsstempel inzwischen nachgewiesen sind.

Der früheste bekannte vom 6.4.1885 als Entwertungsstempel:



Der zweitfrüheste vom 17.5.1885, ebenfalls als Entwertungsstempel:



Der drittfrüheste und zugleich erste Abschlag als Ankunftstempel vom 22.5.1885:



Dieser war bei seinem Auftauchen der erste, der nach dem nur aus der Literatur bekannten Abschlag vom 10.8.1885 auch tatsächlich als Beleg auf dem Markt verfügbar wurde. Er brachte auf einer Auktion bei Werner Schmidt im Jahre 1998 es auf umgerechnet 2600 Euronen.
 
DerLu Am: 25.12.2014 08:58:37 Gelesen: 587225# 972 @  
@ Eiermann [#969]

Hallo Jürgen,

zuerst möchte ich allen ein Frohes Weihnachtsfest wünschen!

Zu deiner Frage ob es noch weitere 'R'-Stempel in der Rohrpost gab: Beim Postamt SW 61 gab es ebenfalls einen solchen Versuchsstempel. Eine Abbildung findest du ganz am Anfang dieses Threads im Beitrag 56: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=6531.

Gruß DerLu
 
merkuria Am: 26.12.2014 00:04:05 Gelesen: 587103# 973 @  
Hier einmal einen Beitrag zum praktisch nie erwähnten Rohrpostsystem in Italien!



Italien war das einzige Land, welches für ihr Rohrpostsystem eigene Briefmarken herausgegeben hat. Die erste Ausgabe erfolgte im April 1913 (Mi.Nr. 110), die letzte Rohrpostmarke wurde am 15. März 1966 ausgegeben (Mi.Nr. 1204). Im Jahre 1981 wurde der Rohrpostbetrieb eingestellt. Für vertiefende Informationen empfehle ich den folgenden Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rohrpostnetze_in_Italien



Rohrpostbrief vom 8.5.1929 von Rom in die Schweiz. Aufgegeben im Hotel Flora (welches vermutlich über einen Rohrpostanschluss verfügte) wurde der Brief an das Hauptpostamt Rom zur weiteren Verarbeitung geschickt.
 
cartaphilos Am: 27.12.2014 10:58:16 Gelesen: 586842# 974 @  
@ Eiermann [#969]

Zum Thema Rohrpostversuchsstempel beim Postamt Berlin SW61 vielleicht noch ein paar hübsche Bildbelege:

Als Aufgabestempel 3 x auf und neben dem Wertstempel abgeschlagen - ein Versuchsstempel im wahrsten Sinne des Wortes (wohl 2 x danebengezielt):



Als Aufgabestempel 7x auf Brief abgeschlagen, was der absolute Rekord sein dürfte (alle sechs Marken getroffen und 1 x zu dokumentarischen Zwecken daneben):



Als Aufgabestempel auf Rohrpostkarte abgeschlagen:



Und last but not least: als Ankunftstempel vorderseitig auf Rohrpostkarte:



Und nun allen ein schönes Wochenende.
 
blaujacke Am: 29.01.2015 20:54:22 Gelesen: 580418# 975 @  
@ telosgraphein007 [#971]

Hier dann Beleg Nr. 8


Versuchsstempel BERLIN W 49 (R 30) vom 23.02.1885

und noch zwei von SW 61 (R 31)


Versuchsstempel BERLIN SW 61 (R 31) vom 11.04.1885 und vom 27.06.1885
 
Marcel Am: 11.03.2015 19:24:07 Gelesen: 573505# 976 @  
Von Kollege zu Kollege!

Lieber Kollege!
Sie vergessen wohl nicht,
mich morgen früh wenn
möglich 7 1/2 abzulösen.
Im voraus besten Dank & besten
Gruß Bräuninger


Rohrpost vom 25.12.1889



schöne Grüße
Marcel
 
blaujacke Am: 20.03.2015 13:04:08 Gelesen: 572489# 977 @  
Offensichtlich noch nicht erfaßter Stempel BERLIN.O./ 17/ c vom 6/10 85 (im KBHW Erstverwendungsdatum: 22.03.1886)





Ich stelle diesen Beleg mit seinen Stempel vor, weil er meines Wissens das bisher früheste Datum des Rohrpostanschlusses beim Postamt O 17 (R 21) dokumentiert. Absender ist die KÖN. NIEDERSCHL. MÄRK. EISENB. * TELEGR. STATION BERLIN *. Also handelte es sich vermutlich um ein Eisenbahntelegramm. Entsprechend dem Leitvermerk "19" ist daneben - wenn auch schwach - der Ankunftsstempel R 19, Zug 53, erkennbar. Bekanntlich wurde um den hier dargestellten Zeitpunkt herum der Anschluß des Rohrpostamtes Nr. 21 vom Ostbahnhof zum Schlesischen Bahnhof vorgenommen. Ich warte auf Belege früheren Datums!

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die Poststempel Berlins"]
 
blaujacke Am: 02.04.2015 12:33:28 Gelesen: 570435# 978 @  
Ein unbekannter Botenstempel des Postamtes Berlin-Lichterfelde 1 ?





Der Rohrpostbrief (2 Pf. überfrankiert!) ging am 01.01.1931 von der RPBetrSt Berlin W 15 um 21.00 Uhr zur RPBetrSt W 9 (Ankunft 22.20) und war am 02.01.1931 zwischen 4.00 und 05.00 Uhr beim Postamt Lichterfelde 1. Die Zustellung sollte lt. Absender "um 7 Uhr morgens" erfolgen. Den Kreisstempel mit der römischen Sechs deute ich als Botenstempel.

Wer weiß mehr?

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die Poststempel Berlins"]
 
blaujacke Am: 20.04.2015 12:47:16 Gelesen: 567563# 979 @  
Schade, daß der einst so rege Austausch auf dieser Seite eingeschlafen ist! Dennoch hoffe ich aber auf Rückmeldungen zu meinen Fragen:

Der gezeigte Expressbrief (österr. Ganzsache) wurde am 06. oder 08.08.1917 (8.30) in WIEN 62 (im unteren Ring lese ich "10 a *") aufgegeben und erhielt am 08.08.1917 um 18.20 Uhr den Stempel der Rohrpostbetriebsstelle BERLIN O 17. Die Rückseite weist die Rohrpostbeförderung nach BERLIN SW 12, -9.8.17. 3.10 N und Zustellung mit Botenstempel Nr. 2 aus.

1.) Ist ein Postlauf Wien 08.08.17, 08.30 - Berlin 08.08.17, 18.20, möglich gewesen?

2.) Ist der Minutenstempel von Wien ein Rohrpoststempel oder gab es solche auch für besondere Annahmeschalter für Express-Sendungen? Wenn Ersteres stimmt, kann eine Rohrpostbeförderung in Wien erfolgt sein?



Für Eure Mühe danke schon einmal!
 
stampmix Am: 20.04.2015 22:14:46 Gelesen: 567486# 980 @  
@ blaujacke [#979]

Hallo blaujacke,

1.) Ist ein Postlauf Wien 08.08.17, 08.30 - Berlin 08.08.17, 18.20, möglich gewesen?

Schau doch nochmals genau nach, ob der Aufgabestempel eventuell vom 6.8.17 ist.

2.) Ist der Minutenstempel von Wien ein Rohrpoststempel oder gab es solche auch für besondere Annahmeschalter für Express-Sendungen? Wenn Ersteres stimmt, kann eine Rohrpostbeförderung in Wien erfolgt sein?

Der Minutenstempel ist von der Wiener Rohrpost, deren Nutzung durch die Eilgebühr abgegolten war.

mit bestem Gruß
stampmix
 
blaujacke Am: 20.04.2015 22:26:33 Gelesen: 567478# 981 @  
@ stampmix [#980]

Vielen Dank stampmix!

Ich erkenne nur eine "6", schließe aber nicht aus, daß das nur der sichtbare Teil einer "8" ist. Darum ja meine Frage, ob eine Beförderungsdauer von 9 Std 50 Min möglich war. Bei Verneinung dieser Frage könnte es ja nur der 6. August gewesen sein!

Die Aufgabe des Briefes erfolgte also beim Rohrpostamt und die Beförderung dürfte dann vermutlich mit Rohrpost zum Bahnhof gewesen sein, was aber nicht dokumentiert ist.

Viele Grüße
Uwe
 
juni-1848 Am: 21.04.2015 02:11:23 Gelesen: 567454# 982 @  
@ merkuria [#973]

Aufgegeben im Hotel Flora (welches vermutlich über einen Rohrpostanschluss verfügte) wurde der Brief an das Hauptpostamt Rom zur weiteren Verarbeitung geschickt.

Wie begründest Du den Hausanschluß? Findet sich auf der Rückseite des Briefes ein Rohrposthinweis/-stempel?

Sammlergruß
Werner
 

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