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Thema: (?) (1075/1082) Rohrpostbelege
Das Thema hat 1082 Beiträge:
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DerLu Am: 12.09.2015 15:36:04 Gelesen: 525054# 1008 @  
@ juni-1848 [#1007]

Hallo Werner,

wie das Stempelgerät aussah kann ich dir leider auch nicht sagen. Einige Beiträge vorher sind weitere Stempel von Berliner Hotels mit minutengenauer Zeitangabe vorgestellt worden [#676], [#716].

Gruß
DerLu
 
DerLu Am: 12.09.2015 15:58:39 Gelesen: 525044# 1009 @  
@ telosgraphein007 [#717]

Ich habe eine weiteres Formular, jetzt aber mit leicht unterschiedlicher Typographie, gefunden:



Hier sind die beiden R-Lettern ohne die langen Abstriche, sondern genauso wie beim RU1. Die Farbe des Umschlags ist ebenfalls rosa, die Riffelung ist nach rechts abfallend, die Maße sind 124 x 82 mm.

Interessant ist die Rückseite: der Brief ist bis oben hin geschlossen und besitzt nur einen halbkreisförmigen Ausschnitt zur Entnahme des Inhalts.

Gruß DerLu
 
Rainer HH Am: 11.12.2015 17:43:55 Gelesen: 503248# 1010 @  
Heute einmal eine Ganzsache mit Zusatzfrankatur für eine Zustellung im Landpostbereich, frisch erworben bei delcampe für gerade einmal 2,- €.



Deutet der Zeilenstempel eventuell auf eine Beförderung per Rohrpost in München hin?



Schönes Wochenende, Gruß Rainer
 
blaujacke Am: 10.05.2016 21:17:51 Gelesen: 454736# 1011 @  
Falls es denn doch noch Rohrpostinteressierte gibt: Hier ein Beleg 18.02.1905 mit zwei verschiedenen Rohrpoststempeln von BERLIN W 9.



Ist es denkbar, daß die Karte beim Zweigtelegraphenamt W 9 (Leipziger Platz 1) aufgegeben und über die Rohrpostbetriebsstelle W 9 weiterbefördert wurde? In diesem Falle hätte das Zweig-TA den alten Rohrpoststempel P 9 (R 6) benutzt. Ich habe mich immer gefragt, ob es Poststempel vom Zweigtelegraphenamt gibt.

Einen schönen Abend wünscht
Uwe
 
blaujacke Am: 02.06.2016 10:07:15 Gelesen: 447934# 1012 @  
@ blaujacke [#1011]

Meine Frage hat sich erledigt und ich muß mich selbst korrigieren: Das Postamt W 9 in der Linklstraße erhielt erst am 17.03.1915 einen Rohrpostanschluß! Warum aber 2 verschiedene Rohrpostabschläge (die Uhrzeiten scheinen identisch zu sein) der Rohrpostbetriebsstelle Potsdamer Tor? Wie sah es nach dem Rohrpostbetrieb in der Linkstraße aus? Der Rohrpostbetrieb am Potsdamer Tor/ Leipziger Platz wurde ja aufrechterhalten - gab es dort einen eigenen Stempel?

Viele Grüße
Uwe
 
hajo22 Am: 02.06.2016 10:27:17 Gelesen: 447921# 1013 @  
@ blaujacke [#1003]

Wenn Du Dich für den Postschnelldienst Berlin interessierst, empfehle ich Dir die Anschaffung des Handbuchs von Steinbock/Gunn. Ein umfassendes Werk zu diesem Thema. Kannst Du Dir bei der FG Berlin bestellen [1].



VG, hajo22

[1] http://www.fgberlin.de/FG-000.php
 
kauli Am: 02.06.2016 17:45:17 Gelesen: 447804# 1014 @  
@ blaujacke [#1012]

Hallo Uwe,

ich habe in meinen Unterlagen auch ein Datum von 1910 als Eröffnung der Rohrpoststelle. Was insofern Sinn macht, da der Umzug des PA 9 in die Linkstraße nach dem Neubau 1908/1909 erfolgte. Es gibt aber auch ein Amtsblatt das Dein Datum bestätigt.

Die beiden Stempel sind schon ungewöhnlich. Vielleicht wurde der rechte zuerst abgeschlagen und der Gitter-Brücke-Stempel vor der "Abfahrt" angebracht.

Viele Grüße
Dieter
 
inflamicha Am: 15.06.2016 20:17:47 Gelesen: 445924# 1015 @  
Guten Abend,

ich steuere mal ein Rohrpostbriefchen bei:



Der Brief wurde am 24.10.1921 (PP 6) um 10.20 Uhr vormittags im Postamt Berlin NW 7 aufgegeben und war bereits eine halbe Stunde später im Postamt Berlin S 59. Verwendung fand ein Ganzsachenumschlag RU 9 mit Wertstempel 60 Pf. Germania. Da dieser für die nötige Gebühr in Höhe von 2,25 Mark nicht mehr ausreichte, wurde mit je einer Mi 113 und 163 auffrankiert.

Gruß Michael

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege"]
 
HWS-NRW Am: 22.10.2016 17:13:41 Gelesen: 412872# 1016 @  
Von mir heute etwas zu den "Weltfestspielen der Jugend in der DDR:



Mit Nachporto belegter Eilboten-Landzusteller-Rohrpostbrief von BERLIN 1951

mit Sammlergruß
Werner

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv: Tanz"]
 
hajo22 Am: 24.10.2016 10:36:38 Gelesen: 412620# 1017 @  
Neujahrsbrieflein per Rohrpost aus Berlin-Schöneberg 1, gestempelt 1.1.1928, 12:30 N nach Berlin N, Ankunftsstempel Berlin N 39 um 2:20 N(achmittag).

Portorichtig mit 58 Pfg. frankiert (50 Pfg. Adler + 8 Pfg. Beethoven) für einen Orts-Rohrpostbrief bis 20 gr.



VG, hajo22
 
hajo22 Am: 25.10.2016 10:48:37 Gelesen: 412406# 1018 @  
Unscheinbarer, vorgedruckter kleiner Rohrpost-Briefumschlag, gestempelt Berlin W, H.T.A. (= Haupt-Telegraphen-Amt) R 1 vom 13.II.1895 3:30 N an die Redaktion der Berliner Börsen-Zeitung. Rückseitig Zweizeiler: "Ausgefertigt (= abgegeben/ausgehändigt) 13.Feb. 3:36". Absender eine Behörde.

Portofrei, da vorgedruckt K.A. (= Königliche Angelegenheit). Das "K" kann auch für "kaiserlich" stehen, das weiß ich nicht genau.



VG, hajo22
 
HWS-NRW Am: 25.10.2016 14:11:07 Gelesen: 412336# 1019 @  
Im Rahmen der Forschung nach dem im Brandenburger Tor beheimateten Rohrpostamt hatte ich die vorhandene Literatur, unter anderem das Buch „BERLIN-STEMPEL“ der Autoren Kuphal, Büttner, Hofmann und Wenzel sowie einige wenige Fachartikel durchgearbeitet und kam zu dem Ergebnis, daß nach dem Einsatz eines Einzeil-Rahmenstempels „Brandenburger Thor“, der im Telegraphenamt 4 am Pariser Platz 8 von 1868 bis 1876 (aufgrund den bisher mir bekannt gewordenen vier Telegramm-Aufgabeformularen auch nur auf diesen) abgeschlagen wurde, der erste Einsatz des Kreis-stempels „BERLIN N.W.VI“ erst ab dem Jahr 1876 auf den Rohrpost-Ganzsachen der Deutschen Reichspost zur Verwendung kam.




Telegramm-Aufgabeformular vom 1874

Die fehlerhafte Angabe des Verwendungszeitraumes (1868-1881) des Kreisstempels in meinem „Handbuch Brandenburger Tor“ brachte mir einen „Einwurf“ unseres früheren FG Berlin-Geschäftsführers und Berlin-Spezialisten Freund Peter Koegel ein, der der Meinung war, daß dieser Stempel frühestens im Januar 1877 im Gebrauch war.



Rohrpostkarte RP 1 mit Aufgabestempel vom 20.12.1876 (frühestes bekanntes Datum) Weiterbeförderung zum Rohrpostamt R4

Somit konnte ich in der 2. Auflage meines Handbuches neben den geänderten Daten auch ein Bild dieses „Erstverwendungs-Beleges“ darstellen. Ferner habe ich eine Auflistung aller mir bekannten Rohrpostbelege eingefügt mit Abbildung der Belege aus der Laufzeit. Nach Schließung des Telegraphenamtes im Brandenburger Tor wurde der Einkreisstempel im benachbarten neu eröffneten Postamt 64, dem die Telegraphen-Zweigstelle unterstellt war, noch bis zum 04.11.1881 weiter verwendet.

In loser Folge werde ich mir erlauben, die früher sich in meinem Besitz befindenden sowie die im Net gesichteten Rohrpostbelege zum Kreisstempel "BERLIN N.W.IV", darzustellen.

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 25.10.2016 17:03:19 Gelesen: 412267# 1020 @  
Immer wieder schön anzusehen sind Postsachen im Rohrpostdienst.

Rohrpost-Briefumschlag mit eingedrucktem Vermerk "Postsache" Berlin S.W. aus dem Jahre 1903. Auf der Rückseite Postamtsoblate vom Postamt 61.



VG, hajo22
 
DerLu Am: 26.10.2016 09:00:18 Gelesen: 411952# 1021 @  
@ hajo22 [#1018]

Hallo hajo22,

es ist schön, daß sich hier im Rohrpost-Thread wieder etwas tut. Zu deinem Beitrag [#1018]:

„K.A.“ heißt „Königliche Angelegenheit“, als „Beweis“ eine Postkarte aus dem Jahre 1897 ebenfalls von der „Generalidendantur des königlichen Schauspiels“ abgeschickt (nach meinen Erfahrungen, sind diese Sendungen am häufigsten unter den „K.A.“-Belegen). Links unten der violette Rechteckstempel mit der ausgeschriebenen Inschrift.



Gruß DerLu
 
hajo22 Am: 26.10.2016 10:51:11 Gelesen: 411921# 1022 @  
@ DerLu [#1021]

Ja, der Kaiser war ja gleichzeitig auch König von Preußen und der Absender eine Landesbehörde, ergo "Königliche Angelegenheit".

VG, hajo22
 
hajo22 Am: 26.10.2016 12:30:39 Gelesen: 411881# 1023 @  
Die Rohrpostkarte RP21 zu 200 Pf. ist als portorichtige Orts-Solofrankatur (möglich vom 1.4. bis 31.12.1921) eine gesuchte Seltenheit.

Ich zeige hier diese RP21 in der Aufbrauchsverwendung als Ortsrohrpostkarte gestempelt Berlin SO26 27.9.1923 5:50 N nach S59, Ankunft 6:20 N.

Als Orts-Rohrpostkarte war ein Porto von 600.000 Papiermark fällig (Zeitraum: 20. bis 30.9.1923). Frankiert ist die Karte mit 603.002 Mark, also geringfügig überfrankiert. Die 200 Pf. des Werteindrucks gehen bei diesem Porto natürlich völlig unter. Der Werteindruck war aber noch bis 30.9.1923 laut Michel-Katalog gültig. Danach erfolgte nur noch Formularverwendung. Hier ist es eine Quasi-Formularverwendung.



Wer kann eine Solofrankatur zeigen?

VG, hajo22
 
hajo22 Am: 26.10.2016 16:17:17 Gelesen: 411794# 1024 @  
Wenn man gerade keine Rohrpostkarte zur Hand hatte, konnte man auch z.B. eine normale 5 Pf.-Ganzsache durch Auffrankierung von 20 Pf. zur Orts-Rohrpostkarte machen. Handschriftlich "Rohr" vor Postkarte + 2x10 Pf. Zusatz = 25 Pf. (Tarif 1.12.1876 - 31.7.1916). Ganzsache per Rohrpost aus dem Jahre 1886.



VG, hajo22
 
DerLu Am: 26.10.2016 19:34:32 Gelesen: 411711# 1025 @  
@ hajo22 [#1024]

Die Verwendung von auffrankierten "normalen" Ganzsachen in der Rohrpost war sehr häufig. Den Umstand, daß die Kunden (das Publikum hieß es damals) nicht überwiegend auf die amtlichen Rohrpost-Ganzsachen zurückgriffen wird auch in einigen Jahresstatistiken der Reichspost kommentiert:

Neben den mit Wertstempeln versehenen Rohrpost-Briefumschlägen und Rohrpostkarten werden vom Publikum überwiegend noch gewöhnliche Briefumschläge und gewöhnliche Postkarten im Rohrpostverkehr benutzt, die in üblicher Weise mit Postwertzeichen frankiert werden. ... ([Anmerkung in Statistik der Deutschen Reichs-Post und Telegraphenverwaltung für das Kalenderjahr 1911 (findet sich aber auch auch in den folgenden Jahren)].

Die überwiegende Zahl dieser Belege ist aber wahrscheinlich dem Wasserbad zum Opfer gefallen. Gesucht sind Verwendungen von eher selten verwendeten Ganzsachen, wie z.B. Auslandspostkarten oder Kartenbriefe.

Gruß DerLu
 
inflamicha Am: 26.10.2016 21:16:13 Gelesen: 411669# 1026 @  
@ hajo22 [#1023]

"Wer kann eine Solofrankatur zeigen?"

Hier ist eine:



Die Möglichkeit einer tarifgerechten Verwendung ohne Zusatzfrankatur (das meintest du wohl mit Solofrankatur) ist zeitlich viel eingeschränkter, wenn man berücksichtigt, dass die Ganzsache erst ab November 1921 an die Postschalter kam, also ca. 6-7 Wochen.

Gruß Michael
 
hajo22 Am: 26.10.2016 22:01:23 Gelesen: 411651# 1027 @  
@ inflamicha [#1026]

Danke für den Hinweis, ich hatte nur die Tarifperiode benannt ohne auf den kurzen Zeitraum der Verwendung einzugehen und sehe jetzt, daß das so falsch herauskommt (für den Nichtspezialisten).

Tolle Ganzsache, aber hast Du auch ein Exemplar mit München-Stempel? Habe ich noch nie gesehen.

Und nochmals danke für die Richtigstellung.

Hier noch eine RP20 auffrankiert zu 4 Mark vom 3.8.1922 (Tarifperiode 1.7.bis 30.9.1922) an eine bekannte Firma.



So sahen Krankmeldungen 1922 aus.

VG, hajo22
 
hajo22 Am: 26.10.2016 22:07:26 Gelesen: 411646# 1028 @  
@ DerLu [#1025]

Ich habe nicht behauptet, solche auffrankierten "normalen" Ganzsachen seien selten. Da liegt ein Mißverständnis vor.

VG, hajo22
 
HWS-NRW Am: 26.10.2016 23:22:21 Gelesen: 411612# 1029 @  
@ hajo22 [#1027]

Hallo, ein phantastisches Belegstück, so etwas mal zu sehen. Herrlich !

mit Sammlergruß
Werner
 
kauli Am: 27.10.2016 11:39:59 Gelesen: 411485# 1030 @  
Hallo zusammen,

auch eine normale Ganzsache die zur Rohrpostkarte umfunktioniert wurde. Sie hatte es aber nicht so einfach den Empfänger zu erreichen. Aufgegeben beim PA NO 43 16-, Ankunft Friedenau 4.50 N, der Empfänger war dort nicht auffindbar und ging um 5.50 N auf die Reise nach Steglitz. Ankunft 18.10. Von dort ging die Karte nach Dahlem in den Botanischen Garten und konnte zugestellt werden. Ausgabestempel Dahlem 6.7 N



Viele Grüße
Dieter
 
hajo22 Am: 27.10.2016 19:14:11 Gelesen: 411363# 1031 @  
Rohrpostkarte RP24/01 gestempelt Berlin SW61 vom 9.6.1934, 14:20 nach Wilmersdorf, Ankunft 14:50.

Tarif 55 Pf. = Ortspostkarte 5 Pf. + Rohrpostgebühr 10 Pf. + Eilboten 40 Pf.

Dieser Wertstempel vom Reichspräsidenten Hindenburg war bis 31.12.1935 gültig (lt. Michel-Katalog).



VG, hajo22
 
inflamicha Am: 28.10.2016 20:58:31 Gelesen: 411050# 1032 @  
@ hajo22 [#1027]

Mit Münchener Rohrpost kann ich leider nicht dienen. Zum Trost hier eine Antwortkarte mit privatem Zudruck zweier weiterer Wertstempel:



Die Fragekarte wurde am 10.11.1921 ohne Zusatzfrankatur von Charlottenburg nach Steglitz befördert, die zusammen 1,30 Mark der 3 Wertstempel waren ausreichend. Katalogisiert ist die Ganzsache unter RPZP 2, Verwendung fand hier eine RP 18 als "Urkarte".

Der Antwortteil hängt ungebraucht dran.

Gruß Michael
 

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