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Thema: Preisexplosion: Berlin Marken zu 3.000 % Michel versteigert
Richard Am: 12.08.2007 12:16:04 Gelesen: 65922# 1 @  
Achtung !

In diesem Thema bitte nur zur Wertentwicklung bzw. zu den Preisen moderner Marken, besonders Deutschland, der letzten Jahre schreiben !

---

So etwas habe ich bisher nicht gesehen. Die beiden Berliner Lübke Marken aus 1964, Michel 234/235, mit einer Auflage von 7,6 Millionen Stück und einem Katalogwert von 70 Cents, wurden bei Ebay auf 21 Euro plus Versandkosten hochgesteigert.

Das sind 3.000 Prozent Michel !
 


Hermes65 Am: 12.08.2007 13:12:43 Gelesen: 65916# 2 @  
Das ist aber ziemlich krank, oder ?
 
- Am: 12.08.2007 15:06:43 Gelesen: 65912# 3 @  
Ja, es ist immer hilfreich, wenn man vor Abgabe von Geboten einen Blick in den Katalog wirft!
 
AfriKiwi Am: 13.08.2007 08:42:25 Gelesen: 65897# 4 @  
Also ich habe mein bedenken über diese Stempel.

Beide sind nicht gleich !
Die zweite 1 von 11 ist höher in der 20 Pfg Marke. ?
Die 7 ist höher in der 40 Pfg Marke ?
Die fette 1 kommt mir kürzer vor in der 40 Pfg Marke ?

Vielleicht die 20Pfg um 16:05 und die andere so 17:00 gestempelt wegen den verschobene Ziffer ?

Oder ruf ich Geister auf !?

Erich
 
Richard Am: 13.08.2007 12:31:11 Gelesen: 65882# 5 @  
In der Österreichischen Fachzeitschrift 'Die Briefmarke', Juni 2007, schreibt Wolfgang Maassen in seinem 'Blick nach Deutschland' unter anderem:

Marktpreise vor der Explosion ?

Nach den schlecht geredeten Jahren steht, so sehen dies nicht wenige Fachhändler, ein Boom bevor, gerade für das Material, welches in den letzten Jahren niemand beachtet hatte, zu dem keine Lagerbestände existieren, dem man wohl auch nichts zugetraut hat.

Als Insidertipp gilt vielen neueres Markenmaterial der (west-)europäischen Länder der letzten fünf Jahre. Dies mag verblüffen, macht aber Sinn, wie dem Autor auch Siegrun und Rudolf Michel von der Firma Westrophila in Köln-Porz verdeutlichten. Die beide müssen es eigentlich wissen, sind sie doch eine der wenigen Firmen, die überhaupt noch in Deutschland Neuheitenlager dieser Länder pflegen.

Genau da ist dann auch schon der Hund begraben, denn Lagervorräte findet man zu diesen Neuheiten (die längst keine mehr sind) weder im Einzel- noch im Grosshandel. Lager sind heute viel zu kostenintensiv und Postverwaltungen scheuen ja nun wahrlich nicht vor einer exzessiven Ausgabepolitik zurück. Ältere Bestände sind mehrheitlich umgetauscht worden.

So kann der deutsche Fachhandel schon heute zahlreiche Positionen nicht mehr oder nur zu hohen Notierungen liefern. Rudolf Michel hält dies nur für die Spitze des Eisberges, denn die Katalognotierungen werden diesem Trend in den nächsten Jahren folgen. Wer also noch Lücken in seiner Sammlung zu füllen hat, sollte diese schleunigst schließen, bevor es so richtig teuer wird, meint nicht nur Sigrun Michel.
 
Richard Am: 13.08.2007 16:26:19 Gelesen: 65861# 6 @  
Ich sehe das weder als krank noch als unwissend, sondern als neuen Trend. Gesucht sind gut gezähnte Marken von Berlin, mit Berliner Vollstempel und wenn möglich noch von einem bestimmten Postamt.

Die Frage ist: Welcher Sammler hat die wirklich in dieser Erhaltung mit Berliner Stempel ? Ich leider nicht.

Hier ein weiteres Beispiel: Berlin 129-130, Deutscher Bundestag 1955, Auflage 1 Million, Michelwert 13 Euro, Zuschlag 27 Euro plus Versandkosten, also über 200 % Michel. Nicht ganz so krass, aber bemerkenswert.
 


Hermes65 Am: 14.08.2007 01:02:25 Gelesen: 65841# 7 @  
Solch einen Irrsinn mache ich nicht mehr mit, so hieß es Anfang der 1980er Jahre, dass die Raubvögel 1973 und die Jugendarbeit 1974, Heinmann 50 Pfg, Berlin 30 Pfg, letztere ** knapp seien und diese Marken wurden dann irrsinnigen preisen angeboten Heimann 50 Pfg. für 50 Mark!!!!!!!
Schaue bitte jemand in Katzalog und staune, dass ganze ist Massenschrott, Entschuldigung, mit mir nicht mehr. Jetzt will man mit Spekulationen das Gleiche wiederholen. Da werde ich mich hüten.
 
AfriKiwi Am: 14.08.2007 04:09:14 Gelesen: 65839# 8 @  
@ Hermes65 [#7]

Das sehe ich ganz anders und vielleicht weil ich nichts in den 80 Jahren von den irrensinnigen Preissteigung wußte. Ich habe sogar 2 Sätze Greifvögel postfrisch !?

Nach meiner bescheidene Meinung ist es ganz richtig dass endlich Berlin in diesem Sinne wieder 'Lebt'. Wieviel Toten Gebiete gibt es wo, für Jahrzehten nichts sich erhöht.

Wie alte Klassische Marken wird jetzt Berlin bewertet. Mit welchem Wert es gestiegen ist wird sich noch anpassen mit Zeit in den Katalogen.

Der Begriff sauber 'gestempelt' mit lesbaren Stempel, mit vielleicht auch vom Absenderpostamt sorgt für den Aufwand. Die moderne Marken werden so bewertet, wie solche von 100 Jahr her, wegen Stempel und Datum und wie vorher ist Bedarfpost mit top stempel, top Preiswert.

Ich wage zu sagen daß Weltweit so langsam es Sammler einleuchten, solche Qualität zu Sammeln in gerade Neuheiten. Schon in NZ ist eine Rarität wie schon mehrmals geschrieben.

Also ich meine mehr und mehr Sammler schätzen ein sauberer Stempel wie unten und wenn ein guter Teil auf dem Umschlage noch besser. Sonst ganz auf der Marken die Leider das schöne Motiv verstecken.

Es ist schwierig zufriedene Sammler zu treffen !!

Erich


 
Hermes65 Am: 14.08.2007 10:52:23 Gelesen: 65834# 9 @  
Ihr dürft - meiner Ansicht nach - nicht den modernen Massenschrott nicht mit Besonderheiten durcheinanderwerfen, der abgebildete Brief z. B. ist etwas, dass aus diesem Rahmen herausfällt.

Bei Berliner Marken ist es ebenso, ab ca. 1955 ist Berlin Massenware, die kaum zu vernünftigen Preisen abzusetzen ist, die Auflagen sind dafür auch viel zu hoch.

Einzig die Jugendsätze der 1960er Jahre sind gestempelt durchaus gesucht, die gilt auch für Bund (Beispiel unten).

Der Rest ist tonnenweise zu haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Für Briefe und andere Unikate gelten aber ander Kriterien, wie ich ja schon im anderen Thema geschrieben habe (Emotionen, Heimatsammler, Themensammler etc.).


 
AfriKiwi Am: 14.08.2007 11:52:27 Gelesen: 65829# 10 @  
@ Hermes65 [#9]

Hallo Manfred,

Gut, es gibt auch Berlin Tonnenweise nach 1955, das Gegenteil will ich garnicht behaupten.

Meine Frage ist, wenn Sammler solche Hochbieten ist es nicht der Fall daß die schöne Abstempelung gefragt ist ?

Ich habe mal durch meine Berliner gesucht für solche 'Auf der Nase' saubere Abstempelung und fand keine. Einige gerade mit Ortsteil und Datum.

Kann man auch sagen daß Briefe mit Berliner Marken drauf schön gestempelt auch erhöht wird, oder !?

Als Sammler muß man das Wissen um ein Schnäppchen machen zu können, gerade Übersee.

Wie steht es mit Freimarken - auch den Fußboden voll ?

Erich
 


- Am: 14.08.2007 13:22:30 Gelesen: 65827# 11 @  
Der Preis wird halt durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Da hilft es wenig, wenn man sich persönlich verweigert. Der Markt bestimmt das Geschehen. Es gibt auch immer mal ein Auf und Ab, manches wird modern, anderes verliert an Bedeutung.

Ich habe vor ca 3o Jahren die Bund 50 Pfennig Heuss zu einem Preis gekauft, für den ich heute den ganzen Satz bekommen würde! Aber die Marke fehlte mit halt - und ich wollte sie haben!
 
- Am: 14.08.2007 13:26:03 Gelesen: 65826# 12 @  
@ AfriKiwi [#10]

Hallo Erich,

da hast Du zwei schöne Stempel abgebildet. Aber die Puristen bemängeln daran, daß die Stempel halt nicht aus Berlin sind.

Dabei sind die Stempel durchaus in Ordnung, da die Berlin-Marken im gesamten Bundesgebiet frankaturgülig gewesen sind. Aber der Normalbürger im Bundesgebiet hatte natürlich keine Berlin-Marken, d.h. die Abstempelungen sind von Sammlern initiiert worden.

Gruß
Klaus
 
Hermes65 Am: 14.08.2007 13:40:08 Gelesen: 65824# 13 @  
Das war aber kein Markt mit Aangebot und Nachfrage, sondern künstlich manipuliert und das ist das, was ich meine. Die normaler Marktmechanismen sind mir schon geläufig und ich habe auch schon krasse Gebote erlebt, aber eben nur für ganz besondere Stücke, z. B. Straßenbahnfeldpostbrief mit 5 Pfg. Hitler (Straßenbahngebühr). Die Marke war sogar eingerissen und das (unscheinbare) Ding ging für 103 EUR. weg...
 
AfriKiwi Am: 14.08.2007 22:31:13 Gelesen: 65807# 14 @  
@ italiker [#12]

Hallo Klaus,

Mit ein Berliner Stempel drauf habe ich sicher schon weniger Glück und muß halt mal gut durchschaun.

Die Puristen müssen halt auch Ihre eigne Monumente bauen mit ihren Stempel.

Erich
 
Richard Am: 15.08.2007 12:53:53 Gelesen: 65801# 15 @  
Ein weiteres Beispiel: Werner Rittmeier, Redakteur der DBZ, der sich 'im Markt' bestens auskennt, sucht per Wortanzeige:

Suche 70 Pf. Vögel 1973 Einzelfrankatur auf Auslandsbrief. Zahle 40 Euro.

Für alle übrigen 60 Pf. und 70 Pf. Zuschlagsmarken der 70-er Jahre 200 % Michel.

Für 70 Pf. Hilfsdienste (Mi. 634) 60 Euro = 300 % Michel.

Bitte vorher Kopien zusenden. Werner Rittmeier, c/o DBZ, PF 1426, 68604 Lampertheim.

Ich vermute es sind jeweils Einzelfrankaturen auf Briefen gemeint, auch wenn das aus dem Text nicht hervorgeht.
 
Henry Am: 15.08.2007 19:37:42 Gelesen: 65795# 16 @  
Da muss ich "meinen Senf" auch dazugeben:

Ja, Herr Rittmeier kennt sich sehr gut aus, und er meint Einzelfrankaturen. Er sucht ganz einfach Frankaturen, die von den Wertstufen und der Verwendung her nicht sehr geläufig sind. Wenn man davon den "Schwund" durch schlechte Stempel oder Zerstörungen abzieht, bleiben tatsächlich nur relativ wenige Fundstücke. Es ist wohl auch eine Marktrecherche, was er damit im Sinn hat.

Gute Marken (saubere gleichmäßige Zähne + sauberer Stempel, bei dem Ort und Datum gut zu lesen ist) haben immer gute Preise, denn sie sind auch nicht oft erhältlich, auch nicht bei den Massenauflagen, die meist durch die maschinelle Sortieranlagen und Stempelmaschinen verhunzt werden. Deshalb taucht dann auch immer schnell der Verdacht einer Fälschung auf, wenn es mal ganz zart wird.

Ich werte seit einiger Zeit Firmenpost aus. Das ist echte Bedarfspost. Und hier kommt sehr, sehr wenig gutes Material zum Vorschein. Und dann ist bei den wenigen brauchbaren Marken ein sehr, sehr hoher Anteil mit den Briefzentrum-Stempeln dabei, die eben auch philatelistisch verpönt sind, weil sie den Aufgabeort nicht mehr dokumentieren.

Es werden also nur Marken mit sauberen, klaren Ortsstempeln, bei denen Ort und Datum lesbar sind, auch gut bewertet. Und die werden im Preis steigen. Aber man muss sie schon sehr suchen.
 
Richard Am: 16.08.2007 17:07:19 Gelesen: 65778# 17 @  
@ Hermes65 [#7]

An die Spekulation mit der Heinemann Marke zum hundertfachen Nennwert kann ich mich gut erinnern.

Sollte so eine Spekulationswelle wiederkommen, kannst Du einfach mit Verkäufen der überteuerten Marken reagieren.

Nimm das Beispiel aus [#1], 70 Pf. Katalogwert, Erlös 21 Euro - weg damit !

Allerdings: Wer hat diese Marke mit einem sauberen und zeitgerechten Berlin-Stempel schon ?
 
ulucas Am: 23.08.2007 18:55:06 Gelesen: 65735# 18 @  
Hallo,

auch ich sammle seit Jahren Berlin mit lesbaren Berlin-Stempeln / echtgelaufen. Grob geschätzt dürften nur ca 10 % der gestempelten Marken in diese Kategorie fallen, der Rest ist Eck-, Wellen- oder Bund-Stempel.

Davon wiederum ist der Hauptanteil "Berlin 11", also das Postamt für die maschinelle Abfertigung.

Den Stempel "Berlin 410" habe ich in meinen Dubletten überhaupt noch nicht gefunden - und daher mal gegoogelt. Bei Wikipedia bin ich fündig geworden.
"Berlin 410" gehört zum Stadteil Berlin-Friedenau, ein eher ruhiger Stadteil mit derzeit ca 25.000 Einwohnern. Wieviel waren das wohl in 1965 ?

Mir scheint, daß hier wohl weniger Post direkt am Postamt aufgegeben wurde. Der Preis wird sich vermutlich aus der Seltenheit erklären, oder es haben sich hier zwei Heimatsammler ein Bietergefecht geleistet.

Am Rande: In 1965 haben in Friedenau die Schriftsteller Günter Grass und Uwe Johnson gewohnt.

Udo
 
AfriKiwi Am: 24.08.2007 00:08:47 Gelesen: 65725# 19 @  
@ ulucas [#18]

"auch ich sammle seit Jahren Berlin mit lesbaren Berlin-Stempeln / echtgelaufen. Grob geschätzt dürften nur ca 10 % der gestempelten Marken in diese Kategorie fallen, der Rest ist Eck-, Wellen- oder Bund-Stempel."

Also ich denke auch, das ist so ungefähr die Sache wenn nur echtgelaufen gemeint wird.

Erich
 
Richard Am: 25.08.2007 13:22:08 Gelesen: 65705# 20 @  
@ ulucas [#18]

Hallo Udo,

danke für Deine interessanten Nachforschungen - und herzlich willkommen auf den Philaseiten !

Ich war tatsächlich der Meinung, dass der hohe Preis auf den Berlin Stempel zurückzuführen war, habe aber nicht an die einzelnen Stadtteile gedacht.
 
Hermes65 Am: 26.08.2007 17:07:26 Gelesen: 65689# 21 @  
Die Frage wäre auch wieviele dieser Stempelsammler es überhaupt gibt?
 
Richard Am: 27.08.2007 23:14:24 Gelesen: 65670# 22 @  
@ Hermes65 [#21]

Ich habe mittlerweile eine Heimatsammlung begonnen, nachdem ich einige Stempel Thurn & Taxis 285 (= Burghaun) entdeckt habe. Siehe auch ganz oben über den Philaseiten.

Jetzt möchte ich erweitern auf Burghaun Stempel vom Deutschen Reich bis Ende der 50-er oder 60-er Jahre, ebenso alte Briefe und Briefumschläge, aber auch die Notstempel von 1945.

Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Sammler ihre Heimatorte sammeln und das mehr Spaß macht als 'Bund komplett'.

Zum Thema zurück: Vermutlich gibt es noch weitere Heimatsammler, einer ist mir bekannt, und ich bin im Zweifel gerne bereit, mehrere hundert Prozent Michel zu zahlen, um an eine schöne Frankatur meiner Heimat zu kommen.
 
AfriKiwi Am: 16.11.2007 08:50:18 Gelesen: 65527# 23 @  
Ich habe einige Bedarfsbrief erhalten von Berlin, mit Berliner Stempel adressiert nach Deutschland und in dieser Zeit sicher von der West Berliner Seite.

Das Porto sieht aber so wenig aus ?

Briefe von 1966-67 30 Pfg. Kann ich annehmen daß das Porto stimmt ?
Brief 21.2.66 hatte noch 20 Pfg drauf
Briefe 1960-65 20 Pfg
Briefe 1960-62 7 Pfg ? Stimmt das ?
Brief 1958 25 Pfg Stufe vielleicht höher ?
Brief 1960 13 Pfg ?

Es ging ja auch nach Gewicht, nächste Stufe ? Alle aber nach der Bundesrepublik.
Hat jemand Antworten ?

Erich
 


Henry Am: 16.11.2007 18:07:20 Gelesen: 65515# 24 @  
@ AfriKiwi [#23]

Hallo Erich,

hast du zufällig einen Michel-Deutschland-Spezial-Katalog greifbar?

Dort findest Du eine Übersicht über die Portogebühren, auch die von Berlin aus galten. Da die Jahre weit zurückliegen, kann es auch ein älterer Katalog sein. In der ausgabe 2004 wirst Du auf den Seiten 876-879 fündig.

Falls Du keinen Katalog hast, schicke ich Dir Kopien meines Katalogs.
30 Pf galt von 01.03.1963 - 30.06.1972 --> 1. Gewichtsstufe
20 Pf galt von 01.09.1948 - 31.03.1966 --> 1. Gewichtsstufe
7 Pf galt von 01.07.1954 - 28.02.1963 --> 1. Gewichtsstufe Drucksache!!
25 Pf galt von 01.07.1954 - 31.03.1966 --> 4. Gewichtsstufe Drucksache
--> 4. Gewichtsstufe Warensendung
01.07.1954 - 28.02.1963 --> 2. + 3. Gewichtsstufe Geschäfts-
papiere/Briefdrucksachen

Eine 13 Pf Portostufe gab/gibt es nicht. Vielleicht war es ein 10 Pf Porto
(2. Gewichtsstufe Drucksache + 3 pf Trinkgeld für den Briefträger)
Gewichtsstufen: 1 bis 20 g, 2 bis 50 g, 3 bis 100g, 4 bis 250 g.

Einen abendlichen Gruß
Henry
 
AfriKiwi Am: 16.11.2007 21:07:55 Gelesen: 65507# 25 @  
@ Henry [#24]

Hallo Henry,

Vielen Dank für die Information die ich noch studieren muß auch für Dein angebote diese Information zu schicken.

Habe nur einen 1997 Mi-Spz und werde da ertmal suchen da ich noch nie sowas dort gefunden habe !!

Dein Brief ist auch gestern angekommen, weiteres mehr wenn Du mich anschreibst bei eehamm*abel.net.nz da ich nicht bei Dir mich anmelden kann.

Mit kurzer Übersicht sind meine Berliner Portogerecht aber muß noch sie noch gut unter der Lupe nehmen, im Falle ...

MfG
Erich
 
Richard Am: 18.11.2007 12:08:59 Gelesen: 65488# 26 @  
Weitere Diskussion bitte im Thema 'Portostufen Deutschland' führen !

Link dorthin: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=280&CP=0&F=1
 
Egi-Berlin Am: 23.11.2007 14:19:50 Gelesen: 65447# 27 @  
Hallo zusammen,

ein Vergleich heutiger Neuheiten mit den Vorgängen der 80er Jahre hinkt. Die Marken wie Heinemann 50 Pfennig wurden durch reine Spekulation hochgetrieben, die Marken waren alles andere als knapp.

Die heutigen Neuheiten sind bei weitem nicht in diesem Maße gehortet worden und praktisch kaum am Markt. Das gilt natürlich im Grunde auch für alle europäischen Gebiete. Es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass die Ausgaben ab 1995 ein größeres Potential aufweisen. Die Abo-Zahlen sind sehr stark gesunken, größere Mengen zu horten verbietet sich schon durch die Ausgabeflut und hohen Nominalen. Allerdings muss man entgegenhalten, dass ja auch die Nachfrage hinüber ist. Auf Hundert Sammler von einst kommen heute noch zehn.

Preiserhöhungen werden dann natürlich wieder weniger vom Markt beeinflußt als von der Spekulation. Das Klügste wäre wohl, sich heute einen kleinen Dublettenbestand anzulegen, ab 1995 kann da nicht viel anbrennen. Zu beachten sind dabei auch die Vollstempel der Versandstellen aus der Ecke.

Bei älteren Berlinausgaben, auch bei Bund, werden für besonders gut gezähnte Stücke mit Vollstempel gute Preise bezahlt, die schon mal 200% erreichen können. Diese sollte man sich also keinesfalls "abluchsen" lassen. Viele verbessern Ihre Sammlung auf diese Weise, was sicher schlau ist.

Ansonsten gilt für die Massenware Berlin, Bund, DDR 1960 bis 1990 auch weiterhin: Praktisch unverkäuflich zu einigermaßen vernünftigen Preisen. Das Niveau bewegt sich bei 3 bis 5 %, "bessere" mal 10%. Da sollte man sich auch für die Zukunft keine Illusionen machen.

Gruss Gunther
 
Feder Am: 07.02.2008 20:15:03 Gelesen: 65225# 28 @  
@ Henry [#16]
 
Henry Am: 07.02.2008 20:40:40 Gelesen: 65221# 29 @  
@ Feder [#28]

Hallo Feder,

willkommen im Thread. Was wolltest Du mitteilen?

Gruß
Henry
 
Feder Am: 09.02.2008 14:42:49 Gelesen: 65177# 30 @  
@ Henry [#29]

Hallo Henry,

tut mir leid, hatte noch nie geantwortet und habe mich vertippt und bin dann nicht mehr rausgekommen. Bin nur zufällig auf Deine Adresse gestoßen, tut mir wirklich leid!

Trotzdem mit freundlichem Sammlergruß

Peter
 
AfriKiwi Am: 15.02.2008 06:32:00 Gelesen: 65122# 31 @  
@ BBA-Berlin [#27]

Hallo Gunther,

In Deinem Beitrag sind m.E. wirklich gute Tipps und Aussagen. So 'straight from the horses mouth'.

Mir ist es auch gelungen Berliner Marken auf Briefe ohne Umstände leicht zu bekommen. Vielleicht hat es auch zu tun mit meinem 110%gen Tauschpartner.

>>Bei älteren Berlinausgaben, auch bei Bund, werden für besonders gut gezähnte Stücke mit Vollstempel gute Preise bezahlt, die schon mal 200% erreichen können.
Diese sollte man sich also keinesfalls "abluchsen" lassen. Viele verbessern Ihre Sammlung auf diese Weise, was sicher schlau ist.<<

Dieser Meinung bin ich auch und gut ausgesuchten Stücke für Sammler ist die Kunst der Philatelisten.

>>Das Niveau bewegt sich bei 3 bis 5 %, "bessere" mal 10%. Da sollte man sich auch für die Zukunft keine Illusionen machen.<<

Das finde ich bedauerlich, eigentlich würde ich sagen ein Skandal.
Um so mehr ist es wichtig das jeder der dies sammelt, keine Illusionen hat was seine Sammlung wert sein kann und weiter forscht nach dem besseren Stück.

Ich vermute auch dass Du Massenwaren oder größere Sammlungen in dieser Art meinst, denn sicherlich ist auch einiges dazwischen was der Händler auch besser bewertet.

Ich sehe dass solchen Massenwaren wie schon vor Jahren, eine dauernd angebotene Überflut ist und dabei ist nicht nur deutsches Material gemeint.

Sichtbare Preisexplosionen können, wie unter diesem Thema, Sammler darauf hinweisen was gesucht wird. Es mag momentan unrealistisch sein aber wo es raucht ist da ein Grund zur Untersuchung.

Erich
 
EinStein Am: 03.03.2008 21:50:40 Gelesen: 65023# 32 @  
@ Richard [#22]

Wenn ich mal einen schönen Stempel mit Burghaun erwische oder entdecke, werde ich dir einfach mal Bescheid sagen.

Finde es schon interessant wie viel Wert auf saubere Stempel bei Berlin gelegt wird. Ich achte ja auch auf die Stempel, aber wenn ich die Marke eben noch nicht mit Berlin-Stempel habe, kommt immerhin eine Marke mit sauberen Bund-Stempel in meine Sammlung. Besser als nichts.

EinStein
 
Henry Am: 04.03.2008 22:10:58 Gelesen: 65002# 33 @  
@ EinStein [#32]

Hallo EinStein,

recht hast Du. Obwohl ich mir die allgemeine Handhabung auch zu eigen mache, denke ich oft nach, ob das eigentlich berechtigt ist, die BUND-Stempel auf BERLIN-Marken so zu deklassieren. Fakt ist, dass BERLIN-Marken auch im Bundesgebiet frankaturgültig waren. Warum also diese Abwertung? Aber - Sammler ticken halt irgendwie anders.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
AfriKiwi Am: 04.03.2008 22:40:20 Gelesen: 64997# 34 @  
@ Henry [#33]

Hallo Henry,

Ist da wohl eine ungeschriebene Bewertung von Bund Marken gebraucht in Berlin oder umgekehrt ? Oder dabei auch Berlin Marken gebraucht in Berlin.

Der Michel zeigt ja nur gebraucht.

Mit diesen Preissteigerungen können ja neue Preisspalten enstehen (so wie FDC) - Berlin gebraucht in der Bundesrepublik und umgekehrt !

Sowas entstand in Südafrika bevor es eine Union wurde. Marken von Provinzen konnten in anderen gebraucht werden (Transvaal Marken in Natal) und das ist ein beliebtes Sammelgebiet. Das war aber auch schon knapp 100 Jahre her.

Erich
 
Henry Am: 05.03.2008 20:39:24 Gelesen: 64979# 35 @  
@ AfriKiwi [#34]

Hallo Erich,

ja, es ist eine ungeschriebene Erscheinung und Gepflogenheit, dass BERLIN-Marken mit BUND-Stempeln zumindest auf Briefen sehr viel unbeliebter sind als bei Übereinstimmung von Stempel und Ausgabebereich.

Frage mich nicht, mit welcher Begründung. Das einzig akzeptable Argument wäre für mich die "Reinheit", ob das im philatelistischen Sinn richtig ist, da habe ich schon manchmal meine Zweifel.

Bei BUND-Marken mit BERLIN-Stempeln ist mir diese Unterscheidung aber nie so richtig aufgefallen. Vielleicht können da die Mitglieder aus dem Händlerbereich genaueres dazu sagen. Eine Aufnahme solcher Unterscheidungssparten im Katalog würde ich aber als unsinnig betrachten.

Andre Meinungen sind da sicher auch interessant.

Meint Henry
 
AfriKiwi Am: 05.03.2008 22:38:32 Gelesen: 64969# 36 @  
@ Henry [#35]

Viele dank für Deine Meinungen auf meine Fragen.

>>Eine Aufnahme solcher Unterscheidungssparten im Katalog würde ich aber als unsinnig betrachten.<<

Momentan stimme ich ein, wenn aber solche schöne Preissteigerungen andauernd sichtbar werden, wollen Sammler eher früher als später Richtungen sehen im Katalog.

Nach meiner Meinung fehlt das in viele Katalogen. Stanley Gibbons gibt sowas an bis 1924 wo saubere Vollstempel danach sicher auch mit besseren Preisen bezahlt werden.

Erich
 
Henry Am: 06.03.2008 18:12:25 Gelesen: 64954# 37 @  
@ AfriKiwi [#36]

Hallo Erich, ich meine, bei einer Erfassung als Extra-Spalte würde sich der Mehraufwand natürlich in einem höheren Katalogpreis niederschlagen, weil das dann ja bei allen BERLIN-Marken notwendig wäre.

Eine höhere Wertangabe wird dem Sammelverhalten entsprechend irgendwann sicher irgendwann mal notwendig. Dann würde meines Erachtens auch eine allgemeine Angabe eines Prozent-Aufschlages aber ausreichen.

Henry
 
Richard Am: 16.03.2008 21:47:04 Gelesen: 64872# 38 @  
Falscher Stempel ?

Ich habe heute auf Ebay folgende Marke mit einem schönen Berlin Stempel ersteigert:

Berlin-MiNr.: 68 mit schönen Vollstempel, Mi 220 Euro

Erst jetzt ist mir das Stempel Datum aufgefallen; die Marke wurde am 01.12.1949 herausgegeben.

Ich bitte die Experten einen Blick auf die Marke zu werfen und mir ihre Meinung mitzuteilen.

Nachtrag zum Beitrag:

Der Verkäufer hat mir soeben geantwortet, ihn sei das frühe Datum nicht aufgefallen und ich könne den Betrag von der Rechnung abziehen.

Warum ich den Beitrag unter diesem Thema schreibe ? Weil es die Marken dieser Qualität sind in Zähnung Stempel, die 'billig' nicht zu haben sind, aber später bei einem Verkauf auch einen guten Erlös bringen. Und vor allem, ich habe meine Freude daran, auch wenn diesmal der Stempel nicht korrekt war.
 


- Am: 17.03.2008 14:07:32 Gelesen: 64839# 39 @  
@ Richard [#38]

Würdest Du uns Dein Gebots Preis verraten ? Wäre ja interessant zu wissen für welchen Preis die Marke ersteigert wurde.

Was ich nicht ganz verstehe, "ich könne den Betrag von der Rechnung abziehen".

Heißt das der Verkäufer überlässt Dir die Marke ohne Kaufpreis ? Oder wie ist das zu verstehen ?

Zum Stempel möchte ich mich nicht äußern das überlasse ich lieber den Experten.

Im Anhang eine Marke gleicher Couleur, Berlin Mi.Nr. 70. Falsch oder ?

Onkel-Otto
 


Richard Am: 18.03.2008 22:32:58 Gelesen: 64806# 40 @  
@ Onkel-Otto [#39]

Aber gerne verrate ich den Preis: Ich hätte 45,49 Euro gezahlt, das sind 0,50 mehr als der Zweit-Bietende. Der Michel Wert beträgt 220 Euro. Etwas über 20 % Michel bei diesem Stempel ist nicht viel, wenn er echt gewesen wäre.

Da ich 4 Lose ersteigert habe, konnte ich vom Gesamtbetrag den obigen abziehen, bevor die Marken an mich geschickt wurden. Theoretisch könnte er die Marke zu 44,99 Euro an den zweithöchsten Bieter senden, der entweder das falsche Stempeldatum nicht erkannt hat oder den das nicht stört.

Auf der von Dir gezeigten Marke kann ich das Stempeldatum nicht lesen und von Stempeln verstehe ich nicht viel. Vielleicht wissen andere mehr.

Schöne Grüsse, Richard
 
AfriKiwi Am: 19.03.2008 07:29:08 Gelesen: 64792# 41 @  
@ Richard [#40]

>>der entweder das falsche Stempeldatum nicht erkannt hat oder den das nicht stört.<<

Also der Stempel ist Falsch ?

Es stört mich und es sollte jeden Sammler 'stören' wenn er dieses Sammelgebiet hat mit solchen Angeboten.

Das einzige Gute ist, daß diese Marke hier an alle gezeigt wurde.

So ein Thema sollte gestaltet werden und egal der Grund warum, soll der Anbieter auch genannt werden. Er hat ja damit Geld machen wollen.

Wie viel "nicht erkannten Stempel" werden so dauernd angeboten ?
Wie soll das "Nicht Wissen" einen Anbieter Beschützen" ?
Ich zeige ja die Marke wenn Du darauf Bieten willst ist es doch Deine Sache
Es ist wohl nicht so, ich kaufe es für mein Vater und er erkennt es gleich und ich bin der Blömann !
...nun wurde auch schon viel darüber geschrieben in Foren und brauch nicht hier nachgeholt werden.

Leider nicht genau auf's Thema, gehört aber zur gezeigte Marke.

Erich
 
Lutwinus Am: 19.03.2008 12:55:18 Gelesen: 64782# 42 @  
Hallo alle zusammen!

Ein "gestempelt" - Sammler sollte sich schon ein wenig mit den Abstempelungen seines Sammelgebietes auskennen. Ungeprüft gestempelte bessere Werte / Spitzenwerte gleich welchen Sammelgebietes sollte man sich nicht für teueres Geld ins Album holen, wenn ich irgendwann einmal ein Paar Euros für die Marken wiederhaben will. Gegebenenfalls kann man sich in einem Verein bei Sammlern mit entsprechender Erfahrung über die Falschstempelproblematik seines Sammelgebietes erkundigen - oder aber auf einer Internetseite wie diese hier (gefällt mir sehr gut).

Völlig wertlos sind Stempelfälschungen für mich persönlich jedoch beileibe nicht.

Ich hebe mir falschgestempelte Marken meines Sammelgebietes (Saarland/sehr fälschungsgefährdet) für Vergleichszwecke auf. Selbstverständlich käme ich nicht auf die Idee, diese Marken einem unwissendem Sammler als echt gestempelt anzubieten - das wäre glatter Betrug. Eine weitere zuverlässige Quelle echte Stempel seines Sammelgebietes abgebildet zu sehen sind Auktionskataloge renomierter Auktionshäuser und deren meistens sogar farbigen Fototafeln. Eine eventuell anfallende Katalogschutzgebühr ist da auf jeden Fall gut angelegtes Geld.

Gruß von der Saar Lutwinus
 
AfriKiwi Am: 19.03.2008 22:04:04 Gelesen: 64761# 43 @  
@ Lutwinus [#42]

Herzlich Willkommen mit Dein erster Beitag und Du wirst erstaunt sein dass viele Deiner Meinung sind.

>>welchen Sammelgebietes sollte man sich nicht für teueres Geld ins Album holen, wenn ich irgendwann einmal ein Paar Euros für die Marken wiederhaben will. Gegebenenfalls kann man sich in einem Verein bei Sammlern mit entsprechender Erfahrung über die Falschstempelproblematik seines Sammelgebietes erkundigen - oder aber auf einer Internetseite wie diese hier (gefällt mir sehr gut).<<

Höchstes Lob für Deine Meinung und man erwartet solche Sammelettikette von allen Briefmarkensammler. Manche (zum Glück sehr wenige im vergleich zu den Massen) streben aber nur um sich mit Betrugs Versuch sich zu erreichen.

Wie Du schreibst:- >>Selbstverständlich käme ich nicht auf die Idee, diese Marken einem unwissendem Sammler als echt gestempelt anzubieten - das wäre glatter Betrug.<<

Bis jetzt hat noch niemand seine Sammlung mir vorgelegt und gesagt "Hier sind keine Fälschungen drin".

Ein Schlaumeier (nicht Dich gemeint) kann ja auch sagen "Fälschungen in meiner Sammlung sind nur Vergleichstücke" und wo sind die Vergleichstücke die ich mal ansehen darf - null !

Sammler haben es nicht so leicht.

Dein Tipp Bilder in Auktionkatalogen zu betrachten ist auch sehr gut, wiederum muss die Beschreibung auch gelesen werden.

Erich

Unten: Meine 'Sammlung' ohne Fälschungen Bund Mi 1395 - vielleicht ein Plattenfehler.


 
- Am: 20.03.2008 13:38:45 Gelesen: 64749# 44 @  
Hallo Experten !

Zu den Beiträgen 38 und 39 ! Unsere Fragen wurden nicht beantwortet. Hier geht es darum echt oder falsch. Es ist nicht meine Marke die ich vorgestellt habe, das gleiche gilt für die von Richard vorgestellte Marke.

Onkel-Otto
 
Jürgen Witkowski Am: 20.03.2008 16:46:02 Gelesen: 64743# 45 @  
@ Onkel-Otto [#44]

Die von Richard [#38] vorgestellte Marke ist echt. Der mir nicht als Falschstempel bekannte Stempel wurde entweder missbräuchlich verwendet oder die Abstempelung erfolgte mit einem versehentlich falsch eingestellten Datum.

Die von Dir [#39] vorgestellte Marke ist echt. Der Stempel Berlin W ist so abgeschlagen, dass weitere Merkmale nicht erkennbar sind. Auch das Datum ist für mich nicht zu entziffern. Mir ist nur ein Stempel Berlin W in ähnlichem Erscheinungsbild als Falschstempel bekannt. Dieser unterscheidet sich von dem von Dir gezeigten. Ich bin mir trotzdem Unsicher.

In solch einem Fall würde ich mir zunächst einen größeren Scan anfordern und mich anhand der sonstigen Angebote näher über die Seriösität des Käufers informieren. Auch die Nachfrage nach einer Prüfgarantie wäre ein probates Mittel.

Überprüfung nach Zähnungsart Kammzähnung:



Bekannter Falschstempel Berlin W:



Mit österlichen Sammlergrüßen
Jürgen
 
- Am: 20.03.2008 19:23:58 Gelesen: 64737# 46 @  
@ Concordia CA [#45]

Hallo Jürgen !

Ein herzliches Dankeschön für die Info, mehr wollte ich gar nicht wissen.

Ein frohes und besinnliches Osterfest wünsche ich allen Forenmitgliedern.

Onkel-Otto
 


Stephan Sanetra Am: 21.03.2008 13:17:42 Gelesen: 64717# 47 @  
Hallo alle zusammen,

sehr anregend, diese vielen Kommentare! Da gebe ich gerne noch einen Berlin Stempel 652 dazu.

Beste Ostergrüße
Roedsand
 


- Am: 22.03.2008 10:34:55 Gelesen: 64695# 48 @  
@ Roedsand [#47]

Ja , ist doch toll, trau Dich ruhig öfter mal hier was zu fragen oder einfach wie jetzt was vorzustellen.

Frohe Ostern
Onkel-Otto
 
Richard Am: 23.03.2008 22:35:48 Gelesen: 64652# 49 @  
@ alle

In diesem Thema geht es um erzielte hohe Preise für Berlin Marken.

Der Beitrag 41 und einige folgende gehören überhaupt nicht dazu, sondern zu einem Thema Fälschungen oder Falschstempel. Andere Leser werden sie unter diesem Thema weder vermuten noch finden.

Demzufolge bitte ich erneut darum, unter einem Thema NUR zum Thema zu diskutieren. Die HIER geschriebene Informatin geht leider verloren.

@ AfriKiwi [#41]

Bei dem Verkäufer habe ich schon etwa 15 bis 20 mal gekauft und war mit Qualität und Preisen immer sehr zufrieden. Wie Jürgen schon schrieb, die Marke ist echt und das Datum kann falsch eingestellt gewesen sein, so wie in 2008 schon versehentlich Stempeldaten von 2018 verwendet worden sind. Deswegen sind die Stempel doch nicht falsch, sondern nur nicht zeitgerecht verwendet. Ob absichtlich oder versehentlich ist nicht zu erkennen.

Natürlich kann ich Namen und Adresse des Anbieters nennen. Das nennt man dann im deutschen Recht 'Geschäftsschädigung', welche mir erhebliche Kosten von bis zu etwa 5.000 Euro verursachen kann für Rechsanwalt, Gerichte und vieles mehr.

Wer das möchte, eröffnet eine Internetseite auf seinen Namen und stellt darauf alle Warnungen ein. Es wird ihn sehr teuer kommen, aber die Sammler, die seine Warnungen lesen wollen, haben vielleicht einen Nutzen.

Einfacher ist, im Forum unseres Mitglieds Jürgen Kraft zu schreiben, der sich intensiv mit Fälschungen beschäftigt und täglich Beispiele bringt:

http://www.stampsx.com/forum/

Schöne Grüsse, Richard

Bitte hier weiter schreiben zu Preisexplosion bei Berlin Marken !
 
cartaphilos Am: 02.10.2010 17:39:36 Gelesen: 61919# 50 @  
Meine Erfahrung ist, daß es schon seit mindestens 30 Jahren Berlin-Sammler gibt, die vor allem für einheitlich rundgestempelte, komplette Dauserserien extrem hohe Preise zu bezahlen bereit sind. So bot mir jemand für einen - natürlich geschlegelten - einheitlich schaltergestempelten Rotaufdruck 200 % vom Postfrischpreis. Für einen gleichfalls geschlegelten entsprechenden Männer der Geschichte Berlins I 200 DM, ebenfalls für Bedeutende Deutsche Berlin feinst zentrisch schaltergestempelt waren für 200 DM gut.

Mann kann seinen Bart darauf verwetten, daß man kaum mehr als 20 oder 30 solcher Sätze finden kann. Das hat aber meines Erachtens nichts mit einer speziellen Preisexplosion für gestempelte Berliner Marken zu tun, sondern gilt für alles, was ganz außergewöhnlich saubere Entwertungen aufweist. So erklärt sich ja auch, weshalb für einen feinst zentrisch und einheitlich schaltergestempelten Posthorn-Satz locker Preise wie für postfrisch bewilligt werden.

Etwas anders sieht das meines Erachtens für die kurzen Sätze von Sondermarken aus. Die tauchen immer wieder feinst, zentrisch und einheitlich rundgestempelt auf, weil Sammler sich diese bei entsprechenden Sonderveranstaltungen, am Sammlerschalter etc, beschaft haben. So dürfte auch ein schaltergestempelter Währungssatz oder Gedächtniskirchensatz von Berlin so um die 30-35 % Michel verdienen, während Schwarzaufruck, Rotaufdruck, Bauten I, Männer I, Bauten II, Männer II, Heuss Medaillon, Alt Berlin und auch noch die folgenden Dauerserien mit entsprechenden Entwertungsmerkmalen wie Goldstaub zu suchen sind und entsprechende Preise verdienen.

Ich sage das, weil ich die entsprechenden Erhaltungen wirklich für unglaublich selten halte und weil ich entsprechende Preisbewilligungen selbst erlebt habe. Ich mache aber - wie bei derart gestempelten Marken - auch sonst schon seit Jahrzehnten den Michel nicht mehr zu meinem Gebetsbuch, da ich als Bedarfspostsammler - würde ich an die Katalognotierungen des Briefekataloges glauben - nicht einen einzigen Beleg mehr erwerben könnte und jeder, dem ich Belege auf Michelbasis abkaufen wollte, mir einen Vogel zeigte.

Oder ist wirklich jemand der Meinung, daß die folgende Berliner Mischfrankatur von Kleinst- und Billigstwerten der Bedeutenden Deutschen auf Telegrammformular wirklich nur ca 3 Euro wert ist?



Wenn ja, dann kaufe ich solche Belege gerne per Tausend. ;-)

Einen schönen Start noch allen in die Sammelsaison.
 
Blättchensammler Am: 02.10.2010 17:57:16 Gelesen: 61915# 51 @  
@ telosgraphein007 [#50]

Für einen gleichfalls geschlegelten entsprechenden Männer der Geschichte Berlins I 200 DM, ebenfalls für Bedeutende Deutsche B

Kurze Frage, welche Währung ist hier gemeint DM wie geschrieben oder handelt es sich um Euro ?

Zu gezeigtem Beleg mit MEF der Mi.Nr. 200 plus MIF, der reeller Wert in Euro zwischen 12,00 und 18,00 Euro !

Diese Belege sind äüßerst selten, schönen Dank fürs zeigen.

lg
Stefan
 
drmoeller_neuss Am: 02.10.2010 18:08:56 Gelesen: 61912# 52 @  
@ telosgraphein007 [#50]

Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen, und das gilt nicht nur für Berlin ! Ich habe auch für lesbare Vollstempel auf Industrie und Technik schon mehrere 100% Michel bekommen. Versucht einmal die 110 oder 500 mit lesbaren Bedarfsstempel zu bekommen. Bei den hohen Dauermarkenserien waren auch die "Geldvernichter"-Sammler knausrig, die sich sonst alles am Schalter am Erstausgabetag gefälligkeitsstempeln liessen.

Das Telegramm würde ich mit 30-40 EURO taxieren. Telegramme sind sehr selten. Die Mitnahme von gebrauchten Postformularen war zwar generell bei der Deutschen Bundespost verboten, aber bei Paketkarten und Zustelllisten kein Verstoss gegen das Gesetz, da die Formulare für die Post nur noch den Altpapierwert hatten.
Telegramme unterliegen aber dem Briefgeheimnis, und man sollte daher Telegramme bis nach Ablauf der Verjährungsfrist zu Hause im Keller "reifen" lassen, bevor man die an die Öffentlichkeit bringt. Der ein oder andere Postler wird hier das Muffensausen bekommen haben, und hat lieber die Marken ausgeschnitten und abgelöst. Gestempelten Marken sieht man es nicht mehr an, wo sie herkommen.

Ich bin jedenfalls sehr an diesen Telegrammen interessiert. :-)
 
heide1 Am: 02.10.2010 20:55:45 Gelesen: 61880# 53 @  
@ Blättchensammler [#51]

Moin Stefan,

Du sagst selbst Diese Belege sind äußerst selten, dann bekommst Du den Beleg auch nicht für 18 Euro.

Ich schätze den Beleg (Oberränder) auch so wie unser drmoeller_neuss ab 40 Euro ein, eigentlich noch höher!

Gruß Jürgen
 
Rainer HH Am: 02.10.2010 23:01:32 Gelesen: 61859# 54 @  
@ Blättchensammler [#51]

Als Sammler von Bedarfspost kann man die Krücke MICHEL, auch den Briefe-Katalog getrost vergessen! Der "Stollberger" ist da, auch wenn inzwischen über 10 Jahre alt, wesentlich aussagekräftiger. Grundsätzlich ist es bei Belegen wie dem gezeigten Telegramm unerheblich, welche Marken drauf verklebt sind, Unterschiede kann man wohl bei den verschiedenen Dauerserien machen.

40,- € aufwärts, da gehe ich mit meinem Vorschreibern konform, wobei ich den Markt der Berliner Dauerserien nicht kenne.
 
eisenhuf Am: 02.10.2010 23:13:46 Gelesen: 61857# 55 @  
Hallo, Berlin-Spezialisten,

neulich kam diese Auslandspostkarte, mit der Mi#11 als Einzelfrankatur, bei mir an.

Da ich dieses Gebiet nicht sammle, war ich bereit Sie zu tauschen, oder verkaufen; aber beim lesen in dieses Forum bekomme ich jetzt Angst, ein schlechtes Geschäft zu machen!

Kann mir jemand eine Idee über Echtheit und Wert geben?

Vielen Dank, und ein schönes Wochenende wünscht
Hans-Dieter


 
Blättchensammler Am: 03.10.2010 14:06:23 Gelesen: 61807# 56 @  
@ eisenhuf [#55]

Neulich kam diese Auslandspostkarte, mit der Mi#11 als Einzelfrankatur, bei mir an.

Hallo Hans Dieter,

ich gehe mal davon aus das Du diese Postkarte erworben hast, ankommen klingt ja so als wäre diese mit der Post die letzten Tage angekommen. Da ich von einem Kauf ausgehe ist Dir der Preis dafür bekannt.

Nun wird hier immer schnell geschrieben was den Wert von Marken, Belegen u.s.w. betrifft; was ist was wert ?

Ein Artikel ist immer das wert was ein Käufer bereit ist dafür auszugeben.

Somit von mir, ich persönlich würde für diese Karte 5,00 Euro ausgeben, was nicht bedeuten soll, das sie nicht einen höheren Preis erlangen würde.

Wer immer daran denkt, DER DIE ODER DAS könnte mehr wert sein, sollte ich nie von seinen Sachen trennen, zumal wenn er an ein Geschäft dabei denkt !

In diesem Sinne
Schönen Sonntag noch
Stefan
 
eisenhuf Am: 03.10.2010 15:27:09 Gelesen: 61796# 57 @  
@ Blättchensammler [#56]

Moin, Stefan,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort, obwohl wir dieses Mal nicht einig sind.

"ankommen klingt ja so als wäre diese mit der Post die letzten Tage angekommen".

Ich habe Sie in der Provinz Mendoza gekauft und sie ist, nach 20 Tagen, bei mir (Provinz Buenos Aires) ANGEKOMMEN; übrigens sah ich bei Dir noch niemals Aufregung im Forum über Ausdrücke wie "ANGEKOMMEN", also kann man in Deutschland Altbriefe direkt noch bei der Post aufgeben (alle Achtung!), oder "HEREINGEFLATTERT", in diesem Fall würde ich Dich dann natürlich um eine aktuelle Tariftabelle für Brieftaubensendungen bitten.

"Wer immer daran denkt, DER DIE ODER DAS könnte mehr wert sein",, Ich glaube, dass der Name des Themas "Preisexplosion: Berlin Marken zu 3.000 % Michel versteigert" genügt, sonnst könnten wir ja alles löschen.

Aber sonst noch dazu: Ich bin SAMMLER, kein HAMSTER, kann also nicht ALLES sammeln und, wie Du siehst, gab ich zuerst die Möglichkeit eines Tausches, vor dem Verkauf, an. Warum soll ich Sachen verstecken, die mich nicht interressieren, aber Anderen vielleicht eine Freude machen und mir dann, durch transitiven Charakter, auch wieder etwas in die Sammlung bringen?

Meine Frage über die Echtheit des Belegs, hast Du mir ja, indirekt mit Deinem Angebot, beantwortet.

Hoffe dass Du die Laus nun gefangen hast und dass Deine Leber jetzt wieder in Ordnung ist!

Machs gut
Hans-Dieter
 
rostigeschiene Am: 03.10.2010 16:39:34 Gelesen: 61783# 58 @  
@ eisenhuf [#55]

Hallo Hans-Dieter

die Frage nach dem Wert einer Marke oder einem Ganzstück ist immer schwierig zu beantworten.

Vom Grundsatz ist eine Sache immer so viel Wert wie der andere bereit ist dafür zu zahlen, oder herzugeben. Im Bereich Briefmarken genau so wie auf dem Kunstmarkt oder in anderen Rubriken der Sammelobjekte.

Anzumerken ist das diese Marke nicht gerade selten ist, dazu noch in der oberen Zähnung beschädigt. Es spricht auch nichts dafür das die Karte gefälscht ist.
Die Karte als Sammelobjekt hat einen Handelswert, der im Bereich von 5,- bis 10,- € liegt.

Siehe hier http://www.ansichtskartenversand.com/

Ich hoffe das ich Dir mit diesen kurzen Erläuterungen ein wenig helfen konnte und glaube das Du damit den Wert selbst ermitteln kannst.

Schöne Grüße
Werner
 
eisenhuf Am: 03.10.2010 17:00:38 Gelesen: 61777# 59 @  
@ rostigeschiene [#58]

Bin Dir dankbar, Werner!

Jetzt habe ich schon zwei Preisideen, die ziemlich zusammen passen.

In diesem Fall ist dann der Name dieses Themas, bei meinem Beleg, nicht gültig, denn, nach Mi. Briefkatalog, wertet die Einzelfrankatur € 210.-.

Schönes Sonntagsende
Hans-Dieter
 
rostigeschiene Am: 03.10.2010 19:06:16 Gelesen: 61747# 60 @  
@ eisenhuf [#59]

Hallo Hans-Dieter,

Du hast natürlich Recht mit der Katalogbewertung von 210,-€, nur mußt Du auch den Zustand der Marke berücksichtigen.

Ich zitiere aus dem MICHEL Briefe-Katalog Deutschland 2004 Seite 10:

Erhaltung der Marken; Die Notierung des MICHEL-Briefekataloges gelten für Belege in einwandfreier Qualität. So muß z.B. bei gezähnten Marken die Zähnung allseits vollständig und ohne abgerissene Zahnspitzen sein.

Gruß Werner
 
eisenhuf Am: 04.10.2010 01:20:20 Gelesen: 61715# 61 @  
@ rostigeschiene [#60]

Dank Dir, Werner,

jJetzt ist Alles klar!

Wünsche Dir eine "verdaubare" Woche.

Hans-Dieter
 
Blättchensammler Am: 04.10.2010 18:52:28 Gelesen: 61640# 62 @  
@ eisenhuf [#61]

Hallo Hans Dieter !

Dein Forumsname sowie Dein Rufname liessen für mich nicht zu erkennen das Deine Heimat Provinz Buenos Aires ist. Somit ist mir einiges klaren da ich von einem Forumsmitglied ausgegangen war das in Deutschland lebt.

Wie Werner und ich geschrieben haben, ein Artikel ist immer das wert was ein Käufer bereit ist dafür auszugeben. Das ist die eine Seite nun betrachten wir mal die Michel Briefnotierung, dort ist die GZ mit 210,00 Micheleuro notiert für ein einwandfreies Produkt, heißt wie aus dem Ei gepellt.

Deine Karte hat einige Mängel, Zahnfehler Stockflecken Karte mit angestossenen Ecken sowie Knicke. Ich würde sagen das reduziert den Michelwert zu 70 %
somit wäre der reelle Michelwert cirka 63,00 Micheleuro. Was ein Käufer dafür an Euros zahlen würde lassen wir mal dahingestellt.

Kommen wir nun zu dem Thema: Preisexplosion Berlin Marken zu 3.000 % Michel

Demzufolge würde der Michelwert 1890,00 Micheleuro betragen !

Nun meine Frage wer würde 10% in Euro für diese Marke zahlen, das wären ja immerhin 189,00 Euro ?

In diesem Sinne und schönen Gruss in Deine Heimat Provinz Buenos Aires.

lg
Stefan
 
AfriKiwi Am: 04.10.2010 22:26:26 Gelesen: 61620# 63 @  
@ eisenhuf [#55]

Hallo Hans-Dieter,

einige Bemerkungen über Deine Karte und Frage.

Deine Karte (Bild) sieht mir aus als ob sie gedruckt wurde vor dem Krieg und gebraucht wurde in 1948. Sehe ich da noch Soldaten in Brauner Uniform was keiner vom Postamt entdeckte, politisch war das ja sicher noch nicht leicht runter geschluckt.

An Alle Berliner Sammler

Zu Deine Frage: Kann mir jemand eine Idee über Echtheit und Wert geben?

Ich finde es wirklich traurig mit so vielen Berliner Sammlern auf dieser Seite nicht kürzlich antworten.

Über Echtheit hätte man vielleicht das Stück in den Händen haben müssen.

Da aber die Karte deutlich beide Seiten gescanned ist kann doch der möglicher Wert unverbindlich von Euch angegeben werden. Es kann und soll ja nicht heissen daß der angegebener Wert durchschlaggebend sein kann und verbindlich ist.

Zu oft wird auf diesen Seiten gefragt für einen Wert von gerade Belege oder Marke wovon die Frage einfach verdunstet. Dazu gesagt wird nicht den Katalogwert gemeint womit viele wohl behilflich sind.

Wohl einfach den Handelswert um den Fragensteller zu dienen.

Erich
 
eisenhuf Am: 05.10.2010 03:31:05 Gelesen: 61607# 64 @  
@ Blättchensammler [#62]

Hallo Stefan,

ALLES IN ORDNUNG!

Ich bin als Kind nach Argentinien ausgewandert und daher klappt es mit meinem Deutsch auch nicht besonders. Oft habe ich Probleme mit dem Ausdrücken meiner Ideen im Forum!

@ AfriKiwi [#63]

Bin Dir dankbar, Erich,

Du hast (vielleicht weil Du auch im Ausland lebst) die Essenz meiner Fragen genau erkannt!

Hier ist es schwierig gute Auskunft bei gewissen Themen zu erhalten; desshalb bin ich den Philaseiten Forumlern so dankbar für Ihre Hilfe.

Den Beleg konnte ich gestern an einen Berlin-Spezialisten für U$S 300.- verkaufen. Damit er sich nicht "über die Ohren gehauen" fühlte, übersetzte ich ihm, was da im Forum darüber geschrieben wurde. Er lachte und schüttelte den Kopf.

Ich wünsche Beiden eine gute Woche!

L.G.
Hans-Dieter
 
drmoeller_neuss Am: 05.10.2010 21:52:31 Gelesen: 61546# 65 @  
@ eisenhuf [#64]

Herzlichen Glückwunsch zu den USD 300! Ich hätte den Betrag nicht gezahlt.

Die deutschen Sammler sind Qualitätsfetischisten. Bund-Marken mit zentrischen Vollstempel können 100% Michel bringen, mit prüfbarem (!) Eckstempel nicht einmal 10%. Bei Belegen sieht es nicht anders aus, wenn die nicht wie aus dem Ei gepellt sind, interessiert sich keiner dafür (Marke kaputt = Beleg kaputt). In Übersee sieht man das nicht so eng, und betrachtet den Beleg als ganzes.

Schöne Grüsse nach Buenos Aires, von wo ich zwei schöne Industrie und Technik-Paketkarten für 20 EUR kaufen konnte, für die ich hier einen dreistelligen Betrag hätte bezahlen müssen.
 
eisenhuf Am: 05.10.2010 23:09:48 Gelesen: 61536# 66 @  
@ drmoeller_neuss [#65]

Ja, es ist schon so wie es Stefan und Werner schrieben: Es kommt immer auf das Interesse des Käufers an.

Mein Glückwunsch über Deine Argentinien-Käufe, aber sei sehr vorsichtig mit der hiesigen Post!

L.G.
Hans-Dieter
 
AfriKiwi Am: 05.10.2010 23:29:09 Gelesen: 61532# 67 @  
@ drmoeller_neuss [#65]

Hallo drmoeller_neuss

Na, na na ! Die deutschen Sammler sind Qualitätsfetischisten.

Im allgemeinen stimme ich damit ein daß die deutschen Sammler auf Qualität mehr gestellt sind als manche anderen Sammler anderer Länder. Ich persönlich hatte schon öfter den Vergleich mit anderen Sammlern von anderen Ländern in Sachen Qualität und Qualitätssammler fanden mich weil meine Sachen Ihren Erwartungen entsprachen.

Die andere Seite ist auch wahr und es war mir erstaunend das viel verhandelt wird gerade hier in Neuseeland was nicht in der Linie gute Qualität entspricht.
Das soll nicht heissen das es nicht gibt und habe tolle Exponate auch schon hier gesehen.

Weil Neuseeland schon mal getrennt ist von den Sammlermaßen sammelt der allgemeine Sammler hier allgemeine Qualität bis er schlauer wird und Finanzen dafür hat - so ist es doch überall, egal welches Land.

In meinem Briefmarkenklub sehe ich unter 2% die sich Qualität erlaubten und bestimmten.

Die Gründe warum der 'Berliner Spezialist' US$ 300 zahlte ist ganz wahrscheinlich ursprünglich auch von einer Qualitätsfetischisten Mahn. Die Vorführung von Beiträgen hier hat sicher auch geholfen mit dem Verkauf eines sicher seltenes Stück in Argentinien.

Hier in Neuseeland hat schon öfter ein Händler was von Deutschland vorgelegt und wenn es nicht eine Fälschung oder Mache war. Keiner in Deutschland würde einen marktorientierten Preis bezahlen für Mangel weil ein besseres Stück zu finden sei gegen ganz wahrscheinlich mehr. Deswegen fliegt was nicht verkäuft meistens ins Ausland via online Auktionen.

Ich glaube aber Sammler haben für Dekaden auch so gesammelt denn wie vergleicht man das besser Stück ohne Wissen.

Es gibt halt überall Stücke mit Qualitätsmangel aber wenn jeder sich nur die besten Stücke erlauben könnte wären 98% Sammler von Altpapier.

Erich
 
cartaphilos Am: 08.10.2010 01:22:54 Gelesen: 61420# 68 @  
@ blättchenspezialist [#51]

200 DM waren's damals für Grimmige Deutsche. Ich bin sicher, heute gibt es Leute, die wissen, wie es langgeht und die zahlen auch 200 € dafür.

Für das Telegramm habe ich 220 € ausgegeben, plus Auktionsgebühren (Koegel), und war froh, das so billig bekommen zu haben. Es ist mir nach 30 Jahren Telegrammsammelei kein weiteres Stück mit Berliner Frankatur in Berlin gebraucht aus dieser Zeit bekannt geworden. Aus Ende 1949 / Anfang 1950 gibt es einige (so etwa 30) frankierte Telegramme aus Berlin mit Bauten I- und Stephanfrankaturen.
 
cartaphilos Am: 08.10.2010 01:34:43 Gelesen: 61419# 69 @  
@ eisenhuf [#55]

Also für eine Europa-Auslandskarte hätte ich bei dieser Markenqualität Probleme, mehr als 10% Michel auszugeben, denn die Dinger gibt es ja und sie sind eben nicht selten, nur keine Massenware. Geht die Karte aber nach Chile, gar China oder sonst ein exotisch fernes und selten angeschriebenes Land, dann kann ich mir 300 $ trotz der Zahnfehler leicht vorstellen.

Ist in diesem Fall aber nicht.

Berliner Auslandskarten aus der 30-Pf-Periode gibt es eben am Markt und der Michelpreis ist ein Katalogschlagerpreis wie der für 15 Pf Heuss, 15 Pf Posthörnchen, 15 Pf Bauten I in Einzelfrankatur.
 
heide1 Am: 08.10.2010 03:35:45 Gelesen: 61413# 70 @  
@ telosgraphein007 [#68]

Moin telosgraphein007,

das Preisgefüge Für das Telegramm habe ich 220 € ausgegeben glaube ich schon, da diese Belege extrem selten sind.

Meine Heuss-Sammlung wartet noch auf so etwas.

Gruß von Jürgen (Heide1)
 
westfale1953 Am: 13.12.2010 16:10:44 Gelesen: 60430# 71 @  
Was haltet ihr von dieser Marke / Stempel?

Sauber gezähnt, zentrischer Berlin-Stempel, bei Mi. 20,-- und 3.000% wäre ich u.U. bereit zu verkaufen.


 
doc Am: 13.12.2010 21:07:49 Gelesen: 60367# 72 @  
@ westfale1953 [#71]

Hallo, Westfale,

obwohl ich schon abertausende Marken mit Berlin-Stempel gesehen habe - ich kann mich nicht erinnern, daß ein Postamt SW 77 dabei war. Auch die Ziffern erscheinen mir nicht geheuer. Leider habe oder kenne ich keine Aufstellung aller Berliner Postämter aus jener Zeit.

Gerne würde ich auch von anderen Sammlern Marken von diesem Postamt sehen.

Freundliche Grüße,
Wolfgang
 
Jürgen Witkowski Am: 13.12.2010 21:23:35 Gelesen: 60363# 73 @  
@ doc [#72]

Ein Postamt BERLIN SW 77, später 1 Berlin 77, gab es in der Luckenwalder Straße 4.

Aus dem Bauch heraus traue ich dem Stempel nicht ganz über den Weg. Die 77 sieht irgendwie seltsam aus. Leider habe ich keine Vergleichsabschläge aus dieser Zeit.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
germaniafreund Am: 13.12.2010 22:32:12 Gelesen: 60339# 74 @  
@ Concordia CA [#73]

Hallo Jürgen,

leider sehr klein, aber vielleicht hilft es.

http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempelsuche_ort=%281%29%20BERLIN%20SW%2077%20m

liebe Grüße Klaus
 
Jürgen Witkowski Am: 13.12.2010 22:57:27 Gelesen: 60332# 75 @  
@ germaniafreund [#74]

Der Stempel passt keinesfalls. Er hat im Gegensatz zu dem hier vorliegenden Exemplar mit dem UB a den UB m.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
doc Am: 13.12.2010 22:58:19 Gelesen: 60331# 76 @  
@ Concordia CA [#73]

Hallo, Jürgen,

genau das meinte ich mit der Aussage, die Ziffern seien mir nicht geheuer: die beiden 7er sehen merkwürdig aus.

@ germaniafreund [#74]

Hallo, Klaus,

ohne Vergrößerung hilft die Abbildung nicht wirklich weiter. Allerdings glaube ich, eine anders geartete 7 zu erkennen.

Aber das ist sehr unsicher.

Euch Beiden eine ruhige Nacht.

Freundliche Grüße,

Wolfgang
 
Jürgen Witkowski Am: 13.12.2010 23:31:46 Gelesen: 60321# 77 @  
@ doc [#76]

Nun habe ich doch noch ein Vergleichsexemplar aus 1949 gefunden. Zwar kann man den UB nicht erkennen, aber die Ausbildung der 77, der Stegbruch und die Verschleißerscheinungen über und unter der Datumszeile sehen in meinen Augen ziemlich gleich aus. Das spricht für die Echtheit des von westfale1953 vorgelegten Stempels.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
carolinus Am: 14.12.2010 07:32:22 Gelesen: 60308# 78 @  
Hallo,

man kann sich in der Stempeldatenbank anmelden, dann kann man die Stempel auch in hoher Auflösung sehen.

Was man sofort erkennt, die Buchstaben SW - und nicht nur die - sind viel schmaler als bei den beiden Vergleichsstücken. Entweder gab es dort also mehr als einen Stempel, was sehr wahrscheinlich ist, oder einer der beiden Abschläge ist falsch.



Gruß carolinus
 
petzlaff Am: 14.12.2010 08:10:20 Gelesen: 60297# 79 @  
@ Concordia CA [#77]

Wieso spricht das für die Echtheit?

Bewiesen ist damit doch nur, dass das seltsame Stempelwerkzeug häufiger benutzt wurde.

Ob falsch oder echt läßt sich daraus nicht schliessen.

Ich teile eher dein ursprüngliches (ungutes) Bauchgefühl aus [#73].

LG, Stefan
 
Hermes65 Am: 14.12.2010 08:43:58 Gelesen: 60283# 80 @  
Ich muss meine Meinung gründlich revidieren, denn gerade das, was ich als Massenschrott beschrieben habe geht im Moment wie verrückt: Bund End-50er-heute ** und Berlin dasselbe.

Ich komme schon kaum noch nach mit Nachschub!
 
Jürgen Witkowski Am: 14.12.2010 10:15:15 Gelesen: 60261# 81 @  
@ carolinus [#78]

Wenn ich es richtig sehe, haben wir es mit unterschiedlichen Stempel zu tun, da sich die UB deutlich unterscheiden. Ich lese UB a und UB m.



@ petzlaff [#79]

>Ob falsch oder echt läßt sich daraus nicht schliessen.<

Genau aus diesem Grunde habe ja auch geschrieben, dass mein Stempelabdruck für die Echtheit des anderen Stempels spricht und nicht, dass damit die Echtheit bewiesen ist.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
axelotto Am: 25.09.2016 12:45:23 Gelesen: 26186# 82 @  
@ Concordia CA [#81]

Du hast recht - es sind unterschiedlichen Stempel, UB a und UB m. Es gibt 36 verschiedene Stempel von Berlin SW 77.

Von Berlin SW 77 a sind es drei Stempel.



Der andere ist ein Handrollenstempel. Das B von Berlin ist etwa in der Mitte des Steges und die Amtsziffer fehlt.

Gruß Axel


 
stempel Am: 25.09.2016 19:42:10 Gelesen: 26088# 83 @  
[#82]

Was nichts anderes bedeutet, dass der Stempel auf der Marke in Beitrag [#71] echt ist. Auch die seltsame 77 ist ein Merkmal des Stempels. Der von dir gezeigte Abschlag vom 19.02.1949 stammt aus dem Büttner. Hier wird die Verwendungszeit vom 24.09.1945 bis 13.091951 angegeben (was nach neuester Forschung überholt sein könnte).

Trotzdem wäre ein Preis von 3.000 % Michel, wie westfale1953 u.U. bereit wäre zu verkaufen, völlig überzogen (Illusionskapitalismus). Für gut Gestempelte Stücke werden heute zwischen 50% und 100% (mit Abschlägen aus Berlin-Charlottenburg auch mal mehr) gezahlt. Ich habe solche auch schon für 10% angeln können.

Ein Beispiel aus jüngster Zeit, bei eBay angeboten für 16,38 € mit Versand:



Oder, dieser schön (aus der Sicht des Betrachters) gestempelte Satz für 47,99 € einschl. Versand:



Grüße
Dieter
 
StefanM Am: 26.09.2016 08:09:51 Gelesen: 25976# 84 @  
@ stempel [#83]

Der gestempelte Satz ist ganz groß!

Wer einen solchen Satz zusammentragen kann, den kann man nur beglückwünschen.
 
stempel Am: 26.09.2016 21:18:46 Gelesen: 25783# 85 @  
@ StefanM [#84]

Ich bemühe mich darum - mit dem Haken, dass es nur Abschläge von Charlottenburg sein dürfen und diese mit UB, Datum, Amtsnummer und Teile von Charlottenburg. Mit viel Geld wäre das Geschichte.

Für mich wunderlich ist, dass mir gerade die kleinen Werte fehlen.

Grüße
Dieter
 
Maler Am: 27.09.2016 08:42:39 Gelesen: 25690# 86 @  
@ StefanM [#84]

Ich habe es schon einmal geschrieben:

Diese utopisch hohen Preise habe ich auch schon gesehen, es gab schon einen Posthornsatz mit ausgesucht besten Tagesstempeln (keine Versandstelle) mit Zuschlag von 180 Euro. Und Sondermarken mit solchen Sahnestempeln werden ebenfalls gut beboten. Aber die sind eben auch nicht so häufig.

Ich leite in unserem Verein den Auswahldienst und bekomme dadurch die Hefte als erster. Da mußt du richtig Glück haben wenn du da mal so einen Tagesstempel kaufen kannst. Ich habe bis jetzt noch keinen zweiten Posthorn- oder Heuss-Satz zusammenbekommen.

Der Michel schreibt ja in seinen Erläuterungen für welche Qualität er seine Preise setzt. Da sind 100%, eben 100% und nicht 10 oder 15%.

Das gilt für Berlin umso mehr wenn man auch echte, zeitgerechte TAGESSTEMPEL sucht und nicht von der Versandstelle.

Aber es gibt immer noch Sammler die "Geiz ist Geil" meinen und nicht mehr als 10% ausgeben wollen.

Günther, der Maler und Stempelfreak
 
philapit Am: 27.09.2016 15:33:00 Gelesen: 25611# 87 @  
Hallo Berliner Stempelfreunde,

verfolge gerade die Stempeldiskussion. Versucht einmal den gezeigten Berlinsatz mit Bundesdeutschen Stempeln zusammenzubekommen!

Habe vor einiger Zeit einmal eine kleine Berlin-Stempelsammlung zusammengestellt, die ich heute mal zeigen möchte.

Mit Philagrüßen
Philapit.












 
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