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Thema: Alliierte Besetzung SBZ Dauerserie Köpfe I und Köpfe II
Richard Am: 01.12.2008 16:11:23 Gelesen: 72525# 1 @  
Katalogisierung von DDR-Varianten

In der Ausgabe 2008 des Michel-Deutschland-Spezial konnten die Beschlüsse des Prüferbundes, die Farbvarianten von SBZ- und DDR-Marken zum Gegenstand haben, nicht mehr berücksichtigt werden. Das hat die fatale Folge, dass heute nicht mehr geprüfte und vom Michel erst in der Ausgabe 2009 gestrichene Unternummern mit zum Teil hohen Notierungen ohne jeden Hinweis auf die zu erwartenden Änderungen weiterhin auf Auktionen angeboten und veräußert werden. Die Prüferzeichen bzw. Atteste stammen dabei aus der Zeit vor dem Wirksamwerden der besagten Beschlüsse. Für die nicht informierten Käufer wird es ein böses Erwachen geben, wenn sie, spätestens im Frühjahr 2009, von diesem Sachverhalt erfahren.

Der Michel-Deutschland Spezial 2009 will die Beschlüsse wie folgt umsetzen:

- MiNr 251a und 251b (Pieck I, 12 Pf) bleibt erhalten mit dem Vermerk, das eine Prüfung dieser Farbvarianten nicht mehr erfolgt
- Serie Köpfe II Variante 327 vc XI gestrichen und unter 327 vb XI (grauschwarz bis schwarz) erfasst
- Das Farbspektrum der Variante a wird auf dunkelgrau bis schwarzgrau erweitert
- Bei MiNr 328, 329 und 331v entfällt die Untergliederung nach a und b bei Erweiterung des Farbspektrums bei v XI und v XII.

Es sind weitere Änderungen geplant.

(Quelle: Briefmarken Spiegel November 2008)
 
germaniafreund Am: 01.12.2008 19:34:59 Gelesen: 72513# 2 @  
@ Richard [#3]

Hallo Richard,

diese von Dir erwähnte Problematik ist systemimmanent. Jede Gliederung ist immer nur vorläufig, bis Eine, den Umständen mehr Rechnung tragende, Diese ablöst.

Ich bestreite ja nicht, dass die neuesten Forschungsergebnisse von ernst zu nehmenden Leuten, ihren Niederschlag finden sollte, aber man sollte sich immer der Vorläufigkeit dieser Ergebnisse bewusst sein. Ein Katalog ist nur die summarische Zusammenfassung, nicht immer aktueller Forschung, hat mit Redaktionsschlüssen und sicher auch mit Lobbyarbeit zu tun.

Ich kaufe und besitze auch alte und sehr alte Kataloge, um die Entwicklung der Farbbezeichnungen und Farbuntergliederungen bei den Marken meines Sammelgebietes nachvollziehen zu können.

Die von Dir angesprochene Problematik der Käufer, welche einer Katalognotierung beim Kauf aufsitzen ist ein Problem von Sammlern, welche nach Katalog sammeln und den eigenen Verstand an die Redaktion des Kataloges abgegeben haben.

liebe Grüße Klaus
 
grandmit4 Am: 26.12.2009 10:23:12 Gelesen: 74196# 3 @  
Hallo, erst mal allen noch einen schönen Weihnachtstag.

Bei einigen Marken der Serie wurden ja die Farbvarianten gestrichen. Welche Preise gelten jetzt für diese Marken?

Z.B. Mi. 244 Aufteilung in Farbvarianten a, b und c entfällt komplett.
 
Jürgen Witkowski Am: 26.12.2009 10:40:26 Gelesen: 74184# 4 @  
@ grandmit4 [#3]

Auf welche Marken bezieht sich Deine Frage? Die MiNr. 244 ist eine Sondermarke aus dem Jahr 1949.

Die Dauerserie Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wissenschaft (Köpfe II), Ausgabe 1952/1953 beginnt mit MiNr. 327.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
grandmit4 Am: 26.12.2009 10:45:04 Gelesen: 74181# 5 @  
Entschuldigung, ich war falsch. Ich meine die 328, 329, 330 und 331.
 
Jürgen Witkowski Am: 26.12.2009 10:54:19 Gelesen: 74175# 6 @  
@ grandmit4 [#13]

Schau mal auf diese Seite, die sich sehr intensiv mit den beiden Dauerserien Köpfe beschäftigt:

http://www.koepfe1.de/navigation/k2set.html

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Martinus Am: 24.04.2011 12:51:41 Gelesen: 73548# 7 @  
Wer kann helfen? DDR Mi.Nr. 334 oder doch nur die alte Ausgabe? Wo sind die Unterschiede?



Diesen Beleg habe ich heute auf einem Tauschtag ertauscht. Wenn er echt ist, würde ich gern wissen, wer so etwas prüft?

mit Sammlergruß Martinus
 
Postgeschichte Am: 24.04.2011 13:37:49 Gelesen: 73535# 8 @  
@ Martinus [#15]

Hallo Martinus,

Deine Frage wurde ausführlich in Beitrag [#14] schon beantwortet. Besser geht es nicht. Außerdem sind die Unterschiede auch im Michel-Spezial enthalten, den es, sofern Du einen solchen noch nicht besitzt, gebraucht für kleines Geld zu haben ist.

Gruß
Manfred
 
Martinus Am: 24.04.2011 13:44:49 Gelesen: 73532# 9 @  
Wenn ich meinen Spezial Katalog richtig verstehe, handelt es sich hier tatsächlich um die Michel Nr. DDR 334 Z , gewöhnliches Papier, grau oliv, vom Dez. 1952 (DWD) mit Wz 2XI, somit hatte ich damit heute ein glückliches Händchen.

Bleibt aber immer noch die Frage, ist der Beleg mit 1 Pfg. überfrankiert, ein Brief hatte 24 Pfg noch portogerecht?

lg Martinus (alias Michael)
 
JFK Am: 24.04.2011 14:25:40 Gelesen: 73524# 10 @  
@ Martinus [#17]

Hallo Michael,

der Beleg ist portostufenpuristisch gesehen mit 25 Pf. leider mit 1 Pf. überfrankiert. Portogerecht wäre z.B. eine innerhalb Europas per Luftpost beförderte Drucksache.

Aber auch als überfrankierter Brief im Fernverkehr ist das ein toller Beleg, von dem nicht so viele existieren dürften, so dass Du Dich über dieses Osterei sicherlich weiterhin reichlich freuen darfst.

Lieben Oster-Gruss von der Westgrenze
Jürgen
 
Pete Am: 24.04.2011 21:32:55 Gelesen: 73491# 11 @  
@ Martinus [#15]

Wer kann helfen? DDR Mi.Nr. 334 oder doch nur die alte Ausgabe? Wo sind die Unterschiede?

Ob es sich um die gute DDR Mi-Nr. 334 handelt, ließe sich am besten anhand des Wasserzeichens erkennen. Doch dazu müsste die Marke abgelöst werden (?). Ich würde mich nicht allein auf das Briefmarkenpapier verlassen, da die Dauerserie Köpfe von 1948-1953 durchgehend auf zunehmend besserem Papier gedruckt wurde. Zwischendurch fand dann einfach ein Wechsel des Wasserzeichens im Briefmarkenpapier statt. Für die Post mochte es sich um die gleiche Briefmarkenausgabe handeln, für Philatelisten nicht.

Gruß
Pete
 
Martinus Am: 26.04.2011 23:31:47 Gelesen: 73435# 12 @  
Ich habe den Beleg in meine Sammlung der "nachverwendeten Maschinen Serienstempel" eingefügt. Da bleibt er und wird wohl auch erst mal eine Weile schlummern. Und eine Marke von einem Brief ablösen, das geht ja gar nicht!

Jedenfalls ist es ein schönes Stück! :-)

lg Martinus (alias Michael)
 
chuck193 Am: 19.12.2012 15:34:47 Gelesen: 71487# 13 @  
Dieses Thema ist zwar alt, aber da ich die Seite der Arge Sowjetische Zone besucht hatte, wurde die Köpfe I Serie neu bestimmt.

Meine Frage betrifft die Kreuzkamm Zähnung. Obwohl gesagt ist, die kann an Unregelmässigkeiten zwischen dem 6. und 7. Loch von oben bestimmt werden.

Hat hier jemand einen Abdruck, der das deutlich macht? Für Info darüber wäre ich dankbar.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Briefmarkentor Am: 19.12.2012 15:47:27 Gelesen: 71481# 14 @  
Hallo Chuck,

könntest du den Link zur ARGE posten? Mir war gar nicht bewusst, das es eine ARGE gibt, die sich thematisch mit den Ausgaben ab 1948 beschäftigt.

Viele Grüße

Marko
 
Postgeschichte Am: 19.12.2012 16:17:39 Gelesen: 71468# 15 @  
@ Briefmarkentor [#14]

Hallo Marko,

schau mal hier:

http://www.ddr-spezial.de/

Gruß
Manfred
 
Briefmarkentor Am: 19.12.2012 16:21:03 Gelesen: 71464# 16 @  
Hallo Manfred,

danke für den Link.

Viele Grüße

Marko
 
chuck193 Am: 19.12.2012 17:48:44 Gelesen: 71448# 17 @  
@ Briefmarkentor [#14]

Hi Marko,

die Seite ist "das Köpfe Projekt" http://www.koepfe1.de/navigation/new_fs.html, da ist alles mögliche dabei. Die Serie I ist total überholt.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Briefmarkentor Am: 20.12.2012 09:02:29 Gelesen: 71403# 18 @  
Hallo Chuck,

vielen Dank. Diese Seite kannte ich noch gar nicht.

Viele Grüße

Marko
 
chuck193 Am: 22.12.2012 02:15:24 Gelesen: 71298# 19 @  
@ Briefmarkentor [#18]

Hi Marko,

es scheint, dass diese Serie nicht besonders beliebt ist. Bei der neuen Aufstellung ist, es sei denn, dass ich es nicht gelesen habe, kein Wort über die Papier Streifung. Es handelt sich um die Wölbung der Marken, wenn die leicht angehaucht werden. Entweder wölben die sich Horizontal oder Vertikal. Danach hatte ich die früher mal aufgestellt. Natürlich auch nach Papier. Was machst Du mit dieser Köpfe I Serie, würde mich auf Deine Meinung freuen.

Schöne Weihnachts Grüsse,
Chuck
 
philapit Am: 24.12.2012 12:23:34 Gelesen: 71221# 20 @  
@ chuck193 [#19]

Hallo Sammlerfreunde!

Die Köpfeserie ist alles andere als unbeliebt. Nur die Spezialisierung ist so umfangreich, dass dieses ein Sammelgebiet für sich ist. Es gibt fast täglich neues zu entdecken. Ich sammle das Gebiet K1+2 seit ca 30 Jahren. Mich ärgert, dass fast alle 5 Jahre neue Farbprüfungen vorgenommen werden und frühere teure Farben plötzlich nicht mehr geprüft werden oder ganz wegfallen. Zu diesem Gebiet gibt es mittlerweile gute Spezialliteratur ohne die eine Spezialisierung kaum möglich ist. Siehe Foto.

Das Handbuch ist sehr gut. Allein bei Köpfe 1 sind ca. 15 Papiersorten möglich. Plattenfehler außer die im Michel verzeichneten sind z.T. noch zu erforschen. Eines der umfangreichsten Gebiete der Deutschlandphilatelie der Nachkriegszeit! Ich kann nur sagen viel Spaß damit!

Wünsche allen Sammlerfreunden ein Frohes Fest und erfolgreiches 2013
Philapit


 
chuck193 Am: 24.12.2012 20:38:41 Gelesen: 71190# 21 @  
@ philapit [#20]

Hallo philapit,

vielen Dank für Dein Schreiben. Besteht die Aufstellung im Michel 2012 schon? Ich hätte gerne einen Auszug davon. Bei mir geht es jetzt um eine Überholung meiner Seiten für diese Ausgabe, Köpfe I. Ich habe mir mal die Zeit genommen, um die 6 Pf zu Messen, um zu sehen wie sich das ganze verhält. Jetzt kommt das Auswerten dran, ich habe hier mal eine jetzige Aufstellung eingefügt. Ist aber lange nicht in Stein geschrieben, also alles nur als vorläufig zum Betrachten. Hast Du das Heft dieser Serie? Ist das im Internet? Über die frühere Papier Orientierung habe ich bis jetzt nie mehr was gesehen. Die Farben bei dieser Übertragung stimmen leider nicht mit dem, was ich auf meinem PC habe.

Schöne Weihnachten,
Chuck


 
chuck193 Am: 27.12.2012 18:28:00 Gelesen: 71088# 22 @  
@ Briefmarkentor [#14]

Hi Marko,

heute habe ich noch eine andere Web Seite gefunden, da gibt es alle mögliche Info: http://www.koepfe1.de/kopfliteratur/papierdicken/papierdicken1.html

Eine interessante Seite.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
chuck193 Am: 30.12.2012 18:25:32 Gelesen: 71008# 23 @  
@ philapit [#20]

Hallo philapit,

bei der Köpfe 1, bei der 24 Pf und 25 Pf wird von Type 1 und 2 gesprochen, es scheint sich um eine Balken Position zu handeln, aber worum es dabei ankommt, wird nicht gesagt. Um was für Balken handelt es sich da, hat das mit dem Wasserzeichen zu tun? Vielleicht bist Du so nett, mir das näher zu beschreiben, wenn es geht mit Bild.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
chuck193 Am: 01.01.2013 03:52:07 Gelesen: 70957# 24 @  
Hallo an die Köpfe I Sammler,

da ich bis jetzt auf meinen Beitrag [#23] noch keine Info erhalten habe, ist es vielleicht besser, in einem anderen Forum zu fragen. Ich hatte angenommen, dass sich der eine oder andere sich mit den neuen Aufstellungen dieser Serie besser auskennt als ich. Obwohl ich alles über die neue Aufstellung gelesen habe, fand ich nichts weiteres über die "Balken" Frage. Womit die in Beziehung stehen, habe ich keine Ahnung. Es wäre jedoch schön, eine Aufklärung dafür zu erhalten.

Schöne Neu Jahr Grüsse,
Chuck
 
philapit Am: 03.01.2013 14:27:37 Gelesen: 70884# 25 @  
@ chuck193 [#23]

Hallo Chuck!

Frohes neues Jahr allen Sammlerfreunden!

Kann erst heute antworten, da ich im Urlaub war. Zu der Frage wird im Handbuch das ich Dir beschrieben habe folgendes dazu geschrieben:

Ab Mitte 1950 unterscheidet sich die Zeichnung der Wertziffer 4-bei der 24er-Typ Ia=der waagerechte Balken ist nach unten geneigt. Typ Ib ist gerade oder gegengeneigt! Bilder kann ich aus rechtlichen Gründen nicht senden. Nochmal zu dem Handbuch. Es hat 180 Seiten - fast alle Besonderheiten sind in Farbe abgebildet. Ich finde für Spezialsammler der Köpfeserie ein "Muss.

Ich habe den Preis nicht mehr so genau in Erinnerung - so ca. 30-35 €. Zu beziehen über AG-DDR-Spezial! Ob ein Verleih in den Phila-Bibliotheken Hamburg oder München möglich ist - anfragen?

Mit freundlichem Gruß
Philapit
 
chuck193 Am: 04.01.2013 04:11:18 Gelesen: 70849# 26 @  
@ philapit [#25]

Hi philapit,

auch Dir ein gesundes neues Jahr. Vielen Dank für die freundliche und aufklärende Antwort. Mit der 24 und deren Typen hatte ich keine Ahnung worauf sich die Balken beziehen, nun ist das klar. Bei der 25, nehme ich an, das sich die Umrandung auf die Seitenränder bezieht, hier würde das "Margin" genannt. Die neuen Seiten werden jetzt auch bald fertig werden, ich muss mir nur noch Gedanken machen, welche FF Nummern ich übernehme, weil für manche keine Farben angegeben sind, also werden die gestrichen. Für die neue Aufstellung hat es einige Zeit gedauert, da war viel zu Lesen. Also, nochmal vielen Dank für Deine Antwort.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
chuck193 Am: 09.01.2013 04:23:30 Gelesen: 70751# 27 @  
@ philapit [#25]

Hallo philapit,

da Du das Handbuch über die Köpfe I hast, die Farbe "ca", bläulicholivgrün, die nicht im Mi FF angegeben ist, ist die in dem Handbuch gelistet? Es handelt sich um FF 2,6, von der Köpfe Seite im Internet. Ich glaube nicht, dass es diese Farbe geben kann. Ich kann mir auch nicht richtig erklären, wie dieser Farbname existiert, habe den bis heute jedenfalls nie gesehen. Vielleicht steht ja was in dem Buch darüber. Für Deine Hilfe wäre ich dankbar.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
philapit Am: 09.01.2013 18:45:12 Gelesen: 70720# 28 @  
@ chuck193 [#27]

Hallo Chuck!

Leider hast Du vergessen, um welche Marke es sich handelt? Laut Handbuch gibt es bei der 10, 16, Pfg. keine ca. Bei der 60er ist eine ca (dunkellackgrün/ lichtgrün-UV nicht leuchtend) FF 6 vorhanden. Glatte Gummierung. Ich hoffe, ich konnte helfen.

Schöne Grüße
Philapit
 
chuck193 Am: 09.01.2013 19:21:35 Gelesen: 70713# 29 @  
@ philapit [#28]

Hallo philapit,

ja, das viel mir nachträglich ein, es handelt sich um Mi 215, 10 Pf. Nach der Info die ich habe, gibt es FF 6 oder 2, nur im Papier 3. Bläulicholivgrün. In meinem 2007 Katalog als 'a' registriert, viele Töne, zwar als dunkel- bis schwärzlichblaugrün. Da scheint es die meisten von zu geben.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
chuck193 Am: 11.01.2013 00:03:00 Gelesen: 70665# 30 @  
@ philapit [#28]

Hi philapit,

bei Mi 224, 50 Pf, habe ich Probleme mit der Farbzuordnung. Nach meiner Meinung kommen die Farbbezeichnungen von meinem 2007 Katalog näher an die Farbe, als die neuen Farben. Grauultramarin, Blau und Ultramarin, kann ich mit bestem Willen nicht mit den Farben der Marken in Einklang bringen. Nach einem Vergleich mit dem Mi FF, sind die Farben mehr von violettblau, lilaultramarin und blauviolett. Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir bei diesen Marken helfen kannst. Bis dahin werde ich ohne die weiter machen.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
philapit Am: 14.01.2013 14:32:21 Gelesen: 70547# 31 @  
@ chuck193 [#30]

Hallo Chuck!

Laut Handbuch ist nur 1 Farbe angegeben, blau-ultramin (viele Töne) Papier s,t,u, keine FF Angabe.

Viele Grüße
philapit
 
JFK Am: 01.02.2013 18:10:23 Gelesen: 70348# 32 @  
Nach der Farbendiskussion heute einmal ein Beitrag zum Thema Portostufen.

Mi. 212 (4) + Mi. 226 (3) auf einem Eilboten-Einschreiben-Rückschein-Brief der 2. Portostufe, am 28. 3. 1953 von Wriezen nach Schwelm mit Ankunftsstempel



geprüft Weigelt als Schmankerl zusätzlich mit Plattenfehler 212 III.

Das Porto:
- 2. Gewichtsstufe 48
- Einschreiben 60
- Eilboten 80
- Rückschein 60
total 248
 



Beste Grüße
Jürgen (JFK)
 

Carsten Burkhardt Am: 10.10.2013 19:26:15 Gelesen: 68528# 33 @  
Hallo Köpfe-Sammler,

ich habe erst heute diesen Thread entdeckt und gelesen und sehe, dass es viele Fragen gibt, die noch nicht ausreichend beantwortet werden konnten. Falls ich helfen kann, schreibt bitte. Ich abonniere ab sofort den Thread.

Viele Grüße

Dr. Carsten Burkhardt
 
Carsten Burkhardt Am: 10.10.2013 19:49:48 Gelesen: 68518# 34 @  
@ philapit [#25]

Du hättest die Bilder gerne nehmen können.

Carsten
 
Richard Am: 30.09.2014 09:26:23 Gelesen: 66376# 35 @  
Farbprüfungen des BPP wieder aufgenommen

Wie der Schwaneberger Verlag mitteilt, hat der BPP auf seiner Prüfertagung beschlossen, für die drei Werte zu 6, 8 und 15 Pf. (Mi. 328, 329 und 331) der Dauerserie Köpfe II ab sofort wieder die Farben a und b zu prüfen. Zuständig sind die Prüfer Heiko König, Siegfried Paul und Heinz-Jörg Schönherr.

Weiter wird berichtet: Die Michel Nummern 328 v, 329 v und 331 v können damit wieder in die Unternummern v a und v b unterteilt werden, wie bis einschließlich Ausgabe 2008 im Deutschland Spezial Katalog dargestellt.

Für mich stellen sich drei Fragen:

(1) Warum wurden die Farbprüfungen für rund 6 Jahre ausgesetzt und jetzt wieder aufgenommen ?

(2) Wie verhielt und verhält sich der VPPeV Prüfer Henry Mayer ? Im Gegensatz zum VPP steht diese Prüfervereinigung an allen 3 Tagen in Sindelfingen für Einschätzungen zur Verfügung ?

(3) Wie verhielt und verhält sich der VPEX-Prüfer Carsten Burkhardt, der sich auf die Prüfung der Köpfe Dauerserie spezialisiert hat ?

Erfahrungsberichte sind gerne willkommen.

Schöne Grüsse, Richard
 
Carsten Burkhardt Am: 30.09.2014 13:58:41 Gelesen: 66335# 36 @  
Lieber Richard,

die Serie Köpfe II ist in zwei unterschiedlichen Druckereien gedruckt worden, was an Bogenmaterial mit Druckereizeichen eindeutig erkennbar ist. Die Kriterien zur Unterscheidung sind seit vielen Jahren bekannt und nach 8 Jahren der Prüfaussetzung haben sich die BPP-Gremien überzeugen lassen, dass eine Erkennung an jeder Einzelmarke möglich ist. Es wurde von der Fachgruppe seit Jahren darauf gedrungen, nur die alten Bezeichnungen a und b wieder aufleben zu lassen und keine Neukatalogisierung nach Druckereien mit den dann für alle Marken der Serie Köpfe II notwendigen Umsignierungen zuzulassen. Zum Glück ist dieses Mal eine sammlerfreundliche Lösung angenommen worden.

Was die Prüferverbände VPP und VPEx betrifft, hat sich nie eine Notwendigkeit ergeben, an der alten Prüfpraxis etwas zu ändern. a und b wurden immer weiter geprüft, zeitweise mit dem Zusatz "Druckbild Graphische Werkstätten" für die b-Varianten.

Wenn der BPP seinen Prüfern verbietet, die eine oder andere Variante zu prüfen, so ist das Sache des BPP. Es gab nie einen sachliche Begründung für die Streichung.

2006 wurde durch die Verbandsprüfstelle des BPP ermittelt, dass es sich bei mehreren Varianten um identische Farben handelt und man die Katalogisierung streichen müsse. Aber neben den "Farben" unterscheiden sich die Auflagen eben noch in vielen anderen Kriterien, die damals nicht beachtet wurden.

Wirklicher Hintergrund der Streichung waren offensichtliche Fehlprüfungen in einer neuen und seltenen Wasserzeichen-Variante 328 vbXI, die um die 5000 Euro über die Auktionen liefen und eigentlich va waren.

Wie immer, streicht man einfach die Michel-Katalogisierung - und schon gibt es keine Haftung mehr. Jetzt nach ausreichend langer Zeit kann man ja alles rückgängig machen.

Und da soll es auch noch einige Händler geben, die seinerzeit viel Geld für BPP-geprüfte 329 vbYI ausgegeben haben und seit Jahren auf unverkäuflichen Beständen sitzen.

Ein Prüfer, von dem es auch als DDR MiNr. 328 vbYI geprüfte und über Auktionen angebotene Marken gab, ätzt jetzt öffentlich gegen die Revision der Streichung und schreibt unter dem Titel "Einblicke in meine Arbeit als Prüfer im BPP ..." im Arge- Clubjournal 69/2014 "... nach seiner Forschungseinschätzung bleibe bei dieser Methode eine Grauzone von mindestens 20%." Ob das seine Prüfpraxis betrifft, schreibt er nicht, aber er gewährt ja schließlich Einblicke in seine eigene Prüfpraxis, wessen sonst? [1]

An dieser Stelle zitiere ich immer gerne aus Seite 64 von Christian E. Geigle's Werbebroschüre "Gegen Fälscher und Betrüger":

Vorteile des BPP im Vergleich zu anderen Prüfverbänden, freien Prüfern und selbsternannten "Experten":

- Objektiv überprüfte fachliche Qualifikation des BPP-Prüfers in seinem Fachgebiet

- Prüfung nach festen Regeln (Prüfordnung als AGB, Satzung des BPP, Verhaltenskodex für Mitglieder des BPP),

- Umfassende Haftung des Prüfers ...


Nun denn, wie sich das mit 20 % Grauzone verträgt, ist mir schleierhaft.

Ich habe mein Prüfgebiet erst im Mai 2014 auf die Köpfe II erweitert, weil zum Prüfen eben nicht nur die Kenntnis der Marken, sondern vor allem eine umfassende Stempel-Vergleichssammlung gehört. Und da war ich in den Jahren 1952-1953 bisher noch nicht ausreichend bestückt. Jetzt bin ich sicher genug, dass ich es kann und dass ich im Zweifelsfalle genügend Kollegen fragen kann und die mir auch wirklich weiter helfen, wenn ich mal einen Stempel nicht selbst habe.

Ich habe seit 2010 jedes Jahr die Korrekturen für den Michel bearbeitet und wir haben als Fachgruppe der ArGe in jedem Jahr die Rücknahme der Streichung gefordert.

Mehr ist dazu nicht zu sagen, oder?

Viele Grüße

Carsten

[1]Absatz aus rechtlichen Gründen am 06.10.14 redaktionell geändert. Ursprünglicher Text gesichert.]
 
hannibal Am: 30.09.2014 15:02:36 Gelesen: 66321# 37 @  
Hallo Richard,

die Meldung der Wiederaufnahme der Prüfung in a und b-Farbe bei 328, 329 und 331 ist ja freudig zu begrüßen.

Aber wie Dr. Burkhardt (er meint mit der "seltenen WZ-Variante die vermeintliche 328vbYI") schon schrieb, ist es absolut nicht nachvollziehbar, warum der BPP überhaupt und mit welchen fachlich fundierten Argumenten die Streichung 2008 vorgenommen hat. Falls damals nicht ausreichende Forschungsergebnisse vorlagen, hätte man sich mit einer zeitweiligen Prüfungsaussetzung analog K 1 "behelfen" können. Das jetzt wieder die drei Wertstufen vom BPP nach a und b geprüft werden können, ohne dass für mich erkennbar neue Forschungsergebnisse vorliegen - ist nicht gerade ein "Lob" für das BPP-Prüfgebiet DDR und die Verbandsprüfstelle des BPP. Zumal ich in der Zeit der Streichung für komplette Sätze und Einzelwerte BPP-Atteste bzw. Befunde gesehen habe, in denen die 3 Wertstufen nach Druckereien unterschieden worden sind, ohne das Randstücke vorlagen. Das ist alles andere als ein Ruhmesblatt der einheitlichen Prüfweise beim BPP. Da darf ich gar nicht an die angekündigte Streichung der SBZ 214 d denken!!! Eines scheint aber klar, durch das ewige "Hin- und Her" bei K1/K2 haben sich leider viele Sammler "vergrault" von dieser doch so interessanten Dauerserie verabschiedet.

Viele Grüße an alle Köpfe-Sammler
Peter
 
Richard Am: 30.09.2014 19:56:18 Gelesen: 66260# 38 @  
Vom VPPeV Prüfer Henry Mayer haben wir folgende Mail erhalten:

Datum: Dienstag, 30 September 2014 13:04:30 +0200

Betreff: Farbprüfungen Köpfe II

Hallo Herr Ebert,

habe den Link gelesen.

Ich habe meistens die (Farben) Druckereivarianten weiter geprüft, also va und vb, einige Kunden wollten aber das "a" bzw. "b" nicht weil nicht mehr im Michel, gibt also beide Varianten von mir.

Schuld an der Aussetzung 2008 war: Es gibt va = DWD und vb = GW, das ist entscheidend, die Druckereien, danach wurde schon bei den früheren Prüfern und auch Sammlern unterschieden, die Farben unterscheiden sich aber tatsächlich auch.

Ist im Michel bis auf 25 Pfg. (evtl. 60) dann auch einheitlich richtig.

Reicht Ihnen das?

Bin auf der Messe vertreten am Freitag und Samstag.

MfG

H. Mayer, ex BPP und Mitglied im Verband Philatelistischer Prüfer e.V.
 
Carsten Burkhardt Am: 30.09.2014 22:12:21 Gelesen: 66240# 39 @  
Hallo,

bevor Missverständnisse entstehen, bei der 60 Pf gibt es zwei sauber trennbare Farben, deren Kurven sich ganz deutlich unterscheiden. Das eine ist FF 1 (va) und das andere FF7 (vb).

Bei der 25 Pfg sind zwei Farben katalogisiert, die aber beide in den Graphischen Werkstätten gedruckt wurden, also eigentlich nur vb sein dürften oder richtiger gar keine Farbe wie bei der 50 Pf.

Aber die 334 vb ist so teuer, die traut sich niemand zu streichen

Carsten
 
Pepe Am: 05.06.2015 17:44:42 Gelesen: 64734# 40 @  
SBZ, Köpfe I, 9er Einheit oben rechts Plattenfehler III. Punkt und obere Stirnlinie zu einem Haken verbunden.



1948 10 13, Mi 212 III



Hier im Detail.

Frage: Wie hoch ist der heutige Katalogwert dieses Plattenfehlers?

Ist der Rahmenbruch rechts neben der 2 bei der linken Marke auch als Plattenfehler bekannt?

Gibt es schon Neuigkeiten bei den Farben?

Mein D-Spezial ist von 2006.

Nette Grüße
Pepe
 
Richard Am: 05.06.2015 20:06:12 Gelesen: 64706# 41 @  
@ Pepe [#40]

Hallo Pepe,

im Michel Deutschland Spezial 2015 ist der Plattenfehler postfrisch mit 10 Euro, gebraucht mit 20 Euro und auf Beleg mit 40 Euro notiert.

In der PPA wurde in 2014 ein postfrisches Randstück mit 2 Euro gehandelt:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=177&lo=48812

Schöne Grüsse, Richard
 
Cantus Am: 06.06.2015 01:17:37 Gelesen: 64687# 42 @  
@ Pepe [#40]

Hallo Pepe,

bei dem vergrößerten waagerechten Pärchen fallen mir aber noch mehr Unterschiede auf:

Stirn, links oben: linke Marke = Strich und Punkt, rechte Marke = Haken

rechte Wange unterhalb der Nase: linke Marke = glatter Strich nach unten, rechte Marke = mittig kleiner Querstrich

rechte obere Ecke vom Markenbild; linke Marke = spitze Ausstülpung, rechte Marke = rechtwinkliger Abschluss

Viele Grüße
Ingo
 
Pepe Am: 07.06.2015 18:22:45 Gelesen: 64625# 43 @  
@ Richard [#41]

Danke für die schnelle Aufklärung. Da hat sich nach 9 Jahren im Michel Spezial nichts geändert. Eine schlummernde Ausgabe ist anscheinend doch nicht so beliebt. Oder demnächst mal folgt dann die große Überarbeitung.

@ Cantus [#42]

Bei diesen Serien wimmelt es nur so von Druckzufälligkeiten. Das lag an der schwierigen damaligen Herstellungszeit. Hab noch viel unbearbeitet Material herumzuliegen. Komme später drauf zurück.

Schöne Sonntagsgrüße
Pepe
 
Carsten Burkhardt Am: 08.06.2015 07:59:30 Gelesen: 64589# 44 @  
@ Pepe [#43]

Da hat sich nach 9 Jahren im Michel Spezial nichts geändert.

So ist es dann doch nicht. Wenn man genau hinschaut, gibt es seitenweise neue Katalogisierungen. Randleisten, DKV, Plattenfehler. Bei den Farben bremst der BPP. Hier sieht BBP-Präsident Geigle "übertrieben in die Tiefe gehende Katalogbearbeitungen bei Michel, insb. bei Deutschland Spezial," (wörtl. Zitat), was der Neuaufnahme von weiteren Varianten nicht unbedingt förderlich ist.

Allerdings gibt es eine auf der Forschung der ArGe DDR-Spezial basierende Katalogisierung, die von den anderen Verbänden VPP und VPEX umgesetzt wird.

Viele Grüße#
Carsten
 
petzlaff Am: 08.06.2015 10:03:13 Gelesen: 64574# 45 @  
@ Carsten Burkhardt [#44]

Hier sieht BBP-Präsident Geigle "übertrieben in die Tiefe gehende Katalogbearbeitungen bei Michel, insb. bei Deutschland Spezial," (wörtl. Zitat), was der Neuaufnahme von weiteren Varianten nicht unbedingt förderlich ist.

Absolut nicht nachvollziehbar - wofür bezahlen wir Sammler eigentlich teures Geld für "Spezial"-Kataloge, wenn Sammeltrends gezielt gefördert bzw. unterdrückt werden? Das ist ja inzwischen fast wie beim Fußball, der Formel 1 oder beim Boxen. :-(

Gruß, Stefan
 
Carsten Burkhardt Am: 20.11.2016 08:03:44 Gelesen: 59484# 46 @  
Ein schöner Brief mit einen riesigen Druckfehler "Großer Fleck überdeckt L und ARX von KARL MARX" 13c



Kam auf ebay.de zum Verkauf, habe es im Sofortkauf erworben.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 20.11.2016 08:07:58 Gelesen: 59482# 47 @  
Noch so'n dicker.



Leider ist es eine komplett unbekannte Platte, von der es kein Vergleichsmaterial gibt. Ich kann also nicht sagen, ob auf allen Drucken mit dieser Platte dieser Fehler existiert. Die Jagd geht weiter, an diesem Wochenende kann ich 5 neue Bögen Köpfe II bearbeiten: 330 zaXII mit Punkt neben f41, 332 vaXI mit DZ5, 332 vbXI mit DZ3/1, 339 zaXI, 339 xb XI mit DZ1 und 340 mit DZ2 und ein 339 za XII.

Viele Grüße

Carsten
 
Euren37 Am: 27.12.2016 21:15:38 Gelesen: 58971# 48 @  
Hallo,

ich habe in den letzten 2-3 Tagen versucht so viel wie möglich über die Köpfe I und II hier zu lesen. Aber je mehr ich lese, desto mehr werde ich verwirrt. Daher habe ich mich entschlossen, hier nachzufragen. Ich habe vor nicht zu langer Zeit die Michel Deutschland-Spezial 2014 Band 1 und 2 erwerben können. Davor hatte ich nur die Spezial-Kataloge von 2005 und 1989. Das Erste, was ich dann nachschaute waren zwei Köpfe Marken, die ich dieses Jahr (2016) in Deutschland per Brief Kommunikation gekauft habe. Leider wurde ich im Schlechten überrascht. Es dreht sich hier um folgendes:

Ich habe die Marke 327 v c XI und die Marke 329 v b YI gekauft. Marke 327 hat ein Attest von Herr Henry Mayer mit Datum 1. Juni 2002 und Marke 329 hat ein Attest von Herr Henry Mayer mit Datum 21. Oktober 2003. Da nun beide mit Attest kamen hatte ich also kein Grund etwas anzuzweifeln.

Nun aber meine Frage:

1. Warum werden Atteste benützt die, wie mir scheint, vor dem Wechsel der Köpfe nummerierung ausgestellt wurden?

2. Welche Nummer kann ich nun für diese zwei Marken verwenden und

3. was ist der Wert diesen Marken nun? Gekauft habe diese Marken natürlich in der Annahme das die Nummerierung noch die Gleiche war wie früher. Für eine gute Antwort/Erklärung wäre ich sehr dankbar.

Pete aus Texas


 
lueckel2010 Am: 27.12.2016 21:39:15 Gelesen: 58961# 49 @  
@ Euren37 [#48]

Guten Abend Peter,

alle Angaben aus dem (aktuellen) Michel-Deutschland-Spezial 2016:

Mi.-Nr. 327vc X I (Fußnote):

"Die früher katalogisierte Mi.-Nr. 327c entfällt, da durch zu viele Übergänge im Grenzbereich keine objektive (Farb?)-Bestimmung möglich
ist!"

Mi.-Nr. 329vb YI:

Diese Variante ist noch katalogisiert, xx wird sie mit 800.00 M€ bewertet.

Ich bin für diese Marken Laie! Hier bei Philaseiten gibt es aber Spezialisten für die "Köpfe", die Dir wahrscheinlich ausführlich über den oben genannten Umstand berichten können (und, ich denke, auch werden)!

Ich hoffe, damit ist Dir erst einmal etwas gedient.

Viele Grüße aus Deutschland, Gerd Lückert
 
Carsten Burkhardt Am: 28.12.2016 19:53:21 Gelesen: 58876# 50 @  
Hallo,

die Fragen wurden innerhalb dieses threads bereits mehrfach besprochen.

327c ist gestrichen und kommt auch nicht wieder.

329b war mehrere Jahre lang gestrichen und ist seit 2016 wieder drin.

Der BPP-Vorstand nimmt völlig willkürlich Varianten raus und setzt sie bei Belieben wieder ein. Viele Sammler sind darüber sehr verärgert. Mich eingeschlossen.

Viele Grüße
Carsten
 
prefico74 Am: 09.01.2017 16:53:41 Gelesen: 58624# 51 @  
Hallo,

hier mal ein neuer Fund aus meiner "Mottenkiste".

Diese Druckabweichung tendiert natürlich sehr stark in Richtung Druckzufälligkeit, aber falls bei diesem Fremdkörper das Klischee so großflächig beschädigt wurde, war eine provisorische Retusche von Nöten! Da gibt es genau in diesem Bildsegment in letzter Zeit einige markante Funde.

mfG


 
Carsten Burkhardt Am: 09.01.2017 19:42:53 Gelesen: 58574# 52 @  
@ prefico74 [#51]

Ich habe es aufgenommen als Großer dreieckiger Fleck im Markenbild. Sieht aber sehr nach Plattenverschmutzung aus. Beim nächsten Wischen ist das wieder runter.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 16.01.2017 15:08:23 Gelesen: 58413# 53 @  
Neuer PF bei Köpfe II
Oberlippenschraffur rechts unterbrochen
f78a

Nur Wz. 2 vb (DZ1/3 und DZ3/4), auf Bögen DZ5 und früher nicht gefunden, auch im gestempelten Material bei za und va nicht, alles abgesucht.

Am 16.01.2017 in Bogendatenbank entdeckt, sofort in die [Top10].

2 Bestätigungen in Bogendatenbank, 1x gestempelt vbXII.

Bewertung: Groß genug, um ohne Lupe erkannt zu werden. Stabiler Fehler in mehreren Auflagen. Es gibt endlich mal einen Grund, die Bestände der 16 Pf bei Köpfe II zu durchforsten.



normal:



Bogenbestätigungen:



Viel Spaß beim Finden! Mit noch 2-3 Belegmarken ist das der erste PF für MiNr. 332.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 16.01.2017 21:40:03 Gelesen: 58341# 54 @  
Die erste Bestätigung kam heute außerhalb des Forums durch Peter Schultz:



Damit sind es schon 4.

Viele Grüße
Carsten
 
prefico74 Am: 16.01.2017 22:15:45 Gelesen: 58325# 55 @  
Hallo Carsten,

damit dass mit der Plattenfehlerbestätigung auch was wird - hier haste auch noch von mir eine!

Gruß


 
Carsten Burkhardt Am: 16.01.2017 22:42:05 Gelesen: 58316# 56 @  
@ prefico74 [#55]

Super, damit wären es schon 5! Und das innerhalb von wenigen Stunden. Leute, ich finde das echt Klasse. Danke!

Viele Grüsse
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 18.01.2017 16:28:48 Gelesen: 58227# 57 @  
Neuer PF mit Michel-Reife?

Eigentlich war er schon vor 2 Jahren in der Bogenforschung aufgetaucht, aber mit nur 1 Fund war das noch etwas dünn. Heute ist mir durch Zufall wieder ein Stück in die Hände gefallen und daraufhin habe ich mal systematisch gesucht.

Ergebnis: 2x im Bogen bei 223 a und 336 va mit DZ5
gestempelt 17 Exemplare bei 223a, d und 336 za und va
Feld 92
groß und ohne Lupe erkennbar
Unterste Schläfenlocke rechts stark vergrößert

Dazu jetzt die Bilder:
Normalmarke:



PF:



Auf der Newsseite auf koepfe1.de habe ich alle Bilder zusammengefasst. Es sind zu viele für das Forum. Es lassen sich sogar 3 leicht unterschiedliche Typen nachweisen. Dazu wäre allerdings noch etwas Gedankenaustausch notwendig.

Ich glaube, er ist groß und stabil genug für eine Katalogisierung im Michel, sowohl bei 223 als auch bei 336, aber mit identischer römischer Zahl.

Viele Grüße
Carsten
 
hannibal Am: 18.01.2017 19:42:54 Gelesen: 58178# 58 @  
Hallo Carsten,

die verdickte Schläfenlocke (f92) kann ich für 336 zaxII(6) DZ6 und vaXI DZ5/4 jeweils postfrisch bestätigen. Allerdings gibt es sowohl bei za als auch va Marken von f92 ohne das Merkmal. Bei den gestempelten 336 und bei 223 schau ich später.

Interessant ist aber auch f92 bei 336vb. Dort ist auf vielen Bögen der Datenbank und bei den bei mir vorhandenen DZ 2 und 3 der Abschluss der rechten Augenbraue punktartig verdickt und nicht als Strich auslaufend.

Viele Grüße
Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 19.01.2017 08:05:05 Gelesen: 58145# 59 @  
@ hannibal [#58]

Hallo Peter,

ich habe mir die alternative Augenbraue mal angesehen. In der Vergrößerung gut erkennbar, mit Lupe vielleicht auch unterscheidbar, aber zu schwer abzugrenzen. Auf Bogen 40 (223d) sind viele Marken mit einer ähnlichen Veränderung, auch auf vielen anderen Feldern.

Auch wenn man sich die vb-Bögen intensiver anschaut, so ist dort diese Stelle deutlich dicker und breiter als bei den früheren Bögen.

Insofern ist deshalb die Abgrenzbarkeit mager.

Die Schläfe ist nicht auf allen Bögen, ich habe auch Randstücke von Feld 92 gefunden, wo das Merkmal nicht vorhanden ist. Was bedeutet, dass es mehrere parallel oder nacheinander benutzte Bögen während der Druckperiode FF1 p3 gab, wahrscheinlich auch in der za- und va-Zeit. Es gibt ja eine große Menge DZ-Varianten.

Viele Grüße
Carsten
 
cowie Am: 19.01.2017 13:16:26 Gelesen: 58105# 60 @  
@ Carsten Burkhardt [#57]

Hallo Carsten,

kann Dir diesen schönen Fehler auf Paketkartenabschnitt bestätigen.

223 f92 Type II mit Stempel von BURGSTÄDT (SACHS) 2 a vom 06.10.50



Gruß Frank
 
Carsten Burkhardt Am: 19.01.2017 15:04:04 Gelesen: 58078# 61 @  
@ cowie [#60]

Hallo Frank,

danke für den Fund. Das ist damit die früheste Verwendung. Ich habe heute früh noch einmal alles nachgemessen und mir meine am 12.12.50 gestempelte Marke bezüglich des Papieres überprüft. Es ist schon ziemlich undurchscheinend, also ein frühes p3-Papier. Damit ist die Aussage hinfällig, dass sie schon auf p2 auftritt.

Bei den Typen bin ich mir nicht so richtig sicher, wo man die Grenze ziehen kann. Zum einen sind wirklich unterschiedliche Formen der drei weißen Linien erkennbar, aber es spielt in einem solchen Fall auch die Intensität des Farbauftrages eine Rolle. Damit verschwinden die Unterschiede zwar nicht, aber die Abgrenzung wird schwieriger.

Konkret heißt das, dass es bei 223a 2 unterschiedliche Platten mit dem Fehler gegeben haben muss und mindestens eine ohne ihn. Bei 223d, 336za und va ebenfalls mindestens 2 mit und mindestens einen ohne.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 06.02.2017 16:12:46 Gelesen: 57823# 62 @  
Wieder mal zwei Neufunde aus den letzten Tagen, die hübsch und groß sind:

Köpfe I 10 Pf



Weißer Fleck auf Schulter rechts
Feld unbekannt
Farbe: FF1a, frühes Papier p2


Köpfe II 10 Pf (vb)




Schulterlinie rechts mit Kragen verbunden
f15b, nur vb
im gestempelten Material keine Bestätigung gefunden, am 06.02.2017 alle 4 Lagerbücher abgesucht.

Alle Bögen mit DZ 1/1, auf keinem anderen Bogen bisher nachgewiesen:

[45] 24-8 DZ1/1 NO f1-50
[47] 1022 DZ1/1 NO r1-6
[51] pet1 DZ1/1 NO r1-8
[55] 3437 DZ1/1

Wer findet Bestätigungen?

Viele Grüße
Carsten
 
prefico74 Am: 06.02.2017 20:03:22 Gelesen: 57752# 63 @  
Hallo Carsten,

leider war auf meiner alten Datenbank keiner Deiner hier vorgestellten Druckabweichungen registriert.

Um jetzt in die Altbestände zu gehen, fehlt mir die Zeit. Ich bleibe aber dran. Habe hier aber in meiner Bestandsliste der Köpfe I aber diese beiden Exemplare anzubieten, von denen ich jedoch nur je eine Marke habe!

Bei der rechten Marke ist die Bildrandlinie, in Verlängerung der Schulterlinie, durchtrennt! Bei der linken Marke befindet sich ein Fleck direkt über der Schulterlinie am rechten Kragenrand.

MfG

,
 
Carsten Burkhardt Am: 06.02.2017 20:34:04 Gelesen: 57741# 64 @  
@ prefico74 [#63]

Danke, werden natürlich aufgenommen.

Heute kam eine DVD von Thomas Schrage mit 60 Bogenscans Köpfe II und Pieck von Jens Nuglisch aus Berlin.

Das ist ein Fest!

Die ersten beiden hübschen neuen Fehler habe ich schon gefunden. Morgen ...

Viele Grüße
Carsten
 
cowie Am: 18.02.2017 13:32:49 Gelesen: 57524# 65 @  
@ Carsten Burkhardt [#57]

Hallo Carsten,

habe noch ein senkrechtes Paar der 223 gefunden, bei der sich der Fehler auf der unteren Marke befindet.

223 f92 Type II mit nicht kompletten Stempel von ...NIEDERLAUSITZ) a ..8.51



Gruß Frank
 
Carsten Burkhardt Am: 19.02.2017 17:55:43 Gelesen: 57460# 66 @  
@ cowie [#65]

Danke, Frank.

Ich hatte ja neue Funde versprochen.

Querstrich durch T von POST
f44d
auf 2 von 4 Bögen mit DZ 5/1
gefunden auf Bogenmaterial von Fred Nuglisch am 06.02.2017



Bisher nur im Bogenmaterial gefunden, nur auf einer der beiden Typen von DZ5, auf keinem anderen Plattentyp. Also nur 327 va. Ich kannte den Fehler schon eine Weile, aber als ich jetzt die gleiche Veränderung ein zweites Mal gefunden habe, ist sie erwähnenswert. Allerdings nicht auf allen Bögen dieser Platte, kommt also nie in die engere Wahl. Aber man weiß ja nie.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 19.02.2017 17:59:41 Gelesen: 57457# 67 @  
Die nächste Neuvorstellung, diesmal etwas größer und bisher auf allen Bögen derselben Type gefunden

Kreisrunder weißer Fleck neben Nacken links
f66c
nur Bögen mit DZ 1/2, dort auf allen
gefunden auf Bogenmaterial von Fred Nuglisch am 06.02.2017



Auch hier noch keine Gestempelt-Bestätigung. Der wird allerdings recht schnell michel-reif. Gross, stabil und ohne Lupe.
Nur 327vb

Viele Grüße
Carsten
 
Gerhard Am: 19.02.2017 18:11:00 Gelesen: 57449# 68 @  
@ Carsten Burkhardt [#67]

Na wenn der nicht markant ist, weiß ich es auch nicht. Klasse was Du hier alles an (Weiter-)Bildung vermittelst.

DANKE

Gerhard
 
zonen-andy Am: 02.03.2017 16:00:35 Gelesen: 57260# 69 @  
Hallo,

kann auch mal 2 Druckzufälle auf der Mi.Nr. 213 "Weißer Fleck rechts neben T von Post" bzw. 328 " Insel neben rechter Wange" zeigen. Vielleicht sind diese DZ schon bekannt? Für eine Antwortwäre ich dankbar.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 02.03.2017 22:53:24 Gelesen: 57225# 70 @  
@ zonen-andy [#69]

Hallo,

den weißen Fleck habe ich noch nicht erfasst, danke für die Mitteilung.

Der Farbausfall bei der 6 Pf ist eine häufige Erscheinung bei der Auflage mit Kreideaufstrich. Besonders an solchen Übergängen und an Rändern findet man solche Druckzufälligkeiten häufig. Ist nichts Besonderes und wird von mir auch nicht erfasst. Wenn man alle Felder eines Bogens in Einzelbilder schnippelt und jede vierte Marke so etwas hat, sieht man irgendwann drüber hinweg.

Viele Grüße
Carsten
 
zonen-andy Am: 03.03.2017 07:03:53 Gelesen: 57205# 71 @  
@ Carsten Burkhardt [#70]

Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Schreibfehler - es ist natürlich Köpfe 1 Mi.Nr.219 und nicht 213.

Grüße Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 03.03.2017 17:59:08 Gelesen: 57173# 72 @  
@ zonen-andy [#71]

Bei 219 habe ich ihn 2x, eine mit dicker Schleife des S, also von Feld 38/88, eine andere Variante von Feld 8. Deine Marke müsste eine dicke Schleife haben.

Viele Grüsse
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 15.03.2017 11:18:33 Gelesen: 56953# 73 @  
Neuer PF 330 vb f82c



Marke mit PF / Marke ohne PF





Großer Fleck statt kleinem Haken rechts auf Jochbogen. Inzwischen 6 x in der Bogendatenbank nachgewiesen (DZ1 Type 1 und DZ3 Type 1) und 1x gestempelt. Bild der gestempelten folgt morgen, mein Hauptcomputer ist zur Reha.

Wieder dieselbe Platte wie der PF am Kragen

Groß, deutlich, ohne Lupe.

Wer findet mehr?

Viele Grüße
Carsten
 
Pepe Am: 15.03.2017 20:53:41 Gelesen: 56885# 74 @  
In meinen ersten Briefmarkenleben habe ich mal ein ganzes Buch mit SBZ und DDR Marken erstellt. Mit Falzen versehen und auf lose Blätter geklebt und mit Klemmbinder vereint. Ich habe dabei Unmengen Briefmarken vernichtet. Das fiel leicht wegen der großen Anzahl. Und Spezialkataloge gab es Anfang der 80iger noch nicht.

Diese hat den Gau überlebt, weil die durchgehende Linie unter dem rechten Auge doch sehr auffällig erscheint. Die Zähnung hingegen ist mangelhaft und eigentlich nicht sammelwürdig.

Der Fehler steht nicht im Michel, allerdings hat man dort die Variante 215 III nicht mehr aufgeführt.



Köpfe 1, Mi 215, durchgehende Linie unter rechtem Auge

Nette Grüße Pepe
 
Carsten Burkhardt Am: 16.03.2017 20:09:15 Gelesen: 56818# 75 @  
@ Pepe [#74]

Hallo Pepe,

danke für die Anregung. Ich habe mich sofort mal durch die Bilder gearbeitet.

Zuerst wurde ich auf Feld 100 fündig.

Einige Beispiele:





Beispiele Feld 100 Bogen 7, 8, 9, 25, 41, 46, 50, 52, 55, 56, 87

Dann habe ich mal die homologen Felder 45, 50, 95 und 100 gemeinsam angeschaut und kam in manchen Bögen auf Feld 45 und 50 (Bogen 68 in der Datenbank)

mal auf Feld 95 (Bogen 59)
mal auf Feld 50, 100 (Bogen 56, 55)
mal auf allen 4 (Bogen 52, 50).

Insgesamt gesehen ein Fehler von der Art "mehr oder weniger lange Linien", die ich eigentlich versuche konsequent zu meiden. Je nach Farbauftrag oder Abnutzung der Platten oder Papierbeschaffenheit kommen sie mal intensiver und länger oder dünner und kürzer vor.

Vielleicht ein Primärmerkmal auf diesem Feld (45,50,95,100x), das je nach Farbauftrag etc. mehr oder weniger gleichmäßig vorkommt. Ich werde es auf jeden Fall in die Datenbank aufnehmen und genauer untersuchen.

Danke für die Hilfe.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 21.03.2017 16:59:11 Gelesen: 56656# 76 @  
@ Pepe [#74]

Wie versprochen, habe ich die Angelegenheit mal aufgearbeitet. Wie vermutet, kommt kein regelmäßiges Vorkommen zustande, sondern über viele Auflagen verteilt ist der Fehler mal auf dem einen, mal auf dem anderen der 4 homologen Felder.

Für eine Darstellung hier ist das zu kompliziert, deshalb habe ich die Funde in einer Tabelle aufgearbeitet und in folgender Datei dargestellt:

http://www.köpfe1.de/bilder_2017/0281.html

Die ersten Bögen sind noch 215c (FF5 und 2). Am konzentriertesten treten sie bei DZ1/2, dort auf fast allen (aber auch nicht allen) Bögen auf 3 der 4 Felder.

Viele Grüße
Carsten
 
Holzinger Am: 21.03.2017 19:05:49 Gelesen: 56610# 77 @  
@ Carsten Burkhardt [#76]

Link funzt nur, wenn er um- / in den Browser einkopiert wird!
 
Pepe Am: 21.03.2017 21:32:29 Gelesen: 56572# 78 @  
@ Carsten Burkhardt [#76]

Wahnsinn, wie tief man in die Welt der Philatelie eindringen kann.

Und das ist gut so. Ich bin schon wieder auf Reise ins Rumänienheft. Ist auch irgendwie spannend aber viel viel oberflächlicher.

Ziehe den Hut und grüße herzlich
Pepe
 
Ben 11 Am: 21.03.2017 22:54:49 Gelesen: 56555# 79 @  
@ Pepe [#74]
@ Carsten Burkhardt [#75]

Guten Abend Zusammen,

so selten scheint diese Auffälligkeit gar nicht zu sein, selbst in meinen bescheidenen Beständen an diesen Marken wurde ich schnell fündig.

Die Qualität der Marke ist allerdings nicht so besonders.



Zitat Carsten aus [#75]:

Insgesamt gesehen ein Fehler von der Art "mehr oder weniger lange Linien", die ich eigentlich versuche konsequent zu meiden. Je nach Farbauftrag oder Abnutzung der Platten oder Papierbeschaffenheit kommen sie mal intensiver und länger oder dünner und kürzer vor.

Drucktechnisch stellen sich mir folgende Fragen die ich gern mal als Anregung zum Nachdenken formulieren möchte:

Reden wir über Abnutzung der Druckplatten, verschleißen also die farbtragenden Bereiche, würde die Linie mit größer werdender Abnutzung deutlicher unterbrochen werden. Eine durchgehende Linie würde also einen intakten Plattenteil kennzeichnen. Wären all die unterbrochenen Linien dann nicht der Fehler?

Ein schwächerer Farbauftrag würde zu einer gleichmäßig dünnen Linie führen. Der Farbmangel fände sich dann auch an anderen Details dieser und aller benachbarter Marken. Ein Farbüberschuss wiederum führt zu einer durgehend breiten Linie und fände sich ebenfalls in anderen Details und den benachbarten Marken.

Führt eine schwache Stelle in der Papierbeschaffenheit zu einer offenen Linie, wenn die Farbe von der Platte auf das Papier unter Pressung übertragen wird? Wären all die unterbrochenen Linien dann nicht der Fehler?

Oder ist die durchgehende Linie tatsächlich ein Plattenfehler?

Die Serie fängt an, mein Interesse zu wecken, nicht nur wegen der Farben. :-)

Viele Grüße
Ben.
 
Carsten Burkhardt Am: 22.03.2017 07:48:59 Gelesen: 56531# 80 @  
@ Ben 11 [#79]

Hallo Ben,

das ist sicher eine der grundsätzlichen Fragen: Was ist dauerhaft und was ist nur Zufall?

Wenn, wie im vorliegenden Fall, zwei Linien, die eigentlich mit deutlichem Abstand zueinander enden, zusammenlaufen, muss man genau hinschauen, warum das passiert.

Bei den Auflagen mit DZ1 ist es evident: Wechsel der Druckerei von DWD zu Graphischen Werkstätten, weniger erfahrenes Personal, ungenauere Einstellung der Farbzufuhr und gleichzeitig gestrichenes Papier statt gewöhnliches. Dann laufen schon mal Punkte zu Linien zusammen oder zwei Linien vereinigen sich.

Du kannst die Felder miteinander vergleichen, siehe http://www.köpfe1.de/kopfbogen/2154059/fs52.html, das ist so ein Bogen mit DZ1/2. Abnutzung spielt natürlich auch eine Rolle. Aber anders als man denkt. Die Platten bestanden aus 4 Druckbögen, jeder Druckbogen aus 4 Blöcken je 25 Marken (5x5) und diese Blöcke waren nie exakt ausgerichtet, sondern standen in alle 3 Dimensionen mehr oder weniger schräg. Besonders an den Übergängen von einem zum anderen Block sieht man häufig Verkantungen, d.h. eine Marke steht weiter oben oder der seitliche Abstand ist falsch, eine Marke steht schief oder höher oder tiefer (auf die 3D- Ebene bezogen) als die Nachbarn.

Höher hat stärkere Abnutzung zur Folge, weil mehr Kraft über die eine Stelle einwirkt, tiefer bedeutet, dass mehr Farbe nicht weggewischt wird durch den Abstreifer und die Marke ist übersättigt. Die Felder 45, 50, 95 und 100 liegen allesamt an einer solchen Grenze.

Apropos, danke für die Auswertungen zur 60 Pf. Ich habe es angelesen, muss aber mehr Zeit investieren, um alles zu verstehen.

Der Termin für das Köpfe-Treffen steht zwar fest, aber der Ort ist vakant, hast Du eine Idee? Cottbus geht immer, aber da waren wir schon zu oft. Was Farben betrifft, findet am 17. Juni ein Symposium in Wien statt. Ich werde als Referent teilnehmen.

Viele Grüße
Carsten
 
hannibal Am: 22.03.2017 20:31:28 Gelesen: 56458# 81 @  
Guten Abend!

Die Dauerserie Köpfe 2 bietet immer wieder Raum für Überraschungen.

Wie ich heute auf der Homepage von BPP-Prüfer Siegfried Paul unter news 1/2017 gelesen habe, ist eine Neuentdeckung eine 335zaXII in postfrischer Erhaltung. Es bleibt also auch nach nunmehr fast 65 Jahren des Erscheinens der Köpfeserie mit WZ 2 DDR spannend.

Viele Grüße
Peter
 
Ben 11 Am: 23.03.2017 09:58:42 Gelesen: 56396# 82 @  
@ Carsten Burkhardt [#80]

Guten Morgen Carsten,

Wechsel der Druckerei von DWD zu Graphischen Werkstätten, weniger erfahrenes Personal, ungenauere Einstellung der Farbzufuhr und gleichzeitig gestrichenes Papier statt gewöhnliches

Und genau diese Merkmale treffen sind hier nicht zu.

Pepe zeigt in seinem Bild [#74] eine Mi-Nr. 215. Mein Bild [#79] zeigt auch solch eine Marke mit Wasserzeichen Nr.1. Der Wechsel der Druckerei hat also noch gar nicht stattgefunden, gestrichenes Papier wurde noch nicht verwendet. Hinter das Argument des "erfahrenen Personals" mache ich mal generell ein Fragezeichen, da wir über eine Zeit von 5-7 Jahren nach Kriegsende reden. Es wird ausgebildete Drucker mit Erfahrung gegeben haben, aber als Kriterium zur Beurteilung der Marken halte ich es für subjektiv und deshalb ungeeignet.

Es können m.E. also nur Bögen mit dem Druckereizeichen 5 (DZ5) der Deutschen Wertpapierdruckerei für die Untersuchung herangezogen werden.

Marken aus Bögen der Grafischen Werkstätten mit DZ1 /2 etc. haben andere Merkmale, wie auch Deine Beispielbilder zeigen. Die Linien des Jochbeins sind bei allen Bildern nämlich nicht durchgehend, sondern zeigen einen verengten Spalt.

dass mehr Farbe nicht weggewischt wird durch den Abstreifer

Die Buchdruckform ist eine Hochdruckform. Und mal angenommen, die Maschine war eine Schnellpresse nach dem Prinzip Zylinder gegen Fläche, dann wurde die Farbe mittels Farbwalzen auf die Druckform aufgebracht. Ein "Abstreifer" ist mir hier unbekannt.

Ein zukünftiges "Köpfe-Treffen" (was für ein Name!) könnten wir auch in Dresden durchführen. Räumlichkeiten finden sich bestimmt. Allerdings schaffe ich es nicht eine solche für das kommende Treffen zu organisieren, da ich bis Anfang Mai außer Landes bin. Aber es gibt sicher noch mehr Städte im Harzvorland, Eisleben oder Sangerhausen zum Beispiel mit guter Autobahnanbindung.

Gibt es für das Symposium in Wien eine Agenda mit den Themen der Vorträge? Gibt es vielleicht auch ein Web-Seite, wo ich Informationen dazu finden kann? Bei den Farben wäre es total interessant zu erfahren, wie andere mit einer Klassifizierung umgehen.

Viele Grüße
Ben
 
Carsten Burkhardt Am: 23.03.2017 13:51:00 Gelesen: 56357# 83 @  
Hallo Ben,

hast Du meine Tabelle angeschaut? Ich sehe dort das Argument Druckereiwechsel bestätigt. Vorher kam die Veränderung nur sporadisch vor, nach dem Wechsel stark gehäuft.

Zu Wien gibt es noch kein Programm. Folgt sicher später auf der VPEX-Website.

Für unser Treffen ist der Harz obsolet, weil wir vor Ort niemand haben, der sich drum kümmert. Olaf hat sich nicht wieder gemeldet.

Viele Grüße
Carsten
 
Ben 11 Am: 23.03.2017 16:57:35 Gelesen: 56321# 84 @  
@ Carsten Burkhardt [#83]

Hallo Carsten,

die Tabelle habe ich mir angesehen, vielleicht aber nicht ganz verstanden. Die Bilder der Bögen und Einzelmarken habe ich mir auch angesehen (Du hast da einen wahnsinnig großen Fundus an Daten und Quellen - beneidenswert). Auf den Bögen sind die Details am Rechner nicht so gut zu erkennen. Auf den Einzelmarken erkenne ich lediglich einen verengten Spalt. Die Trennung zwischen DWD und GW war halt eine Idee zur Unterscheidung, weil die Linien dort durchgehnd sind, ist aber nicht so wichtig.

Wir könnten uns ja trotzdem im Südharz treffen, vielleicht gibt es ja dort irgendeinen Ortsverein, den man anschreiben könnte. Ich kann aber leider nicht unterstützen, da ich ab heute Abend bis Anfang Mai im Ausland bin.

Viele Grüße
 
prefico74 Am: 11.08.2017 15:12:34 Gelesen: 53206# 85 @  
Hallo,

da hier "lange" nichts los war, möchte ich ein gestern gefundenes Exemplar der MiNr. 338 vaXII als senkrechtes Paar zeigen. Der markante Bruch der Schläfenschattierung ist bisher bei mehreren Marken der MiNr. 225ax von 01/50 bis 10/52 nachgewiesen. Leider konnte das Bogenfeld noch nicht ermittelt werden - zumindest ist es in der Bogensammlung bei Carsten bisher nicht zu finden. Da nun aber der analoge Plattenfehler bei der K 2- Ausgabe zu finden ist, ist eine Verwendung einer alten Druckplatte zu vermuten!?

Kann da wer was zu beitragen?

MfG


 
Carsten Burkhardt Am: 12.08.2017 13:31:50 Gelesen: 53116# 86 @  
Welche Papiersorte? Eher dickes der späteren Auflagen?
 
prefico74 Am: 12.08.2017 20:22:50 Gelesen: 53056# 87 @  
@ Carsten Burkhardt [#86]

Hallo Carsten,

nach meiner Einschätzung handelt es sich bei der 338 vaXII um Papier 2.

Bei 225igern handelt es sich um Papier 1 (dünn und durchscheinend). Die unterste 225 hat zwar recht helles Papier, aber trotzdem beurteile ich das als P2!

Gruß


 
Carsten Burkhardt Am: 25.11.2017 10:03:14 Gelesen: 50444# 88 @  
Erstmals habe ich eine Bogentasche der Köpfeserie mit entsprechendem Aufkleber gefunden. Das Papier wurde offensichtlich benutzt, um die bei der Post zurückgegebenen Marken aufzukleben und zu verrechnen. Ein Paar Aufkleber von anderen Ausgaben hatte ich schon vor Jahren einmal bekommen, für die Köpfeserie ist das die erste.



Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 25.11.2017 10:05:38 Gelesen: 50442# 89 @  
Und die komplette Tasche:


 
prefico74 Am: 16.03.2018 12:46:57 Gelesen: 45182# 90 @  
Hallo,

habe hier mal ein sehr interessanten Fund aus meinem seit langem vernachlässigten Sammelbereich Köpfe 1 und 2 anzubieten.

Bei allen Werten der SBZ-Ausgabe mit Seitenrand ist mir bisher nur dieses eine Exemplar mit nicht durchgezähntem linken Seitenrand unter die Lupe gekommen.

Es wäre mir eine Freude von Euch eine Bestätigung bzw. eine drucktechnische Erklärung zu erhalten.

MfSG


 
hannibal Am: 16.03.2018 20:53:31 Gelesen: 45140# 91 @  
Hallo prefico,

die von Dir gezeigte Variante gibt es bei vielen Wertstufen aus 212/227 (zb. 214, 216, 219, 226, 227 u.a.), ist aber nicht so häufig zu finden - alle aus NW1 oder SW1 Bogen. Ausführliche Erklärung dazu ist zu finden auf der Seite von Dr. Carsten Burkhardt unter Bogentypen - Vielfalt der Ecken. Noch viel seltener zu finden sind aber Marken mit Seitenrand rechts nicht dgz (1Zahnloch). Da sind mir bisher die 6,8,15,30 und 50 Pfg bei K1 und die 80 Pfg (339) bei K2 jewils postfrisch untergekommen. Gerne später dazu auch Bilder.

Viele Grüße
Peter
 
zonen-andy Am: 17.03.2018 09:00:18 Gelesen: 45109# 92 @  
Hallo Experten,

meiner Meinung nach habe ich hier einen NW1 Eckoberrand der in der 4. Auflage des Köpfe-Kataloges nicht angegeben ist oder unterliege ich einem Irrtum. Die weißen Flecken auf den Marken sind das Farbaussetzer? Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 17.03.2018 10:02:57 Gelesen: 45100# 93 @  
@ prefico74 [#90]

Hallo,

in der Anfangszeit waren links nicht durchgezähnte Ränder möglich, es gibt die Variante NW1 mit einem Zahn links, NW0 mit keinem Zahn links und SW1. Das Verfahren wurde später abgeändert, weil zu viel Ausschuss durch Verzähnungen auftrat und die Druckbögen mit 4 Nutzen aufgeteilt wurden. Es gibt bei vielen Auflagen ausschließlich NO-Bögen. In der letzten Druckphase bei K 2 ändert sich das dann wieder.

NW1 und NW0 sind nicht zwingend selten, aber man kann ja mal anfangen, sie genauer zu erfassen.

Schönes Wochenende
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 17.03.2018 10:22:44 Gelesen: 45091# 94 @  
@ zonen-andy [#92]

Hallo Andreas,

danke für die Abbildung, jetzt ist sie erfasst.

Diese weissen Gittermuster findet man bei einer gewissen Papersorte in einer kurzen Zeit. Wäre auch mal eine Erfassung wert.

Viele Grüsse
Carsten
 
zonen-andy Am: 17.03.2018 10:43:21 Gelesen: 45085# 95 @  
@ Carsten Burkhardt [#94]

Hallo,

vielen Dank für die Antwort.

Grüße
Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 17.03.2018 12:06:22 Gelesen: 45069# 96 @  
Bogen NW0, eine Ecke habe ich leider nicht, aus allen Bögen waren die Ecken rausgetrennt.



Schönes WE
Carsten
 
hannibal Am: 17.03.2018 12:50:27 Gelesen: 45052# 97 @  
Hallo,

nachfolgend vier Scans mit postfrischen Ecken aus NW1 oder SW1 Bogen(außer 217,224 und 227) sowie eine gestempelte 214a aus SW2-Bogen und noch die gleiche Type auf Brief mit drei weiteren Ecken.

Auf den Scans gut zu sehen die Varianten gibt es teils auf p1, p2 und p3





und gleich noch drei Ecken oben rechts hintendran dabei SR ndgz 1 Zahnloch.



Die 222 und 224 suche ich noch.

Schönes Wochenende - das Wetter lädt ja gerade dazu ein, sich mal wieder mit den "gezackten Schätzen" zu befassen.

Viele Grüße
Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 17.03.2018 13:46:52 Gelesen: 45041# 98 @  
Na ja, keine NW0-Ecke dabei. Wer hat eine?
 
prefico74 Am: 30.03.2018 12:52:53 Gelesen: 44683# 99 @  
Hallo,

hier habe ich wieder einmal eine tolle Druckabweichung, die es bei ausreichender Bestätigung zu einem Plattenfehler schaffen kann.

Bei der MiNr. 220° (f22) oder (f72), befinden sich 2 helle Flecken unter C und H in DEUTSCHE.

Als Merkmal zur Bogenfeldbestimmung dient der Bruch in der rechten unteren Bildrandecke. Wenn es eine Bestätigung bei Euch anderen Köpfe-Profis geben sollte - bitte um Bestätigung.

mfG

,
 
prefico74 Am: 30.03.2018 13:58:58 Gelesen: 44667# 100 @  
Ach ja, eine habe ich noch!

Weil ich gerade dabei bin hier noch eine SBZ 212 mit dem (für mich zweifelhaften) PF I "fette 2" und einem zusätzlichem diagonalen Riss von der oberen rechten Bildkante bis zum Kopf der Ziffer 2!


 
Carsten Burkhardt Am: 30.03.2018 14:38:13 Gelesen: 44655# 101 @  
@ prefico74 [#99]

Hallo Fred,

ich habe die Felder 22 und 72 durchgesucht, kein Erfolg. Den Eckenbruch kann man auch anderen Feldern zuordnen, 20, 85b, 94e. Für den Michel ist er zu klein und es sieht eher nach einer Plattenverschmutzung aus.

Viele Grüße
Carsten
 
prefico74 Am: 30.03.2018 17:59:33 Gelesen: 44618# 102 @  
@ Carsten Burkhardt [#101]

Hallo Carsten,

ich danke Dir für Deine Meinung.

Nun, ich habe nicht alle Infos detailliert dargestellt, weil ich nicht direkt in der Bearbeitung der Köpfe 1 Materialien beschäftigt bin.

Anbei noch einmal mein Arbeitsblatt zu dieser Druckabweichung ohne die erläuternden Texte.

Dieser Eckrandbruch befindet sich mit diesen visuellen Merkmalen nur auf Feld 22 oder 72... bei den von Dir angegebenen f20, 85b und 94e finde ich diese Merkmale nicht. Zudem haben beide Marken neben der angesprochenen Druckabweichung noch das Feldmerkmal eines hellen Punktes. Dieser ist auf dem Bogenmaterial, insbesondere auf f22 und f72, auch nicht vorhanden.

Eventuell handelt es sich auch um eine schnell entdeckte Druckabweichung, die schnell beseitigt wurde ... oder ... und!

Forschen und suchen wir weiter und hoffen auf Unterstützung der hier Mitlesenden.

Gruß


 
giempigunalda Am: 04.04.2018 09:40:16 Gelesen: 44461# 103 @  
@ Carsten Burkhardt [#62]

Hallo Carsten Burkhardt,

diesen Neufund kann ich auf Bedarfsbeleg " obige 10 Pf." bestätigen.

giempigunalda



Schönen Gruß
 
prefico74 Am: 05.04.2018 15:55:29 Gelesen: 44312# 104 @  
Hallo,

hier möchte ich noch meine Meinung zu den Farbpunkten am Bogenrand äußern (siehe Bilder).

Nach meiner Meinung haben diese Farbpunkte ihre Ursache in der mangelhaften Befestigung der Druckplatte auf dem Druckrahmen. Entweder wurden die Verschraubungen/ Stifte bei der Montage der Druckplatte nicht fest und/ oder tief genug im Druckrahmen verankert oder diese Befestigungselemente wurden durch mehrfachen und langem Gebrauch im Druckprozess locker und haben sich gelöst. Wenn dann diese Befestigungselemente auf Planhöhe mit den zu druckenden Teilen lagen, wurde diese dann "mitgedruckt"!

Diese Erscheinung ist auch bei den Freimarkenausgaben Pieck und Fünfjahrplan als auch bei den Dienstmarken A der DDR nachgewiesen. An Hand der mir vorliegenden Original-Druckplatte der DDR MiNr. 453 sind genau diese Befestigungspunkte zu erkennen.

MfG




 
Carsten Burkhardt Am: 05.04.2018 19:41:49 Gelesen: 44272# 105 @  
@ giempigunalda [#103]

Danke für Bestätigung, wird aufgenommen.

Viele Grüsse
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 05.04.2018 19:44:44 Gelesen: 44270# 106 @  
@ prefico74 [#104]

Danke für die Bilder und die Erläuterungen. Ich hatte bisher keine Erklärungen, habe nur einmal angefangen eine Systematik zu entwickeln. Letztlich egal, woher sie kommen, sie sind für viele Bogentypen typisch und eines der wenigen Merkmale, an die man sich halten kann.

Viele Grüsse
Carsten
 
giempigunalda Am: 17.06.2018 13:11:20 Gelesen: 41593# 107 @  
Hallo zusammen,

diesen Bedarfsbeleg fand ich in meiner Sammlung. Darauf auf der unteren 215 den markierten Fehler-(Pf.?).

Vielleicht kann mir den jemand von Euch bestätigen. Ich selber habe ihn bis dato noch nicht gesehen.

Schöne Grüsse
g.g.


 
prefico74 Am: 17.06.2018 13:21:29 Gelesen: 41590# 108 @  
@ giempigunalda [#107]

Hallo,

dieser Fehler ist bereits mehrfach auf Bogenfeld (f87) bestätigt worden. Bitte auf der Plattform der FG Köpfe/ Pieck von Dr. Carsten Burkhardt nachschauen.

http://www.koepfe1.de/navigation/pf215.html

Gruß
 
giempigunalda Am: 17.06.2018 13:52:40 Gelesen: 41584# 109 @  
@ prefico74 [#108]

Hallo.

danke Dir für die Info.

Gruss
g.g.
 
Carsten Burkhardt Am: 17.06.2018 14:52:05 Gelesen: 41565# 110 @  
Hallo,

kannst Du mir sagen, ob die Marke unter UV leuchtet? Ich nehme das Bild in die Datenbank auf, danke.

Viele Grüße
Carsten
 
giempigunalda Am: 18.06.2018 10:28:03 Gelesen: 41490# 111 @  
@ Carsten Burkhardt [#110]

Hallo,

beides sind 215b (gelbgrün fluoreszierend). Bei oberer Marke ist noch das "B" von Bebel unten geschlossen und beide 212 sind mit Plattenfehler III.

Schöne Grüsse
Bernd




 
Carsten Burkhardt Am: 18.06.2018 12:35:25 Gelesen: 41466# 112 @  
@ giempigunalda [#111]

Hallo Bernd,

danke für die Info, damit sind die meisten Marken in b-Farbe. In meiner Erfassung jetzt 7 Marken. Aber ich muss noch einige Funde von Hilmar aufarbeiten. Vielleicht hat der auch welche gefunden.

Das "geschlossene B" ist kein Feldmerkmal, das man einzeln erfassen kann. In manchen Bögen sind 20 bis 30 % der Marken so.

Beim Plattenfehler II von 212 ist nicht der Haken auf der Stirn das Ausschlaggebende, sondern der kurze Schenkel des H. Auch hier ist es so, dass abhängig vom Farbauftrag in manchen Bögen jede zweite Marke so aussieht. Ein Fehler, den ich nie aufgenommen hätte. Eine Altlast, die man nie wieder los wird. Aber schön in Auktionskatalogen, wenn schon nichts ist, preist man die wertlose "Abart" an.

Viele Grüße

Carsten
 
giempigunalda Am: 18.06.2018 16:45:38 Gelesen: 41444# 113 @  
Hallo zusammen,

hier mal etwas (für mich Neues) von der 227b (F18). Zu sehen auf der markierten Marke eine aufrechte Verkürzung gegenüber der normalen Marke.

Viele Grüsse
Bernd


 
Carsten Burkhardt Am: 18.06.2018 19:40:13 Gelesen: 41413# 114 @  
@ giempigunalda [#113]

Hallo Bernd,

wenn eine weiße Linie mehr oder weniger lang ist, ist das eine der Variablen innerhalb eines Bogens und sehr stark abhängig vom Farbauftrag. Für Plattenfehler in der Form nicht aussagekräftig.

Die linke Marke hat ein E mit Dach in DEU.

Feld 18/68
 
giempigunalda Am: 18.06.2018 20:02:45 Gelesen: 41408# 115 @  
@ Carsten Burkhardt [#114]

Hallo Carsten,

vielen Dank für Info und Aufklärung.

Viele Grüsse
Bernd
 
giempigunalda Am: 19.06.2018 10:04:25 Gelesen: 41350# 116 @  
Hallo zusammen,

hier mal ein Bedarfsbeleg mit EF Thälmann und Merkmal "Weisser Fleck im Krawattenknoten".(Noch nicht gesehen).

Könnte u.U. selten sein.

Schöne Grüße
Bernd


 
Carsten Burkhardt Am: 19.06.2018 12:56:37 Gelesen: 41328# 117 @  
@ giempigunalda [#116]

Hallo Bernd,

ich habe die Bilder in der Bogendatenbank durchgesehen, dort findet er sich nicht. Aber ich kann einen Retusche vorstellen:



Der Urfehler auf Platte 1 Feld 62 a Strich am Kopf oben rechts und 61e = Weiße Kerbe in Augenbraue rechts. Gefunden auf Bogen 2, 9, 92, 93 und 117

Heute habe ich die Scans geordnet und neu durchnummeriert, um unbearbeitete zu finden. Und es tauchte ein Bogenteil in der a-Farbe auf (noch aus Beständen des Archivs in Bonn, die ich 2010 gescannt habe)



61f = Retusche + g = Plattenriss

Man erkennt am rechten Haarrand eine diagonale blaue breite Linie, der ursprüngliche weiße Strich rechts daneben ist weg. Quer über die Stirn zieht sich eine neue dünne blaue Linie (Plattenriss?) und die Augenzeichnung unterhalb der weißen Kerbe ist auch verändert. In dieser Deutlichkeit selten zu finden. Die Merkmal a und e dürften katalogisierbar sein.

Viele Grüße
Carsten
 
giempigunalda Am: 19.06.2018 15:18:46 Gelesen: 41304# 118 @  
@ Carsten Burkhardt [#117]

Hallo Carsten,

da dort nichts zu finden ist, muß es aber nicht heißen, daß er selten ist, aber womöglich auch nicht oft.

Du könntest dir eine Retusche vorstellen? Damit wäre ich dann auch erst einmal zufrieden.

Danke für die Information.

Viele Grüsse
Bernd
 
Carsten Burkhardt Am: 19.06.2018 15:45:54 Gelesen: 41298# 119 @  
@ giempigunalda [#118]

Hallo,

wenn ich es in der Bogendatenbank nicht habe, muss es nichts bedeuten. Bögen der 24 Pf sind rar, und es sind sicher noch nicht alle Plattentypen und Auflagen vorhanden.

Viele Grüße
Carsten
 
prefico74 Am: 19.07.2018 20:57:12 Gelesen: 40066# 120 @  
Hallo,

ich weiss nicht mehr wo, aber ich habe schon einmal zu der unten gezeigten "neuen Wangenzeichnung" bei der MiNr. 220 angefragt, ob jemand diese bestätigen kann. Auf der Köpfe/ Pieck- Seite ist diese Zeichnungsänderung auch noch nicht gelistet.

Derzeit habe ich 3 Exemplare gefunden.

Diese Zeichnungsänderung hat jedenfalls nichts mit der bereits bekannten Abweichung auf den Bogenfeldern 23, 28, 73 und 78 zu tun oder?

Gruß


 
Carsten Burkhardt Am: 20.07.2018 10:08:32 Gelesen: 40016# 121 @  
@ prefico74 [#120]

Hallo,

tut mir leid, wird kommen, aber mein Tag hat auch nur 24 Stunden.

Viele Grüße
Carsten
 
prefico74 Am: 20.07.2018 20:24:02 Gelesen: 39955# 122 @  
@ Carsten Burkhardt [#121]

Hallo Carsten,

Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen - ich habe bloß die Übersicht über meine Beitragsinhalte verloren und wollte hier noch mal nachhaken - wird schon!

Habe hier gleich noch so eine Marke - ist ein Einzelfund!



Gruß
 
Carsten Burkhardt Am: 21.07.2018 11:55:28 Gelesen: 39889# 123 @  
@ prefico74 [#122]

Abgenutzte Platte 1.
 
prefico74 Am: 22.07.2018 15:56:50 Gelesen: 39819# 124 @  
Hallo,

habe hier wieder 3 Bestätigungen bei den Druckabweichungen und zwei Neuvorstellungen.



freundliche Grüße
 
Carsten Burkhardt Am: 03.10.2018 18:52:23 Gelesen: 37797# 125 @  
Preis für 219 az bestätigt bei Köhler

Es gab bisher 5 Zuschläge um 3.000 Euro in den letzten 15 Jahren, ich habe mehrfach einen Preis für den Michel eingereicht, mein Vorschlag anhand der 3.000 Auktionszuschlag war 5.000, nichts ist passiert, im Michel steht immer noch -,-

Bei Herrn Geigle steht sie in der Liste unter Bezug auf mein Handbuch mit 2.750 (ohne Auktionsaufschlag), möchte hier aber keine Werbung machen, aber vielleicht teilt mir Christian Geigle mit, wenn es einen sechsten Verkauft-Preis gibt.



Köhler hatte für 250 ausgerufen, Zuschlag 3.000 Euro.

Damit unangefochten die teuerste Marke Köpfe I.

Glückwunsch, Käthe!

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 05.10.2018 09:07:58 Gelesen: 37741# 126 @  
212 Einzelfrankatur in Dessau versteigert

.

2009 schockte der Zuschlag von 1.200 Euro für ein Inhaltsverzeichnis frankiert mit einer 2-Pf-Marke die Sammlerwelt, ich war gespannt, was diesmal dabei herauskommt: Es wurden 340 zzgl. Immerhin, bleibt damit in den Top 10 der teuersten Köpfe 1 Frankaturen.

Viele Grüße
Carsten
 
HWS-NRW Am: 05.10.2018 14:13:04 Gelesen: 37711# 127 @  
@ Carsten Burkhardt [#126]

Hallo,

ich muß bei der Beschreibung etwas widersprechen, es ist natürlich keine "Frankatur", sondern die Ausweisung einer Gebühr, die damals vom Absender der Sendung verklebt bzw. bezahlt werden mußte, dafür bekam er halt seine "offizielle" Quittung mit Angabe der verschickten Artikel ausgehändigt.

Aber Du hast Recht, ein "dolles Stück", hätte ich damals gerne in meinem Exponat (1999) präsentiert, doch da wußte ich noch gar nicht, was das ist. In meinem "Gebührenbuch" habe ich es dann aber beschreiben und auch darstellen können.



(MiNr 212) RABENAU 15.12.1950

mit Sammlergruß
Werner
 
Carsten Burkhardt Am: 05.10.2018 14:27:23 Gelesen: 37706# 128 @  
@ HWS-NRW [#127]

Hallo Werner,

sorry für den Lapsus, Du hast recht. Gebühr, nicht Frankatur. Sind Dir andere Exemplare bekannt als die beiden von 2009 und jetzt?

Viele Grüsse
Carsten
 
stempel Am: 05.10.2018 16:03:24 Gelesen: 37683# 129 @  
Hallo Carsten,

ein Exemplar im Buch von Werner ist in meiner Sammlung. Es ist im Köpfeprojekt unter News vom September 2010 zu finden. Das Teil, das Werner zeigt, ist im September 2009 versteigert worden und auf dem Köpfeprojekt unter News im Oktober 2009 beschrieben.

Grüße
Dieter
 
Carsten Burkhardt Am: 05.10.2018 16:09:49 Gelesen: 37680# 130 @  
@ stempel [#129]

Hilf mir mal zählen, sind es also jetzt 3 bekannte Exemplare?

Viele Grüße
Carsten
 
stempel Am: 05.10.2018 16:33:03 Gelesen: 37677# 131 @  
Hallo Carsten,

ja, das sind jetzt drei bekannte Exemplare, obwohl ich noch weitere drei aus früheren Auktionen, bei denen ich nie der Höchstbietende war, kenne. Dabei war ein Exemplar auf einem selbstgestalteten Formular. Die anderen beiden könnten unter den drei bekannten Verwendungen stammen. Ich habe die Kataloge nicht mehr. Zu den Zeiten der Auktionen hatte man noch nicht Online veröffentlicht.

Grüße
Dieter
 
HWS-NRW Am: 05.10.2018 17:55:51 Gelesen: 37661# 132 @  
@ Carsten Burkhardt [#128]

Hallo,

in meinem Buch habe ich noch einen weiteren Beleg abgebildet, aber ich gebe gerne zu, ich weiß nicht mehr, welchen ich vor 20 Jahren selber in meiner Sammlung zeigen konnte, damals noch mit einer recht dürftigen Beschreibung versehen. Aber ich denke, mehr als vier-fünf Belege sind wohl nicht erhalten geblieben.



(MiNr 212) LEIPZIG WS - 18.04.1950

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 05.10.2018 18:04:04 Gelesen: 37655# 133 @  
Ich hätte da noch einen weiteren, sicherlich kaum bekannten Beleg anzubieten.



Diese Steuerkarte habe ich aber irgend wann bei einer Auktion gefunden und ihn damals erst mal abgespeichert, später, also vor zwei Jahren, kam dann mein Buch heraus, in dem ich ihn natürlich präsentieren wollte. Ob und welchen Preis der Beleg damals einfuhr, weiß ich auch nicht mehr, leider, aber es war in über 25 Jahren der erste Beleg, den ich entdecken konnte. Ob es ein Duplikat war, bei dem eine Gebühr entrichtet werden mußte, konnte auch noch nicht bestätigt werden. Dank der Wiedervereinigung haben wir im ehemaligen Westen so viele neue und hochinteressante Belege aus dem "Postverkehr" der DDR kennen lernen können.

mit Sammlergruß
Werner
 
stempel Am: 05.10.2018 18:04:29 Gelesen: 37655# 134 @  
@ HWS-NRW [#132]

Hallo Werner,

das ist der Beleg, von dem ich in Beitrag [#129] geschrieben habe. Du hast von mir noch einen zeigenswerten Beleg in deinem Buch - auf Seite 635, Zeitungsüberweisung für Verlagsstücke.

Gruß
Dieter
 
Carsten Burkhardt Am: 05.10.2018 21:35:09 Gelesen: 37613# 135 @  
Hallo,

das hat mich neugierig auf das Buch gemacht, habe ich bisher nicht. Ist es unangemessen zu fragen, ob es noch welche gibt und was der beste Weg ist, eins zu bekommen?

Viele Grüße
Carsten
 
HWS-NRW Am: 05.10.2018 21:49:11 Gelesen: 37609# 136 @  
@ Carsten Burkhardt [#135]

Hallo Carsten,

das Buch (2. Auflage) immer noch über 740 Seiten stark, ist noch zu haben.

Melde Dich doch mal über meine Mail-Adresse, für Philaseiten-Mitglieder gibt es auch einen Sonderpreis.

mit Sammlergruß
Werner
 
hannibal Am: 05.10.2018 23:23:32 Gelesen: 37600# 137 @  
Hallo Werner,

am Buch hätte ich auch Interesse.

Melde mich per Mail.

Viele Grüße
Peter
 
hannibal Am: 12.10.2018 20:56:00 Gelesen: 37330# 138 @  
Hallo,

nachfolgend ein gestempelter Viererblock der DDR 330zaXII, bei dem die untere rechte Marke interessant ist.



Im Detailbild nur die rechte untere Ecke der Marke



Rechte Bildeinfassungslinie und Teile des Kragens nach rechts verschoben.
Was könnte die Ursache sein?

Viele Grüße
Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 13.10.2018 16:57:05 Gelesen: 37277# 139 @  
Bist Du sicher, dass es sich nicht um eine Beschädigung der Marke handelt?

Viele Grüsse
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 18.10.2018 07:41:49 Gelesen: 37061# 140 @  
Neuer Top-10 Fehler:



Ohrläppchen fehlt komplett.

Gestern beim Bearbeiten eines neuen Bogens gefunden (Datenbank Bogen 23 Feld 100).

Bisher keine weiteren Bestätigungen

Gute Suche!

Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 18.10.2018 09:00:15 Gelesen: 37048# 141 @  
Um Vergleichsmaterial zu liefern und die Suche noch etwas zu befruchten, hier noch einige weitere Funde aus dem Bogen, wie schon vorher erwähnt eine völlig neue Plattentype:



f33 Erstes E von ENGELS abgerundet, weißer Kragen deutlich verbreitert



f23 weißer Fleck im Haar am Ohr



f40 weißer Fleck im Haar oben am Bildrand



f99 Farbfleck in der Trennlinie über P von POST



f76 Weißer Fleck im Bart



f68 Farbfleck auf Kragenspitze



f54 Zwei Striche hinter R von FRIEDR



f31 Weißer Fleck auf Schläfe

Wenn das Sondermarken wären, würde wohl fast jeder als groß bezeichnet werden. Bei Freimarken sollte man zurückhaltender sein, weil die Auflagen größer sind und die Anzahl der Auflagen groß ist und weniger davon erhalten ist, als bei Sondermarken. Ergo - weniger gefunden werden kann.

Bei dem in der Post zuvor vorgestellten Fehler "Ohrläppchen fehlt komplett" stellt sich die Frage, ob so etwas Absicht war. Derartig große Zeichungsunterschiede könnten eigentlich auch Sicherheitsmerkmale sein, die angebracht wurden, um Falschbögen zu kennzeichnen. Im Kommunismus war alles Paranoia, und dieser Fehler würde in die Reihe mit Trauerblick bei 15, Schmollmund bei 20 und andere Ohrzeichnung bei 84 passen.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 21.10.2018 16:52:26 Gelesen: 36919# 142 @  
@ HWS-NRW [#127]

Das Exemplar ist wieder mal auf dem Markt, in Dresden kommt es für 500 zum Ausruf. Dort findet sich auch ein Brief von Willi Melz als Antwort auf eine Frage von Jörg Schönherr 2003, die ganz interessant ist:



In der Beschreibung des Loses hat sich das Auktionshaus leider den Faux-pas erlaubt, den Namen des Prüfvereins des Prüfers zu verändern. Schönherr, der das Stück 2003 mit Befund geprüft hat, war damals BPP-Prüfer. Die Dresdner schreiben unrichtig: ausführlicher Befund vom 26.6.03 Schönherr VP. Das ist eine Boshaftigkeit ohnegleichen. Einem Prüfer nachträglich seine BPP-Mitgliedschaft absprechen, nur weil seine Mitgliedschaft geendet hat und er bei einem anderen Verein weiterprüft, berechtigt nicht dazu, nachträglich den Ursprung der Befunde zu "korrigieren".

Ist das eine neue Art Liebesdienst für Deinen Berliner Freund, Henry? Es gibt ein altes Sprichwort, "Ehrlich währt am längsten". Diese Art Verleugnung zähle ich nicht dazu.

Und der Satz "als Einzelfrankatur möglicherweise Unikat" zeugt nicht besonders von Sachkenntnis, wenn es nicht die typische "nur heute billiger" Masche aller schlechten Verkäufer ist.

Viele Grüße
Carsten
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 11:05:02 Gelesen: 36619# 143 @  
@ Carsten Burkhardt [#125]

Hallo Carsten,

diese 219 a z hat augenscheinlich eine waagerechte Papierwellung. Soll heißen, das Papier wellt sich von oben nach unten.

Was mich interessiert, in welcher Richtung sich das Papier von Deinem in Beitrag [#96] gezeigten Bogen der 25 Pf-Marke wellt. Von oben nach unten oder von links nach rechts?

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 12:49:44 Gelesen: 36594# 144 @  
Hallo,

die 25 Pf-Marke Köpfe I wurde nur in der ersten Druckperiode gedruckt.

Die beiden linken 25 Pf-Marken sind nicht gleich den drei rechten.



Wahrscheinlich lassen sich alle Marken bestimmten Druckmaschinen zuordnen.

Manche Marken, auch mit voller Gummierung, wellen sich von oben nach unten und andere von links nach rechts.

Voll spannend werde ich weiter forschen.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 13:35:56 Gelesen: 36575# 145 @  
Hallo,

habe mich irritieren lassen, die 25 Pf-Marke war damals in zwei Druckperioden eingeteilt. Wenn ich mir die einstige Aufteilung nach Druckperioden und die heute im Michel hinterlegten Druckdaten der Marken ansehe, dann ergibt die damalige Aufteilung aber keinen Sinn und man hat sie wohl daher auch fallen lassen. Ferner sich natürlich die Frage stellt, nach welchem Kriterium man Druckperioden einteilen möchte. Vergessen wir das mit den Druckperioden und konzentrieren uns auf die Druckdaten, den bekannten Marken mit sogenannter Borkengummierung und den Druckformen mit vier oder acht Nutzen.

Mit letzterem, den Druckformen, ggf. auf verschiedenen Druckmaschinen verwendet, wird wahrscheinlich auch verbunden sein, ob sich das Papier von oben nach unten oder von links nach rechts wellt.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 27.10.2018 13:38:02 Gelesen: 36573# 146 @  
die 25 Pf-Marke Köpfe I wurde nur in der ersten Druckperiode gedruckt.

Das stimmt nicht, es gibt 3 sauber abgrenzbare Hauptfarben, und bei 2 Farben lassen sich noch Teilauflagen anhand der Kurven abgrenzen. Die Bogenforschung hat 9 verschiedene Platten erbracht von 1948 bis 1953 inkl Köpfe 2.
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 13:45:03 Gelesen: 36569# 147 @  
@ Carsten Burkhardt [#146]

Hallo Carsten,

siehe meinen letzten Beitrag, da habe ich schon dazu ausgeführt.

Du musst Köpfe I und II als zwei verschiedene Ausgaben ansehen und kannst Angaben zu Druckplatten nicht wirklich zusammenwerfen.

Für die 25 Pf Köpfe I gibt es zwei verschiedene Druckdaten im Michel.

Die Drucke sind mit großer Wahrscheinlichkeit über verschiedene Druck- und Papiermerkmale klar zu den entsprechenden Druckdaten zuzuordnen.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 27.10.2018 14:43:39 Gelesen: 36551# 148 @  
dann ergibt die damalige Aufteilung aber keinen Sinn und man hat sie wohl daher auch fallen lassen.

Es wurde fallen gelassen, weil die Abgrenzung nicht geeicht war und die Prüfer wild durcheinander geprüft hatten. Eigentlich war bei den Papieren die erste Auflage mit eigenständiger UV-Farbe und ungebleicht als v, die ca. 15 späteren Papiere als w gemeint. Zempel hatte sie ca. 1960 eingeführt. Doch die Prüfpraxis war über die Jahrzehnte aus dem Ruder gelaufen un d am Ende wusste niemand mehr, was nun v und was w war.

Paul hat vergeblich versucht, eine Katalogisierung nach Papieren aufzustellen. Ich habe ihn 2005-2008 bei seinen Forschungen unterstützt, oder andersherum ich habe große Mengen Material herangeschafft und die Arbeiten von Zempel nachzuvollziehen versucht, aber es gab keine klaren Grenzen zwischen die vielen Papieren und es gab großen Widerstand von den anderen Prüfkollegen, damals Mayer und Schönherr im BPP, sodass die Abgrenzung sauber messbarer und trennbaren Farben sicherer erschien.

Was im Michel zur 25 Pf steht, ist Null. Für die 25 Pf Köpfe I gibt es zwei verschiedene Druckdaten im Michel. Was meinst Du damit? Die drei Druckkontrollvermerke

Fritzsche links steigend bzw. steigend
Paul Wagner links fallend
und W

sind alle auf Platte 2 zu finden.

Platte 1 ist die mit den Randleisten Typ 1 rechts und links. Ab Platte 3 sind keine Randdrucke. Erst wieder bei den letzten beiden Platten in den Graphischen Werkstätten (334v).

Du musst Köpfe I und II als zwei verschiedene Ausgaben ansehen und kannst Angaben zu Druckplatten nicht wirklich zusammenwerfen.

Das ist leider anders. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen den Druckplatten, viele Feldmerkmale ziehen sich über mehrere Plattengenerationen durch, manche Urfehler (je 25er Klischee) ziehen sich von der ersten bis zur letzten Platte durch, manche treten über alle späteren Platten gemeinsam auf.

Die Fundtabelle ist hier: http://www.köpfe1.de/kopfbogen/steuerung/fo221tab.html

Habe aber an der 25 seit vielen Jahren nichts mehr gemacht. Die Tabellen der später weiter bearbeiteten Wertstufen sind besser ausgebaut mit Links und farbigen Markierungen.

Bei der 25 Pf ist aus meiner Sicht alles geklärt, weil es Unmengen an Bogenmaterial gibt, auch von den späteren Auflagen.

Übrigens sind die späten Auflagen (221b, 221cI und cII nach VPP/VPEx) gestempelt fast genauso selten wie 334z, nur weil sie nicht im Michel stehen, kennt sie niemand. Und die meisten habe sie nie gesehen, weil 99% der gestempelten Marken im Verkehr 221a sind.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 15:24:40 Gelesen: 36537# 149 @  
@ Carsten Burkhardt [#148]

Hallo Carsten,

wer Germania Friedensdruck und Germania Kriegsdruck nicht als zwei verschiedene Ausgaben ansieht, wird die Unterschiede nie verstehen.

Selbstverständlich überschneiden sich Plattenmerkmale von Köpfe I und II, wie von Dir beschrieben. Dennoch sind es zwei unterschiedliche Ausgaben, gedruckt auf Papieren mit unterschiedlichen Wasserzeichen. Worum es mir geht sind Angaben wie "Die Bogenforschung hat 9 verschiedene Platten erbracht von 1948 bis 1953 inkl Köpfe 2." Solche sind in der gemachten Art irrelevant. Eine Angabe zur Bogenforschung Köpfe I und eine zweite Angabe für Köpfe II, das wäre aussagekräftig.

Was anderes als Druckdaten sollen die in Klammern gemachten Angaben bei Köpfe I sein? Etwa Frühdaten?

Was Herr Zempel 1960 unter seiner UV-Lampe gesehen hat, können wir heute ggf. nicht mehr nachvollziehen. Herr Jäschke-Lantelme hat m.W. in seinem Gerätepark noch zusätzlich ein so altes Gerät, mit eigenartiger hochgradig gefährlicher UV-Strahlung, stehen. Er erzählte mir einst davon, auch von der gefährlichen Strahlung, die diese abgibt. Vielleicht kann man mit dieser Lampe mehr nachvollziehen?

Die alte Einteilung nach Druckperioden kann aber noch aus mehr Gründen hinken, als von mir schon aufgeführt, z.B. durch die Verwendung alter Papiersorten in späten Auflagen. Dieses ist sogar schon bei den Germania-Marken vorgekommen und noch schlimmer ist es bei einer Freimarkenserie aus Griechenland.

"Druckkontrollvermerke", in der Inflationszeit sind es die "Kontrollzeichen", kommen selbstverständlich auf einer Druckplatte auch verschiedene vor. Alles wiederholt sich in der Philatelie.

Da es die 221 mit Borkengummierung in beiden Richtungen gibt, auch wenn sie jeweils in gleicher Richtung auf das Papier aufgetragen wurde, muß es auch hier sich in verschiedene Richtungen wellende Papiere geben und dies bestätigt sich an den oben von mir gezeigten 25 Pf-Marken. Die linken wellen sich von oben nach unten und die rechten von links nach rechts. Dies begründet sich dann daher, dass die Druckbogen, je nach Druckmaschine bzw. Druckform, in unterschiedlicher Richtung eingelegt wurden.

Diese Fotos habe ich heute morgen erstellt. Weitere, nur mit den 25 Pf-Marken, werden folgen.





Jetzt weiß ich nur noch nicht genau, ob der fehlerhaft arbeitende Rakel waagerechte oder senkrechte Fehlstellen gezogen hat. Meine Vermutung ist waagerecht und im Falle das es nicht hinhauen sollte, dann muß man halt die Bilder nochmals um 90 Grad drehen (smile).

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 15:54:34 Gelesen: 36523# 150 @  
Hallo Carsten,

Deinen Beitrag zu den Farben der 50 Pf Köpfe I habe ich mir aufmerksam durchgelesen.

Ja, es sind mindestens drei verschiedene Druckfarben, nach denen man die Marke unterteilen kann.

Nachstehend, etwas unkonventioneller, so ganz ohne Messkurven, senkr. Paar = a, gestempelte Marke = b, Eckrandstück = c dargestellt bzw. ausgetüftelt. Herr Zenker ist bei gewissen blauen Marken wohl gleichsam vorgegangen. Die c-Farbe hebt sich gegenüber der b-Farbe mit einem gewissen Rotanteil ab, welchen ich auch auf Deinem Scan mit den vier Reihen nachvollziehen kann.



Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 27.10.2018 16:30:41 Gelesen: 36517# 151 @  
Was anderes als Druckdaten sollen die in Klammern gemachten Angaben bei Köpfe I sein? Etwa Frühdaten?

Verstehe nicht, wo steht was?
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 16:39:23 Gelesen: 36509# 152 @  
@ Carsten Burkhardt [#151]

221 25 (Pf) dunkelbräunlicholiv bis dunkeloliv (27.Okt. 1948) (6. Nov. 1948) br

So steht es schon einige Zeit [1] für MiNr. 221 im Michel und zwei Frühdaten kann es ja für eine Marke nicht geben und daher denke ich, dass es sich bei den in Klammern gesetzten Daten um zwei Druckdaten handelt.

Beste Grüße
Markus

[1] Michel 2016 + 2017 + 2018. Michel 2015 habe ich nicht mehr. Im Michel 2014 stand nur der 27.Okt.1948 in Klammern vermerkt und viele weitere Daten, bei anderen Marken, fehlten auch. Es erweckt den Eindruck, dass Du keinen aktuellen Michel-Katalog hast. Manchmal steht echt etwas Neues drin.
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 17:59:06 Gelesen: 36487# 153 @  
Hallo Carsten,

im Kleingedrucktem steht die Auflösung. Habe ich eben erst bemerkt.

Zitat: "Die gerade gedruckten Daten sind die Auslieferungsdaten der entsprechenden Wertstufen aus der Druckerei, die kursiven Daten bezeichnen die bisher bekannten frühesten Verwendungen. Amtliche Ausgabedaten wurden nicht festgelegt."

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 27.10.2018 18:11:08 Gelesen: 36485# 154 @  
Ah ja, das hat einen ganz anderen Grund. Leider ist im Michel etwas ganz anderes herausgekommen, als es sollte.

Seit vielen Jahren stand Ausgabedaten im Michel, die sich auf eine Akte beziehen, die von Giesecke & Devrient am 22.11.48 an die Hauptverwaltung Post- und Fernmeldewesen in Berlin geschickt wurde

"Auslieferungsbeginn der neuen Standard-Marken"

Wert: 2-6-12-60 Pfg. am 13.10.48
Wert: 8-10-15-16 Pfg. am 16.10.48
Wert: 20-25-30-40 Pfg. am 27.10.48
Wert: 24 Pfg. am 4.11.48
Wert: 50 Pfg. am 10.11.48

Die Daten haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Sie wurden nachträglich gemeldet, in vielen Fällen war es offensichtlich deutlich später. So hat man in DDR-Zeiten die Planerfüllung schön geschwindelt. Und der Michel hat so eine Schwindel-Akte einfach für bare Münze gehalten und die Daten als Erstausgabetage veröffentlicht.

Wir erfassen seit Jahren die frühesten Verwendungen und kommen Stück für Stück voran, aber die Differenz zwischen Auslieferungsbeginn und frühester bekannter Erstverwendung beträgt bis zu 33 Tage. Es gibt hier einen Thread zu dem Thema. Der Wert in Klammern ist der durch uns gemeldete zweite.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 18:26:52 Gelesen: 36475# 155 @  
Hallo Carsten,

was ist denn für die MiNr. 222 b (UV leuchtendrot) momentan der aktuelle Stand?

Im Michel 2018 steht (Aug. 1951) als Frühverwendungsdatum.

Wenn ich bei mir unter UV nachsehe und die Stempeldaten zu meinen "UV-Leuchtkeksmarken" betrachte, dann sind meine teils viel früher abgestempelt.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 27.10.2018 19:31:12 Gelesen: 36451# 156 @  
Hallo,

ich habe meinen aktuellen Michel im Büro, aber wenn das dort steht, ist es komplett Unfug. 222b ist die Erstauflage. Ich habe das nicht zugeliefert, 2016 hat ja der Arge-Vorstand beschlossen, keine Änderungsanträge mehr von mir anzunehmen und die Köpfe Fachgruppe aufgefordert, sich einen neuen Leiter zu wählen, weil ich permanent gegen die derzeitige Vorgehensweise opponiert habe.

Mich regt der Murks natürlich auf, den Paul und Ruscher da verzapft haben, aber solange sich der Michel damit abgibt, steht halt derartiger Unfug drin.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 19:31:47 Gelesen: 36451# 157 @  
Schaun wir mal.

MiNr. 222, 30 (Pf) (27. Okt. 1948)

a) dunkelzinnoberrot (Töne) (UV braunrot) (6. Nov. 1948)

b) dunkel- bis schwärzlichzinnoberrot (UV leuchtendrot) (Aug. 1951)

c) dunkelrot (UV dunkelrot) (Nov. 1951)

Die letzten drei Marken in meiner ersten Reihe weichen im Farbton von den restlichen in erster und dritter Reihe ab. Diese drei Marken zeigen unter UV ein dunkles "weinrot" und dürften/könnten/sollten die c-Farbe darstellen, hingegen die anderen in braunrot reagieren und dementsprechend a-Farbe sein sollten. Die Marken in der mittleren Reihe reagieren in einem "leuchtendrot" und sollten somit in die b-Farbe fallen.

Zwei der leuchtendroten Marken tragen einen Stempel aus "EISENACH 1" mit Jahreszahl "50". Die letzte Marke in der mittleren Reihe einen Stempel aus "WEISSENSEE (THÜR)" mit einem Verwendungsdatum aus "3.50" bzw. März 1950.





Das ist aber eine ganz schön große Differenz, zu der Angabe im Michel. Selbst finde ich jetzt keinen Ansatz, warum die Marken in der mittleren Reihe keine b-Farbe sein sollten.

Beste Grüße
Markus

Hallo Carsten, unsere Beiträge haben sich um ein paar Sekunden überschnitten. Dein Beitrag dürfte dann alles erklären.
 
hannibal Am: 27.10.2018 19:39:40 Gelesen: 36448# 158 @  
Hallo Markus,

im Michel sind schlicht und einfach für die 222 a und b die Frühverwendungs-Daten vertauscht.

Richtig wäre 222 a (August 51), 222b (06.11.48).

Dazu findest Du für viele Wertstufen K1 im entsprechenden Thread bei philaseiten die frühesten Verwendungsdaten.

Solange ich K1 sammle - eine Erstagsverwendung (Auslieferungsdatum) habe ich noch nicht gesehen. Ein Brief vom 12.10.48 (auch im dem Thread abgebildet) war das früheste Verwendungsdatum.

Viele Grüße
Peter
 
Markus Pichl Am: 27.10.2018 21:18:13 Gelesen: 36426# 159 @  
@ hannibal [#158]

Hallo Peter,

vielen Dank, für Deine Erklärung. Jetzt muß nur noch jemand die Korrektur im Michel vornehmen.

Meine dritte Marke in erster Reihe, MiNr. 222 a, hat einen Stempel aus "NIEDERSCHLEMA 6.8.51"



Beste Grüße
Markus
 
hannibal Am: 27.10.2018 21:18:29 Gelesen: 36425# 160 @  
Hallo,

kleine Korrektur "Ein Brief vom 14.10.1948" natürlich. Kommt davon, wenn man zu schnell ins Forum einstellt.

Viele Grüße
Peter
 
Markus Pichl Am: 28.10.2018 09:03:42 Gelesen: 36380# 161 @  
Hallo,

meine Marken MiNr. 222 habe ich mir vorhin noch einmal unter UV betrachtet und ich habe etwas umsortiert.

Die c-Farbe teilt sich in eine hellere und in eine dunklere Variante unter UV auf. Das Ergebnis ist auch im Scan gut nachvollziehbar, die einzelnen Reihen sehen in ihrer Farbgebung nun harmonisch aus.

1. Reihe a-Farbe
2. Reihe b-Farbe (Erstauflage)
3. Reihe c-Farbe



Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 28.10.2018 09:52:08 Gelesen: 36367# 162 @  
Hallo Markus,

nur die ganz dunklen sind c, der Rest, vielleicht alle der unteren Reihe bei Dir ist a.

b ist sehr häufig
a ist häufig und sehr vielgestaltig, besteht aus vielen Einzelauflagen
c ist selten, na ja, relativ selten. Vor allem mit lesbarem Stempel und guter Zähnung selten.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 28.10.2018 10:22:40 Gelesen: 36348# 163 @  
@ Carsten Burkhardt [#162]

Hallo Carsten,

nach dem Stempeldatum und der UV-Reaktion stimmt meine Auswertung.

Mein Scan ist insgesamt sehr hell, ICC-Profil sRGB und Bildschirmgamma 2.2

Wenn ich die Marken mit einem anderen Profil und niedrigerem Bildschirmgamma 1.8 einscanne, kommst Du zu einer anderen Meinung. Siehe nachstehend.



Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 28.10.2018 11:10:12 Gelesen: 36332# 164 @  
Hallo,

je weniger Marken im Scan und je höher die Bildauflösung, wird der Unterschied noch klarer.

Nachstehend wiederum ein mit ICC-Profil sRGB und Bildschirmgamma 2.2 aufgenommener Scan, es handelt sich hierbei um die jeweils letzte Marke aus 1. und 2. Reihe sowie die erste Marke aus 3. Reihe.

Rechts sehen wir die Ergebnisse der Messungen im HSV-Farbraum. Bei einem Farbwinkel von Null Grad fängt Rot und bei 15 Grad Zinnober an. Mit kalibrierter Hard- und Software werden nach meiner Einschätzung die Ergebnisse noch ein Stückchen weiter auseinander liegen. Sie liegen aber jetzt schon weit genug auseinander, um behaupten zu können, dass es sich um drei verschiedene Farben handelt. Entscheidend ist der Farbwinkel.



Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 28.10.2018 11:45:46 Gelesen: 36312# 165 @  
Hallo,

in der Zwischenzeit, also nach meinem letzten Beitrag, habe ich noch die anderen fünf Marken aus meiner letzten, sprich der c-Reihe durchgemessen. Diese habe ich im nachstehendem Scan von 2 bis 6 durchnummeriert, denn 1 hatten wir ja schon.

Die Proben wurden immer in gleicher Größe 85 x 129 Pixel und aus rechter oberer Ecke entnommen bzw. virtuell ausgeschnitten.

Nun, die gemessenen Farbwinkel liegen zwischen 4 und 6 Grad, somit unterhalb der gemessenen b-Farbe und weit weg von der a-Farbe.



Was will man mehr, als eine Übereinstimmung im Scan, unter UV und bei den Messergebnissen.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 28.10.2018 12:04:58 Gelesen: 36305# 166 @  
Hallo Markus,

bei 222 ist nur die UV-Farbe ausschlaggebend. Ich habe mit den Kurven keine eindeutige Zuordnung hinbekommen, es waren immer falsch positive bzw falsch negative Ergebnisse darunter, also funktioniert es nicht.

Zur Abtrennung der Farben braucht man geprüftes Vergleichsmaterial. 222c sieht auch deutlich stärker Rot aus, weniger Orange. Ich bezweifle, dass unter Deinen Marken eine dabei ist, 1:100 oder seltener.

Viele Grüsse
Carsten
 
Markus Pichl Am: 28.10.2018 12:13:48 Gelesen: 36300# 167 @  
@ Carsten Burkhardt [#166]

Hallo Carsten,

Deine Kurven kannst Du nicht mit der Messung im HSV-Farbraum vergleichen.

Die Ergebnisse sind eindeutig und nachvollziehbar von mir dargestellt. Eine Einrede, die sechs Marken der 3. Reihe würden selbige Farbe sein, wie die Marken in erster Reihe, zieht in keinster Weise.

Was ich nicht ausschließen möchte, dass es noch eine vierte Farbe gibt, die bestimmbar ist.

Wenn mir eine geprüfte c-Farbe vorliegt, vergleiche ich das noch einmal gerne und werde berichten.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 28.10.2018 12:25:49 Gelesen: 36293# 168 @  
Hallo Markus,

bei der Katalogisierung werden Töpfe gebildet, in den billigen Varianten befinden sich meist viele unterschiedliche Varianten.

Du kannst möglicherweise 10 Varianten von a finden, und alle sind unterschiedlich, aber keine ist c.

Viele Grüsse
Carsten
 
Ben 11 Am: 28.10.2018 13:22:48 Gelesen: 36269# 169 @  
@ Carsten Burkhardt [#166]

Ich habe mit den Kurven keine eindeutige Zuordnung hinbekommen, es waren immer falsch positive bzw. falsch negative Ergebnisse darunter, also funktioniert es nicht.

Das von Markus in [#161] gezeigte Bild der Marken unter UV-Licht ist eine typische Reaktion von Farben auf eine geänderte Beleuchtung. Das heißt, Farben, die unter Tageslicht nahezu gleich aussehen, ändern ihr Aussehen unter einer anderen Lichtquelle (hier UV-Licht mit anderer Wellenlänge). Die Farbmetrik bezeichnet diese Farben als "bedingt gleiche Farben". Die Änderung des Aussehens unter anderer Lichtquelle hat jedoch immer auch eine andere Remissionskurve zur Grundlage. Man sollte das an den Kurven also erkennen können.

@ Markus Pichl [#167]

[I]Deine Kurven kannst Du nicht mit der Messung im HSV-Farbraum vergleichen./I]

Warum nicht?

Die Grundlage der HSV Farbwerte ist ebenfalls eine Remissionskurve als Antwort auf eine bestimmte Beleuchtung. Die Werte werden lediglich anders verarbeitet und für die Darstellung am Monitor aufbereitet. Es werden also nicht selbstleuchtende Körperfarben der Briefmarken in selbstleuchtende Farben des Monitors umgewandelt.

Die Frage ist nur, verwendet Ihr beide die gleiche Lichtquelle. Carsten verwendet Normlicht D65 in seinem Messgerät. Womit arbeitet Dein Scanner?

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 28.10.2018 14:18:12 Gelesen: 36247# 170 @  
Hallo zusammen,

die von mir gezeigten Marken sehen weder unter UV, noch an Tageslicht gleich aus. Farbtöpfe interessieren mich nicht wirklich sondern ich möchte wissen, was möglich ist.

Die b-Farbe ist unstrittig, diese leuchtet unter UV. Die zweite und dritte Marke im UV-Bild habe ich als a-Farbe und die vierte und fünfte als c-Farbe deklariert.

Die UV-Reaktionen der dritten und vierten Marke sind nicht gleich. Die der dritten Marke ist bräunlicher, die der vierten Marke ist ein Rotton (ein Art "Kirschrot"). Der Unterschied begründet sich in einer etwas unterschiedlichen Pigmentierung oder einem anderen Bindemittel (bei der dritten hängt mehr Gelb im Hintergrund). Der Farbauftrag ist auch unterschiedlich.



Bei der zweiten bis fünften Marke habe ich in Gelb die Farbwinkel aus der HSV-Farbraummessung aufgeschrieben.

Ich werde mir geprüfte Marken in c-Farbe besorgen, dann sehen wir weiter.

Wir kommen sonst, egal mit welchen guten Argumenten jeder argumentiert, zu keinen weiteren Ergebnissen.

Carsten verwendet Normlicht D65 in seinem Messgerät. Womit arbeitet Dein Scanner?

Das kann ich Dir nicht sagen, weil ich es nicht weiß. Es ist aber auch völlig irrelevant, da ich die Ergbnisse meiner Scans untereiander vergleichen kann und die Marken sogar innerhalb von einem Scan aufgenommen und dann die Proben gezogen habe. Nur ein direkter Vergleich von seinen Scans und meinen Scans verbietet sich.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 29.10.2018 14:57:00 Gelesen: 36067# 171 @  
@ Ben 11 [#169]

Die Änderung des Aussehens unter anderer Lichtquelle hat jedoch immer auch eine andere Remissionskurve zur Grundlage. Man sollte das an den Kurven also erkennen können

Das wäre korrekt, wenn der Messbereich des Spektrophotometers im UV-Bereich liegen würde.

Die Farben von SBZ 222 wurden unter UV festgelegt, also sind nur die Farben unter UV relevant.

Mein Spektrophotometer misst nur von 360 bis 700 nm, also ist der UV-Bereich nicht abgedeckt und Veränderungen in diesem Bereich sind in der Kurve nicht zu sehen. Es gibt andere Geräte, wie zum Beispiel das I-one, das einen weiteren Messbereich besitzt, dort haben die Kurven entsprechend eine Verlängerung nach vorn oder hinten.

Und ein Tipp zum Finden von 222c: Das Papier ist vergleichbar mit DDR 302, 307 und 311-314.

Viele Grüße
Carsten
 
Markus Pichl Am: 29.10.2018 22:56:27 Gelesen: 35992# 172 @  
Hallo Carsten,

wenn ich die dunkelste UV-Reaktion und auch das Papier berücksichtige, dann kommen nur die beiden letzten Marken in meiner dritten Reihe für die c-Farbe in Betracht. Siehe Scan in Beitrag [#163].

Das Papier dieser zwei Marken ist kräftiger und fühlt sich vorderseitig etwas glatter an.

Wenn Du Dir die Marken in meiner dritten Reihe lange genug ansiehst, dann wird Dir ein phänomenaler Sortierfehler meinerseits auffallen - welcher sich auch in den Farbmessungen, siehe Beitrag [#165], als auch dem dortigen Scan widerspiegelt.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 30.10.2018 11:55:05 Gelesen: 35926# 173 @  
Hallo,

mal meine 3 Marken, die ich zum Prüfen benutze:



Etwas unscharf, aber das Wesentliche sollte zu erkennen sein.

Viele Grüße
Carsten
 
Pepe Am: 30.10.2018 23:29:18 Gelesen: 35855# 174 @  
Hallo Carsten, hallo Markus,

Euch mal ein großes Lob und vielen Dank für die Mühen, welche für solch aufwendige Bilder unter UV notwendig sind.

In meiner eigenen Briefmarkengeschichte hatte ich mal wegen einer Krankheit sehr viel Zeit und diese damit verbracht Unmengen von Massenware Marken aus einer überfüllten Albumschwarte herauszuziehen und dann auf blanco Seiten A4 Papier zu kleben. Da ging es viel um SBZ, DDR, Bund Berlin und Deutsches Reich. Und je mehr Marken einer Sorte vorhanden waren, je mehr wurde auch weggeworfen. Bei den Köpfen sind einige hundert geblieben und sicher einige tausend weggeworfen. Damals 1986 waren diese Massenware Marken zum teil Ballast. War aus heutiger Sicht für die Forschung nicht so gut. Aber ich meinte damals immer. Niemand wird auch nur einen Pfennig ausgeben für Marken mit fehlenden Zähnen oder Ecken oder Fenstern.

Das ist nun schon 32 Jahre her und die Klemmbinder führten ein bescheidenes Dasein. Heute werden sie wieder interessant und nun ärgere ich mich über das Einkleben. Damals war bei der Wasserzeichensuche noch Apothekenbenzin im Spiel und ich könnte nicht immer Gewähr für die Bestimmung geben. Ich denke, ich werde Einige mal versuchen zu verkaufen.

Meine Technik macht es nur schwer möglich Bilder unter UV zu zeigen. Habe nun gerade wegen der 30 Pfennig Marke (Mi 222) die Mühen schätzen gelernt. Ich zeige erst einmal die Seite 6 mit den Mi Nummern 222, 223 mit Epson eingescannt und mit XnView geschnitten.



War nach Lipsia DDR Spezial sortiert.

Nun mal die Michel 222



Nun die Frage? Wie viele Farben meint Ihr zu erkennen?

Nette Grüße Pepe
 
zonen-andy Am: 31.10.2018 07:57:23 Gelesen: 35821# 175 @  
Hallo,

von mir die Mi.Nr.222 gestempelt alle geprüft a/b/c Burkhardt als Vergleich.



Grüße Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 31.10.2018 12:48:11 Gelesen: 35764# 176 @  
Hallo,

wie man sieht, ist unter Tageslicht nichts zu sehen, die Prüfung geschieht ausschliesslich unter UV.

Danke, Andy.

Viele Grüsse
Carsten
 
Bernd Steudner Am: 31.10.2018 14:53:41 Gelesen: 35740# 177 @  
@Carsten Burkhardt

Mal eine Frage an den Experten: Warum ist die 223c ** (40 Pfg.) so teuer?
Gestempelt gibt es die doch wie Sand am Meer.

Postfrisch habe ich von meinen 40 Sück 2 in der Farbe c, zwar nicht geprüft, aber an Hand der Farbe und gerasterten Druck deutlich zu erkennen.

Wäre es ratsam die trotzdem prüfen zu lassen, und wenn ja was würde das kosten?

Danke und Grüße
Bernd
 
Carsten Burkhardt Am: 31.10.2018 16:25:23 Gelesen: 35711# 178 @  
Hallo Bernd,

vorneweg, ich nehme zur Zeit keine neuen Prüfsendungen an.

223c ist gestempelt sicher häufig, ich habe einige 100, vielleicht 30 Albumseiten voll. Warum die gestempelt-Notierung im Michel so ist, musst Du die BPP Prüfer oder Frau Baumann fragen. Der Handelspreis ist niedriger als die Prüfkosten.

Postfrisch ist das schon etwas anders, da ist sie die seltenste Variante, aber ich habe schon mindestens 50 Stück postfrisch oder ungebraucht geprüft, meist mit Falz oder Gummimängeln, hatte auch schon einige mit Falzentfernung und nachgummiert da, dafür ist die 223c prädestiniert. Und deshalb würde ich postfrisch nur geprüfte erwerben.

Es gab auch mal einen kompletten Bogen in einer alten Sammlung.

Viele Grüsse
Carsten
 
Pepe Am: 31.10.2018 18:50:40 Gelesen: 35679# 179 @  
@ Carsten Burkhardt [#176]

Hallo Carsten,

die 30 Pfennig ist bei Tageslicht wirklich nicht unterscheidbar. Hier mal der Versuch unter UV zu fotografieren.



Hier fällt das Paar oben rechts auf. Ich hab es noch mal neben den anderen gelegt



gestempelt in Halberstadt am 9.1.1954, ein sehr dunkles Erscheinungsbild.

Kann man hier mal eine grobe Farbschätzung machen?

Nette Grüße Pepe
 
Bernd Steudner Am: 31.10.2018 20:06:06 Gelesen: 35651# 180 @  
@ Carsten Burkhardt [#178]

Danke Carsten, ich teile Deine Meinung. Schade wegen der Prüfung.

Viele Grüße
Bernd
 
Carsten Burkhardt Am: 31.10.2018 21:11:27 Gelesen: 35629# 181 @  
@ Pepe [#179]

Sorry, seriös kann man das nicht vom Scan machen, aber auch hier ist dje Prüfung nicht wirklich sinnvoll, die gestempelten Marken sind billig.

viele Grüsse
Carsten
 
Pepe Am: 01.11.2018 21:07:30 Gelesen: 35551# 182 @  
@ Carsten Burkhardt [#181]

Danke für die Antwort. Ich meine die Betrachtung unter UV ist ein wenig objektiver. Und denke hier alle drei Farben zu sehen.
Schaut man sich mal die 40 Pfennig Marken [#174] an, so meine ich mal ganz subjektiv mindestens 3 Farben zu sehen. Ist aber halt subjektiv.

Nette Grüße Pepe
 
Carsten Burkhardt Am: 01.11.2018 22:05:00 Gelesen: 35541# 183 @  
@ Pepe [#182]

Hallo Pepe,

die Kompression des Bildes ist viel zu stark, man sieht nur Artefakte. Man kann Jpgs auch weniger komprimieren, dann könnte ich mehr sagen.

Ich erkenne einige 223d, die sind die roten, und einige 223c, besonders ganz links 2. Reihe. Alle anderen sehen durch die Artefakte auch aus wie c, aber das kann nicht sein.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 01.11.2018 23:12:24 Gelesen: 35516# 184 @  
Hallo Carsten,

nachstehend einige Marken MiNr. 223, welche ich einfach "frei Schnauze" sortiert habe. Welche der Farbtönungen zu welcher Unternummer im Michel gehört, darüber habe ich mir noch keinen Gedanken gemacht.

Auffällig sind die beiden ersten Marken in zweiter Reihe, diese haben gegenüber den anderen ein weitaus kräftigeres Papier und Stempeldaten aus Dezember 1951.

Die dritte Marke in zweiter Reihe schlägt auch etwas aus ihrer Art, das Papier scheint mir aber verwaschen zu sein.

In die unterste Reihe habe ich fünf Einzelmarken gesteckt, die mehr nach Violett gehen.

Die UV-Farbe von dem postfrischen senkr. Paar spiegelt sich bei keiner der gestempelten Marken wider, auch dieser Farbton geht mehr nach violett als nach purpur oder lila.

Kannst Du eine ungefähre Einschätzung an meinem Scan abgeben?



Detailscans oder UV-Bilder, kann ich selbstverständlich noch machen.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 01.11.2018 23:42:17 Gelesen: 35505# 185 @  
@ Pepe [#174]

Hallo Pepe,

Deine "roten" 40 Pf-Marken erinnern mich eigentlich mehr oder auch an DDR MiNr. 336, was bezüglich der Stempeldaten aus 1953 ebenso passen könnte.

Kannst Du bei diesen bitte noch einmal das Wasserzeichen kontrollieren?

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 02.11.2018 01:58:02 Gelesen: 35494# 186 @  
Hallo,

beim Auktionshaus Köhler waren in der letzten Auktion die nachstehenden vier Marken SBZ MiNr. 223 im Angebot.

Vermutlich sind diese vier Marken auf selbigem Scanner bei selbiger Kalibrierung eingescannt und untereinander somit vergleichbar. Die Farbunterschiede sind gut erkennbar und auch an den Drucker(ei)zeichen ableitbar.

Meine Scans kann man nicht 1:1 mit denen vom Auktionshaus Köhler vergleichen, da unterschiedliche Scanner und Kalibrierungen. Dennoch habe ich einmal von mir eingescannte Farbplättchen aus dem Michel-Farbführer 37. Auflage unterhalb den Marken in das Bild eingefügt. Der Farbführer kann nicht alle Farbschattierungen inklusive verschiedener Sättigungsgrade aufzeigen und soll ja auch mehr eine Richtlinie sein und insgesamt passt das doch ganz gut. Vor allem der a- und der c-Farbe wird ja über die Farbbezeichnungen eine gewisse Spannbreite von Farbschattierungen eingeräumt.



Es erweckt sich bei mir folgender Eindruck:

a-Farbe = roter als b und c

b-Farbe = recht bläuliche Wirkung, unter UV lebhaftrosarot quarzend bzw. reagierend.

c-Farbe = alle die Marken, welche in a-Farbe nicht passen, da immer noch deutlich blauer in der Farbwahrnehmung und zugleich nicht lebhaftrosarot quarzen.

Wenn dies die Einteilung bzw. die Kriterien sein sollten, nach denen katalogisiert ist und geprüft wird, dann könnte sich hierin das relativ häufige Vorkommen von der c-Farbe begründen und es besteht dann durchaus die Möglichkeit, dass das von mir gezeigte senkrechte Eckrandpaar ebenso als eine c-Farbe attestiert wird. Ob eine feinere Einteilung, nach mehr Unterfarben, hier ein anderes Verhältnis zwischen verschiedenen Farben bzw. Farbtönungen aufzeigen könnte, weiß ich nicht (diese Fragestellung ist aber auch auf der "Köpfe-Webseite" zu erlesen).

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 02.11.2018 13:41:16 Gelesen: 35417# 187 @  
@ Markus Pichl [#184]

Farbenstimmung vom Scan ist auch Mal was, normalerweise kann man die Marken Streicheln, da sagen sie einem, wer sie sind.

223 b sticht durch den Blauton und die Rosa UV Farbe heraus. unten links 3 Marken.

223c hat eine eigene Struktur im Druck, davon sehe ich gleich ein paar, das postfrische Randpärchen könnte vielleicht eins sein.

Der Rest ist a, von der d-Farbe sehe ich nichts.

VG
Carsten
 
Bernd Steudner Am: 02.11.2018 14:05:23 Gelesen: 35405# 188 @  
@ Markus Pichl [#184]

also ich sehe als eindeutig erkennbare 223c die letzte gestempelte Marke in der untersten Reihe. Das postfrische Randpaar ist für mich keine c.

Viele Grüße
Bernd
 
Carsten Burkhardt Am: 02.11.2018 15:31:15 Gelesen: 35375# 189 @  
Hallo Bernd,

bei der gestempelten gehe ich mit, aber das Randpaar hat dieselbe Druckzeichnung und dunkle Varianten der 223c sehen so aus und man muss genau hinschauen bzw. nachmessen.

223c hat ein sehr typisches High in der Kurve, breit und flach mit Plateau.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 02.11.2018 16:07:42 Gelesen: 35258# 190 @  
Hallo zusammen,

vielen Dank, für die interessanten Einschätzungen und Ausführungen. Eine d-Farbe können wir bei meinen Marken selbstverständlich ausschließen, weil eine "rote" ist nicht dabei.

Im linken Bild habe ich die Scans vom Auktionshaus Köhler solchen von mir unverändert gegenübergestellt. Im rechten Bild habe ich den Köhler-Scans einen Schuß "Blau" hinzugegeben und dabei gleichen sich die Töne der a- und b-Marken meinen an und das Exemplar der c-Farbe weicht in der Tönung von dem senkr. Eckrandpaar ab.



Wie aber Carsten richtig schreibt, sehen dunkle c-Farben anders aus, als helle. Noch habe ich die Hoffnung auf "c" bei dem senkrechten Eckrandpaar nicht aufgegeben. Mal sehen, was Messungen im HSV-Farbraum und Detailscans über die Sprenkelung der Farbpigmente aussagen werden. Zum Guten Schluß mache ich dann noch UV-Bilder. Mal sehen, vielleicht kommen wir damit dann noch ein ganzes Stück weiter.

Beste Grüße
Markus
 
chuck193 Am: 02.11.2018 16:39:16 Gelesen: 35238# 191 @  
@ Markus Pichl [#186]

Hallo Markus,

das Farben Thema an Briefmarken ist glaube ich eines der schönsten gebiete des sammelns, zumal es nicht viel kostet. Wegen Deinen Farbplättschen, ich nehme dazu die eigentliche Farbe der Marke, die ein Durchschnitt von mindestens 5 Proben ist. Dann kann ich die Farbe von Michel dazu setzen, um zu sehen wie weit die Farben auseinander liegen, oft schreibe ich die Delta-E Nummer dazu. Nur meine Meinung.

Zum vergleichen sind scans auch gut, nicht wegen der aktuellen Farbe, aber der Unterschiede wegen.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Bernd Steudner Am: 02.11.2018 16:42:41 Gelesen: 35237# 192 @  
@ Carsten Burkhardt [#189]

Hallo Carsten,

mir fehlen bei dem postfrischen Paar einfach diese groben Rasterpunkte. Bei den Farbmessungen bin ich raus, das überlasse euch Spezialisten.

Ich stelle später mal meine 2 vermeintlichen c ein.

Kannst Du bitte mal eine d (dunkelkarminlila) vorstellen? Noch nie eine gesehen. Wäre nett, danke schon mal im Voraus.

Viele Grüße
Bernd
 
Carsten Burkhardt Am: 02.11.2018 17:26:49 Gelesen: 35221# 193 @  
@ Bernd Steudner [#192]

Hallo Bernd,

es,gibt ein Argument, das meine Vermutung widerlegt. Der Farbpunkt im D von Deutsche von Feld 20 spricht gegen 223c und für 223b. Vergleiche Feld 20 der Bögen 35 bis 37 der Bogendatenbank. Auf Bögen 35 und 37 ist der Punkt vorhanden, auch der gebrochene Rahmen unter TS von Deutsche. Damit kann man die Marken eindeutig einer Platte zuordnen. Bei 223c müsste ein anderes Feldmerkmal dort sein (f20c), ist es aber nicht. Und die Platte mit Feldmerkmal f20a gab es zum Druckzeitpunkt von 223c nicht mehr.

Wie bereits mehrfach erwähnt, an komprimierten jpg-Dateien kann man nicht seriös Farben bestimmen und die Methode von Markus hat wenig mit der Methode zu tun, nach der Farbreihen gesteckt wurden in der Vergangenheit.

Ich habe von Bernhöft gelernt und unsere Methoden sind identisch, auch wenn wir (Podien und Burkhardt) vor 10 Jahren einige Schritte weiter gegangen sind, die Bernhöft nicht mitgemacht hat. Grundsätzlich erstellen wir nach denselben Regeln Farbreihen.

VG
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 02.11.2018 17:34:44 Gelesen: 35217# 194 @  
@ Markus Pichl [#190]

Hallo Markus,

die Marke mit dem Druckkontrollvermerk in Farbe der 220 habe ich ersteigert. Ich kann sie am Montag im Büro einmessen und die Farbe bestimmen. Bisher war sie mir nicht als c-Farbe gegenwärtig. Ich habe in der letzten Zeit so viele Druckkontrollvermerke dazubekommen, dass ich sie noch nicht eingemessen und farbbestimmt habe.

Ausserdem ist ein grösserer Posten Druckkontrollvermerke gestern bei mir abgegeben worden, der dringlicher ist. Heute kam ich aber nicht weit genug und in einem anderen Forum beackern wir gerade die Plattenfehler von 228.

Viele Grüsse
Carsten
 
Markus Pichl Am: 02.11.2018 17:37:35 Gelesen: 35214# 195 @  
@ Carsten Burkhardt [#193]

Hallo Carsten,

in meinen Beiträgen habe ich bisher nur von "könnte" oder "Hoffnung" geschrieben, aber keine Behauptung aufgestellt, es sei eine c-Farbe. Zur UV-Reaktion hatte ich aber schon geschrieben und demnach kann es keine b-Farbe nach den Angaben zur UV-Reaktion im Michel sein.

Zur Zeit befinde ich mich bezüglich SBZ MiNr. 223 noch im Stadium der Analyse.

Im Moment scanne ich aber seit heute Morgen geprüfte Marken aus dem Sammelgebiet Kontrollrat ein und dann komme ich erst dazu, Messungen im HSV-Farbraum vorzunehmen. Nach meiner Einschätzung müsste das Eckrandpaar auf einem niedrigeren Farbwinkel liegen, als meine a-Marken. Wir werden sehen.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 02.11.2018 17:51:12 Gelesen: 35209# 196 @  
@ Markus Pichl [#186]

Den Druckkontrollvermerk Spiess habe ich schon eingemessen, er ist 223b. Der DKV Schützmann ist optisch Forschungsfarbe 2, ein Teil von a. Die a-Farbe ist ein Pool aus mehreren Farben. Die ganz frühen Auflagen auf dem ersten Papier sind Forschungsfarbe 4 (FF4), erkennbar am rauhen ungebleichten Papier und der ins Purpurne tendierenden Farbe. Anschliessend kam FF3 auf späteren Papieren, 223b mit der einheitlich rosa UV-Farbe, die seit Jahrzehnten katalogisiert ist. Eine kleine Teilauflage dazwischen ist FF5, was der c-Farbe entspricht. Danach kamen FF2 bis zum dickeren Papier p3. Am Ende kamen die neuen Westfarben ab 1952 bis zu Köpfe 2, entsprechend 223d und 336z bzw. va und vb auf dem dicken Papier bzw. mit neuem Wasserzeichen.

Viele Grüsse
Carsten
 
Pepe Am: 02.11.2018 18:36:35 Gelesen: 35184# 197 @  
@ Markus Pichl [#185]

Das Wz ist eindeutig Wz 3.



Nochmal ein Ausschnitt, ich denke drei Farben sind mindestens vertreten. Ist aber wie schon gesagt subjektiv. Dennoch sehr erstaunlich und zum Teil verblüffend, was dieser Satz doch so für Eigenarten aufweist.

Nette Grüße Pepe
 
hannibal Am: 02.11.2018 18:36:39 Gelesen: 35184# 198 @  
Hallo Bernd,

in nachfolgenden Scan



von links nach rechts postfrisch 223a, 223b und 223d , jeweils geprüft Schönherr BPP die d noch nach alter Farbeinteilung 223ab.

Viele Grüße
Peter
 
Bernd Steudner Am: 02.11.2018 20:02:26 Gelesen: 35152# 199 @  
@ hannibal [#198]

Danke Peter für Dein Foto, s habe gerade mal nachgeschaut und habe die d selber geprüft vorliegen. Das kommt davon da ich mal die Sammlung aus den Augen verloren habe, stand eben wichtigeres an.

Viele Grüße
Bernd
 
Bernd Steudner Am: 02.11.2018 20:08:11 Gelesen: 35151# 200 @  
@ Carsten Burkhardt [#193]

Hallo Carsten,

irgendwie habe ich es auch geahnt das das keine 223c ist. Habe mich an euren Handbuch orientiert und das ist ja top.

Viele Grüße
Bernd
 
Carsten Burkhardt Am: 02.11.2018 20:56:22 Gelesen: 35133# 201 @  
@ Pepe [#197]

ccdac
cadbd
ccdad
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 02:41:53 Gelesen: 35057# 202 @  
Hallo Carsten,

der Druck, der Marken zu 40 Pf, ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in mehreren Auflagen und auf verschiedenen Papiersorten erfolgt. Das ausgedruckte und datierbare Material lässt da keine Zweifel offen.

Das lose gestempelte Marken in der Regel nicht exakt die gleiche UV-Reaktion zeigen wie postfrische, dürfte auch klar sein. Je nach Beständigkeit der Druckfarbe in Wasser, kann sich eine solche schon verändern, hinzu kommen UV-Verfärbungen des Papiers durch Aufheller oder zu lange oder zu heiße Wässerung. Auch kann Stempelfett die Druckfarbe und damit verbunden deren UV-Reaktion beeinflussen.

Aus meinen Marken habe ich jetzt erst einmal 10 Stück herausgepickt und von 1 bis 10 durchnummeriert.



Für mich sehen die Marken mit der Nummer 1 bis 3 gleich aus.

Die Marken mit der Nummer 4 bis 6 schon etwas anders, vor allem die Marke mit der Nummer 6 aus (der Kopf des "P" von "HAUPTMANN" erweckt bei Marke Nr. 6 mein Interesse, er scheint deformiert zu sein).

Die Marken in der zweiten Reihe sind offensichtlich mit einer anderen Druckfarbe gedruckt und ich sehe hier untereinander keinen Farbunterschied. Das postfrische Exemplar hat von allen meinen Marken die höchste Leuchtkraft und nach meiner Einschätzung sollte dies doch die lebhaftrosarote UV-Reaktion der b-Farbe sein. Bemerke eben erst, dass die b-Farbe ja auch gemäß Bewertung die häufigste Variante ist. Ich hatte mich bisweilen mehr auf Unterscheidungsmerkmale, als auf Bewertungen konzentriert.

Von diesen 10 Marken nachstehend die Marken mit der Nummer 1, 5, 6 und 10 im direkten Vergleich. Das Stempelfett der Marke Nr. 1 verändert partiell die Druckfarbe, was sich im UV-Bild deutlich zeigt. Die drei gestempelten Marken haben aber gegenüber der postfrischen Marke eine klar bläuliche Reaktion in verschiedenen Schattierungen.



Bei dem postfrischen Exemplar mit der Nr. 10 dürfte somit Einigkeit darüber bestehen, dass es sich um eine b-Farbe handelt und somit auch die Marken mit den Nummern 7 bis 9 zur b-Farbe gehören und zwar nicht nur wegen ihrer UV-Reaktion (in Natura roter als auf dem UV-Foto) sondern auch wegen ihrer an Tageslicht gleichen Farbwirkung.



Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 03.11.2018 10:02:54 Gelesen: 35001# 203 @  
Korrekt, die obere Reihe ist 223a (FF4) auf einem frühen Papier untere Reihe alles 223b. Späteres Papier, deutlich weisser. Und sowohl die Farben als auch die UV Reaktion ist typisch.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 10:45:20 Gelesen: 34985# 204 @  
Hallo Carsten,

fein, dass wir uns bezüglich der vier Marken Nr. 7 bis 10 einig sind.

In meinem Beitrag bin ich bezgl. Marke Nr. 5 und 6 etwas durcheinander gekommen. Die Nr. 6 ist die mit dem lustigen "P" und die Marke Nr. 5 die, welche in der Farbgebung sich deutlich von der mit der Nr. 4 und 6 abhebt. Sie ist im direkten Vergleich violettfarbener. Dies zeigt sich nicht nur im Scan sondern auch in dem UV-Bild mit den vier Marken deutlich, dass sie nicht ganz die gleiche UV-Reaktion hat, wie die nebengesetzten Marken. Ihre Reaktion ist im Farbton deutlich dunkler.

Soeben habe ich die Messungen im HSV-Farbraum für diese 10 Marken mit Jürgen Kraft seiner Software erstellt und alles zuvor von mir gesagte spiegelt sich in diesen Messungen wider (Farbmessungen Nr. 1746 bis 1755).

Die Marken Nr. 1 bis 3 landen mit meinen Messungen auf Farbwinkeln von auf- und abgerundet 314 und 315 Grad. Die Helligigkeit der Druckfarbe liegt unter 50%.



Die Marken Nr. 4 und 6 landen auf Farbwinkeln von auf- und abgerundet 317 Grad, die Helligkeit dieser liegt bei etwas über 50%.

Die Marke Nr. 5 landet auf einem Farbwinkel von 308 Grad, ihre Helligkeit liegt bei exakt 50%. Es kann sich hier nicht um gleiche Druckfarbe handeln, wie bei den anderen fünf Marken, unabhängig davon, zu welcher Unternummer sie nach Michel einzuordnen ist.



Die Marken Nr. 7 bis 10 landen auf- und abgerundet auf Farbwinkeln von 303 bis 307 Grad. Die Helligkeitswerte liegen zwischen 51 und 55%.



Es spiegelt sich in der Farbgebung, sowohl an Tages- und im UV-Licht, als auch in den gemessenen Werten wider, dass es sich bei den Marken Nr. 7 bis 10 um solche handelt, die der Michel b-Farbe zuzuordnen sind.

Nun, ich habe ja noch ein paar Marken und wir werden sehen, wie sich das mit den UV-Reaktionen und Messwerten weiterentwickelt.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 12:45:10 Gelesen: 34957# 205 @  
Hallo,

hier die die Testgruppe 2, wieder 10 Marken und mit den Nummern 11 bis 20 durchnummeriert.

Die Marke Nr. 17 hat im direkten Vergleich zu den anderen neun Marken einen weitaus höheren Blauanteil und sieht daher violettfarbener aus. Die Marke Nr. 20 wirkt sehr dunkel.



Dies zeigt sich dann auch wieder in den Messergebnissen. Marke Nr. 17 landet auf dem niedrigsten Farbwinkel aus dieser Testgruppe und Marke Nr. 20 weist den niedrigsten Helligkeitswert auf. Aus der Reihe schlagen ebenfalls die Marken Nr. 11 und 12, dass sind die beiden mit den höchstem Farbwinkel und bereits besagte mit Stempeldaten aus 12/1951.



Unter UV sehen wir dann, dass es sich bei der Marke Nr. 17 um eine solche handelt, welche nach Michel der b-Farbe zuzuordnen ist (zum Vergleich liegt die postfrische 223 b obenauf). Hurra, wir haben die nächste b-Farbe gefunden.



So, eine Testgruppe steht noch an. Zum Schluß werde ich dann alle getesteten Marken nach UV-Reaktionen und innerhalb dieser nach Farbwinkeln sortieren.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 03.11.2018 13:08:57 Gelesen: 34950# 206 @  
Gratulation, sieht alles richtig aus. alles a bis auf die eine b

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 13:50:28 Gelesen: 34940# 207 @  
Hallo,

als nächstes kommt die Testgruppe 3, die augenscheinlich spannenste.

Hierbei besagtes postfrisches senkrechtes Paar, ferner dabei ein Briefstück auf dem meine hellste MiNr. 223 klebt. Gemäß Prüfung Weigelt BPP handelt es sich um einen bekannten Falschstempel. Hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen. Selbst habe ich den Stempel auf diesem Briefstück noch nicht geprüft, was ich aber noch tun werde.

Aber auch die Marken mit den Nrn. 21, 22, 24 und 25 zeigen interessante Farben. Die mit der Nr. 22 wurde als c-Farbe eingeschätzt.



Bevor ich wieder Messungen vornehmen kann, muß ich die Marken erst noch einzeln mit 2400 dpi einscannen. Das Ganze, inkl. Auswertung der Ergebnisse, dauert also noch ein bisschen.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 16:49:09 Gelesen: 34881# 208 @  
Hallo,

hier nun die Ergebnisse der Messungen im HSV-Farbraum von Testgruppe 3.



Und so stellt sich Testgruppe 3 unter UV dar.

Die Marken Nr. 24 und 25 zeigen eine leuchtende UV-Reaktion, fallen somit nach Michel in die b-Farbe. Zum Vergleich habe ich wieder das postfrische Exemplar aus Testgruppe 1 mit aufgenommen.



Hieraus ergibt sich aber auch, dass Marke Nr. 6 aus Testgruppe 1 ebenfalls eine Marke MiNr. 223 b ist. Ferner, dass die b-Farbe in zwei Gruppen aufteilbar ist. Dies ergibt sich über die Farbwinkel und dem in den Messungen ausgewiesenen unterschiedlichen Schwarzanteilen in der Farbwirkung der grell aufleuchtenden Marken. In meinem nächsten Beitrag werde ich hierzu detailliert ausführen.

Die Marke auf dem Briefstück fällt mit einem sehr hohen Farbwinkel auf.

Das Papier der als c-Farbe eingeschätzten Marke Nr. 22 ist unter UV bedeutend heller, als das von dem senkrechten Paar. Ebenso zeigt die Druckfarbe dieser Marke eine völlig eigenständige UV-Reaktion, gegenüber den anderen 26 Marken. Es ist wohl ein Graulila.

Wie gesagt, ich bringe die Marken aus den verschiedenen Testgruppen noch in gewisse Gruppierungen und innerhalb dieser in eine Reihenfolge.

Beste Grüße
Markus
 
Pepe Am: 03.11.2018 18:50:15 Gelesen: 34840# 209 @  
@ Carsten Burkhardt [#201]

Vielen Dank für die Einschätzung. Im Lipsia DDR Spezial war es seinerzeit (1986) die Katalognummer 60 mit der Farbbezeichnung lila bis purpurlila und der Wert lag bei 2,75 Lipsia Mark. Die Köpfe II, 40iger hatte zwei Farbvarianten a: dunkelpurpurviolett, b: hellpurpur. Nur als geschichtlichen Hintergrund.

@ Alle

Werbung für die Philatelie und für alle die sich gerne mal etwas reichrechnen möchten. So wurde aus den 15 Werten a 2,75 ein heutiger Michelwert von 235,- . Ist zwar alles Theorie aber soll ja auch schlimmeres geben.

@ Markus Pichl [#208]

Deine Fotos unter UV sind sehr hell. Sind die Bilder nachbearbeitet oder wie bekommt man das hin? Vielleicht auch ein Hintergrund Effekt. Oder doch andere Technik?

Nette Grüße Pepe
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 20:20:42 Gelesen: 34794# 210 @  
@ Pepe [#209]

Hallo Pepe,

meine UV-Bilder sind nicht nachbearbeitet.

1) ich gehe mit einer Leistung von 18 statt 6 Watt (wie es den meisten Sammlern nur möglich ist) auf die Marken

2) ich verwende eine gute Fotokamera von Canon (selbstverständlich gibt es unter den aktuellen Modellen noch bessere und somit sind heute sogar noch weitaus bessere Bilder möglich)

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 21:13:15 Gelesen: 34771# 211 @  
Hallo Carsten,

acht meiner Marken "leuchten" unter UV, hier die Bilder und deren Ergebnisse. Die Marken sind von unten links nach oben rechts aufsteigend nach Farbwinkel sortiert.





Das UV-Foto nachstehend einmal aufgehellt und einmal abgedunkelt.



Wird denn jede Marke, die eine "leuchtende" UV-Reaktion zeigt, automatisch in die b-Farbe geprüft?

Es erweckt mir bei gestempelten Marken, welche auf höheren Farbwinkeln liegen und unter UV "leuchten", den Eindruck, dass es sich hier ebenso um verfärbte Marken handeln könnte.

Im HSV-Farbkreis folgt nach den Blaufarben die Farbe Violett und dann geht es über Magenta und Blaurot wieder zum Nullgrad, dies ist Rot, zurück. Somit fallen die vioeletter wirkenden Farbtöne, meine Marken Nr. 7 bis 10 und 24, auf niedriegere Farbwinkel als solche, die der a-Farbe zuzuordnen sind.

Selbstverständlich können auch in verschiedenen Auflagen Druckfarben vorkommen, die unter UV hell aufleuchten. Zum besseren Vergleich habe ich meinen "leuchtenden" Marken die Marke Nr. 2 im UV-Foto aufgelegt, welche zumindest in der linken oberen Ecke durch partielle Verfärbung selbiges "leuchten" aufzeigt, wie bei den anderen Marken.

Im Moment traue ich dem Braten nicht und durchaus habe ich mich auch schon gewundert, warum Deine Forschungsfarbreihen so kunterbunt aussehen und sich in verschiedenen gewisse Farbtöne wiederholen, teils auf, nach Deinen Angaben, verschiedenen Papiersorten. Durchaus kann es aber auch innerhalb einer Auflage zur Verwendung von verschiedenen Papiersorten bei weiterhin gleicher Druckfarbe kommen und ich glaube nicht, dass ein Spektrometer eine Verfärbung erkennen kann.

Farbreihen baut man mit postfrischen, nicht mit gestempelten Marken auf. Dies ist eine uralte Weisheit und sie stammt nicht von mir. Den Vorwurf, mit gestempelten Marken Farbreihen aufzubauen, durfte sich auch schon Herr Jäschke-Lantelme von anderen Philatelisten und nicht nur von mir anhören. Daher auch kein Wunder für mich, dass besagte DR 92 I b endlich dieses Jahr aus dem Michel gestrichen wurde. Wie ich schon Eingangs erwähnte, die UV-Reaktion des postfrischen senkrechten Paares wiederholt sich bei keiner meiner gestempelten Marken. Für SBZ MiNr. 223 a bis d scheint es aber genügend postfrisches Material zu geben, um Farbreihen aufbauen zu können. Ob man jede gestempelte Marke dann auch noch vernünftig zu einer gewissen Farbe ohne großen Aufwand (Farbwinkel messen, Papiersorte bestimmen, Plattierung usw. usf.) zuordnen kann, steht auf einem anderen Blatt.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 14:08:22 Gelesen: 34668# 212 @  
Hallo,

heute habe ich noch einmal einige Marken inkl. dem senkrechten Paar erneut überprüft und zwar mit neuen, auf anderen Wege erstellte Scans.

Hierzu habe ich die Farbmusterkarte von Jürgen Kraft verwendet. Diese gleicht Schwächen im Farbensehen des Scanners aus, um es einfach auszudrücken. Damit verbunden ist, dass die Scans mit der Einstellung "automatische kontinuierliche Beleuchtung" erstellt werden müssen. Dies macht die Scans zwar noch heller, aber die Farben sind somit besser auseinanderzuhalten. Die Marken habe ich dann noch mit dem grauen Feld der Zip-Balance-Karte von Prospec hinterlegt, um einen neutralen Hintergrund zu schaffen.

Die Marke mit der Nr. 102 ist die c-Farbe.



Links die neun gezogenen und zur Messung verwendeten Farbproben. Die c-Farbe zeigt eine völlig andere Pigmentierung und Sprenkelung der Druckfarbe, gegenüber den anderen Farben. Die Marken mit der Nr. 101 und 103 gehören zur b-Farbe. Die restlichen Marken fallen in die a-Farbe, auch wenn die Marke mit der Nr. 105 der c-Farbe sehr nahe kommt.



Gegenüber den vorigen Messungen, hat sich an den Farbwinkeln nicht wirklich etwas wesentliches verändert. Die Ergebnisse sind aber ein Stückchen exakter. So fallen die heute gezogenen zwei Farbproben von der oberen und der unteren Marke des senkr. Paares, auf exakt selbigen Farbwinkel von 312,71 Grad.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das mit dem Messen von Farben im HSV-Farbraum funktioniert prima. Je besser die Scans einheitlich kalibriert sind, umso exakter die Ergebnisse.

Beste Grüße
Markus
 
Bernd Steudner Am: 04.11.2018 15:44:40 Gelesen: 34641# 213 @  
@ Markus Pichl [#212]

Hallo Markus,

schön wie Du Dir Mühe gibst hier im Forum speziell um die Farben. Das ist voll des Lobes Wert, mir aber zu kompliziert. Außer UV - Licht habe ich selbst keine andere Methode zur Verfügung.

Stelle mal ein paar Bilder von mir ein, mehr habe ich nicht von der 40 Pfg.

Diese Karte hier eindeutig a und b, unter UV deutlich unterscheidbar.



Hier noch ein Foto von anderen Farben.



Und noch paar gestempelte, noch nicht geprüft, Michelwert eh zu gering.



Selbst hoffe ich doch sehr das es sich bei den 2 postfrischen um die "c" handelt.



Viele Grüße
Bernd
 
Bernd Steudner Am: 04.11.2018 16:24:40 Gelesen: 34619# 214 @  
Ergänzend noch ein paar Bilder von anderen Marken der Köpfe I Serie.

6 Pfg. Wert, unruhiges Farbbild. Fehler rechts vom Gesicht.


 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 16:41:23 Gelesen: 34612# 215 @  
@ Bernd Steudner [#213]

Hallo Bernd,

vielen Dank, für die Fotos. An Deinen postfrischen Marken beantworten sich die von mir aufgeworfenen Fragen.

Deine b-Marken habe ich nachstehend etwas anders gruppiert. Somit dürfte klar sein, dass die leuchtende UV-Reaktion in verschiedenen Auflagen vorkommt, was sich neben den verschiedenen Tageslicht-Farbnuancen auch in dem langen Verwendungszeitraum bzw. den stark unterschiedlichen Verwendungsdaten widerspiegelt.



Dein Eckrandviererblock der a-Farbe zeigt vermutlich selbige Farbnuance und Papiersorte, wie das linke obere Eckrandpaar von mir. Das sieht ganz schön gleich aus.

Deine beiden vermuteten c-Marken zeigen wieder diese wabenartige Sprenkelung der Druckfarbe und das Papier ist weißer, als bei dem Eckrandviererblock. Wenn ich alles richtig verstanden habe, was hier und da an Hinweisen zu finden ist, dann stehen die Chancen gut, dass sich Deine Vermutung bei Prüfung bestätigt.

Beste Grüße
Markus
 
Bernd Steudner Am: 04.11.2018 16:54:35 Gelesen: 34604# 216 @  
@ Markus Pichl [#215]

Danke Markus für die Einschätzung meiner Marken. Vielleicht kann der Carsten auch was zur c schreiben, aber er prüft ja zur Zeit nicht, schade.

Viele Grüße
Bernd
 
Ben 11 Am: 04.11.2018 17:23:29 Gelesen: 34593# 217 @  
@ Markus Pichl [#212]

erneut überprüft und zwar mit neuen, auf anderen Wege erstellte Scans.

... und was nicht passt, wird passend gemacht. ;-)

Sorry, Markus, Deine Bemühungen in allen Ehren. Dein Beispiel zeigt jedoch sehr deutlich, dass sich die Komplexität der Farbwahrnehmung eben nicht auf den Farbwinkel allein reduzieren lässt. Man kann die anderen Komponenten (hier die Helligkeit) bei der Beurteilung nicht einfach weglassen, sondern muss immer alle Informationen in ihrer Gesamtheit beurteilen. Die Farbbalken aus [#212] sind in großen Teilen auch ohne Abstandsberechnung so deutlich zu unterscheiden, dass sie als eigenständige Farbe wahrgenommen werden können. Die Schlussfolgerung von einem bestimmten Farbwinkel auf die Fluoreszenz ist also nicht möglich. Die Methode funktioniert nicht.

Vielleicht könnte man aber einen anderen Weg zur Gruppierung der Farbwerte gehen. Anbei mal ein Bild Deiner Farbwerte in einem RGB Diagramm (eine ähnliche Darstellung ist auch mit HSV Koordinaten möglich). Daneben die Abbildung auf die GB Ebene. Die UV-Werte sind blau dargestellt. An der blauen Linie könnte ich mir eine Teilung in zwei Gruppen vorstellen. Zur Beweisführung benötigt man jedoch einen deutlich größeren Datensatz, 30 Werte sind einfach zu wenig für eine fundierte Aussage.



Ich halte jedoch die Verbindung der (technischen) Farbwerte des HSV-Farbraumes zu der (physikalischen) Fluoreszenz der Farbe an sich für gewagt. Es ist vielleicht besser, die Unterscheidung nach Fluoreszenz ja / nein zu belassen.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 17:25:41 Gelesen: 34588# 218 @  
Hallo Bernd,

in Deinem zweiten Foto sind verschiedene Marken bzw. Farben vorhanden und die kann man innerhalb des Fotos vergleichen.

Die d-Farbe ist ja praktisch "rot" und somit landet sie auf einem viel höherem Farbwinkel bei der Messung im HSV-Farbraum.

Die "by" kann ja nur aus einer frühen Auflage stammen und ist roter, als die späten blau wirkenden Auflagen der b-Farbe. Dementsprechend muß sie, wie bei den Messungen von meinen Marken, im Farbwinkel oberhalb der c-Farbe liegen.

Die c-Farbe liegt in der Messung oberhalb der späten b-Auflagen.

Dies spiegelt sich alles in den soeben erfolgten Farbmessungen wider. Rechts die Messergebnisse Deiner Marken. Die Farbwinkel sind selbstverständlich nicht 1:1 mit denen vergleichbar, die bei meinen Scans herausspringen. Aber in Relation passt das.



Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 17:31:53 Gelesen: 34580# 219 @  
@ Ben 11 [#217]

Hallo Ben,

nirgends habe ich geschrieben, dass man von den Farbwinkeln auf die Fluoreszenz rückschließen kann.

Es stand nur offen im Raum, ob alle Fluoreszenzen echt sind. Durch die Fotos von Bernd ist doch aufgezeigt, dass die leuchtende Fluoreszenz in verschiedenen Auflagen vorkommt und somit, aufgrund der unterschiedlichen Farbtöne, auch auf verschiedenen Farbwinkeln vorkommt.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 04.11.2018 18:05:25 Gelesen: 34563# 220 @  
@ Markus Pichl [#219]

Markus,

dann habe ich Deinen Beitrag [#212] wohl falsch interpretiert?

Lange Rede, kurzer Sinn. Das mit dem Messen von Farben im HSV-Farbraum funktioniert prima. Je besser die Scans einheitlich kalibriert sind, umso exakter die Ergebnisse.

Meine Kritik gilt nicht Deiner Arbeit an sich. Das Ziel, die Marken nach Farbwerten gruppieren zu können, ist richtig. Die Methode jedoch, die Farbe ausschließlich nach den Farbwinkeln zu gruppieren führt unabhängig von der Fluoreszenz auf falsche Ergebnisse. Das hast Du selbst erkannt und danach sofort die Echtheit der Fluoreszenz in Frage gestellt. Neu gemessen und neu kalibriert - wissenschaftlich ist das nach meiner Meinung nicht.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 18:16:53 Gelesen: 34560# 221 @  
@ Ben 11 [#220]

Hallo Ben,

die Infragestellung einer Fluoreszenz war und ist immer berechtigt. Siehe UV-Foto in meinem Beitrag [#211].

Aus dem zitierten Satz ist nicht herauszulesen, was Du falsch verstehst und falsch ableitest.

Die nachstehenden vier Marken werden als b-Farbe geprüft, weil sie unter UV leuchten. Die Zahlen geben den gemessenen Farbwinkel an. Ist das eine ordentliche Gruppierung von Farben?



Richtig wäre, die b-Farbe in b und ba aufzuteilen.

Wie Du siehst, gehe ich sehr wissenschaftlich vor.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 04.11.2018 18:39:44 Gelesen: 34546# 222 @  
@ Markus Pichl [#221]

Hallo Markus,

die vier gezeigten Marken sind nicht alle b, nur die untere Reihe. Die oberen 2 sind a (FF4) auf einem frühen Papier. Auch die leuchten unter UV, aber anders als b.

Die Farbeinteilung bei 223 ist seit vielen Jahren völlig klar und unstrittig. Es gibt fast keine Farbübergänge, alle Kurven sind völlig parallel, 223 ist geradezu ein Bilderbuchbeispiel für gut trennbare Farben.

Die einzige kritische Grenze ist die zwischen FF2 (a) und FF1 (d) in den dunklen Bereichen von FF2. Die sind visuell schwer von hellen d zu trennen, aber auch da gibt keine Probleme.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 18:46:01 Gelesen: 34542# 223 @  
@ Carsten Burkhardt [#222]

Hallo Carsten,

schön, dass Du nun meine bereits in Beitrag [#211] gestellte Frage: Wird denn jede Marke, die eine "leuchtende" UV-Reaktion zeigt, automatisch in die b-Farbe geprüft? beantwortest.

Dann ist doch alles auf die Farbwinkel abstellbar, was die Einteilung nach Michel-Katalog angeht. Zumindest bei dieser Marke.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 19:02:23 Gelesen: 34530# 224 @  
Hallo Carsten,

das nachstehende Bild hatte ich heute Morgen, mit den Messdaten von gestern, vorbereitet.



Dann sollte das der Michel-Einteilung entsprechen. Unabhängig davon, nach welchen weiteren Kriterien der Farbtopf "a" weiter aufteilbar wäre.

Beste Grüße
Markus
 
Bernd Steudner Am: 04.11.2018 20:07:24 Gelesen: 34494# 225 @  
Hier noch meine letzten gestempelten.



VG Bernd
 
Ben 11 Am: 04.11.2018 20:26:01 Gelesen: 34485# 226 @  
@ Markus Pichl [#221]

Dann ist doch alles auf die Farbwinkel abstellbar, [...]

Markus,

wie groß darf denn der Unterschied zwischen zwei Farbwinkeln höchstens sein, damit die Farben gleich sind? Oder anders, wie klein muss er mindestens sein, wenn zwei Farben unterschiedlich sind?



In Deinem Bild gibt es die Werte 14 und 15 mit den Farbwinkeln 312,86 und 314,84 - der Unterschied ca. 2. Die Farben unterscheiden sich nicht. Dazwischen gibt es den Wert 20 mit 313,79. Der Farbwinkel unterscheidet sich um ~1. Die Farbe sieht aber völlig anders aus. Sättigung und Helligkeit wirken sich hier aus. Die Farben 12 und 13 haben in den Farbwinkeln einen Unterschied von 4,5 unterscheiden sich bildlich aber nicht.

Also da stimmt etwas an Deiner Methode nicht. Der Farbwinkel allein ist definitiv nicht ausschlaggebend.

Viele Grüße
Ben.
 
Bernd Steudner Am: 04.11.2018 20:29:31 Gelesen: 34482# 227 @  
Fehler auf dem 25 Pfg. Wert.

Bogen des P von Post rechts oben gebrochen.



Obere weise Kopflinie farbig unterbrochen.



Bogenförmiger farbiger Strich durch 5 von 25.



80 Pfg. mit Plattenfehler II, zusätzlich Stirnschraffur ausgefüllt und waagerechte weise Linie über D von DEUTSCHE gebrochen.



84 Pfg., weisser Punkt innen unten am Abstrich von H von Deutsche.



Viele Grüße
Bernd
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 20:43:11 Gelesen: 34475# 228 @  
@ Ben 11 [#226]

Hallo Ben,

nach Michel-Einteilung ist alles richtig, was ich geschrieben habe und bezieht sich auf die mir vorliegenden und dargestellten Marken.

Wenn Du geprüfte Marken zeigen kannst, an denen etwas anderes ablesbar ist, als von mir dargestellt, dann tue Dir keinen Zwang an und zeige. Es geht um die Einteilung nach Michel, nach denen die BPP-Prüfer prüfen. Das weitere Einteilungen möglich sind, bestreitet ja niemand.

@ Carsten Burkhardt [#222]

Die oberen 2 sind a (FF4) auf einem frühen Papier. Auch die leuchten unter UV, aber anders als b.

Hallo Carsten,

ich habe noch einmal genau unter UV nachgesehen.

Die b-Farbe leuchtet wie im Michel angegeben "lebhaftrosarot". Es ist ein heller Rotton, mit einem Einschlag von Rosa.

Die unter UV leuchtenden Marken der a-Farbe zeigen dort ein "lebhaftrosalila". Der Unterschied liegt im höherem Blauanteil und daher fällt der UV-Farbton nach lila.



Kleine stampsteddy's ganz viel wissenschaftlich sein und knacken alle Farbenrätsel.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 04.11.2018 20:59:50 Gelesen: 34461# 229 @  
@ Markus Pichl [#228]

nach Michel-Einteilung ist alles richtig, was ich geschrieben habe und bezieht sich auf die mir vorliegenden und dargestellten Marken.

Es geht nicht darum, was im Katalog steht. Mir geht es um Deine Methode, mit den HSV Farbwerten zu arbeiten - hier machst Du einen groben Fehler! Der alleinige Bezug auf den "Farbwinkel" und die Nichtbeachtung der Parameter "Sättigung" und "Helligkeit" führt zu falschen Schlussfolgerungen in der Beurteilung der Farben.

Vielleicht möchtest Du Dich ja doch mal mit dem Thema Farbmetrik auseinandersetzen.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 21:18:26 Gelesen: 34446# 230 @  
@ Ben 11 [#229]

Du hast es immer noch nicht verstanden.

BPP-Prüfer nehmen bei Farben eine Sichtprüfung vor und wenn Du Glück hast, dann wird die Marke sogar unter UV gelegt!

Sättigungs- und Helligkeitswerte sind in den Messergebnissen angegeben.

Viele Katalogisierungen beruhen nur auf eine visuell wahrgenommene Farbe, aber nicht aufgrund wissenschaftlicher Recherche.

Beschäftige Dich doch erst einmal mit den Kriterien, nach denen Farbkatalogisierungen erfolgt sind und nach denen geprüft wird und vor allem mit den Kriterien, die prüfbar sind.

Beim Druck, der diskutierten Marken, kam es zu Farbschwankungen die von bis gehen. Bei klassischen Marken, kann sogar ein jeder Bogen, der mit der Handpresse gedruckt wurde, einen anderen Farbton aufweisen. Willst Du diese alle katalogisieren, vor allem dann, wenn Druckfarben und Papiere später auch noch durch lagerungs- und/oder umweltbedingte Einflüsse nachträglich starken Schwankungen unterliegen können.

Lerne Du erst einmal die Marken, ihre Druckfarben und die Beeinflussungsmöglichkeiten kennen, bevor Du mir mit Farbmetrik drohst.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 04.11.2018 22:29:12 Gelesen: 34419# 231 @  
@ Markus Pichl [#230]

Ups, bin ich Dir zu nahe getreten, Markus? Dann entschuldige bitte.

Möglicherweise verstehe ich ja wirklich mehr von Farbmetrik, Druckfarben, Papieren und auch Druckmaschinen, als Du Dir im Augenblick vorstellen magst. Ich "drohe" Dir also nicht mit Farbmetrik, sondern lasse mich auf Deine Gedanken ein und versuche, Deine Überlegungen zu korrigieren, wenn notwendig. Leider scheint es, als ob Du diese Hilfe nicht möchtest. Gut.

Falls Du doch mal Zeit findest, empfehle ich Manfred Richters "Einführung in die Farbmetrik". Ein sehr gutes Lehrbuch über das Wesen der Farbe und Gesetzmäßigkeiten der Farbmischung und Farbwahrnehmung.

Das hilft auch bei Farben klassischer Briefmarken.

Viele Katalogisierungen beruhen nur auf eine visuell wahrgenommene Farbe, aber nicht aufgrund wissenschaftlicher Recherche.

Das ist leider wahr, muss aber nicht heißen, dass das so bleiben muss. Über die Beurteilung von Farben haben sich schon viele Leute vor langer Zeit Gedanken gemacht und Normen zur Vergleichbarkeit aufgestellt, die heute international gültig sind. Du musst das Rad also nicht neu erfinden, um anwenden zu können, was es schon gibt.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 22:47:01 Gelesen: 34409# 232 @  
@ Ben 11 [#231]

Du hast augenscheinlich noch nicht genügend gewollt oder ungewollt manipulierte Druckfarben gesehen.

Du kannst Dich ja gerne einmal mit Chemikern unterhalten, ebenso mit einigen BPP-Prüfern - denn es gibt dann doch dort einige, die wissen was sie tun.

Wenn Du einmal über meinen Erfahrungs- und Wissensschatz, als auch über mein Vergleichsmaterial verfügst (tausende von nach Farben geprüfte Marken, als auch zahlreiche farbverfälschte Marken), dann fange wieder einmal eine Diskussion an. Deine Beiträge sind von vollkommenen Unwissen getragen.
 
chuck193 Am: 05.11.2018 00:05:39 Gelesen: 34390# 233 @  
@ Ben 11 [#226]

Hi Ben,

die Farben 12 und 13 sehen aber doch anders aus.

Grüsse Chuck


 
Markus Pichl Am: 05.11.2018 00:22:27 Gelesen: 34384# 234 @  
@ chuck193 [#233]

Hallo Chuck,

wie Du an meinen Scans und auch meinen UV-Bildern erkennen kannst, sehen vielerlei Marken aus der Farbgruppe "a" anders aus. Dies begründet aber noch nicht zwangsläufig eine andere, als die bisweilen erfolgte Katalogisierung.

Ein anderes Aussehen kann sich bereits durch eine abweichende Sättigung ergeben, dann ist es aber immer noch gleiche Farbtönung, vor allem wenn sie auf selbigen Farbwinkel oder in einem gewissen Radius von Farbwinkeln liegt. Magenta bleibt Magenta, egal ob drei Farbwinkel vor oder zurück.

Eine Unterscheidung, gleichartiger Farbtönungen, ergibt keinen Sinn, wenn man sie im Speziellen nicht begründen bzw. nicht einer bestimmten Kleinauflage zordnen kann und/oder sie im gleichen Verhältnis, sprich im Überfluß, vorkommen.

Es steht jedem frei, MiNr. 223 nach gefühlt 100 Farbtönungen zu sammeln, egal ob sie sich aus verschiedenen Auflagen, der laufenden Farbmischung oder aus Verfärbungen begründen.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 05.11.2018 00:40:04 Gelesen: 34374# 235 @  
Hallo,

den nachstehenden Brief hatte ich vor einigen Jahren zur Prüfung an Herrn Paul BPP zugesendet. Eine Prüfung konnte nicht erfolgen, weil Herr Paul bei der 25 Pf-Marke das Wasserzeichen nicht ausfindig machen kann. Dafür habe ich Verständnis, denn ich kann es gerichtsfest auch nicht.



Dies zum Thema Papierstruktur etc. etc.

Der Brief ist echt und wenn auch rückseitig Blanko, mit Sicherheit in Indonesien angekommen. Mir lag die gesamte Familienkorrespondenz vor, die ich beim Sohn des Empfängers, der selbstverständlich auch einst in Indonesien lebte, mit der gesamten vorhanden Sammlung gekauft habe. Daraus habe ich auch heute noch den einen oder anderen Beleg und zahlreiche wurden bereits erfolgreich versteigert, auch solche, mit Durchgangs- und Ankunftsstempeln - je nachdem, über welchen Leitweg und zu welcher Zeit befördert.

Durchaus kann es sein, dass hier Marken Köpfe I und II aufkleben oder auch nur Köpfe I (gut, Marken auf Kreidepapier sollten Köüfe II sein, oder nicht?). Diesbezüglich habe ich schon die Pferde vor der bekannten Apotheke ... gesehen.

Auch mit Vergleichsmaterial Köpfe I und II habe ich bisweilen keinen seriösen Weg gefunden, auch unter UV nicht, hier der Sache näher zu kommen. Vielleicht schaffe ich es noch über die Pigmentierung der Druckfarbe oder über Farbwinkel.

Dies als Beispiel für alle, die glauben alles zu wissen und zu kennen.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 05.11.2018 09:15:43 Gelesen: 34333# 236 @  
Hallo Markus,

Deine Auslassungen gegen Ben sind unangemessen und haben in einem solchen Forum nichts verloren. Wenn Du in diesem Thread weiter Antworten bekommen willst, solltest Du das unterlassen.

Zum Indonesien-Brief: Es sehen alle Marken aus wie K2, die meisten Marken habe sogar gestrichenes Papier. Bei der 25 lässt sich mit 99%iger Sicherheit durch spektrophotometrische Messung feststellen, welche Farbe es ist. Oder anders gesagt: In 99% der Fälle mit 100%iger Sicherheit, in einem Prozent mit großer Wahrscheinlichkeit.

Der Wert 25 Pf wurde mit 3 verschiedenen Farben gedruckt. FF1, 2 und 3.
FF3 kann mit mit genauen Messungen in 3 Unterfarben aufsplitten: FF3a, b und c. Sie haben alle dasselbe Maximum und denselben Kurvenverlauf, aber im Mittelteil ist der Steigungswinkel der Kurve verschieden. Das Softwareprogramm rechnet es einfach über Korrelation aus.

Der Clou: DDR 334 kommt nur mit FF3a und 3b vor, wenn also eine andere Farbe ermittelt wird, ist es SBZ 221. Und die machen 99% der Marken aus. FF3a ist mit 90% Sicherheit 334. Nur dann sind andere Methoden zur Wasserzeichenbestimmung überhaupt verantwortbar. Alle anderen Fälle, in denen ein BPP-Prüfer behauptet, er müsste abweichen, sind hier grob fahrlässig und gegen besseres Wissen. Das sollte sich kein Sammler gefallen lassen und sie wissen es auch, dass es geht, ich habe es allen persönlich gesagt und erklärt.

VG
Carsten
 
chuck193 Am: 05.11.2018 16:29:44 Gelesen: 34260# 237 @  
@ Markus Pichl [#234]

Hi Markus,

sorry, den Farbunterschied hätte ich nicht beschreiben sollen, denn nach Delta - E zu urteilen, sind die Farben dicht genug, um keine neue Farbe davon zu unterscheiden.

Grüsse,
Chuck
 
Markus Pichl Am: 05.11.2018 17:38:13 Gelesen: 34230# 238 @  
Hallo Carsten,

erst einmal vielen Dank, für Deine Ausführungen zu MiNr. 221 und 334. Somit ist meine Hoffnung, eine Unterscheidung über die Druckfarbe finden zu können, nicht unberechtigt.

Der Brief war im Jahre 2013 zur Prüfung (habe eben noch einmal genau nachgesehen, hatte erst 2011 vermutet) und vielleicht hat sich ja der Kenntnisstand zwischenzeitlich beim BPP verbessert?

Ben sollte an sich und seinem Wissen arbeiten, damit es hier nicht ständig zu Provokationen seinerseits mir gegenüber kommt. Was es alles bei der Beurteilung und Prüfung von Druckfarben bei Briefmarken zu beachten gilt, darauf habe ich in meinen Beiträgen hingewiesen bzw. einige Thematiken angeschnitten und ich kann zu jedem Wort stehen.

Beste Grüße
Markus
 
Pepe Am: 05.11.2018 23:32:34 Gelesen: 34037# 239 @  
@ Pepe [#197]

Das senkrechte Paar mit DZF?



obere Marke: Bruch im 2. 'A' von 'HAUPTMANN'



Stempel 1949, a oder b Farbe, untere Randlinie rechts verdünnt

Nette Grüße Pepe
 
Markus Pichl Am: 06.11.2018 02:20:26 Gelesen: 34006# 240 @  
Hallo Carsten,

vor 5 Jahren war ich selbst noch nicht so weit, die 25 Pf-Marke auf dem Indonesien-Brief bestimmen zu können.

Ein Wasserzeichen kann ich immer noch nicht sehen und die UV-Reaktionen der Marken 221 und 334 geben nicht sehr viel als Unterscheidungsmerkmal her.

Dafür aber die Pigmentierung und die Sprenkelung der Druckfarbe.

Links eine 334, rechts die Marke auf dem Bild. Im Farbton, der Pigmentierung und der Sprenkelung der Druckfarbe passt alles überein. Keine meiner Marken 221, egal mit welchem Stempeldatum, sieht so aus. Ich schließe es daher aus, dass es sich um eine 221 handeln könnte.



Weitere Bilder werden folgen.

Beste Grüße
Markus
 
Bernd Steudner Am: 06.11.2018 08:48:59 Gelesen: 33929# 241 @  
@ Markus Pichl [#221]

Hallo Markus,

deine abgebildete postfrische Marke der 40 Pfg. hat noch ein schönes Merkmal Feld 6.
Farbfleck in Trennlinie über O von Post f6, Erscheinungsform variabel.

Siehe bitte unter: http://www.koepfe1.de/navigation/pf223.html

Viele Grüße
Bernd
 
Markus Pichl Am: 06.11.2018 22:57:48 Gelesen: 33819# 242 @  
@ Bernd Steudner [#241]

Hallo Bernd,

vielen Dank, dass Du das postfrische Einzelstück plattiert hast.

Angeregt von Deinem Beitrag, habe ich nun auch meine 25 Pf-Marke auf dem Indonesien-Brief plattiert.

Es handelt sich dabei um Bogenfeld 9, erkenntlich an dem deformierten letzten "E" in "DEUTSCHE" (siehe auch den Punkt, auf dem untersten Querbalken), welches sich auf diesem Bogenfeld über alle Platten hinwegzieht und von Anfang an auf diesem vorhanden war. Auf dem korrespondierendem Feld 59 wiederholt sich das deformierte "E" (siehe senkrechte Balken), aber ohne dem Punkt auf dem unteren Querbalken. Die Felder 4 und 54 zeigen ein derart deformiertes "E" nicht, was weitere Aufschlüsse zum Plattenaufbau gibt. Feld 59 zeigt aber etwas andere Rahmenlinien und in späteren Auflagen deformiert sich die obere Rahmenlinie. Somit bleibt definitiv nur Feld 9, für die "Indonesien"-Marke.



Die drei zum Vergleich herangezogenen Scans, entstammen der Webseite http://www.koepfe1.de

Die Farbtönung, von den unterschiedlich kalibrierten Scans, sollte man natürlich nicht vergleichen. Aber der Scan der 334 z, von der Köpfe-Webseite, zeigt wieder die selbe Sprenkelung der Druckfarbe, wie die die Marke auf dem Brief.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 08:59:20 Gelesen: 33654# 243 @  
@ Bernd Steudner [#214]

beides nichts besonderes, das Linke sind nach dem Druck entstandene Veränderungen, Lagerungsschäden. Rechts ist ein Fremdkörper beim Druck.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 09:02:09 Gelesen: 33642# 244 @  
@ Bernd Steudner [#213]

Alles richtig, auch bei der c gehe ich mit. Vorsicht Gummifälschungen.

Viele Grüße
Carsten
 
Bernd Steudner Am: 07.11.2018 09:39:46 Gelesen: 33633# 245 @  
Hallo Carsten ,

danke Dir für Deine Einschätzungen , nur schade das Du meine beiden c nicht prüfst. :-(

VG Bernd
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 10:23:33 Gelesen: 33620# 246 @  
@ Bernd Steudner [#227]

Bei der 25 bin ich skeptisch, die erste Auflage (221a, FF1) schmiert häufig. Ich habe da schon sehr viel gesehen und eigentlich bin ich zurückhaltend bei allem, was zugelaufene Linien oder Punkteverlängerungen betrifft. Aber der erste könnte interessant sein.

Bei der 80 ist der Fehler neu, aber wir haben einige ähnliche. Ich schaue mal durch, ob sich in der Datenbank was findet.

Der weiße Fleck bei der 84 ist hübsch.

Bei den Köpfen ist die Bogenforschung natürlich schon sehr viel weiter als bei den Sondermarken, auch wenn die Anzahl der Auflagen und Platten überhaupt nicht vergleichbar ist. Auch wenn ich zur Unterscheidung von Bögen im Prinzip jedes irgendwie abgrenzbare Merkmal erfasse, so hat es doch nur feldbezogen irgendwelche Relevanz. Ein winziger Farbfleck irgendwo auf einer losen Marke nützt nichts. Davon sind bei jeder Wertstufe schon Hunderte beschrieben, und meist deutlich besser, weil sie

1. einem definierten Bogen und damit einer Plattentype zugeordnet sind und
2. weil sie größer sind

Wenn ich hier Plattenfehler vorstelle, dann sind sie in der Regel sehr groß und meiner Meinung nach michelwürdig (Ausnahme der Spock/Pieck-Fehler, der galt als Kuriosum) und auch ausreichend stabil, dass ich denke, es macht Sinn, davon die notwendige Stückzahl für eine Michel-Aufnahme zu suchen. Und ich bekomme bei Neufunden auch meist sofort Feedback, wenn auch viele sich nie hier äußern würden aus Gründen, die mich nichts angehen, aber die greifen zum Telefon und sagen: Der hat keinen gefunden, und der auch nicht, der muss wirklich selten sein.

Ein anderes sind die Sondermarken. Damit habe ich mich nicht beschäftigt bisher, und ich habe die DDR-Sondermarken nie angefasst, weil es dafür eine engagierte Community gibt. Bei SBZ 228 bis 241 habe ich bisher nichts gesehen und ich finde es schade, dass sich niemand damit beschäftigt. Und es gehört zu meinem Prüfgebiet. Beim Wechsel zum VPEX habe ich erweitert auf 212 bis Ende SBZ, weil ich sowieso inzwischen die Stempel habe und mich die Zeit mehr interessiert als eine Erweiterung auf Pieck usw. Und man will sich ja noch etwas zum Forschen übrig lassen für die nächsten 10 Jahre.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 10:29:48 Gelesen: 33617# 247 @  
@ Markus Pichl [#238]

Hallo Markus,

die Geschichte wurde vor 10 Jahren publiziert und ist allen BPP-Prüfern meines Gebietes bekannt. Die Reaktion ist gewesen, dass Messegeräte zur Forschung ja ganz gut sind, aber zum Prüfalltag angeblich zu teuer. Im BPP kursieren immer noch Fake news, dass so etwas viele Tausende kostet und man sich das nicht anschaffen kann und dass das doch so kompliziert und nicht verstehbar wäre. Dabei kostet ein Gerät gebraucht über Ebay 300 Euro (nicht 30.000) und die Bedienung lernt man in 3 Minuten.

Das überschreitet aber offensichtlich die finanziellen Möglichkeiten und den geistigen Horizont mancher. Deshalb wird die Kurven-Spielerei verteufelt und man benutzt vermessene Marken nur dort, wo man dem Gegner einen auswischen kann, weil man denkt, dass er selbst keine vermessenen Marken hat.

Aber wo kommen wir denn hin, wenn das Prüfen den Nimbus des Allmächtigen verliert und man nachprüfbar wird? Das kann sich der BPP nicht leisten.

Also - still ruht der See und es ist nicht fahrlässig, eine 334 abzulösen.

Denkste!
Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 10:48:25 Gelesen: 33591# 248 @  
@ Bernd Steudner [#245]

Ich muss den Berg erst mal abarbeiten. Meine Praxispartnerin hat mir im Oktober 2014 eröffnet, dass sie schwer krebskrank ist, und seitdem kämpfe ich mit doppelten Patientenzahlen. Was letztlich zu Überlastung und Folgeproblemen bei mir geführt hat. Zum Prüfen blieb wenig Zeit und Ruhe.

Jetzt wird es besser, meine beiden Assistenten sind seit einem Jahr da, ich muss nicht mehr auf alles schauen, was sie machen, es läuft bestens und ich kann tatsächlich mal wieder stundenweise was im Büro machen und liegen Gebliebenes abarbeiten. Leider schicken viele Prüfkunden immer eine Menge kleiner Fliegenschisse zum Prüfen mit und wollen wissen, ob das jetzt die blaue Mauritius ist.

Ich denke, ab Januar geht wieder was, unter Vorbehalt, aber vielleicht muss ich noch mal in die Klinik und meine Schrauben aus der Wirbelsäule entfernen lassen, was wieder einige Wochen Kranksein und starke Medikamente bedeutet. Nach meiner Wirbelfraktur im April habe ich 4 Monate gebraucht, bis ich von den stark wirkenden Schmerzmitteln frei war.

Wir werden sehen, deshalb verspreche ich nichts.

Viele Grüße

Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 10:53:30 Gelesen: 33590# 249 @  
@ Markus Pichl [#240]

Hallo Markus,

221 ist in drei verschiedenen Farben (-gruppen) gedruckt. 99% der gestempelten sind FF1 (221a), deshalb haben die meisten Sammler die späteren nie gesehen. Die Erstausstattung der meisten Postämter reichte bei dieser nicht notwendigen Wertstufe bis zum Schluss, weshalb auch 334 nicht überall zur Anwendung kam und 334 deshalb in fast allen Sammlungen fehlt, die nur die Marken aus dem Bezug über das eigene Postamt gesammelt haben.

334 ist einheitlich mit FF3 gedruckt, wenn auch mit zwei verschiedenen Varianten der Farbe und auf 2 unterschiedlichen Papieren. Der Farbeindruck von 221c und 334 ist derselbe, auch unter Mikroskop usw.

221 a/b/c Type I und II sind nicht im Michel.

Viele Grüße
Carsten
 
Bernd Steudner Am: 07.11.2018 12:15:58 Gelesen: 33537# 250 @  
@ Carsten Burkhardt [#248]

Hallo Carsten,

danke für Deine Info, dafür habe ich vollstes Verständnis. Gesundheitlich wünsche ich euch das Beste, sehen wir mal im Januar. Oder ich muss mich mal mit Paul oder Schönherr kurzschließen.

Wollte mal eine geprüfte, wenn einwandfrei, mal einer Auktion überlassen.

Danke auch für die Betrachtung meiner Marken, immer wieder spannend.

Viele Grüße
Bernd
 
Markus Pichl Am: 07.11.2018 12:35:09 Gelesen: 33531# 251 @  
@ Carsten Burkhardt [#249]

Hallo Carsten,

nachstehend, aus dem Übersichtsbild mit dem Dateinamen "221" der Webseite koepfe1, die je vier Marken FF 2 und FF 3c.



Darf ich davon ausgehen, dass unter den vier Marken der FF 3c keine MiNr. 334 darunter ist? Handelt es sich bei FF 3c um solche Marken der MiNr. 221, die von Dir als "221 c" geprüft werden?

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 13:21:15 Gelesen: 33509# 252 @  
@ Markus Pichl [#251]

Richtig, FF2 ist b, FF3 ist c. 334 ist immer FF3. Papier 3 ist immer SBZ, die anderen heißen z und v bei Wz. 2.

Wir haben dann noch die UV-Unterschiede entdeckt und die Typen bei den Rahmen. Die Bilder sind am Ende der Farbforschung 2009 angefertigt worden. Hier haben alle FF2 einen breiten Rahmen und alle FF3 einen schmalen.

Viele Grüße
Carsten
 
Markus Pichl Am: 07.11.2018 15:06:26 Gelesen: 33464# 253 @  
Hallo Carsten,

bezüglich der Druckplatten, möchte ich weitere Fragen stellen.

Kommt der nachstehende Plattenfehler "fettes SC" in "DEUTSCHE" (gemäß Angaben auf koepfe1 handelt es sich um ein Bogenfeld 76) auch bei MiNr. 334 vor? Bei der nachstehenden handelt es sich um eine MiNr. 221.



Gibt es zu 334 Erkenntnisse über die Anzahl der beim Druck verwendeten Nutzen?

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 16:58:18 Gelesen: 33414# 254 @  
Hallo Markus,

das abgenutzte SC ist ein Fehler der ersten Platte, die völlig verschlissen wurde wie alle ersten Platten der Köpfeserie. Danach gab es neue Platten. Alle Platten ab der zweiten haben neue Feldmerkmale und stets nur 2x im Bogen auftretende Fehler bei der 221/334. Zusätzlich zu den Urfehlern, die aus der ersten geerbt wurden, aber alle auf Verschleiss deutenden Fehler sind weg.
In den späteren Druckperioden wurden die Platten nicht so lange benutzt und sie waren stabiler. Abnutzungserscheinungen Fehlanzeige.

Es gab immer nur einen Nutzen mit der 25, die 25 war immer zusammen mit der 30 Pf auf der Druckplatte mit 4 Nutzen, die anderen Nachbarn kann ich nicht beweisen. In den späteren Druckperioden waren es zumindest 4.

Beim Wechsel der Druckerei hat sich aber alles geändert. Plötzlich wurde von allen Wertstufen 4 Nutzen gleichzeitig belegt. Man erkennt das an der Anzahl verschiedener DZ1 bzw. DZ3. Und kann es durch die Plattenfehler beweisen.

Bei 15, 25 und 84 gibt es nur 2, nicht 4. Allerdings ist die zweite Platte bei 334 noch nicht gescannt bzw. nachgewiesen. Ich kenne nur den abweichenden Druckvermerk. Die Platte von 334 va Mit DZ1/1 ist inzwischen mehrfach belegt.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 07.11.2018 19:24:19 Gelesen: 33361# 255 @  
@ Carsten Burkhardt [#252] [#254]

Hallo Carsten,

den entsprechenden Hinweisen, was mit welchen Druckplatten gedruckt wurde, gibt in der Tat der schmale und der breite Rahmen.

Die vier oben gezeigten MiNr. 221 FF 3c sind mit den alten Druckplatten gedruckt (schmaler Rahmen), hingegen die 334 z (breiter Rahmen), ebenso wie die 221 b (breiter Rahmen), mit neuen Druckplatten gedruckt wurde.

Die Druckfarbe 221 FF3c hat mit Sicherheit nichts mit der Druckfarbe der MiNr. 334 z zu tun und danach sieht es auch auf den Bildern aus.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 07.11.2018 20:19:05 Gelesen: 33327# 256 @  
@ Markus Pichl [#255]

Hallo Carsten,

hier noch in Ergänzung zu meinem vorstehenden Beitrag ein Vergleichsbild. Diese und weitere Marken mehr liegen mir im Original vor und sind jeweils bei gleicher Kalibrierung vorgestern von mir eingescannt worden.

Wenn überhaupt, dann kann die Marken auf dem Indonesien-Brief nur mit einer 221 b (breiter Rahmen), aber nicht mit einer 221 c (schmaler Rahmen) verglichen werden. Das zwei verschiedene Druckfarben, die mit einer anderen Druckplatte und mit einem abweichenden Pigmentierungsaufbau auf Papier aufgetragen wurden, eine vergleichbare UV-Reaktion oder sogar vergleichbare Messwerte erzielen können, bestreitet niemand. Sie unterscheiden sich dann aber über die Druckplatte, hier schmaler und breiter Rahmen. Leider liegt mir keine 221 b vor, welche dann wirklich real sogar eine andere Marke als die übrigen 221 ist und eine separate Katalognummer verdient. Da kein Platz mehr in der Nummerierung ist, müsste man Deine 221 b als "A 221" (alternativ als "221 II") im Michel katalogisieren.

Obere Marken schmaler, untere Marken breiter Rahmen.



Lange Rede, kurzer Sinn. Ich muß mir eine "221 b" besorgen, um ausschließen zu können, dass die Marke auf dem Indonesien-Brief keine 221 ist. Die Marken 221 FF 3c haben mit Sicherheit nicht selbige Sprenkelung der Druckfarbe, wie die fragliche Marke.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 07.11.2018 20:44:42 Gelesen: 33315# 257 @  
@ Markus Pichl [#255]

Druckfarbe 221 FF3c hat mit Sicherheit nichts mit der Druckfarbe der MiNr. 334 z zu tun

Nur die Papiere sind verschieden, die Druckfarbe ist wirklich identisch.
 
Markus Pichl Am: 07.11.2018 21:27:48 Gelesen: 33289# 258 @  
@ Carsten Burkhardt [#257]

Hallo Carsten,

die Marken 221 FF 3c, auf der Köpfe-Webseite, stammen von einer anderen Druckplatte. Es kann nicht selbige Druckfarbe sein, dies ist absolut ausschließbar.

Zeige doch einmal bitte, innerhalb einem hochaufgelösten Scan (mindestens 1200 dpi) eine Marke 221 mit breitem Rahmen und eine 334 z, die selbige Druckfarbe haben sollen. Dann würde Deine Meinung nachvollziehbarer.

Beste Grüße
Markus
 
hannibal Am: 09.11.2018 14:18:49 Gelesen: 33167# 259 @  
Hallo,

nachfolgend ein Scan eines linken Eckoberrand-Viererblocks der 212a mit Randleiste 1li und der Bogentype NW1.



NW1 ist bei der 2 Pfennig nicht so häufig und mit Randleiste auf dem frühen Papier ist mir noch nicht aufgefallen. Dazu auch noch ein scan der Bogenecke unten links.



Viele Grüße
Peter
 
chuck193 Am: 10.11.2018 19:03:42 Gelesen: 32966# 260 @  
@ Markus Pichl [#144]

Hallo Markus,

diese Beugung der Marken, besteht da eine Austellung der Marken wo die vorkommen, hat das mit der Papierart zu tun?

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Carsten Burkhardt Am: 11.11.2018 11:30:57 Gelesen: 32870# 261 @  
@ hannibal [#259]

Neue Zähnungsvariante, das ist ja mal ne Überraschung. Habe sie aufgenommen, danke! Habe gerade gemerkt, dass die Verlinkung zu den Bogentypen noch fehlt. Wird nachgeholt.

Schönes Wochenende
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 11.11.2018 11:32:05 Gelesen: 32869# 262 @  
@ chuck193 [#260]

Ich verstehe die Frage nicht, maybe you could ask again in english?

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 11.11.2018 14:18:28 Gelesen: 32844# 263 @  
Blindzähnung wird neuerdings auch BPP-geprüft



Jetzt also doch! Im Mai hatte ich in Cottbus mit Siegfried Paul darüber diskutiert und er deutete an, dass der BPP sich auf eine neue Definition der Blindzähnung einigen wird und sie demnächst prüfbar wird, hier nun das erst mir bekannte Prüfstück von ihm.

Das ist umso erstaunlicher, als er eigentlich immer darauf beharrte, dass diese Marken als ungezähnt anzusehen sind und es als solches prüfte, was aus meiner Sicht immer schon völlig falsch war. Man kann nicht ungezähnt prüfen, wenn sichtbar ist, dass ein Kammschlag ausgeführt wurde, auch wenn er nicht durchgehend war.

Hier noch ein Beispiel, das ich seit Jahren kritisiert habe und als FALSCHPRÜFUNG PAUL ansehe:



Nebenbei bemerkt, jeder Mensch hat das Recht, einen Fehler zu begehen. Aber wenn man auf offensichtliche Fehler hingewiesen wird und dazu als Stellungnahme abgibt, er hätte immer so geprüft wie sein großes Vorbild Hans-Dieter Schlegel und der hätte es schließlich so gemacht, dann ist das sehr kritikwürdig. Nur weil im BPP jetzt mal die Fahne in diese Richtung ausschlägt und die Blindzähnung in höhere Weihen gehoben wurde, ist alles vorher geprüfte nicht richtiger.

Solches Verhalten gehört sich nicht und hat in der Philatelie nichts zu suchen und schon gar nicht im BPP.

Als die Diskussion vor einem halben Jahre dazu aufkam, habe ich mich VPEx-Präsident Stastny kurzgeschlossen und unsere Verfahrensweise abgeglichen. Sichtbare nicht durchgestanzte Löcher waren bei uns schon immer und bleiben auch in Zukunft Blindzähnung.

Viele Grüße
Carsten
 
chuck193 Am: 11.11.2018 16:27:31 Gelesen: 32810# 264 @  
@ Carsten Burkhardt [#262]

Guten Morgen Carsten,

die Frage bezog sich auf die Wölbung vom Papier, wenn eine Marke leicht angehaucht wird, kann sich das Papier entweder horizontal oder vertikal wölben, hat das nur mit Borkengummi Marken zu tun, oder bezieht sich das auf alle Papiere? Egal ob glattes Gummi oder Borkengummi. Es hat mit Papierstreifung zu tun.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Carsten Burkhardt Am: 11.11.2018 19:20:16 Gelesen: 32769# 265 @  
@ chuck193 [#264]

Das ist richtig, aber bei Köpfe I wird die Papierstruktur nicht unterschieden. Bisher nicht. Bei Köpfe II gibt es ja XI und XII, was dem entspricht.

Viele Grüsse
Carsten
 
chuck193 Am: 11.11.2018 20:22:42 Gelesen: 32745# 266 @  
@ Carsten Burkhardt [#265]

Hallo Carsten,

vielen Dank für die Aufklärung, aber da ich nicht genug Info für Serien habe, habe ich den Versuch einer neuen Liste aufgegeben, und alles beim alten gelassen.

Schöne Wintergrüsse,
Chuck
 
Ben 11 Am: 11.11.2018 20:53:18 Gelesen: 32738# 267 @  
@ chuck193 [#264]

bezieht sich das auf alle Papiere? Egal ob glattes Gummi oder Borkengummi

Hallo Chuck,

ja, das bezieht sich auf alle Papiere. Die Gummierung ist dabei egal. Der Effekt hat seinen Ursprung in der Papierherstellung. Wenn der flüssige Papierbrei durch Düsen auf ein bewegliches Sieb trifft, richten sich die Papierfasern nach der Bewegungsrichtung des Siebes aus. In einer Papierrolle liegen die Fasern also in Bahnrichtung. Bögen können dann auf zwei Arten aus der Rolle geschnitten werden. Einmal in Bahnrichtung und einmal quer dazu. Man spricht dann von "machine direction = MD" (längs) oder von "cross direction - CD" (quer). Dementsprechend liegen auch die Papierfasern parallel zur langen oder parallel zur kurzen Briefmarkenseite.

Werden Briefmarken direkt von der Rolle gedruckt, ist die Lage des Bildes zur Bahnrichtung entscheidend.

Das Papier wölbt sich immer parallel zur Faserrichtung.

Viele Grüße
Ben.
 
chuck193 Am: 12.11.2018 00:23:45 Gelesen: 32697# 268 @  
@ Ben 11 [#267]

Hi Ben,

vielen Dank. Das gibt es bei kanadischen Marken auch.

Grüsse, Chuck
 
Pepe Am: 12.11.2018 22:23:19 Gelesen: 32559# 269 @  
Aus dem selbst erstellten Buch die wenigen 2 Pfennig Marken. Damals gab es nur a grau (Töne) oder b grauschwarz (Töne). Beide kosteten 20 Pfennige und waren die billigsten Marken dieses Satzes.

Rein subjektiv hoffe ich noch auf die 3. Farbe. Wird wohl eher Wunsch bleiben.



Michel 212



UV linke Seite



UV rechte Seite

Die UV Lampe ist von Leuchtturm, Ref.: L 90, 6 Watt. Bin damit durch dieses Buch gereist und sehr erstaunt über Pieck, 5 JP, Dienstmarken Ährenkranz u.a. Das ist ja recht abenteuerlich. Eine neue Welt unter UV. Das sind aber andere Themen.

Nette Grüße Pepe
 
Carsten Burkhardt Am: 12.11.2018 23:28:22 Gelesen: 32548# 270 @  
Zweite Reihe die zweite Marke tendiert dorthin. Aber 212c ist schwierig. Ich habe meine Grenze vor 6 Jahren mit Henry Mayer abgestimmt, und die ist sehr weit im Grünen. Schönherr war etwas weniger grün, ich weiß aber nicht, wo er jetzt seine Grenze hat und ob er sich von Henry etwas angeschaut hat, seit er VP ist.

UV macht die Sache bei 212 zu komplex, wir haben 10 Forschungsfarbe und vielleicht 20 Töne mit UV und viele Übergänge. Die 212 ist das Chamäleon.

VG
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 13.11.2018 13:54:58 Gelesen: 32447# 271 @  
@ hannibal [#259]

Ich habe auch eine neue Ecke gefunden, ich glaube, NW0 hatten wir bisher nur bei 221, und dort wurde aus allen meinen Bögen vom Vorbesitzer die Ecke links oben herausgetrennt. Also ist es definitiv meine allererste und einzige bekannt Ecke NW0, und auch die ist leider beschädigt. Ich habe etwas mit Photoshop nachgeholfen, die Zähnung ist aber nicht verändert.



Wir können ja mal aufrufen: WER FINDET EINE NW0-ECKE, also oben und links nicht durchgezähnt ohne Ausgleichszahn links.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 13.11.2018 14:15:50 Gelesen: 32440# 272 @  
Die erwähnte 221 Ecke ohne Ecke


 
Ben 11 Am: 13.11.2018 21:15:36 Gelesen: 32341# 273 @  
@ Carsten Burkhardt [#270]

wir haben 10 Forschungsfarben und vielleicht 20 Töne mit UV und viele Übergänge. Die 212 ist das Chamäleon.

Für interessierte Forscher zum Thema Farben ist die 2 Pf. Käthe-Kollwitz-Marke meiner Meinung nach die spannendste Marke der Serie. Trotz vieler ähnlicher Kurvenverläufe (Forschungsfarben) sehen die Marken einer Kurvengruppe immer wieder anders aus. Da kann man noch Unterschiede erforschen. :-)

Viele spannende Grüße
Ben.
 
hannibal Am: 13.11.2018 22:46:54 Gelesen: 32311# 274 @  
Hallo Carsten,

ist ja wirklich ein spannender Fund die NW0 220.

Passt nur wie die NR-Bögen nicht in das bisherige Zähnungsschema, aber bei K1 kann man auch nach 70 Jahren immer wieder mit Überraschungen rechnen.

Viele Grüße
Peter
 
Markus Pichl Am: 14.11.2018 19:56:00 Gelesen: 32153# 275 @  
@ Pepe [#269]

Hallo Pepe,

ich habe sich nun auch sechs Marken, aus einer größeren Anzahl MiNr. 212 herausgesucht.

So sehen die Marken im Scan aus.



Die ersten beiden Marken in erster Reihe sehen mir nach einem grauviolett aus. Die zweite Marke in dritter Reihe, könnte oder wird wahrscheinlich die auf der Köpfe-Webseite aufgeführte silbergraue Variante sein. Jedenfalls sehe ich da keinen blauen, grünen oder violetten Einschlag in dieser.

Unter UV 365 nm (so weist es der Hersteller der Röhre, die ich verwende, aus). Das rechte Bild ist selbiges wie das Linke, nur im Kontrast aufgebessert.



Die zweite Marke in zweiter Reihe bleibt hell unter 365 nm. Die erste Marke der ersten Reihe passt sich den jeweils an dritte Position gesetzten Marken an. Die zweite Marke aus erster Reihe sieht praktisch so aus wie die erste Marke aus zweiter Reihe. Teils also schwer differenzierbar.

Anders sieht das dann unter 254 nm aus. Für dieses Foto habe ich die Handlampe von Leuchtturm (L 85) verwendet. Der Schreibtisch, auf den die Marken liegen, ist in beiden Fällen, Fotos unter 365 nm oder 254 nm, selbiger. Das rechte Bild ist wieder selbiges wie das Linke, nur im Kontrast aufgebessert.



Die ersten beiden Marken in erster Reihe reagieren quasi in einem Violett. Die zweite Marke in zweiter Reihe bleibt weiterhin hell und die anderen Unterscheiden sich dann doch deutlicher.

Bei manchen Farben empfiehlt es sich, Vergleiche unter oder auch unter 254 nm anzustellen.

Ich mag silbergraue Marken sehr.

Beste Grüße
Markus
 
Pepe Am: 14.11.2018 21:53:02 Gelesen: 32116# 276 @  
@ Carsten Burkhardt [#270]

Vielen Dank für die Einschätzung. Habe nun auch die wenigen postfrischen Chamäleons herausgesucht und diese mal auf hellen und schwarzen Untergrund gescannt. Schon dies ist für die subjektive Einschätzung von Bedeutung. Auch das Ausschneiden der Scanvorlagen spielt eine große Rolle. Du hast ja auch manchmal nur den Innenteil der Marke ohne Zähnung und ohne Hintergrund gescannt. Macht das realistischere Bilder?

@ Markus Pichl [#275]

Da haben wir uns gleichermaßen die Zeit vertrieben. Und dies ein jeder auf seine Art und mit den Möglichkeiten die jeden zur Verfügung stehen. Für ALLE Betrachter und 'Scanner' müsste man idealer weise die Verfahrensweise auf ähnliche Niveaus bringen. Der Hintergrund spielt enorme Rolle. Auch eine Nachbearbeitung egal mit welchem Programm verkompliziert die Ansicht. Otto Normal wird auch von den Lichtwellen 254 oder 365 verwirrt. Sehr spannend und auch zeitraubend, danke für die Mühe.

So einfach wie möglich sollte das sein und jeder ist hier eingeladen ein 'Scanner' zu werden.




Die 212 auf schwarzem, weißem Hintergrund.




212 zwei Farben, untere Reihe zwei Töne



Mi 212, 9er Gruppe, oben rechts PFIII, und zusätzlich viele kleinere Druckzufälligkeiten.

Die UV Fotos sind leider zu unscharf und brachten auch keine Überraschungen.

Nette Grüße Pepe
 
Markus Pichl Am: 14.11.2018 22:15:02 Gelesen: 32109# 277 @  
@ Pepe [#276]

Otto Normal wird auch von den Lichtwellen 254 oder 365 verwirrt.

Hallo Pepe,

was empfindest Du als verwirrend, an den von mir gezeigten UV-Bildern und den dazugehörigen Erklärungen? Auf diese Frage hätte ich gerne eine konkrete Antwort.

Die Bilder und Erklärungen zeigen auf, dass die silbergraue Variante, welche gemäß Köpfe-Webseite bisher nur in sehr wenigen Exemplaren vorliegt, klar von anderen Varianten abtrennbar ist und gleichbleibende Resultate unter den verschiedenen Lichtquellen erzielt. Nebenbei vermerkt, es ist meine Einzige Marke aus vielen, die diesen Farbton und Reaktion zeigt. Unter Deinen bisher gezeigten Marken, entdecke ich die Variante nicht.

http://www.koepfe1.de/bilder_2009/kurven/212/fs.html

Zitat: Überlegenswert erscheint die Abtrennung einer silbrig-grauen Papiervariante bei FF3 p3, wobei von dieser bisher nur sehr wenige Marken vorliegen.

Leider habe ich keine Marke, die ich als 212 c bezeichnen würde. Interessant wäre zu wissen, welche Reaktion diese unter den verschiedenen Lichtquellen zeigt.

Beste Grüße
Markus
 
Pepe Am: 14.11.2018 22:55:16 Gelesen: 32101# 278 @  
@ Markus Pichl [#277]

Otto Normal sind alle Neulinge und jüngere oder auch ältere Anfänger. Verstehe das nicht falsch. Aber Du bist schon Experte und sicherlich viel tiefer mit dieser Materie vertraut. Andere wissen nicht mal was ein Scanner oder eine UV Leuchte ist und was man damit alles anfangen kann. Macht man die Sache zu kompliziert, so wenden sich vielleicht viele Sammler wieder ab.

Wer dann nur wenige Marken der Köpfe Ausgaben hat, wird sich nicht so tief und intensiv damit auseinandersetzen wollen.

Mit den Lichtwellen bin ich leider noch unwissend. Diese Werte stehen nicht auf der Leuchte.

Zitat: Bei manchen Farben empfiehlt es sich, Vergleiche unter oder auch unter 254 nm anzustellen.

Für Profis klar, aber Otto Normal runzelt die Stirn. Farben sind spannend und ich freue mich auf weitere Bilder.

Nette Grüße Pepe
 
Markus Pichl Am: 15.11.2018 00:18:09 Gelesen: 32090# 279 @  
@ Pepe [#278]

Hallo Pepe,

mit UV-Licht macht man nichts kompliziert und wer nicht weiß was ein Scanner oder UV-Licht ist, der kann fragen oder sich im Internet z.B. über Suchmaschinen wie Google informieren. Wir können nicht in jedem Thema, bei dem unabdingbare technische Geräte und wissenschaftliche Ausdrücke oder Bezeichnungen vorkommen, wieder alles neu im Detail erklären.

Bei der jüngeren Generation habe ich die Hoffnung, da sie sich entgegen der betagteren Generation dem Physik-Unterricht noch nicht so weit entfernt hat, was "nm" (= Nanometer = heute gebräuchlich für die Wellenlänge von Licht und in der Nanotechnologie) ausdrückt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Meter#nm

Weitere Hilfreiche Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ultraviolettstrahlung

https://de.wikipedia.org/wiki/Licht

Es wurde auch schon in verschiedenen Themen erklärt, wozu alles eine UV-Lampe (oder auch UV-Leuchte) notwendig ist, was sie bewirkt und das sie für jeden Sammler, egal ob Einsteiger oder erfahrener Profi, wie eine Briefmarken-Pinzette zum Handwerkszeug gehört. Philatelie ist real kein Spaßhobby sondern Wissenschaft. Nur unter diesem Aspekt werden wir neue Sammler gewinnen können, dies ist meine feste Überzeugung.

Wenn es auf der Leuchte oder Röhre selbst nicht drauf steht, mit welcher Wellenlänge sie leuchtet, dann hilft ein Blick auf die Verpackung. Man kann es aber auch so ausdrücken, die Handleuchte von Leuchtturm mit 366 nm Wellenläge (wird in der Regel für Fluoreszenz-Untersuchungen verwendet, aber nicht nur) hat eine "violett eingefärbte" Röhre und die Handleuchte für 254 nm Wellenlänge (wird in der Regel für Phosphorenz-Untersuchungen verwendet, aber nicht nur) hat eine "gläserne, nicht eingefärbte" Röhre.

Weitere empfehlenswerte Links:

Thema: Mikroskopie in der Philatelie https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=9929&CP=0&F=1

Thema: Phosphorlampen https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=9637

Thema: Welche UV Quelle ist zur Prüfung geeignet ? https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11126

Die Themen, vor allem letzteres, können noch ausgebaut werden.

Wer dann nur wenige Marken der Köpfe Ausgaben hat, wird sich nicht so tief und intensiv damit auseinandersetzen wollen.

Wer nur wenige Marken der Köpfe-Ausgaben und Fragen dazu hat, dies gilt praktisch für alle Briefmarken-Ausgaben, die spezialisiert gesammelt werden, hat verschiedene Möglichkeiten, u.a.:

1) sich mit der Materie tief auseinandersetzen und ganz viele Marken der betreffenden Ausgabe(n) dazu sammeln.

2) die wenigen Marken auf gut Glück zu einem hierfür ausgewiesenen Prüfer zu senden.

3) die Fragen nicht stellen, somit unbeantwortet lassen und nach Michel-Junior-Katalog sammeln. Das Sammeln nach dem Junior-Katalog erspart evtl. viele Fragen, denn da sind kaum Spezifikationen dargestellt. Durchaus können dann zwar immer noch Fragen auftauchen, denn sogar eine mir bekannte Dame, im alter um die 90 Jahre, konfrontierte mich vor zwei Jahren telefonisch mit der Frage, dass doch Ihre vielen 10 Pf Ulbricht-Marken, es müssen tausende gewesen sein, sich völlig verschieden in der Farbe darstellen. Daraufhin erklärte ich Ihr den Sachverhalt, nach welchen Auflagen bzw. Spezifikationen man suchen bzw. sortieren kann usw. usf. Die Erklärungen konnte sie sehr gut nachvollziehen, wollte aber dennoch keine Spezialistin werden und ich wollte die Marken aber auch nicht und so wurden sie nebst vielen anderen an eine soziale Einrichtung zur Verwertung gesendet.

Beste Grüße
Markus
 
Pepe Am: 16.11.2018 22:30:48 Gelesen: 31893# 280 @  
@ Markus Pichl [#279]

Hallo Markus,

vielen Dank für diesen ausführlichen Thread und die große Mühe Deinerseits. Auch sehr schön die Links, welche ja hier super passen.

Den Spaßfaktor beim Hobby Philatelie schätze ich weit höher ein. Aber alles subjektiv. Auch ich hatte Jahrzehnte lang eine ältere Tauschpartnerin in Australien und diese hatte viel Spaß und Freude am einfachen Sammeln. Und das ohne jegliche Forschung. Sind wir froh über die einfachen Sammler. Stell Dir vor die gäbe es nicht, so würde das Hobby Philatelie tot sein und dem Hobby Philatelie Forschung würde nur eine sehr kleine Menge angehören.

So ist halt ein jeder Teil dieses schönen Hobbys und ich wünsche allen recht viel Spaß und Freude beim Sammeln und Forschen.



Michel 213, Farben a, b, c

Im DDR Spezial nur eine Farbe blauviolett bis d'violettblau. Beim damaligen Preis (-,35) werden die Forscher nicht gar so aktiv gewesen sein.

Im Michel kein Hinweis auf UV Effekte.

Nette Grüße Pepe
 
Markus Pichl Am: 16.11.2018 22:44:57 Gelesen: 31891# 281 @  
@ Pepe [#280]

Hallo Pepe,

das Hobby "Philatelie" wird nie tot sein. Nur die Anzahl derer, die diesem nachgehen, wird weiter drastisch sinken und damit auch die Anzahl der Spaßsammler. Die Zukunft gehört denen, die es aus verschiedenen wissenschaftlichen und geschichtlichen Aspekten betreiben.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 17.11.2018 12:44:14 Gelesen: 31810# 282 @  
@ Pepe [#280]

Hallo Pepe,

die 6 Pfg ist eigentlich leicht, wenn man die Papiere unterscheidet. Am Anfang war ungebleichtes graues Papier, das unter UV rot-violett leuchtet. Dann kamen dünne weisse Papiere und später dicke weisse bis cremefarbene. Katalogisiert ist alles vor 1950.

c im Michel ist dieselbe Farbe wie b, nur auf einem ungebleichten Papier, im VPEx unterscheiden wir noch ca und cb. Letztere ist auf ungebleichtem Papier und Blau ohne Rotanteile. 213 ca ist rötlich schimmernd und hat einen stark metallischen Glanz.

https://www.philasearch.com/de///i_9120_61155/1370210_SBZ_allgemeine_Ausgabe/43-A104-3323.html?utm_source=notification&utm_medium=email&utm_campaign=20181116&utm_content=lot_43-A104-3323

Bei Veuskens gibt es gerade eine 213 cb, noch altgeprüft Paul als b. Die jetzige Michel Katalogisierung ist völlig sinnlos. Die seltenen Farben liegen alle in c mit einer sehr häufigen Variante von FF3 auf Papier p1 zusammen. Geigle hatte 2011 vorgeschrieben, dass sich die Anzahl der Varianten nicht erhöhen darf. Da 219c und 220c gestrichen wurden, durften nur 2 neue in den Katalog, und das waren 213 c und 214 d. Erstere ist Murks, letztere wurde durch massive Falschprüfungen kaputtgemacht, habe ich aber schon oft beschrieben.

Viele Grüsse
Carsten

Redaktionelle Ergänzung: Beschreibung bei Veuskens:



Michel 213 by, 6 Pf. Köpfe I. 1948, in b.-Farbe, mit senkr. Borkengummierung, vom rechten Seitenrand, tadellos postfrisch, tiefgepr. Paul BPP. Im Michel in der b.-Farbe unbekannt, inters. dunkle bläuliche Farbvariante. Kabinett.
 
Pepe Am: 17.11.2018 21:59:24 Gelesen: 31702# 283 @  
@ Carsten Burkhardt [#282]

Danke Carsten. Der Auktionspreis erscheint mir sehr hoch. Muss ich mal beobachten.

Gleich noch die Folgeseite hinterher. Von Seite 1 kann ich auch UV Fotos von je 2 Reihen zeigen, wenn gewünscht.



Auch unter UV interessant, aber ob alle 3 Farben oder nur Töne kann ich nicht sagen.



Nur eine postfrische und zwei gefalzte, linke Marke unter UV fällt auf. Mittlere Marke Plattenfehler I, fehlende Locke.

Nette Grüße Pepe
 
Carsten Burkhardt Am: 17.11.2018 22:12:06 Gelesen: 31696# 284 @  
Hallo Pepe,

es war keine Kaufempfehlung, mir ging es bei dem Link nur um die Farbe und das Papier.

Die fehlende Locke ist der Schatz des kleinen Mannes. Jeder kann im Album 10 Stück finden, vier mal im Bogen bei allen frühen Auflagen. Wert unter 1 Euro.
Das Papier der unteren Reihe sieht nach p1 aus, also FF3 p1 gleich 213c, auch sehr häufig.

Auf gebleichtem Papier sieht die Farbe leuchtend und frisch aus, das ist 213b. Alle anderen bei Dir sind a.

b sieht so aus:



https://www.delcampe.net/de/sammlerobjekte/briefmarken/deutschland/sowjetische-zone-sbz/nr-213-bx-2-gepruft-mayer-michel-120-e-x14309-332941165.html

Viele Grüsse
Carsten
 
Pepe Am: 17.11.2018 22:46:51 Gelesen: 31680# 285 @  
@ Carsten Burkhardt [#284]

Hallo Carsten,

das ging sehr schnell, vielen Dank.

Nun zeige ich doch mal die UV Bilder.





Meine UV Leuchte von Leuchtturm arbeitet mit 366 nm.

Die vorletzte der 2. Reihe und vierte der 3. Reihe sind die E-T Marken. Im Michel gibt es ja PF I, PF III, PF V. Wurden PF II und IV abgeschafft oder Reserveplatzhalter.

Noch ein schönen Samstag
Pepe
 
Carsten Burkhardt Am: 18.11.2018 16:43:07 Gelesen: 31597# 286 @  
@ Pepe [#285]

Wie schon gesagt, alle Marken auf der ersten Seite sind FF1 und FF2, soll heissen 213a. Da sollte kaum was zu sehen sein unter UV. Die beiden häufigsten FF decken 90% der Marken ab, auch alle 328 sind FF1.

PFII wurde von Schönherr abgeschafft, weil unbekannt, ca. 2007, 213 IV müsste mal jemand in einem Michel vor 2008 nachschlagen.

Inzwischen habe ich einige Marken gefunden, die 213 II entsprechen könnten. Aber wir habe bessere und grössere und vor allem sicher zu bestimmende Alternativen. Der Prozess ist im Gange.

Viele Grüsse
Carsten
 
Pepe Am: 19.11.2018 18:27:57 Gelesen: 31408# 287 @  
@ Carsten Burkhardt [#286]

Hallo Carsten,

ich danke für die Einschätzung. Und nochmal die E-T Marken einzeln rausgefischt. Werde mir die 8 Pfennige vornehmen.





Michel 213a, senkrechter Strich verbindet E-T, obere 1950, untere 1951 gestempelt

Nette Grüße Pepe
 
Carsten Burkhardt Am: 19.11.2018 20:26:42 Gelesen: 31379# 288 @  
@ Pepe [#287]

Hallo Pepe,

danke für die Plattenfehler Bilder, der Fehler ist seit 2007 in meiner Datenbank umd wir habe fast 10 Stück davon. Leider ist das Feld noch nicht bekannt, aber vielleicht ist er irgendwann reif. Gehört für mich zu den Top 10.

VG
Carsten
 
Pepe Am: 21.11.2018 21:04:41 Gelesen: 31285# 289 @  
Der 8 Pfenning Wert zeigt Karl Marx, damals nur a braunorange (Töne) oder b d'braunrot (UV bräunlichkarmin).




Die UV Fotos sind sehr dunkel und bringen wohl nicht viel






die letzte Reihe noch mal sondiert.

Rein subjektiv meine ich zwei Farben zu sehen und sicher viele Töne.

Nette Grüße Pepe
 
Markus Pichl Am: 22.11.2018 07:05:47 Gelesen: 31253# 290 @  
Hallo,

in den letzten Stunden habe ich mich mit meinen Marken MiNr. 214 beschäftigt. Aus meinen Marken habe ich die nachstehenden 12 Einzelstücke und ein senkrechtes Paar vom rechten Bogenrand herausgesucht (Feldmerkmale 10/20 bzw. 60/70). Die Marken habe ich von 001 bis 014 durchnummeriert.



In der Farbtönung auffällig sind die Marken Nr. 008 und 010.

Wer noch genauer hinsieht, der wird, wie bei der 25 Pf-Marke, verschiedene Abstände zwischen Markenbild und Bildrahmen erkennen. Siehe auch nachstehend, Marke Nr. 011 und 008. Je später die Auflage, desto weiter der Abstand. Die Feldmerkmale 10/20 und 60/70, das ist der rechts unterschiedlich eingedellte Rahmen, bleiben aber über verschiedene Auflagen hinweg bestehen (dies spricht für einen Fehler im Urklischee).



Unter UV mit Wellenlänge 365 nm (Herstellerangabe) reagieren die Marken wie nachstehend. Das rechte Bild ist um 25% aufgehellt und in diesem habe ich verschiedene UV-Reaktionen durchnummeriert.



UV 1 und UV 2 fallen in die a-Farbe. UV 2 ist auch abgrenzbar, des Weiteren durch einen klar unterschiedlichen Farbauftrag der Druckfarbe von UV 1 auf dem Papier.

UV 3 ist die b-Farbe.

UV 4, UV 5 und UV 6 ist die heutige c-Farbe. UV 4 und 6 liegen in der Farbgebung dicht aneinander. UV 6 ist die ehemalige d-Farbe, wie sich auch im nachstehendem Vergleich mit den Farbplättchen aus dem Michel-Farbführer zeigt (im Bild von mir modifiziert).



Der Farbunterschied zwischen den Farbplättchen "schwärzlichbräunlichrot" und "schwärzlichrot" fällt nur gering aus. Ersteres ist etwas bräunlicher und somit einen Hauch dunkler. Dies zeigt sich auch an den Marken in der Farbwirkung. Ferner hier noch die Rahmenbreite und die Stempeldaten, letztere vor allem im Abgleich mit der Tabelle der Verwendungsdaten auf der Köpfe-Webseite, neben den UV-Reaktionen bei der Unterscheidung helfen.

Die Marken habe ich auch alle einzeln mit 2400 dpi Bildauflösung eingescannt. Die Ergebnisse, der Messungen meiner Scans im HSV-Farbraum, sprechen auch eine eindeutige Sprache und bestätigen vorstehendes. Nach Farbwinkel, aufsteigend von unten nach oben, sortiert.



Warum man die Katalogisierung der d-Farbe wieder gestrichen hat, erschließt sich mir aus rein sachlicher Hinsicht nicht. Real ist mindestens sogar noch eine e-Farbe katlogisierbar (UV 5).

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 22.11.2018 09:32:13 Gelesen: 31229# 291 @  
Hallo Markus,

bei 214 ist das Problem, dass die a-Farbe sehr variantenreich ist. Von ganz früh bis zum dicken Papier p3 in mehreren Auflagen, auf verschiedensten Papieren und mit diversen UV-Tönen.

Die b-Farbe lässt sich gut erkennen, wenn man das Papier und die Zähnung beachtet. Die meisten haben die sogen. Nähmaschinenzähnung, die etwas rauh aussieht und dann natürlich die UV-Farbe.

Bei den dicken Papieren ist a am häufigsten und sieht verglichen mit den beiden anderen (c und d) eigenständig aus, ist aber nur dasselbe wie die früheren, nur eben auf einem neuen Papier und mit neuen Platten.

Die Rahmenbreite ist sicher ein Hilfsmittel, aber bei 214 ist der Unterschied zu fließend, nicht wie bei 221, wo es die Zwischenphase mit mittelbreiten Rahmen nicht gibt.

Zum Erkennen der 214d empfehle ich immer eine 329z als Vergleichsmarke, auch unter UV, damit findet man die. Ist aber selbst gestempelt nicht wirklich leicht zu finden. Und dann ist der silbrig schimmernde Effekt, während 214c immer ganz stumpf und matt ist.

Gute Jagd!
Carsten
 
Markus Pichl Am: 22.11.2018 11:25:19 Gelesen: 31179# 292 @  
@ Carsten Burkhardt [#291]

Hallo Carsten,

mir ist heute Nacht ein saublöder Fehler passiert. Die von mir als Marke Nr. 005 und 006 gekennzeichneten sind nicht MiNr. 214 sondern 329. Ich hatte die beiden auf das falsche Häufchen abgeworfen.

Zumindest stimmt mein Farbensehen, denn für diese beiden hatte ich eine eigene UV-Nr. vermerkt und die "214 e" angedacht gehabt. (smile)

Trotz dem kleinen Trost, ist es natürlich peinlich.

So, hier meine losen Marken MiNr. 329. Die oberen vier sind dann v-Papier und die unteren inkl. dem senkr. Paar ganz klar z-Papier.



Wenn die UV-Reaktion der "214 d" so sein soll, wie die vom z-Papier, dann sind die beiden Marken Nr. 008 und 010 keine d-Farbe (auch wenn sie vom Farbeindruck gar nicht zu a passen und dann auch bei a "braunorange" aufgeführt werden müsste). Es könnte aber sein, dass ich aber dennoch eine habe und zwar unter den noch nicht von mir gezeigten 214. Ich mache dann noch einmal neue UV-Bilder.

Beste Grüße und danke für Deine weiteren Hinweise
Markus
 
Markus Pichl Am: 22.11.2018 12:20:22 Gelesen: 31169# 293 @  
Hallo Carsten,

jetzt habe ich noch einmal alle meine Marken nach Wasserzeichen kontrolliert. Glücklicherweise waren es tatsächlich nur diese zwei, welche ich versehentlich auf das falsche Häufchen abgelegt hatte.

Die nachstehenden 18 Marken reagieren unter UV alle in einem dunkelviolettbraun (verschiedene Helligkeiten), als auch das hier nicht noch einmal gezeigte senkrechte postfrische Paar, so wie in meinem UV-Bild in Beitrag [#84] gezeigt und mit UV 1 und UV 2 von mir deklariert. Die datierbaren Stücke zeigen Stempeldaten bis Ende 1951. Somit kommt nur a-Farbe bei diesen in Frage, denn die Stempeldaten der c-Farbe beginnen erst im I. Quartal 1952.



Das postfrische Einzelstück der b-Farbe ist aufgrund der eindeutigen UV-Reaktion "braunocker" auch klar.

Darf ich davon ausgehen, dass die c-Farbe nicht diese dunkelviolettbraune UV-Reaktion zeigt, aber "lilarotbraune" UV-Reaktionen dennoch in die a-Farbe fallen können? Oder sind lilafarbene UV-Reaktionen gleich immer c-Farbe?

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 22.11.2018 16:48:21 Gelesen: 31132# 294 @  
Hallo Carsten,

Schande. Ich habe v und z verwechselt. Ich dachte "z" wäre der Buchstabe für das gestrichene Papier und "v" der für das gewöhnliche. Dabei ist es umgedreht.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 22.11.2018 18:57:41 Gelesen: 31108# 295 @  
Hallo Carsten,

durchschnauf, ich glaube ich habe es nun endlich geschafft. (smile)

In den ersten zwei Reihen stecken Marken der MiNr. 214, welche unter UV nicht die Reaktion UV 1 und UV 2 zeigen sowie Marken der MiNr. 329 z und 329 v. In der untersten Reihe noch einmal Marken MiNr. 214 a.



Die Marke MiNr. 214, in der Mitte der zweiten Reihe, mit Stempeldatum vom 27.3.53, zeigt eine rötlicher Farbwirkung, als die anderen Marken MiNr. 214 aus erster und zweiter Reihe. Wenn ich die Marken gegen Lampenlicht halte, dann reflektiert die Druckfarbe dieser mittleren Marke aus zweiter Reihe. Soll heißen, sie schimmert, die anderen nicht.

Diese rötlichere Farbwirkung der besagten Marke wiederholt sich auch unter UV, die anderen MiNr. 214 zeigen eine Reaktion mit Lilatouch. Das rechte Bild ist um 25% aufgehellt.



Im nachstehenden Scan besagte Marke, mit zwei Stück 329 z und einer weiteren 214 noch einmal separat eingescannt, die Farbwirkung passt mehr zu den beiden 329 z. Auch die UV-Reaktion.



Und hier noch ein Wasserzeichen-Vergleich im Signoscope, zwischen dem Hoffnungsträger und der letzten Marke aus vorstehendem Scan.



Was kannst Du zu den Bildern, selbstverständlich unter Vorbehalt einer Prüfung am Original, sagen?

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 22.11.2018 20:11:04 Gelesen: 31096# 296 @  
Hallo Markus,

könnte passen. 214d ist aber nicht wirklich selten, zumindest gestempelt ist es fast 1% der Marken. Postfrisch sind 3 Bögen bekannt, wenn auch 2 unerkannt vor Jahren verkauft wurden. Ich hatte die Sammlung bei einem Sammler eingescannt und konnte die Farbe nicht prüfen. Jahre später fand ich f35c, anhand der man die Bögen erkennt, alle bekannten 214d Bögen haben ihn. Und die lagen alle in einer Sammlung in Regis-Breitingen. Über Potsdam kam einer in einem Bogenlot für wenige Hundert Euro 2016 zu mir.

Ein Bogenteil mit 64 Marken fand sich im Kovaczek-Bestand, den ich 2008 erwerben konnte. Wenn die Prüfung nicht ausgesetzt worden wäre, hätte ich damit die gesamte Kasse wieder einspielen können. Jetzt liegt der Handelspreis leider wieder unter 100 Euro. Nicht Michel, Euro.

Vg
Carsten
 
Markus Pichl Am: 23.11.2018 08:47:08 Gelesen: 31046# 297 @  
@ Carsten Burkhardt [#296]

Hallo Carsten,

mir geht es jetzt nicht unbedingt um die Seltenheit sondern mehr um die Systematik der Katalogisierung und die Argumentation über Merkmale einer Druckfarbe, warum sie als eine solche separat katalogisierbar ist. Das die ehemalige "d" in ungebrauchter Erhaltung wahrscheinlich seltener als in gebrauchter ist, ist annehmbar. Sie stammt, wie man an den Verwendungsdaten ablesen kann, aus einer späten Auflage auf Papier mit SBZ Wz. 1 und wurde höchstwahrscheinlich unerkannt aufgebraucht.

Eine schlüssige und nachvollziehbare Argumentation, für eine separate Katalogisierung, ergibt sich hier über den Farbeindruck inkl. dem leicht metallischen Glanz und die UV-Reaktion. Dazu braucht man keine Graphiken von Kurven oder Wolken, die sich den meisten Betrachtern solcher nicht wirklich erschließen - vor allem wenn er sie selber nicht erstellt hat.

Der rote Farbeindruck ergibt sich bei meiner Marke durch eine ausgesprochen hohe Sättigung der Druckfarbe, dem Pigmentaufbau und einer niedrigen Helligkeit. Hierdurch erweckt sich uns in der Wahrnehmung ein niedriger Schwarzanteil und sie wirkt daher roter, als die anderen MiNr. 214.

Meine Marken habe ich nun einmal nach Farbeindruck und UV-Reaktionen sortiert und mit meinen eigenen Unterbuchstaben, ähnlich der Katalogisierung wie bei Deutsches Reich MiNr. 47, versehen. Für mich ist dies eine nachvollziehbare Einteilung und es ergibt sich ein stimmiges Bild, auch bezüglich der Verwendungsdaten.



Persönlich gehe ich davon aus, dass sich dieses Bild durch Hinzunahme weiterer Marken so fortsetzt und ggf. noch weiter ergänzt. Nebenbei vermerkt, diese Einteilung wird auch über Messungen im HSV-Farbraum über die Farbwinkel begründbar.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 23.11.2018 12:12:31 Gelesen: 31016# 298 @  
@ Markus Pichl [#297]
@ Carsten Burkhardt [#296]

Hallo Zusammen,

Eine schlüssige und nachvollziehbare Argumentation, für eine separate Katalogisierung, ergibt sich hier über den Farbeindruck [...]. Dazu braucht man keine Graphiken von Kurven oder Wolken, [...]. Der rote Farbeindruck ergibt sich bei meiner Marke durch eine ausgesprochen hohe Sättigung der Druckfarbe, dem Pigmentaufbau und einer niedrigen Helligkeit. Hierdurch erweckt sich uns in der Wahrnehmung ein niedriger Schwarzanteil und sie wirkt daher roter, als die anderen MiNr. 214.

Der Farbeindruck ist m.M. nach das wichtigste Kriterium der Unterscheidung. Ob man "Kurven" oder "Wolken" verwendet, um dorthin zu gelangen, ist dabei freigestellt. Allerdings sind sprechende Formulierungen wie " hohe Sättigung, niedrige Helligkeit" oder " wirkt daher roter, als die anderen" eher ungeeignet, da sie keine eindeutige Vergleichbarkeit und Trennung erlauben. Berücksichtigt werden sollte ebenfalls das Papier und das Verhalten unter anderem Licht (z.B. UV).

Carsten listet in seinem Buch 8 verschiedene Typen dieser Marke nach den Kurven auf. Vor 3 Jahren hatte ich mal eine Analyse zur Aufteilung nach Lab-Farbwerten hierfür gemacht. Verwendet wurden Messwerte von ~3400 Marken. In der Gruppierung komme ich immerhin auf 6 Typen (schon nahe an dem, was Markus hier auch zeigt). Alle unterscheiden sich deutlich nach dem jeweils ansteigenden a- und b-Anteil. Das Bild zeige ich mal.



Die Unterscheidung nach (positiven) a-Anteil, also "rot", und (positiven) b-Anteil, also "gelb" zeigt schon, dass der Farbwinkel H oder auch Bunttonwinkel h allein nicht ausreicht. Der Winkel berechnet sich aus "a" und "b". Genau wie sich die Buntheit C oder Sättigung S als Entfernung zum Zentrum aus den beiden Werten berechnet. Die blau eingekreisten Gruppen liegen eng beieinander und unterscheiden sich zusätzlich in der Helligkeit V oder L. Zur Vergleichbarkeit benötigt man also alle 3 Farbwerte aus LCh bzw. HSV. Wobei die Eignung der Farbräume beachten werden muss.

Das man diese Gruppen exakt, also unabhängig von sprechenden Formulierungen, trennen kann, habe ich ebenfalls anhand eine Ebene im Raum gezeigt. Auch hier mal das Bild als Beispiel.



Man kann also sehr wohl wahrnehmungsorientiert und genau arbeiten und somit subjektiv fließende Grenzen einzelner Personen vermeiden. "Kurven" oder "Wolken" sind hier ein Hilfsmittel zur Unterscheidbarkeit, mehr nicht.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 23.11.2018 13:05:08 Gelesen: 31003# 299 @  
@ Ben 11 [#298]

Hallo Ben,

das Problem ist, dass ich mir beim Ansehen der Graphiken keinerlei Vorstellungen von den Marken machen kann, die Grundlage für die Graphik sind. Ohne dass die Marken hierzu gezeigt werden und in den Graphiken klar eingezeichnet ist, welche Marke zu welcher Kurve oder Wolke gehört, sind diese Graphiken nicht nachvollziehbar und als Argumentation wertlos.

Die auf der Köpfe-Webseite gezeigten Graphiken sind aus vorgenannten Gründen unzureichend erklärt und deshalb beachte ich sie erst gar nicht. Die Scans sind aus dem Jahre 2009, qualitativ nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik und oftmals ist nicht klar, welche Forschungsfarbe zu welcher Michel-Nummer gehören soll. Hilfreich, bezüglich der Farbzuordnung, sind die jeweiligen Tabellen mit den Verwendungsdaten, insofern man ausgetüftelt hat oder angegeben ist, zu welcher Michel-Unternummer die Angaben gehören. Diese kritischen Anmerkungen meinerseits sollen die Sache nicht verteufeln sondern Aufzeigen, mit welchen Schwierigkeiten ich zu kämpfen habe nützliches und anwendbares, für das Sortieren meiner Marken dort ausfindig zu machen. Die Bogendatenbank ist für mich sehr hilfreich.

Wie oben aufgezeigt, kommt es immer wieder zu den selben Schwierigkeiten, wenn man versucht seine Marken nach den Angaben im Michel zu sortieren. Die Farbbezeichnungen stimmen oftmals nicht und wie gesehen, sieht ein "braunorange" nach Farbenführer ganz anders aus (er entspricht meiner Vorstellung von einem braunorange), als der Farbton, den Prüfer als einen solchen prüfen. So fehlt auch, wie in einem anderen Thema gesehen, sowohl in den BPP- und den VPEX-Expertisen, zu der ehemals gelisteten "214 d", die Angabe der Tageslichtfarbbezeichnung. Ferner sind die sogen. "Farbtöpfe", die es bei fast allen nach Farben katalogisierten Marken gibt, ganz einfach zu groß gefasst. Weder haben in solchen Farbtöpfen Marken etwas zu suchen, die mit verschiedenen Farbstoffmischungen gedruckt wurden (z.B. Sachsen MiNr. 15 c, da wurde bisher alles mögliche hineingeworfen, was nicht separat gelistet war, oder auch SBZ 214 a, weit auseinanderliegende Auflagen mit verschiedenen Farbwirkungen und UV-Reaktionen.

Mir persönlich wäre es lieber, wenn die Katalogisierung von Farben im Michel systematischer wäre. Deutsches Reich MiNr. 47 stellt dabei ein recht gutes Beispiel dar und an diesem lehne ich meine privaten Farbsortierungen an. Diese richten sich, wie oben bereits beschrieben, nach Farbeindruck, Farbstoffen (wenn bekannt), Auflagen (wenn bekannt und zuordnungsbar), UV-Reaktionen und Messwerten im HSV-Farbraum.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 23.11.2018 14:33:01 Gelesen: 30985# 300 @  
Hallo,

mit der Marke SBZ MiNr. 215 habe ich mich mein Lebtag noch nicht wirklich beschäftigt. Anhand dieser Michel-Nr. 215 möchte ich erklären, wie ich beim Sortieren von Farben vorgehe.

Mehr als die nachstehenden habe ich nicht zur Verfügung. Zuerst sortiere ich die Marken immer nach "meinem" Farbeindruck, völlig ohne Hilfsmittel (kein Blick in den Katalog, kein Blick unter UV etc.). Diese erste Sortierung kann sich dann natürlich später noch verändern.



Eins vorab, die letzte Marke in zweiter Reihe ist eine Farbfälschung und entsprechend signiert (hatte ich einmal vor einiger Zeit einfach zum Prüfen mitgesendet). Auf dieser Art Farbfälschungen, bei der 10 Pf-Marke "August Bebel", wurde sogar schon im Sammler-Express im Jahre 1949 (Heft 18) hingewiesen. Alle anderen Marken sind bezüglich der Farbe ungeprüft (ein Briefstück mit Signatur "Stempel falsch Weigelt BPP" ist dabei).



Im zweiten Schritt betrachte ich dann die Katalogisierung im Michel-Katalog und diese liest sich aktuell wie folgt:

215 a) dunkel- bis schwärzlichbläulichgrün (viele Töne) ( 22. Okt. 1948)

215 b) dunkel- bis schwärzlichbläulichgrün (UV-Farbe gelbgrün fluoureszierend) ( Febr. 1949)

215 c) schwärzlichopalgrün bis schwärzlichgrün ( Aug. 1951)

Nun ja, grübeldenk, irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier einiges wieder zusammengefasst wurde, was sich ja auch durch "viele Töne" und dem Blick auf meine Marken ausdrückt bzw. widerspiegelt.

Im dritten Schritt scanne ich dann alle Marken einzeln mit einer Bildauflösung von 2400 dpi ein. Das kann dann jetzt also noch ein bisschen dauern, bis ich den vierten Schritt im nächsten Beitrag erkläre.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 23.11.2018 17:17:56 Gelesen: 30956# 301 @  
Hallo,

da fällt mir ein, ich hatte die Wasserzeichen meiner Marken MiNr. 215 noch nicht wirklich kontrolliert und siehe da, eine der Marken entpuppt sich als eine DDR MiNr. 330 z und zwar die nachstehende.



Bei einer weiteren Marke kann ich so gar nichts, weder im Signoscope oder im Benzinbad, von einem Wasserzeichen erkennen und zwar bei der nachstehenden. Diese habe ich erst einmal als "Fragezeichen-Marke" eingescannt. Vielleicht lässt sich noch klären, was es mit ihr genau auf sich hat?



Nun folgt der nächste Schritt. Um einen Farbeindruck zu gewinnen, was denn so ungefähr unter den Farbbezeichnungen zu verstehen ist bzw. welcher Farbton, habe ich mir die Farbplättchen aus dem Michel-Farbführer (37. Auflage) eingescannt.



Dann noch schnell einen ersten Blick unter UV, wegen der fluoreszierenden Druckfarbe, die unter 215 b katalogisiert hat.



Stark, damit habe ich nun nicht gerechnet, dass einerseits welche dabei sind, eine gestempelte und das postfrische senkrechte Eckrandpaar, und das ich den Raum noch nicht einmal verdunkeln muß, um Fotos zu schießen. Die Druckfarbe fluoresziert enorm intensiv. Das gefällt mir. Diese fluoreszierenden Stücke hatte ich beim Vorsortieren eigentlich nur als letztes auf die Einsteckkarte gesteckt, weil sie die hellste Farbe an Tageslicht zeigen und weil das dort so schön platzmäßig für das Eckrandpaar gepasst hat.

Als nächstes werde ich zeigen, wie ich die einzeln eingescannten Marken im Photoshop versuche, nach den Farbplättchen zu sortieren.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 23.11.2018 21:43:19 Gelesen: 30912# 302 @  
Hallo Carsten,

eine Anpassung an die Farbplättchen aus dem Michel-Farbführer ist selbstverständlich gewöhnungsbedürftig, da dort selbstverständlich nicht alle Schattierungen und Sättigungen gezeigt werden können, welche Farbmischungen hervorgehen können.

Ein "schwärzlichgrün" kann ich an meinen Marken nicht nachvollziehen und ich bezweifle sogar, dass es überhaupt diesen Farbeindruck bei MiNr. 215 gibt. Meine Marken in letzter Reihe, im nachstehenden Bild, haben zwar einen hohen Grauanteil in der Farbwirkung (sprich: in der Lichtfarbe), aber es fehlt gelb und blau überwiegt, somit klar eine opalgrüne Farbnuance.

Auf die in unterschiedlichen Helligkeiten dargestellten Farbplättchen in unterster Reihe, gehe ich später noch ein. Viel interessanter erachte ich im Moment die ersten zwei Reihen von Marken, die ich nach ihrer von mir wahrgenommenen Dunkelheit sortiert und von 001 bis 010 eingescannt bzw. durchnummeriert habe. Bei diesen ergibt sich unter UV eine Überraschung.

Du schreibst, in etwas ketzerischem Ton, auf der Köpfe-Webseite und teils in blauer Schrift: "Im DDR-Universalkatalog unterschied man neben der a-Farbe blaugrün (UV: schwarzgrün) zusätzlich die Farbe b: blaugrün (UV: bläulichgrün). Es ist unklar, ob damit die oben angesprochene Variante gemeint war. Herr Theile, können Sie das aufklären? Haben Sie Vergleichsmaterial davon??

Was genau man auch immer unter irgendwelchen antiken UV-Lampen früher wahrgenommen hat, eins weiß ich, meine Marken Nr. 001 bis 010 sind klar in drei verschiedene UV-Reaktionen unterteilbar.

Das nachstehende Bild ist auf unter 1/10 des Originalformats verkleinert, da es sonst sämtliche Darstellungsmöglichkeiten hier im Forum zum Platzen bringen würde.



Kennst Du zwischenzeitlich mehr oder weniger UV-Reaktionen von Marken, welche in der Farbwahrnehmung den Farbton meiner ersten 10 Marken haben?

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 23.11.2018 22:49:28 Gelesen: 30897# 303 @  
@ Markus Pichl [#299]

das Problem ist, dass ich mir beim Ansehen der Graphiken keinerlei Vorstellungen von den Marken machen kann, die Grundlage für die Graphik sind.

Guten Abend Markus,

das sehe ich genauso. Ich habe die Berechnung seinerzeit mit einem Datenbestand von Carsten durchgeführt. Hier ging es um das Herausarbeiten der Grenzen. Wie er die Ergebnisse in seiner Forschung verwendet hat, kann ich Dir nicht sagen. Ich hatte schon mehrere Datensätze von ihm zur Analyse. Damals habe ich jedoch für mich beschlossen, einen eigenen Markenbestand aufzubauen und der wächst jetzt schon zu beachtlichem Umfang. Und dann mache ich das alles nochmal. :-)

(sprich: in der Lichtfarbe)

Was ist eine Lichtfarbe? Hat Licht nicht alle Farben des Spektrums?

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 23.11.2018 22:57:01 Gelesen: 30895# 304 @  
@ Ben 11 [#303]

Was ist eine Lichtfarbe?

Eine Druckfarbe kann unter bestimmten Umständen verschiedene Lichtfarben mit sich bringen, aber es ist dann immer noch selbige Druckfarbe. Es ist nicht immer erstrebenswert, eine Druckfarbe nach verschiedenen Lichtfarben zu unterteilen oder gar zu prüfen (Stichwort: Veränderung von Druckfarben aufgrund umweltbedingter/lagerungsbedingter Umstände).

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 24.11.2018 12:27:40 Gelesen: 30845# 305 @  
@ Markus Pichl [#304]

Hallo Markus,

leider beantwortet das meine Frage nicht. Deshalb nochmal: Was verstehst Du unter einer Lichtfarbe?

Man kann natürlich Licht nach seinen Farbe ordnen. Das wären dann aber selbstleuchtende Farben. Man unterscheidet verschiedene Lichtquellen nach ihrem Aussehen, z.B. D65 mit 6500 Kelvin als mittlere Tageslichtfarbe, oder z.B. A was einem Glülampenlicht bei 3000 Kelvin entspricht. Aber das meinst Du wahrscheinlich nicht, oder?

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 24.11.2018 12:56:15 Gelesen: 30834# 306 @  
@ Ben 11 [#305]

Hallo Ben,

ich habe mich tatsächlich falsch ausgedrückt.

Lichtfarbe ist die Farbe einer selbstleuchtenden Lichtquelle. Eine Druckfarbe bleibt immer eine Druckfarbe und kann unter verschiedenen Lichtfarben eine andere Farbwirkung vermitteln. Dies war aber nicht von mir so gemeint.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtfarbe

Gemeint war, dass sich eine Druckfarbe durch widrige Umstände, die sie erlitten hat, anders unter selbige Lichtfarbe darstellen kann. Manchmal reicht sogar bereits ein Wasserbad aus, dass die Druckfarbe bei selbiger Lichtfarbe anders aussieht und manchmal sind derartige Veränderungen gar nicht für den Betrachter nachvollziehbar.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 24.11.2018 17:46:13 Gelesen: 30802# 307 @  
@ Markus Pichl [#306]

Hallo Markus,

was die Wikipedia alles so weiß. :-)

Wichtig ist auch der zweite Satz in dem Artikel!

Zitat: Das von einem beleuchteten Körper reflektierte Licht heißt dagegen Körperfarbe.

Da haben wir jetzt die Druckfarbe, die eigentlich ein Stoffgemisch unterschiedlicher Zusammensetzung ist. Wird dieses Stoffgemisch durch "widrige Umstände" verändert, haben wir eigentlich auch eine andere Druckfarbe. Erst durch die Lichtfarbe, also Beleuchtung, erkennen wir die Körperfarbe des Stoffgemisches und wissen (nehmen wahr), wie die Briefmarken aussehen.

Es ist nicht immer erstrebenswert, eine Druckfarbe nach verschiedenen "Lichtfarben" zu unterteilen.

Ich finde, es ist immer wichtig, eine Marke unter einer zweiten, anderen Lichtquelle anzuschauen, das muss jedoch nicht immer UV-Licht sein. Die von mir genannten 6500 und 3000 Kelvin reichen auch schon. Hierfür gibt mittlerweile auch passende LED Lampen.

Es gibt Farben, die bei Tageslicht gleich aussehen, sich aber bei anderer Beleuchtung unterscheiden. Man spricht dann von bedingt gleichen Farben. Unterscheiden sie sich nicht, sind es unbedingt gleiche Farben. Man kann hiermit die Auflagen unterscheiden und Verfälschungen auch, wenn der Unterschied zu groß ist. Dieser Unterschied lässt sich auch in Zahlen fassen und objektiv bewerten. Subjektive Fehler, die uns in der farblichen Zuordnung der Marken passieren, werden deutlich reduziert.

Ich würde deshalb neben den Namen der Farben auch die Lab Farbwerte einer Auflage in den Katalog aufnehmen.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 24.11.2018 19:01:12 Gelesen: 30784# 308 @  
@ Ben 11 [#307]

Hallo Ben,

ich hatte doch geschrieben, dass ich mich in Beitrag [#305] falsch ausgedrückt habe.

Warum zitierst Du dann aus diesem weiter?

Vergiß diesen Beitrag oder warum glaubst Du das ich unzählige unter UV aufgenommene Bilder in Foren gezeigt habe?

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 28.11.2018 17:22:01 Gelesen: 30463# 309 @  
@ Markus Pichl [#302]

Mit Herrn Theile habe ich anschliessend in der Farbgruppe zusammengearbeitet. Die Zeiten des DDR Universalkataloges kann man wirklich als Steinzeit betrachten. Die Grundlagen der philatelistischen Farbbestimmung wurden 10 Jahre später durch Heinle gelegt und publiziert.

Bei der 10 Pf sind die Farben einfach zu trennen. Dünne Papiere a und b, dicke Papiere c. Wir trennen noch das Smaragdgrün im VP/VPEx ab, weil sie zumindest postfrisch deutlich seltener ist. Alle jetzigen Farben im Michel sind sehr häufig und eigentlich Pfennigware.

Bei den dünnen Papieren gibt es einige seltene Varianzen, die ich irgendwann noch mal aufarbeiten will. Sicher abtrennbar waren sie bisher nicht. Mal sehen.

Mit UV sicher trennbar ist die 215b, aber es gibt eine kuriose sehr seltene blassgrün leuchtende, die eigentlich die Kurve von 215a hat, aber leuchtet. Die normalen 215b haben ein ganz andere Kurve.

Viele Grüsse
Carsten
 
Markus Pichl Am: 28.11.2018 18:06:49 Gelesen: 30444# 310 @  
Hallo Carsten,

vielen Dank für Deine Hinweise zur 10 Pf-Marke. Werde spätestens morgen UV-Fotos machen. Heute bin ich noch in anderen Sammelgebieten unterwegs.

In meinem Beitrag [#304] hatte ich das Wort "Tageslichtfarbe" mit dem Wort "Lichtfarbe" verwechselt. Gemeint hatte ich also "Tageslichtfarbe". Daher kam es zu Irritationen.

Das ist alles ganz schön schwierig, mit den vielen Wörten und ihren Bedeutungen. (rolleyes)

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 04.12.2018 13:37:23 Gelesen: 30060# 311 @  
Hallo,

eine seltene Marke geistert immer wieder durch die Sammlerschaft: 328 zYI, keiner hat sie je gesehen.

Ich hatte eine zum Prüfen hier, leider hat sich Dr. Tichatzky verstempelt.
Wenn es ihm bewusst gewesen wäre, hätte er mit Attest prüfen müssen. Auch Anfang der 1990er war das schon Pflicht.

Bis dato bleibt sie also weiterhin Fehlanzeige. Ein enttäuschter Sammler war allerdings schon vorgewarnt.



328 zYI Altsignatur TICHATZKY BPP, neuer Kurzbefund heute.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 08.12.2018 15:28:54 Gelesen: 29778# 312 @  
Textile Struktur

Bisher haben wir viel über Farben philosophiert. Ich möchte hier mal eine für mich bisher nur pauschal erklärbare Erscheinung beim Druck zeigen, für die Tassilo Neuber (siehe Thread unter diesem Namen) die Bezeichnung "textile Struktur" gewählt hat.



Als Beispiel zeige ich mal die 213a (FF2) mit dieser Struktur. Typisch ist sie z.B. für 223 c, wo fast alle Marken sie haben und man die Farbe quasi daran erkennen kann.

Bisher sagten wir immer: Im Zusammenspiel von Papier und Farbe ergibt sich diese Struktur. Kann aber jemand genaueres aussagen?

Viele Grüße
Carsten
 
Ben 11 Am: 09.12.2018 14:22:29 Gelesen: 29703# 313 @  
@ Carsten Burkhardt [#312]

Im Zusammenspiel von Papier und Farbe ergibt sich diese Struktur.

Hallo Carsten,

der Ansatz ist schon richtig. Ich denke, es gibt hier zwei Zusammenhänge:
1. zu sehen ist die Struktur des bei der Papierherstellung verwendeten Siebes. Diese prägt sich in das Papier wie ein Wasserzeichen ein. Damit das dann zu sehen ist, muss das Papier schon auf dem Sieb sehr dünn sein, so dass es von nachfolgenden Kalandern nicht weiter zusammengedrückt wird.

2. Damit die Punkte beim Druck zu sehen sind, muss die aufgetragene Farbschicht ebenfalls sehr dünn sein.

Es gibt also zwei Merkmale zu prüfen: Messen der Papierdicke (sehr dünn im Vergleich zu anderen Marken) und messen der Farbschichtdicke (sehr klein im Vergleich zu anderen Marken).

Viele Grüße
Ben.
 
Pepe Am: 09.12.2018 18:43:02 Gelesen: 29671# 314 @  
Liebe Freunde der Köpfe Marken,

noch einmal will ich auf den 10 Pfennig Wert zurückkommen und Euch mit einer Farbfrage hoffentlich nicht zu sehr nerven. Und weil heute Sonntag ist, wandele ich die Frage in ein Köpfe internes Sonntagsrätsel um.

Bei diesen wenigen Köpfe I Marken findet der Farb-Fuchs sicher ganz rasch die zwei Marken 215 b, dunkel bis schwärzlichbläulichgrün (unter UV fluoreszierend) heraus. Das Briefstück mit der 6 Pfg Marke kann ausgeklammert werden.



Mi 215, vermutlich alle 3 Farben

Gesucht ist die b-Farbe, und natürlich kann hier auch geraten werden.

Viel Spaß und nette Grüße Pepe
 
Carsten Burkhardt Am: 10.12.2018 12:07:54 Gelesen: 29621# 315 @  
Hallo Pepe,

ohne UV geht gar nix. Die Farben von 215a und b sind teilweise bei Tageslicht identisch, auch die Papiere.

Viele Grüße
Carsten
 
Pepe Am: 10.12.2018 21:30:18 Gelesen: 29556# 316 @  
@ Carsten Burkhardt [#315]

Ja Du hast natürlich recht und ich will nicht weiter nerven und auflösen. Weil mir eine UV Lampe kaputt ging habe ich tief in die Kellerkiste gegriffen und das uralte ostdeutsche Prüfgerät, Marke Eigenbau herausgeholt. Und siehe da, die fast fünfzigjährige Leuchte leuchtet sogar noch. Ist allerdings nicht mehr repräsentativ, weil die Röhrenbeschriftung unlesbar und sicher das Alter jegliche Lichtwerte nicht mehr garantiert.

Trotzdem interessant, wie doch manche Farbgrenzen erkennbar werden.



Die beiden Gesuchten werden deutlich. Und sonst meine ich mindestens 3 Farben zu sehen. Die Röhre hat nur wenig UV Anteile. Geht in Richtung Fleischertheke. Früher sprach man von Lumoflor Lampe. Auch für Blumen und Aquarien Beleuchtung angewendet.

@ Ben 11 [#307]

Ich finde, es ist immer wichtig, eine Marke unter einer zweiten, anderen Lichtquelle anzuschauen, das muss jedoch nicht immer UV-Licht sein. Die von mir genannten 6500 und 3000 Kelvin reichen auch schon. Hierfür gibt mittlerweile auch passende LED Lampen.

Hier mal eine Bestätigung. Vielleicht wird die Forschung mal eine unbestechliche Prüftechnik erfinden. Meiner Meinung nach sollte man sich auf einen einheitlichen Untergrund festlegen. Die Marke ohne jegliche Klemmstreifen direkt auf das Scannerglas und dann graues Papier oder Pappe drauf. Das gibt völlig andere Farbergebnisse. Probieren ist spannend.

Die textile Struktur findet man auf allen Werten?

Nette Grüße Pepe
 
giempigunalda Am: 11.12.2018 16:18:47 Gelesen: 29494# 317 @  
Hallo zusammen,

könnte mir vielleicht jemand den Plattenfehler II der Mi. 341 als Scan hier einstellen?

Danke vorweg.

Grüsse
giempigunalda
 
Carsten Burkhardt Am: 11.12.2018 19:02:46 Gelesen: 29449# 318 @  
@ giempigunalda [#317]

Im aktuellen Michel gibt es keinen 341 II.
 
Carsten Burkhardt Am: 11.12.2018 19:04:39 Gelesen: 29447# 319 @  
@ Pepe [#316]

Die textile Struktur findet man auf allen Werten.

Weiss nicht, ich fange demnächst mal eine ausführliche Erfassung an. In 2019.

Viele Grüße
Carsten
 
hannibal Am: 04.01.2019 17:59:58 Gelesen: 28387# 320 @  
Hallo,

ich möchte heute zwei Marken aus der Köpfeserie mit WZ 2 zeigen mit "Auffälligkeiten".

Zuerst eine 10 Pfg vaXII mit gleich zwei bemerkenswerten Fehlern. Die Marke auf Paketkartenausschnitt gestempelt ROCHLITZ (SACHS) 04.2.53.-12




Auffällig oben die gebrochene Haarlocke und unten rechts fehlt ein Teil der Kragenlinie rechts.

Als zweite Marke eine 80 Pfg rot vXI sehr schöner Vollstempel ZITTAU 1 a 15.7.53.-11-12



Auf dem Detailbild sieht man sehr schön den senkrechten weissen Strich von der unteren Bildeinfassungslinie Richtung T von POST.

Vielleicht gibt es dazu weitere Bestätigungen.

Viele Grüße
Peter
 
tomato Am: 15.05.2019 15:07:52 Gelesen: 22726# 321 @  
Von einem Sammler u. a. zugeschickt bekommen eine 339 XII 6erBlock. Die linke obere Marke enthält den Fehler Fleck im Kragen wie bei PF III. Der Strich im Kragen fehlt hier aber.

Im MICHEL bislang unbekannt, dort gibt es die 339 III nur mit Fleck und Strich.

Gruß Thomas


 
hannibal Am: 15.05.2019 15:47:53 Gelesen: 22714# 322 @  
Hallo Thomas,

Danke für den schönen Scan.

In der FG Köpfe/Pieck ist der PF laut Michel "Fleck am Kinn und Strich am Kragen" sowohl bei K1 (226) und K2 (339,340) teils in unterschiedlichen Varianten bekannt.

- wie im Michel beschrieben,
- nur mit Fleck am Kinn,
- nur mit Strich am Kragen.

Siehe auch Beispielbilder auf der Seite von Dr. Carsten Burkhardt.

Viele Grüße
Peter
 
tomato Am: 15.05.2019 16:00:36 Gelesen: 22710# 323 @  
Hallo Peter,

wird der denn in dieser Form als MICHEL III geprüft?

Gruß Thomas
 
hannibal Am: 15.05.2019 16:57:56 Gelesen: 22700# 324 @  
Hallo Thomas,

zumindest für die 2. Variante (nur Fleck am Kinn) kann ich das bestätigen.

6er Block SR 339 xbXI (DWD) geprüft mit PF III Paul BPP. Scans kann ich gerne nachreichen.

Die 3. Variante habe ich geprüft noch nicht gesehen.

Viele Grüße
Peter
 
tomato Am: 15.05.2019 22:26:47 Gelesen: 22663# 325 @  
Hallo Peter,

vielen Dank für die Info, kann ich dem Sammler mitteilen, dass so geprüft wird.
Evtl. nimmt der MICHEL ja beide Formen auf (Fleck und Strich und nur Fleck), dann ist es für die Sammler klarer.

Gruß Thomas
 
Carsten Burkhardt Am: 16.05.2019 11:20:40 Gelesen: 22615# 326 @  
Hallo Thomas,

Evtl. nimmt der MICHEL ja beide Formen auf (Fleck und Strich und nur Fleck), dann ist es für die Sammler klarer.

Um Gottes Willen, auf keinen Fall. Es gibt viele so viel bessere Fehler als diesen, ich wäre nicht dafür, diesen auch noch in verschiedenen Formen in den Michel zu bringen. Ich prüfe ihn nur, wenn alle Kriterien erfüllt sind. Ist aber einer der Fehler, von denen man auf Anhieb 20 findet, wenn man mal sucht. Handelswert knapp über 0 Cent. Also kostet das Prüfen mehr als der Fehler wert ist. So etwas gehört eigentlich nicht geprüft und auch nicht in den Michel.

Viele Grüße
Carsten
 
Journalist Am: 15.09.2019 20:14:58 Gelesen: 17424# 327 @  
Hallo an alle,

hier ein schöner Losungsstempel aus dem Jahr 1951:



mit dem Motto: "Das Jahr 1951 muß uns Friedensvertrag und Einheit bringen" - ja das hat dann aber doch etwas länger mit der Einheit gedauert, wenn diese auch dann anders verlaufen ist, als sich das die Texter damals gedacht und gewünscht hatten.

Viele Grüße Jürgen

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "DDR: Die Losungsstempel (Propaganda) der Deutschen Post"]
 
chuck193 Am: 15.10.2019 18:26:20 Gelesen: 16031# 328 @  
@ Carsten Burkhardt [#249]

Hi Carsten,

so viel ich auch suche, ich habe noch keine Liste der Köpfe I gefunden, nach Aufstellung von FF, Papier. Alles ist oft verschieden. Gibt es eine Aufstellung für diese Marken, wo man einigermassen sicher ist, dass die mit den Angaben auf den Seiten mit den Bildern überein stimmt?

Vielen Dank im voraus,

Chuck
 
hannibal Am: 18.10.2019 18:47:00 Gelesen: 15815# 329 @  
Hallo,

vor ein paar Tagen habe ich eine obere Bogenhälfte der SBZ 216 ersteigert mit einer interessanten Zähnungszufälligkeit. In der gesamten oberen Markenreihe ist der Zähnungskammschlag nach oben verschoben. Dadurch senkrecht im Markenbild teils nicht gez. Zusätzlich hat die Bogenhälte eine Reihe von Feldmerkmalen (fm) wovon die "Sonne" um das T von POST besonders ins Auge fällt.

Nachfolgend scans der ersten beiden senkrechten Fünferreihen und von f41/fm42.



Viele Grüße
Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 19.10.2019 13:59:01 Gelesen: 15740# 330 @  
@ chuck193 [#328]

Sorry, ich verstehe die Frage nicht. Aufstellungen nach FF und Papier findest Du auf [1].

Dort ist eigentlich alles in aller Kürze zusammengefasst und danach prüft Henry Mayer von VP und ich. Der Michel enthält weder Papiere noch Forschungsfarben, und der letzte verbliebene BPP-Prüfer für Köpfe I besitzt weder ein Messgerät noch Interesse, Farben genau zu vermessen.

die mit den Angaben auf den Seiten mit den Bildern überein stimmt?

Verstehe ich nicht. Welche Seiten?

Viele Grüße
Carsten

[1] http://www.koepfe1.de/bilder_2016/katalogisierung/k1_20161102.pdf
 
Carsten Burkhardt Am: 19.10.2019 14:02:20 Gelesen: 15739# 331 @  
@ hannibal [#329]

Glückwunsch, das bringt die Bogenforschung wieder um 38 Felder weiter, bisher ist von dieser Platte ja nur ein Bogenteil mit 32 Feldern bekannt und die erneut identische Bestätigung ist auch ein Argument weiter zu einer Aufnahme in den Katalog. Inzwischen Belegexemplar Nr. 12, alle identisch.

Schönes Wochenende
Carsten
 
chuck193 Am: 19.10.2019 16:10:20 Gelesen: 15724# 332 @  
@ Carsten Burkhardt [#330]

Guten Morgen Carsten,

vielen Dank für die Seite. Jetzt habe ich wenigstens die Info die ich gesucht habe.

Grüsse,

Chuck
 
hannibal Am: 26.10.2019 22:27:28 Gelesen: 15255# 333 @  
Nachfolgend möchte ich einen interessanten Luftpostbrief in die USA zeigen. Zwar überfrankiert - aber mit gleich vier Eckrandstücken der Dauerserie SBZ Köpfe 1



Drei saubere Stempel BERLIN W 9 ga 11.4.51.-15. Die Ecke oben rechts der 214 in der Bogentype SW2, die Ecke 225b mit dem PFII "Kratzer von E bis R in Hegel und im Seitenrand mit einer nicht definierbaren RL und die Ecke oben rechts der 216 im OR mit einem kurzen Farbbalken in Markenfarbe.



Der Absender, ein Sammler aus Westberlin, hatte vier Briefe mit je vier Ecken der DS Köpfe 1 geschickt (die 4 unten erklärt das).

Viele Grüße
Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 08.12.2019 17:25:39 Gelesen: 12783# 334 @  
@ Carsten Burkhardt [#271]

Es ist eine dritte Wertstufe mit NW0-Ecke aufgetaucht. 213, verkauft für 2,50 Euro auf Delcampe im Januar 2019. Ich fand sie heute beim Aufarbeiten der Zuschläge des Jahres 2019.

Zur Erklärung: Normalerweise haben die NW-Bogen bei der Köpfeserie links eine einzelne Perforation, also ein Einzelloch je Markenreihe. Nur bei der 24 und 25 Pf sind bisher Bögen ohne bekannt.



Tja, die eigentlichen Raritäten beachtet niemand und sie gehen unerkannt über die Rampe

Schönes Wochenende
Carsten
 
hannibal Am: 17.04.2020 23:18:53 Gelesen: 6001# 335 @  
Hallo,

heute ein Eckoberrand-Viererblock der DDR 339vaXI in der Variante Oberrand und rechter Seitenrand (dort nur 1 Zahnloch), nicht durchgezähnt, bei dem gleich drei Felder interessant sind. Diese Bogenvariante ist nicht häufig und bei Köpfe 2 bisher nur bei 339 bekannt.



Feld 9 weisser Fleck unten zwischen T und S in DEUTSCHE



Feld 10 mit zwei Unterbrechungen in der unteren Rahmenlinie



und Feld 20 blauer Fleck über Kopf



Viele Grüße
Peter
 
zonen-andy Am: 18.04.2020 09:07:40 Gelesen: 5951# 336 @  
Hallo,

ich zeige einmal eine Bestätigung und einen neuen Fund.

Bestätigung : Mi.Nr. 220 f86a Haken in "U"
Neufund: Mi.Nr. 227 rechte Rahmenlinie über rechter Schulter gebrochen





Grüße
Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 19.04.2020 13:17:50 Gelesen: 5824# 337 @  
Hallo Andreas,

danke für die Bestätigung bei 220_86a. Das ist damit Nr. 6.

Die Veränderung am Rand der 84 habe ich nicht gefunden, zumindest im Schnelldurchlauf durch die Datenbank gab es keine Treffer. Wird man im Auge behalten müssen.

Schönen Sonntag noch
Carsten
 
zonen-andy Am: 20.04.2020 17:58:24 Gelesen: 5735# 338 @  
@ Carsten Burkhardt [#337]

Hallo,

vielen Dank für die Rückmeldung.

Grüße
Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 21.04.2020 15:29:28 Gelesen: 5643# 339 @  
@ hannibal [#335]

Hallo Peter,

danke für die Meldungen. In der Bogendatenbank sind inzwischen 3 Bögen vorhanden mit NR (103, 104 und 116). Die von Dir gefundenen Feldmerkmale sind teilweise Farbkleckse, die auf den anderen Bögen nicht vorhanden sind. Wenn ich schon mehrere Vorlagen einer bekannten Platte habe, nehme ich in der Regel nur noch Merkmale auf, die sich auf allen Drucken identisch wiederfinden lassen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ich denke, hier sind es alles Sachen, die nach der nächsten Reinigung nicht mehr vorhanden waren.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 24.04.2020 21:06:15 Gelesen: 5374# 340 @  
Der neue Michel ist da. Was ist von den vorgeschlagenen Plattenfehlern aufgenommen worden, welche Veränderungen wurden umgesetzt?

Fazit vorweg: Fast nichts

212 PF VI Weißes Rechteck auf Schläfe f46e
215 VII Weiße Beule an der Locke (Feld 6d), ebenso 330 III
216 VI Großer weißer Fleck unterbricht alle 7 Schläfenschraffur-Linien f50b
222 IV Bartfrisur geändert, Retusche von 'großer weißer Fleck in Bartmitte' 52a
224 IV Dicker Fleck unter T von Deutsche 02d

330 III
330 IV Schulterlinie rechts mit Kragen verbunden 15b
332 I Oberlippenschraffur rechts unterbrochen 78a

Bilder auf koepfe1.de
Schönes Wochenende
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 19.05.2020 15:57:44 Gelesen: 3355# 341 @  
Hallo,

ich habe gerade einen ziemlich dicken Plattenfehler gefunden und bitte um Bestätigungen.

.

Es handelt sich um großen weißen Fleck auf den Stirnhaaren. Da er sehr unscharf begrenzt ist, könnte es sich auch um einen Fremdkörper handelt, der bei der nächsten Reinigung weg war. Allerdings ist die Marke auch nicht ganz häufig.

Bogen
330 zaXII NO Feld 59

Da ich aus den vorigen Druckperioden recht üppig Bogenmaterial mit SBZ-Wasserzeichen habe, kann ich ziemlich sicher ausschließen, dass er dort schon da war. Auf den Platten von 330 va ist er auch nirgends.

Vielen Dank für Eure Hilfe
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 19.05.2020 16:03:09 Gelesen: 3352# 342 @  
Wenn wir schon mal beim Suchen sind, ich hab da noch einen anderen:



Kreisrunder Fleck unter Kinnbart. Gefunden auf einem Bogen 332 vbXI mit DZ1.

Danke fürs Suchen
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 20.05.2020 09:47:34 Gelesen: 3237# 343 @  
@ Carsten Burkhardt [#341]

Es gibt eine erste Bestätigung:



330 zaXII gepr. Paul.

Also ist es schon kein Einzelfund mehr. Wer findet die nächste?

Schönen Feiertag
Carsten
 
zonen-andy Am: 21.05.2020 14:01:59 Gelesen: 3088# 344 @  
Hallo,

wieder etwas gefunden und eine Bestätigung.

1: CH unten verbunden und weißes Oval im Kragenschatten
2: DDR Mi.Nr 338, links große Putze / Fleck an Kotelette
3: weißer Fleck über rechter Schulter
4: Bestätigung, Barthaare links verbunden nach oben verlängert und dick



Schönen Feiertag noch

Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 22.05.2020 18:39:30 Gelesen: 2937# 345 @  
@ zonen-andy [#344]

Hallo Andreas,

ich habe endlich mal Zeit gefunden, die Hunderten Funde von Hilmar Reichenbach aufzuarbeiten. Er hatte sich nach und nach alle meine großen 60-seitigen Lagerbücher schicken lassen und alles aus seiner Sicht bemerkenswerte rausgesucht und fein säuberlich aufgesteckt und beschildert.

Damit hat sich mein Fundus an gestempelten Plattenfehlern erheblich erweitert und es sich auch viele neue hinzugekommen, die ich bisher nicht im Original gesehen hatte. Natürlich habe ich in vielen Fällen auch schnell mal in die Bogendatenbank geschaut, ob auf den Bögen der jeweiligen Farbe was zu finden ist. In einigen Fällen konnte ich das Bogenfeld bestimmen und nun ist es bei einigen Fehlern möglich, sie genauer zu beurteilen.

Der Fehler "Barthaare links verbunden nach oben verlängert und dick" (225-36a) ist jetzt 2x im Bogen bestätigt und 6 x gestempelt. Ich sehe gerade, dass ich fälschlicherweise geschrieben habe, nur ein Teil der Bögen mit RL1 links und unten. Die Bögen sind ohne RL und alle FF5 und FF6, also nach VP/VPEx 225 b und 225 c, dort aber nur auf 2 von 4 bekannten Bögen. Das Bogenmaterial ist bei diesen Auflagen noch zu dürftig. Vielleicht sind es zwei verschiedene Platten und wenn von der Platte mit dem Fehler noch mehr Bögen auftauchen, wird es ein katalogwürdiger PF.

Es habe sich aber viele andere häufig genug bestätigen lassen, die vielleicht reizvoller sind.

Danke für die Bestätigungen.
Carsten
 
hannibal Am: 23.05.2020 15:48:09 Gelesen: 2840# 346 @  
Hallo Carsten,

für die neu bei DDR 330 vorgestellten Fehler habe ich bei der Durchsicht meiner Marken leider keine Bestätigung gefunden.

Dafür ist mir aber nachstehend abgebildete 330zaXII aufgefallen.

Der untere Bogen des S in POST ist verdickt (stärker als bei 333 PFIII das S in DEUTSCHE) und schräg.



Die vielen kleinen weißen Flecke auf der Krawatte ignoriere ich mal.

Viele Grüße
Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 29.05.2020 11:41:26 Gelesen: 2462# 347 @  
@ hannibal [#346]

Danke Peter, ich habe einiges abgesucht, aber konnte keine Bestätigung finden. Aber bei der Suche nach etwas anderem ist mir ein neuer PF aufgefallen, der sieht wieder mal aus wie absichtlich andere Zeichnung in der Liga 217 IV oder 219 IV, also kein Fleck oder so.



Veränderte Zeichnung Randlinie Kragen/Hals Feld 90 (PF 216-90c)

Habe schon einiges abgesucht und keine Bestätigung gefunden, in der Bogendatenbank nur auf einem exotischen Bogen.

Frohe Pfingsten

Carsten
 
hannibal Am: 30.05.2020 21:16:01 Gelesen: 1869# 348 @  
Hallo,

heute zwei Scans von einer DDR 336vbXI bei der mir eine oben sehr unrunde 0 in der Wertziffer 40 aufgefallen ist.



Durch den kleinen Farbpunkt links oben am Rand neben den Haaren lässt sich vielleicht das Feld eingrenzen. Am 2. N in HAUPTMANN ist der rechte Anstrich oben etwas verkürzt.

Viele Grüße
Peter
 
Carsten Burkhardt Am: 31.05.2020 09:31:08 Gelesen: 1819# 349 @  
@ Carsten Burkhardt [#347]

Da er nicht hier mitschreibt, füge ich die Bestätigungen von Hilmar Reichenbach selbst ein:



Also haben wir jetzt eine postfrische und 3 gestempelte.

Schönen Sonntag
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 01.06.2020 15:06:24 Gelesen: 1675# 350 @  
@ hannibal [#348]

Hallo Peter,

der Fehler ist seit langem bekannt, Feld 38. Ich habe mal eine Studie gemacht. Es haben sich ja inzwischen viele neue Bögen angesammelt bei DDR 336, gerade in diesem Jahr gab es viele Neue.

Alle Platten ab DZ 4 haben den Fehler, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen und mit unterschiedlichen Nebenmerkmalen. Ich kann den Fehler auf 10 verschiedenen Plattentypen nachweisen,

DZ 4/1, 4/2,
DZ 1
DZ 2/1, DZ 2/2, DZ 2/4
DZ 3/1 bis 4

Die Bilder alle hier hochzuladen macht wenig Sinn, es sind über 20.

Dafür lege ich mal einen Link hierher, hoffe, dass das nicht gegen die Forumsregeln verstößt [1].

Nur ein paar Beispiele aus jeder Druckperiode



DZ 4/1



DZ 1



DZ 2/2



DZ 3/1

Wegen der Variabilität sehe ich eigentlich schwarz für den Michel.

Viele Grüße
Carsten

[1] http://www.koepfe1.de/bilder_2017/0201.html
 
zonen-andy Am: 15.06.2020 07:48:43 Gelesen: 900# 351 @  
Hallo,

ich habe auf 2 DDR Marken Bestätigungen gefunden.

Mi.Nr.341 Erstes E in DEUTSCHE links oben verdickt
Mi.Nr.330 Kinnlinie über CH unterbrochen




Grüße Andreas
 
zonen-andy Am: 18.06.2020 16:55:08 Gelesen: 803# 352 @  
Hallo,

hier mal einen Vierer Block mit Druckzufälligkeiten auf 3 Marken mit Stempel Plessau (Kr.Liebenwerda).Vielleicht kennt jemand die DZ?

1.Rahmenlinie oben links mehrmals gebrochen.
2.Rahmenlinie oben und unten links gebrochen.
3.Ecke oben links gebrochen.





Grüße Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 19.06.2020 07:38:33 Gelesen: 769# 353 @  
@ zonen-andy [#351]

Hallo Andreas,

der Fehler 84-18/68y (erstes E von Deutsche oben verdickt und Trennlinie darüber verbreitert) ist ein schöner Fehler, der nur auf den Platten ab 227b auftritt, dort auf 7 von 8 bekannten Plattentypen. Interessanterweise auf der Platte mit dem kleinen Farbpunkt neben Feld 50 nicht. Zweimal in jedem Bogen.

Bei 341 auf allen bekannten Platten bis zum Ende einschließlich 341b. Ich habe davon inzwischen über 50 Nachweise auf Bögen. Schöner komplexer Fehler, da auch das Wort BEBEL ziemlich verstümmelt aussieht. Sicher was tolles für den Michel.

Der Fehler 96c kommt nur auf 2 Platten von 330 vb, und zwar DZ1/2 und 3, nicht bei DZ1/1. DZ1/4 ist noch nicht ausreichend durch Bögen belegt. Stabil, aber zu klein.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 19.06.2020 07:40:25 Gelesen: 768# 354 @  
@ zonen-andy [#352]

Hallo Andy,

die Rahmenbrüche sind sehr eindrucksvoll und ich nehme sie gerne in der Bogenforschung, um Platten zu unterscheiden. Als PF taugen 99% davon wenig, zumindest nicht in der Köpfeserie, weil es davon Hunderte bei jeder Wertstufe gibt, wenn man alle Platten zusammenfasst.

Viele Grüße
Carsten
 
zonen-andy Am: 19.06.2020 10:57:56 Gelesen: 753# 355 @  
@ Carsten Burkhardt [#354]

Hallo Carsten,

vielen Dank für die Rückmeldung .Es ist natürlich immer schön, wenn man etwas Neues hat oder bestätigen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
prefico74 Am: 21.06.2020 17:25:04 Gelesen: 601# 356 @  
Hallo,

hier mal eine paar Bestätigungen und Neufunde von Druckabweichungen und Plattenfehlern bei der MiNr. 227!

MfG

;;

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cowie Am: 23.06.2020 20:48:35 Gelesen: 566# 357 @  
@ Carsten Burkhardt [#349]

Hallo Carsten,

kann dir den schönen PF 216 f90 im waagerechten Paar gestempelt bestätigen.



Gruß Frank
 
cowie Am: 23.06.2020 20:53:12 Gelesen: 563# 358 @  
Bei der Suche nach dem Plattenfehler habe ich noch ein senkrechtes Paar der 216 gefunden bei dem auf der unteren Marke eine recht auffällige Ausbuchtung über dem D von FRIEDR. zu sehen ist.



Gruß Frank
 
Carsten Burkhardt Am: 24.06.2020 08:27:41 Gelesen: 538# 359 @  
@ cowie [#357]

Danke für die Bestätigung, damit sind inzwischen 5 Exemplare bekannt.

Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 24.06.2020 08:30:47 Gelesen: 536# 360 @  
@ cowie [#358]

Hallo Frank,

der ist wirklich neu, es ist schon erstaunlich, was sich alles noch so einfindet.

Vielen Dank
Carsten
 
Regis Am: 24.06.2020 12:37:09 Gelesen: 514# 361 @  
Ein Standardbrief 24 PF



Brief frankiert mit 3 x 8 PF Unterrand Pos. 5 - 7 mit Farbpunkt. Aufgabe: Dresden A 24 - 31. 3. 53. Werbeeinsatz 3. Kunstausstellung Dresden.

Gruß Regis
 
zonen-andy Am: 01.07.2020 12:10:01 Gelesen: 254# 362 @  
Hallo,

Bestätigung Mi.Nr. 213 "weißer Fleck zwischen A und N von MANN" f: 84d . Dabei auch "dicke 6 " und Plattenabnutzung?



Grüße

Andreas
 
Carsten Burkhardt Am: 03.07.2020 07:26:46 Gelesen: 158# 363 @  
@ Regis [#361]

Hallo,

Druckereizeichen auf Brief sind ziemlich rar, das hier ist die eine von zwei Typen bei der 8 Pf, der andere ist ein gestrichelter Kreis, welcher so einzigartig ist bei der Köpfeserie.



Viele Grüße
Carsten
 
Carsten Burkhardt Am: 03.07.2020 07:31:06 Gelesen: 155# 364 @  
@ zonen-andy [#362]

Komisch, das ist erst das zweite bekannte Exemplar, und das aus dem Bogen sieht, was die Nebenmerkmale angeht, anders aus:



Hier ist auch keine Dicke 6, obwohl das auf deiner gestempelten Marke täuschen kann.



Feld 84 in diesem Bogenteil

Vielen Dank
Carsten
 
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