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Thema: (?)(45) Bund Dauerserie Blumen mit Plattenkanal und Streifengummierung
Das Thema hat 53 Beiträge:
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Phila-Fan Am: 08.08.2010 13:13:38 Gelesen: 39556# 4 @  
@ funnystamp

Hallo Hermann,

Ist es möglich das Sie die drei unterschiedliche Farbstriche bei der Edelweiß-Ausgabe und der 90 Cent Marke hier mal zeigen? Die Sonnenblume (MiNr. 2431 I) habe ich in meiner Sammlung, aber die andere habe ich bis jetzt noch nicht gesehen.

Mit Freundlichen Grüßen
Robert
 
funnystamp Am: 26.08.2010 19:41:03 Gelesen: 39516# 5 @  
Hallo Robert,

melde mich erst spät auf Deine Anfrage, war noch im Urlaub.

Hier einige Bilder verschiedener Ausprägungen des Plattenkanals, alle bei der Ausgabe Edelweiß, 220 Cent:

Zuerst der grüne Plattenkanal:



Als Rarität, ein doppelter Plattenkanal mit blauen und roten Punkten:



Eine absolute Seltenheit ist der gelbgrüne Plattenkanal:



Alle hier gezeigten Plattenkanal-Marken sind sehr ausgeprägt, also bereits mit bloßem Auge erkennbar. Allerdings gibt es dazu viele feinere Ausgaben mit teils wenigen Punkten, aber die allesamt auf einer Linie erkennbar angeordnet sind.
Ich habe die Bilder etwas mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitet (Kontrast), da die Punkte bzw. Linien ansonsten nicht gut erkennbar am Monitor sind.

Gerne kann ich weitere Motive zur Verfügung stellen, auch eine Beschreibung von der Bundesdruckerei über das Zustandekommen dieser Erscheinung.

Beste Grüße
Hermann
 
Phila-Fan Am: 09.09.2010 15:23:39 Gelesen: 39485# 6 @  
@funnystamp [#5]

Hallo Hermann,

Herzlichen Dank für die Bilder. Wenn du noch weitere Motive zur Verfügung hat, dann hoffe Ich das du die hier veröffentlichen kann. Auch habe Ich Interesse an den Beschreibung von der Bundesdruckerei.

Ich werde beim nächsten Börse oder Tauschtag mal sehen ob ich von der Dauerserie Blumen Briefmarken finden kann mit einem Plattenkanal.

Gruß
Robert
 
funnystamp Am: 15.10.2010 18:10:17 Gelesen: 39420# 7 @  
@ Phila-Fan [#6]

Hallo Robert,

hier weitere Beispiele für den Plattenkanal:

Als erstes: 55 Cent Klatschmohn, drei Punkte aus einer Linie, frühes Stadium



Als zweites: 20 Cent mit wenigen roten Punkten



Drittens: 390 Cent. Der Kanal ist bestimmt durch eine diffuse Linie, einzelne Punkte sind nicht oder kaum zu erkennen.



Viertens: 200 Cent mit vielen feinsten blauen Punkten



Hoffe, die Bilder sind informativ.

Mit besten Grüßen
Hermann
 
Phila-Fan Am: 18.10.2010 17:56:45 Gelesen: 39393# 8 @  
@ funnystamp [#7]

Hallo Hermann,

herzlichen dank für die weitere Beispiele. Bei die 390 Cent Feuerlilie sehen die Buchstaben fetter aus als bei die andere Briefmarken. Ist das kein Doppelbilddruck?

Gruß
Robert
 
funnystamp Am: 18.10.2010 18:56:03 Gelesen: 39392# 9 @  
@ Phila-Fan [#8]

Hallo Robert,

die fette Schrift ist nur wegen der Unschärfe des Fotos. Die Schrift ist bei der Marke ganz normal.

Beste Grüße
Hermann
 
Richard Am: 24.02.2011 11:02:03 Gelesen: 39109# 10 @  
@ funnystamp [#5]

Gerne kann ich weitere Motive zur Verfügung stellen, auch eine Beschreibung von der Bundesdruckerei über das Zustandekommen dieser Erscheinung.

Hallo Hermann,

ich würde gerne diese Text lesen.

Dieses Thema habe ich gerade vom Tauschforum in das Hauptforum übernommen. damit keine Information verloren geht.

Wer weitere Marken mit Plattenkanal entdeckt, darf sie gerne vorstellen.

Schöne Grüsse, Richard
 
petzlaff Am: 25.02.2011 08:29:15 Gelesen: 39062# 11 @  
@ funnystamp [#5]

Die Erklärung der Bundesdruckerei würde mich auch brennend interessieren.

Ich könnte mir vorstellen, dass der "Plattenkanal" nichts anderes ist, als die Trennstelle auf der Druckwalze, an der die "Platte" fixiert ist, also eine kleine unebene Stelle hinterlässt und damit Farbe aufnehmen kann.

Im Sammelgebiet USA ist diese Erscheinung bei der Herstellung von Rollenmarken schon seit ca. 90 Jahren bekannt. Zwei zusammenhängende Marken, die diese Erscheinung tragen nennt man dort "Line-Pair". Es handelt sich dabei keineswegs um eine Abart, sondern um eine herstellungsbedingte Normalerscheinung, die jeweils in gleichmäßigen regelmäßigen Abständen einer Rolle auftaucht.

Ich vermute, dass eine Erklärung der Bundesdruckerei mit hoher Wahrscheinlichkeit genau in die von mir geschilderte Richtung gehen wird.

Ich bin gespannt.

LG, Stefan

PS (ergänzt um 11:05): Ich habe eine Streifen der 10 c Tulpe, bei der auf Marke 381 (Rollennummerierung) ein "Plattenkanal" (was für ein beklopptes Kunstwort) vorhanden ist. Ich habe es versucht mit 1200 dpi zu scannen, wobei auf dem Scan außer einem roten Punkt unterhalb des "n" von "Deutschland" nicht viel zu erkennen ist. Der Streifen ist eher in der grünen Farbe. Ich hoffe, es kommt jetzt niemand auf die Idee, mit dem Punkt unter dem "n" einen vermeintlichen Plattenfehler zu postulieren - Leute lasst es sein - ihr schädigt nur langfristig eure Augen. Deswegen bin ich eigentlich ganz froh, dass es sich nicht lohnt, meinen versuchten Scan hier einzustellen. :-)
 
funnystamp Am: 25.02.2011 18:04:07 Gelesen: 39021# 12 @  
Hallo zusammen,

danke für die Aufmerksamkeit.

Natürlich würde ich auch gerne jemand finden, der hier auf diesem Gebiet als Tauschpartner zur Verfügung steht. Da die Marken extrem schwer zu finden sind, kann man auch eine besondere Stempelqualität erwarten. Auch Rollstempel sind gefragt! Besonders hier die unterschiedlichen Farben!

Für alle Interessierten, hier das Zitat der Bundesdruckerei:

MiNr. 2506 DS Blumen „Narzisse", 90 (ct), Rollenmarken, gummiert

Sie haben richtig beobachtet, sehr geehrter Herr Luft, das Punktmuster kann sich zu einem Strich auswachsen. Diese Erscheinung nennt man Plattenkanal.

Im Rollenoffsetdruck werden die Druckplatten (Aluminium) um einen Druckzylinder gespannt. Hierzu hat der Zylinder eine Einfräsung (ca. 4 mm). In diesen Schlitz werden die beiden Enden der Platte eingespannt. Die Platten sind jetzt rund und liegen plan am Zylinder an, die beiden Plattenenden zeigen zum Mittelpunkt (zur Achse).

Wird die Platte nicht vollständig in den Plattenkanal eingespannt, kommt es vor, dass auf die entstehende Kante Farbe übertragen wird. Dies erzeugt die waagerechten Punkte oder gar Striche.


Die Tatsache, dass die Marken in der Michel-Ausgabe mit einer "I" versehen werden, ist (so denke ich) nicht ganz korrekt, da es ja zunächst ein Produktionsfehler ist, und dieser bei ein und derselben Marke unterschiedliche Ausprägungen und Farben aufweisen kann, und kein Plattenfehler im klassischen Sinn ist, also bei der der Fehler auf der Platte (z.B. Rasterfehler...) vorhanden ist.

Auch ein Plattenkanal ohne Farbe kann bereits auf den Marken beobachtet werden, also im Verlauf der Druckauflage, wo sich noch keine Farbe angesammelt hat. (Dieser ist häufiger zu finden).

Sehr interessant allerdings ist, wenn der Plattenkanal zwei Farben hat. Eine Marke mit drei Farben habe ich bisher noch nicht gefunden.

Übrigens eine sehr rare Kombination liegt mir ebenfalls vor: Plattenkanal und Streifengummierung bei der 90 Cent Marke!

Viele Grüße

Hermann
 
petzlaff Am: 25.02.2011 18:17:10 Gelesen: 39010# 13 @  
@ funnystamp [#12]

Also exakt das, was ich vermutet und auch geäußert habe. :-)

LG, Stefan
 
Richard Am: 18.06.2011 08:57:56 Gelesen: 38310# 14 @  
@ funnystamp [#12]

Hallo Hermann,

vielen Dank für Deine Ausführungen und Zitate. Da können viele Sammler noch etwas lernen.

Übrigens eine sehr rare Kombination liegt mir ebenfalls vor: Plattenkanal und Streifengummierung bei der 90 Cent Marke!

Das Wort Streifengummierung lese ich in Deinem Beitrag zum ersten mal, auf den Philaseiten ist es noch nicht geschrieben worden.

Vielleicht könntest du die Streifengummierung hier oder in besser noch in einem neuen Thema vorstellen und zeigen ?

Schöne Grüsse, Richard
 
AfriKiwi Am: 18.06.2011 12:42:40 Gelesen: 38287# 15 @  
@ funnystamp [#7]

Hallo Hermann,

hier die 70er.







Erich
 
Pommes Am: 18.06.2011 14:15:07 Gelesen: 38270# 16 @  
Auch hier ein Plattenkanal auf dem 5-Pfennigwert in ganz leichtem blau.

Besser zuerkennen bei getrennten HSL-Kanälen. Hier im Bild die H- und S-Kanäle.






Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
rostigeschiene Am: 18.06.2011 22:03:36 Gelesen: 38235# 17 @  
Diese Plattenkanäle wird es wohl auf allen Marken der Blumenserie geben.

Bei der Durchsicht meiner Umschläge aus der Tagespost der letzten drei Monate habe ich, auch wenn es nicht mein Sammelgebiet ist, diese Marken einmal unter die Lupe genommen und auch gleich zwei Abdrucke dieser Plattenkanäle gefunden.

Einmal die Wertstufe zu 10 Cent und ein zweites mal bei einer 145 Cent.





Ich habe mit einem Bildbearbeitungsprogramm etwas nachgeholfen diese Kanäle besser sichtbar zu machen.

Schöne Grüße

Werner
 
funnystamp Am: 23.06.2011 20:09:41 Gelesen: 38156# 18 @  
@ Richard [#14]

Streifengummi ist eine Erscheinung, die auch schon bei einigen Ausgaben der Rollenmarkenserie Sehenswürdigkeiten zu beobachten war. Nun bei der Blumenserie ist diese nach wie vor anzutreffen, auch im Michel werden diese Marken katalogisiert und tragen dann die Erweiterung "y" (z.B. 2506y bei der Ausgabe Narzisse nassklebend 90 Cent).

Soweit mir bekannt gibt es bereits 13 Werte mit dem "Streifengummi" bei den Blumen: 5 , 10, 20, 40, 55, 70, 90, 95, 145, 200, 220, 3,90 und 430 Cent.

Die Bundesdruckerei schreibt dazu: "Bei der neuen Schleifperforation wird mit Hilfe einer Nadelwalze das Papier eingedrückt und durch gegenläufiges Fräse auf der Rückseite abgefräst. Dieser Fräsvorgang erhitzt das Papier und damit auch die Gummierung. Bedingt durch diesen Wärmeeinfluß entsteht eine Veränderung in der Gummierung. Dieser Vorgang wird durch langsam sinkende Schärfe der Fräse beeinflusst ...".

Bei schrägem Lichteinfall kann man bei den entsprechenden Marken von oben nach unten streifenförmige Schleifspuren von Perforatoinsloch oben zum entsprechenden Perforationsloch unten erkennen. Die Ausprägung kann dabei stark schwanken.

Grüße
Hermann
 
Pommes Am: 23.06.2011 21:11:32 Gelesen: 38148# 19 @  
@ funnystamp [#18]

Hallo Hermann,

die gleiche Erklärung habe ich auch bei Hans Brunner - einem Händler aus Schwanstetten gefunden. Ich wollte seine Beschreibung hier zeigen und habe ihn angeschrieben, ob er damit einverstanden ist. Ich habe leider keine Antwort erhalten. Bevor dann aber irgendwer auf den Urheberrechten "herumreitet", habe ich es besser gelassen, den Text hier zu zeigen.

Im Thema: Dauerserie Sehenswürdigkeiten in Beitrag Nr. [#8] habe ich diese Frage auch schon einmal gestellt.

Kannst Du von der Dir vorliegenden Marke mit der senkrecht gestreiften Gummierung mal ein Bild (bitte eine etwas höhere Auflösung) hier zeigen? Ich habe bisher über diese Abart nur gelesen und würde sie gern mal sehen (siehe meine Sammelgebiete).

Und was Deine Bemerkung " Natürlich würde ich auch gerne jemand finden, der hier auf diesem Gebiet als Tauschpartner zur Verfügung steht. " betrifft, würde ich mich gern als Tauschpartner anbieten (E-Mail-Adresse im Profil). Was meine Affinität zu deutschen Dauerserien betrifft, wird diese nur zu meiner Heimatsammlung übertroffen.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
drmoeller_neuss Am: 24.06.2011 10:39:39 Gelesen: 38121# 20 @  
@ funnystamp [#18]

Sowohl "Plattenkanal" als auch "Schleifperforation" sind Druckzufälligkeiten. Ich verstehe nicht, warum der Michel so etwas katalogisiert und die Sammler darauf abfahren.
 
funnystamp Am: 24.06.2011 11:27:59 Gelesen: 38116# 21 @  
@ drmoeller_neuss [#20]

Klar sind das Druckzufälligkeiten, also produktionsbedingte Fehler, genauso wie Plattenfehler, hier ist also der Fehler vor dem Druck auf der Platte erfolgt, bei Druckzufälligkeiten eben während des Drucks.

Wenn Herr Zerbel mir schreibt, dass zwischen zwei Waschvorgängen (im Abstand von jeweils einer Stunde) beim Druck der Rollenmarken etwa 7 Kilometer Papierbahn bedruckt worden sind, und man die Markengröße und Markentaktung berechnet, so können zwischen zwei Reinigungsintervallen ca. 10.000 Marken mit entsprechend gleichem Merkmal (Punzendrucke, Farbklekse ...) auftauchen.

Das kann u.U. sehr reizvoll sein, grobe "Fehler" hier zu dokumentieren oder die Entwicklung hier zu zeigen, sofern man entsprechendes Material findet.

So habe ich z.B. bei der SK-Ausgabe "Schinkel" bereits ca 240 verschiedenen Farbklekse dokumentiert, manche sind nur in Einzelexemplaren vorliegend, andere hingegen zig-fach und das auch noch bei unterschiedlichen Zähnungseinstellungen (nach links, rechts, oben oder unten verschobene Zähnung).

Auch bei der Ausgabe "Edelweiß" der Blumenserie habe ich bereits über 100 solcher Kleckse gefunden, die vielfach zu dokumentieren sind.

Ein weiterer, sehr beliebter Produktionsfehler sind Verzähnungen, Teilzähnungen oder ungezähnte Marken. Auch diese werden im Michelkatalog u.U. gelistet.

Nun ist die Michelredaktion bekannt dafür, dass sie nicht jede Lapalie als Abart in den Katalog aufnimmt, interessanterweise jedoch gerade diese Produktionsfehler. Dies scheint wohl den Willen zu dokumentieren, hier auch den Produktionsvorgang in den Katalog aufzunehmen (zumindest in Ansätzen), denn bei Dauerserien ist immer wieder zu beobachten, dass bei langen Laufzeiten sich die Drucktechnik ändert (so z.B. die verschiedenen SAD-Aufdrucke bei den SWK).
Und da Marken ja gedruckt werden erscheint es für so manchen Sammler vielleicht interessant, nicht nur die Marke als solche oder auch deren Verwendung (Stempel, Briefform, Herkunft ...) zu dokumentieren, sondern vielleicht auch die Produktionsweise.

So kann der reine Markensammler eben sich im Michel über die Marke selbst informieren, der engagierte Sammler aber bekommt bei Michel zumindest einen ersten Hinweis über Vertiefungsmöglichkeiten zur Marke. Und ich denke, dass dies ein guter Ansatz ist, den die Michelredaktion hier zeigt.

mit besten Grüßen

Hermann
 
petzlaff Am: 24.06.2011 12:00:57 Gelesen: 38108# 22 @  
@ funnystamp [#21]

Ist nicht mein Thema - trotzdem interessiert mich, und möglicherweise den einen oder anderen, der der modernen Abkürzungssprache nicht mächtig ist schon, was "SAD-Aufdrucke bei SWK" sein sollen.

Nach wie vor bleibe ich bei meiner These, dass "Plattenkanäle" keine Druckzufälligkeiten, sondern ähnlich wie bei den USA-Rollenmarken herstellungsbedingte regelmäßig wiederkehrende Plattenmerkmale sind. Die weiter oben zitierte Stellungnahme bestätigt dies eindeutig. Das Thema "Putzen" ist etwas ganz anderes - das sind wirklich Druckzufälligkeiten.

LG, Stefan
 
Hausfreund Am: 24.06.2011 12:28:49 Gelesen: 38102# 23 @  
Stimme grundsätzlich zu. Offen bleibt nur, wie das Merkmal der Regelmäßigkeit nachgewiesen werden kann.
 
Phila-Fan Am: 24.06.2011 14:49:14 Gelesen: 38090# 24 @  
@ petzlaff [#22]

SAD ist ein Abkürzung für Sicherheitsaufdruck. Bei den Dauerserie Sehenswürdigkeiten (SWK) gab es ab der Einführung der Doppelnominale Ende 2000 unterschiedliche Sicherheitsaufdrucken.

Um diesen Sicherheitsaufdrucken zu sehen, benötigt man eine Phosphoreszenz und eine Fluoreszenzlampe und eine gute Lupe mit groβer Vergröβerung.

Siehe auch den Beitrag von Rainer HH beim Thema Dauerserie Sehenswürdigkeiten Nr. 25.

Link : http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=998&CP=0&F=1

Zum Schluss noch eine Frage: Stimmt es das beim Dauerserie Blumen der SAD in der Druckfarbe beigemengt ist?

Gruβ
Robert
 
funnystamp Am: 24.06.2011 16:57:54 Gelesen: 38077# 25 @  
@ Hausfreund [#23]

Die Regelmäßigkeit ist wohl nur im postfrischen Streifen zu dokumentieren. Der Walzenumfang der Druckmaschine ist so bemessen, dass mit einer Umdrehung des Zylinders 22 Marken der Länge nach gedruckt werden. Der Nachweis des Plattenkanals lässt sich also bei jeder 22. Marke der Rolle finden, ebenso wie auch Plattenfehler oder entsprechende Farbkleckse.
 
doktorstamp Am: 24.06.2011 19:28:28 Gelesen: 38061# 26 @  
Man redet rundherum und vorbei. Es geht einfach drum und dran ob diese Plattenkanäle Katalogberechtigt sind. Freilich sind sie herstellungsbedingt. Ihre Aufnahme in die eigene Sammlung verdeutlicht den Druckvorgang als Druckzufälligkeitserscheinung.

Wie man liest, wenn der Druckspan plan liegt sollten sie möglichst nicht erscheinen. Da aber der Druckspan Kräfte durch den Arbeitsvorgang ausgesetzt wird; Schwingungen, Aufwärmung etc. kann der Druckspan sich leicht verschieben was dann zu Druckzufälligkeiten führen kann.

Um den Michel-Katalog, vor allem den Spezial jährlich salonfähig zu machen, muß etwas angeboten werden; Preiserhöhungen, Neuaufnahmen usw.

M.M. nach haben diese keine Unternummer verdient, lediglich soll eine Fußnote ihr philatelistisches Dasein anerkennen.

Ähnlich soll die "Gummistreifung" behandelt werden, da die Erscheinung des Vorkommens schwankt von kaum zu erkennen bis hin zu stark ausgeprägt. Sie ist dem Zufall des Arbeitsvorganges zu verdanken.

Die lieben Sammler müssen zur Kasse gezogen werden.

mfG

Nigel
 
ReinierCornelis Am: 27.05.2012 22:29:49 Gelesen: 34065# 27 @  
[#20]

Sowohl "Plattenkanal" als auch "Schleifperforation" sind Druckzufälligkeiten. Ich verstehe nicht, warum der Michel so etwas katalogisiert und die Sammler darauf abfahren.[/I]

Nein, es sind KEINE Druckzufälligkeiten! Schleifperforation ist eine etwas andere Art Zähnung wie Kammzähnung. Gabe es beide Type Zähnung dann sollte diese unterschieden werden.

Die Plattenkanäle sind wie Randbedruckung genau so interessant und sollten uns auch sagen können wie gross - wie viele Marken - der Umfang [Zirkumferenz] einer Walze war.

Gruss, Rein
 
himmelsaffe Am: 31.12.2012 15:55:09 Gelesen: 32547# 28 @  
Hallo,

habe ich gerade gefunden in der Kiloware aus dem echten Bedarf. Michelnummer 2530 im senkrechten Paar. Untere Marke mit Plattenkanal. Fehler ist in meinen Katalogen noch nicht hinterlegt.

Gruß Christian


 

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