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Thema: Zweisprachige Stempel in Deutschland
Das Thema hat 205 Beiträge:
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Angelika2603 Am: 01.08.2008 20:17:19 Gelesen: 80615# 6 @  
Ein schöner Beleg aus Bautzen
 


- Am: 02.08.2008 11:40:37 Gelesen: 80600# 7 @  
Und nochmal drei:

- Burg, Spreeald - Borgowy, Blota



- Guben - Gubin



- Vetschau - Wetosow



Erwähnen muß ich, daß die Schreibweise der sorbischen Ortsnamen nicht ganz korrekt ist, da in meiner Tastatur spezielle sorbische Buchstaben nicht vorhanden sind. Ich benutze halt die in der deutschen Sprache üblichen lateinischen Lettern.
 
- Am: 02.08.2008 12:37:45 Gelesen: 80596# 8 @  
Hier ein Einschreiben aus Vetschau (s.o.) Das Datum ist nicht klar zu erkennen: 15.??.9?. Die Mischfrankierung fällt hier auf: DDR-Dauerserie und Sondermarke der DBP. Der Stempel Vetschau ist zweisprachig (im Stempel oben rechts schwach zu erkennen), der R-Zettel jedoch nicht.


 
- Am: 03.08.2008 13:25:18 Gelesen: 80577# 9 @  
In der DDR gab es aber auch einsprachige Stempel: Wilhelm-Piek-Stadt Guben. Siehe Beitrag [#7].
 


- Am: 08.08.2008 17:24:57 Gelesen: 80507# 10 @  
Hier nochmal ein Stempel aus Bautzen, wo auch in der Werbefahne des Stempels der Orstname in beiden Sprachen auftaucht:



und ein Stempel aus Weißwasser - Bela woda


 
Holger Am: 11.08.2008 23:48:39 Gelesen: 80476# 11 @  
Hab´ auch noch etwas aus Hoyerswerda - Wojerecy:



Natürlich mit Bienenkorb <grins>

Spätabendliche Grüsse
Holger
 
Pilatus Am: 02.09.2008 22:37:25 Gelesen: 80457# 12 @  
Am 18.5.1985 fuhr ein DMV-Sonderzug von Löbau in Sachsen. Auch das ein Beleg, der viele Fragen aufwirft.

Wohin fuhr denn der Zug? Der durchaus ansprechende Zudruck auf dem Umschlag nennt die Anlässe für diese Sonderpostbeförderung, aber eine klare Aussage zu Abfahrtsort und Ziel der Fahrt ist aus dem Stempel nicht zu entnehmen.

Viele Sammlergrüße Pilatus



[Hinweis: Dieser und der kommende Beitrag wurden redaktionell aus einem anderen Thema übernommen und hier zusätzlich aufgenommen]
 
Pilatus Am: 02.09.2008 23:05:37 Gelesen: 80451# 13 @  
Und hier der gleiche Zudruck auf einer Ganzsache. Allerdings ohne den Hinweis auf den DMV-Sonderzug.

Gruß Pilatus


 
Robertomarken Am: 19.02.2009 15:42:26 Gelesen: 80221# 14 @  
In den Saterfriesischen Orten Scharrel Strücklingen Sedelberg und Ramsloh wurde mit Wirkung vom 07.02.2009 ein neuer zweisprachiger Stempel in Betrieb genommen. Jahrelang hat Jens Thoben nicht locker gelassen, mit Unterstüzung des BDPH sowie dem Bundesinnenministerium, diesen zweisprachigen Stempel aufzulegen. Die Post hat jahrelang immer wieder alle Versuche abgeblockt, nun jedoch diesen neuen Stempel mit dem Schriftzug SATERLAND SEELTERLOUND mit Wirkung vom 07.02.2008 in allen vier Postfilialen zum Einsatz gebracht.

Die Bedeutung hat folgende Bewandnis: Das Saterland hatte ürsprünglich eine eigene Sprache (Dialekt) das Saterfriesisch, leider ist diese Mundart in Vergessenheit geraten und fast nicht mehr vorhanden. Jüngere Generationen war und ist SIE vollkommen fremd, doch in den vergangenen Jahren wurde SIE durch die örtlichen Vereine wieder zu Leben erweckt. Alle 4 Ortschaften mit gleichem Stempel und gleicher Postleitzahl, den Unterschied ist anhand einer Zahl zwischen dem Schriftzug angebracht. Scharrel hat die 3, Strücklingen die 4, Sedelsberg die 5 und Ramsloh die 6 !

Im Anhang zeige ich einen Stempelabdruck aus dem Ort Ramsloh. Sollte ich in nächster Zeit weitere dieser neuen Stempel bekommen, stelle ich sie ebenfalls vor.

Gruss
Robert


 
Briefmarken-Museum Am: 20.02.2009 21:26:43 Gelesen: 80172# 15 @  
Hallo,

Jens Thoben ist für seine Arbeit zu gratulieren - ich schließe mich dem Vorredner uneingeschränkt an und habe von Jens einen wunderschön dekorierten R-Brief erhalten.



Wer Post von ihm bzw. dort haben will, sollte mal bei ebay in der Ansichtskartenrubrik und Stichwort Torpedoboot suchen, Versandort: Saterland.

LG Jochen
 
Robertomarken Am: 21.02.2009 15:58:49 Gelesen: 80130# 16 @  
@ Briefmarken-Museum [#15]

Hallo Jochen !

Kannst Du mal den Nicknamen von Jens freigeben ?

Gruss Robert
 
Briefmarken-Museum Am: 21.02.2009 19:54:57 Gelesen: 80113# 17 @  
Hallo Robert

Der Nickname ist Vor- und Zuname zusammengeschrieben und er hat viele, viele gute ebay-Punkte = erfolgreiche Deals aufzuweisen.
 
Richard Am: 21.02.2009 23:03:44 Gelesen: 80098# 18 @  
Briefe aus dem „Seelterlound”

Von Karl-Heinz Janßen

General Anzeiger, Ramsloh (20.02.09) - Jens Thoben aus Ramsloh setzte bei der Deutschen Post zweisprachige Ortsstempel durch. Der 41-Jährige handelt nicht nur mit historischen Ansichtskarten und Briefmarken: Er sammelt sie auch selbst.

Briefmarkensammler sind anspruchsvolle Menschen ­– zumindest, wenn es um ihr liebstes Hobby geht. Knitterfalten in Postwertzeichen oder fehlende Papierzähne sind ihnen ein Gräuel, ausgefranste Poststempelabdrücke ebenfalls. Als der Ortsstempel der Poststelle in Ramsloh nur noch ein verwaschenes Bild lieferte, wurde Jens Thoben aktiv. Und er hat mehr erreicht, als er ursprünglich beabsichtigt hatte.

Es dauerte allerdings mehr als ein Jahr und viele Schreiben und Telefonanrufe, bis die Deutsche Post dem Drängen des Ramslohers nachgab und einen neuen Stempel genehmigte ­ nicht irgend einen, sondern einen zweisprachigen, mit deutscher und saterfriesischer Aufschrift.

Jens Thoben hat ein doppeltes Interesse an ansehnlich frankierten und entwerteten Briefcouverts und Postkarten. Obwohl studierter Jurist, verdient der 41-Jährige sein Geld mit dem Internet-Handel mit historischen Ansichtskarten. Außerdem sammelt er selbst: „Alles Mögliche mit Segelschiffen und Leuchttürmen.”



Jens Thoben mit einigen schön gestalteten Postkarten aus früheren Zeiten. Kunden aus der ganzen Welt bestellen sie per Internet bei dem Ramsloher.

(Quelle: http://www.ga-online.de/index.php?id=259&tx_ttnews[tt_news]=12086&cHash=0b9018d094&ftu=1de7039b52)
 
chrisskywalker Am: 22.02.2009 00:02:24 Gelesen: 80093# 19 @  
@ Pilatus [#12]

Ich begreife das auch nicht! Der Brief ist in Forst abgestempelt. Der DMV Stempel links besagt, dass dieser Beleg ab Löbau befördert wurde.

Wie jetzt? Löbau oder Forst? Wer kann mir das erklären?

Gruss
Holger
 
Henry Am: 22.02.2009 09:13:51 Gelesen: 80080# 20 @  
@ chrisskywalker [#19]

So wirds gewesen sein: Ab Löbau mit dem Sonderzug als Sonderpostbeförderung befördert, in Forst (= Endstation) in den allgemeinen Postverkehr eingeschleust, daher dort mit dem Poststempel entwertet.

Gruß
Henry
 
wajdz Am: 27.07.2015 23:03:15 Gelesen: 68582# 21 @  
Tagesstempel



MfG Jürgen -wajdz-
 
filunski Am: 28.07.2015 00:00:53 Gelesen: 68572# 22 @  
@ wajdz [#21]

Hallo Jürgen,

ein schöner Abschlag, aber leider fehlt etwas.

Dies ist der Stempelkopf einer Klüssendorf Maschine wie sie im Postamt Hoyerswerda 9 (seit Dez. 1999 geschlossen) eingesetzt war. Es fehlt der Entwerter (Welle oder Werbeklischee).

Hier ein Beispiel:



Beste Grüße,
Peter
 
Altmerker Am: 28.07.2015 11:37:09 Gelesen: 68529# 23 @  
@ italiker [#1]

Es geht ja nicht nur um Stempel. In den vergangenen 50 Jahren wurden wiederholt Briefmarken mit sorbischen (wendischen) Motiven oder Persönlichkeiten gedruckt. Meine aktuelle Übersicht geht von 33 Marken (1 Deutsches Reich, 1 Lokalausgabe, 30 DDR, 1 Bund) mit 31 Motiven aus. Dazu zählten Porträtmarken für Marja Grólmusec, Korla Awgust Kocor und Jan Arnost Smoler, die Motive „Sorbische Sagen“, „Sorbische Volksbräuche“ und „Sorbische Trachten“ sowie die Abbildung des „Wendischen Hauses“.

Wurden auf den Briefmarken sorbische (wendische) Bezeichnungen verwendet, handelte es sich meist um die obersorbische Sprache. Jedoch gibt es einige Beispiele, dass innerhalb einer mehrmarkigen Ausgabe, sowohl nieder- als auch obersorbische Markentexte verwendet werden (DDR, MiNr. 1668 - 1671, 2210 – 2214).

Gruß
Uwe
 
Redfranko Am: 28.07.2015 18:02:31 Gelesen: 68491# 24 @  
Hallo zusammen,

passend zu diesem Thema habe ich zufällig vor zwei Tagen einen Artikel in einer älteren Philatelie-Ausgabe (127/1993, Seite 19) gelesen. Darin ging es um die Anbringung von "niedersorbischen Posthausschildern im Land Brandenburg". In dem Artikel wird das Datum 19.10.1992 als Startdatum der zweisprachigen Stempel und Posthäuser genannt und eine Liste der Stempel:

PÄ 7500 Cottbus 1, 2, 3, 4, 9, 14, 18, 22
PA 7512 Cottbus 12
PÄ 7513 Cottbus 13, 21
PSt 7501 Briesen, Sielow, Werben
PA 7502 Burg (Spreewald)
PA 7503 Kolkwitz
PÄ 7520 Peitz 1, 2
PSt 7521 Drachhausen, Heinersbrück, Tauer, Willmersdorf
PA 7523 Jänischwald-Ost
PA 7540 Calau
PÄ 7543 Lübbenau 1, 2
PÄ 7544 Vetschau
PA 7550 Lübben
PSt 7551 Straupitz
PÄ 7560 Guben 1, 3, 5, 9
PA 7570 Forst
PÄ 7590 Spremberg 1, 2, 3, 5
PÄ 7610 Schwarze Pumpe

Es sollten dann noch folgen:

PSt 7501 Dissenchen, Döbbrick, Papitz, Schmogrow
PSt 7541 Raddusch
PSt 7591 Hornow

Gruß von der Elbe
Frank
 
wajdz Am: 28.07.2015 18:58:20 Gelesen: 68472# 25 @  
@ filunski [#22]

Für mich war nur die Zweisprachigkeit des Stempels von Belang. Hier nun der komplette Stempel nachgeliefert. Aber trotzdem vielen Dank. Da der Beleg insgesamt sehr ordentlich ist, wird er wohl, zusammen mit Deiner Erläuterung, einen Platz im Album finden.



MfG Jürgen -wajdz-
 
heku49 Am: 28.07.2015 20:05:16 Gelesen: 68452# 26 @  
@ Redfranko [#24]

Hallo Frank,

ich habe an zwei Heften des Vereins der Ganzsachen- und Stempelsammler Berlin-Brandenburg e.V. mitgewirkt. Diese umfassen die zweisprachigen Tagesstempel im deutsch-sorbischen Sprachraum von 1966 bis 2001 und zweisprachige Sonderstempel im deutsch-sorbischen Sprachraum von 1947 bis 2002. Ergänzungen sind mir nicht bekannt.

Hier nun der erste zweisprachige Stempel von 1947 zum 100. Jahrestag der "Macica Serbska" einer sorbischen wissenschaftlichen literarischen Gesellschaft. Anläßlich dieses Jubiläums wurde 1947 in Bautzen der Grundstein für das Haus der Sorben gelegt.

Gruß Helmut


 
filunski Am: 28.07.2015 20:06:02 Gelesen: 68451# 27 @  
@ Redfranko [#24]

"In dem Artikel wird das Datum 19.10.1992 als Startdatum der zweisprachigen Stempel und Posthäuser genannt und eine Liste der Stempel"

Hallo Frank,

bitte nicht persönlich nehmen aber diese Aussage ist so schlichtweg Unsinn und falsch! :-(

Die zweisprachigen sorbisch-deutschen Tagesstempel (sowohl in Brandenburg, wie auch in Sachsen) gab es bereits zu Zeiten der Deutschen Post der DDR, ungefähr seit Anfang/Mitte der 1960er Jahre, auch und gerade aus den Orten dieser Liste, Sonderstempel schon früher.

Diese Stempel zählen zu meinem persönlichen Lieblingsgebiet und ich habe zahlreiche Unterlagen dazu, von Stempelabschlägen ganz zu schweigen. Wer immer diesen Artikel so geschrieben hatte, hat entweder nicht ordentlich recherchiert oder meinte etwas anderes.

Beste Grüße,
Peter
 
heku49 Am: 28.07.2015 20:17:28 Gelesen: 68446# 28 @  
Hier noch das Haus der Sorben auf einer Marke der DDR von 1966.

Gruß Helmut


 
Redfranko Am: 28.07.2015 21:04:01 Gelesen: 68434# 29 @  
@ filunski [#27]

Hallo Peter,

mag sein, dass ich bei dem Bericht einen falschen Bezug zwischen Ausstattung der Posthäuser mit zweisprachigen Schildern und den Poststempeln hergestellt habe. Dann tut es mir leid. Ich wollte mit meinem Beitrag nur eine Liste der in dem Artikel genannten Poststempel einstellen. Definitiv beginnt aber der letzte Absatz (1):

"In der nächsten Zeit werden weitere PSt mit entsprechenden Tagesstempeln nachgerüstet:

PSt 7501 Dissenchen, Döbbrick, Papitz, Schmogrow
PSt 7541 Raddusch
PSt 7591 Hornow"


Gruß von der Elbe
Frank

(1) Philatelie und Postgeschichte 128/1993, Seite 19
 
filunski Am: 28.07.2015 23:02:16 Gelesen: 68413# 30 @  
@ Redfranko [#29]

Hallo Frank,

danke für deine Rückmeldung! :-)

Die "Nachrüstliste" kann ich weitestgehend bestätigen. Alle genannten Orte, bis auf Einen, erhielten erst von Dezember 1992 bis Anfang 1993 zweisprachige Stempel. Nur der Ort Schmogrow fällt aus der Reihe. Dort gab es bereits (nach den mir vorliegenden Unterlagen) seit März 1990 einen zweisprachigen Stempel: SCHMOGROW / 7501 / a / SMOGORJOW.

Dein zitierter Artikel würde mich interessieren, kannst du mir davon vielleicht eine Kopie (scan) zukommen lassen?

Beste Grüße,
Peter
 

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