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Thema: (?) (65) DDR: Dienstpost, ZKD-Post und drum herum
Das Thema hat 82 Beiträge:
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Pete Am: 29.03.2009 21:46:40 Gelesen: 95212# 8 @  
@ Pilatus [#4]

Beitrag [#67]: Datum der Postkarte 04.10.1958, Fasern im Papier und Zirkelkopftype 2 in der Zeichnung -> Mi-Nr. 29yII (Wz. 2) oder 34A (Wz. 3)

Beitrag [#4]: Beleg 1 und 2 Mi-Nr. 4x; Beleg 3 Mi-Nr. 19xI (Zirkelkopftype 1, Stempeldatum 21.06.1956)

Beitrag [#5]: die Marken auf beiden Belegen vermutlich 22xI (Zirkelkopftype 1), da ich keine Fasern im Papier erkennen kann (sonst auch Mi-Nr. 32yI möglich)

Die Scans sind leider etwas zu klein in der Auflösung, um genauere Aussagen treffen zu können.

Gruß
Pete
 
Pilatus Am: 29.03.2009 21:49:01 Gelesen: 95209# 9 @  
Es ging aber auch ohne Marke. Hier ist verwunderlich, daß der Absender Lieferant vieler Genossenschaften verschiedener Art war und er mußte wissen, daß Genossenschaften grundsätzlich nicht ZKD-Mitglieder sein konnten. Möglicherweise wurde ein Lehrling (Azubi) in die Poststelle geschickt. Tranportiert und ausgeliefert wurde die Post trotzdem.

Lassen wir es für heute genug sein.

Freundliche Grüße Pilatus


 
Sammler-Henn Am: 30.03.2009 14:03:43 Gelesen: 95174# 10 @  
@ Pilatus [#67]

Dienstpost war nicht für Privatpersonen vorgesehen

Hallo Pilatus,

diese Feststellung ist nicht richtig. 1959 habe ich eine Lehre in einem Volkseigenen Betrieb begonnen. Als Lehrling oblag mir die Führung der Portokasse, wir haben alle ausgehenden Briefe mit Dienstmarken frankiert, auch mein Vater hat als Privatperson Post von amtlichen Behörden erhalten, die mit Dienstmarken frankiert waren.

Nach Einführung der ZKD Post änderte sich dies, die wurde nicht an Privatpersonen versandt.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang
 
HEFO58 Am: 30.03.2009 15:56:36 Gelesen: 95164# 11 @  
Hallo

Kann dazu auch etwas beisteuern - Portogerechte Drucksache bis 250 Gramm mit der Mi.-Nr. 11x mit Stempeldatum vor dem 1.10.54.

Gruß
Helmut


 
Pilatus Am: 05.05.2009 23:06:48 Gelesen: 95063# 12 @  
@ Sammler-Henn [#10]

Hallo Wolfgang,

man konnte eben unterschiedliche Erfahrungen sammeln. In dem Betrieb, in dem ich damals gearbeitet habe, wurde recht streng darauf geachtet, keine Dienstmarken an private Empfänger zu senden. Vermutlich waren die Vorschriften zum Anfang noch nicht so eindeutig, so daß sie unterschiedlich interpretiert werden konnten. Im DDR-Universalkatalog steht dazu nur, daß sie nicht an Privatpersonen abgegeben werden durften. Aber da fängt das Dilemma schon an. Ist ein Rechtsanwalt oder Rechtsanwaltsbüro, ein Architekt oder Architektenbüro Privatperson oder nicht?

Doch nun zu weiteren Belegen, auf die eigentlich hinaus will:

Ein Brief mit 2x 10 Pf. Dauerserie und Postschließfachadresse, Absender eine Privatperson mit Reklamation "keine ZKD-Post"

Ein Brief mit 20 Pf. Dauerserie und Z K D - Nr. als Anschrift, Absender ein Architekt, ebenfalls Stempel "keine ZKD-Post".


 
Pilatus Am: 05.05.2009 23:19:55 Gelesen: 95061# 13 @  
Oder hier eine Postkarte mit der ZKD Nr. 6 an den VEB Elektro-Apparate-Werke Bln.Treptow.

Da hier aber die normale Postanschrift und nicht die ZKD.Nr. angegeben wurde, konnte sie nicht direkt zugestellt werden, sondern ging an den Rat des Stadtbezirkes (Eingang am 7.11.1956). Von dort wurde sie an den VEB weitergeleitet (Eingang am 8.11.1956).

Doch eine recht interessante Konstellation - oder ?

Freundliche Grüße Pilatus


 
MAXX Am: 15.05.2009 16:56:44 Gelesen: 94989# 14 @  
Hier noch 2 Belege mit Stempeln:



"Aushändigung als gewöhnliche Postsendung - Empfänger ist kein ZKD-Teilnehmer - 1405 -" (Karl-Marx-Stadt Landkreis) sowie



"Aushändigung als gewöhnliche Postsendung - ZKD-Kontrolle 117" (Berlin-Köpenick)

Wer hat ähnliche Belege in seinem Besitz ?

Beste Grüße
 
Pilatus Am: 20.05.2009 22:56:51 Gelesen: 94902# 15 @  
Als in den 60er Jahren die ZKD-Marken abgeschafft wurden, genügte der Stempel "Nur für den Dienstgebrauch" und die Briefe wurden als ZKD-Post befördert.

Freundliche Grüße Pilatus


 
Richard Am: 14.06.2009 08:20:50 Gelesen: 94652# 16 @  
Im Philaforum hat 'Gernesammler' den folgenden DDR ZKD Beleg vorgestellt:

Ich habe den Brief hier heute bekommen da ich mich mit DDR Dienst-ZKD nicht so auskenne und im Katalog nichts über diese Marke geschrieben wird geschweige denn den Stempel wäre es nett wenn mir da Jemand Auskunft darüber geben könnte.



Die gewünschte Erklärungen kamen im zwei Teilen von unserem Mitglied Totalo-Flauti:

Hallo Gernesammler,

Über die Auslieferung von ZKD-Sendungen an Empfänger, die dem ZKD nicht angeschlossen waren, konnte nur eine ZKD-Kontrollstelle entscheiden. Bei postiver Entscheidung, sprich, die Sendung konnte ausgeliefert werden, wurde die Sendung mit dem von Dir gezeigten Aufkleber versehen. Diesen Aufkleber kann man in 2 Farben finden (fahlbraun und scharlachrot). Später wurde ein Gummistempel von den Kontrollstellen verwendet.

Eines noch zum ZKD allgemein. Es handelt sich ja hier um eine Form der Dienstpost im Besonderen. Sozusagen eine Post neben der Post. In der Präambel der am 26.9.1955 herrausgegebenen Anordnung des Ministers des Innern heißt es:

"Der jetzige allgemeine Briefverkehr der zentralen staatlichen Organe, Institutionen und Einrichtungen und volkseigenen Betrieben in der Deutschen Demokratischen Republik entspricht nicht den Notwendigkeiten der Sicherheit, indem er imperialistischen Sabotage- und Spionageorganisationen, die die Arbeit der Staats- und Wirtschaftsorgane hemmen und desorganisieren wollen, Möglichkeiten zur Versendung von Fälschungen jeder Art bietet."

Aus den oben genannten Gründen musste also jede Sendung, die an Empfänger gerichtet war, die nicht dem ZKD angegliedert waren, kontrolliert werden. Der Empfänger konnte ja zu diesen subversiven und revanchistischen Saboteuren gehören bzw. die Sendung einen entsprechenden Inhalt haben.

Im übrigen gab es eigene Gebührensätze für die einzelnen Versendungsformen Brief und Päckchen (anfangs noch in Orts- und Fernverkehr unterschieden). Als Zusatzleistungen waren Vertrauliche Dienstsache und Zustellungsurkunde vorgesehen.

Gruss Totalo-Flauti

---

Hallo Gernesammler,

der Zentrale Kurierdienst (ZKD) entsprach dem "Schutzbedürfnis" der Staatsführung. Man muss bedenken, dass die Grenze noch offen und sehr durchlässig war. Und nach dem Mauerbau 1961 bestand das "Schutzbedürfnis" einfach weiter bzw. vergrößerte sich mit der Zeit sogar noch, da hinter jeder Ecke ein "Bösewicht" vermutet wurde.

Ich denke auch, dass die Teilnehmer im ZKD wusten, was beim ZKD geschah. Im § 1 Abs.2 der Anordnung über die Förderung staatlicher Postsendungen vom 10.07.1960 waren die Aufgaben des ZKD formuliert:

a) die Organisierung der Beförderung der ZKD-Sendungen,
b) der Anschluß an den Zentralen Kurierdienst der zur Teilnahme verpflichteten Stellen,
c) die Kontrolle der ZKD-Sendungen,
d) die Kontrolle und Anleitung der ZKD-Teilnehmer,
e) die Kontrolle der für den Zentralen Kurierdienst tätigen postalischen Einrichtungen.

Anfangs wurden nur die Sendungen der zentralen staatlichen Organisationen und Institutionen innerhalb Berlins, von und nach Berlin, zwischen den Räten der Bezirke und Kreise befördert. In den folgenden Anordnungen zum ZKD wurde der Kreis der ZKD-Teilnehmer immer größer. So wurden die Volkseigenen Betriebe (VEB), die Deutsche Post, die Deutsche Reichsbahn und die Hoch- und Fachschulen dem ZKD angeschlossen.

Für den Transport der Sendungen wurde die Logistik der Deutschen Post und der Deutschen Reichsbahn genutzt.

Den ZKD gab es in unterschiedlichen Varianten als Vorläuferformen wie Behördenpost, Verwaltungswertpost, Verwaltungspost B und A seit Gründung der DDR bis zum 30.06.1990.

Gruss Totalo-Flauti
 
BSG/BSW Am: 14.06.2009 19:12:58 Gelesen: 94635# 17 @  
Bei der Durchsicht meiner Belege "DDR Dienstpost" ist mir der folgende Beleg aufgefallen:



Handelt es sich um einen Frachtbrief? Wurde er offen versandt? 15 Pfg war 1955 das Porto für Geschäftspapiere bis 100 Gramm.

Zur besseren Sichtbarkeit habe ich nur die obere Hälfte der Vorderseite fotografiert.
 
Pommes Am: 17.06.2009 21:24:07 Gelesen: 94582# 18 @  
Hier habe ich noch einen gefunden. Aus dem selben Betrieb wie im vorhergehenden Beitrag als vertrauliche Dienstsache nach Gößnitz. Daher auch "Zentraler Kurierdienst" statt "Deutsche Post"; leider fehlt ein Stück des Stempels. War das dann eine völlig andere Maschine oder konnte man diese Einsätze auswechseln?



[Redaktionell aus dem Thema Post- und Absenderfreistempel kopiert]
 
Hawoklei Am: 03.01.2010 12:49:25 Gelesen: 92753# 19 @  
@ MAXX [#14]

Hallo MAXX,

bin in diesem Forum neu, weil ich DDR bisher nicht sammle. Bei den 2 hier abgebildeten Belegen weiß ich nicht, ob das solche sind, die Du suchst?

Meine Fragen dazu:

1) Kann es sein, dass ich irgendwo gelesen habe, dass es diese Belege eigentlich nicht geben dürfte, weil sie hätten vernichtet werden müssen?

2) Was bedeuten die gelben, vierstelligen Nummern auf den Briefen und wer hat sie drauf gemacht?

3) Gibt es irgendwo Bewertungen?

Freundliche Sammlergrüsse
Hans


 
joey Am: 03.01.2010 17:33:01 Gelesen: 92727# 20 @  
@ HAWOKLEI [#19]

Hallo Hans,

Zu 1) Das ist richtig, aber speziell vom VEB Elektroprojekt Berlin sind vor Jahren tausende (!) dieser Belege aufgetaucht.

Zu 2) Ich habe hier selber 100+ dieser Belege von verschiedenen Absendern und nach meiner Beobachtung stammt der gelbe Numerator vom Posteingang des VEB Elektroprojekt.

Zu 3) Je nach Händler fanden sich die Briefe in den Grabbelkisten zu 50 Cents oder 1 Euro.

Grüße aus Berlin,
joey
 
Hawoklei Am: 04.01.2010 08:08:05 Gelesen: 92687# 21 @  
@ joey [#20]

Hallo joey, danke für die Aufklärung!

Grüsse Hans
 
Pommes Am: 17.02.2012 19:25:31 Gelesen: 83307# 22 @  
@ Pilatus [#15]

Hallo Lothar und an die anderen Spezialisten auf diesem Gebiet,

Du schreibst: Als in den 60er Jahren die ZKD-Marken abgeschafft wurden, genügte der Stempel "Nur für den Dienstgebrauch" und die Briefe wurden als ZKD-Post befördert.

Ich habe hier hier ein paar dieser Belege mit "Nur für den Dienstgebrauch"-Stempel aus den 70er Jahren.



Sind das nach Deiner Aussage auch ZKD-Sendungen oder gehören die eher zum "drum herum" (wie im Thema)?

Der gezeigte (leider Fenster-)Umschlag stammt vom "Versorgungskontor Industrietextilien / - Bekleidungsverschlüsse - / 742 Schmölln". Mit Marke oder Freistempel frankiert ist er nicht; es ist nur der Tagesstempel "SCHMÖLLN / 742 / s" vom 06.02.1976 abgeschlagen. Dafür gibt es dieses dicke "T". Ich gehe davon aus, dass es für taxe percue stehen könnte. Kann das jemand bestätigen oder mir eine andere Erklärung geben?

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Pilatus Am: 17.02.2012 21:07:25 Gelesen: 83294# 23 @  
@ Pommes [#22]

Hallo Thomas, ja dieser Brief wurde als ZKD-Post befördert. Was hieß damals "ZKD"? Die normale Post brachte der Postbote und gab sie in der Poststelle des jeweiligen Betriebes ab. Die ZKD-Post mußte von besonders geschulten und bestimmten Mitarbeitern von der Post abgeholt werden. Sie wurde auch nicht wie die normale Dienstpost an die zuständigen Leiter der zweiten Leitungsebene, z.B. Abteilungsleiter aber auch in vielen Fällen direkt genannten Mitarbeitern zugestellt, sondern wurde über das Büro des Betriebs-oder Kombinatsdirektors weitergeleitet. Außerdem wurde ZKD-Post gesondert registriert.

Beste Grüße Pilatus
 
Pilatus Am: 18.02.2012 19:06:10 Gelesen: 83251# 24 @  
@ Hawoklei #19]

Ja, ich muß ergänzen: Eigentlich hätten die Umschläge vernichtet werden müssen.

@ joey [#20]

Wahrscheinlich gab es im VEB Elektroprojekt einen findigen Poststellenmitarbeiter, der schon BM-Sammler war und die Umschläge (heimlich) mit nach Hause nahm, weil er glaubte, später eben wegen der Vorschrift zur Vernichtung ein gutes Geschäft machen zu können.

Die Rechnung ging im Prinzip ja auch auf. Wenn es so viele davon gibt, machen selbst wenige Pfenige pro Stück ja schon einen nennenswerten Erlös aus.

Beste Grüße Pilatus
 
Georgius Am: 18.02.2012 21:15:43 Gelesen: 83236# 25 @  
An die interessierte Runde,

mit meiner kleinen Belegesammlung möchte ich noch einen weiteren Aspekt in die Diskussion einbringen - nämlich:

„Wem oblag die Beförderung von ZKD-Post?“

Hier scheint sich eine Wandlung vollzogen zu haben, denn meine Belege bis 1958 zeigen alle, daß die Beförderung über die Postämter lief. Auf den Belegen sieht man auf der Rückseite den genauen Postweg, wie wir das von Eilbriefen schon lange kennen.

Etwa Ende der 60-er änderte sich das zumindest für alle ZKD-Teilnehmer. Es gab danach keine ZKD-Marken und auch keine Laufzettel mehr auf den ZKD-Briefen. Es liegt nahe, daß man bereits zu dieser Zeit die autonome Beförderung durch spezielle Kuriere aufbaute und die gesonderte Registrierung mittels ZKD-Stempeln realisierte. Wahrscheinlich kamen auch verschiedene VD-Stempel in dieser Übergangszeit zum Einsatz, die erst später durch vorgeschriebene ZKD-Stempel ersetzt wurden.

In den 80-er Jahren wurden tatsächlich die ZKD-Teilnehmer, und nur diese, mit Kurierdfahrzeugen (z.Bsp. Typ B 1000) und entsprechendem Personal angefahren, die alle ZKD-Post an die berechtigten Mitarbeiter bei den Empfängern mit Nachweis übergaben. Zu dieser Zeit unterstanden diese Kuriere schon nicht mehr der Deutschen Post der DDR sondern dem MfS.

Meine Belege beweisen erneut, daß das Vernichtungsgebot für solche Umschläge nicht überall befolgt wurde. Genauere Details über diese Entwicklungsetappen könnten vielleicht Dokumente der Archive, wenn noch vorhanden, ans Licht bringen. Ich bin kein Spezialist dieses Gebietes, habe nur diese kleine Sammlung und meine Beobachtungen jener Zeit zusammengebracht und hier geschildert.

Brief von Rostock nach Bad Doberan, am 20.6.1957 mit Rückseite



Brief von Barth nach Bad Doberan, am 9.8.1957 mit Rückseite



Demnächst folgen weitere Belege.

Viele Grüße
Georgius
 
Pilatus Am: 19.02.2012 00:11:22 Gelesen: 83209# 26 @  
@ Georgius [#25]

Hallo Georgius,

Deine Ausführungen sind durchaus richtig und zwingen mich zu einer weiteren Ergänzung: Es gab auch ZKD-Post, die nur bezüglich des Transportweges als ZKD-Post lief, aber sonst als normale Dienstpost zu behandeln war, also keiner gesonderten Registrierung usw. bedurften. Diese Belege wurden durch das große "T" gekennzeichnet, wie der im Beitrag [#20].

Beste Grüße Pilatus
 
Georgius Am: 19.02.2012 14:44:44 Gelesen: 83172# 27 @  
Heute will ich zwei weitere Belege zeigen mit den Mi.-Nr. 17A und 17D.

ZKD-Brief aus Magdeburg nach Rostock, am 17.1.1958 mit Rückseite



ZKD-Brief aus Rostock nach Bad Doberan, am 6.2.1958 mit Rückseite



@ Pilatus [#26]

Hallo Pilatus,

Deine Ergänzung finde ich gut. Wer weiß, was noch alles entdeckt werden wird. Mit dem T-Stempel, da stimme ich Dir zu.

Leider fehlen mir in der kleinen Sammlung Belege aus der zweiten Hälfte der 60-er und den 70-er Jahren, um auch diese Periode aufhellen zu können. Aus den 80-er Jahren werde ich hingegen wieder Belege zeigen können.

Beste Sammlergrüße
Georgius
 
Gruber Am: 22.02.2012 18:57:26 Gelesen: 83057# 28 @  
@ Pilatus #26
@ Georgius #27

Hallo zusammen,

in der Zeit 15.06.1960 bis Märu 1970 wurden im ZKD keine weiteren Streifen (außer Aufbrauch) verwendet, sondern sogen. ZKD-Absenderstempel. Diese galten für jeden Postteilnehmer als Gebühr-bezahlt Ausweis. Abgerechnet wurden die Ausgangsbelege, einzeln aufgeführt in sogen. ZKD-Ausgangsbüchern (ähnlich der bei uns üblichen Einschreibenbücher).

Dazu entsprechend gab es ZKD-Eingangsbücher, in denen die eingehende ZKD-Post wieder einzeln aufgeführt wurde. Erst nach dem März 1970 kam das Verfahren mit den Langstempeln nFD in Gebrauch. Das dicke T bedeutete, daß diese Post auch im Transport als ZKD-Post behandelt wurde. Da die nFD Stempel nicht mehr zentral über die Vopo bestellt und geordert wurde, sondern jeder ZKD-Teilnehmer diese Stempel selbst schneiden lassen konnte, gibt es davon verschiedene Ausführungen. Quelle: Pelikan Post in der Post ab Seite 96. Diverse Beispiele spiele ich noch ein.

Tschüß, Hartwig
 
Gruber Am: 23.02.2012 11:12:42 Gelesen: 83022# 29 @  
@ Pilatus #26
@ Georgius #27

Hallo zusammen,

anbei will ich versuchen, verschiedene Bilder zu ZKD-Eingangs und -Ausgangsbüchern sowie je ein ZKDBrief (früh und später Beleg) einzuspielen.

Habe das noch nie gemacht, daher bitte entschuldigt alle meine Fehler.

ZKD-Ausgangsbuch, Vorderseite



Dasselbe Buch aufgeschlagen mit Einträgen und Abrechnung



ZKD-Eingangsbuch Vorderseite



Dasselbe Buch aufgeschlagen, Einträge zur eingegangenen ZKDpost



Sehr früher ZKD-Beleg vom Juni 1960



sehr später ZKD-Beleg von 1970



So das war´s erst einmal.

Grüße Hartwig
 
Georgius Am: 25.02.2012 14:23:32 Gelesen: 82920# 30 @  
Hier ein ZKD-Brief von Templin nach Bad Doberan, 5.2.1958, Mi.-Nr.17 O, mit Rückseite



ZKD-Brief von Rostock nach Bad Doberan, 12.6.1958, Mi.-Nr.19 D, mit Rückseite



Viele Grüße
Georgius
 
Georgius Am: 29.02.2012 14:05:30 Gelesen: 82758# 31 @  
Hier einige Beispiele, die auf der Rückseite keine Poststempel zum Laufweg aufweisen.

Der erste ZKD-Brief weist erstaunlicherweise außen kein Datum auf, ist jedoch eindeutig aus dem Jahre 1989.



Der zweite Brief mit verschiedenen Registriervermerken und einem Poststempel vom 22.06.1989



Viele Grüße
Georgius
 
Totalo-Flauti Am: 23.12.2012 02:28:16 Gelesen: 77163# 32 @  
Liebe Sammlerfreunde,

mit Schreiben vom 24.12.1970 sandte die Leipziger Konzert- und Gastspieldirektion über das Postamt Leipzig 1 an den auch unter Briefmarkensammler sehr bekannten Autor und Redakteur Horst Hille per ZKD einen Brief. Die ZKD-Kontrolle 7027 im Postamt Leipzig 27 entschied, das der Adressat kein Teilnehmer des ZKD ist und der Brief dann somit als gewöhnliche Postsendung ausgehändigt wurde. Der Brief ist übrigens erst am 28.12.1970 im Postamt 27 bearbeitet worden. Über Weihnachten blieb der Brief liegen.

Das schöne an den ZKD-Belegen ist immer wieder die Möglichkeit, in der Regel die Postwege lückenlos nachzuvollziehen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 

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