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Thema: Alliierte Besetzung SBZ Dauerserie Köpfe I und Köpfe II
Das Thema hat 372 Beiträge:
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hannibal Am: 02.11.2018 18:36:39 Gelesen: 39246# 198 @  
Hallo Bernd,

in nachfolgenden Scan



von links nach rechts postfrisch 223a, 223b und 223d , jeweils geprüft Schönherr BPP die d noch nach alter Farbeinteilung 223ab.

Viele Grüße
Peter
 
Bernd Steudner Am: 02.11.2018 20:02:26 Gelesen: 39214# 199 @  
@ hannibal [#198]

Danke Peter für Dein Foto, s habe gerade mal nachgeschaut und habe die d selber geprüft vorliegen. Das kommt davon da ich mal die Sammlung aus den Augen verloren habe, stand eben wichtigeres an.

Viele Grüße
Bernd
 
Bernd Steudner Am: 02.11.2018 20:08:11 Gelesen: 39213# 200 @  
@ Carsten Burkhardt [#193]

Hallo Carsten,

irgendwie habe ich es auch geahnt das das keine 223c ist. Habe mich an euren Handbuch orientiert und das ist ja top.

Viele Grüße
Bernd
 
Carsten Burkhardt Am: 02.11.2018 20:56:22 Gelesen: 39195# 201 @  
@ Pepe [#197]

ccdac
cadbd
ccdad
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 02:41:53 Gelesen: 39119# 202 @  
Hallo Carsten,

der Druck, der Marken zu 40 Pf, ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in mehreren Auflagen und auf verschiedenen Papiersorten erfolgt. Das ausgedruckte und datierbare Material lässt da keine Zweifel offen.

Das lose gestempelte Marken in der Regel nicht exakt die gleiche UV-Reaktion zeigen wie postfrische, dürfte auch klar sein. Je nach Beständigkeit der Druckfarbe in Wasser, kann sich eine solche schon verändern, hinzu kommen UV-Verfärbungen des Papiers durch Aufheller oder zu lange oder zu heiße Wässerung. Auch kann Stempelfett die Druckfarbe und damit verbunden deren UV-Reaktion beeinflussen.

Aus meinen Marken habe ich jetzt erst einmal 10 Stück herausgepickt und von 1 bis 10 durchnummeriert.



Für mich sehen die Marken mit der Nummer 1 bis 3 gleich aus.

Die Marken mit der Nummer 4 bis 6 schon etwas anders, vor allem die Marke mit der Nummer 6 aus (der Kopf des "P" von "HAUPTMANN" erweckt bei Marke Nr. 6 mein Interesse, er scheint deformiert zu sein).

Die Marken in der zweiten Reihe sind offensichtlich mit einer anderen Druckfarbe gedruckt und ich sehe hier untereinander keinen Farbunterschied. Das postfrische Exemplar hat von allen meinen Marken die höchste Leuchtkraft und nach meiner Einschätzung sollte dies doch die lebhaftrosarote UV-Reaktion der b-Farbe sein. Bemerke eben erst, dass die b-Farbe ja auch gemäß Bewertung die häufigste Variante ist. Ich hatte mich bisweilen mehr auf Unterscheidungsmerkmale, als auf Bewertungen konzentriert.

Von diesen 10 Marken nachstehend die Marken mit der Nummer 1, 5, 6 und 10 im direkten Vergleich. Das Stempelfett der Marke Nr. 1 verändert partiell die Druckfarbe, was sich im UV-Bild deutlich zeigt. Die drei gestempelten Marken haben aber gegenüber der postfrischen Marke eine klar bläuliche Reaktion in verschiedenen Schattierungen.



Bei dem postfrischen Exemplar mit der Nr. 10 dürfte somit Einigkeit darüber bestehen, dass es sich um eine b-Farbe handelt und somit auch die Marken mit den Nummern 7 bis 9 zur b-Farbe gehören und zwar nicht nur wegen ihrer UV-Reaktion (in Natura roter als auf dem UV-Foto) sondern auch wegen ihrer an Tageslicht gleichen Farbwirkung.



Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 03.11.2018 10:02:54 Gelesen: 39063# 203 @  
Korrekt, die obere Reihe ist 223a (FF4) auf einem frühen Papier untere Reihe alles 223b. Späteres Papier, deutlich weisser. Und sowohl die Farben als auch die UV Reaktion ist typisch.

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 10:45:20 Gelesen: 39047# 204 @  
Hallo Carsten,

fein, dass wir uns bezüglich der vier Marken Nr. 7 bis 10 einig sind.

In meinem Beitrag bin ich bezgl. Marke Nr. 5 und 6 etwas durcheinander gekommen. Die Nr. 6 ist die mit dem lustigen "P" und die Marke Nr. 5 die, welche in der Farbgebung sich deutlich von der mit der Nr. 4 und 6 abhebt. Sie ist im direkten Vergleich violettfarbener. Dies zeigt sich nicht nur im Scan sondern auch in dem UV-Bild mit den vier Marken deutlich, dass sie nicht ganz die gleiche UV-Reaktion hat, wie die nebengesetzten Marken. Ihre Reaktion ist im Farbton deutlich dunkler.

Soeben habe ich die Messungen im HSV-Farbraum für diese 10 Marken mit Jürgen Kraft seiner Software erstellt und alles zuvor von mir gesagte spiegelt sich in diesen Messungen wider (Farbmessungen Nr. 1746 bis 1755).

Die Marken Nr. 1 bis 3 landen mit meinen Messungen auf Farbwinkeln von auf- und abgerundet 314 und 315 Grad. Die Helligigkeit der Druckfarbe liegt unter 50%.



Die Marken Nr. 4 und 6 landen auf Farbwinkeln von auf- und abgerundet 317 Grad, die Helligkeit dieser liegt bei etwas über 50%.

Die Marke Nr. 5 landet auf einem Farbwinkel von 308 Grad, ihre Helligkeit liegt bei exakt 50%. Es kann sich hier nicht um gleiche Druckfarbe handeln, wie bei den anderen fünf Marken, unabhängig davon, zu welcher Unternummer sie nach Michel einzuordnen ist.



Die Marken Nr. 7 bis 10 landen auf- und abgerundet auf Farbwinkeln von 303 bis 307 Grad. Die Helligkeitswerte liegen zwischen 51 und 55%.



Es spiegelt sich in der Farbgebung, sowohl an Tages- und im UV-Licht, als auch in den gemessenen Werten wider, dass es sich bei den Marken Nr. 7 bis 10 um solche handelt, die der Michel b-Farbe zuzuordnen sind.

Nun, ich habe ja noch ein paar Marken und wir werden sehen, wie sich das mit den UV-Reaktionen und Messwerten weiterentwickelt.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 12:45:10 Gelesen: 39019# 205 @  
Hallo,

hier die die Testgruppe 2, wieder 10 Marken und mit den Nummern 11 bis 20 durchnummeriert.

Die Marke Nr. 17 hat im direkten Vergleich zu den anderen neun Marken einen weitaus höheren Blauanteil und sieht daher violettfarbener aus. Die Marke Nr. 20 wirkt sehr dunkel.



Dies zeigt sich dann auch wieder in den Messergebnissen. Marke Nr. 17 landet auf dem niedrigsten Farbwinkel aus dieser Testgruppe und Marke Nr. 20 weist den niedrigsten Helligkeitswert auf. Aus der Reihe schlagen ebenfalls die Marken Nr. 11 und 12, dass sind die beiden mit den höchstem Farbwinkel und bereits besagte mit Stempeldaten aus 12/1951.



Unter UV sehen wir dann, dass es sich bei der Marke Nr. 17 um eine solche handelt, welche nach Michel der b-Farbe zuzuordnen ist (zum Vergleich liegt die postfrische 223 b obenauf). Hurra, wir haben die nächste b-Farbe gefunden.



So, eine Testgruppe steht noch an. Zum Schluß werde ich dann alle getesteten Marken nach UV-Reaktionen und innerhalb dieser nach Farbwinkeln sortieren.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 03.11.2018 13:08:57 Gelesen: 39012# 206 @  
Gratulation, sieht alles richtig aus. alles a bis auf die eine b

VG
Carsten
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 13:50:28 Gelesen: 39002# 207 @  
Hallo,

als nächstes kommt die Testgruppe 3, die augenscheinlich spannenste.

Hierbei besagtes postfrisches senkrechtes Paar, ferner dabei ein Briefstück auf dem meine hellste MiNr. 223 klebt. Gemäß Prüfung Weigelt BPP handelt es sich um einen bekannten Falschstempel. Hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen. Selbst habe ich den Stempel auf diesem Briefstück noch nicht geprüft, was ich aber noch tun werde.

Aber auch die Marken mit den Nrn. 21, 22, 24 und 25 zeigen interessante Farben. Die mit der Nr. 22 wurde als c-Farbe eingeschätzt.



Bevor ich wieder Messungen vornehmen kann, muß ich die Marken erst noch einzeln mit 2400 dpi einscannen. Das Ganze, inkl. Auswertung der Ergebnisse, dauert also noch ein bisschen.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 16:49:09 Gelesen: 38943# 208 @  
Hallo,

hier nun die Ergebnisse der Messungen im HSV-Farbraum von Testgruppe 3.



Und so stellt sich Testgruppe 3 unter UV dar.

Die Marken Nr. 24 und 25 zeigen eine leuchtende UV-Reaktion, fallen somit nach Michel in die b-Farbe. Zum Vergleich habe ich wieder das postfrische Exemplar aus Testgruppe 1 mit aufgenommen.



Hieraus ergibt sich aber auch, dass Marke Nr. 6 aus Testgruppe 1 ebenfalls eine Marke MiNr. 223 b ist. Ferner, dass die b-Farbe in zwei Gruppen aufteilbar ist. Dies ergibt sich über die Farbwinkel und dem in den Messungen ausgewiesenen unterschiedlichen Schwarzanteilen in der Farbwirkung der grell aufleuchtenden Marken. In meinem nächsten Beitrag werde ich hierzu detailliert ausführen.

Die Marke auf dem Briefstück fällt mit einem sehr hohen Farbwinkel auf.

Das Papier der als c-Farbe eingeschätzten Marke Nr. 22 ist unter UV bedeutend heller, als das von dem senkrechten Paar. Ebenso zeigt die Druckfarbe dieser Marke eine völlig eigenständige UV-Reaktion, gegenüber den anderen 26 Marken. Es ist wohl ein Graulila.

Wie gesagt, ich bringe die Marken aus den verschiedenen Testgruppen noch in gewisse Gruppierungen und innerhalb dieser in eine Reihenfolge.

Beste Grüße
Markus
 
Pepe Am: 03.11.2018 18:50:15 Gelesen: 38902# 209 @  
@ Carsten Burkhardt [#201]

Vielen Dank für die Einschätzung. Im Lipsia DDR Spezial war es seinerzeit (1986) die Katalognummer 60 mit der Farbbezeichnung lila bis purpurlila und der Wert lag bei 2,75 Lipsia Mark. Die Köpfe II, 40iger hatte zwei Farbvarianten a: dunkelpurpurviolett, b: hellpurpur. Nur als geschichtlichen Hintergrund.

@ Alle

Werbung für die Philatelie und für alle die sich gerne mal etwas reichrechnen möchten. So wurde aus den 15 Werten a 2,75 ein heutiger Michelwert von 235,- . Ist zwar alles Theorie aber soll ja auch schlimmeres geben.

@ Markus Pichl [#208]

Deine Fotos unter UV sind sehr hell. Sind die Bilder nachbearbeitet oder wie bekommt man das hin? Vielleicht auch ein Hintergrund Effekt. Oder doch andere Technik?

Nette Grüße Pepe
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 20:20:42 Gelesen: 38856# 210 @  
@ Pepe [#209]

Hallo Pepe,

meine UV-Bilder sind nicht nachbearbeitet.

1) ich gehe mit einer Leistung von 18 statt 6 Watt (wie es den meisten Sammlern nur möglich ist) auf die Marken

2) ich verwende eine gute Fotokamera von Canon (selbstverständlich gibt es unter den aktuellen Modellen noch bessere und somit sind heute sogar noch weitaus bessere Bilder möglich)

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 03.11.2018 21:13:15 Gelesen: 38833# 211 @  
Hallo Carsten,

acht meiner Marken "leuchten" unter UV, hier die Bilder und deren Ergebnisse. Die Marken sind von unten links nach oben rechts aufsteigend nach Farbwinkel sortiert.





Das UV-Foto nachstehend einmal aufgehellt und einmal abgedunkelt.



Wird denn jede Marke, die eine "leuchtende" UV-Reaktion zeigt, automatisch in die b-Farbe geprüft?

Es erweckt mir bei gestempelten Marken, welche auf höheren Farbwinkeln liegen und unter UV "leuchten", den Eindruck, dass es sich hier ebenso um verfärbte Marken handeln könnte.

Im HSV-Farbkreis folgt nach den Blaufarben die Farbe Violett und dann geht es über Magenta und Blaurot wieder zum Nullgrad, dies ist Rot, zurück. Somit fallen die vioeletter wirkenden Farbtöne, meine Marken Nr. 7 bis 10 und 24, auf niedriegere Farbwinkel als solche, die der a-Farbe zuzuordnen sind.

Selbstverständlich können auch in verschiedenen Auflagen Druckfarben vorkommen, die unter UV hell aufleuchten. Zum besseren Vergleich habe ich meinen "leuchtenden" Marken die Marke Nr. 2 im UV-Foto aufgelegt, welche zumindest in der linken oberen Ecke durch partielle Verfärbung selbiges "leuchten" aufzeigt, wie bei den anderen Marken.

Im Moment traue ich dem Braten nicht und durchaus habe ich mich auch schon gewundert, warum Deine Forschungsfarbreihen so kunterbunt aussehen und sich in verschiedenen gewisse Farbtöne wiederholen, teils auf, nach Deinen Angaben, verschiedenen Papiersorten. Durchaus kann es aber auch innerhalb einer Auflage zur Verwendung von verschiedenen Papiersorten bei weiterhin gleicher Druckfarbe kommen und ich glaube nicht, dass ein Spektrometer eine Verfärbung erkennen kann.

Farbreihen baut man mit postfrischen, nicht mit gestempelten Marken auf. Dies ist eine uralte Weisheit und sie stammt nicht von mir. Den Vorwurf, mit gestempelten Marken Farbreihen aufzubauen, durfte sich auch schon Herr Jäschke-Lantelme von anderen Philatelisten und nicht nur von mir anhören. Daher auch kein Wunder für mich, dass besagte DR 92 I b endlich dieses Jahr aus dem Michel gestrichen wurde. Wie ich schon Eingangs erwähnte, die UV-Reaktion des postfrischen senkrechten Paares wiederholt sich bei keiner meiner gestempelten Marken. Für SBZ MiNr. 223 a bis d scheint es aber genügend postfrisches Material zu geben, um Farbreihen aufbauen zu können. Ob man jede gestempelte Marke dann auch noch vernünftig zu einer gewissen Farbe ohne großen Aufwand (Farbwinkel messen, Papiersorte bestimmen, Plattierung usw. usf.) zuordnen kann, steht auf einem anderen Blatt.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 14:08:22 Gelesen: 38730# 212 @  
Hallo,

heute habe ich noch einmal einige Marken inkl. dem senkrechten Paar erneut überprüft und zwar mit neuen, auf anderen Wege erstellte Scans.

Hierzu habe ich die Farbmusterkarte von Jürgen Kraft verwendet. Diese gleicht Schwächen im Farbensehen des Scanners aus, um es einfach auszudrücken. Damit verbunden ist, dass die Scans mit der Einstellung "automatische kontinuierliche Beleuchtung" erstellt werden müssen. Dies macht die Scans zwar noch heller, aber die Farben sind somit besser auseinanderzuhalten. Die Marken habe ich dann noch mit dem grauen Feld der Zip-Balance-Karte von Prospec hinterlegt, um einen neutralen Hintergrund zu schaffen.

Die Marke mit der Nr. 102 ist die c-Farbe.



Links die neun gezogenen und zur Messung verwendeten Farbproben. Die c-Farbe zeigt eine völlig andere Pigmentierung und Sprenkelung der Druckfarbe, gegenüber den anderen Farben. Die Marken mit der Nr. 101 und 103 gehören zur b-Farbe. Die restlichen Marken fallen in die a-Farbe, auch wenn die Marke mit der Nr. 105 der c-Farbe sehr nahe kommt.



Gegenüber den vorigen Messungen, hat sich an den Farbwinkeln nicht wirklich etwas wesentliches verändert. Die Ergebnisse sind aber ein Stückchen exakter. So fallen die heute gezogenen zwei Farbproben von der oberen und der unteren Marke des senkr. Paares, auf exakt selbigen Farbwinkel von 312,71 Grad.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das mit dem Messen von Farben im HSV-Farbraum funktioniert prima. Je besser die Scans einheitlich kalibriert sind, umso exakter die Ergebnisse.

Beste Grüße
Markus
 
Bernd Steudner Am: 04.11.2018 15:44:40 Gelesen: 38703# 213 @  
@ Markus Pichl [#212]

Hallo Markus,

schön wie Du Dir Mühe gibst hier im Forum speziell um die Farben. Das ist voll des Lobes Wert, mir aber zu kompliziert. Außer UV - Licht habe ich selbst keine andere Methode zur Verfügung.

Stelle mal ein paar Bilder von mir ein, mehr habe ich nicht von der 40 Pfg.

Diese Karte hier eindeutig a und b, unter UV deutlich unterscheidbar.



Hier noch ein Foto von anderen Farben.



Und noch paar gestempelte, noch nicht geprüft, Michelwert eh zu gering.



Selbst hoffe ich doch sehr das es sich bei den 2 postfrischen um die "c" handelt.



Viele Grüße
Bernd
 
Bernd Steudner Am: 04.11.2018 16:24:40 Gelesen: 38681# 214 @  
Ergänzend noch ein paar Bilder von anderen Marken der Köpfe I Serie.

6 Pfg. Wert, unruhiges Farbbild. Fehler rechts vom Gesicht.


 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 16:41:23 Gelesen: 38674# 215 @  
@ Bernd Steudner [#213]

Hallo Bernd,

vielen Dank, für die Fotos. An Deinen postfrischen Marken beantworten sich die von mir aufgeworfenen Fragen.

Deine b-Marken habe ich nachstehend etwas anders gruppiert. Somit dürfte klar sein, dass die leuchtende UV-Reaktion in verschiedenen Auflagen vorkommt, was sich neben den verschiedenen Tageslicht-Farbnuancen auch in dem langen Verwendungszeitraum bzw. den stark unterschiedlichen Verwendungsdaten widerspiegelt.



Dein Eckrandviererblock der a-Farbe zeigt vermutlich selbige Farbnuance und Papiersorte, wie das linke obere Eckrandpaar von mir. Das sieht ganz schön gleich aus.

Deine beiden vermuteten c-Marken zeigen wieder diese wabenartige Sprenkelung der Druckfarbe und das Papier ist weißer, als bei dem Eckrandviererblock. Wenn ich alles richtig verstanden habe, was hier und da an Hinweisen zu finden ist, dann stehen die Chancen gut, dass sich Deine Vermutung bei Prüfung bestätigt.

Beste Grüße
Markus
 
Bernd Steudner Am: 04.11.2018 16:54:35 Gelesen: 38666# 216 @  
@ Markus Pichl [#215]

Danke Markus für die Einschätzung meiner Marken. Vielleicht kann der Carsten auch was zur c schreiben, aber er prüft ja zur Zeit nicht, schade.

Viele Grüße
Bernd
 
Ben 11 Am: 04.11.2018 17:23:29 Gelesen: 38655# 217 @  
@ Markus Pichl [#212]

erneut überprüft und zwar mit neuen, auf anderen Wege erstellte Scans.

... und was nicht passt, wird passend gemacht. ;-)

Sorry, Markus, Deine Bemühungen in allen Ehren. Dein Beispiel zeigt jedoch sehr deutlich, dass sich die Komplexität der Farbwahrnehmung eben nicht auf den Farbwinkel allein reduzieren lässt. Man kann die anderen Komponenten (hier die Helligkeit) bei der Beurteilung nicht einfach weglassen, sondern muss immer alle Informationen in ihrer Gesamtheit beurteilen. Die Farbbalken aus [#212] sind in großen Teilen auch ohne Abstandsberechnung so deutlich zu unterscheiden, dass sie als eigenständige Farbe wahrgenommen werden können. Die Schlussfolgerung von einem bestimmten Farbwinkel auf die Fluoreszenz ist also nicht möglich. Die Methode funktioniert nicht.

Vielleicht könnte man aber einen anderen Weg zur Gruppierung der Farbwerte gehen. Anbei mal ein Bild Deiner Farbwerte in einem RGB Diagramm (eine ähnliche Darstellung ist auch mit HSV Koordinaten möglich). Daneben die Abbildung auf die GB Ebene. Die UV-Werte sind blau dargestellt. An der blauen Linie könnte ich mir eine Teilung in zwei Gruppen vorstellen. Zur Beweisführung benötigt man jedoch einen deutlich größeren Datensatz, 30 Werte sind einfach zu wenig für eine fundierte Aussage.



Ich halte jedoch die Verbindung der (technischen) Farbwerte des HSV-Farbraumes zu der (physikalischen) Fluoreszenz der Farbe an sich für gewagt. Es ist vielleicht besser, die Unterscheidung nach Fluoreszenz ja / nein zu belassen.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 17:25:41 Gelesen: 38650# 218 @  
Hallo Bernd,

in Deinem zweiten Foto sind verschiedene Marken bzw. Farben vorhanden und die kann man innerhalb des Fotos vergleichen.

Die d-Farbe ist ja praktisch "rot" und somit landet sie auf einem viel höherem Farbwinkel bei der Messung im HSV-Farbraum.

Die "by" kann ja nur aus einer frühen Auflage stammen und ist roter, als die späten blau wirkenden Auflagen der b-Farbe. Dementsprechend muß sie, wie bei den Messungen von meinen Marken, im Farbwinkel oberhalb der c-Farbe liegen.

Die c-Farbe liegt in der Messung oberhalb der späten b-Auflagen.

Dies spiegelt sich alles in den soeben erfolgten Farbmessungen wider. Rechts die Messergebnisse Deiner Marken. Die Farbwinkel sind selbstverständlich nicht 1:1 mit denen vergleichbar, die bei meinen Scans herausspringen. Aber in Relation passt das.



Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 17:31:53 Gelesen: 38642# 219 @  
@ Ben 11 [#217]

Hallo Ben,

nirgends habe ich geschrieben, dass man von den Farbwinkeln auf die Fluoreszenz rückschließen kann.

Es stand nur offen im Raum, ob alle Fluoreszenzen echt sind. Durch die Fotos von Bernd ist doch aufgezeigt, dass die leuchtende Fluoreszenz in verschiedenen Auflagen vorkommt und somit, aufgrund der unterschiedlichen Farbtöne, auch auf verschiedenen Farbwinkeln vorkommt.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 04.11.2018 18:05:25 Gelesen: 38625# 220 @  
@ Markus Pichl [#219]

Markus,

dann habe ich Deinen Beitrag [#212] wohl falsch interpretiert?

Lange Rede, kurzer Sinn. Das mit dem Messen von Farben im HSV-Farbraum funktioniert prima. Je besser die Scans einheitlich kalibriert sind, umso exakter die Ergebnisse.

Meine Kritik gilt nicht Deiner Arbeit an sich. Das Ziel, die Marken nach Farbwerten gruppieren zu können, ist richtig. Die Methode jedoch, die Farbe ausschließlich nach den Farbwinkeln zu gruppieren führt unabhängig von der Fluoreszenz auf falsche Ergebnisse. Das hast Du selbst erkannt und danach sofort die Echtheit der Fluoreszenz in Frage gestellt. Neu gemessen und neu kalibriert - wissenschaftlich ist das nach meiner Meinung nicht.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 04.11.2018 18:16:53 Gelesen: 38622# 221 @  
@ Ben 11 [#220]

Hallo Ben,

die Infragestellung einer Fluoreszenz war und ist immer berechtigt. Siehe UV-Foto in meinem Beitrag [#211].

Aus dem zitierten Satz ist nicht herauszulesen, was Du falsch verstehst und falsch ableitest.

Die nachstehenden vier Marken werden als b-Farbe geprüft, weil sie unter UV leuchten. Die Zahlen geben den gemessenen Farbwinkel an. Ist das eine ordentliche Gruppierung von Farben?



Richtig wäre, die b-Farbe in b und ba aufzuteilen.

Wie Du siehst, gehe ich sehr wissenschaftlich vor.

Beste Grüße
Markus
 
Carsten Burkhardt Am: 04.11.2018 18:39:44 Gelesen: 38608# 222 @  
@ Markus Pichl [#221]

Hallo Markus,

die vier gezeigten Marken sind nicht alle b, nur die untere Reihe. Die oberen 2 sind a (FF4) auf einem frühen Papier. Auch die leuchten unter UV, aber anders als b.

Die Farbeinteilung bei 223 ist seit vielen Jahren völlig klar und unstrittig. Es gibt fast keine Farbübergänge, alle Kurven sind völlig parallel, 223 ist geradezu ein Bilderbuchbeispiel für gut trennbare Farben.

Die einzige kritische Grenze ist die zwischen FF2 (a) und FF1 (d) in den dunklen Bereichen von FF2. Die sind visuell schwer von hellen d zu trennen, aber auch da gibt keine Probleme.

VG
Carsten
 

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