Thema: Neuheiten aus Österreich
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Richard Am: 23.09.2007 14:04:00 Gelesen: 1323641# 1 @  
Liebe Sammlerfreunde,

Marken aus Österreich werden nicht nur im Heimatland gerne gesammelt. Meistens sind sie schön anzusehen, manchmal auch sehr umstritten. Ein Unterschied zu deutschen Marken liegt in den Motiven lebender Personen, wie Arnold Schwarzenegger, den 'Bullen von Tölz' Othmar Fischer oder demnächst Thomas Gottschalk.

Ich werde versuchen, Ihnen einige der Neuheiten und dazu gehörenden Ersttagsstempel hier im Forum vorzustellen. Da die 'Post Austria' die Markenmotive früher als die Texte zur Marke veröffentlicht, werden manchmal zunächst nur die Marken gezeigt und später durch Texte ergänzt.

Dieses Thema bitte nicht zur Diskussion oder zu eigenen Beiträgen verwenden, es soll ausschließlich redaktionell genutzt werden.

Wer aber ein ähnliches Thema zu Neuheiten eines anderen Landes oder zu bestimmten Motiven schreiben möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Einen herzlichen Gruss nach Österreich ! Wir hoffen, dass aufgrund unserer Werbung in der 'Briefmarke' viele Sammler zu uns finden werden.

Richard Ebert
 
Richard Am: 23.09.2007 16:25:47 Gelesen: 1323635# 2 @  
Wiener Staatsoper - Pique Dame

Mi. 2691 - Die Post präsentierte schon mehrmals die Wiener Staatsoper auf Markenausgaben, zuletzt zum 50. Jahrestag der Wiedereröffnung. Der Anlass für diese Marke, die als Serie fortgeführt wird, ist das gestiegene Interesse für Oper, im speziellen Fall für die Premieren der Wiener Staatsoper. Diese Spitzeninstitution der Musikkultur hat mit Fernsehübertragungen ihrer Premieren für Aufsehen gesorgt. Die Sternstunden der Oper mit erstklassigen Sängern hautnah zu Hause erleben zu können, hat sich als Erfolgskonzept erwiesen, das in den nächsten Jahren weiter gepflegt werden soll. Die Post wird sich mit Markenausgaben den Opernpremieren anschließen und hofft, Musikfreunde und Sammler in aller Welt zu begeistern. Eine neue Facette der Sammelleidenschaft tut sich damit auf.

Den Anfang macht die Oper „Pique Dame“ des russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Seiji Ozawa, der als Musikdirektor der Wiener Staatsoper 2004 zu Markenehren kam, steht am Dirigentenpult. Die Premiere im Haus am Ring findet am 28. Oktober 2007 statt.

Als Vorlage für Tschaikowskis Oper diente die gleichnamige Erzählung von Alexander Puschkin, dem Begründer der modernen russischen Literatur. Zentrales Thema der 1834 entstandenen Erzählung – sie wurde benannt nach einer Spielkarte des französischen Kartenblattes – ist die Spielleidenschaft. Ort der Handlung ist St. Petersburg. Adelige und Offiziere im Zarenreich zum Ende des 18. Jahrhunderts bilden den gesellschaftlichen Hintergrund. Um an das Geheimnis des Kartenglücks heranzukommen, nützt der Offizier Herrmann das Vertrauen seiner Geliebten Lisa aus und geht buchstäblich über Leichen. Er bedrängt Lisas Großmutter – früher in Spielerkreisen „Pique Dame“ genannt – mit der Pistole. Sie stirbt vor Schreck. Lisa erkennt, dass sie von Herrmann nur ausgenützt wird und stürzt sich aus Verzweiflung in die Newa. Herrmann verliert das alles entscheidende Kartenspiel gegen seinen Nebenbuhler, dem Fürsten Jeletzkij, und ersticht sich.

Die Premiere der Marken zu den Premieren der Wiener Staatsoper zeigt das Bühnenbild von Johannes Leiacker.



Erscheinungsdatum: 28.10 2007
Auflagenhöhe: 500.000
Druckart: Offset
Entwurf: Michael Rosenfeld
Druck: Österreichische Nationalbank
Art: Sonderpostmarkenserie


 
Richard Am: 30.09.2007 17:36:52 Gelesen: 1323602# 3 @  
Mi. 2688 - Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) erreicht eine Länge von 25 bis 75 Millimeter – er ist damit der größte in Europa vorkommende Käfer. Besonders auffällig ist das „Geweih“, das ihm auch seinen Namen eingebracht hat. Dabei handelt es sich um die massiv vergrößerten so genannten Mandibeln (Oberkiefer) – sie können fast die halbe Körperlänge ausmachen. Den Lebensraum der Hirschkäfer bilden alte Eichenwälder. Von Juni bis August kommt es zur Partnersuche und den bekannten Rivalenkämpfen zwischen den männlichen Tieren.



Erscheinungsdatum: 10.10 2007
Auflagenhöhe: 10.150.000
Druckart: Rastertiefdruck
Entwurf: Hannes Margreiter
Druck: Joh.Enschedé Stamps B.V.
Art: Selbstklebemarken


 
Richard Am: 08.10.2007 10:40:20 Gelesen: 1323573# 4 @  
Mi. 2690 - Christiane Hörbiger gehört zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen im deutschen Sprachraum. Als Tochter von Paula Wessely und Attila Hörbiger wurde ihr das große Talent sozusagen schon in die Wiege gelegt. Geboren am 13. Oktober 1938 in Wien, wurde Christiane Hörbiger wie ihre Schwestern Maresa Hörbiger und Elisabeth Orth in eine Klosterschule geschickt. Nach dem Willen der Eltern sollte „Nannerl“ eine Konditorlehre absolvieren, aber sie setzte sich mit ihrem Wunsch, Schauspielerin zu werden, durch.

Trotz ihrer Blitzkarriere beim Film – bereits mit 16 Jahren bekam sie ihre erste Filmrolle – lernte sie den Beruf von Grund auf. Sie nahm am Reinhard-Seminar Schauspielunterricht. Engagements beim Film unterbrachen immer wieder ihre Ausbildung. Bei Privatlehrern, vor allem bei Alma Seidler, vervollständigte sie ihre Schauspiel-, Tanz- und Gesangsausbildung.

Mit 19 Jahren stand Christiane Hörbiger erstmals auf der Bühne des Burgtheaters. In Wien wurde sie aber ständig mit den Schauspielgrößen ihrer Familie verglichen. Die junge Schauspielerin ging daher aus Wien weg und baute in Heidelberg, München und Zürich ihre eigene Karriere auf. 25 Jahre lang spielte Christiane Hörbiger an den renommiertesten Bühnen des deutschen Sprachraumes die größten Rollen der Theaterliteratur. Es gelang ihr, aus dem Schatten der Eltern zu treten und sich aus eigener Kraft einen Namen zu machen. Mit ihrer Komik, ihrem Charme und ihrem unvergleichlichen Stil ist sie die Inkarnation der „Grand Dame“. Die Präzision ihrer großen Schauspielkunst brachte ihr auch beim Film entsprechende Erfolge ein.

Ab den 80er Jahren wurde das Fernsehen auf sie aufmerksam. Durch ihre Hauptrollen in vielen Fernsehserien spielte sie sich in die Herzen eines Millionenpublikums.

Im Laufe ihrer Karriere wurde Christiane Hörbiger mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit der goldenen Kamera und mehrmals mit einem Romy als beliebteste Schauspielerin. Als eine von wenigen Frauen wurde ihr der Karl-Valentin-Orden verliehen. Die Republik Österreich ehrte ihre Arbeit mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse und mit der Ernennung zur Kammerschauspielerin.



Erscheinungsdatum: 13.10.2007
Auflagenhöhe: 500.000
Druckart: Offset
Entwurf: Renate Gruber
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke


 
Richard Am: 15.10.2007 08:56:58 Gelesen: 1323547# 5 @  
Stahlschnittmeister Michael Blümelhuber

Mi. 2689 - Kunstvolle Bearbeitung von Eisen gab es schon in der Antike, in erster Linie als Oberflächendekor auf Waffen und Rüstungen. Neben dem Gravieren gewann der Eisenschnitt immer mehr an Bedeutung. Es handelt sich dabei um eine spanabhebende Bearbeitung des Eisens mit gehärteten kleinen Werkzeugen wie Meißel, Grabstichel, Bohrer, Feile und Punze. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts spricht man auf Grund der Veredelung des Eisens vom Stahlschnitt.

In Steyr, seit dem Mittelalter Hauptsitz der Klingenschmiede, entwickelte sich die Kunst des Eisenschnittes. In der Rokokozeit geriet diese Kunst in Vergessenheit und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts durch die Künstler Gustav Ritzinger, Leo Zimpel und Michael Blümelhuber wiedererweckt. Im 20. Jahrhundert ragten besonders Hans Gerstmayr und Friedrich Mayr heraus. Letzterer ist auch als Entwerfer einer Anzahl von österreichischen Sonderbriefmarken hervorgetreten, so auch dieser Marke.

Michael Blümelhuber, geb. 1865 in Unterhimmel (Christkindl) bei Steyr, gest. 1936 in Steyr, wird als größter Meister des Eisen- bzw. des Stahlschnitts bezeichnet. Es war seine entscheidende handwerkliche und künstlerische Leistung, dass er erstmals in der jahrhundertealten Geschichte des Eisenschnittes seine Werke aus dem vollen Material schnitt. Staat, Land und die Stadt Steyr erbauten das Meisteratelier für Stahlschnitt, die Landeskunstschule, in die Blümelhuber 1910 einzog – heute eine Zweigstelle der HTL Steyr „Fachschule für Metalldesign“. Blümelhuber schuf Jagdmesser, Bestecke, Scheren, Brieföffner und Schmuckstücke. Seine Hauptwerke waren jedoch in erster Linie symbolische Plastiken. Einige seiner Werke sind seit dem 2. Weltkrieg verschollen.

Der 29 cm große Linzer Domschlüssel ist das bekannteste Werk des Meisters. Herausgearbeitet aus einem Stahlblock von über 2 Kg Gewicht, wiegt das fertige Stück nur einen Halben Kilogramm. Blümelhuber schuf den Schlüssel 1924 zur Einweihung des Maria-Empfängnis-Doms in Linz. Der Bart des Schlüssels ist der wichtigste Teil. Blümelhuber schnitt das Kreuz aus dem Bart. Neben dem Kreuz Wurzeln schlagend rankt sich am durchbrochenen Schlüsselschaft die Blume der Liebe – die Rose – empor, gemeinsam mit dem Spruchband “APERIT ET NEMO CLAUDIT; CLAUDIT ET NEMO APERIT“. D.h. Er öffnet und niemand schließt, er schließt und niemand öffnet. Im Schlüsselgriff blüht ein Lilienstrauß auf, Symbol der Reinheit und Unschuld. Darüber schwebt der Heilige Geist als Taube. In den beiden mittleren Vierpassrundungen kniet je ein Engel, er verehrt mit gefalteten Händen die Lilie – das Mysterium der Gottesmutter. Der Domschlüssel, der seit 1924 im Besitz des OÖ Landesmuseums ist, wurde 1985 an Bischof Aichern von Linz übergeben und ist jetzt in seiner vorgesehenen Heimstätte, dem Maria-Empfängnis-Dom zu Linz.



Erscheinungsdatum: 12.10.2007
Auflagenhöhe: 420.000
Druckart: Kombinationsdruck
Entwurf: Prof. Friedrich Mayr
Stich: Kirsten Lubach
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke


 

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