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Thema: (?) (281) Stempel mit ungewöhnlichen Buchstaben
Das Thema hat 289 Beiträge:
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JFK Am: 15.08.2011 21:22:45 Gelesen: 167359# 15 @  
@ Pommes [#13]

Hallo Thomas,

sorry - natürlich gibt es auch ein kleines "ÿ".

Lieben Gruß
Jürgen
 
Pommes Am: 15.08.2011 21:29:51 Gelesen: 167357# 16 @  
@ JFK [#14]

Olá Jürgen,

ich sehe wieder nur ein großes Y. Vielleicht hängt es mit meinen Sprach-, Schriftarten- oder Browsereinstellungen zusammen, aber langsam bekomme ich das Gefühl, dass bei den Sonderzeichen bei mir "der Wurm drin ist" - "Computer trifft reale Welt". Wir hatten das Problem in dieser Woche schon bei den Philastempel.de. Bei Jürgen (der andere, Du weißt schon) war die Darstellung in Ordnung bei mir wurde ein Teil nur als Rechteck oder sonstigem Kauderwelsch dargestellt. Nichts gegen Herrn Kauder (CDU) persönlich, aber seine Ansichten sind für mich auch Kauderwelsch, daher der Name (?) zu Recht! Ach ne - Politik - heute lieber nicht mehr.

Wie auch immer, der geneigte Leser weiß, was gemeint war; unabhänging davon, ob die Darstellung am eigenen Rechner gerade funktioniert oder nicht.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Pommes Am: 15.08.2011 21:32:16 Gelesen: 167355# 17 @  
@ JFK [#15]

Da warst Du schneller, jetzt kann auch ich ein kleines ÿ sehen, danke. Falls ich es mal brauche, werde ich mich hoffentlich an diesen Beitrag erinnern. ;-)

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
joey Am: 20.08.2011 19:54:26 Gelesen: 167294# 18 @  
Vielleicht greife ich den postings von volkimal etwas vor, aber ich bin gerade über dieses Bild in meinem Fundus gestolpert:



Ein Rahmenstempel der Landpost aus Bötzow-West (in der Nähe von Berlin) mit gleich zwei Ligaturen und wenn man den Ort nicht kennt, könnte man die Ligatur aus "tz" fast als "ß" lesen. ;)

Grüße aus Berlin,
joey

ps
der gezeigte Stempel stammt aus dem Jahr 1935
 
Postgeschichte Am: 22.08.2011 22:29:30 Gelesen: 167238# 19 @  
@ volkimal [#7]

Hallo Volkmar,

damit die Liste der Stempel mit "OE" zusammenhängend etwas länger wird, hier der Stempel von "SCHOETMAR" bei Herford als Ankunftstempel auf einem Ganzsachenumschlag aus Rinteln aus dem Jahr 1876.



Gruß
Manfred
 
Matthias Bock Am: 23.08.2011 18:21:45 Gelesen: 167203# 20 @  
So, hier der angekündige König mit "OE" als Ankunftsstempel auf einem Brief aus Darmstadt von 1859. Und weils so schön ist auch gleich die Vorderseite dazu. Der "SCHOETMAR" oben ist im übrigen ein nachverwendeter Thurn und Taxis-Stempel.




 
volkimal Am: 28.08.2011 15:27:53 Gelesen: 167099# 21 @  
@ Pommes [#13],
@ joey [#18],
@ Postgeschichte [#19],
@ Hangover [#20]

Hallo zusammen,

herzlichen Dank für eure Beiträge und zu den Stempelabbildungen. Meine Frau, Tochter, ihr Freund und ich waren für zwei Wochen auf Urlaub in Island - daher die späte Antwort. Die Natur in Island war phänomenal - wir waren alle absolut begeistert.

Bezüglich der Schrift ist Island übrigens auch interessant. Im Isländischen Alphabet gibt es außer dem schon gezeigten "Æ" und verschiedenen Buchstaben mit Akzent auch zwei besondere Zeichen: Das "þ" bzw. "Þ" kommt heute in keiner anderen Sprache mehr vor. Das "ð" bzw. "Ð" gibt es außer im Isländischen auch noch in den südslawischen Sprachen, im Vietnamesischen und in einigen afrikanischen Sprachen. Leider gibt es keinen Ort mit Postamt, in dem einer dieser Buchstaben vorkommt. Bei Delcampe fand ich aber einen Stempel aus Þingvellir, der früheren Thingstätte Islands. Am 17. Juni 1944 wurde in Þingvellir die Republik Island ausgerufen. Vorher gehörte Island zu Dänemark.



Soweit der Ausflug zur isländischen Schrift. In Zukunft werde ich mich wieder auf die deutschen Stempel beschränken.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 28.08.2011 15:35:08 Gelesen: 167096# 22 @  
@ JFK [#14]

Hallo Jürgen,

den Weg "start/programme/zubehör/systemprogramme/zeichentabelle" kannte ich bisher noch nicht, um Sonderbuchstaben einzufügen. Man lernt nie aus!

In Word gehe ich einfach auf "Einfügen/Symbol/weitere Symbole". Beim alten Word war es glaube ich "Einfügen/Sonderzeichen".

Das "ÿ" steht unter "Lateinisch-1 (erweitert)". Das "Ÿ" befindet sich weiter unten unter "Erweitertes Lateinisch-A".

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 28.08.2011 16:03:39 Gelesen: 167087# 23 @  
@ joey [#18]

Hallo joey,

ich finde gut, dass Du das Thema Ligaturen angesprochen hast. Von Vorgreifen kann nicht die Rede sein. Mit der Schrift habe ich mich schon lange beschäftigt, dennoch wird es bestimmt Dinge geben, die mir noch nicht aufgefallen sind.

Für die, die das Wort noch nicht kennen: Ligaturen sind zwei oder mehr Buchstaben, die zu einer Einheit zusammengezogen werden. Ligaturen findet man z.B. in der Fraktur, der gotischen Schrift oder auch beim Sütterlin.

Bei den Poststellenstempeln in Fraktur findet man häufig Ligaturen. Der Stempel aus Großraschütz über Großenhain weist gleich drei Ligaturen auf: Das "sz", das "ch" und das "tz". er ist mein bisheriger Rekordhalter.



Mit Sammlergruß
Volkmar
 
Postgeschichte Am: 28.08.2011 16:47:16 Gelesen: 167079# 24 @  
@ volkimal [#23]

Hallo Volkmar,

mit dem Kleinschriftstempel von Großenhain machst Du bestimmt auch Concordia_CA glücklich.

Gruß
Manfred
 
volkimal Am: 28.08.2011 16:49:36 Gelesen: 167077# 25 @  
@ Postgeschichte [#24]

Hallo Manfred, direkt nachdem ich den Stempel bei Philastempel eingestellt hatte, habe ich eine Mail an Jürgen geschickt. Aber danke für den Hinweis.

Volkmar
 
Jürgen Witkowski Am: 28.08.2011 16:54:01 Gelesen: 167074# 26 @  
@ Postgeschichte [#24]
@ volkimal [#25]

Habe ich doch schon längst gesehen. ;-)

Der Stempel hat ein neues Frühverwendungsdatum in meiner Registratur bekommen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
volkimal Am: 31.08.2011 18:48:09 Gelesen: 166956# 27 @  
Spiegelverkehrte Zahlen



Obwohl es keine Buchstaben sind, möchte ich hier auch die spiegelverkehrte Zahl "9" vorstellen. Ich kenne sie nur aus dem Elsass.

Die französische Postkarte an meinen Großvater ist noch mit dem alten deutschen Sternchenstempel aus Hunaweier (franz. Hunawihr) entwertet. Sie wurde am 25.3.1919 abgeschickt. Die Jahreszahlen in den deutschen Stempeln waren Steckziffern, die jedes Jahr von Berlin aus geliefert wurden. Da die neuen Ziffern nicht mehr rechtzeitig in Hunaweier ankamen, musste die "18" auch 1919 weiterverwendet werden. In einigen Orten half man sich, indem man die "8" unten ausfeilte. Dadurch sah sie fast wie eine "9" aus.

In Hunaweier hat man beim Ausfeilen den falschen Teil der "8" entfernt. Beim Ausfeilen sah es zwar wie eine "9" aus. Der Stempelabdruck zeigt allerdings eine spiegelverkehrte "9". Im Juni 1919 war in Hunawihr der neue französische Sechseckstempel im Einsatz.

Ob bei dem Stempel aus Niederhaslach auch versucht worden ist, aus der "8" eine "9" herzustellen kann ich nicht sagen. Die "8" ist insgesamt stärker verstümmelt. Neben meinem Stempel zeige ich auch ein Beispiel, das ich bei Delcampe fand.



Vielleicht kennt einer der Leser ja noch andere Beispiele mit spiegelverkehrten Zahlen.

Mit Sammlergruß
Volkmar
 
volkimal Am: 12.09.2011 18:57:08 Gelesen: 166664# 28 @  
Buchstaben mit Akzent

Hallo zusammen,
es wird Zeit, dass ich mich wieder einmal melde! In der deutschen Schrift gibt es keine Akzente auf den Buchstaben. Anders ist es im Französischen: Dort gibt es z.B. verschiedene E's mit Akzent: È, É, Ê und Ë

Deutschen Stempeln mit Akzent kenne ich vor allem bei den zweisprachigen Stempeln aus der Lausitz. Außerdem sind mir bisher zwei Orte aus Lothringen bekannt, die keinen deutschen Namen hatten. In diesen Fällen wurde der französische Name beim deutschen Stempel benutzt. Diese beiden Orte möchte ich hier vorstellen:


Im Namen "Plantières Queuleu" kommt das "è" mit dem Akzent "accent grave" vor.


Der Stempel "Novéant-Corny" enthält das "é" mit dem "accent aigu". Da ich den Stempel noch nicht selbst besitze, zeige ich hier einen Stempel, den ich bei Delcampe sah. Bei meinem Stempel "Corny (Novéant)" fehlt der Akzent dagegen. Die Schreibweise ist also nicht korrekt.

Wer kennt weitere deutsche Stempel mit Ortsnamen aus fremden Sprachen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Latzi Am: 13.09.2011 22:31:20 Gelesen: 166547# 29 @  
@ volkimal [#28]

Du kannst gerade in Lothringen leicht fündig werden. Dort wurden 1871 insbesondere rund um Metz aus militärischen Gründen viele Gebiete dem Deutschen Reich zugeschlagen, die eigentliche rein französischsprachig waren. Hier wurden auch die französischen Ortsnamen bis 1915 verwendet, bis man dann im Krieg zu einer "Zwangsgermanisierung" schritt. Ausgenommen hiervon waren nur Orte wie Gravelotte oder St.Privat, die Schlachtorte aus dem Krieg von 1870/71 bezeichneten und als Orte deutscher Siege "jedem Kind" bekannt waren. Auf die Schnelle als französischer Ortname Remilly.

Gruß Lars


 
volkimal Am: 14.09.2011 07:46:32 Gelesen: 166526# 30 @  
@ Latzi [#29]

Hallo Lars,

danke für die Information. Ich habe gerade in Wikipedia gefunden, dass "Corny (Novéant)" 1915–18 den verdeutschten Namen Corningen und 1940–44 Korningen trug.

Weißt Du, ob "Corny (Novéant)" bzw. "Novéant-Corny" ein gemeinsames Postamt der Orte "Novéant-sur-Moselle" und "Corny-sur-Moselle" war?

Gibt es zu "Plantières Queuleu" auch einen verdeutschten Namen oder gehörte der Ort 1915 schon zu Metz?

Viele Grüße
Volkmar
 
Latzi Am: 14.09.2011 09:07:18 Gelesen: 166517# 31 @  
@ volkimal [#30]

Sicher kann ich Dir keine der beiden Fragen beantworten. Aber Noveant und Corny liegen dicht beieinander und werden nur durch die Mosel getrennt. Zwischen beiden Orten ist zumindest heute eine Brücke und die Bahnstation Noveant in deren Nähe. Vermutlich war dort auch das Postamt.

Plantières Queuleu soll noch bis 1912 als Stempel vorkommen, andererseits gibt es seit 1908 oder 1909 das Postamt Metz 5 als Postamt für Queuleu.

Gruß
Lars
 
volkimal Am: 17.09.2011 13:50:22 Gelesen: 166407# 32 @  
@ Latzi [#31]

Hallo Lars,

ich suche Informationen zur Wiederaufnahme des Briefverkehrs vom Elsaß nach Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Wann war was genau zugelassen? Ich weiß, am Anfang war es Geschäftspost und Post von Behörden - aber wann genau?

Volkmar
 
volkimal Am: 17.09.2011 13:56:55 Gelesen: 166404# 33 @  
Wohin mit den Punkten - die Buchstaben Ä Ö Ü

Es ist gar nicht so einfach, die Punkte bei den Umlauten im Stempel unterzubringen. Beim Entwerfen von Stempeln sind dabei einige interessante Schöpfungen herausgekommen. Hierzu drei Sonder- bzw. Werbestempel mit einem Ö:



Bei normalen Tagesstempeln habe ich so ungewöhnliche Lösungen bisher noch nicht gesehen.

Mit Sammlergruß
Volkmar
 
Latzi Am: 17.09.2011 20:27:07 Gelesen: 166381# 34 @  
@ volkimal [#32]

Nach meinen Erkenntnissen gab es keine Einschränkungen für den Postverkehr. Es erfolgte eine einigermaßen geregelte Übergabe von der deutschen auf die französische Postverwaltung. Schließlich war - anders als die Nachkriegszeit nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland - in Elsass-Lothringen (fast) kein Kriegsgebiet gewesen, so das die Infrastruktur unbeschädigt war.

In der Anlage zeige ich Dir einen Privatbeleg in die Schweiz vom Dezember 1919 als Eilboten mit französischer Zensur. Ist Werbung für einen Beitrag in einem anderen Forum erlaubt? Hier findest Du jedenfalls eine Menge zu Elsass-Lothringen: http://www.philaforum.com/forum/thread.php?threadid=11797

Gruß Lars


 
volkimal Am: 01.10.2011 14:18:37 Gelesen: 165933# 35 @  
Hallo zusammen,

ich habe mal wieder einen Stempel mit einem spiegelverkehrten Buchstaben gefunden. Diesmal ist das "N" in Freudenstadt verkehrt herum.



Der Brief ist leider ohne Inhalt. Kann mir jemand sagen, wann der Stempel verwendet wurde?

Viele Grüße
Volkmar
 
Pommes Am: 01.10.2011 20:06:02 Gelesen: 165913# 36 @  
@ volkimal [#35]

Der Stempel wurde nach Feuser/Münzberg ab 1835 verwendet, dort unter Nr. 1013-3 beschrieben.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
volkimal Am: 16.06.2012 11:21:19 Gelesen: 159693# 37 @  
Hallo zusammen,

dieses Thema habe ich lange Zeit vernachlässigt, obwohl es noch viel zu zeigen gibt. Ich möchte heute zu dem wohl vielfältigsten Buchstaben im Poststempel kommen - zum Ü.

Da Interesse an dem Buchstaben "Ü" begann, als ich einen bayrischen Stempel fand, bei dem die Punkte des Ü's außen im Kreis lagen. Inzwischen habe ich verschiedene Orte dazu gefunden.



Besonders interessant finde ich den Punktkreisstempel aus Nürnberg. Damit man die Punkte überhaupt sieht, wurden rechts und links der Ü-Punkte kurze Striche in den Kreis eingefügt.



Damit war mein Interesse geweckt. Ich habe also auf das "Ü" im Stempel geachtet. Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Ü's es bei den Stempeln gibt. Das "U mit anhängendem E" habe ich beim ersten Beitrag zu diesem Thema schon vorgestellt. Weitere Ü's folgen demnächst.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende
Volkmar
 
EdgarR Am: 16.06.2012 14:24:37 Gelesen: 159678# 38 @  
Gibt es bisweilen auch auf Stempeln aus neuester Zeit. Z.B. hier:



Im Wort "Sonderpostwertzeichen" hat man ein langes Fraktur-s anstelle des Druckschrift-s hinein gemogelt, offensichtlich nur um den Schriftbogen links und rechts gleich zu bekommen.

Phile Grüße
EdgarR
 
volkimal Am: 17.06.2012 09:37:48 Gelesen: 159629# 39 @  
@ EdgarR [#38]

Hallo EdgarR,

dieses "lange S" war mir bisher noch nicht aufgefallen. Danke fürs zeigen. Da ich keine Ersttagsbriefe sammel weiß ich nicht, ob dieses lange "s" nur beim Oberammergauer Stempel vorkommt oder auch bei anderen. Kannst Du es sagen?



Eine kleine Information zum langen "s":

In der Frakturschrift oder der Sütterlinschrift gibt es ein langes und ein rundes "s". Das langes "s" wurde innerhalb einer Silbe benutzt. Das runde "s" kam am Wortende und am Silbenende zum Einsatz. Bei der 50 Pfg.-Marke ist das runde "s" im "sch" falsch, da es innerhalb der Silbe steht. Bei der nächsten Auflage der Marke wurde der Fehler dann korrigiert.

Bei dem von EdgarR gezeigten Stempel hat das lange "s" nichts zu suchen. Wenn es eine Besonderheit des Entwicklers von dieser Schrift wäre, dann hätte es auch im Wort "Erstausg." sein müssen.

Viele Grüße
 

Das Thema hat 289 Beiträge:
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