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Thema: (?) (281) Stempel mit ungewöhnlichen Buchstaben
Das Thema hat 289 Beiträge:
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volkimal Am: 25.01.2017 08:29:38 Gelesen: 90798# 190 @  
@ Eilean [#189]

Hallo Andreas,

sehr schön, dass Du wieder einmal ein "Ü" zeigst. Mit der Aussage "Zu den Stempeln gab es hier ja schon etliche Ös und Oes und OEs, aber noch wenige Üs" liegst Du aber nicht richtig.

Das Ü ist der interessanteste und umfangsreichste Buchstabe des Alphabets. Angefangen bei Beitrag [#37] bis zum Beitrag [#95] habe ich ca. 40 verschiedene Formen des Ü vorgestellt. Deine beiden Formen findest Du in den Beiträgen [#54] und [#61].

Dieses Thema habe ich lange vernachlässigt. Es gibt aber noch einiges in meiner Sammlung, das ich zeigen kann. Mal sehen, wann ich dazu komme.

Viele Grüße
Volkmar
 
Eilean Am: 25.01.2017 09:18:21 Gelesen: 90776# 191 @  
@ volkimal [#190]

Hallo Volkmar,

man sollte doch wirklich alle Seiten durchgehen - das Ü ist ja schon erschöpfend dargestellt, um es mit Valentin zu sagen, aber noch nicht von jedem!

Daher gerne auch mehr zeigen, meines sind ja Münchner Zufallsfunde bei mir.

Gruß
Andreas
 
volkimal Am: 01.04.2017 15:27:36 Gelesen: 87989# 192 @  
Hallo zusammen,



dass ein Buchstabe durch einen Strich oberhalb verdoppelt wird, sieht man gelegentlich bei alten Handschriften. Hier zwei sehr schöne Briefe an die Familie von Gemmingen:



Beim ersten Brief wurde der Name Gemmingen normal mit einem doppelten "mm" geschrieben. Beim zweiten Brief hat man statt dessen die Kurzform "m mit Strich" benutzt. Den ersten Brief habe ich schon einmal vorgestellt. Siehe:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=111061#M36

Der zweite Brief folgt in Kürze.

Bei Stempeln sieht man den Sonderbuchstaben nicht so oft. Das bekannteste Beispiel ist dieser Einschreibestempel:



Im Wort "Recommandiert" hat man das "m mit Strich" eingesetzt.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 14.04.2017 10:59:17 Gelesen: 86632# 193 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit dem Sonderbuchstaben:



Als Ortsstempel ist mir bisher nur ein Stempel aus Sommerfeld bekannt:



Laut Wikipedia gibt es 10 Orte bzw. Ortsteile mit dem Namen Sommerfeld. Bei diesem Brief lässt sich der Ort nicht zuordnen.



Anders ist es bei diesem Brief. Der Strich über dem M ist hier nicht so gut erkennbar. Dafür ist die Rückseite des Briefes mit einem gut erhaltenen Siegel mit der Abbildung eines Hirsches vorhanden:



Aufgrund des Siegels vom Fortsamt Dolzig lässt sich der Ort eindeutig zuordnen. Dolzig, heute Dłużek ist eine Ortschaft der Woiwodschaft Lebus und gehört zu Lubsko (ehemals Sommerfeld im Landkreis Crossen, Brandenburg) in Niederschlesien.

Kennt jemand von Euch weitere Ortsstempel mit diesem "M"?

Viele Grüße
Volkmar
 
filunski Am: 21.04.2017 11:33:13 Gelesen: 86125# 194 @  
@volkimal

Lieber Volkmar,

du hattest das "Ü" ja schon ausführlich von allen Seiten "beleuchtet". Nur als UB in einem Stempel hatten wir es, wenn ich nichts übersehen habe, noch nicht.

Hier also mal ein ü als UB, auch nicht häufig anzutreffen:



Viele Grüße,
Peter
 
Christoph 1 Am: 21.04.2017 14:01:24 Gelesen: 86105# 195 @  
@ filunski [#194]

Hallo Peter,

die Postfiliale in Wittenberge in der Bahnstraße (das ist dort die Haupteinkaufsstraße, wie ich von mehreren persönlichen Besuchen weiß) befand sich bis Ende 2015 im EDEKA-Markt Gülzow [1]. Da kann man auf den Gedanken kommen, dass sich die Inhaber des EDEKA-Ladens ihren eigenen "passenden" UB mit "gü" haben anfertigen lassen? Interessant wäre es ja in diesem Zusammenhang, wer eigentlich festlegt, welcher UB in einem Stempelgerät verwendet wird?

Seit Ende 2015 ist EDEKA-Gülzow geschlossen, es gibt aber in dem Gebäude, der sogenannten "Prignitz-Galerie" weiterhin eine Postfiliale (zumindest gab es diese für eine bestimmte Zeit, siehe Bild) [2], die vermutlich den bestehenden Stempel übernommen hat? Welche der noch heute bestehenden Postfilialen den Stempel heute nutzt, wäre auch interessant.

Viele Grüße, Christoph



[1] https://www.kaufda.de/Filialen/Zwischendeich/Postfiliale-Edeka-Aktiv-Markt-Guelzow-Bahnstr-Deutsche-Post/v-f343243168
[2] http://www.nnn.de/lokales/prignitz/edeka-verlaesst-die-prignitz-galerie-id10388626.html
 
filunski Am: 21.04.2017 23:15:41 Gelesen: 86055# 196 @  
@ csjc13187 [#195]

Hallo Christoph,

toller Beitrag! Das ist das faszinierende an diesem Forum, jemand stellt irgendwas vor und dann gibt's dazu, völlig unerwartet, Hintergründe die man überhaupt nicht vermutet hätte. Es kann ganz gut sein, dass in diesem Fall die UB "gü" (an und für sich schon ganz einmalig) für "Gülzow" gedacht waren. Damit gleich zu deiner Frage:

"Interessant wäre es ja in diesem Zusammenhang, wer eigentlich festlegt, welcher UB in einem Stempelgerät verwendet wird?"

Eine gute Frage, die sich so mancher stellt und die für heutige Tagesstempel gar nicht so einfach beantwortet werden kann. Es gab und gibt auch heute noch eindeutige Postverordnungen dazu und selbst die DPAG hat noch bis nach Einführung der 5-stelligen PLZn versucht entsprechende Bestimmungen zu beachten oder sogar selbst erlassen.

Heutzutage leider alles nur noch blasse Theorie und eine UB Kombination wie hier das "gü" wären eigentlich undenkbar. Manchmal habe ich durchaus den Eindruck, dass UB für die Tagesstempel der heutigen Postagenturen ausgewürfelt werden.

In der folgenden Pressemitteilung der DPAG aus dem Jahre 1999 zu dieser Thematik steht eigentlich alles Wichtige dazu drin:



Nur scheint inzwischen bei den zuständigen Stellen der DPAG, welche Stempelneuanfertigungen veranlassen, kaum mehr jemand davon zu wissen oder Notiz zu nehmen, bzw. wird das Ganze recht großzügig und für Nicht-Eingeweihte schwer nachvollziehbar, ausgelegt. Manchmal (überraschenderweise!) stoße ich noch auf die Einhaltung dieser UB Vergabeanordnung. Dies ist aber schon fast die Ausnahme. Oft sieht man UB Kombinationen, nicht nur "gü", die überhaupt nicht zu der Verordnung passen. Vielleicht gibt es ja auch hier inzwischen, wie bei der KFZ-Zulassung, "Wunschkombinationen". Aber so kann auch moderne Philatelie so manche Überraschung bieten, man muss nur aufmerksam die Details dazu im Auge behalten!

Wäre vielleicht sogar ein eigenes Thema wert?;-)

Beste Grüße,
Peter
 
Uwe Seif Am: 22.04.2017 08:22:31 Gelesen: 86018# 197 @  
@ filunski [#194]
@ csjc13187 [#195]

Hallo,

sehr interessant! Einen Umlaut als UB kannte ich bisher auch nicht. Zu Bundespost- (und DDR-Post-) Zeiten war dies nicht vorgesehen. In der Bundespost-Norm heißt es hierzu u.a.: "Als Unterscheidungsbuchstaben sind alle Kleinbuchstaben des ABC, ausgenommen die Umlaute ä,ö usw., zu verwenden."

Die Normvorschrift zum Thema "Unterscheidungsbuchstaben" ist übrigens im Gildebrief Nr. 250 (http://www.poststempelgilde.de) abgedruckt.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
volkimal Am: 22.04.2017 18:45:08 Gelesen: 85967# 198 @  
@ filunski [#194]
@ csjc13187 [#195]

Hallo zusammen,

das "Ü" ist wahrhaftig ein sehr ungewöhnlicher Unterscheidungsbuchstabe. Und dann noch mit so einer ungewöhnlichen Erklärung. Super!

Vielen Dank für eure Beiträge
Volkmar
 
volkimal Am: 25.05.2017 16:47:06 Gelesen: 84074# 199 @  
Hallo zusammen,

es gibt einige Orte, bei denen anstelle des Buchstaben "I" ein "J" verwendet wurde. Hier ein Stempel aus Ilmenau:



In diesem Fall wurde auch im Absender die Schreibweise Jlmenau benutzt. In der Datenbank sind drei weitere Stempel (von insgesamt 53) mit der Schreibweise JLMENAU: http://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/938

Weshalb man bei diesem und auch bei anderen Orten das "J" anstelle eine "I" verwendet hat ist mir nicht klar. Weiß es einer von Euch?

Viele Grüße
Volkmar
 
Uwe Seif Am: 25.05.2017 18:48:14 Gelesen: 84049# 200 @  
@ volkimal [#199]

Hallo volkimal,

vielleicht "Künstlerische Freiheit". Meines Wissen gibt es auch Schriftarten, bei welchen ein "J" statt ein "I" geschrieben wird - so wie auch "V" statt "U" vorkommt.

Wenn jemand ein neues Stempel-Sammelgebiet sucht, so wären diese ungewöhnlichen Schriftarten sicherlich ein interessantes Betätigungsfeld!

Viele Grüße
Uwe Seif
 
filunski Am: 25.05.2017 20:01:56 Gelesen: 84019# 201 @  
@ volkimal [#199]

Hallo Volkmar,

ich kenne diese Schreibweise auch von Jngolstadt (in manchen Schriften/Schildern etc. auch abseits von Stempeln bis heute):



In der Stempeldatenbank auch hier: http://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/939

Das ist eine von früher, 19. Jh. und davor, herübergebrachte Schreibweise, als man noch nicht zwischen "I" und "J" unterschied.

Mehr dazu findet sich hier (im Kapitel " Verwendung in der deutschen Sprache"): https://de.wikipedia.org/wiki/J

Viele Grüße,
Peter
 
Uwe Seif Am: 03.06.2017 18:22:04 Gelesen: 83333# 202 @  
@ filunski [#201]

Hallo zusammen,

Hans-J. Richter berichtet in "Die Normstempel von 1931 und ihre Abweichler", veröffentlicht im Rundbrief 82 der Arge Deutsche Notmaßnahmen [1] über Tagesstempel aus dem Bereich der OPD Hannover, deren Buchstaben holzschnittartig aussehen sowie über Stempel, deren Buchstaben sich zur Stempelmitte hin verjüngen.

Gruß
Uwe Seif

[1] http://www.deunot.de
 
volkimal Am: 29.06.2017 20:36:58 Gelesen: 81201# 203 @  
@ Uwe Seif [#202]

Hallo Uwe,

herzlichen Dank für den Hinweis. Normalerweise müsste ich das Heft durch die Poststempelgilde noch bekommen.

Von mir ein weiterer Stempel mit einem "J" anstelle eines "I":





Der Stempel hat normalerweise Ü-Punkte. Von diesen ist nur der rechte ansatzweise zu sehen.

Der Ankunftsstempel aus Visselhövede ist ein alter Hannover-Stempel mit dem typischen Punkt hinter dem Ortsnamen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 04.07.2017 18:37:57 Gelesen: 80769# 204 @  
Hallo zusammen,

vor kurzem habe ich noch einen Stempel mit einem "J" anstelle des "I" bekommen. Das Besondere - bei diesem Stempel habe ich es überhaupt nicht erkannt:



In Köln-Deutz war das Bahnpostamt Inland. Das "J" oberhalb des Steges steht für das "I" von "Inland"

Viele Grüße
Volkmar
 
GSFreak Am: 14.07.2017 00:28:35 Gelesen: 80123# 205 @  
@ Uwe Seif [#202]

Aufgrund dieses Beitrages von H.-J. Richter habe ich mich auch auf die Suche nach Normabweichlern in meinen Beständen begeben und bin fündig geworden:

Hier zeige ich einen Stempel von RUDOLSTADT 1 (UB b) vom 01.09.1959. Beim Ortsnamen wechselte der Graveur nach den ersten fünf Großbuchstaben die Buchstabenbreite und schnitt die restlichen Buchstaben in einer breiteren Schrift.



Ein weiterer Stempel mit unterschiedlichen Schriftbreiten gab es in GUSTAVSBURG (HESS).

Gruß Ulrich
 
Gerhard Am: 14.07.2017 10:28:11 Gelesen: 80056# 206 @  
@ GSFreak [#205]

Hallo Ulrich,

meines Erachtens handelt es sich hier um einen aptierten Stempel, was ich aus den zusätzlichen Strichen im Datumsbalken herleite. Vielleicht kann ja jemand den Originalstempel zeigen?

MphG
Gerhard
 
Uwe Seif Am: 14.07.2017 11:23:58 Gelesen: 80046# 207 @  
@ GSFreak [#205]
@ Gerhard [#206]

Hallo,

die zusätzlichen "Striche" unterhalb des Datums sind m.E. auf Verschmutzungen zurück zuführen.

Gruß
Uwe Seif
 
volkimal Am: 14.07.2017 14:52:46 Gelesen: 80008# 208 @  
@ Gerhard [#206]

Hallo Gerhard,

"Striche" oberhalb oder unterhalb des Datums sieht man immer wieder. Sie haben nichts mit einer Aptierung zu tun. Hier ein paar Beispiele:





Beim letzten Beispiel siehst Du auch, wie so etwas zustande kommen kann: Die Drehziffern des Datums sind nicht ganz mittig eingestellt, so dass die Ansätze des nächsten Datumssatzes zu sehen sind.

Entweder ist es wirklich eine Aptierung, dass wird man aber nie beweisen können. Ich weiß nicht, wie Stempel genau hergestellt werden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass mit fertigen Buchstaben gearbeitet wird, die in den Stempel eingearbeitet werden. Wenn dann eine Größe ausgegangen ist, hat der Hersteller vielleicht einfach mit einer anderen Größe weitergearbeitet. Was wirklich stimmt wird wohl niemals herauszubekommen sein.

Viele Grüße
Volkmar
 
Uwe Seif Am: 14.07.2017 16:34:51 Gelesen: 79979# 209 @  
@ volkimal [#208]

Hallo Volkmar,

ich weiß auch nicht genau wie Stempel hergestellt werden, da ich kein Metallfachmann bin. Ich stelle mir dies jedoch folgendermaßen vor: Es wird ein planebener Metallrohling mit entsprechendem Durchmesser genommen und entsprechend graviert, dabei bleiben dann die Buchstaben, Striche (und was man alles so sieht) erhaben stehen und für die Aufnahme der Typenräder wird ein Rechteckfeld ausgefräst. Diese Vorgänge werden wohl seit einigen Jahren mit CNC-Maschinen ausgeführt. Vorstellen kann ich mir, dass heute bereits die Lasertechnik zum Einsatz kommt.

Vielleicht wurde im vorletzten Jahrhundert mit einzelnen Buchstaben gearbeitet und so Einzeiler etc. zusammengestellt? Diese Arbeitsweise wäre aber für Kreisstempel m.E. viel zu aufwendig. Diese einzelnen Bestandteile müssen ja nach dem Zusammenfügen eine planebene Fläche ergeben, damit der Stempel komplett abgedruckt werden kann- sitzt ein Buchstabe einen halben Millimeter zu tief, so würde dieser beim Abdruck fehlen. Dies bedeutet für mich, dass die zusammen gesetzten Stempel noch zusätzlich abgeschliffen werden müssten. um eine Ebene zu erhalten.

Bei Umarbeitungen (Aptierungen) der Stempel muss dann natürlich mit einzelnen Bestandteilen gearbeitet werden. Eine andere Möglichkeit sehe ich für das nachträgliche Einfügen von irgendwelchen Bestandteilen (z.Bsp. alte PLZ "(14a)") nicht und diese mussten dann durch löten (?) dauerhaft befestigt werden (Sekundenkleber gab`s früher ja nicht, und ob dieser eine ausreichende Haltekraft hätte, weiß ich nicht). Diese nachträglich eingefügten Bestandteile müssen dann mit den ursprünglich vorhandenen Buchstaben eine Fläche bilden, damit alles im Abdruck gleichmäßig sichtbar ist. Das nachträgliche Einfügen von Bestandteilen wäre heute wohl aufgrund der anfallenden Lohnkosten nicht mehr vorstellbar.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
calliostoma Am: 14.07.2017 18:44:56 Gelesen: 79951# 210 @  
@ volkimal [#193]

Hallo,

es gab einen stumpfovalen Bahnpoststempel OBERHAMER - VALLERYST.-DREIBRUNEN - das M und N jeweils mit einem Strich.

Dieser Stempel beruht wohl auf einer Verordnung, dass Stempelinschriften nicht mehr als 28 Zeichen haben sollten und so passt es dann.



Gruß

Dirk
 
volkimal Am: 15.07.2017 08:11:29 Gelesen: 79832# 211 @  
@ calliostoma [#210]

Hallo Dirk,

ein super Beispiel für ungewöhnliche Buchstaben. Den Strich anstelle eines Doppelbuchstabens kenne ich bisher nur von zwei Stempeln. Dieses Exemplar mit dem sehr sauberen Stempel aus Sommerfeld bekam ich vor kurzem geschenkt. Es ist ein Post-Insinuation-Document vom 9. September 1865:



Der zweite mir bekannte Fall ist der "Recommandirt"-Stempel:



Deinen Bahnpoststempel mit gleich zwei Strichen habe ich noch nie gesehen. Das ist aber auch kein Wunder, denn es ist eine sehr kurze Bahnstrecke in Lothringen von ca. 10 km Länge. Ich habe einige Zeit gebraucht, um die Strecke zu finden. Hier der entscheidende Link: http://www.trains-en-voyage.com/dossiers/infrastructure/lignes/sarrebourg_abreschviller_vallerysthal.htm

Oberhammer = La Forge gibt es bei Google Maps nicht auf der Karte. Vallerysthal = Vallérysthal ist ein Ortsteil von Dreibrunnen = Troisfontaines. Hier die Bahnstrecke auf einer Karte im Andrees Handatlas (1910):



Mal sehen, ob ich den Stempel jemals auftreibe - ich kann es mir kaum vorstellen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Hatten Am: 15.07.2017 14:27:49 Gelesen: 79781# 212 @  
Hallo,

ich habe hier einen Tagesstempel von LEIPZIG N 18 / b vom 4.12.1957.



Der Buchstabe P von Leipzig ist mit Punkt! Ist das bekannt? Oder ist es lediglich eine Verschmutzung?

Und der Stempel ist aptiert: Reste vom Doppel-M sind noch erkennbar.

Ich bin gespannt auf Eure Antwort.

Viele Grüße
Horst
 
volkimal Am: 21.07.2017 12:21:22 Gelesen: 79301# 213 @  
@ Hatten [#212]

Hallo Horst,

den Punkt im P halte ich ganz klar für eine Verunreinigung.

Wie Du schon schreibst, wurde das Doppel-M aptiert. Zusätzlich hat man unten im Bogen das Wort "REICHSMESSESTADT" entfernt.

Ungewöhnliche P's kenne ich eigentlich nur aus Werbeklischees wie zum Beispiel das "P mit Herz" von Hipp:



Viele Grüße
Volkmar
 
Hatten Am: 21.07.2017 20:09:02 Gelesen: 79235# 214 @  
@ volkimal [#213]

Hallo Volkmar,

danke für Deine Information. Ich hatte auch mal daran gedacht, das während der Aptierung sich jemand einen Spaß erlaubt und diesen Punkt dort gesetzt hat. Aber dann wären bestimmt noch einige Stempel aufgetaucht.

Viele Grüße
Horst
 

Das Thema hat 289 Beiträge:
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