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Thema: (?) (173) Deutsches Reich: Portobestimmung von Belegen
Kirsten Mohi Am: 18.10.2012 11:12:46 Gelesen: 41365# 1 @  
Tariffrage

Hallo an alle,

ich würde gerne wissen, warum diese Postkarte mit 9 pf frankiert wurde. Alle Postkarten, die ich aus dieser Zeit habe, sind entweder mit 8 bzw. 6 pf frankiert worden.

Außerdem würde ich mich freuen, wenn jemand mir sagen könnte, was die Marken auf der Rückseite des zweiten Beleges zu bedeuten haben.

Vielen herzlichen Dank im voraus
KM


 
Nachtreter Am: 18.10.2012 12:26:31 Gelesen: 41345# 2 @  
@ Kirsten Mohi [#38]

Beim zweiten Brief handelt es sich lediglich um sog. "Bogenränder", die damals wohl als Verschluß genommen wurden. Heute würde man auf "Tesa" zurückgreifen. Es sind keine Marken wie Du schreibst.

Viele Grüße

Nachtreter
 
sachsen-teufel Am: 21.11.2012 15:05:19 Gelesen: 41151# 3 @  
Hallo in die Runde,

dieser Brief von Hamburg nach Guhrau (Bez. Breslau) vom 13.06.1929 scheint mir unterfrankiert zu sein, es sollte sich doch um einen Brief im Fernverkehr handeln, bei dem mindestens 15 Pf "fällig" waren ? Als Drucksache wiederum wäre der Brief wohl korrekt frankiert, allerdings fehlt mir hier der Hinweis/Vermerk auf eine Drucksache. Die Brief-Rückseite ist leer, enthält keine Angaben. Was meint ihr ?

Gruß
Michael


 
rostigeschiene Am: 21.11.2012 16:20:03 Gelesen: 41140# 4 @  
@ sachsen-teufel [#9]

Schau einmal ob der Brief verschlossen war. Es war nicht zwingend vorgeschrieben, das Wort Drucksache aufzubringen.

Werner
 
sachsen-teufel Am: 21.11.2012 16:42:56 Gelesen: 41134# 5 @  
@ rostigeschiene [#10]

Hallo Werner,

der Briefumschlag ist an keiner Seite aufgeschnitten, also komplett intakt, die Lasche hinten ist zwar zugeklebt, der Briefinhalt ist aber entnommen.

Drucksachen, ob so beschriftet oder nicht, mußten wohl zu Kontrollzwecken "offen" versendet werden ? Wenn dem so ist, würde es ja bei meinem Beleg dann doch auf eine Drucksache hinauslaufen.

Gruß
Michael
 
Germaniafan Am: 16.03.2013 15:34:02 Gelesen: 40763# 6 @  
Hallo ins Forum,

diesen Brief hatte ich schon vor Jahren in einem anderen Forum vorgestellt. Da ich gerade meine Infla Belege nach und nach in die Infla Seiten Datenbank einbringen möchte wäre es schön eine plausible Erklärung für das erhobene Nachporto zu bekommen.



Ich möchte hier mal einen Brief vom Finanzamt Lyck vom 22.10.1921 zeigen der mich doch sehr ins schwitzen bringt. Der Brief wurde portorichtig mit 60 Pfg. (Gebühr für einen Ortsbrief bis 250 g) frankiert. Der Adressat wurde in Lyck nicht angetroffen und der Brief wurde weiter gesendet nach Berlin/Steglitz. Ein Brief von 20-100 g kostete im Fernverkehr 80 Pfennig, von 100-250 g 120 Pfennig.

Nun besagt die Nachgebührenregelung in dieser Portoperiode "Für nicht oder unzureichend freigemachte gebührenpflichtige Dienstpostkarten und Dienstbriefe wird nur der einfache Fehlbetrag und ein Zuschlag von 30 Pfennig auf eine durch 10 teilbare Pfennigsumme aufgerundet erhoben." Auf die fehlenden 20 Pfennig kamen also nochmals 30 Pfennig Zuschlag was auch auf dem Brief (Blaustift "50" und Portostempel) vermerkt wurde.

Danach wurden aber die 50 Pfennig wieder gestrichen und 70 Pfennig mit einem anderen Portostempel vermerkt. Wie kommt dieser Betrag zustande bzw. warum wurden die 50 Pfennig Nachgebühr nicht anerkannt und wo wurden die verschiedenen Portostempel abgeschlagen ? Wog der Brief evtl. mehr als 100 g ? Dann würden aber doch auch keine 70 Pfennig zu Stande kommen.

Schöne Grüße
Guido
 
jürgenw Am: 02.07.2013 15:16:41 Gelesen: 40562# 7 @  
Paketporto 1887

Hallo Gemeinde,

für meine Sammlung „Post aus Dresden“ bereitet mir eine Paketkarte etwas Kopfzerbrechen. Das Porto von 120 Pfennigen ist nicht eindeutig. Das Paket ging am 27.8.1887 von Dresden nach Bruneck/Südtirol - damals noch Österreich.

50 Pfennig Paket bis 5 kg über 150 Meilen + 50 Pfennig für jede weitere angefangenen 5 kg. Die weiteren 20 Pf. wären für Späteinlieferung nötig. Der Stempel hat aber die Zeit 7 – 8 N. Nach der Postverordnung vom 8. März 1879 war die Öffnungszeit jedoch bis 8 Uhr. Wer kann helfen?



Gruß
jürgenw
 
christel Am: 02.07.2013 17:51:48 Gelesen: 40535# 8 @  
@ jürgenw [#38]

Bei "deinem" Paket handelt es sich um Sperrgut (gekennzeichnet durch das blaue "Sp").

Christel
 
jürgenw Am: 02.07.2013 17:55:47 Gelesen: 40529# 9 @  
@ christel [#46]

Daran habe ich auch schon gedacht, aber das Porto ist auch damit nicht erklärt.

Jürgen
 
christel Am: 02.07.2013 18:01:20 Gelesen: 40527# 10 @  
@ jürgenw [#9]

Entfernung von Dresden nach Bozen etwa 540 km.

Paket bis zu 5kg: 50Pfg + 1kg über 5kg bei einer Entfernung bis 100 geografische Meilen (750km) 30Pfg = 80Pfg + 50% Zuschlag für Sperrgut, also 40Pfg. = 1,20Mark !
 
christel Am: 02.07.2013 18:19:10 Gelesen: 40521# 11 @  
@ christel [#46]

Nur noch zur Ergänzung: "Sp"errgut

"Für die als Sperrgut zu behandelnden Pakete wird das Porto (nicht aber Portozuschlag und Versicherungsgebühr) um die Hälfte erhöht. Als Sperrgut gelten alle Pakete, die in irgendeiner Ausdehnung 1 1/2 m überschreiten oder die in einer Ausdehnung 1 m, in einer anderen 1/2 m überschreiten und dabei weniger als 10kg wiegen. Ferner diejenigen Pakete, die bei der Verladung einen unverhältnismäßig großen Raum oder eine besonders sorgsame Behandlung erfordern, z.B. Körbe mit Pflanzen, Käfige (leer oder mit lebenden Tieren), leere Zigarrenkisten in großen Bunden, Hutschachteln oder Kartons in Holzgestellen, Möbel, Korbgeflechte, Fahrräder u. dgl."

Und somit haben wir ja auch in deinem Fall eines der klassischen Sperrgüter, denn die Paketkarte zeigt es uns deutlich:

Anbei: 1 Velozipedtheil

Christel
 
doktorstamp Am: 02.07.2013 18:49:56 Gelesen: 40512# 12 @  
Um es bei Namen zu nennen; Fahrradteile.

Wohl ist Velocipidtheile eine Firmenbezeichnung.

mfG

Nigel
 
christel Am: 02.07.2013 18:54:29 Gelesen: 40507# 13 @  
@ doktorstamp [#12]

Nigel, keine Firmenbezeichnung, es ist die der damaligen Zeit entsprechende Bezeichnung des Inhaltes des Paketes.
 
jürgenw Am: 02.07.2013 19:39:33 Gelesen: 40494# 14 @  
@ christel [#13]

Danke für die schnelle Erklärung des Portos. Wo gibt es Literatur zu diesem Thema?
 
Marcello Am: 30.11.2013 21:29:47 Gelesen: 40029# 15 @  
Vielleicht kann mir jemand helfen ? Das Porto bereitet mir etwas Kopfzerbrechen. Es handelt sich um das etwas großformatige Kuvert, frankiert insgesamt zu 485 Rpfg. Der blaue Ab-Stempel und der Nummerator ist mir bekannt, es handelt sich um Vermerke der Zensurstelle Berlin.

Wäre nett, wenn jemand mir vielleicht mit dem Porto helfen könnte. Vielen lieben Dank im voraus.

mit philatelistischen Gruß
Marcel


 
stampmix Am: 22.02.2014 09:55:29 Gelesen: 39771# 16 @  
@ Marcello

Das Porto setzt sich zusammen aus

a. Auslandsbrief <20gr.... 25 Pf
b. Einschreibegebühr ..... 30 Pf
c. Luftpostzuschlag* .... 430 Pf

macht 485 Pf, also portogerecht, jedoch umsonst, frankiert.

Grüsse stampmix

*) Quelle: R.Schwarzer - Die Luftpostgebühren für Deutsche Briefsendungen nach dem Ausland (1926-1945)
.. Japan über Südamerika Tarif ab 8/1941: 215Pf je 5 Gramm
 
Marcello Am: 22.02.2014 18:43:30 Gelesen: 39719# 17 @  
@ stampmix [#16]

Hallo,

vielen lieben Dank für die Erklärung. Mir war der Vermerk über Südamerika etwas schleierhaft, wie eben das hohe Porto. Aber alles prima erklärt und ein weiteres Rätsel ist gelöst.

Schönes Wochenende wünscht
Marcel
 
Briefmarkentor Am: 29.05.2014 21:40:30 Gelesen: 39381# 18 @  
Hallo Sammlerfreunde,

bei unten abgebildeten Brief aus Schwerin nach Ludwigslust vom 29. März 1938 verstehe ich das Porto von 66 Rpf nicht. Könnt ihr mir weiterhelfen?

Viele Grüße

Marko


 
volkimal Am: 29.05.2014 21:54:25 Gelesen: 39371# 19 @  
@ Briefmarkentor [#18]

Hallo Marko,

ich vermute Folgendes:

Brief 20 - 250 g: 16 Pfennig
Zuschlag für Postaufträge: 50 Pfennig

Viele Grüße
Volkmar
 
Postgeschichte Am: 29.05.2014 22:02:34 Gelesen: 39365# 20 @  
@ Briefmarkentor [#18]

Hallo Marko,

die Frankatur setzt sich zusammen aus:

Briefgebühr (20 - 250 g) 24 Pf
Gebühr für förmliche Zustellung 30 Pf
Gebühr für die Rücksendung der Zustellungsurkunde 12 Pf

Mit freundlichem Gruß
Manfred
 
volkimal Am: 29.05.2014 22:13:38 Gelesen: 39359# 21 @  
@ Postgeschichte [#24]

Hallo Manfred,

gut, dass Du besser Bescheid weißt. Mich hatten die Worte "vereinfachte Zustellung" im Stempel unten links irritiert.

Viele Grüße
Volkmar
 
Briefmarkentor Am: 29.05.2014 22:16:07 Gelesen: 39355# 22 @  
@ Postgeschichte [#24]

Habt vielen Dank für die schnelle Beantwortung der Frage.

Viele Grüsse

Marko
 
dr.vision Am: 22.10.2014 16:47:32 Gelesen: 39095# 23 @  
Moin zusammen,

ich habe einen Infla-Beleg der 21 Portoperiode von (Wuppertal)-Barmen nach Langenfeld. Er ist mit 4 Millionen als Ortsbrief frankiert. Ob das wohl so seinen Richtigkeit hat?

Ich danke im Voraus für eine Antwort.
Ralf


 
wuerttemberger Am: 22.10.2014 18:59:35 Gelesen: 39074# 24 @  
@ dr.vision [#23]

Der Ort heißt Lange rfeld und da könnte der erweiterte Ortsverkehr schon gegolten haben.

Gruß

wuerttemberger
 
volkimal Am: 22.10.2014 20:45:26 Gelesen: 39049# 25 @  
@ dr.vision [#23]

Hallo Ralf,

leider passt der Beleg nicht in dieses Thema, da es ein Ortsbrief ist. Bei Wikipedia, Stichwort "Langerfeld" findest Du:

Am 5. August 1922 wurde Langerfeld in die Stadt Barmen, heute Wuppertal, eingemeindet.

Viele Grüße
Volkmar
 
dr.vision Am: 22.10.2014 20:54:41 Gelesen: 39045# 26 @  
@ wuerttemberger [#24]
@ volkimal [#25]

Moin, ich danke euch für die schnellen Antworten. Dass ich Langenfeld und Langerfeld verwechselt habe, liegt wohl an der neuen Brille.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[Beiträge [#23] bis [#26] redaktionell verschoben]
 
Marcello Am: 01.11.2014 16:19:14 Gelesen: 38909# 27 @  
Hallo miteinander,

ich habe mal wieder ein paar Portofragen. Es geht um die nachfolgenden 3 Luftpostbelege. Mir fehlt die richtige Literatur und nur ein Buch in München ausleihen, lohnt sich gerade nicht. Deswegen frage ich hier mal nach. Vielleicht kann mir jemand hier das erforderliche Porto für die 3 Luftpostbelege erklären bzw. wie sich das Porto zusammensetzt ? Ich habe jeweils Vorder- und Rückseite abgebildet.





Vielen Dank im voraus.

Grüße
Marcel
 
stampmix Am: 01.11.2014 17:21:21 Gelesen: 38893# 28 @  
@ Marcello [#27]

Hallo Marcello,

die beiden Briefe nach den USA 1939:

Auslandsbrief bis 20gr. : 25 Rpf.
Luftpostzuschlag in den USA je 5gr. : 10 Rpf.

Der Brief nach Brasilien 19.3.1940:

Auslandsbrief bis 20gr. : 25 Rpf.
Luftpostzuschlag nach Brasilien je 5gr. : 125 Rpf.

mit bestem Gruss
stampmix
 
Marcello Am: 01.11.2014 17:32:23 Gelesen: 38887# 29 @  
@ stampmix [#28]

Hallo Stampmix,

vielen lieben Dank. Ich stand mit den Luftpostgebühren etwas auf dem Kriegsfuß. Aber jetzt ist ja geklärt. Vielen Dank nochmals und schönen Feiertag.

Gruß
Marcel
 
Friedensfahrer Am: 15.12.2014 13:56:23 Gelesen: 38660# 30 @  
Hallo,

habe mal eine Frage zum folgendem Faltbrief von Grimmenthal nach Meiningen mit dem Abschlagsdatum vom 30.12.1878. Leider ist der Brief ohne Inhalt, rückseitig ist nur der Ankunftsstempel von Meiningen zu sehen.

Warum wurden hier 20 Pfge verklebt? Die Strecke zwischen den beiden Orten beträgt nur 10km. Hat es was mit der Belegart zu tun (Laufschreiben, Drucksache, Zeitungssache o.ä) oder ist es ein Brief der 2.Gewichtsstufe ? Hätte das nicht vermerkt werden müssen ?

Vielen Dank im voraus!



Gruß
FF
 
erron Am: 15.12.2014 15:57:35 Gelesen: 38637# 31 @  
@ Friedensfahrer [#30]

Der Beleg hatte wohl über 15 Gramm gewogen. 1. Gewichtsstufe bis 15 Gramm: Porto 10 Pfg. 2. Gewichtsstufe bis 250 Gramm: Porto 20 Pfg.

Auch wenn die beiden Orte nur 10 Km auseinander lagen, ist es ein Fernbrief.

Beleg von Gross-Gerau nach Darmstadt



Strecke zwischen beiden Orten: max 14 Km; Briefgewicht 17 Gramm, ergibt 20 Pfg Porto.

mfg

erron
 
remstal Am: 02.02.2015 09:45:49 Gelesen: 38606# 32 @  
Portosatz für eine Karte ins Ausland

Hallo liebe Forumsfreunde,

kann mir jemand der Spezialisten den deutschen Portosatz für eine Auslandskarte am 31.7.1923 sagen ? Ich habe leider keine Infoquelle. Vielen Dank.

remstal
 
wajdz Am: 02.02.2015 11:38:38 Gelesen: 38583# 33 @  
@ remstal [#95]

Porto für Postkarte ins Ausland ab 1.7.23 = 480 Rpf, gültig bis 31.7.23 (Tab. aus MiKatalog).

MfG Jürgen -wajdz-
 
remstal Am: 02.02.2015 12:00:21 Gelesen: 38571# 34 @  
Hallo Juergen,

herzlichen Dank.

Anton
 
wuerttemberger Am: 02.02.2015 12:23:35 Gelesen: 38561# 35 @  
@ wajdz [#93]

Es sind 480 Reichsmark!

Gruß

wuerttemberger
 
stampmix Am: 02.02.2015 14:35:52 Gelesen: 38530# 36 @  
@ remstal [#95]

Hallo zusammen,

ich habe mir zur ersten Übersicht der Infla-Portosätze eine einfache Tabelle erstellt, die ich hier als jpg-file zum downloaden anhänge:



bei Anwendung beachten:
Pk = Postkarte
Bf = Brief der 1. Gewichtsstufe
Ds = Drucksache der 1. Gewichtsstufe
Rec = Einschreiben
Eil-O = Eilbrief Ortsbezirk
Eil-L = Eilbrief Landbezirk
Ausland: teilweise geringfügig andere Zeiten der Portostufen
T = Tausend Mark
M = Millionen Mark
B = Milliarden Mark (engl.: Billions)

besten Gruss
stampmix
 
remstal Am: 02.02.2015 16:17:29 Gelesen: 38486# 37 @  
EUCH ALLEN VIELEN DANK.

remstal
 
wajdz Am: 02.02.2015 18:36:07 Gelesen: 38444# 38 @  
@ wuerttemberger [#97]

In der Katalog Deutschland-Spezial 2001 Bd1 heißt es im Text zur Tabelle:

Die Zahlen geben den Portosatz in Pfennig bzw. Papiermark und ab 1925 in Renten- bzw. Reichspfennig an.

So bin ich davon ausgegangen, daß es sich um 480 Pfennig handelte. Beim Blick auf die Marken aus diesem Zeitraum hätte ich allerdings sehen können, daß die Nominale 1923 schon auf M, also Mark lautete.

Danke für den Hinweis, wieder was gelernt. Dabei drängt sich der Gedanke auf, dass die deutschen Postwertzeichen auch bald nur noch ohne Pfennig-, sprich Centnominale auskommen werden. ;-)

@ stampmix [#36]

Danke für die Tabelle, eine sehr praktische Hilfe bei zur Portobetimmung bei Belegen aus der Inflazeit.

MfG Jürgen -wajdz-
 
krasdk Am: 20.03.2015 11:12:58 Gelesen: 38438# 39 @  
Reich - Karte vom 1898. Portogerecht ?

Habe gerade diese Karte erworben. Philatelistisch nur mit handgeschriebene Datum auf die Rückseite. Was bedeutet das grosse V? Und das handgeschriebene oben rechts, bitte?

Freundlichst Kay aus Dänemark.


 
mumpipuck Am: 20.03.2015 14:17:11 Gelesen: 38392# 40 @  
Hallo Kay,

über das "V." weiß ich nichts, aber der Vermerk oben dürfte etwas schwungvoll heißen: "n. abg. zurück" für nicht abgeholt -> zurück an Absender. Vermutlich wollte der Absender die Karte ohnehin wieder haben und hat an einen fiktiven Empfänger geschrieben.

Interessant finde ich den Kreisgitterstempel des Postamts Berlin C. 2 mit den ungewöhnlichen Unterscheidungsbuchstaben "Dg". Solch großen UB kenne ich eigentlich nicht. Das wäre mal interessant zu herauszufinden. Vielleicht fragst Du hier mal unter dem Thema "Die Poststempel Berlins" danach.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
Lars Boettger Am: 20.03.2015 15:02:00 Gelesen: 38375# 41 @  
@ krasdk [#39]

Hallo Kay,

V = "Verzögert", ein Stempel der Berliner Rückbriefstelle.

Die Karte ist vollkommen überfrankiert. Normalerweise hätten 25 Pfg. (5 Pfg. für die Postkarte und 20 Pfg. Einschreibegebühr) für die Karte ausgereicht.

Beste Grüsse!

Lars
 
DerLu Am: 20.03.2015 16:21:10 Gelesen: 38346# 42 @  
@ mumpipuck [#40]

Die Karte ging an einen Gast im Hotel Savoy. Die Zahlen in Bleistift sind wahrscheinlich die Zimmernummer(n) ? Ich würde das Handschriftliche als "abg. zurück" für "abgereist zurück" interpretieren. Dem "hoffnungslos überfrankiert" schließe ich mich an.

Beste Grüße

Der Lu
 
krasdk Am: 20.03.2015 16:32:53 Gelesen: 38339# 43 @  
Danke für die Antworten. Zurück an Absender? Es gibt keinen Absender auf der Karte. Vielleicht hat der Absender am Schalter gewartet, bis die Postbeamten die Karte korrekt abgefertigt haben? Das im Blauschrift unten geschriebene 2 ? bedeutet?

danke, Kay
 
krasdk Am: 20.03.2015 16:34:38 Gelesen: 38338# 44 @  
Danke DerLu - hast vermutlich ganz recht. Danke.
 
krasdk Am: 20.03.2015 16:35:59 Gelesen: 38334# 45 @  
Wundert mich, warum die Karte so hoch überfrankiert wurde. Das waren doch ganz gewöhnliche Dauermarken - oder?
 
Hermes65 Am: 20.03.2015 16:41:15 Gelesen: 38331# 46 @  
In einer Zeit, wo es (noch) keine Sondermarken gab, ist letztlich jede Briefmarke eine BRIEFMARKE!
 
Marcello Am: 18.04.2015 15:40:34 Gelesen: 38138# 47 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier ein kleines Problem, bei der Bestimmung des Portos. Ich habe leider kein Handbuch für die Luftpostgebühren und extra das Buch in München auszuleihen, lohnt sich im Moment nicht. Deswegen meine Frage.

Ich habe hier einen Beleg frankiert mit einer 50 Pfg Marke. Der Beleg ging von Berlin nach Chicago, Illinois/USA. Meine Frage, welche Portoperiode, welches Porto in die USA und das fehlende Porto ergibt das US Nachporto.



Vielen Dank für eure Hilfe.

Gruß
Marcel
 
Baber Am: 18.04.2015 16:45:25 Gelesen: 38127# 48 @  
@ Marcello [#47]

Hallo Marcello,

wenn ich das Michel Postgeührenhandbuch richtig gelesen habe, hätte der Brief 25 Pfg + 50 Pfg Luftpostzuschlag (je 20g) gekostet.

Es fehlten also 25 Pfg. 1$ war damals = 4,20 Mark. Die fehlenden 25 Pfg entsprachen dann aufgerundet 6 Cent. Wie die 10 Cent zustande kommen, weiß ich nicht.

Gruß
Baber
 
Marcello Am: 18.04.2015 16:48:56 Gelesen: 38124# 49 @  
@ Baber [#48]

Hallo Baber,

vielen lieben Dank für die schnelle Beantwortung. Vielleicht hat der US Beamte die 6 Cent auf die 10 Cent aufgerundet. Aber das ist Spekulation. Zumindest weiß ich jetzt das fehlende Porto.

Gruß
Marcel
 
Basalt44 Am: 18.04.2015 17:23:28 Gelesen: 38110# 50 @  
@ Marcello [#47]

Hallo Marcello,

hier dir Erklärung für die 10-Cent-Nachgebühr bei Deinem Brief. Bei der UPU-Konferenz 1924 in Stockholm wurde festgelegt, dass die Mindestgebühr für das Nachporto (Nachgebühr) 10 centimes (internationale Verrechnungseinheit) beträgt. Siehe auch unter dem Thema "Nachgebühr verschiedener Staaten" vom 30.11.2012, # 187.

Viele Grüsse
Werner
 
Marcello Am: 18.04.2015 17:54:10 Gelesen: 38098# 51 @  
@ Basalt44 [#50]

Hallo Werner,

vielen Dank für die Klärung der 10 Cent Nachgebühr und den Verweis auf den anderen Thread. Somit ist das auch geklärt.

Grüße
Marcel
 
cilderich Am: 16.10.2015 14:41:28 Gelesen: 36957# 52 @  
Luftpost Deutsches Reich nach 1932

Hallo,

kann mir jemand sagen, was ein Luftpostbrief nach Palästina aus Deutschland am 4.7.1938 kostete?

lg cilderich
 
stampmix Am: 16.10.2015 15:21:08 Gelesen: 36945# 53 @  
@ cilderich [#52]

Hallo cilderich,

das Porto für einen Luftpostbrief nach Palästina berechnete sich am 4.7.1938 mit 25 Rpf für einen einfachen Auslandsbrief < 20gr. zuzüglich der Luftpostgebühr von 10Rpf./5gr.

Die Luftpost nach Palästina wurde durch die niederländische KLM oder englische Imperial Airways befördert.

mit bestem Gruß
stampmix
 
cilderich Am: 16.10.2015 16:26:00 Gelesen: 36928# 54 @  
Perfekt, herzlichen Dank.
 
Marcello Am: 13.03.2016 14:28:55 Gelesen: 35452# 55 @  
Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu unten gezeigten Beleg. Ich habe meine gesamte Portoliteratur gewälzt, komme aber auf keinen grünen Zweig. Vielleicht weiß jemand von euch die Lösung?



Es handelt sich um eine Postkarte mit Eilbote. Das Porto betrug in der Portoperiode 01.04.1900-30.06.1906 für eine Postkarte 5 Pfg und für die Eilzustellung 25 Pfg. Wären zusammen 30 Pfg. Jedoch ist die Karte nur mit 25 Pfg austaxiert. Es würden also 5 Pfg fehlen. Übersehe ich was oder liegt die Lösung woanders ?

Auf Antworten freut sich

Marcel
 
roman Am: 20.04.2016 20:58:48 Gelesen: 34870# 56 @  
Habe hier einige Infla Belege gefunden, Krabbelkiste 1 Euro das Stück, und bin am "Lesen" lernen.

Also ich meine dieser ist portogerecht mit 4 Millionen, oder? Wertermittlung wäre auch interessant.

Hamburg nach Bremen am abgestempelt am 6.10.23 V 10-11 und angekommen am selben Tag "N 4-5", super schnell. Frankiert mit der Michel 305 x 5. Einschreibegebühr 2 Millionen, und Porto Fernverkehr 2 Millionen.

Ist das so richtig?


 
roman Am: 20.04.2016 21:07:50 Gelesen: 34863# 57 @  
Der ist schwer für mich.

Von Kiel nach Kiel Gaarden, am (29.11.23 12-1N) und angekommen am (29.11.23 11-12V).

Für Ortsbrief sollte sein nach Porto Tabelle 40 Milliarden bei 20 g oder 48 Milliarden bei bis 100g. Einschreibe geb. 80 Milliarden.


 
muemmel Am: 20.04.2016 21:10:52 Gelesen: 34862# 58 @  
@ roman [#56]

Moin Roman,

in der Tat ein nettes Teil. Eine MeF der 305 findet man sicher nicht alle Tage.

Je 2 Millionen für Porto und R-Gebühr ist auch ok. Also alles tarifrichtig.

Bitte weiteres Belege unter "Deutsches Reich Inflationsbelege" zeigen. Hierzu ein neues Thema eröffnen, ist nicht sonderlich sinnvoll.

Gruß
Mümmel
 
roman Am: 20.04.2016 21:13:08 Gelesen: 34859# 59 @  
Bei der Bewertung gibt es noch Sonderaufschläge? Oder nur Markenwert auf Brief?

Also frankiert mit 41 Milliarden und 25 Tausend und 50 Mark - kann das stimmen?
 
muemmel Am: 20.04.2016 21:41:14 Gelesen: 34843# 60 @  
@ roman [#57]

Nochmal moin,

offen gestanden würde ich einen solchen Brief nicht in meine Sammlung aufnehmen. Er stammt aus der Zeit der Vierfachaufwertung und da betrug das Porto für einen Ortsbrief 40 Milliarden und die R-Gebühr 80 Milliarden. Also wären eine Marke zu 10 und eine zu 20 Milliarden vollkommen ausreichend gewesen. Ergo total überfrankiert. Die "kleinen" Werte mit Millionen und kleiner hatte der Absender anscheinend nur aus Jux und Dollerei verklebt, da das Geld ja eh nichts mehr wert war und 2 Tage später die Rentenpfennigmarken eingeführt wurden.

Grüßle
Mümmel
 
roman Am: 20.04.2016 21:45:51 Gelesen: 34838# 61 @  
Obwohl die 50 m drauf ist die 245 ? Also lieber ablösen? ;-) ?

Sah auch nach "Mache" aus, aber alle für 1 Euro aus der Flohmarktkiste.
 
muemmel Am: 20.04.2016 21:54:01 Gelesen: 34835# 62 @  
@ roman [#61]

Die MiNr. 245 war zu der Zeit überhaupt nicht mehr frankaturgültig.
 
roman Am: 20.04.2016 21:57:13 Gelesen: 34831# 63 @  
Also Fake, sieht aber trotzdem schön aus, hast du eine Luftpostportotabelle für meinen anderen Beleg, sieht natürlich auch irgenwie nach "Laune" aus.
 
Max78 Am: 29.06.2016 22:23:00 Gelesen: 33749# 64 @  
Hallo zusammen,

zu diesem erst einmal ganz gewöhnlich erscheinenden Brief habe ich eine Frage, die mir eventuell jemand von Euch beantworten könnte.

Mit 20 Pf. wurde dieser Brief von Berlin nach Italien gesendet, soweit das ganz gewöhnliche Porto für Auslandsbriefe bis 15 Gramm. Allerdings habe ich dann gesehen, dass es sich um eine Sendung "Königliche Angelegenheit" handelt, die, soweit ich weiß, im Inland portofrei war, jedoch im Ausland nicht. Nun trägt das Kuvert rückseitig noch einen Briefträgerstempel und ich frage mich, ob dieser Brief per "Express" versendet wurde, die 20 Pfennige also eventuell dafür verklebt wurden ?

Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen:



mit Grüßen Max
 
DerLu Am: 30.06.2016 19:59:43 Gelesen: 33678# 65 @  
@ Max78 [#64]

Hallo Max,

nach meinem Verständnis des Portofeiheitsgesetzes von 1869 erstreckte sich die Porto- und Gebührenfreiheiten nur auf Sendungen innerhalb des Deutschen Reiches (1869 noch der Deutsche Bund). Sendungen ins Ausland waren normal zu frankieren. Mit den 20 Pf. für die Eilbestellgebühr liegst du m.W. falsch, da die Eilbestellgebühr für Auslandssendungen, wie im Inland, 25 Pf. betrug.

Gruß DerLu
 
Max78 Am: 01.07.2016 00:16:42 Gelesen: 33644# 66 @  
Danke Dir für die Informationen. Ich wurde nur ein wenig durch die rückseitigen Stempel in die Irre geführt.

Mit Grüßen Max
 
Max78 Am: 02.07.2016 01:27:05 Gelesen: 33578# 67 @  
Hallo zusammen,

bei dem folgenden Beleg habe ich schon wieder das Problem, dass ich das Porto nicht genau verstehe. Da ich eine Mi. 39 PFENNIG als EF auf Brief ohne Vermerk Drucksache noch nie gesehen habe, kann mir jemand hoffentlich erklären, ob es noch andere Sendungen im Jahre 1886 gab, die für 3 Pfennige transportiert wurden.

Es handelt sich hier um einen sehr kleinen Umschlag, der von Wilhelmshaven nach Hannover an einen Postsekretär gesendet wurde. Fehlt auf dem Umschlag einfach nur der Vermerk Drucksache oder galt für Sendungen "von Post zu Post" eine Portoermäßigung, oder ist das Briefchen unterfrankiert???

Rückseitig sind keine Infos vorhanden, hier die Vorderseite:



mit Dank im Voraus für eine hilfreiche Antwort,

mit Grüßen Max
 
inflamicha Am: 02.07.2016 08:13:21 Gelesen: 33554# 68 @  
@ Max78 [#67]

Hallo Max,

es kann sich nur um eine Drucksache handeln. Eine entsprechende Aufschrift war nicht vorgeschrieben. Zwingend war aber, dass der Umschlag nicht zugeklebt wurde. So konnte die Post kontrollieren, ob der Inhalt wirklich nur aus "gedruckten Sachen" bestand. Schau mal nach, die Briefklappe sollte offen sein.

Gruß Michael
 
Max78 Am: 02.07.2016 10:37:14 Gelesen: 33531# 69 @  
Vielen Dank, Michael, für Deine Antwort!

Du hast recht, das Briefchen ist hinten nur eingesteckt und nicht verklebt. Ich werde mir das gleich mal rausschreiben und für die Zukunft abspeichern. Dem Datum zufolge wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gedruckter Neujahrsgruß gewesen sein.

Bevor ich diese Frage ins Forum gestellt habe, suchte ich vergebens im Internet nach einem Regelwerk oder "Postgesetz" aus dieser Zeit, bin aber leider nicht fündig geworden.

vielen Dank nochmals, mit Grüßen Max
 
DerLu Am: 04.07.2016 18:33:19 Gelesen: 33445# 70 @  
@ Max78 [#69]

Hallo Max,

die Postordnung vom 8.3.1879 (die müsste m.W. am nächsten an deine Drucksache heranreichen) findest du z.B. hier [1].

Schwierig wird es aber natürlich, die kleineren Änderungen bis zum Erlaß der nächsten Postordnung nachzuverfolgen. Da musst du dich durch die einzelnen Jahrgänge wühlen.

Ansonsten hat Werner Steven in der "Schriftenreihe des Verbandes der Philatelisten in Nordrhein-Westfalen e.V." einige Bände mit Abschriften (teilweise leider fehlerhaft) von Postordnungen etc. herausgegeben.

Gruß DerLu

[1] http://starweb.hessen.de/cache/hessen/regierungsblatt/hessisches_regierungsblatt_1879.pdf (ab Seite 82).
 
Max78 Am: 13.07.2016 11:20:11 Gelesen: 33256# 71 @  
Hallo DerLU,

hab Deine sehr hilfreiche Info jetzt erst gelesen und wollte mich dafür noch herzlich bei Dir bedanken! Da ich mich ja mit alten Schriften beschäftige, werde ich mal schauen, ob ich noch an Unterlagen rankomme.

mit Grüßen Max
 
HWS-NRW Am: 15.07.2016 13:14:29 Gelesen: 33388# 72 @  
Hallo und einen guten Abend,

ich sitze immer noch an meinem Sachbuch über Gebühren, die auf Formularen ausgewiesen wurden.

Zur Thematik "Zeitungsbestellung" habe ich eine Frage.



(MiNr 82) 40 Pf. Luitpold rs. auf "Zeitungsbestellung" mit Steg-K1 SCHALDING / 23.5.17 als Gebühr für die Lieferung der Donauzeitung für einen Monat an einen Soldaten im Feld



Hier noch die Vorder- und Rückseite einer weiteren "Zeitungsbestellung" von einem Soldaten, auch hier wurde die Gebühr (für drei Monate/Lieferungen) mit je 40 Pfennig ausgewiesen.

Kann mir jemand weiterhelfen bzw. bestätigen, ob die Soldaten im Feld eine ermäßigte Gebühr zahlen mußten gegenüber der normalen Gebühr von 50 Pfennig in der Portoperiode 2

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe
Werner
 
DerLu Am: 18.07.2016 07:17:08 Gelesen: 33112# 73 @  
@ HWS-NRW [#72]

Hallo Werner,

lt. dem Handbuch der ArGe-Deutsche Feldpost 1914-18 wurden die Zeitungen nach der inländischen Zeitungsliste berechnet: "Wie im Inlandsverkehr würde dafür das Zeitungsgeld nach der Zeitungspreisliste, zusätzlich dazu aber noch eine Verpackungsgebühr erhoben." Die Verpackungskosten betrugen bei einmaligem wöchentlichen Bezug 30 Pf., bei zwei - dreimaligem 60 Pfg., und bei öfterem Bezug 120 Pf. (gültig bis 1.4.1918, danach wurden die Gebühren auf 60Pf, 90 Pf bzw. 150 Pf erhöht).

Aber schon ab dem 5.9.1914 konnte von Personen in der Heimat zu den üblichen Preisen Zeitungen für Soldaten an der Front bestellt werden. Dies scheint bei den von dir gezeigten Belegen der Fall gewesen zu sein. Was aber das Porto auch nicht erklärt.

Gruß DerLu
 
HWS-NRW Am: 18.07.2016 12:04:17 Gelesen: 33086# 74 @  
@ DerLu [#73]

Danke für Deine ausführliche Erklärungen, werde es mal in den Arge-Rundbrief bringen, eventuell gibt es da mehr rauszubekommen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Marcello Am: 21.08.2016 22:26:51 Gelesen: 32441# 75 @  
Hallo zusammen,

wollte mal fragen, ob vielleicht jemand in der Zwischenzeit was zu meinem Portoproblem in Beitrag [#55] eingefallen ist ?

Grüße
Marcel
 
muemmel Am: 21.08.2016 23:08:06 Gelesen: 32427# 76 @  
@ Marcello [#75]

Nabend Marcel,

ich vermute mal, dass der Absender 5 Pf. zu wenig verklebt hat (ob mit Vorsatz oder versehentlich sei dahingestellt) und bei der Post niemand richtig hingeschaut hatte.

Auch wenn in der Vorkriegszeit die Postler weitaus penibler waren, gab es auch zu der Zeit derartige "Durchrutscher".

Schönen Gruß
Mümmel
 
Marcello Am: 21.08.2016 23:18:38 Gelesen: 32424# 77 @  
@ muemmel [#76]

Hallo Mümmel,

vielen lieben Dank. Ein weiteres Rätsel meiner Sammlung gelöst. Ich wünsche noch einen schönen Abend.

Grüße
Marcel
 
HWS-NRW Am: 28.08.2016 18:27:26 Gelesen: 32267# 78 @  
Hallo und einen schönen Sonntag Abend.

In [#72] hatte ich bei Euch angefragt, ob mir jemand bei diesen Belegen weiterhelfen kann. Heute endlich habe ich die Antwort darauf selber rausbekommen und gebe sie hiermit an Euch weiter und präsentiere auch noch einen weiteren Beleg, den ich auch schon in meinem Buch-Manuskript verarbeitet habe.



Laut Feldposterlaß 28 c konnten ab dem 5.September 1914 Zeitungen durch beliebige Personen in der Heimat bei den Postanstalten unter den üblichen Bedingungen für Angehörige des Feldheeres bestellt werden. Wie im Inlandsverkehr wurde dafür ein Zeitungsbestellgeld, dazu aber noch eine „Verpackungsgebühr“ erhoben. Für mehr als dreimal wöchentlich erscheinende Zeitungen betrug diese Gesamtgebühr monatlich 40 Pfennig, die bei Aufgabe der Bestellung zu zahlen war und danach von den Postbeamten auf dem Formular verklebt und entwertet wurden.

mit Sammlergruß
Werner
 
Marcello Am: 01.09.2016 17:25:23 Gelesen: 32133# 79 @  
Hallo zusammen,

ich habe erst vor kurzem angefangen, Pfennige, Pfennig und Krone/Adler zu sammeln. Jedenfalls bin ich mit meiner Literatur noch nicht so weit und mir flatterte folgender Beleg mir ins Haus. Da ich so etwas noch nicht gesehen habe, hat mir vielleicht hier jemand freundliches im Forum eine Antwort.

Der Beleg wurde mit einer 50 Pfg (Michel 36) frankiert und ging von Karlsruhe nach Emendingen. Laut Stempel 01.12.1876.



Meine Frage, fehlt da Porto oder passt das ? Weil oben Auslagen in Höhe von 3,40 Mark ausgewiesen sind. Wie gesagt, ich nähere mich dem Thema erst an.

Über Hilfe und eine Antwort würde ich mich freuen.

Grüße
Marcel
 
Marcello Am: 02.09.2016 19:53:13 Gelesen: 32081# 80 @  
@ Marcello [#79]

Hallo zusammen,

die Lösung liegt manchmal so nah. Ich habe mich auf der Homepage der Arge Krone/Adler umgeschaut,[1] da ich der Arge jetzt auch folgen werden. Jedenfalls werden unter Aktuell besondere Belege, Verwendungsformen oder Marken vorgestellt. Unter der Nummer 137 werden 2 Belege mit Postvorschuß gezeigt.

Das Porto betrug für einen Brief über 10 Meilen (Entfernung Karlsruhe-Emmendingen 107 km) 40 Pfennige. Dazu eine Proccuragebühr von 2 Pfg, je angefangene Mark, jedoch mindestens 10 Pfg. Da der Vorschuß 3,40 Mark betrug, wären das 8 Pfg ungerade gewesen, also aufgerundet auf 10 Pfg.

Brief über 10 Meilen 40 Pfg
Proccuragebühr 10 Pfg
------
Gesamtporto 50 Pfg
 

Somit Portogerecht.

Grüße
Marcel

[1] http://www.arge-krone-adler.de/
 

Belgiensammler Am: 30.10.2016 17:58:27 Gelesen: 31097# 81 @  
Deutsches Reich Philatelistentag

Hallo,

zum Philatelistentag 1939 im Hotel Bayerischer Hof in München erschien unter anderem dieser Gedenkumschlag als Ganzsache mit 4 Pfg Hindenburg.

Meine Frage ist was dieser Stempel mit der Zusatzfrankatur von Berlin soll. Die 7 Pfg geben ja auch kein gültiges Porto von Berlin nach Nürnberg. Ich vermute, dass das Ganze reine Mache ist. Dass man so etwas durchgehen ließ kann ich mir nicht vorstellen. Was ist Eure Meinung dazu? Zum Philatelistentag gab es auch noch eine Postkarte mit dem gleichen Motiv mit 3 Pfg Hindenburg als Ganzsache. Ist ja auch keine gültige Portstufe. Hat jemand dazu eine Meinung?

Gruß
Karl


 
DerLu Am: 31.10.2016 07:34:34 Gelesen: 31041# 82 @  
@ Belgiensammler [#156]

Hallo Karl,

die 3 Pfennig Marke ist 1943 abgestempelt, also knapp 4 Jahre nach dem Philatelisten Tag 1939. Ich vermute jemand hat die Karte 1943 als Drucksache erneut verschickt, der Wertstempel war ja bereits entwertet zählte also nicht mehr bei der Portoberechnung. Nach meinem Kenntnisstand betrugt das Porto für die leichteste Drucksache zu dieser Zeit genau die 3 Pfennig der Marke.

Gruß DerLu
 
Belgiensammler Am: 01.11.2016 18:34:16 Gelesen: 30931# 83 @  
@ DerLu [#157]

Vielen Dank für die Antwort. Damit hat sich gleichzeitig auch eine andere Frage gelöst. Ich habe da noch eine Postkarte die so ähnlich aussieht Einmal versandt und dann Sonderstempel von anderen Anlässen mit späterem Datum drauf. Da hat man dann wohl auch noch die Teilnahme an diesen Anlässen dokumentiert, obwohl die Karte bereits gelaufen war. Also nochmals vielen Dank.

Karl


 
radler47 Am: 04.11.2016 12:20:05 Gelesen: 30929# 84 @  
Inflabrief Eilboten

Ich habe einen Eilbotenbrief aus der Infla-Zeit (3.7.23) erworben. Im Michel sind für diese Versandart leider keine Angaben vorhanden.

Kann mir jemand die Gebühren für Eilboten nennen?

Danke
 
erron Am: 04.11.2016 12:38:54 Gelesen: 30921# 85 @  
@ radler47 [#159]

PP 14 vom 01.07.-31.07.23.

Eilbestellgebühr als Ortsbestellzuschlag: 400 Mark
Eilbestellgebühr als Landbestellzuschlag: 1200 Mark

Sind aber im Michel auch aufgeführt.

mfg

erron
 
radler47 Am: 04.11.2016 16:30:11 Gelesen: 30887# 86 @  
Hallo, ich habe vergessen: Der Brief ging nach Ungarn. Gelten die gleichen Gebühren?

Viele Grüße
 
DerLu Am: 04.11.2016 16:38:41 Gelesen: 30882# 87 @  
Hallo,

hier sollte "der Oechnser" [1] weiterhelfen: Brief nach Ungarn (Sonderporto): 20 gr = 600 Mark, jede weitere 20 gr = 400 Mark. Die Eilbestellgebühr betrug 1.600 Mark.

Gruß DerLu

[1] Literatur: Oechsner, H.-P.: Die Tarife für Brief- und Paketpost vom 1.7.1905 bis 31.12.1923, INFLA-Bücherei, Band 12
 
zaubermann Am: 01.01.2017 16:04:03 Gelesen: 29572# 88 @  
Postkarten DR 1921 mit Stempel Landrat

Hallo zusammen,

ich bin gerade am Postkarten sortieren.

Sind die interessant bzw. warum sind die unterschiedlich frankiert?


 
jmh67 Am: 01.01.2017 22:00:45 Gelesen: 29531# 89 @  
Das sind Belege aus der Inflationszeit nach dem 1. Weltkrieg, die 1923 mit Markenwerten in Milliardenhöhe endete, und schon deswegen sicher von Interesse hier. Die unterschiedliche Frankatur ergibt sich aus den in dieser Zeit immer wieder gestiegenen Preisen und Gebühren. Kundigere als ich werden beurteilen können, ob die Karten mit den zum jeweiligen Datum richtigen Beträgen frankiert wurden. Die 30 Pf bei der untersten Karte scheinen mir jedenfalls plausibel.

Jan-Martin
 
muemmel Am: 01.01.2017 22:43:40 Gelesen: 29520# 90 @  
Alle drei Karten gingen aus Uslar nach Wiensen. Postsendungen zwischen beiden Orten mussten mit dem Porto für den Fernverkehr versehen werden.

Nun zu den Karten von oben nach unten. Die obere Karte stammt vom Oktober 1922, das Porto betrug 3 Mark, also 1,30 Mark unterfrankiert (es sei denn, es befinden sich weitere Marken auf der Rückseite der Karte).

Das Datum der mittleren Karte ist zwar nicht erkennbar, aber sie muss aus der Zeit vom 1.3. bis 30.6.1923 stammen, in der das Porto 40 Mark betrug.

Die untere Karte ist vom 29.3.1921 und das Porto betrug 30 Pfennig.

Gruß
Mümmel
 
zaubermann Am: 08.01.2017 19:29:44 Gelesen: 29431# 91 @  
@ muemmel [#90]

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Hilfe!

Viele Grüße

Mike
 
Baldersbrynd Am: 02.06.2017 09:57:18 Gelesen: 26489# 92 @  
Hallo Alle,

hier ein Brief gesendet in der Pfennigezeit.

Wertbrief aus Hamburg nach Skælskør in Dänemark. Sendet am 7.12.1878.

Ich habe Probleme mit dem Portoberechnung.

Deutsche Porto: Briefgebühr 40 Pf. Wertgebühr 10 Pf. und die letze 10 Pf. ist es für ein nicht frankiertes Brief?

Umrechnung 60 Pf. war 53 Öre.(Kurs 1 Mark = 0,88 Kronen).


Das dänisches Porto war 16 Öre für Brief und 8 Öre je 150 Kronen = 24 Öre zusammen 40 Öre, mit rot geschrieben, Porto zusammen 93 Öre erhoben bei der Empfänger.

Hoffentlich kann jemand mir helfen.

Viele Grüße
Jørgen


 
18609 Am: 17.12.2017 20:20:10 Gelesen: 22320# 93 @  
Hallo,

vielleicht kann mir jemand sagen, ob dieser Brief portogerecht ist, leider konnte ich zum Luftpostzuschlag aus dieser Zeit nichts finden.

Frankiert mit Mi.Nr. 536 (80 Pf.) vom 6.12.35, Ankunftsstempel vorhanden.



Gruß
18609
 
giempigunalda Am: 19.08.2018 09:28:08 Gelesen: 13684# 94 @  
Hallo zusammen,

kann mir vielleicht jemand von Euch weiterhelfen?

Was bedeutet dieser rote Stempel im Kreis auf einem Beleg mit Germania Marke im Inland gelaufen? Danke im voraus.

Steht der auch für "nachträglich entwertet" und wer hat dies publiziert bzw. aus welcher Quelle stammt dies?

g.g.


 
volkimal Am: 19.08.2018 09:40:53 Gelesen: 13675# 95 @  
@ giempigunalda [#94]

Hallo,

es wäre vielleicht hilfreich, wenn Du den kompletten Beleg zeigen würdest. Am besten mit Vorder- und Rückseite und in einer etwas höheren Auflösung.

Viele Grüße
Volkmar
 
giempigunalda Am: 19.08.2018 11:07:04 Gelesen: 13654# 96 @  
Hallo,

hier der ganze Beleg.

Auch habe ich solch einen Beleg auch nochmal mit einem handschriftlichen rotem "N".

Gruss
g.g.


 
giempigunalda Am: 19.08.2018 12:52:06 Gelesen: 13625# 97 @  
@ Jürgen Witkowski [#34]

Danke für die Information. Könnte womöglich so sein. Ich gehe jetzt nach Recherche davon aus, daß dies ein Nachgebührstempel ist.

Porto über 20 gr. war 20 Pfg.
Einschreibegebühr 20 Pfg.- zusammen dann 40 Pfg.
Verklebt waren 30 Pfg., somit 10 Pfg. zu wenig.
Kann so sein, muß aber nicht.

Viele Grüße
g.g.
 
philast Am: 28.12.2018 20:42:44 Gelesen: 10798# 98 @  
Hallo,

anbei ein eingeschriebener Eilbrief vom 18.12.1918 (Samstag) gelaufen von Hamburg 4 nach Barau (Bavorov in Böhmen) zugestellt wahrscheinlich am 22.12.1915.



Als Absender ist Walav Masl Sarrosany und als Empfänger der Kaplan Frantisek Damorazek in Bavorov genannt. Über den Absender war nichts direkt im Internet zu finden, über den Empfänger war zu lesen, dass er Kaplan von Bavorov war und eine größere Abhandlung über die die nahe Bavorov gelegene Helfenburg geschrieben hat. Der Brief ist freigemacht mit 1,05 Mk. Wenn man die üblichen Porti/Gebühren der Reichspost ansetzt kommt man in keiner Weise auf diesen Betrag (0,55 Mk 1. Gewichtsstufe, Einschreiben, Eilbote oder 0,65 Mk 2. Gewichtsstufe).

Ebenso exotischere Gebühren wie Spätgebühr (weitere 0,20 Mk) führen hier nicht zu einem der Frankatur entsprechenden Porto, das Postamt Hamburg 4 hatte auch Samstag bis 20 Uhr Betrieb (Quelle Adressbuch Hamburg). Auch nach einer philatelistischen Überfrankierung sieht der Brief nicht aus.

Ich bin zu folgender Erklärung für die Franktur gekommen und würde gerne die Experten im Forum bitten zu prüfen, ob diese Erklärung stichhaltig und belegbar ist, denn wenn die Beschreibung zutreffend ist, dann findet man so ein Stück Postgeschichte wahrlich nicht jeden Tag.

Die Erklärung führt über den Postvertrag zwischen Deutschland und der Österreich-Ungarischen Monarchie von 1872 (Wechselverkehr).

Der Vertrag ist hier einsehbar: https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN746857020&PHYSID=PHYS_1119&DMDID=DMDLOG_0014

In Artikel 18 (Seite 8) ist folgendes bezüglich Expressbestellungen bestimmt:



Hier wurde für Expressbriefpostsendungen nach dem Landbestellbezirke vereinbart, dass die Expressbestellgebühr in der Regel vom Adressaten (Empfänger) zu erheben ist, nach der Höhe des am Zielorte gültigen Gebührensatzes. Diese Bestimmung lese ich so, dass der Absender in Deutschland durchaus die Land Expressgebühr für Österreich frankieren durfte (also vorauszahlen), die zu diesem Zeitpunkt (Quelle Ferchenbauer / Michel Österreich Spezial 2016) 100 Heller betragen hat, für eine Express Zustellung bis zu 7,5km außerhalb des Ortsbereichs (ab 1.1.1900), außerdem wurde diese vorausgezahlte Expressgebühr an die österreichische Postverwaltung im Rahmen des Wechselverkehrs vergütet und führte die Dienstleistung aus.

Der Umrechnungskurs der Krone zur deutschen Reichswährung hat laut Amtsblatt Nr. 160 vom 30.11.1915 für 100 Kronen = 71 Mk (Postanweisungen) betragen, im Abschnitt Berichtigungen des Briefposttarifs wurde ein Umrechnungskurs von 100 Kronen = 72 Mk festgesetzt. Mit diesem Umrechnungskurs wurde die Eilbestellung der Österreichischen Postverwaltung vergütet im Rahmen des Wechselverkehrs, denn diese Gebühr verblieb ja vollständig bei der Empfängerpost.

Dann ergibt sich folgende Zusammensetzung der Briefgebühr:
1. Gewichtsstufe bis 20g : 0,10 Mk
Einschreiben : 0,20 Mk
Eilbote Landbestellung Österreich: 0,75 Mk krumme Pfennigbeträge waren auf den nächsten durch 5 teilbaren Pfennigbetrag aufzurunden daher statt 0,72 Mk gemäß Wechselkurs, 0,75 Mk)
Summe : 1,05 Mk
und dann wäre der Brief portogerecht freigemacht.

Stellt sich noch die Frage, ob das denn auch wirklich eine Landbestellung ist.
Für eine Landbestellung spricht der Vermerk Posta Bavorov (Zustellung durch die Post in Bavorov).

Dagegen spricht, dass in Bavorov ein Postamt war (siehe Ankunftsstempel) und auch eine Kirche existiert und der Kaplan des Ortes wahrscheinlich auch nahe der Kirche gewohnt haben dürfte, also eine Landbestellung nicht unbedingt erforderlich wäre. Andererseits bringt das Amt des Kaplans auch mit sich, dass er nicht nur im Ort und in der Kirche gearbeitet hat sondern auch in den umliegenden Dörfern seinen seelsorgerischen Dienst zu verrichten hatte, gerade zu Kriegszeiten und Weihnachten, und somit häufiger unterwegs war. Der Absender wollte wahrscheinlich eine sofortige persönliche Zustellung des Briefes erreichen, egal wo der Kaplan sich gerade aufgehalten hat und hat dies auch mit einer hohen Gebühr in Kauf genommen.

Zahlreiche Abbildungen und Erläuterungen zu Expressbriefen in den Landbereich siehe Handbuch von Ferchenbauer Band 2 Seite 399 - 415.

Ist diese Betrachtung plausibel/korrekt?

Mit freundlichen Grüssen
philast
 
philast Am: 25.01.2019 17:02:09 Gelesen: 10133# 99 @  
@ philast [#98]

Hallo,

nachdem sich auf den Beitrag noch keine Antwort ergeben hat, will ich ihn nochmals in Erinnerung rufen.

Grüsse
philast
 
Latzi Am: 25.01.2019 18:06:57 Gelesen: 10125# 100 @  
@ philast [#99]

Zwar hast Du das Porto für mich als Halblaien (Landzustellung in Österreich ist für mich ein böhmisches Dorf) gut hergeleitet, aber der Ansatz nicht philatelistisch überzeugt mich nicht so. Es wurden die Werte 5, 10, 20, 30, 40 Pfg verwendet - ich würde mich als Sammler für einen halben Satz bedanken. Als Postbeamter, der auf 1,05 Mark kommen will, hätte ich das Ziel mit weniger Marken aus weniger Markenbogen schneller erreicht, zumal in Hamburg bestimmt auch die Marke zu einer Mark oder zwei 50er da gewesen wären.

Grüße
Lars
 
philast Am: 25.01.2019 19:44:02 Gelesen: 10107# 101 @  
@ Latzi [#100]

Hallo,

das Argument hat etwas für sich, es gibt in den Vorschriften die Maßgabe mit möglichst wenigen Marken die benötigte Portostufe darzustellen. Das wäre hier also die Verwendung der 1 Mk und einer 5 Pf Marke gewesen.

Absolut bindend oder hundertprozentig so umgesetzt wurde dies aber nicht. Dafür existieren viele Beispiele gerade auf Auslandspaketkarten, wo für die einfachste Portostufe 80 Pf nötig waren und dies nicht nur mit der 80 Pf Germania (dies ist zwar die Mehrheit) sondern durchaus häufiger auch mit anderen Kombinationen wie 30+50 Pf, 40+40 Pf, 3*25+5 Pf, 4*20 Pf, usw. dargestellt wurde.

Grüsse philast
 
christel Am: 27.01.2019 16:33:09 Gelesen: 10027# 102 @  
@ giempigunalda [#96]

Also, ich denke der Stempel "N" ist nicht postalischen Ursprungs.

Gleicher Absender, jedoch Brief aus 1915.

Eventuell gibt es ja weitere Sammler, die einmal nach Dresdner Bank Korrespondenz aus Berlin und der Zeit von 1900 bis 1920 schauen können.


 
Frankenjogger Am: 25.02.2019 15:02:04 Gelesen: 9223# 103 @  
Hallo,

da ich mich hauptsächlich mit Nachkriegsbelegen beschäftige habe ich außer dem Michelkatalogen keine Literatur für die Zeit bis 1945.

Ich habe eine Luftpost-Postkarte nach Indien mit einem Porto, das ich nicht zuordnen kann. Kann mir jemand helfen?



Nach meinem Kenntnisstand war die Gebühr für eine Auslandspostkarte 15 Pf. Demnach wäre die Lp-Gebühr 23 Pf gewesen, was ich mir irgendwie nicht vorstellen kann.

VG, Klemens
 
dr31157 Am: 20.03.2019 20:28:41 Gelesen: 8787# 104 @  
Postkarte P 133 vom 20.05.1921

Hallo,

ich würde mich freuen, wenn mir jemand nachstehende Fragen beantworten würde:

Wie lange war diese Postkarte mit Zudruck im Fernverkehr überhaupt gültig (31.03.1921?)?

Mit 40 Pf. wäre die Karte korrekt frankiert. Der Wertstempel 15 auf der Bayernkarte wurde wohl nicht berücksichtigt und nicht abgestempelt. Der Zudruck 30 Pf. wurde jedoch offensichtlich von der Reichspost akzeptiert. War diese Handhabung der Frankatur Zudruck 30 Pf. + Mi-Nr. 120 10 Pf. = 40 Pf. so korrekt und zulässig?

Freundliche Grüße
Detlef


 
inflamicha Am: 20.03.2019 20:42:37 Gelesen: 8778# 105 @  
Hallo Detlef,

die Ganzsache war (mit entsprechender Auffrankatur natürlich) bis zum 30.9.1923 gültig.

Der durchbalkte bayerische Wertstempel ist nicht berücksichtigt worden, da annulliert.

Den Frankaturwert der "neuen" Karte bildete der später zugedruckte 30 Pfg. Germania-Wertstempel, der hier auch schon nicht mehr ausreichte und deshalb mit einer 10 Pfg.-Marke ergänzt wurde.

Also alles korrekt.

Gruß Michael
 
dr31157 Am: 20.03.2019 20:57:24 Gelesen: 8773# 106 @  
Hallo Michael,

alles klar! Vielen Dank.

Gruß
Detlef
 
dr31157 Am: 08.04.2019 19:32:44 Gelesen: 8475# 107 @  
Postkarte vom 30.01.1933 von Duisburg nach Duisburg-Wanheimerort

Hallo zusammen,

ich zeige hier eine Postkarte mit der Frage, ob ich damit richtig liege, dass nach dem Ortstarif eine Karte zu 5 Pf. ausgereicht hätte. Ich meine das Wanheimerort 1933 bereits ein Stadtteil von Duisburg war.

Gruß Detlef


 
10Parale Am: 13.04.2019 19:30:54 Gelesen: 8340# 108 @  
Ich hoffe ich liege richtig, dass diese vielfältige Frankatur mit insgesamt 54 Pfennigen porto-gerecht entwertet wurde:

Briefgebühr mehr als 20 gramm - 24 Pf
Gebühr für förmliche Zustellung - 30 Pf
 

Einschreiben mit 8 Stempeln freigemacht am 19.11.1936 von Lindenberg (Kr. Breekow - Brandenburg - kleines Dorf) mit folgenden Briefmarken

2 x Michel Nr. 635, Winterhilfswerk, 4 + 3 Pfennig, Luftfahrtministerium Berlin = 8 Pfennig
2 x Michel Nr. 632, Reichsparteitag Nürnberg, 6 Pfennig, senkrechtes Paar = 12 Pfennig
1 x Michel Nr. 618, Internationaler Gemeindekongress, 5 Pfennig = 5 Pfennig
1 x Michel Nr. 512, Paul von Hindenburg, schwarz, 1 Pfennig = 1 Pfennig
2 x Michel Nr. 516, Paul von Hindenburg, senkrechtes Paar , 6 Pfennig = 12 Pfennig
2 x Michel Nr. 517, Paul von Hindenburg, 8 Pfennig = 16 Pfennig
 

Die Hindenburg-Marken zu 1 und 8 Pfennig hängen in einem Streifen zusammen, was ich zuvor noch nicht gesehen habe.

Der Briefträger, ein Hr. Adam (oder Frau Adam?) konnte den Empfänger bei der ersten Zustellung am 20/11 in Frankfurt am Main nicht antreffen. Die Zustellung am 27/11 wurde dann bestätigt.

Liebe Grüße

10Parale


 

dr31157 Am: 16.04.2019 20:29:16 Gelesen: 8316# 109 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier einen Luftpostbrief von Kostanz nach Gotha frankiert mit insgesamt 75 Pf. Ich nehme an, dass der Brief nur eine philatelistische Frankatur trägt, oder ist er doch portogerecht?

Würde mir bitte jemand bei der Bestimmung weiterhelfen.

Gruß Detlef


 
saintex Am: 16.04.2019 21:12:32 Gelesen: 8299# 110 @  
@ dr31157 [#109]

Hallo Detlev,

Deine Vermutung, dass es sich um eine philatelistisch inspirierte Frankatur handelt ist nach meiner Ansicht richtig. Es sollten offensichtlich die beiden am 5. Juli 1938 verausgabten Sondermarken aus Anlass des 100. Geburtstages von Ferdinand Graf von Zeppelin (Mi-Nr. 669-670) mit einem motivgleichen Sonderstempel, der in der Geburtsstadt des Grafen in Konstanz aus Anlass einer Luftpostausstellung verwendet wurde und der eine Kopfansicht des Grafen zeigt, kombiniert werden.

Zum Zeitpunkt der Aufgabe Deines Luftpostbriefes am 8. Juli 1938 betrug das Porto für einen Luftpostbrief im Inland bis 20 Gramm 0.22 RM (22Rpf) und setzte sich wie folgt zusammen: gewöhnliche Gebühr für Inlandsbrief bis 20 Gramm 0.12 RM + Luftpostzuschlag für Briefsendung bis 20 Gramm 0.10 RM. Also ist der Luftpostbrief mit 0.75 RM deutlich überfrankiert.

MfG Wolfgang
 
dr31157 Am: 16.04.2019 21:35:02 Gelesen: 8284# 111 @  
Hallo Wolfgang,

da lag ich ja mit meiner Vermutung richtig.

Vielen Dank.

Gruß Detlef
 
dr31157 Am: 17.04.2019 10:37:53 Gelesen: 8223# 112 @  
Portobestimmung für den Brief nach Baltimore

Hallo zusammen,

ich habe hier einen Brief von Kassel nach Baltimore. Frankiert mit einem kpl. Satz Mi-Nr. 665 - 668. Ich meine 25 Pf. hätten hier als Franko ausgereicht. Gelaufen scheint er wengistens zu sein (Vermerk auf der Rückseite: "Warum kommt nicht mal Marie...") notiert nachdem der Brief wohl schon zugeklebt war. Ist es eine philatelitische Frankatur oder portogerecht?

Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß Detlef


 
dr31157 Am: 07.05.2019 15:25:26 Gelesen: 7892# 113 @  
Portobestimmung für eine Drucksache

Hallo zusammen,

ich zeige hier eine Drucksache vom 22.08.1925, freigemacht mit 3 Pf mit Mi-Nr. 355 von Wilhelmshaven nach Aurich.

Mir ist bekannt, dass ab 01.06.1924 der Tarif für Teildrucksachen eingeführt wurde, danach wäre ein Porto von 5 Pf fällig gewesen. In meinem Postgebührenhandbauch steht aber auch zu Drucksachen in Kartenform: "In der Regel kein Kriterium", die später 3 Pf Porto kosteten.

Gab es eventuell Ausnahmen? Warum hat das Postamt Aurich das Porto beanstandet und eine Nachgebühr von 10 Pf erhoben?

Kann mir bitte hierzu jemand Auskunft geben?

Gruß Detlef


 
dr31157 Am: 20.05.2019 20:14:23 Gelesen: 7562# 114 @  
Portobestimmung

Hallo zusammen,

diese Postkarte P 70 X mit Zudruck vom 08.12.1906 war meines Erachtens im gesamten Reichspostgebiet gültig. Eine Zufrankatur von 5 Pf nach Holland wäre doch portogerecht, ausreichend und zulässig gewesen.

Liege ich da richtig?

Gruß Detlef


 
dr31157 Am: 21.05.2019 21:41:46 Gelesen: 7494# 115 @  
Nachgebühren im Deutschen Reich

Hallo,

anbei eine Postkarte P 13 A vom 20.10.1896 mit Nachgebühr. Die Karte war nicht mehr gültig.

Aber warum waren hier 20 Pf Nachgebühr fällig? Galt hier nicht der doppelte Fehlbetrag = 10 Pf?

Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß Detlef


 
PeKaR Am: 21.05.2019 21:54:56 Gelesen: 7490# 116 @  
@ dr31157 [#115]

Die ungültige Ganzsache wurde behandelt wie ein nicht frankierter Brief, hierfür wurde das Doppelte des Fehlbetrags nacherhoben. Hier also 2 x 10 Pfennig.

Peter
 
dr31157 Am: 21.05.2019 22:12:41 Gelesen: 7485# 117 @  
@ PeKaR [#116]

Hallo Peter,

vielen Dank für die Info. Diese Regelung war mir nicht bekannt. Kannst Du mir vielleicht die Verordnung benennen und von wann bis wann sie in Kraft war?

Gruß Detlef
 
dr31157 Am: 23.05.2019 19:55:42 Gelesen: 7440# 118 @  
Brief vom 28.11.1913 von Bremerhaven nach Basel mit Nachgebühren

Hallo zusammen,

mit der Portobestimmung dieses Briefes komme ich leider nicht klar.

Der Brief wurde statt mit 20 Pf nur mit 10 Pf frankiert. Der Brief wurde mit "25" Nachgebühr taxiert. In Basel wurde eine Portomarke zu 25 c verklebt. Waren die 25 c die in der Schweiz kassierte Nachgebühr oder der Briefträgerlohn?

Kann mir bitte jemand erklären, wie, wer und wo welche Postgebühren erhoben wurden.

Freundliche Grüße
Detlef


 
dr31157 Am: 29.06.2019 19:34:05 Gelesen: 6892# 119 @  
Nachgebühr für weitergeleiteten Auslandsbrief

Hallo,

anbei ein Trauerbrief (2. Gewichtsstufe) von Hamburg nach Neapel in Italien und weitergeleitet nach Cannes in Frankreich. Portogerecht mit 40 Pf frankiert. Für die Weiterleitung wurde eine Nachgebühr erhoben. Nach welchem Tarif und wie wurde die Nachgebühr "56" berechnet?

Freundliche Grüße
Detlef


 
saeckingen Am: 30.06.2019 07:19:09 Gelesen: 6856# 120 @  
Bei der 56 dürfte es sich nicht um einen Nachportovermerk handeln.

Die Weiterleitung vom einer Sendung in ein Weltpostverein-Land in ein anderes erfolgte gebührenfrei. Auch ist die Anbringung des Nachportos mittels Blaustift nur im deutschen Inlandsverkehr üblich, nicht bei internationalen Sendungen.

Ich vermute, da hat das Hotel die Zimmernummer angebracht.
 
volkimal Am: 30.06.2019 19:44:14 Gelesen: 6810# 121 @  
Hallo zusammen,

auch wenn auf dem Brief steht "nach Cannes" so ist doch gut zu erkennen, dass das kein Nachsendevermerk sein kann.

1) Wenn ein Brief nachgesandt wurde, so hat man den ursprünglichen Ort durchgestrichen. Wenn nicht würde man ja das neue Ziel viel zu schnell übersehen.

2) Der Text "nach Cannes" wurde nicht von einem Italiener geschrieben. Das "nach" ist die typische deutsche Schreibschrift mit dem langen "h", das es in Italien nicht gab. Auch am "a" in "nach" und in "Cannes" kann man den Unterschied erkennen. Bei Ortsnamen benutzte man damals die lateinische Schrift. Das "a" in "nach" ist ebenfalls typisch deutsch.

Ich denke, dass irgedjemand (evtl. der Empfänger) "1905 nach Cannes" gereist ist. Auf die Erklärung mit der 56 wäre ich nicht gekommen, sie kann aber durchaus stimmen.

Viele Grüße
Volkmar
 
dr31157 Am: 30.06.2019 20:18:33 Gelesen: 6802# 122 @  
@ volkimal [#121]
@ saeckingen [#120]

Hallo zusammen,

nach Euren Ausführungen scheint mir eine Weiterleitung ebenfalls unwahrscheinlich. Auf der nicht gut erhaltenen Rückseite des Briefes befindet sich ein Stempel.



Könnte dies ein italienischer Stempel sein?

Vielen Dank und freundliche Grüße
Detlef
 
volkimal Am: 30.06.2019 20:44:09 Gelesen: 6797# 123 @  
@ dr31157 [#122]

Hallo Detlef,

das dürfte der Ankunftsstempel NAPOLI CENTRO sein. Vielleicht kann einer unserer Italien-Spezialisten einen vollständigen Abschlag zeigen.

Viele Grüße
Volkmar
 
focus Am: 20.09.2019 12:12:46 Gelesen: 5476# 124 @  
Da gerade so viele Experten unterwegs sind, hätte ich noch einen anderen Beleg, zu dem ich noch Fragen hätte.

Beleg von Tallinn Reval (Estland) nach München, vom 24.02.1944
Einschreiben per Luftpost (in München mit Rohrpost)



Ist den Brief Portogerecht? Gab es in München eine Rohrpost und kann man an Hand
des Briefes sagen, ob dieser damit befördert wurde?

Wenn darüber jemand Auskunft geben könnte, wäre da ganz toll.

Gruß
Marcus
 
hajo22 Am: 20.09.2019 18:26:09 Gelesen: 5434# 125 @  
@ focus [#124]

Ist der Brief Portogerecht?

JA.
30 Pfg. R-Gebühr
24 Pfg. Bf. > 20gr
10 Pfg. Luftpost Bf. > 20gr
10 Pfg. Rohrpost München
---------------------------
74 Pfg.

Der Absender war ein bekannter Briefmarken-Händler, der m.W. nach dem Krieg in München wohnte.

hajo22
 
Curzon Am: 06.03.2020 12:38:09 Gelesen: 2756# 126 @  
Postkarten Infla

Hallo an das Forum,

ich habe 3 Postkarten aus dem Deutschen Reich von 1922/1923. Dazu meine Fragen:

1. Kennt sich jemand mit den Postgebühren zu dieser Zeit aus? Wie errechne ich, ob diese Postkarten korrekt frankiert wurden?

2. Wie erkenne ich bei Postkarten das Wasserzeichen der Briefmarken?

Viele Grüße,
Rainer


 
Lars Boettger Am: 06.03.2020 13:24:22 Gelesen: 2749# 127 @  
@ Curzon [#126]

Hallo Rainer,

Die Gebühren findest Du z.B. im Band Nr. 12 / Infla Berlin “Die Tarife der Brief- und Paketpost 1.7.1906 - 31.12.1923”.

Wasserzeichen: Im Michel-Katalog und anderen Handbüchern sind die Erscheinungsdaten der Marken vermerkt. Dadurch kannst Du viele Marken ausschließen. Ich persönlich halte die Karten im 90-Grad-Winkel vor das Auge und versuche, das Wasserzeichen so zu erkennen. Andere haben mit elektronischen Hilfsmitteln wie Signoscope gute Erfolge.

Beste Grüße!

Lars
 
dr.vision Am: 06.03.2020 13:50:13 Gelesen: 2738# 128 @  
@ Curzon [#126]

Moin,

die oberste Karte lief in der Portoperiode 13 (Tarif gültig ab dem 1.3.1923) im Fernverkehr.

Zu dem bereits aufgedruckten Wertstempel von 1,50 Mark wurden Marken mit einem Gesamtwert von 38,50 Mark verklebt, so dass das notwendige Porto von 40,00 Mark erreicht wurde.

Die mittlere Karte wurde in Portoperiode 9 (Tarif gültig ab dem 1.10.1922) ebenfalls im Fernverkehr verschickt.

Der Wertstempel von 0,75 Mark wurde hier auf das notwendige Porto von 3,00 Mark ergänzt.

Bei der unteren Karte kann ich leider das Datum nicht lesen.

Das Erkennen des Wasserzeichens ist, wie Lars schon beschrieben hat, etwas Übungssache. Manchmal funktioniert es, manchmal nicht. Versuche einmal, ganz flach über den Beleg in eine helle, aber nicht blendende Lichtquelle zu schauen.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
epem7081 Am: 06.03.2020 14:25:59 Gelesen: 2722# 129 @  
@ Curzon [#126]

Hallo Rainer,

Ralf hatte seine Recherche wohl schneller beendet.

Hier meine Erkenntnisse:

Die drei Postkarten sind allesamt portorichtig frankiert.

1. Karte vom 14.3.23: 40 M = 500+100+3000+200+50+150
2. Karte vom 28.2.22: 3 M = 15+60+75+150
3. Karte nach 15.11.22: 6 M = 5+10+5+5+200+75+300

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Curzon Am: 06.03.2020 14:50:47 Gelesen: 2718# 130 @  
@ Lars
@ Ralf
@ Edwin

Vielen Dank für Eure Beiträge! Die Postkarte unten wurde am 23.11.22 gestempelt, soweit ich das erkenne. Somit wäre die Frankatur von 6 M schlüssig!

Zum Wasserzeichen: Ein Signoscope (T1) habe ich sogar, leider für Postkarten oder Briefe ungeeignet. Bezogen auf das Erscheinungsdatum könnten sowohl Marken mit Wz. 1 als auch mit Wz. 2 verwendet worden sein. Ich habe die Karten schräg und flach gegen eine künstliche Lichtquelle gehalten, das hat nichts gebracht. Also wäre Tageslicht/Sonnenlicht noch eine Option, heute bei Dauerregen vermutlich wenig hilfreich!

Beste Grüße zurück,
Rainer
 
inflamicha Am: 06.03.2020 20:01:13 Gelesen: 2692# 131 @  
@ Curzon [#130]

Hallo Rainer,

erfahrungsgemäß ist es so, dass es sich bei im Gegenlicht nicht erkennbarem Wasserzeichen so gut wie immer um Raute handelt. Die Vorrichtung des Wabenwasserzeichens war neu und hat sich deutlich ins Papier eingeprägt, das Wasserzeichen 2 ist zu der Zeit immer gut sichtbar. Die Rauten-Vorrichtung hingegen war alt und abgenutzt und führte zu Wasserzeichenausfällen und teilweise schlechter Ausprägung - deshalb wurde sie ja auch ersetzt.

Gruß Michael
 
dr31157 Am: 28.04.2020 20:23:59 Gelesen: 2140# 132 @  
Tarifbestimmung

Hallo,

ich habe hier eine portopflichtige Dienstsache innerorts Berlin.

Mir ist nicht eindeutig klar, ob es sich um ermäßigtes Porto oder um den normalen Inlandstarif für den Fernverkehr handelt. Der Brief wurde mit 20 Pf. frankiert. Die Tabelle für den Ortstarif 5 Pf. reicht nur bis 20 g Gewicht. Der normale Tarif reicht von 15-20 g Gewicht mit 20 Pf. Wäre also möglich. Gab es hier beim Tarif von 01.01.1875 und 1.06.1890 keine Gewichtsprogression bis 250 g - also erst ab dem 1.4.1900?

Nähere Erläuterungen konnte ich in den Handbüchern leider nicht finden. Kann mir bitte jemand die Tarifbestimmungen hierzu erklären?



Viele Grüße
Detlef
 
volkimal Am: 28.04.2020 21:10:49 Gelesen: 2129# 133 @  
@ dr31157 [#132]

Hallo Detlef,

unten links steht "Testaments Angelegenheit". Wie kommst Du auf "Portopflichtige Dienstsache"?

Zum Porto kann ich leider nichts sagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
dr31157 Am: 28.04.2020 21:50:46 Gelesen: 2113# 134 @  
@ volkimal [#133]

Hallo Volkmar,

Du hast da recht, der Brief muss nicht unbedingt von einer Behörde kommen. Hierzu gibt auch die Rückseite des Briefes nichts her. Auf jeden Fall handelt es sich aber um einen Ortsbrief innerhalb Berlins frankiert mit 20 Pf.

Vielen Dank für die Info.

Wäre schön, wenn mir jemand etwas zum Porto und den Gewichtsprogressionen (Bestimmungen und Voraussetzungen) bezüglich des Ermäßigen Orts- und dem Normalportos erklären.

Kann mir bitte einer der Experten helfen?

Viele Grüße
Detlef
 
Postgeschichte Am: 28.04.2020 23:16:23 Gelesen: 2088# 135 @  
@ dr31157 [#132]

Hallo Detlef,

der Brief war an einen Empfänger in der Neue Friedrichstraße gerichtet, die zum Postamtsbezirk C2 gehörte. Ortsbriefe bis zu einem Gewicht won 250 g kosteten 5 Pf. Die aufgebrachte Frankatur von 20 Pf. entspricht einem Fernbrief mit einem Gewicht über 15 - 250 g. Ein Grund, warum der Absender den Brief als Fernbrief freigemacht hat, erschließt sich mir nicht.

Vielleicht kann hier ein Berlin-Sammler näheres dazu beitragen. Die Absendung als Portopflichtige Dienstsache hätte die Bezeichnung "Portopflichtige Dienstsache" auf der Adressseite erfordert. An der Höhe der Frankatur hätte dies ohnehin keine Auswirkung.

Gruß
Postgeschichte
 
Lars Boettger Am: 29.04.2020 07:58:11 Gelesen: 2054# 136 @  
@ dr31157 [#132]

Hallo Detlef,

Berlin war die Ausnahme. Aufgrund des großen Stadtgebietes kosteten Ortsbriefe in der 1. Gewichtsstufe 10 Pfennige, in der 2. Gewichtsstufe 20 Pfennige. Dieser Tarif galt bis 31.3.1900 (siehe [1] - Vortrag von Hansmichael Krug beim Berliner Philatelisten-Club von 1888 e.V.).

Dein Brief wurde für die 2. Gewichtsstufe frankiert. Aufgrund der sehr geübten Schrift sieht mir das nach einem Dienstbrief aus.

Beste Grüße!

Lars

[1] http://www.berliner-philatelisten-klub-1888.de/vorlage11.htm
 
dr31157 Am: 29.04.2020 09:27:10 Gelesen: 2037# 137 @  
@ Postgeschichte [#135]
@ Lars Boettger [#136]

Vielen Dank für die Antwort.

Hallo Lars,

da wäre ich nie draufgekommen!

Nach meinen Unterlagen sieht der Ortstarif keine und der allgemeine Tarif eine 2. Gewichtsstufe vor. Zur Sicherheit frage ich noch einmal nach: Für Berlin galt also eine Sonderregelung (keine Ermäßigung des Portos bei Ortsbriefen, quasi galt der Alte Tarif weiter), das Briefe der 1. Gewichtsstufe = 10 Pf und in der 2. Gewichtsstufe bis 250 g = 20 Pf bis zum 31.03.1900 kosteten. Vielleicht kannst zu mir dies noch einmal bestätigen.

Gab es bei Ortsbriefen allgemein zwischen dem 01.01.1875 u. 1900 überhaupt eine 2. Gewichtsstufe? In dem Portogebührenhandbuch ist die Gewichtsübersicht hier unübersichtlich.

Ps: Der Brief hat keinen Inhalt. Ich meine, das ein Notar den Brief zwecks Eröffnung eines beim Amtsgericht hinterlegen Testamentes geschrieben hat.

Viele Grüße
Detlef
 
Lars Boettger Am: 29.04.2020 23:15:02 Gelesen: 1977# 138 @  
@ dr31157 [#137]

Hallo Detlef,

auf der Homepage [1] der Arbeitsgemeinschaft Krone-Adler (deren Mitteilungshefte und Handbücher ich sehr schätze und ich daher gerne eine Mitgliedschaft empfehle) gibt es zu dem Thema einen interessanten Artikel, aber ich kann kein Hinweis auf eine Gewichtsprogression erkennen. Schlussendlich führt ein Blick in das Handbuch "Freimarkenausgabe Pfennig Deutsches Reich 1880" (Autor Manfred Wiegand) auf der Seite 146 zu folgendem Zitat: "Auch bei den Sendungen innerhalb Berlins galt - wie bei den übrigen Ortssendungen - die Gewichtsgrenze bis 250 g ohne Unterschied des Gewichtes der Sendung."

Schlussfolgerung: Dein Brief ist mit hoher Sicherheit überfrankiert - oder ich übersehe etwas.

Beste Grüße!

Lars

[1] https://arge-krone-adler.de/datein/porto010.htm
 
dr31157 Am: 30.04.2020 08:46:33 Gelesen: 1951# 139 @  
@ Lars Boettger [#138]

Hallo Lars,

vielen Dank für Deine nicht selbstverständlichen umfangreichen Bemühungen. Leider kann man den Absender nicht mehr befragen.

Viele Grüße
Detlef
 
dr31157 Am: 04.05.2020 16:19:05 Gelesen: 1854# 140 @  
Bestimmung teilfrankierter Brief nach den USA

Hallo zusammen,

ich habe Schwierigkeiten mit der Bestimmung der einzelnen Stempel und der Nachgebühr.

M.E. handelt es sich um einen "teilfrankierten Trauerbrief" frankiert mit 10 Pf. deutschen Porto bis Grenze. Wie wurde das Auslandsrestporto berechnet?

Roter Zensurstempel aus Köln. "T" mit Kopierstift. Dann ein violetter Rechteckstempel Taxstempel "T 25CTS". Wie wurde die Nachgebühr berechnet? Dann ein Duplex-Stempel von New York. Was bedeutet "Due 5 CENTS"? Ist das ein Teil eines Werbestempel?

Was ist von meiner Darstellung richtig? Was bedeuten die Stempel tatsächlich und wie wurde die Nachgebühr berechnet?

Ich komme da alleine nicht wirklich zurecht.



Ich bitte um die Hilfe der Experten. Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße
Detlef
 
Martin de Matin Am: 04.05.2020 18:25:33 Gelesen: 1831# 141 @  
@ dr31157 [#140]

Was bedeutet "Due 5 CENTS"?

Dies ist der amerikanische Nachgebührstempel und gehört zusammen mit dem New York-Stempel und der Jahreszahl 1915 dazwischen; es sind 5 cent Nachgebühr einzufordern.

Gruss
Martin
 
dr31157 Am: 04.05.2020 18:38:29 Gelesen: 1821# 142 @  
@ Martin de Matin [#141]

Hallo Martin,

vielen Dank für die Antwort.

Was ist mit violetten Stempel "T 25cts"? Ich dachte, das wäre der eigentliche Stempel für die Nachgebühr von 25 cts. Das verstehe ich nicht - wie hängt das alles zusammen?

Gruß
Detlef
 
Regis Am: 04.05.2020 18:56:20 Gelesen: 1817# 143 @  
@ dr31157 [#140]

Dein Brief war mit 50% Auslandsgebühr frankiert. Der Reichspost fehlten damit 12 !/" Goldcentimes. Im Empfängerland wurden folglich das Doppelte, 25 Centimes zu bezahlen. 100% Auslandsgebühr der USA waren 5 Cents. Diese wurden zwar hier ausgewiesen, aber auf einem anderen Poststück an diesen Empfänger mit Porto-Marken als Collect-Porto (gesammeltes Porto) verrechnet. Dazu hänge ich einen Brief an, der korrekt komplett frankiert war, auf dem aber das gesammelte Porto anderer Sendungen mit Portomarke verklebt wurde. Collect-Porto ist eine spezielle Verfahrensweise der US-Post erfunden für die Abrechnung von Versandhaus-Antwortsendungen, die für die Absender ja kostenfrei sein sollten.



R-Brief aus Großbritannien mit Collect-Porto 10 Cents, dieser Brief ist voll frankiert.

Gruß Regis
 
dr31157 Am: 04.05.2020 20:21:51 Gelesen: 1799# 144 @  
@ Regis [#143]

Vielen Dank für die Infos.

Gruß
Detlef
 
dr31157 Am: 06.05.2020 17:50:21 Gelesen: 1751# 145 @  
@ Regis [#143]

Hallo Regis,

ich möchte noch einmal auf das von Ihnen erwähnte "Collect-Porto" aus den USA zurückkommen. Die Zusammenhänge bleiben mir hier immer noch unklar. Leider konnte ich zum Collect-Porto nichs finden. Ich bin kein USA-Sammler um mir für einem Einzelfall, obwohl er interessant zu sein scheint, gleich umfangreiche teure Literatur hierzu zuzulegen. Gibt es hier ausreichende angemessen günstige Unterlagen?

Viele Grüße
Detlef
 
Regis Am: 07.05.2020 21:33:54 Gelesen: 1677# 146 @  
@ dr31157 [#145]

Zu Collect-Porto ist mir keine Literatur bekannt. Ich habe nur die in meiner Sammlung befindlichen Belege mit Collect Porto (1898 - 1940) ausgewertet.

Gruß Regis

P.S. Solange Porto und Gebühr stetig verwechselt werden und Formulierungen wie - das Frankieren des Portos - benutzt werden, wird es schwierig sachlich über Porto zu reden.
 
dr31157 Am: 08.05.2020 08:33:26 Gelesen: 1635# 147 @  
@ Regis [#146]

Vielen Dank für die Info.

Gruß
Detlef
 
dr31157 Am: 13.05.2020 19:59:37 Gelesen: 1502# 148 @  
Ganzsachen Aufbrauchsausgaben mit Zudruck ab 1906

Hallo,

ich habe hier eine frankaturgültige Ganzsache P 70 X. Die Postkarte wurde für eine Auslandskorrespondenz nach Holland die zusätzlich mit 10 Pf. zusätzlich frankiert wurde. Also zusammen mit insgesamt 15 Pf. überfrankiert.

Ich habe weitere Postkarten von 1906 die mit 5 Pf. zufrankiert und nicht beanstandet wurden.

Sprechen evtl. irgendwelche Bestimmungen, das diese Karten nicht für den Auslandsverkehr eingesetzt werden sollten. Ich konnte nichts entsprechendes finden und meine das eine Verwendung mit Zusatzfrankatur im Ausland legitim war.

Kann mir das jemand so bestätigen?

Gruß
Detlef
 
dr31157 Am: 20.05.2020 20:50:00 Gelesen: 1359# 149 @  
Portobestimmung

Hallo,

ich habe hier eine Württembergische Postkarte mit Werteindruck 5 1/2 Pf. und 7 1/2 Pf. Zusatzfrankatur.

Ich meine, das die württembergische Postkarte Ausgabe 1916 verwendet im Okt. 1918 nicht nur in Württemberg, sondern im gesamten Reichsgebiet noch Gültigkeit hatte, oder?

7 1/2 Pf. war die korrekte Frankatur für diese Karte im Ortsverkehr. Offensichtlich wurde vom Absender der Werteindruck von 5 1/2 Pf (aus Zweifel ?) nicht berücksichtigt. Es hätten doch nur 2 Pf. zufrankiert werden müssen?

Was ist nun richtig? Kann mir das jemand erklären?



Gruß
Detlef
 
inflamicha Am: 20.05.2020 21:04:55 Gelesen: 1351# 150 @  
Hallo Detlef,

Du hast recht- die Ganzsache war deutschlandweit gültig und 2 Pfg. Auffrankatur hätten vollauf genügt, um auf das nötige Ortsporto zu kommen. Ich denke die Antwort ist simpel: Der Absender hatte einfach keine kleinen Werte vorrätig und hat deshalb eine verfügbare zu 7 1/2 Pf. dazugeklebt, um dem Empfänger kein Nachporto zu "bescheren".

Gruß Michael
 
dr31157 Am: 20.05.2020 21:17:58 Gelesen: 1339# 151 @  
@ inflamicha [#150]

Hallo Michael,

vielen Dank für die Bestätigung und Erklärung.

Viele Grüße
Detlef
 
Marcello Am: 30.05.2020 15:32:37 Gelesen: 1154# 152 @  
Hallo zusammen,

ich hätte zu unterem Beleg eine Frage. Es handelt sich um eine Ansichtskarte frankiert mit einer 5 Pfg Germania und 10 Rappen Schweiz.

Beide mit dem Schweizer Stempel von Romanshorn entwertet. Romanshorn liegt am Bodensee, was meine Recherche ergab. [1]

Jetzt kenne ich mit schweizer Porti nicht aus, aber ich habe folgende Vermutung. 10 Rappen Schweizer Porto bis zur Grenze und 5 Pfg Deutsches Porto bis nach Stuttgart. Kann das jemand bestätgen oder liege ich auf dem Holzweg ?




Besten Dank im voraus

Grüße

Marcel

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Romanshorn
 
ligneN Am: 30.05.2020 15:44:46 Gelesen: 1149# 153 @  
Schweiz und DR waren Gründungsmitglieder des Weltpostvereins. Da gab es kein "Porto bis zur Grenze" mehr.

10 Rp. waren das Porto für Auslandskarten UPU.

Die 5 Pf. Germania ist Souvenir - oder klebte schon drauf.
 
ChristianSperber Am: 30.05.2020 17:42:11 Gelesen: 1138# 154 @  
@ Regis [#143]
@ dr31157 [#145]
@ Regis [#146]

Hallo allerseits,

zu "Collect-Porto" kann ich nichts beitragen.

Allerdings bin ich der Meinung, dass die 10c-US-Portomarke einen ganz anderen Hintergrund hat, nämlich die Zollbehandlung dieser Sendung.

Der Absender hat unter der Adresse angegeben, dass die Sendung Briefmarken enthielt.

Der Stempel "Supposed liable to customs duty" bedeutet, dass die Sendung dem Zollamt vorzuführen war. Das Zollamt entschied, dass kein Zoll zu entrichten war (blasser Stempelabdruck "Duty waived").

Seit dem 1.10.1925 waren 10 Cent Nachgebühren für die Zollbehandlung zu erheben [1], Kapitel 22. Seit dem 1.7.1930 gab es eine höhere Gebühr für die Zollbehandlung von Paketen, daher der Stempel "Letter Package. Collect 10 cents".

Ich habe verschiedene Briefe in meiner Sammlung, die dieses Vorgehen dokumentieren. Aber das gehört jetzt wirklich nicht mehr in diesen Thread.

Gruß

Christian

[1] A.S. Wawrukiewicz, H.W. Beecher: U.S. International Postal Rates, 1872-1996. Portland, 1996.
Hinweis: Es gibt eine zweite Auflage dieses Buches, die ich allerdings nicht besitze.
 
Marcello Am: 13.06.2020 20:00:51 Gelesen: 944# 155 @  
Hallo zusammen,

ich habe mal wieder eine Portofrage und mit meiner Literatur komme ich nicht weiter. Es handelt sich um einen Wertbrief über 11800 Mark bzw. 1000 Schweizer Franken in die Schweiz. Gesamtporto 95 Pfennig.

Laut Vermerk links oben betrug das Gewicht 22 g. In meinem Michel Gebührenhandbucg betrug ein Brief bis 30 g in die Schweiz 40 Pfennig in der Periode 01.04.1900-31.03.1906. Somit verbleiben 55 Pfennig.

Jetzt meine Frage, kann mir jemand die verbleibenden 55 Pfennig erklären ?

Besten Dank

Marcel


 
dr31157 Am: 13.06.2020 20:46:10 Gelesen: 931# 156 @  
@ Marcello [#155]

Hallo Marcel,

Porto = 40 Pf. + Tarif v. 01.01.1875 Wertbriefe über 10 Meilen = 40 Pf. + Versicherungsgebühr = 15 Pf. = 95 Pf. Gesamtporto.

Viele Grüße
Detlef
 
Marcello Am: 13.06.2020 21:23:07 Gelesen: 917# 157 @  
@ dr31157 [#156]

Servus Detlef,

ich danke dir für deine Ausführungen.

Schönen Abend noch

Grüße
Marcel
 
charly999 Am: 14.06.2020 08:41:44 Gelesen: 885# 158 @  
@ dr31157 [#156]

Ist das nicht das Inlandsporto? Im Michel-Gebührenhandbuch hatte ich gestern abend die Erklärung für die 55 Pfg auch gefunden, aber nicht als Auslandsporto in die CH. Übersehe ich da etwas oder waren die Gebühren in diesem Zeitraum gleich?
 
dr31157 Am: 14.06.2020 08:58:44 Gelesen: 881# 159 @  
@ charly999 [#158]

Ich bin auch nicht der große Experte, aber hier in dieser Zeitperiode ist die Gebührenfindung im Michel-Gebührenhandbuch schwierig. Die Gebührentabelle im Michel Deutschland-Spezial (2017) gibt es den Hinweis auf den Tarif vom 01.01.1875, wo diese Zusatzgebühren einheitlich im Postverein galten.
 
charly999 Am: 14.06.2020 16:05:40 Gelesen: 851# 160 @  
@ dr31157 [#159]

Danke für diesen Hinweis! In meinem Spezial 2016 findet er sich noch nicht. Macht aber Sinn, denn im Gebührenhandbuch sind erst ab 1906 ünterschiedliche Gebühren für Wertbriefe vermerkt.
 
philast Am: 14.06.2020 16:06:52 Gelesen: 849# 161 @  
@ Marcello [#155]

Hallo,

ich biete folgende Erklärung:

40 Pf = Porto für die Schweiz je 20g 20Pf
20 Pf = Einschreibgebühr für den Wertbrief
32 Pf = Versicherungsgebühr in die Schweiz 8Pf pro 240Mk Wertangabe 4*8=32 Pf
92 Pf = Summe, dies musste auf einen durch 5 teilbaren Betrag aufgerundet werden --> 95 Pf zu frankieren.

Quelle:
Posthandbuch Der kleine Stephan
Illustriertes Deutsches Post- und Telegraphen-Handbuch
14. Auflage vom März 1906

Grüsse
philast
 
dr31157 Am: 14.06.2020 16:45:46 Gelesen: 840# 162 @  
@ philast [#161]
@ charly999 [#160]

Hallo,

von dieser Rechenart habe ich noch nichts gehört und gesehen. Ok? Frage mich, wo ist der Einschreibzettel?

Viele Grüße

Detlef
 
Marcello Am: 14.06.2020 17:12:55 Gelesen: 831# 163 @  
@ philast [#161]
@ dr31157 [#162]

Hallo,

ich danke für die Ausführung. Das deckt sich auch mit den Ausführungen im Infla Band Nr. 12 von Herrn Oechsner (siehe Anhang), ich kam nur mit den 240 Mk ins Stolpern. Ich dachte nicht dran, das es ja ein durch 5 teilbarer betrag sein muss.

Besten Dank.

Grüße
Marcel


 
dr31157 Am: 23.06.2020 17:27:13 Gelesen: 616# 164 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier 2 Nachnahmebelege mit unterschiedlichen Frankaturen. Beide stammen aus derselben Tarifperiode. Die Nachnahmevorzeigegebühr betrug 20 Pf. Warum wurde hier einmal das Porto für Drucksachen = 3 Pf. und einmal für Postkarten = 8 Pf. vom Finanzamt verklebt?




Wer kann mit das erklären, welche Portoart war normal?

Viele Grüße
Detlef
 
dr31157 Am: 24.06.2020 08:59:49 Gelesen: 561# 165 @  
@ dr31157 [#164]

Hallo zusammen,

kann mir keiner der Experten erklären, welche der beiden Portovarianten in dieser Tarifperiode die richtige Frankatur war?

Wäre für meine Beschreibung des Beleges wichtig.

Viele Grüße
Detlef
 
Regis Am: 24.06.2020 11:53:43 Gelesen: 542# 166 @  
@ dr31157 [#164]

Beide Nachnahmen sind frankiert mit 20 PF Vorzeigegebühr. Die erste gelaufen als Drucksache zu 3 PF, die zweite frankiert als Postkarte 8 PF. Beide Möglichkeiten sind korrekt.

Gruß Regis
 
dr31157 Am: 24.06.2020 12:44:00 Gelesen: 534# 167 @  
@ Regis [#166]

Hallo Regis,

inwiefern war das korrekt? Die beiden Nachnahmekarten kommen von der gleichen Dienststelle. Der Einkommensteuereinzug war ja kein Einzelfall für die Behörde. Vom Sachverhalt kein großer Unterschied.

Aber, befindet sich nicht auf der Rückseite für eine Druckache bereits zu viel handgeschriebener Text? Mußte das nicht von der Post moniert werden? Dann wäre ja die andere Nachnahmekarte als Postkarte überfrankiert gewesen.

Aber zu Nachnahmen habe ich leider in meiner Literatur nichts zu diesem Thema gefunden.

Viele Grüße
Detlef
 
Regis Am: 24.06.2020 16:01:55 Gelesen: 512# 168 @  
@ dr31157 [#167]

Solche Formulare fallen an sich unter Drucksache. Da der Empfänger alle Gebühren bezahlen musste (einschließlich Postgebühren) hätte er sich über 5 Pfennig beschweren können. Aber wer streitet um 5 PF mit dem Finanzamt ? Mit korrekt meine ich - zulässig - da der Grad der Ressourcenverschwendung gering ist.

Mit bestem Gruß Regis
 
dr31157 Am: 24.06.2020 16:27:41 Gelesen: 510# 169 @  
@ Regis [#168]

Vielen Dank für die Info.

Viele Grüße
Detlef
 
dr31157 Am: 05.07.2020 17:19:12 Gelesen: 330# 170 @  
Hallo zusammen!

Bestimmung des Postauftrages



Mit was wurde hier die Post beauftragt? Was hat es mit dem Einschreibzettel auf sich? Einschreibgebühr wurde wohl nicht berechnet?

Verklebt wurden 62 Pf. Nach meinen Unterlagen dürfte es sich hier um 12 Pf. = Briefporto u. 50 Pf. für den Postauftrag handeln. Für das Einschreiben bleibt nichts über? Blauer Vermerk 27/30?

Ich bitte die Sammler von Postsachen mir den Sachverhalt und die Gebührenberechnung genau erklären?

Viele Grüße
Detlef
 
inflamicha Am: 06.07.2020 10:06:27 Gelesen: 278# 171 @  
Hallo Detlef,

mit einem Postauftrag wurde die Post mit der Einziehung von Geldforderungen (z.B. fällige Wechsel) beauftragt. Die Gebühr hierfür war eine sogenannte zusammengesetzte Gebühr aus Einschreibgebühr (deshalb der R-Zettel) und einer Vorzeigegebühr, bei Deinem Beleg also 12 Pf. Briefporto und 50 Pf. für den Postauftrag aus 30 Pf. Einschreibgebühr und 20 Pf. Vorzeigegebühr = 62 Pf. Gesamtgebühren.

Gruß Michael
 
dr31157 Am: 06.07.2020 15:40:39 Gelesen: 245# 172 @  
@ inflamicha [#171]

Hallo Michael,

vielen Dank für die Info.

Gruß
Detlef
 
dr31157 Am: 11.07.2020 22:11:37 Gelesen: 94# 173 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier ein Brief, wo ich gern wüsste, wer den violetten Stempel "Fee CLaimed by Office of First Adress" abgeschlagen hat und was er bedeutet.

Google übersetzt: Gebühr vom Büro der ersten Adresse geltend gemacht

Der Brief wurde doch portogerecht frankiert. Was wurde da noch geltend gemacht?



Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß Detlef
 
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