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Thema: (?) (148) Deutsches Reich: Portobestimmung von Belegen
Das Thema hat 154 Beiträge:
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Marcello Am: 13.03.2016 14:28:55 Gelesen: 34445# 55 @  
Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu unten gezeigten Beleg. Ich habe meine gesamte Portoliteratur gewälzt, komme aber auf keinen grünen Zweig. Vielleicht weiß jemand von euch die Lösung?



Es handelt sich um eine Postkarte mit Eilbote. Das Porto betrug in der Portoperiode 01.04.1900-30.06.1906 für eine Postkarte 5 Pfg und für die Eilzustellung 25 Pfg. Wären zusammen 30 Pfg. Jedoch ist die Karte nur mit 25 Pfg austaxiert. Es würden also 5 Pfg fehlen. Übersehe ich was oder liegt die Lösung woanders ?

Auf Antworten freut sich

Marcel
 
roman Am: 20.04.2016 20:58:48 Gelesen: 33863# 56 @  
Habe hier einige Infla Belege gefunden, Krabbelkiste 1 Euro das Stück, und bin am "Lesen" lernen.

Also ich meine dieser ist portogerecht mit 4 Millionen, oder? Wertermittlung wäre auch interessant.

Hamburg nach Bremen am abgestempelt am 6.10.23 V 10-11 und angekommen am selben Tag "N 4-5", super schnell. Frankiert mit der Michel 305 x 5. Einschreibegebühr 2 Millionen, und Porto Fernverkehr 2 Millionen.

Ist das so richtig?


 
roman Am: 20.04.2016 21:07:50 Gelesen: 33856# 57 @  
Der ist schwer für mich.

Von Kiel nach Kiel Gaarden, am (29.11.23 12-1N) und angekommen am (29.11.23 11-12V).

Für Ortsbrief sollte sein nach Porto Tabelle 40 Milliarden bei 20 g oder 48 Milliarden bei bis 100g. Einschreibe geb. 80 Milliarden.


 
muemmel Am: 20.04.2016 21:10:52 Gelesen: 33855# 58 @  
@ roman [#56]

Moin Roman,

in der Tat ein nettes Teil. Eine MeF der 305 findet man sicher nicht alle Tage.

Je 2 Millionen für Porto und R-Gebühr ist auch ok. Also alles tarifrichtig.

Bitte weiteres Belege unter "Deutsches Reich Inflationsbelege" zeigen. Hierzu ein neues Thema eröffnen, ist nicht sonderlich sinnvoll.

Gruß
Mümmel
 
roman Am: 20.04.2016 21:13:08 Gelesen: 33852# 59 @  
Bei der Bewertung gibt es noch Sonderaufschläge? Oder nur Markenwert auf Brief?

Also frankiert mit 41 Milliarden und 25 Tausend und 50 Mark - kann das stimmen?
 
muemmel Am: 20.04.2016 21:41:14 Gelesen: 33836# 60 @  
@ roman [#57]

Nochmal moin,

offen gestanden würde ich einen solchen Brief nicht in meine Sammlung aufnehmen. Er stammt aus der Zeit der Vierfachaufwertung und da betrug das Porto für einen Ortsbrief 40 Milliarden und die R-Gebühr 80 Milliarden. Also wären eine Marke zu 10 und eine zu 20 Milliarden vollkommen ausreichend gewesen. Ergo total überfrankiert. Die "kleinen" Werte mit Millionen und kleiner hatte der Absender anscheinend nur aus Jux und Dollerei verklebt, da das Geld ja eh nichts mehr wert war und 2 Tage später die Rentenpfennigmarken eingeführt wurden.

Grüßle
Mümmel
 
roman Am: 20.04.2016 21:45:51 Gelesen: 33831# 61 @  
Obwohl die 50 m drauf ist die 245 ? Also lieber ablösen? ;-) ?

Sah auch nach "Mache" aus, aber alle für 1 Euro aus der Flohmarktkiste.
 
muemmel Am: 20.04.2016 21:54:01 Gelesen: 33828# 62 @  
@ roman [#61]

Die MiNr. 245 war zu der Zeit überhaupt nicht mehr frankaturgültig.
 
roman Am: 20.04.2016 21:57:13 Gelesen: 33824# 63 @  
Also Fake, sieht aber trotzdem schön aus, hast du eine Luftpostportotabelle für meinen anderen Beleg, sieht natürlich auch irgenwie nach "Laune" aus.
 
Max78 Am: 29.06.2016 22:23:00 Gelesen: 32742# 64 @  
Hallo zusammen,

zu diesem erst einmal ganz gewöhnlich erscheinenden Brief habe ich eine Frage, die mir eventuell jemand von Euch beantworten könnte.

Mit 20 Pf. wurde dieser Brief von Berlin nach Italien gesendet, soweit das ganz gewöhnliche Porto für Auslandsbriefe bis 15 Gramm. Allerdings habe ich dann gesehen, dass es sich um eine Sendung "Königliche Angelegenheit" handelt, die, soweit ich weiß, im Inland portofrei war, jedoch im Ausland nicht. Nun trägt das Kuvert rückseitig noch einen Briefträgerstempel und ich frage mich, ob dieser Brief per "Express" versendet wurde, die 20 Pfennige also eventuell dafür verklebt wurden ?

Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen:



mit Grüßen Max
 
DerLu Am: 30.06.2016 19:59:43 Gelesen: 32671# 65 @  
@ Max78 [#64]

Hallo Max,

nach meinem Verständnis des Portofeiheitsgesetzes von 1869 erstreckte sich die Porto- und Gebührenfreiheiten nur auf Sendungen innerhalb des Deutschen Reiches (1869 noch der Deutsche Bund). Sendungen ins Ausland waren normal zu frankieren. Mit den 20 Pf. für die Eilbestellgebühr liegst du m.W. falsch, da die Eilbestellgebühr für Auslandssendungen, wie im Inland, 25 Pf. betrug.

Gruß DerLu
 
Max78 Am: 01.07.2016 00:16:42 Gelesen: 32637# 66 @  
Danke Dir für die Informationen. Ich wurde nur ein wenig durch die rückseitigen Stempel in die Irre geführt.

Mit Grüßen Max
 
Max78 Am: 02.07.2016 01:27:05 Gelesen: 32571# 67 @  
Hallo zusammen,

bei dem folgenden Beleg habe ich schon wieder das Problem, dass ich das Porto nicht genau verstehe. Da ich eine Mi. 39 PFENNIG als EF auf Brief ohne Vermerk Drucksache noch nie gesehen habe, kann mir jemand hoffentlich erklären, ob es noch andere Sendungen im Jahre 1886 gab, die für 3 Pfennige transportiert wurden.

Es handelt sich hier um einen sehr kleinen Umschlag, der von Wilhelmshaven nach Hannover an einen Postsekretär gesendet wurde. Fehlt auf dem Umschlag einfach nur der Vermerk Drucksache oder galt für Sendungen "von Post zu Post" eine Portoermäßigung, oder ist das Briefchen unterfrankiert???

Rückseitig sind keine Infos vorhanden, hier die Vorderseite:



mit Dank im Voraus für eine hilfreiche Antwort,

mit Grüßen Max
 
inflamicha Am: 02.07.2016 08:13:21 Gelesen: 32547# 68 @  
@ Max78 [#67]

Hallo Max,

es kann sich nur um eine Drucksache handeln. Eine entsprechende Aufschrift war nicht vorgeschrieben. Zwingend war aber, dass der Umschlag nicht zugeklebt wurde. So konnte die Post kontrollieren, ob der Inhalt wirklich nur aus "gedruckten Sachen" bestand. Schau mal nach, die Briefklappe sollte offen sein.

Gruß Michael
 
Max78 Am: 02.07.2016 10:37:14 Gelesen: 32524# 69 @  
Vielen Dank, Michael, für Deine Antwort!

Du hast recht, das Briefchen ist hinten nur eingesteckt und nicht verklebt. Ich werde mir das gleich mal rausschreiben und für die Zukunft abspeichern. Dem Datum zufolge wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gedruckter Neujahrsgruß gewesen sein.

Bevor ich diese Frage ins Forum gestellt habe, suchte ich vergebens im Internet nach einem Regelwerk oder "Postgesetz" aus dieser Zeit, bin aber leider nicht fündig geworden.

vielen Dank nochmals, mit Grüßen Max
 
DerLu Am: 04.07.2016 18:33:19 Gelesen: 32438# 70 @  
@ Max78 [#69]

Hallo Max,

die Postordnung vom 8.3.1879 (die müsste m.W. am nächsten an deine Drucksache heranreichen) findest du z.B. hier [1].

Schwierig wird es aber natürlich, die kleineren Änderungen bis zum Erlaß der nächsten Postordnung nachzuverfolgen. Da musst du dich durch die einzelnen Jahrgänge wühlen.

Ansonsten hat Werner Steven in der "Schriftenreihe des Verbandes der Philatelisten in Nordrhein-Westfalen e.V." einige Bände mit Abschriften (teilweise leider fehlerhaft) von Postordnungen etc. herausgegeben.

Gruß DerLu

[1] http://starweb.hessen.de/cache/hessen/regierungsblatt/hessisches_regierungsblatt_1879.pdf (ab Seite 82).
 
Max78 Am: 13.07.2016 11:20:11 Gelesen: 32249# 71 @  
Hallo DerLU,

hab Deine sehr hilfreiche Info jetzt erst gelesen und wollte mich dafür noch herzlich bei Dir bedanken! Da ich mich ja mit alten Schriften beschäftige, werde ich mal schauen, ob ich noch an Unterlagen rankomme.

mit Grüßen Max
 
HWS-NRW Am: 15.07.2016 13:14:29 Gelesen: 32381# 72 @  
Hallo und einen guten Abend,

ich sitze immer noch an meinem Sachbuch über Gebühren, die auf Formularen ausgewiesen wurden.

Zur Thematik "Zeitungsbestellung" habe ich eine Frage.



(MiNr 82) 40 Pf. Luitpold rs. auf "Zeitungsbestellung" mit Steg-K1 SCHALDING / 23.5.17 als Gebühr für die Lieferung der Donauzeitung für einen Monat an einen Soldaten im Feld



Hier noch die Vorder- und Rückseite einer weiteren "Zeitungsbestellung" von einem Soldaten, auch hier wurde die Gebühr (für drei Monate/Lieferungen) mit je 40 Pfennig ausgewiesen.

Kann mir jemand weiterhelfen bzw. bestätigen, ob die Soldaten im Feld eine ermäßigte Gebühr zahlen mußten gegenüber der normalen Gebühr von 50 Pfennig in der Portoperiode 2

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe
Werner
 
DerLu Am: 18.07.2016 07:17:08 Gelesen: 32105# 73 @  
@ HWS-NRW [#72]

Hallo Werner,

lt. dem Handbuch der ArGe-Deutsche Feldpost 1914-18 wurden die Zeitungen nach der inländischen Zeitungsliste berechnet: "Wie im Inlandsverkehr würde dafür das Zeitungsgeld nach der Zeitungspreisliste, zusätzlich dazu aber noch eine Verpackungsgebühr erhoben." Die Verpackungskosten betrugen bei einmaligem wöchentlichen Bezug 30 Pf., bei zwei - dreimaligem 60 Pfg., und bei öfterem Bezug 120 Pf. (gültig bis 1.4.1918, danach wurden die Gebühren auf 60Pf, 90 Pf bzw. 150 Pf erhöht).

Aber schon ab dem 5.9.1914 konnte von Personen in der Heimat zu den üblichen Preisen Zeitungen für Soldaten an der Front bestellt werden. Dies scheint bei den von dir gezeigten Belegen der Fall gewesen zu sein. Was aber das Porto auch nicht erklärt.

Gruß DerLu
 
HWS-NRW Am: 18.07.2016 12:04:17 Gelesen: 32079# 74 @  
@ DerLu [#73]

Danke für Deine ausführliche Erklärungen, werde es mal in den Arge-Rundbrief bringen, eventuell gibt es da mehr rauszubekommen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Marcello Am: 21.08.2016 22:26:51 Gelesen: 31434# 75 @  
Hallo zusammen,

wollte mal fragen, ob vielleicht jemand in der Zwischenzeit was zu meinem Portoproblem in Beitrag [#55] eingefallen ist ?

Grüße
Marcel
 
muemmel Am: 21.08.2016 23:08:06 Gelesen: 31420# 76 @  
@ Marcello [#75]

Nabend Marcel,

ich vermute mal, dass der Absender 5 Pf. zu wenig verklebt hat (ob mit Vorsatz oder versehentlich sei dahingestellt) und bei der Post niemand richtig hingeschaut hatte.

Auch wenn in der Vorkriegszeit die Postler weitaus penibler waren, gab es auch zu der Zeit derartige "Durchrutscher".

Schönen Gruß
Mümmel
 
Marcello Am: 21.08.2016 23:18:38 Gelesen: 31417# 77 @  
@ muemmel [#76]

Hallo Mümmel,

vielen lieben Dank. Ein weiteres Rätsel meiner Sammlung gelöst. Ich wünsche noch einen schönen Abend.

Grüße
Marcel
 
HWS-NRW Am: 28.08.2016 18:27:26 Gelesen: 31260# 78 @  
Hallo und einen schönen Sonntag Abend.

In [#72] hatte ich bei Euch angefragt, ob mir jemand bei diesen Belegen weiterhelfen kann. Heute endlich habe ich die Antwort darauf selber rausbekommen und gebe sie hiermit an Euch weiter und präsentiere auch noch einen weiteren Beleg, den ich auch schon in meinem Buch-Manuskript verarbeitet habe.



Laut Feldposterlaß 28 c konnten ab dem 5.September 1914 Zeitungen durch beliebige Personen in der Heimat bei den Postanstalten unter den üblichen Bedingungen für Angehörige des Feldheeres bestellt werden. Wie im Inlandsverkehr wurde dafür ein Zeitungsbestellgeld, dazu aber noch eine „Verpackungsgebühr“ erhoben. Für mehr als dreimal wöchentlich erscheinende Zeitungen betrug diese Gesamtgebühr monatlich 40 Pfennig, die bei Aufgabe der Bestellung zu zahlen war und danach von den Postbeamten auf dem Formular verklebt und entwertet wurden.

mit Sammlergruß
Werner
 
Marcello Am: 01.09.2016 17:25:23 Gelesen: 31126# 79 @  
Hallo zusammen,

ich habe erst vor kurzem angefangen, Pfennige, Pfennig und Krone/Adler zu sammeln. Jedenfalls bin ich mit meiner Literatur noch nicht so weit und mir flatterte folgender Beleg mir ins Haus. Da ich so etwas noch nicht gesehen habe, hat mir vielleicht hier jemand freundliches im Forum eine Antwort.

Der Beleg wurde mit einer 50 Pfg (Michel 36) frankiert und ging von Karlsruhe nach Emendingen. Laut Stempel 01.12.1876.



Meine Frage, fehlt da Porto oder passt das ? Weil oben Auslagen in Höhe von 3,40 Mark ausgewiesen sind. Wie gesagt, ich nähere mich dem Thema erst an.

Über Hilfe und eine Antwort würde ich mich freuen.

Grüße
Marcel
 

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