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Thema: Rumänien für Sammler
Das Thema hat 955 Beiträge:
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Pepe Am: 09.01.2014 14:07:53 Gelesen: 437938# 106 @  
@ 10Parale [#105]

Allen Rumänienfreunden noch ein glückliches 2014 wünscht mit etwas Verspätung herzlich Pepe.

Die Rumänienphilatelie wird von den Fälschungen auf Dauer bestraft. Leider sind viele Sammler von kriminellen Betrügern schon Opfer geworden. Ich persönlich werde keine müde Mark für eine fälschungsgefährdete ungeprüfte Marke ausgeben. Noch habe ich auch keine Absicht meine kleine Sammlung prüfen zu lassen. Das mögen denn die Erben tun, sofern sie die Marken sehr wahrscheinlich doch lieber zu Bargeld machen möchten. Wichtig wird es sein, auf die Fälschungsproblematik ausdrücklich hinzuweisen.

Will trotz etwas Unmut die kleine Reise weiterführen.



1886 ? ? , Mi 64, rot auf gelblich, gz. 13,5



1885, Mi 65, rotbraun, gz 11,5, 1887, Mi 66 rotbraun auf bräunlich, gz 13,5



1885, Mi 67, blau, gz. 13,5, 1887, Mi 68, blau auf gelblich, gz. 13,5



1885, Mi 69, braungelb auf gelblich, gz. 13,5

Nette Grüße
Pepe
 
briefmarkenwirbler24 Am: 09.01.2014 14:33:50 Gelesen: 437929# 107 @  
@ Pepe [#106]

Hallo Peter,

ich wünsche dir ebenfalls ein frohes neues Jahr 2014, nicht nur in philatelistischer Hinsicht. Ich sammele zwar kein Rumänien, aber mich würde interessieren, wie man eine Fälschung gegenüber einer echten Marke unterscheidet.

Kann auch jemand die Marken aus dem Fürstentum Moldau zeigen? Werden ja als einer der seltensten Briefmarken gezählt.

Mfg

Kevin
 
Pepe Am: 09.01.2014 15:44:12 Gelesen: 437916# 108 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#107]

Danke für die Wünsche. Zum Thema Rumänien gehe bitte mal in die Philaseiten-Suche. Da wirst Du staunen.

Nette Grüße
Pepe

[Redaktionelle Ergänzung: Klick auf Philaseiten A bis Z, dort auf den Buchstaben R und dort auf den Landesnamen Rumänien klicken und Themen mit 221 Beiträgen lesen: http://www.philaseiten.de/s/hilfe.html#Suche_0 . Und immer wieder der Hinweis auf die Hilfe, die helfen würde, wenn sie gelesen würde.]
 
10Parale Am: 09.01.2014 21:09:46 Gelesen: 437884# 109 @  
@ Pepe [#103]

Erst mal ein frohes Neues Jahr 2014 für alle Hobby-Philatelisten und Rumäniensammler.

Zu Michel Nr. 62 bzw. 63 5 Bani König Carol I. habe ich heute einmal in einem rumänischen Briefmarkenkatalog (Carjan, Manole) aus dem Jahr 2006 geforscht. Da gibt es unter der rumänischen Nummer 65B. mit der Zähnung 11 1/2: 13 1/2 (= entspricht unserer Michel Nr. 62) zwei unterschiedliche Farben, die Farbe grün und die Farbe grün-gelb (verde-galbui) aus dem Jahr 1888 - 65B.a. - diese Marke ist angesetzt mit einem Wert von 175,-- Euro für gebraucht und 150,-- Euro für gestempelt.

Allerdings habe ich von einer grün-gelben Farbe in deutschen Katalogen nichts gehört.

Ein guter Weg um Fälschungen zu entgehen, ist Ganzsachen zu sammeln. Ich verweise auf die Rubrik "echt oder falsch" unter Rumänien, wo zonenandy schildert, wie er auf dem Flohmarkt ein Lot von rumänischen Briefmarken gekauft hat, die alle als Fälschungen geprüft wurden. Lediglich die einzige in dem Lot vorhandene Ganzsache war echt.

Es liegt, daran, dass die Ganzsache mehr wichtige Informationen hergibt als eine lose Marke, Informationen, die auch auf die Echtheit der Marke schließen lassen.

Beigefügt eine Postkarte, echt gelaufen und abgeschlagen am 16. August 1888 in Bukarest, frankiert mit der Michel Nr. 63 (es wäre ein Wunder, wäre diese Marke die seltene grün-gelbe Marke 65B.a aus dem Rumänien Katalog), d.h zusatzfrankiert, portogerecht und mit Ankunftsmerkmal aus Schwäbisch-Gmünd vom 20.8.1888.

Im übrigen ein Inkasso-Schreiben, ein frühes Inkasso-Schreiben, es gab also damals schon professionelle Geldeintreiber, was ja auch manchmal bei mangelnder Zahlungsmoral durchaus Sinn macht.

Liebe Grüße

10Parale


 
zonen-andy Am: 11.01.2014 17:33:35 Gelesen: 437835# 110 @  
@ Pepe [#106]

Hallo Spezialisten,

bei der Mi.Nr.64 sind mir 2 unterschiedliche Farben alle Zähnung A 13,5 aufgefallen. Die linke Marke rot auf gelblich wie verausgabt bzw. mattrot? Die beiden anderen. Könnte es sein, dass es sich um Mi.Nr.73 ohne Wappeneinpressung handelt? Allerdings wurde die rechte Marke schon 1887 gestempelt - siehe Scan.

viele Grüße

Andreas


 
10Parale Am: 11.01.2014 20:55:13 Gelesen: 437813# 111 @  
@ zonen-andy [#110]

Carjan/Manole unterscheiden in einem rumänischen Katalog bei der Michel Nr. 64 Zähnung 13 1/2 tatsächlich zwischen den Farben a. feuerrot auf gelblichem Papier (rosu-aprins hirtie galbena) und b. karmin-rosa auf gelblichem Papier (carmin-rosu), wobei die Farbe karmin-rosa etwas höher bewertet ist, besonders auf Ganzsache.

Bei der linken Marke dürfte es sich meiner Ansicht nach also um die Farbe feuerrot handeln, die beiden anderen Marken (ich kann leider nur eine 8(7) der Jahreszahl 87? erkennen, handelt es sich wohl um karminrosa.

Bei der Michel Nr. 73 gibt es übrigens im rumänischen Katalog auch zwei Farb-Unterschiede, einmal a. ziegelrot und b. carmin. Unter Umständen könnte die rechte Marke auch zu diesen gehören.

In der Abbildung zeige ich noch eine Postkarte mit einer noch nicht im Michel aufgeführten Nr. 63 b karminrosa auf gelblichem Papier als Zusatzfrankatur auf einer Postkarte von Focsani nach Paria, abgeschlagen am 7. Januar 1888 in Focsani. Interessant ist noch der Druckausschluss bei der Wertziffer 5. Obwohl leider beschnitten, ein schönes Dokument der Philatelie.

Grüße 10Parale


 
10Parale Am: 16.01.2014 16:36:13 Gelesen: 437612# 112 @  
@ Heinz7

Hallo Heinz,

hast Du Informationen über den 1 Kreis Stempel Jassy auf dem von Dir eingestellten Brief von [#78] (siehe auch [#77]) Habe solch einen Stempel in keinem meiner schlauen Bücher gesehen. Zu dieser Zeit (1858) waren lediglich Stempel M1/M2 im Umlauf, diesen Zierstempel habe ich weder bei Heimbüchler noch bei Dragomir gefunden.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 19.01.2014 00:09:00 Gelesen: 437543# 113 @  
@ 10Parale [#112]

Hallo 10 Parale,

die Abbildung (no. 78) habe ich zwar nicht eingestellt, aber eine Antwort kann ich Dir geben. Du findest den Stempel bei Rumänien nicht, weil es ein österreichischer Stempel ist, der von Österreich eingesetzt wurde in der Phase nach dem Krimkrieg (dritte Periode der österreichischen Post in Rumänien). Der Stempel ist u.a. abgebildet bei Tchilinghirian/Stephen ("Austrian Post Offices Abroad; Part Six: Bosnia, Serbia, Danubian Principalities"), GB-Aberlour 1966, fig. 757 (Seite 456). Im Katalog CMPR 74 von Dragomir/Surpateanu findest Du den Stempel übrigens auch (Seite 524). Also nicht im Stempelbuch von Dragomir (1991), sondern im allgemeinen Katalog, der ja auch zu den Stempeln Wichtiges bringt.



Wie Du siehst, habe ich einen ähnlichen Brief von 1857. Absender ist die Moldauische Nationalbank in Jassy, Abgang JASSY 28.10. Hinten finden wir Transitstempel LEMBERG 1.11., KRAKAU 2.11. und drei Ankunftsstempel von PARIS 5.11.1857. Die braunen Tintenvermerke sind wohl Taxvermerke ("32"?). Der Taxvermerk gleicht demjenigen auf no. 78 sehr.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 19.01.2014 19:16:08 Gelesen: 437507# 114 @  
@ Heinz 7 [#113]

Vielen Dank für diese ausführlich präzise Information. Hier zeigt es sich wieder, wie wichtig es ist, die geschichtlichen Hintergründe zu kennen. Auch Hermannstadt (heute Sibiu) war einst Teil der k.u.k.-Monarchie und verfügt über wunderschöne Ganzsachen mit österreichischer Frankatur.

Auch die Literatur-Empfehlungen werde ich mir zu Herzen nehmen.

Da von Dir die Rückseite mit den Transitstempeln LEMBERG und KRAKAU erwähnt werden, hier die Rückseite [#78] des dort abgebildeten Briefes mit der gleichen Postroute.

Vielen Dank

10Parale


 
Heinz 7 Am: 21.01.2014 00:31:51 Gelesen: 437455# 115 @  
@ zonen-andy [#110]

Hallo Andy,

der 10 Bani Wert der 11. Ausgabe ("Vulturi") wird im Michel-Katalog nicht sehr ausführlich behandelt; wir finden nur die Nr. 64 + 73. Die Unterscheidung gelingt bei losen Marken recht gut, da das (Marken-) Wasserzeichen bei der Nr. 73 meistens einigermassen klar sichtbar ist (oder eben keines -> dann vermutlich Nr. 64). - Vergleichen wir einmal die Kataloge.

Zumstein (1992) gibt zu dieser Marke auch nicht mehr Infos (Nr. 66+73)

Stanley Gibbons (1939) gibt zu dieser Marke 9 Nummern:

no. 215 = perf. 11 1/2, 10 b. red on toned
no. 215a = perf. 11 1/2, 10 b. red on white
no. 232 = perf. 13 1/2, 10 b. rose-red on toned
no. 233 = perf. 13 1/2, 10 b. deep red on toned
no. 249a = perf. compound of 11 1/2 and 13 1/2, 10 b. rose
no. 250 = perf. compound of 11 1/2 and 13 1/2, 10 b. dull rose on toned
no. 262 = wmk. type 12a intented. perf. 11 1/2, 10 b. rose
no. 269 = wmk. type 12a intented. perf. 13 1/2, 10 b. dull rose
no. 277 = wmk. type 12a intented. perf. compound of 11 1/2 and 13 1/2, 10 b. dull rose

Scott (1951) ist ähnlich wie Michel/Zumstein: Nur zwei Einträge: no. 84 + 91
Yvert & Tellier (1938) ist sehr ähnlich wie Michel/Zumstein: no. 66 + 73 (in älteren Katalogen machte er aber noch Unterscheidungen nach Zähnungen)

Besonders interessant ist CMPR '74: No. 66 + 73 ("pe hirtie colorata, fara filigran" bzw. "pe hirtie alb-galbuie, transparenta, casabila fioligran I "Stema mica"). Zu no. 66 bzw. 73 gibt er dann:

66a. rosu pe galbui
66b. roz-carmin pe galbui
66c. carmin pe galbui
73a. rosu
73b. rosu inchis
73c. rosu caramizu, und alles nach den vier Zähnungen A, B, C, D (A = 13 1/2, B = 11 1/2, C = 11 1/2:13 1/2, D = 13 1/2: 11 1/2.

Also Sieger ist ganz klar CMPR 74.

Ich habe das Privileg, Euch zwei schöne Einheiten zeigen zu können.



Das Wasserzeichen ist beim Zwölferblock klar ersichtlich, also Mi. 73, den Viererblock halte ich für Nr. 64, da kein Wasserzeichen. Das Papier ist aber nicht so schön gelblich wie beim gestempelten Viererblock, der eindeutig eine Nr. 64 ist.



Soviel für heute. Gute Nacht! Heinz
 
zonen-andy Am: 21.01.2014 14:51:21 Gelesen: 437426# 116 @  
@ Heinz [#115]

Hallo Heinz,

vielen Dank für die Informationen der Mi.Nr. 64 und 73. Ich habe noch ein paar Marken alle Zähnung A 13,5 der Nr.64 ? zum vergleichen ohne Wappeneinpressung eingescannt.

Scan 1: obere Marken helles Papier untere Marken gelbliches Papier am Original sieht man die Unterschiede deutlicher.

Beim 2. Scan habe ich die Farbsättigung höher gewählt um die Farbunterschiede ? besser darzustellen.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas
 
Heinz 7 Am: 23.01.2014 23:04:09 Gelesen: 437339# 117 @  
@ zonen-andy [#116]

Hallo Andreas,

es ist - wie gezeigt - problematisch über Farben zu sprechen, wenn mit dem Scanner und dem Bildschirm und der Farbsättigung unterschiedliche Resultate gezeigt werden können. Auch die zwei ungestempelten Einheiten aus Beitrag [#115] sehen auf meinem Bildschirm satter rot aus, als in Wirklichkeit. Für eine zuverlässige Bestimmung muss man die Briefmarke wohl im Original vor sich haben.

Bei dieser Ausgabe sind die Katalogherausgeber (wie gezeigt) recht sparsam mit Farbunterschieden. Die Marke OHNE Wasserzeichen (Michel Nr. 64, CMPR Nr. 66) wird beim rumänischen Katalog in nur drei Nuancen gelistet: rot, rosakarmin und karmin. Bei früheren Marken (z.B. Michel Nr. 20) werden viel mehr Farbnuancen aufgeführt!

Deine erste Marke wird wohl "rot" zuzuordnen sein, und die zweite und dritte Marken "rosakarmin", also CMPR no. 66a und 2 x 66b. Sehe ich mir aber Deinen ersten scan an, würde ich auf karmin tippen bei der ersten Marke. Also, wie gesagt, im Original, bei Tageslicht könnte ich vermutlich mehr sagen, so bin ich mir nicht sicher.

Ich wünsche einen schönen Abend! Heinz
 
Heinz 7 Am: 23.01.2014 23:11:21 Gelesen: 437337# 118 @  
@ 10Parale [#111]

Hallo 10 Parale

die Bezeichnung "feuerrot" ist auch nicht ganz einfach, finde ich. Um bei den Farben eine allgemeingültige Bezeichnung zu verwenden, über dieses Thema schreiben sich eifrige Philatelisten schon seit über 100 Jahren die Finger wund. Leider mit keinem allgemein anerkannten Resultat, soviel ich weiss.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 24.01.2014 11:43:51 Gelesen: 437308# 119 @  
@ Heinz 7 [#118]

Ich habe die Bezeichnung "rosu-aprins" aus dem "Catalogul Timbrelor Postale Romanesti" von Lazar Carjan und Mircea Gheorge Manole aus dem Jahr 2006.

"A aprinde" ist Infinitiv und heißt "anzünden". Die Übersetzung ist eindeutig "feuerrot" für rosu-aprins. Natürlich wird es wohl nie eine einheitliche europa- bzw. weltweite Bezeichnung geben können, dazu gibt es zu viele Experten.

Wenn ich die Ausführungen in [#115] von Dir richtig interpretiere, gibt es allein von dieser 10 Bani Marke 24 verschiedene Typen, seien es nun Farb- oder Zähnungsunterschiede. Eine echte Herausforderung?

Meine Frau ist Rumänin und als waschechter Deutscher habe ich sie bei der Übersetzung zur Hilfe genommen, das gestehe ich hier. Im Prinzip ist es eine Art freie Übersetzung.

Nun, der Michel ist sehr sparsam, bei der Anzahl der Rumänien-Sammler in Deutschland auch nicht verwunderlich. Aber eine Diskussion ist es alle Zeit wert.

10Parale
 
Heinz 7 Am: 25.01.2014 17:13:25 Gelesen: 437267# 120 @  
@ 10Parale [#119]

Ja, so kann man das zählen: 1 Marke x 2 Wasserzeichen-Unterschiede (mit/ohne) x je 3 Farbnuancen x je 4 Zähnungen = 24.

Es ist jedem selber überlassen, ob er nun 1 Marke sammelt oder 24 anstrebt. Ich bin kein Freund von zu vielen Unterscheidungen - bei einigen Briefmarkenausgaben nerven mich die fast (oder gar nicht!) zu erkennenden Unterschiede sogar ausdrücklich. Man denke z.B. an die griechischen Hermesköpfe, wo sich nicht einmal die Spezialisten manchmal einig sind, welchen Marken man welche Nummern zuteilen soll.

Aber bei der 10 Bani-Marke der 11. Ausgabe von Rumänien (siehe Beitrag [#110], 111, 115 + 116) gelingt die Katalogisierung doch meistens. Hat die Marke ein Wasserzeichen, ist sie Michel Nr. 73, hat sie keines, ist sie Nr. 64. Die Zähnungsunterschiede lassen sich in der Regel auch eindeutig nachmessen, und bei (nur) drei Farbnuancen hat man auch grosse Chancen, dass man das noch herausfindet. Es gibt aber Marken mit 7 oder 8 Nuancen, da müssen dann die meisten Sammler aufgeben.

Keep it simple and clear! - das ist meine Devise.

Natürlich kann es sinnvoll sein, sehr seltene Zähnungen zu registrieren! Der erste Leiter der ARGE Rumänien war darin ein Meister, und er hat sehr aufwändig diese Unterschiede gesammelt und auch ausgestellt. Ich zeige anbei einen Ausschnitt aus einem seiner Albenblätter. Für die 25 Bani-Marke von 1900 (Michel Nr. 138) z.B. sieht das dann so aus:



Für manche Sammler ist dies "höchste Schule", anderen aber geht das zu weit und sie finden das schlicht langweilig! - Es gibt nicht richtig oder falsch. Das muss/darf jeder selber entscheiden! - Heinz
 
10Parale Am: 27.01.2014 20:41:54 Gelesen: 437192# 121 @  
@ Heinz 7 [#120]

Nun würde ich all zu gerne wissen, wer denn der erste Leiter der ARGE Rumänien war? Bei den Kopfausgaben haben wir in der klassischen Rumänien-Philatelie durchweg das Problem der Farbnuancen und man sollte es jedem überlassen, wie er es handhabe, da gebe ich Dir recht. Allerdings habe ich bei der Lektüre meines rumänischen Kataloges aus dem Jahr 2006 feststellen müssen, dass kleine Farbunterschiede mächtige Unterschiede in den Preisen ausmachen.

Eine wie oben dargestellte Aufgliederung zur Erkennung der Unterschiede bei dem Wert zu 25 Bani in diversen Blau-Nuancen und Zähnungen kann nur eine Hilfe darstellen für den, der seine Marken so exakt wie möglich bestimmen will und gehört in jeden Spezial-Katalog.

But "Keep it simple" ist eine gute Devise, der auch ich sehr anhänge. Denken wir mal an die berühmteste aller berühmten Marken, der Mauritius. Sie ist einfach blau (oder orange) und das macht doch auch etwas aus von Ihrer Attraktivität.

Doch zurück zum irdischen Dasein der Marken. Beigefügt stelle ich eine mit 50 Bani portogerecht frankierte Ganzsache aus dem Jahr 1896 vor. Der Brief wurde am 26. Mai in Bukarest abgeschlagen und erreichte Uznach in der Schweiz 5 Tage später am 31.Mai (rückseitiger Abschlag).

Frankiert wurde er 2fach mit der Michel Nr. 105 zu 25 Bani dunkellila. Welches Wasserzeichen diese nun trug, werde ich erst erfahren, wenn ich die Briefmarken ablöse (werde ich nicht tun).

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 27.01.2014 23:49:03 Gelesen: 437178# 122 @  
@ 10Parale [#121]

Hallo Kollege!

Das genau meine ich: Wenn ich eine Marke nicht mehr bestimmen kann (ob 105 X oder 105 Y (unterschiedliches Wasserzeichen)), dann bin ich zwar nicht gleich "unglücklich", aber wenn mir die Bestimmung eindeutig gelingt, ist mir das natürlich lieber.

Ablösen würde ich die Marke(n) aber auch nicht. In einem solchen Fall begnüge ich mich mit der Feststellung: Nr. 105.

Beste Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 30.01.2014 21:20:44 Gelesen: 437093# 123 @  
@ Heinz 7 [#122]

Hallo Rumänien-Sammler,

ich gehe wieder einmal ein paar Jahre zurück und zeige hier die 30 Parale Michel Nr. 10Iz Handeinzeldruck (1862) als postfrisches Exemplar auf gestreiftem Papier mit einem Kurzbefund von Dr. Gmach. Die Bezeichnung postfrisch bei klassischen falzlosen, ungebrauchten Marken finde ich immer besonders lustig. Lässt suggeriern, man könne damit geradezu auf das nächste rumänische Postamt gehen und den Brief an die Tante damit frankieren.

Diese Marke gibt es auch im Plattendruck (10II / 1864) und ist deutliche höher bewertet als die hier abgebildete Marke. Übrigens sieht man noch die Randlinie der Nachbarmarke.


 
10Parale Am: 01.02.2014 20:16:15 Gelesen: 437023# 124 @  
Hallo zusammen,

die Michel Nummern 8 - 10 Rumänien entsprechen in Ihrer Farbgebung der Farben der rumänischen National-Flagge, rot, gelb und blau. Das Markenbild zeigt den Adler der "Walachei" und den "Ochsenkopf" der Moldau. Diese beiden Fürstentümer vereinigten sich in diesen Jahren zu den sogenannten Vereinigten Fürstentümern (The United Principalities). Dies belegt auch ein Erwachen (Erstarken) eines rumänischen Nationalbewusstsein in sich.

Auch die sogenannten Cuza-Ausgaben (Michel Nr. 11 - 13) finden sich in diesen Farben wieder.

kleines Lexikon: rot = rosu; gelb = galben; blau = albastru /// Adler = vultur; Ochsenkopf = cap de bour; Posthorn = goarne


 
10Parale Am: 04.02.2014 21:30:30 Gelesen: 436941# 125 @  
Da ein wenig Stillstand in dieser Themensammlung eingetreten ist, möchte ich fortfahren, Rumänien als Sammelgebiet vorzustellen.

Es ist wirklich interessant zu wissen, dass Rumänien zunächst aus dem Zusammenschluss der Fürstentümer Moldau und Walachei entstanden ist (1862 United Principalities). Siebenbürgen (Transsilvanien) beispielsweise wurde erst viel später, 1918 nach dem ersten Weltkrieg in der Triple Entente Rumänien zugesprochen, andere Landesteile kamen hinzu.

Hier stelle ich einen sehr alten Brief vor, geschrieben und aufgegeben am 30. September 1857 in Braila. Der Absender heißt Popowitz. Ich habe das sehr feine, glatte Papier entfaltet und einen Geschäftsbrief in kyrillischer Schrift vorgefunden. Leider kann ich diese Schrift nicht lesen.

Jedenfalls ist die Ortsbezeichnung in diesem zweizeiligen Stempel kyrillisch geschrieben. Nun würde ich gerne erfahren, ob jemand diese Schrift lesen kann und uns den Bestimmungsort dieses Briefes verraten kann.

Das Fürstentum Moldau ist sozusagen eines der Wiegenländer Rumäniens.

10Parale


 
bignell Am: 04.02.2014 21:43:34 Gelesen: 436935# 126 @  
@ 10Parale [#125]

Hallo Parale,

der Ort ist Braila.

Lg, harald
 
Heinz 7 Am: 07.02.2014 23:44:23 Gelesen: 436838# 127 @  
@ 10Parale [#121]

Hallo,

ich nehme an, Horst Scherrer hat nichts dagegen, dass ich ihn hiermit vorstelle; mit einem Couvert, dass der rumänische Verband ihm zu Ehren erstellt hat.



Scherrer, Jahrgang 1937, hatte die Leitung der ARGE Rumänien nur zu Beginn in seinen Händen. Gemäss Rundschreiben R.1 vom Juni 1969 hatte er in 4 philatelistischen Fachblättern zur Teilnahme an einer ARGE Rumänien aufgerufen, war aber über die mässige Anzahl von "lediglich 14 Zuschriften" enttäuscht. Gleichwohl konnte Scherrer ein Jahr später (R.7 vom Juli 1970) bereits 25 Mitglieder der ARGE vermelden, davon 19 aus der BRD, 3 aus der Schweiz, usw. (lediglich 1 Mitglied aus Rumänien).

Bereits per Ende 1971 musste Horst Scherrer den Vorsitz der ARGE aus beruflichen Gründen abgeben (siehe R.12 Nov. 1971). Seit 1.1.1972 führt Herr Fritz Heimbüchler die ARGE, nun also bereits seit mehr als 40 Jahren.

Horst Scherrer verkaufte grössere Teile seiner sehr umfangreichen Sammlung(en), z.B. via Köhler-Auktionen in den 1990er-Jahren. Danach war er leider an den Symposien der ARGE Rumänien nur noch selten anzutreffen.

Freundliche Grüsse - Heinz
 
Heinz 7 Am: 08.02.2014 00:07:13 Gelesen: 436836# 128 @  
@ 10Parale [#123]

Du schwärmst immer wieder von der 30 Parale Marke, Michel Nr. 10, und ich weiss auch, warum - sie ist einfach wunderschön!

Ihr habt auch bereits viel vom Einzeldruck und vom Plattendruck geschrieben, also vielleicht interessiert es Euch, eine Michel Nr. 10 II auf Brief einmal zu sehen.



Dieses schöne Stück gehörte einst zur Sammlung Heimbüchler (siehe Edition d'Or, Seite 103). Die Marke klebt auf einer Retour Recepisa ("Posta No. 3"-Formular) für einen Brief 1864 von Budeu nach Bukarest. Gestempelt "BUDEU 12/12" (Kiriac Dragomir fig. 369).

Herzliche Grüsse - Heinz
 
10Parale Am: 09.02.2014 20:35:37 Gelesen: 436761# 129 @  
Hallo Heinz,

das ist wirklich ein formidables Stück mit einer 30 Parale Michel Nr. 10. Durch die kurze Verwendungszeit von 3 Monaten ist diese Marke auf Briefen bzw. Ganzsachen sehr selten zu finden. Gratuliere.

Horst Scherrer habe ich vor Jahren in München treffen dürfen. Als neues Mitglied in der ARGE Rumänien wusste ich damals kaum zu schätzen, wer vor mir saß. Die ARGE Rumänien sucht übrigens neue Mitglieder und Interessenten. Aber welche Arbeitsgemeinschaft tut das eigentlich nicht?

Du hast Recht. Die 30 Parale ist mein Favorit unter den Millionen Briefmarken auf dieser Welt. Aber ich habe auch ein großes Faible für die 2. Briefmarke der Welt, diese Blaue mit der Queen Viktoria. Vielleicht ist es die Farbe die mich fasziniert.

Ich möchte hier noch eine andere Einzelmarke feilbieten, die Michel Nr.50b., Fürst Karl I. im Perlenkreis, Bukarester Buchdruck, Farbe russischgrün auf grünlich, gezähnt 11 1/2 aus dem Jahr 1879. Diese Marke hier ist riesenrandig, rückseits gefalzt mit Gummierung.

Diese Marken wurde auf Bögen zu 150 Stück hergestellt und zumindest mein rumänischer Katalog schreibt, dass deshalb auch Marken mit breiten Rändern außergewöhnlich sind.

Fazit: Es gefallen mir eigentlich viele Marken, aber an einigen wenigen habe ich fastnächtlich gesprochen einen Narren gefressen.

10Parale


 
Heinz 7 Am: 14.02.2014 00:25:28 Gelesen: 436583# 130 @  
@ 10Parale [#129]

Hallo mein Freund,

Du zeigst uns da eine schöne Briefmarke der 9. Ausgabe von Rumänien (wenn man die 1./2. Ausgabe von Moldau 1858 dazuzählt, sonst ist es die 7. von Rumänien ab 1862)! Schöne Farbe, ausserordentlich gut gezähnt (für eine Zähnung 11 1/2) und mit der Zentrierung wollen wir auch zufrieden sein. Und mit den übergrossen Rändern ist das meines Erachtens ein sehr interessantes, seltenes Stück.

Marken mit Zähnung 11 1/2 haben in der Regel 11 oder 12 volle Zähnungslöcher in der Waagrechte (während Marken mit der Zähnung 13 1/2 (= häufige Zähnung für rumänische Marken) 13 oder 14 Löcher haben).

DEINE Marke hat nun Zähnung 11 1/2, wie Du schreibst, aber wir zählen trotzdem volle 13 Zahnlöcher, ohne "Wenn und Aber". Die Marke scheint also sehr breit zu sein. Das wird optisch bestätigt mit dem Riesenrand weiss rechts.

Ein schönes Stück. Von dieser Marke gibt es Zähnungsabarten; teil-ungezähnte Marken. Und offenbar wurde bei der Linienzähnung auch hin und wieder ein grösserer Abstand produziert, als wohl ursprünglich geplant.

Ich habe lange in meinen Beständen gesucht, aber diese Mi. 50 b habe ich nirgends auch nur halb so schön! Gratuliere! - Heinz
 

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