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Thema: Rumänien Ganzsachen
Das Thema hat 294 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 22.12.2020 23:47:09 Gelesen: 49205# 245 @  
@ Martin de Matin [#244]

Danke, Martin.

Du hast natürlich recht mit Deinen Ausführungen. Dass die Ganzsache aber ohne Zweifel in und aus Rumänien verwendet wurde, macht ihn auch für Rumäniensammler attraktiv und sammelnswert, dies eben aus Sicht der Postgeschichte (postal history-item). Ich nehme an, der Beleg ist nun auch in eine Rumänien-Sammlung "gewandert".

Die Einführung von eigenen Ganzsachen benötigte in Rumänien noch etwas Zeit, 1865 war man noch nicht soweit. Erst 1871 erschien die erste RUMÄNISCHE Ganzsache; ein Streifband.

Siehe [#3].

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 16.02.2021 19:26:28 Gelesen: 45349# 246 @  
@ Martin de Matin [#244]

Die Ganzsache, die Heinz7 uns hier präsentiert, ist sowohl für Rumänien Sammler als auch für Österreichd/ Lombardei und Venetien Sammler von höchstem Interesse. Da die österreichische Post im Fürstentum Moldau aktiv war (basierend auf wirtschaftlichen und militärischen Interessen), gestattete sie sich in meinen Augen diesen Luxus, ohne die Interessen der moldauischen Post weiter zu berücksichtigen. Wie wir wissen, gab es auch russische, französische, griechische und türkische (osmanische) Postämter in Rumänien.

In Kürze werde ich auch einen Stempel vorstellen, den ich noch in keiner Literatur gefunden habe und bin gespannt, wer mir dabei helfen kann, ihn zu definieren. Doch bis dahin dauert es noch ein wenig.

Zwischenzeitlich zeige ich hier ein Streifband S4 (siehe auch #1 Heinz7) mit einem wunderschönen glasklaren Stempel von GALATI CURSA III. (Kiriac Dragomir fig. 770 Stampilografie postala - stampile pentru cursa locale - B5e) vom 13. September 1899.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 17.02.2021 23:36:13 Gelesen: 45236# 247 @  
@ 10Parale [#113]
@ Heinz 7 [#218]
@ 10Parale [#219]
@ 10Parale [#220]
@ 10Parale [#246]

Ich gratuliere zu dem wunderschönen Streifband [#246]

Wir haben schon ein paar Streifbänder hier gesehen. Noch vor S 4 und S 5 (1894/1896) gab die rumänische Post ein Streifband heraus mit dem Bild der 12. Briefmarkenausgabe (König Karl im Doppeloval; 1893). Der Nominalwert des Streifbandes war 1.5 Bani. Es gab nur diesen Wert mit diesem Bild, aber in zwei Formaten. Anhand der Trennlinien unten und oben sehen wir, dass dies das Streifband Michel 3 A ist mit einer Höhe von 30 Millimetern.



Das Streifband wurde innerhalb von Bukarest versandt. "Loco" ist, wie bei Deinem Streifband oben (246), keine Ortschaft, sondern der Hinweis, dass die Empfänger-Adresse im selben Ort liegt.

Freundliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 17.02.2021 23:55:19 Gelesen: 45232# 248 @  
@ Heinz 7 [#247]

Ein Rumänien-Streifband Michel Nr. 3 B kann ich auch zeigen:



Hier ist die Höhe des Streifbandes 41 Millimeter, schön nachzumessen zwischen der oberen und der unteren Trennlinie.

Das Streifband ist kein Luxus-Stück; insbesondere der Abgangsstempel ist sehr undeutlich und unleserlich. Das Streifband wurde von Bukarest nach Dorohoi gesandt, wurde aber offensichtlich wieder zurück gesandt: handschriftlicher Vermerk: "retur Bucuresti".

Auf der Rückseite sind zwei sehr saubere Stempel:

Zweikreisstempel "DOROHOIU; 15 JUL 93"
und grosser Zweikreisstempel "BUCURESTI - CURSA II; 16 JUL 893"

Wir wissen, dass bei vielen Stempeln die "1" der Jahreszahl (z.B. 1893) einfach weggelassen wurde, also: 1893 => 893.

Heinz
 
10Parale Am: 18.02.2021 20:31:00 Gelesen: 45104# 249 @  
@ Heinz 7 [#182]

Heute zeige ich einen Kartenbrief mit Werteindruck 5 Bani, eine Ganzsache, die eigentlich nur für den Inlandsverkehr innerhalb von Rumänien gedacht war.

Die Karte lief am 21. Janvier (Januar) 1892 von CRAIOVA nach Ringköbing in Dänemark. Zusatzfrankatur senkrechtes Paar Freimarke König Karl I. im Doppeloval zu je 10 Bani in fleischroter Farbe (höchstwahrscheinlich Michel Nr. 86). Gesamtporto: 25 Bani. Rückseitiger Ankunftsstempel der kleinen dänischen Gemeinde.

Der französischsprachige Inhalt ist auch höchst interessant, dreht es sich doch um ein Angebot eines Sammlers an Briefmarken. Da sind vielleicht Schätze angeboten, die wir uns heute gar nicht mehr leisten können.

Liebe Grüße

10Parale

PS: Es stimmt was Heinz 7 schreibt: "Alte Liebe rostet nicht".... es ist wahr.




 
buzones Am: 02.04.2021 23:07:45 Gelesen: 42088# 250 @  
@ 10Parale [#231]

Hallo Heinz,

beim Nachlesen fiel mir auf, dass bei dieser Datumsdikussion nicht bedacht wurde, dass in Rumänien bis 1919 der julianische Kalender in Gebrauch war, der 12 (bis zum Jahr 1900) bzw. 13 Tage (ab dem 17.2/1.3. 1900) der gregorianischen Zählung "hinterher hinkte". Ab dem 1. (julianisch)/14. April 1919 (gregorianisch) galt in Rumänien landesweit der gregorianische Kalender, der bereits vorher schon in den neu-rumänischen, ehemals zu Österreich-Ungarn gehörigen Gebieten, Gültigkeit hatte.

Somit wäre die Karte, die am 6.12. in Scăesti nach dem julianischen Kalender entwertet wurde und am 9.12. nach dem gregorianischen Kalender in Zürich ankam, 12 minus 3 Tage, also neun Tage unterwegs gewesen.

@ 10Parale [#249]

Auch dieser schöne Kartenbrief nach Dänemark passt in's Bild: Craiova 21. Februar 1892; Ankunft in Rinkjøbing 24. Februar – ebenfalls neun Tage Laufzeit (s.o.).

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
Heinz 7 Am: 03.04.2021 09:47:44 Gelesen: 42043# 251 @  
@ 10Parale [#249]

Eine schöne Karte nach Dänemark findet man auch nicht alle Tage. Ich gratuliere!

@ buzones [#250]

Ralf, ich möchte da etwas richtigstellen.

Erstens heisst 10 Parale nicht Heinz. Heinz bin ich, Heinz 7, ich sammle Rumänien, und ich sammle Ganzsachen von Rumänien.

10 Parale war zwar auch Rumäniensammler und auch Mitglied der ARGE Rumänien, aber er hat sich von seinem Sammelgebiet abgewandt. Seine Sammlung hat er verkauft. Darum schreibt er jetzt auch von seiner "alten Liebe", wenn er trotzdem noch einen Beitrag zu Rumänien schreibt.

Mit dem Hinweis auf die Datum-Differenzen greifst Du ein Thema auf, dass wir an anderem Orte schon ausführlich behandelt haben "Unterschiedliche Kalender". Dabei ist aber eine wichtige Korrektur anzubringen:

Obwohl sehr viele Leute am alten, julianischen Kalender festhielten (der 1893 12 Tage hinter dem gregorianischen Kalender lag), hat die rumänische Post den Wechsel auf den gregorianischen Kalender sehr wohl vollzogen. Die Umstellung erfolgte schon Ende 1864/Anfang 1865.

Ein Beispiel:



Diese Postkarte wurde gemäss Absender am 5. Juni 1893 geschrieben (siehe handschriftliche Notiz). Wie damals noch weit verbreitet bewegte sich der Absender noch im julianischen Kalender, obwohl im Postverkehr seit 28.5 Jahren der "neue" Kalender galt!



Auf der Post von Bukarest erhielt die Postkarte natürlich den Abgangsstempel vom "17 JUN 893", also 17. Juni 1893 (gregorianisch), wie an dem glasklaren Stempel rechts schön zu lesen ist. Weil die Postkarte lokal verwendet wurde (siehe "loco"), ist auch der Ankunftsstempel (rückseitig) derselbe (17.6.1893).

Ausserdem hast Du bei der Karte nach Dänemark einen Denkfehler gemacht. 21.2.1892 (wenn es denn julianisch wäre) = 5.3.1892 (gregorianisch) => eine Ankunft am 24.2. wäre dann nicht möglich, da Dänemark ja nie den julianischen Kalender hatte.

Herzliche Grüsse

Heinz
 
10Parale Am: 03.04.2021 22:30:57 Gelesen: 41978# 252 @  
@ Heinz 7 [#251]

"10 Parale war zwar auch Rumäniensammler und auch Mitglied der ARGE Rumänien, aber er hat sich von seinem Sammelgebiet abgewandt. Seine Sammlung hat er verkauft. Darum schreibt er jetzt auch von seiner "alten Liebe", wenn er trotzdem noch einen Beitrag zu Rumänien schreibt."

Nun, sich immer aufs Neue zu verlieben hält vital, und die Philatelie bietet ja viele Versuchungen. Ich bin ja ein gebürtiger Badener und lebte bis 1989, - was Osteuropa betraf - im Tal der Ahnungslosen. Als ich 1992 zum ersten Mal in Rumänien verweilte, war es ein echtes Abenteuer. Mittlerweile, - um nur ein Beispiel zu nennen -, kannst du mit dem Auto an den Randbezirk von Hermannstadt (Sibiu) fahren und und du denkst du bist in Freiburg im Breisgau. Lidl, Aldi, Hornbach, Penny Markt, Kaufland, Continentale, Carrefour ... etc.

Ich leide auch sehr stark darunter, welches Bild viele meiner Landsleute von Rumänien und deren Bewohner haben. Billige Arbeitskräfte, Erntehelfer, Fließbandarbeiter in Schlachtbetrieben (mit Corona infiziert), Ghettobewohner in urbanen deutschen Großstädten. Und dann, - was mir besonders weh tut - die Bettlerbanden überall. Natürlich aus Südosteuropa, woher denn sonst?

Ich persönlich habe durch viele meiner Erfahrungen und Bekanntschaften ein ganz anderes Bild von Rumänien und deren Bewohner. Meine Mutter wird im Altenheim von einem rumänischen Pfleger betreut, von dem sie sich gut umsorgt fühlt. Rumänische Ärzte und Krankenschwestern(-pfleger) leisten wertvolle Dienste in unseren Krankenhäusern. Ohne Erntehelfer (die kommen jetzt aus Georgien) keine günstigen Spargel und kein billigen Leberkäse. Wie hieß der Spruch, der mal durch die Werbung raste: Geiz ist geil! Irgend jemand muss ja dafür bezahlen.

Sorry, dass mir die Seele hier kurz vor Ostern so überquillt. Natürlich sammle ich weiterhin Rumänien, doch ich weiß, welch teures Sammelgebiet es ist. Ich wünsche und hoffe, dass die ARGE Rumänien auch weiterhin viele neue Mitglieder gewinnt und die Schätze dieses Landes hütet und erforscht.

Hier eine Ganzsache zum Erstflug der Austrian Airlines von Bukarest nach Wien am 30. August 1971.

Liebe Grüße und schöne Ostern

10Parale


 
Heinz 7 Am: 04.04.2021 16:24:44 Gelesen: 41914# 253 @  
@ 10Parale [#252]

Ich erlaube mir, hier einzuwenden, dass heute viele Rumänien-Stücke zwar wirklich sehr teuer sind, befeuert durch eine sehr starke Nachfrage wohl hauptsächlich aus Rumänien selbst, aber das ganze Gebiet ist ja sehr gross und beinhaltet auch Sektionen, die hochinteressant und gar nicht teuer sind. Gerade die Ganzsachen von Rumänien dürfen wir hier hinzuzählen. Für "ein Apfel und ein Ei" können wir sehr schöne Stücke finden.



Leider ist die beiliegende Postkarte (wohl eine P 45 nach Michel Ganzsachenkatalog) nicht fehlerfrei; die Ecke linkt unten ist etwas gestaucht. Dennoch mag ich diese Postkarte mit ihrem galsklaren blauen Stempel BASARABI.

Leider weiss ich nicht, welches Dorf damit gemeint ist, gemäss Wikipedia finde ich zwei Dörfer mit diesem Namen: (Kopie Wikipedia, rumänisch, übersetzt in deutsch)

a)

"Basarabi ist ein Dorf der Gemeinde Calafat im Kreis Dolj in der rumänischen Provinz Oltenia. Das heutige Dorf ist relativ neu (die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts),aber der Dorfherd ist der Ort, wo die Spuren der Besarabi-Kulturentdeckt wurden; archäologische Entdeckungen im Dorf Besarabi sind bekannt als "die Kultur oder Komplex von Besarabi"."

oder b)

Dorf in Suceava

Ein Dorf ist also im Südwesten des Landes, das andere im Nordosten, weit weg vom anderen... Ob BEIDE Orte an einer Eisenbahnstrecke lagen, wäre zu verifizieren, denn der Stempel trägt die Zusatzbezeichnung "GARA" (Bahnhof).

Von beiden Orten war es aber ein langer Reiseweg bis nach Bukarest, dem Bestimmungsort der Postkarte.

Geschrieben wurde die Postkarte am 14 Sept. (vermutlich julianischer Kalender)
gestempelt wurde die Postkarte vermutlich am 2(7) SE(P) (90)5 (gregorianischer Kalender), Abgangsstempel
sowie an 28 SEP (0)5? in Bukarest "BUCURESCI", Ankunftsstempel.

dazu erhielt die Karte den schönen "Posthörnchen-Stempel" Nr. 60.

Der blaue Abgangsstempel ist zwar sehr klar, aber an einzelnen Stellen auch etwas schwach (bzw. gar fehlend), sodass das Datum des Stempels nicht sicher ist.

Dennoch ein schöner Beleg, scheint es mir.

Heinz
 
Zinnenstadt Am: 05.04.2021 10:02:17 Gelesen: 41819# 254 @  
Hallo Heinz,

laut Calin Marinescu (Oficiile, Agentiile si Garile Postale Romane 1850-1950; Bucuresti, 1999) gehört der Stempel zu dem Ort Basarabi im (heutigen) Kreis Suceava.

Besten Gruß,
Zinnenstadt
 
buzones Am: 05.04.2021 16:41:48 Gelesen: 41792# 255 @  
@ Heinz 7 [#251]

Danke für deine Richtigstellungen! Ich sollte wohl so spät in der Nacht nichts mehr posten. :(

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Ostertage, trotz Covid-19.

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
Heinz 7 Am: 05.04.2021 19:19:34 Gelesen: 41776# 256 @  
@ Zinnenstadt [#254]

Herzlichen Dank,

Zinnenstadt. Das Büchlein von Marinescu habe ich sogar. Ich finde es aber etwas unübersichtlich, was aber auch mit meinen sehr bescheidenen Sprach-Kenntnissen zu tun hat. Auf Seite 240 finde ich "BASARAO Gara-BF" (BF = Baia-Falticeni). Ist das die richtige Stelle? Auf welcher Seite hast Du den Stempel gefunden?

@ buzones [#255]

Lieber Ralf,

ich freue mich sehr, jedesmal, wenn Du etwas einstellst. Irren ist menschlich; ich wurde auch schon x-mal von Kollegen auf Irrtümer und Fehler aufmerksam gemacht.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
buzones Am: 06.04.2021 17:12:49 Gelesen: 41697# 257 @  
@ Heinz 7 [#256]

Lieber Heinz,

danke für deine "tröstenden" Worte! Ich werde auch gleich mal wieder einen Versuch wagen und das Thema "Rumänien Ganzsachen" zu bereichern versuchen:

Beim Sortieren meiner Karten Mi P33/CP 39 (Spic de Grîu, 5 Bani blau von 1894) ist mir aufgefallen, dass der Wertstempeleindruck – genau wie die Briefmarken in gleicher Zeichnung – in zwei Klischeetypen vorkommt: Type 1 mit drei Linien im linken Rahmenteil und Typ 2 mit nur einer Linie im linken Rahmenteil. War das bereits irgendwo Thema? Ich konnte nichts dazu finden, aber vielleicht ist es ja im Katalog von Savoiu erwähnt, den ich leider nicht besitze. Alle Wertstempel der Mi 35/CP 42 (5 Bani grün) die ich geprüft habe sind übrigens durchweg Typ 2.

Hier beide Wertstempeltypen (1/2) im Scan:



Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
buzones Am: 15.04.2021 00:07:53 Gelesen: 40394# 258 @  
Da in diesem Forum die Themen ratzfatz von der Bildfläche verschwinden und bisher noch niemand auf meinen Post reagiert hat, schiebe ich ihn mal kurz wieder nach oben.

Vielleicht hilft's ja. ;-)

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
10Parale Am: 15.04.2021 08:59:48 Gelesen: 40360# 259 @  
@ buzones [#258]

Ich will Sie nicht im Nebel stehen lassen, denn ich habe dieses Buch von SAVOIU über die rumänischen Ganzsachen. Ich wünschte, das Buch wäre in rumänischer Sprache verfasst worden, klingt natürlich seltsam, denn Englisch ist eine Weltsprache. Das ist nur meine persönliche Auffassung.

Ist es möglich, ein Bild der Ganzsache 5 Bani 1894 zu sehen, um die es hier geht. Tatsächlich scheint es von diesen "Wheat ear issues (1894-1909) einige Typenunterschiede zu geben.

Savoiu spricht auch die Rahmenlinien an, um die es hier geht (#257), unterscheidet zwischen Typ k und l, also mit und ohne Rahmenlinien.

Heute abend, wenn ich von der Arbeit komme, versuche ich ein Bild zu zeigen.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 15.04.2021 14:13:46 Gelesen: 40327# 260 @  
@ buzones [#257]

Ralf, Du hast recht - kaum haben wir etwas gepostet, müssen wir es schon auf Seite 2 oder drei wieder suchen, weil es sooo viele neue Beiträge gibt. Aber darüber können wir uns auch freuen, denn es zeigt, wie viele interessierte und aktive Mitglieder "unser" liebes Forum tatsächlich beschäftigt. Eine so rege Aktivität ist doch eine tolle Sache, und zeigt uns: die Philatelie lebt!

Zu der von Dir beschriebenen Problematik kann ich Folgendes beitragen. Den Katalog Savoiu habe ich mir noch nicht gekauft, ich behelfe mir weiterhin nur mit folgenden Katalogen

- Michel Ganzsachen-Katalog Europa Ost 2001/02
- Catalogul Marcilor Postale Romanesti '74 (=CMPR)
- Dr. Ascher: Grosser Ganzsachen-Katalog (1928)

Der CMPR und der Ascher listen gelegentlich auch Zusätze auf, die im Michel nicht zu finden sind.

Der CMPR zeigt zwei Varianten des Kartons (CP 39a und 39b) und erwähnt eine Abart, die auch bei Ascher bereits erwähnt wurde (unterschiedliche Abstände). Ähnlich ausführlich ist die Katalogisierung bei Ascher:

31. 5 Bani hell- bis d'blau
31.a) CARTE = 20 mm über der Punktlinie
31.b) CARTE = 15 mm über der Punktlinie

Dazu noch der Hinweis: "Sehr starke Schwankungen der Farbe. Karton glatt oder rauh."

Weder Ascher noch CMPR erwähnen die von Dir festgestellten Klischeetypen I+II, die im CMPR aber bei der Briefmarke beschrieben sind: Seite 151.



Kombinieren wir unsere Erkenntnisse also, kämen wir nach meiner Einschätzung bei gezeigter Karte auf folgende "Exakt-Katalogisierung"

Postkarte 1894 - 5 Bani - dunkelblau
Ascher Nr. 31, CMPR Nr. 39, Michel Nr. 33
Type II: linke Rahmenleiste eine stärkere senkrechte Linie (Type I wäre: drei dünne Linien)
Karton weiss, glatt (Alternative wäre: rauh)
Abstand Schrift "CARTA" von Punktlinie = 15 mm (Alternative wäre: 20 mm)

Mich freut es, dass diese hübsche Postkarte recht sauber gestempelt wurde "BUCURESCI 21 JUN (98)". Auch ein Ankunftsstempel ist gut leserlich: "HANNOVER 24.6.98". Diese Karte benötigte also nur 3 Tage für die weite Strecke. Und das für nur 5 Bani.

Die Karte ist (rückseitig) übrigens genau datiert: "Bukarest, 9/21 Juni 1898". Das heisst, der Absender L. Berkowitz hat beide Kalenderdaten genannt: 9. Juni (julianisch) / 21. Juni (gregorianisch).

So etwas macht Freude!

Herzliche Grüsse
Heinz
 
nor 42 Am: 15.04.2021 18:14:01 Gelesen: 40299# 261 @  
@ Heinz 7 [#260]

Nur ganz kurz zu den beiden hier erwähnten Typen bei der 5 Bani Marke. Dasselbe finden Sie auch auf den Kartenbriefe mit blauer 5 Bani Marke. Darüber können Sie auch in der "Filatelia" 2/1979 lesen. Noch interessanter ist es bei den Postkarten mit grüner 5 Bani Marke - hier unterscheidet man in der linken Rahmenleiste sogar eine, zwei oder drei Linien.

Mit Gruß,
nor 42
 
buzones Am: 18.04.2021 20:51:52 Gelesen: 39920# 262 @  
@ 10Parale [#259]
@ Heinz 7 [#260]
@ nor 42 [#261]

Zunächst erstmal vielen Dank für eure Antworten!

Ich bin leider momentan zeitlich sehr eingeschränkt und kann leider nicht so ausführlich reagieren, wie ich möchte.

Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
 
10Parale Am: 21.04.2021 20:39:19 Gelesen: 39613# 263 @  
@ buzones [#262]

Gerne geschehen.

Wir haben die 6 Portoperioden der Inflationszeit zwischen 1.5.1945 und 15.08.1947 von Heinz 7 wunderbar erläutert bekommen.

Die 5. Stufe dauerte demnach vom 1.4. bis zum 1.7.1947.

Aus dieser Zeit zeige ich diese Ganzsachen-Postkarte, die mit insgesamt 11.000 Lei freigemacht wurde. Sie wurde am 28. Juni 1947 in Sibiu frankiert. Der Nominalwert der Ganzsache von 40 Lei wurde also 275-fach gesteigert. Empfänger war ein Briefmarkensammler in Wien, vorderseitiger Zensurstempel.

Da mein Ganzsachenkatalog von Savoiu 1927 endet, kann ich die Ganzsache nicht präzisieren.



Liebe Grüße

10Parale
 
nor 42 Am: 26.04.2021 18:31:22 Gelesen: 39143# 264 @  
@ Heinz 7 [#260]

Nochmals kurz zu den 5 Bani Postkarten. Die verschiedenen Typen I u. II findet man auch bei den Doppelkarten wobei auch die Marken der beiden zusammenhängenden Karten verschieden sein können. Es ergeben sich daher vier Varianten. Näheres darüber auch in "Rumanian Philatelic Studies" 4/1983.

Viele Grüße,
nor 42
 
10Parale Am: 27.04.2021 21:33:22 Gelesen: 39001# 265 @  
Hier eine weitere Ganzsache von Rumänien mit Zusatzfrankatur aus der 3. Portoperiode der Inflation(01.03.1946 - 31.05.1946). Mit insgesamt 612 Lei sicher nicht portogerecht frankiert. Abgeschlagen in ARAD am 23. April 1946 lief die Postkarte in die Schweiz.

Die Ganzsache zeigt links oben das berühmte Casino in Constanta. Es wurde ursprünglich 1880 ganz aus Holz erbaut und diente als Einrichtung der Oberschicht. Heute ist es nicht mehr in Betrieb, gilt jedoch als ein nationales Baudenkmal.

Liebe Grüße

10Parale


 
Cantus Am: 29.05.2021 23:00:57 Gelesen: 36197# 266 @  
Von mir heute zwei ungebrauchte Karten. Zuerst eine P 108, die zwischen 1943 und 1945 am Postschalter zu haben war.



Außerdem eine Bildpostkarte, die, wenn ich das richtig lese, das Lyzeum von Mediaș zeigt. Mediaș ist eine Stadt in Siebenbürgen im Kreis Sibiu in Rumänien. Sie liegt an der Târnava Mare (Große Kokel) und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Zentralrumänien [1].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mediaș
 
Winni451 Am: 12.06.2021 21:28:03 Gelesen: 34913# 267 @  
Hallo,

Rumänien hat ja eine große Zahl von Ganzsachen zu bieten. Die Folgende ist einfach zu finden, war daher vermutlich häufig oder zeigt ein öfter gehandeltes Motiv.

Als Motivsammler überfordert es mich allerdings für alle Gebiete die ich berühre einen Katalog vorzuhalten, daher kenne ich keine Katalognummer und auch keine weiteren Einzelheiten zu dieser Ganzsache:

Ganzsache mit relativ schmucklosen (Olympische Ringe, stilisierte Fahne) Wertzeicheneindruck zu 2 Lei.

Dazu Text im Bildteil: "A XXIII - A EDITIE A JOCURILOR OLIMPICE DE VARA LOS ANGELES 1984" laut google "XXIII. AUSGABE DER OLYMPISCHEN SOMMERSPIELE 1984 LOS ANGELES". Dazu eine Zeichnung zweier kämpfender Judoka vor farbigen Streifen.
Diese Ganzsache postfrisch:



Und so hoffe ich echt gelaufen:



Nach Jimbolia (deutsch Hatzfeld, ungarisch Zsombolya, serbokroatisch Žombolj/Жомбољ ist eine Stadt mit etwa 11.000 Einwohnern im rumänischen Banat, im Kreis Timiș, 40 km westlich von Timișoara). Absender leider nicht eingetragen. Der Stempel vom 15.11.1987 von Tulcea (deutsch Tultscha), Hauptstadt des gleichnamigen Kreises Tulcea, an der Donau.

Auf der Rückseite ein Ankunftsstempel von Jimbolia vom 18.11.1987.

Etwas moderner ist diese postfrische Ganzsache:



Sportjahr 1999, Bildteil ein Foto einer Leichtatletin, drum herum viele Sportarten als kleine Bildchen (Zeichnungen). Darunter "Gabriela Szabo multibla campioana mondiala in probele de 1500, 3000, 5000 metri" laut google "Gabriela Szabo mehrfache Weltmeisterin über 1500, 3000, 5000 Meter".

Über Frau Szabo findet man in Wikipedia [1]

Der Wertzeicheneindruck zu 1500 Lei zeigt einen Wappenadler von Rumänien und einen Doppelstrich-Rahmen mit Läufer. Auch diese Ganzsache ist relativ schnell zu finden.

Grüße
Winfried

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriela_Szabo
 
Cantus Am: 17.06.2021 02:33:29 Gelesen: 34710# 268 @  
So eine Karte wie z.B. von 10Parale in Beitrag [#20] gezeigt, findet man immer einmal wieder und auch mein heutiges Beispiel passt dazu. Was mir dabei aber bis heute nicht klar ist, ist die Herstellungsart dieser Ganzsachenkarten. Es gibt sie allseitig gezähnt, aber auch mit Zähnung an drei Seiten (rechts, links und oben oder unten) oder an nur zwei Seiten über Eck. Wenn man alle diese Teile zusammensetzt, ergibt sich für die Herstellung mindestens ein Block von 12 Karten, die jeweils durch eine Lochung voneinander getrennt sind. Danach stammt meine heutige Karte von der rechten unteren Ecke, denn die Außenkanten des Gesamtblockes waren alle glatt geschnitten.

Weiß jemand mehr über die herstellungsbedingten Urblöcke der Postkarten?



Diese Karte, Mi. P 17, lief am 25.6.1889 von Rim.Sabat nach Bukarest, auch bei mir an Gustav Rietz.

Viele Grüße
Ingo
 
buzones Am: 20.06.2021 18:46:01 Gelesen: 34527# 269 @  
Ein Wahnsinnszuschlag von 1.200 Euro (Ausruf 100 Euro) für eine mit 10 1/2 Bani auffrankierte Ganzsachenkarte, versandt 1877 von Jassy an den berühmten Händler und Philatelisten Artur Maury in Paris für das Los Nr. 401 der 42. Harlos-Auktion!


 

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