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Thema: Altdeutschland Preussen Belege
Das Thema hat 1023 Beiträge:
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Victoria8749 Am: 22.01.2014 19:12:12 Gelesen: 353037# 1 @  
[Redaktionell verschoben aus dem Altdeutschland Bayern Thema]

@ bayern klassisch

Hallo bayern klassisch,

möchte auch einen Beleg zusteuern, kann aber auch sein, dass er in die Rubrik "Belege von und an deutsche Gerichte" gehört, Ihr könnt mir beim Entschlüsseln bestimmt helfen.

Schon mal DANKE sage.

Gruß Volker




 
bayern klassisch Am: 22.01.2014 20:26:42 Gelesen: 353018# 2 @  
@ Victoria8749 [#532]

Es ist zwar ein preußischer Brief, aber er lief nach Bayern, immerhin. Die Absendebehörde frankierte bar mit 3 Silbergroschen für Briefe unter 1 Loth über 20 Meilen Entfernung, die die Aufgabepost nach Erhalt abgestrichen hat.

Den Text kann ich leider nicht lesen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Victoria8749 Am: 22.01.2014 21:05:17 Gelesen: 353008# 3 @  
@ bayern klassisch [#533]

Hallo bayern klassisch,

danke für deine Ausführungen, ich meine aus der Adresse etwas wie Königl ......Landgericht zu Altötting zu entziffern, aber wir haben doch auch Spezialisten für die alten Schriften hier, bin mal gespannt!

Gruß Volker
 
bayern klassisch Am: 22.01.2014 21:10:06 Gelesen: 353005# 4 @  
@ Victoria8749

"An das Königlich Bayerische Landgericht zu Altötting" lese ich.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
AhdenAirport Am: 23.01.2014 18:34:12 Gelesen: 352940# 5 @  
@ Victoria8749

Hallo Volker,

im Inhalt geht es um den Nachlass der Coletta Neuberg in Höhe von 224 Gulden und 58 Kreuzer. Der Nachlass wurde am 1. März des Jahres (also 1859) von Altötting nach Quedlinburg gesandt. Dein Brief bestätigt dem Gericht in Altötting, dass das Altöttinger Schreiben zwei vor dem Quedlinburger Gericht erschienenen Frauen (zu den Beiden fehlen mir einige Dateils, aber es könnten Schwestern gewesen sein) verlesen und Ihnen der Nachlass ausgezahlt wurde.

Grüße,
Jörg
 
Victoria8749 Am: 24.01.2014 13:48:12 Gelesen: 352892# 6 @  
@ joey [#5]

Hallo Jörg,

vielen Dank für Deine Erklärungen, so kann ich wieder mal einen Beleg als erledigt ins Album stecken.

Viele Grüße Volker
 
Benjamin Voigt Am: 31.08.2014 22:06:38 Gelesen: 352543# 7 @  
Dann zeige ich auch mal einen schönen Beleg. :-)



Der Beleg erfreut sicher auch Kevin, der ja in Neuwied lebt. ;-)
 
bayern klassisch Am: 01.09.2014 06:18:40 Gelesen: 352523# 8 @  
@ Benjamin1412 [#7]

Und nicht nur den, denn es ist ein sehr schöner Brief der 2. Gewichtsstufe, siehe oben linke "1 4/10 Loth" und somit für Entfernungen über 10 bis 20 Meilen doppelgewichtig mit 2 mal 1 Sgr. = 2 Sgr. korrekt frankiert.

Danke fürs zeigen und lieben Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 08.09.2014 15:40:38 Gelesen: 352424# 9 @  
@ bayern klassisch [#8]

Lieber Bayern Klassisch,

ich möchte doch ein wenig korrigieren. Es ist ein Brief der 1. Entfernungsstufe (0 bis 10 Meilen) und 2. Gewichtsstufe.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Benjamin Voigt Am: 14.09.2014 18:33:10 Gelesen: 352356# 10 @  
Heute mal nur eine einfache Nr. 4. ;) Aber ein schönes Stück wie ich finde. :)



Gruß Benjamin
 
bayern klassisch Am: 14.09.2014 19:11:49 Gelesen: 352345# 11 @  
@ Magdeburger [#9]

Lieber Magdeburger,

du hast völlig Recht - ich hatte mich vertippt und es war zu spät zum korrigieren. Schön, dass du aufgepasst hast. :-)

Hallo Benjamin,

auch der kann sich wahrlich sehen lassen. 1. Gewicht bis 1 Loth und über 20 Meilen.

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Benjamin Voigt Am: 15.09.2014 09:25:54 Gelesen: 352315# 12 @  
Wollte noch anmerken, bei der Marke handelt es sich um die b-Farbe in maisgelb, das hatte ich beim einstellen vergessen. ;)

Gruß Benjamin
 
Magdeburger Am: 20.09.2014 17:50:11 Gelesen: 352248# 13 @  
Hallo Zusammen,

schöne Markenbelege habe ich so nicht wirklich viele.

Ich möchte mal ein Beleg vom 27.05.1859 hier zeigen. Es handelt sich um ein Postinsinuationsdokument, welches von Magdeburg nach Calbe gesandt wurde, es würde auch in den Thread zu den PZU's passen.

Das besondere daran ist der Aufgabestempel "Magdeburg Stadt", welcher in der Regel als Transitstempel fungierte. Normalerweise wurde er in der Decartierung-Expedition eingesetzt. Diese war (in Magdeburg) auch für die Briefträger mit zuständig!



Rückseite mit Ausgabestempel von Calbe:



Und noch der Inhalt:



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Benjamin Voigt Am: 20.09.2014 21:01:41 Gelesen: 352230# 14 @  
Durchaus ein interessanter Beleg [#13]

Mir gefallen frankierte Briefe nur besser, markenlose Belege sind natürlich dessen ungeachtet auch sehr interessant.

Gruß Benjamin
 
volkimal Am: 25.09.2014 16:57:27 Gelesen: 352153# 15 @  
Hallo zusammen,

dieser Brief ist zwar nicht super erhalten, er fällt aber dadurch auf, dass die Marken mit zwei verschiedenen Stempeln "Cöln Bahnhof" entwertet wurden:





Nett ist auch der Duisburger Ankunftsstempel ohne Datum. Der Ausgabestempel hat zudem ungewöhnlich große Buchstaben.

Viele Grüße
Volkmar
 
Magdeburger Am: 25.09.2014 17:36:43 Gelesen: 352146# 16 @  
@ volkimal [#15]

Interessant!

Auch die Bestätigung der Paketausgabe erfolgte mit dem Ortsstempel von Duisburg ohne Tagesangabe - super!

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Benjamin Voigt Am: 25.09.2014 19:32:35 Gelesen: 352128# 17 @  
Von mir mal eine schöne Mehrfachfrankatur der Mi.-Nr. 2a



Gruß Benjamin
 
bayern klassisch Am: 25.09.2014 20:48:38 Gelesen: 352103# 18 @  
@ volkimal [#15]

Hallo Volkmar,

ein toller Brief - schön, dass ich ihn sehen durfte.

Manchmal wurden die Briefe "geschichtet", so dass es vorkommen konnte, dass eine Marke, die in der entgegengesetzten Ecke der eigentlichen Frankatur klebte, übersehen werden konnte.

Hier scheint die "Kontrolle" gegriffen zu haben, denn die Stempel sind von gleicher Zeit am selben Tag - gut gemacht von den Herren des Kölner Bahnhofs.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 01.02.2015 17:57:16 Gelesen: 351779# 19 @  
Liebe Sammlerfreunde,

von einem lieben Freund und großen Schweiz - Sammler habe ich die Erlaubnis, diese Granate (ex Boker) hier zeigen zu dürfen. Er hat sie damals gekauft, weil er dergleichen noch nie gesehen hatte und auch ich muss konzidieren, dass man auf ein vergleichbares Stück schon ein paar Wochenenden wird warten müssten.



Wer möchte, darf sich an der Beschreibung versuchen (habe ich gerade hinter mich gebracht) - alle Aufgabeorte und Daten stehen über dem Brief - ein schöner, kleiner Knobler für "avancirte" Postgeschichtler.

Es blamiert sich garantiert keiner - auch Boker und Köhler haben ihn damals nur so beschrieben, wie es jeder Bund und Berlin - Sammler auch könnte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Marcel Am: 01.02.2015 22:37:21 Gelesen: 351741# 20 @  
@ bayern klassisch [#19]

Hallo bayern klassisch!

Ich bin ja nicht gerade bewandert in solchen Dingen, aber dennoch möchte ich gerne zwei Anmerkungen treffen. Das erste was mir aufgefallen ist, das der Brief u.U. erst ins benachbarte Neuenkirchen laufen sollte, bevor er seine Reise nach Interlaken antrat. Dann kommt der zweite Punkt, Interlaken hieß zu der Zeit noch Aarmühle. Der Ort Interlaken war gebräuchlich schon im Sprachgebrauch, aber amtlich erst seit Dezember 1891.

schöne Grüße
Marcel
 
bayern klassisch Am: 02.02.2015 06:22:41 Gelesen: 351720# 21 @  
@ Marcel [#20]

Hallo Marcel,

danke für deine Anmerkungen - wusste ich nicht. Die Schweizer Post war aber ganz fit bei der Zustellung ihrer Briefe, wie ich aus vielen Fällen weiß.

Mal sehen, wer sich an den Nachvollzug des Briefes traut. Es wird keiner gefressen und nur wenn man sich auch mal an nicht so leichter Kost versucht, wird man eine gute Sicht der Dinge entwickeln.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 02.02.2015 09:50:40 Gelesen: 351688# 22 @  
@ bayern klassisch [#19]

Lieber Bayern Klassisch,

schon das Entziffern der Schrift bereitet mir Kopfschmerzen.

Soweit ich lese, wurde zuerst nur "Dem Herrn Pastor Dreier aus? Neuenkrichen Interlaken" geschrieben und so ging der Brief dorthin. Frankiert wurde mit 4 Sgr (3 für DÖPV + 1 Sgr Schweiz).

Dort wurde nun hinzugefügt: "Addr(esse) Herrn Presidenten Schnell? ... ... Basel". Der Brief wurde neu aufgegeben, bzw. der Empfänger hat seine Adresse dort hinterlegt und nur wurde er mit 10 Rappen frankiert. Die gestrichene "10" könnte eine Vorfrankierung sein.

In Basel angekommen, wurde nun "bei Farge" sowie (Hannover) Preussen unten angefügt, ebenfalls wieder neu aufgegeben und diesmal mit 40 Rappen (10 Rappen für Schweiz + 30 Rappen für DÖPV) nach Farge zurückgesendet.

Die vorletzte Zeile Preussen ..... wurde möglicherweise schon am Anfang geschrieben - jedoch kann ich das letzte Wort nicht entziffern. Die erste Streichung erscheint mir zumindestens, sich auf Interlaken und eben dieser Zeile zu beziehen.

Die zweite Streichung betrifft .... Basel und Addr(esse) XXXX.

Briefpost ist leider nicht so mein Ding.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Gernesammler Am: 02.02.2015 10:21:36 Gelesen: 351684# 23 @  
@ bayern klassisch [#21]

Hallo Ralph,

ganz so kenne ich mich nicht aus, aber mal versuchen, der Brief wurde von Farge versendet nach, wenn ich es richtig lese Neuenkirchen (kann es das in Mecklenburg gewesen sein), dafür waren 3 Kreuzer zu veranschlagen den 1 Kreuzer kann ich mir noch als Zustellgebühr vorstellen, von dort weiter nach Interlaken hier war der Empfänger auch nicht auffindbar, deshalb ging es weiter nach Basel, dafür die 10 Rappen innerhalb der Schweiz.

Da in Basel auch nicht auffindbar ging es zurück nach Hannover - Farge, hierfür wurden laut dem Postvertrag mit den Deutschen Staaten in der 3. Periode (Tarif vom 15.10.1852 - 31.8.1868 für einfaches Gewicht) 40 Rappen veranschlagt. Ich kann leider nicht alles lesen was den Wortlaut betrifft: ... franco .... bezahlt. Gibt es rückseitig noch Ankunftsstempel?

Auf jeden Fall ein toller Nachsende-Brief, der in jede gute Preussen oder Schweizer Sammlung passt.

Gruß Rainer
 

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