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Thema: Aptierte Stempel
Das Thema hat 723 Beiträge:
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Journalist Am: 03.04.2018 13:00:54 Gelesen: 97021# 549 @  
Hallo an alle,

beim Sortieren habe ich heute das folgende Paar von Hochheim am Main gefunden:



Wie auf der Abbildung leicht erkennbar ist, oben die aptierte PLGZ, unten der neue Stempel.

viele Grüße Jürgen
 
hopfen Am: 03.04.2018 17:55:01 Gelesen: 96980# 550 @  
Feldpostkarte, geschrieben am 29. Sept. 14 mit aptierter "1" in der Jahresangabe ?


 
jmh67 Am: 03.04.2018 20:16:31 Gelesen: 96943# 551 @  
@ hopfen [#550]

Wenn hier etwas aptiert war (im Sinne der Anpassung an neue Verhältnisse), dann vielleicht eine Null. Aber Augsburg ist so eine große und wichtige Stadt, dass man es dort wahrscheinlich genau genommen und 1910 die Einsen für die Zehnerstelle der Jahreszahl geliefert hat. Oder die Eins ist einfach nicht mit abgedruckt, weil sie verloren gegangen war oder zu tief im Stempel saß oder ein Papierfetzen dazwischen war oder ... Der Möglichkeiten sind viele, und nach über 100 Jahren herauszubekommen, was da wirklich geschah, dürfte schwer sein.

-jmh
 
hopfen Am: 03.04.2018 22:28:52 Gelesen: 96900# 552 @  
@ jmh67 [#551]

Danke für den Kommentar, auf jeden Fall fehlt die "1" im Jahrzehnt und ich habe weder bei philastempel noch bei der Stempeldatenbank bei stampsx Ähnliches gefunden, auch keinen adäquaten Stempelabschlag in diesem Jahrzehnt!

Zumal die Stempel"numerierung" ganz unten mit für mich lesbarer "4" nirgends auftaucht. Okay, könnte auch eine verschmierte "1" sein!
 
filunski Am: 03.04.2018 23:13:35 Gelesen: 96885# 553 @  
@ hopfen [#552]

Hallo hopfen,

interessantes Beispiel! ;-)

Es ist schon richtig, irgendwas stimmt mit der Jahreszahl nicht, es fehlt entweder die Null (1904) oder die Eins (1914), geht anscheinend eindeutig aus dem Beleg hervor (Feldpostkarte aus 1914). Anscheinend war auch nur die 4 gesteckt, bei 04 oder 14 müsste die 4 etwas weiter rechts stehen.

Nun ist dies aber ein Stempel von dem es ca. ab 1902 über 30 (!) verschiedene Stempelgeräte gab die alle beim Bahnhofs-Postamt extrem oft im Einsatz waren und sehr stark beansprucht wurden. Von einem Teil der Stempelgeräte ist auch bekannt, dass sie bereits falsch zusammengesetzt geliefert wurden [1].

Die Kontrollziffer unten sollte eigentlich eine 1 sein, passend zum UB a, muss aber nicht zwingend so sein! ;-)

Danke fürs Zeigen!

Beste Grüße,
Peter

[1] Joachim Helbig, Handbuch der bayrischen Ortsstempel 1876-1920, A-C
 
Christoph 1 Am: 08.04.2018 00:46:36 Gelesen: 96242# 554 @  
@ Christoph 1 [#371]

Hallo zusammen,

im Beitrag [#371] hatte ich vor einiger Zeit den aptierten Stempel aus Veckerhagen gezeigt, bei dem die Postgebietsleitzahl entfernt wurde, aber die Klammern nicht mit aptiert wurden. Nun habe ich endlich auch einen Abschlag dieses Stempels ohne Aptierung vorliegen und zeige beide nebeneinander.



Anhand des Originalstempels kann man jetzt auch gut erkennen, dass es sich um einen Zweikreissehnenstempel handelt. Bei dem späteren Abschlag ist die Sehne stark beschädigt und fast nicht mehr erkennbar.

Interessant am Rande: Der Stempel ohne Aptierung befindet sich auf einer Ganzsache (Antwortkarte) aus der DDR. Offensichtlich ein Stempelsammler, der sich über die Postkarte mit Antwortkarte den Stempel hat zusenden lassen.



Viele Grüße
Christoph
 
Brigitte Am: 08.04.2018 18:48:31 Gelesen: 96076# 555 @  
Hier ein Absenderfreistempel aus Friedrichshafen, bei dem die Angabe des Jubiläums entfernt wurde.


 
Christoph 1 Am: 08.04.2018 22:56:02 Gelesen: 96028# 556 @  
Hallo zusammen,

von mir wiedermal eine Aptierungs-Vermutung. Vergleicht mal die beiden Stempel:



Auf den ersten Blick würde man denken: nein das sind ja zwei ganz verschiedene Stempelformen (1984: Kreisstempel mit Kurzsteg / 1994: Kreisstempel mit Strich)...

Aber, schaut mal jetzt:



Schon 1986 war der Kurzsteg im unteren Teil so stark beschädigt, dass er kaum noch sichtbar war. Und trotzdem wurde in diesem beschädigten Stempel Mitte 1993 die PLZ ausgetauscht (aptiert), das ist m.E. eindeutig an den deutlichen Verschleißerscheinungen zu erkennen, die es bei einem neuen Stempel nicht geben dürfte.

Bin gespannt, ob ihr meine Meinung teilt.

Viele Grüße
Christoph
 
mumpipuck Am: 09.04.2018 19:57:27 Gelesen: 95587# 557 @  
Ich teile Deine Meinung, Christoph. Der Stempel war über "RS" beschädigt und wurde offensichtlich instand gesetzt. Das kann man aber auch bei dem Abschlag mit 5-stelliger PLZ noch erkennen.

Burkhard
 
volkimal Am: 27.04.2018 11:47:57 Gelesen: 91846# 558 @  
@ Christoph 1 [#556]

Hallo Christoph,

die Postleitzahl im Stempel aus Morschen ist ganz klar aptiert worden. Inzwischen kenne ich mehrere Gelegenheitsstempel, in denen die vierstellige gegen die fünfstellige Postleitzahl ausgetauscht wurde.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 28.04.2018 09:12:55 Gelesen: 91705# 559 @  
Hallo zusammen,

heute einmal eine sehr schlecht ausgeführte Aptierung eines Leipziger Messestempels:





Stempel des Postamtes Leipzig N 22. Das Messeemblem und der Schriftzug REICHSMESSESTADT sind aptiert worden, allerdings sind die Reste gut zu erkennen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Totalo-Flauti Am: 19.05.2018 14:57:18 Gelesen: 89167# 560 @  
@ volkimal [#235]

Lieber Volkmar,

den Maschinenstempel vom Leipziger Postamt 13 vor der Aptierung kann ich noch für den 6.4.1924 hier auf einem Brief nach Südamerika dokumentieren.



Ich habe auch einen ursprünglichen Abschlags des Stempels. Hier mein frühester Beleg vom 2.9.1921 auf einen Brief nach Bayern. Es ist, wie Du schon geschrieben hattest, der Unterscheidungsbuchstabe und auch der Stern verändert worden.



Mein frühester Abschlag des aptierten Stempelgrätes für das Postamt 1 datiert vom 3.3.1925 auf einer PK nach Erfurt.



Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.

P.S.
Sollten Abschläge für die Stempeldatenbank gewünscht sein, bitte kurze Info.
 
Christoph 1 Am: 20.05.2018 01:20:03 Gelesen: 89097# 561 @  
Hallo,

hier habe ich etwas ungewöhnliches gefunden: Einen Absenderfreistempel des Landkreises Gießen, bei dem der komplette Stempelkopf fehlt. Nur das Datum ist vorhanden.



Hat jemand eine Idee, was es mit dieser Aptierung auf sich hat?

Viele Grüße
Christoph
 
volkimal Am: 20.05.2018 09:05:56 Gelesen: 89058# 562 @  
@ Christoph 1 [#561]

Hallo Christoph,

schau mal hier und die Antwort zwei Beiträge weiter:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=178432#M386

Ich hoffe, dass das Kopieren des Links am Smartphone geklappt hat. Wir sind ein paar Tage auf Radtour.

Viele Grüße
Volkmar
 
Christoph 1 Am: 20.05.2018 20:15:54 Gelesen: 89005# 563 @  
@ volkimal [#562]

Hallo Volkmar,

vielen Dank für den Link. Irgendwie hatte ich auch so ein Gefühl, dass ich etwas Ähnliches vor gar nicht langer Zeit hier im Forum gesehen habe. Du hast mir den richtigen Weg gewiesen. Also ist es keine Aptierung, sondern ein Defekt.

Viel Spaß bei Deiner Radtour, das Wetter passt ja wunderbar!

Grüße von
Christoph
 
GSFreak Am: 23.05.2018 10:13:00 Gelesen: 88279# 564 @  
@ GSFreak [#417]

Von SOBERNHEIM habe ich - ebenfalls vom 01.03.1963 - einen weiteren aptierten Stempel gefunden, diesmal der Ortswerbestempel. Geworben wird für das FELKE-BAD (LEHM-WASSER-DIÄT-KUREN). Aptiert ist Postleitzahl (22b). Dies wird auch aus dem ebenfalls gezeigten Vorgänger-Werbestempel deutlich (16.09.1952).



Gruß Ulrich
 
volkimal Am: 29.05.2018 17:18:20 Gelesen: 84988# 565 @  
Hallo zusammen,

heute einmal ein aptierter Feldpoststempel aus der Zeit des Ersten Weltkriegs:



Bei der Aptiertung wurde der untere Bogen komplett abgeschnitten. Wie ich von Uli (DFP14-18) erfuhr war es ursprünglich ein "Kreisstegstempel mit Segment oben und unten". Im Beitrag https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=178565 zeigt er auch das Original:



Durch die Aptierung änderte sich die Stempelform, so dass es hinterher ein "Kreissehnensegmentstempel mit Segment oben" war. Weitere Informationen zu diesem Stempel findet ihr in Ulis Beitrag.

Viele Grüße
Volkmar
 
Todtnau Am: 02.06.2018 22:28:50 Gelesen: 81856# 566 @  
Hallo,

anbei ein Poststellen II - Stempel aus Muggenbrunn. Der Ort in Südbaden hatte bis 1945 die Postleitgebietszahl 17a, nach Kriegsende dann 17b. Das a wurde wohl aptiert. Ich habe jedoch noch keine Stempel mit a oder b gesehen. Sie fehlen mir noch in meiner Heimatsammlung.



Viele Grüße

W.A.
 
Journalist Am: 18.06.2018 12:15:07 Gelesen: 79146# 567 @  
Hallo an alle,

es ist zwar kein deutscher Stempel, ich vermute aber aufgrund der Anordnung, das er doch aptiert wurde:



Zwischen Kinshasa ... B müsste früher mal was anderes gestanden haben - kann hier eventuell jemand weiterhelfen ?

Viele Grüße Jürgen
 
JohannesM Am: 18.06.2018 14:59:50 Gelesen: 79131# 568 @  
@ Todtnau [#566]

Der Wechsel von 17a nach 17b war erst im April 1946.



Quelle: Peter Griese

Beste Grüße
Eckhard
 
volkimal Am: 18.06.2018 18:30:16 Gelesen: 79106# 569 @  
@ Journalist [#567]

Hallo Jürgen,

das sieht natürlich nach einer Aptierung aus, ich habe aber keine Ahnung was dort gestanden haben kann.

Von mit heute eine Aptierung aus dem Deutschen Reich. Schon während des Zweiten Weltkrieges sind einige Stempel aptiert worden. Zum Beispiel weil Stempel dadurch fehlten, dass diese im Verlauf des Krieges zerstört worden sind. Ob das auch im Falle von Gogolin zutrifft oder was sonst der Grund für die Aptierung war, kann ich nicht feststellen.



Brief eines verwundeten Soldaten aus dem Reserve-Lazarett Groß Stein bei Gogolin in Oberschlesien. Das Schloss wurde von der Familie von Strachwitz der Wehrmacht schon während des Krieges als Lazarett zur Verfügung gestellt. Die Familie von Strachwitz bewohnte währenddessen eines ihrer anderen Schlösser. Weiteres siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Gross_Stein

Zunächst war mir nicht klar, was bei dem Stempel aus Gogolin aptiert worden ist. Bei Delcampe wurde ich fündig. Unten im Stempel stand ursprünglich deas Wort "LAND". Davon hat man nur noch das "A" stehen gelassen. Weshalb man es nicht auch aptiert hat kann ich nicht sagen.

Ich kenne zwar einige Stempel, bei denen der Zusatz "LAND" entfernt wurde. Siehe zum Beispiel https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/12690 .

Dieses ist aber der erste Stempel den ich gesehen habe, bei dem das Wort "LAND" nicht vollständig entfernt wurde.

Viele Grüße
Volkmar
 
DERMZ Am: 22.06.2018 22:33:33 Gelesen: 77841# 570 @  
Guten Abend !

Eine Frage an die "Aptierungs-Spezialisten". Auf meinem Schreibtisch liegt ein Brief mit Stempel aus Marburg aus dem Jahr 1950. Irgendwie passt er (noch) nicht zu all den anderen Stempeln aus dieser Zeit:



zum Vergleich ein Stempel aus dem Jahr 1946, von dem ich vermute, daß es sich um das gleiche Stempelgerät handelt



nur fehlt mir hier der "Klecks" vor (LAHN) 2.

Gehe ich im Zeitverlauf weiter, lande ich im Jahr 1933:



Also, klar ist mir, daß der Stern * (LAHN) 2 entfernt wurde, aber was taucht da 1950 wieder auf ?



Viele Grüße

Olaf
 
mumpipuck Am: 23.06.2018 01:15:00 Gelesen: 77812# 571 @  
Ich denke, dass die Abnutzung des Geräts fortschritt und nun wieder die Basis des Sterns, der nicht sauber entfernt wurde, mitstempelte.

Hier ein anderes Beispiel aus meinem Heimatsammelgebiet. An den beiden Abschlägen aus 1943 kann man gut sehen, dass es auch von der Heftigkeit des Abschlags abhängt, ob so ein Fragment mitstempelt:







Burkhard
 
Christoph 1 Am: 23.06.2018 01:32:38 Gelesen: 77808# 572 @  
@ DERMZ [#570]

Lieber Olaf,

ich bin mir nicht so sicher, ob es sich wirklich um das identische Stempelgerät handelt. Die 2 hinter der Lahn ist beim Stempel von 1946 ganz anders (andere Schriftart). Kann aber auch optisch täuschen. Hast Du es mal mit der "Überlagerungstechnik" (im Bildprogramm) versucht?

Ansonsten finde ich aber auch Burkhards Erklärung sehr einleuchtend.

Viele Grüße
Christoph
 
volkimal Am: 23.06.2018 10:10:50 Gelesen: 77766# 573 @  
@ DERMZ [#570]

Hallo Olaf,

ich gehe davon aus, dass es sich bei allen Abschlägen um dasselbe Stempelgarät handelt. In der Datenbank ist noch ein weiteres Exemplar von Lutwinus, bei dem der Stern gut zu erkennen ist:



Es kommt immer wieder vor, dass Teile einer Aptierung wieder "auftauchen". Ich kenne es von aptierten Sternchen und auch von aptierten Postleitgebietszahlen. Hier ein Beispiel aus Bad Nenndorf. Auch beim Stempel aus Altdrossenfeld sind wieder Reste der Sterne zu sehen. Von beiden Stempeln gibt es bei StampsX Abschläge bei denen die Sternchen nicht vorhanden sind.







Den ersten Stempel aus Vorsfelde hat ginonadgolm in der Datenbank eingestellt. Beim diesem Stempel waren die Sternchen schon während des Krieges wieder so gut sichtbar wie beim Abschlag von 1948. (siehe Delcampe)

Weshalb werden die Sternchen wieder sichtbar? Der Grund liegt darin, dass die Teile nur oberflächlich entfernt wurden. Wenn der Stempel dann stärker abgenutzt ist oder wenn auf ein relativ weiches Material gestempelt wurde, tauchen die entfernten Teile wieder auf.

Findet man in der Nachkriegszeit Stempel mit Sternchen, so darf man aber nicht automatisch davon ausgehen, dass ein Stempel schlecht aptiert worden ist. Es gibt eine Reihe von Sternchenstempeln, die seit 1938 nicht verwendet wurden. Sie haben den Krieg z.B. in einer Schublade überdauert. Nach dem Krieg kamen sie dann wieder zum Einsatz. Hier ein Beispiel aus Berlin:



Vom Stempel "BERLIN N / * 58 b" sind vor 1945 nur zwei Daten bekannt: 23.4.1927 und 08.01.1931. Bei diesem Stempel wurden die Sternchen nie aptiert.

Viele Grüße
Volkmar
 

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