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Thema: Fehlprüfungen von BPP und VP Prüfern
Das Thema hat 215 Beiträge:
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Cicero Am: 04.06.2016 12:08:26 Gelesen: 94420# 1 @  
Sehr geehrter Herr Ebert,

auch Ihnen dürften die zahlreiche Fehlprüfungen durch Mitglieder des von Ihnen so geschätzten VP nicht entgangen sein.

Trauriger Höhepunkt ist bisher das Attest von Frau Christine Ney vom 4.4.2016 indem sie die Varianten der Saar-Ausgabe Nr. 126 [einmal als Nr. 126 I PF III (Katalogpreis gestempelt mt PF III = 150,00 Euro) und das andere Mal als Nr. 126 II (Katalogpreis gestempelt mit PF III = 1.200,00 Euro) verausgabt] nicht auseinanderhalten kann oder will.

Wie man einem Standardkatalog entnehmen kann, wurde die Nr. 126 II zuerst am 21.08.1934 verausgabt. Bei einer Marke mit einem Stempeldatum vor dem 21.08.1934 muss es sich daher logischerweise um eine Nr. 126 I handeln.

Frau Ney jedoch bestätigt eine Marke mit dem Stempeldatum 13.3.1934 als Nr. 126 II.

Ein, aus meiner Sicht, Skandal ohnegleichen.

Hier sollten alle sich der Fälschungsbekämpfung und dem Sammlerschutz verpflichtet fühlenden Philatelisten aktiv werden und klar Stellung beziehen.
Gerade Ihnen als Betreiber dieses Briefmarkenforums sollte unser schönes Hobby, welches durch derartige Machenschaften diskreditiert wird, doch so am Herzen liegen, dass Sie Ihr bisher freundschaftliches Verhältnis zum VP doch einmal kritisch überdenken.

Mit philatelistischen Grüßen

Wolfgang Schneider

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Neues vom VP - dem Verband Philatelistischer Prüfer"]
 
Richard Am: 04.06.2016 13:06:35 Gelesen: 94370# 2 @  
@ Cicero

Hallo Wolfgang,

schön, dass Du nach vier Jahren Deinen ersten Beitrag im Forum geschrieben hast. Mehr ist gerne willkommen.

Die zahlreichen Fehlprüfungen durch Mitglieder des VP sind mir nicht bekannt. Du kannst sie aber gerne hier im Forum vorstellen, mit Nachweis (Scan) der Prüfobjekte und der Testate. Nicht alle auf einmal, so dass wir uns der Reihe nach damit beschäftigen können, eine Fehlprüfung in der Woche reicht aus.

Bitte zeige zunächst die Fehlprüfung(en) von Frau Ney, und zwar nicht durch Links auf irgendwelche Internetseiten (diese werden, wenn dort manipuliert wird, von mir entfernt), sondern in diesem Thema. Ich werde die betreffenden Prüfer um eine Stellungnahme bitten.

Dass ich ein freundschaftliches Verhältnis zum VP habe und den VP schätze, ist nur teilweise korrekt. Tatsächlich ist es so, dass mir an einem freundschaftlichen und vertrauensvollen Verhältnis zum BPP, zum VP, zum VPEX und zu jedem einzelnen Prüfer gelegen ist und wir zum Beispiel 22 Prüfer des BPP zu unseren Mitgliedern zählen. Daran werden Fehlprüfungen einzelner Prüfer nichts ändern.

Schöne Grüsse, Richard
 
Richard Am: 04.06.2016 14:34:15 Gelesen: 94311# 3 @  
@ Cicero

Hallo Wolfgang,

mir ist auf einer Messe im vergangenen Jahr von einem Prüfer (nicht des VP !) ein Ordner mit geschätzt 100 angeblichen Fehlprüfungen vorgelegt worden, weit überwiegend des BPP. Die Prüfobjekte waren als Farbabbildungen enthalten, ebenfalls entsprechende Testate. Ich kann diese nicht immer beurteilen, vertraue aber auf die Aussagen des Prüfers.

Dazu passend ein Beitrag aus dem Thema "Altdeutschland Helgoland: Prüfer und Prüfzeichen - echt oder falsch ?", in welchem zwei angesehene BPP Prüfer das gleiche Objekt geprüft haben - davon einer mit Falschprüfung.

Ist das auch ein - Zitat von Dir - "Skandal ohnegleichen" ?

---

@ Lars Boettger

das Grundproblem ist bei jedem Prüfgebiet gleich - nur weil ein Attest bei der Marke oder dem Beleg ist oder die Marke oder der Beleg eine Signatur aufweist, macht das Attest oder die Signatur die Marke noch nicht echt.

Schöner Satz von Lars, BPP Prüfer. Hier ein Beispiel für unterschiedliche Meinungen von Prüfern zum gleichen Helgoland Stempel:

Helgoland Nr. 9 gestempelt, Attest Schulz echt - nun Estelmann falsch

In 1997 stellt der BPP Prüfer Karl-Heinz Schulz, Spezialprüfer für Helgoland-Briefmarken, ein Testat aus mit dem Text "Die Entwertung erfolgte ordnunggemäss mit dem Langstempeltyp II". [3][4]

In 2016 kommt unser Mitglied, der BPP Prüfer Oliver Estelmann zum Ergebnis "Attest unzutreffend, Stempel falsch":





Die Auktion eBay 351731923352 ist heute um 19:51 Uhr beendet.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Der Händler Kurt Bergner hat sich in den vielen Jahren seiner Tätigkeit einen ausgezeichneten Ruf erworben.

Karl-Heinz Schulz war Helgoland Prüfer beim BPP bis zum 30.09.2004.

Neben Oliver Estelmann [1] kann zur Prüfung auch der BPP Prüfer Claus Heitmann [1] und der VP Prüfer Jens Müller [2] herangezogen werden.

Schöne Grüsse, Richard

[1] https://www.bpp.de/de/Suchergebnisse.html?id=78&keywords=helgoland
[2] http://vpev.de/index.php/de/Jens-Mueller.html

Mehr zu Helgoland Marken und Stempeln (englisch):

[3] http://www.fritzwagner.com/helgoland/cancels/helgoland_cancels.html
[4] http://www.fritzwagner.com/helgoland/cancels/Heligoland_Long_Cancels_Enlarged.html
[5] http://www.fritzwagner.com/helgoland/helgoland_stamps_intro.html

---

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=127485
 
Cicero Am: 04.06.2016 16:21:58 Gelesen: 94243# 4 @  
@ Richard [#2]


 
Peter Stastny Am: 19.06.2016 17:26:29 Gelesen: 93995# 5 @  
Ohne hier den VP oder Fehlattestierungen im VP verteidigen zu wollen, eines fällt zum Thema Fehlprüfungen aber regelmäßig auf.

Auf der einen Seite gibt es aufgeregt klingende Skandalisierungen (So z. B. Cicero: „Skandal ohnegleichen“) von einzelnen VP-Fehlprüfungen. Z. B. wie hier mit Aufrufen versehen, dazu klar Stellung zu beziehen und aktiv zu werden zum Sammlerschutz.

Auf der anderen Seite gibt es regelmäßig gelassen achselzuckende Verharmlosungen (kann schon einmal passieren, Fehler seien menschlich, so http://www.bdph.de/forum/showthread.php?10597-VPP-(Verband-philatelistischer-Pr%FCfer)-wer-wei%DF-Genaueres/page28&highlight=Fehler+menschlich) ) bzw. Verniedlichungen (seltene Einzelfälle ohne große Bedeutung) bei Fehlattestierungen von BPP-Mitgliedern. Und Aufrufe zur Unterlassung der Bekanntmachung solcher Fehlattestierungen von BPP-Mitgliedern in Foren, weil dies die Philatelie gefährden würde So zB von Herrn Kraft. Da fallen dann auch im Zusammenhang mit Briefmarkenprüfung Worte wie „ ... offensichtlich ein "Prüferhasser" und mittelschwerer Amokläufer am Werk.“ (http://www.bdph.de/forum/showthread.php?10597-VPP-(Verband-philatelistischer-Pr%FCfer)-wer-wei%DF-Genaueres/page12&highlight=Amokl%E4ufer Beitrag #116) Vergleiche dazu auch Beitrag #175)

Grundtendenz: Statt aktiv passiv bleiben und unter den Teppich kehren. So deutlich im BdPh-Thread Robert Brunel nicht mehr im BPP !!! (http://www.bdph.de/forum/showthread.php?12218-Robert-Brunel-nicht-mehr-im-BPP-!!!/page7&highlight=Gunnar+Gruber Resümee Beitrag #61)

Ähnlich dazu Herr Geigle: „ ... die wenigen unerfreulichen Einzelfälle, die es immer gab und immer geben wird ...“ und „...herausgepickten, behaupteten Unregelmäßigkeiten allenfalls seltene Einzelfälle (so sie denn stimmen sollten ... der Beweis wird leider in keinem einzigen  Fall angetreten) sind.“) im Zusammenhang mit BPP und VÖB. (http://www.bdph.de/forum/showthread.php?10597-VPP-(Verband-philatelistischer-Pr%FCfer)-wer-wei%DF-Genaueres/page12&highlight=Amokl%E4ufer Beitrag #116)

Bloß: Werden Beweise - auch zu seriellen - Fehlprüfungen von BPP-Prüfern angeboten, werden sie nicht angenommen. (Auch dann nicht, wenn ein BPP-Prüfer Fälschungen mit selbstgefertigten Fehlattesten ca. 2 Jahre lang immer wieder verkauft hat). (http://www.bdph.de/forum/showthread.php?10597-VPP-(Verband-philatelistischer-Pr%FCfer)-wer-wei%DF-Genaueres/page18&highlight=Amokl%E4ufer Beitrag #175 am Ende und in der Folge weitere Angebote)

Wird davon in einem Forum geschrieben, wird einem ehrenrührig unterstellt, man verschweige, dass es derlei BPP-Atteste gar nicht gäbe, gezeichnete mit „Gruber BPP (Mitglied des Vorstandes)“.
http://www.bdph.de/forum/showthread.php?12218-Robert-Brunel-nicht-mehr-im-BPP-!!!/page6&highlight=Gunnar+Gruber (Beitrag #55)

„Beweist“ man dann gezwungenermaßen die Existenz solcher BPP-Atteste im Forum (Selber Link wie oben, Beitrag #55), spricht Herr Gruber von „seltsame Aussagen“ (Selber Link, Beitrag #53) und taucht dann ohne jegliche Richtigstellung seiner unwahren Behauptung - von einer Entschuldigung ganz zu schweigen - ab.

An BPP-Messeständen vorgelegte Fehlatteste von BPP-Prüfern waren über Jahre hinweg von keinem großen Interesse. So auch zuletzt nicht am BPP-Stand in Sindelfingen bei Vorstandsmitglied Gruber in Verbindung mit der Frage zu seinem Forum-Verhalten. Auf Nachfrage verweigerte er das Gespräch und stieß nur mehr ein lautes „Sie haben Standverbot“ (angeblich auf Beschluss des BPP-Vorstandes wegen der wiederholten Vorlage von BPP-Fehlattesten) heraus, verbunden mit der Aufforderung an Herrn Tworek, den Sicherheitsdienst zu rufen. (Leider tat dies Herr Tworek nicht, denn es hätte dem BPP bewiesen, dass er solches Standverbot möglicherweise die Ausdruckskraft einer gewissen Selbstherrlichkeit, aber sicher nicht die Basis einer tauglichen Rechtsgrundlage hat.) (Mehrere Zeugen erlebten dies mit)

Für Cicero vielleicht interessant. Beitrag #60.

Sammlerschutz oder Gefährdung der Philatelie?

Man kann beides vertreten, aber nicht Gefährdung der Philatelie bei Fehlattesten von BPP-Mitgliedern und Sammlerschutz mit aktiv werden bei anderen Fehlattesten.
Welche Absichten von wem da wohl dahinterstehen? Ich weiß es nicht.

Peter Stastny, MMag.


PS: Auf der IBRA 2009 in Essen wies ich einem BPP-Mitglied die serielle Fehlattestierung bestimmter Ausgaben seines Prüfgebietes nach. Nach 2 Tagen hilfloser Abwehrdebatte kaufte dieses BPP-Mitglied alle vorgelegten fehlattestierten Marken zurück. (Die dementsprechende Überweisung lege ich Zweiflern gerne vor.) (Gerne berichte ich auch, weshalb diese und andere Marken im Michel DSK mit: Werden nicht mehr BPP geprüft angeführt sind).

BPP-Interesse daran sowie an weiteren Fehlattesten desselben Prüfers in den Jahren 2009-2015: Bei von mir vorgelegten Attesten informationsresistent absolut kein tiefergehendes Interesse, irgendwelche Folgen nicht erkennbar.

Im April 2015 soll der Vorstand des BPP wegen der vielen Fehlprüfungen dieses Mitgliedes aus allen Wolken gefallen sein. Ob das so stimmt, weiß ich nicht. Wundern würde es mich aber nicht.

„Fähigkeit zur Selbstkritik“? (Siehe Bericht von der BPP-Tagung 2015) (https://www.bpp.de/de/Nachrichtenleser/bericht_bpp_pruefertagung_2015.html)

Frage: Wo ist nun der „Sammlerschutz“ bei den hintergrundmäßig anzunehmend im Laufe der Jahre in immer größerer Zahl ausgestellten Fehlatteste dieses Prüfers?

Nichts gegen hohe Ansprüche im Prüfwesen. Aber bitte diese dann - (zumindest auch - auf sich anzuwenden. Dem BPP-Prüfer des PS-Falls kann ob der Umstände kein Vorwurf gemacht werden. DESHALB nenne ich hier auch nicht seinen Namen, es wäre das Anpangern eines für seine Fehlatteste Unschuldigen. Nur WO war die vielen Jahre hindurch der BPP als solches?
 
Briefmarkentor Am: 19.06.2016 20:28:19 Gelesen: 93852# 6 @  
@ Peter Stastny [#5]

Sehr geehrter Herr Stastny,

zu Recht beklagen Sie in Ihrem Artikel die unterschiedliche Darstellung von Fehlprüfungen der beiden Verbände in der Öffentlichkeit.

Was ich, aber sicher auch andere Leser von Seiten des VP vermissen, ist eine Aussage zu der Frage, wie zukünftige Fehlprüfungen im Verband minimiert werden sollen? Konkret wurde hier ja eine Fehlprüfung von Frau Ney gezeigt.

Mit freundlichen Grüßen

Marko Haucke
 
Peter Stastny Am: 20.06.2016 03:07:43 Gelesen: 93732# 7 @  
@ briefmarkentor [#6]

Ganz einfach durch klare Ansagen gegenüber dem jeweiligen Prüfer.

Ich will an einem Beispiel beim VPEX zeigen, dass beim VPEX das Handeln einem großen Reden vorgeht. Als ein VPEX-Verbandsprüfer sein Prüfgebiet eigenmächtig überschritt, gab es folgenden Ablauf:

- Beim ersten Fall ein eindringlicher Hinweis durch den Präsidenten.
- Beim zweiten Fall eine Verwarnung durch den Vorstand.
- Beim dritten Fall, der noch dazu ein Fehlattest war, den sofortigen Ausschluss aus dem Verband durch einstimmigen Vorstandsbeschluss.

Auch wenn das angesichts der noch geringen Zahl an Verbandsprüfern im VPEX schmerzte, alles andere ist mE indiskutabel und für Sammler unzumutbar.

Es gibt bei Uneinsichtigkeit auch gar keine andere Möglichkeit, der Schutz der Sammler geht hier unbedingt vor. Abgesehen davon, wie sollte man ansonsten bei anderen VPEX-Verbandsprüfen die Einhaltung ihres Prüfgebietes einfordern, wenn man Überschreitungen bei einem ohne Konsequenzen dulden würde. Und wie sollte man Überschreitungen des Prüfgebietes bei anderen Prüfervereinigungen ansprechen, wenn man im eigenen Haus wegsehen würde.

Klare Linie, der VPEX ist eben kein Schutzbund für die Prüfer mit Fehlverhalten, sondern ein Verband, bei dem die Interessen der Sammler vorgehen.

Und noch etwas: Das Wegsehen bei wiederholten Fehlattestierungen oder sonstigen Verletzungen von Schutzbestimmungen zugunsten der Sammler, also das bewusste Weiterlaufen lassen von erkannten Missständen, würde mE auch eine Durchgriffshaftung für den Verband auslösen. Ein entstandener Schaden müsste dann von allen Mitgliedern getragen werden. Ein weiterer Grund, hier konsequent den Sammlerschutz Vorrang zu geben.

Soweit die Linie des VPEX.

Beste Sammlergrüße
Peter Stastny, MMag.
 
drmoeller_neuss Am: 20.06.2016 12:14:44 Gelesen: 93615# 8 @  
@ Cicero

Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: Jede Fehlprüfung ist eine zu viel. Aber Prüfer sind eben auch nur Menschen und machen Fehler. Für solche Aussetzer haben Prüfer eine Versicherung. In Deinem Fall der vermeintlichen Saarland stehen Dir alle Rechte aus einem Werksvertrag zu. Du kannst von der VP-Prüferin Ney ein korrigiertes Attest verlangen. Wenn Du dadurch finanzielle Nachteile erlitten hast, kannst Du auch Schadensersatz geltend machen.

Um die Zuverlässigkeit eines Prüfers beurteilen zu können, muss man die Fehlprüfungen in Relation zu der Gesamtzahl der Prüfungen sehen. Von Schlegel sind einige Fehlprüfungen bekannt (im stampsx-Forum einfach die "erweiterte Suche" bemühen). Das liegt einfach daran, das Schlegel sehr viele Prüfsendungen bekommt. Natürlich ist es dämlich, eine Postkarte aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland mit einer Adressenangabe "8 München 50" als "überfrankierte Fernpostkarte" zu prüfen. Auf der anderen Seite, die Marke und der Stempel sind echt, und Prüfer sind keine Halbgötter, die Otto-Normalsammler das Denken verbieten. Aber gegen diesen einen Fehler stehen eben vielleicht 10.000 einwandfreie Schlegel-Prüfungen, und dann relativiert sich das Ganze. Ein Skandal ist das nicht.

Auch mir wurde am VP-Stand ein Ordner mit angeblichen Fehlprüfungen eines BPP-Prüfers vorgelegt. Einmal abgesehen, dass gerade für Ausgaben in Notzeiten ein bestimmter Ermessensspielraum bei der Stempelechtheit bleibt, der sich durch neue Forschungsergebnisse einengen kann (ich denke nur an die Potschta-Marke aus der SBZ), halte ich es für einen sehr schlechten Stil, mit Fehlleistungen anderer Prüfer für sich selbst Werbung zu machen. Der VP ist gut beraten, solche "Präsentationen" einzelner Prüfer am VP-Stand und damit im Namen des gesamten Prüferverbandes abzustellen. Schade, dass der VPEX zu den gleichen unlauteren Methoden greift.

Auf den philaseiten werden Fehlleistungen einzelner Prüfer und unsauberes Verhalten der Prüferverbände nicht unter den Tisch gekehrt. Ich erinnere nur an die Diskussion über die langen Bearbeitungszeiten einzelner BPP-Prüfer, die es noch nicht einmal für nötig erachten, nach Monaten dem Kunden eine Eingangsbestätigung zu schicken, geschweige denn auf Emails zu reagieren. Auf VP-Seite war es ein von einem Auktionshaus gesponsertes Abendessen, das laut eigener (!) Pressemitteilung des VPs den für einen geselligen Abend üblichen Rahmen bei weitem gesprengt hat.

Ich finde es gut, zwei Prüferverbände in Deutschland zu haben. Nicht jeder kommt mit "seinem" Vorstand zurecht, und dann ist es gut, einen zweiten Verband als Alternative zu haben. Der VP hat jetzt auch Prüfer für kleine, abgegrenzte Prüfgebiete bestellt. Natürlich kann man das als "Rosinenpickerei" bezeichnen, auf der anderen Seite ermöglicht es einen Einstieg. Und für viele berufstätige Prüfer ist es die einzige Möglichkeit, das Prüfgeschäft und den Beruf unter einen Hut zu bringen.

Wo ich Cicero recht gebe, ist der Umgang der Prüferverbände mit einzelnen Fehlleistungen. Die langen Prüfzeiten einzelner BPP-Prüfer und das "Toter Mann"-spielen, werden als "Einzelfälle, [in denen] nicht immer optimal kundenorientiert agiert wird", heruntergespielt. Es ist auch nicht hilfreich, als Prüfer und Verband immer von der "päpstlichen Unfehlbarkeit" auszugehen. Fehlprüfungen gibt nun einmal, genauso wie Ärzten Kunstfehler passieren. Gar nicht erst zum Arzt zu gehen, ist aber die schlechteste Lösung. Davon wird niemand gesünder.

Beiden Prüferverbänden täte es gut, dem Kunden klar und deutlich aufzuzeigen, was er im Falle einer Beschwerde zu tun hat und an wen er sich wenden kann. Etwas mehr Transparenz wäre auch wünschenswert, zum Beispiel Statistiken über die Gesamtanzahl der Prüfungen und die Prüfzeiten. Dann lassen sich einzelne Fehlprüfungen in das Gesamtbild besser einordnen.
 
HWS-NRW Am: 20.06.2016 13:13:18 Gelesen: 93582# 9 @  
Hallo,

ich gebe gerne zu, daß ich mit dem "neuen" Prüferverband schon meine Probleme habe, da gibt es leider auch (zumindest ein Mitglied, welches mir "etwas fragwürdig" vorkommt. Zum Glück sammle ich kaum Materialien, die geprüft werden müssen, aber wenn, dann würde ich schon die seit Jahren bekannten Prüfer vorziehen. Natürlich sind auch in diesem Kreis aus früheren Zeiten "Fehlprüfungen" vorgekommen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Peter Stastny Am: 20.06.2016 20:56:12 Gelesen: 93455# 10 @  
Wow, nur wenige Minuten nach der Einstellung meines Beitrages [#5] gab es eine Reaktionsmail von Herrn Geigle an Richard inkl. CC an mich.

Mein Beitrag sei "voller Unrichtigkeiten, Unterstellungen und teilweise auch Verleumdungen" (Konkretisierungen gab es dabei leider keine), es fehlen die "harten Fakten" und "Namen" (die genannten Namen Geigle und Gruber zählen offensichtlich nicht) und es werde in "übelster Weise ... Frustrationsbewältigung" betrieben, vermutlich wegen einer bestimmten Äußerung von ihm (die mir bis dahin völlig unbekannt war).

Nach einem Freibrief ("Herr Stastny kann seine Meinung kundtun, wo und wie er will.") wird Wahrheitseinhaltung, zumindest Gesetzeseinhaltung moniert. Kombiniert mit Löschaufforderung, anderenfalls Justitiarüberprüfung, gegebenenfalls Einleitung juristische Schritte und wegen Eilbedürftigkeit "muss ich auf sofortige Löschung bestehen ... Vielen Dank für Ihr Mitwirken."

Um Herrn Geigle bei der Wahrheitsfindung zu helfen, ergänzte ich ca. 2/3 meiner Angaben mit Quellenlinks (das restliche Drittel war nicht mehr möglich, weil Ergänzungen ab einem weiteren Forumsbeitrag nicht mehr möglich sind). Aber auch die nur zu 2/3 gelegten Links offenbarten: Eine Reihe meiner Angaben waren - schwerlich anzunehmend unwahre - Äußerungen von Herrn Geigle selbst.

So wurde auch die "Fähigkeit zur Selbstkritik" (siehe Bericht von der BPP-Tagung 2015)" aus einem Appel von Herrn Geigle an die BPP-Gemeinschaft entnommen. Aus dem vom BPP selbst auf einer Unterseite der BPP-Seite veröffentlichten "Bericht von der Prüfertagung des BPP in Nürnberg am 16. April 2015". Als ich den Link setzte, war die Seite tadellos erreichbar. Am nächsten Tag allerdings nicht mehr, stattdessen nur die Fehlermeldung "404: Seite nicht gefunden". Die kann mE ausschließlich nur auf einem reinen Zufall oder auf technischen Problemen beruhen. Ich halte es für vollkommen ausgeschlossen, dass diese Seite wegen meiner Verlinkung darauf aus dem Netz genommen wurde. Und schon gar nicht deswegen, um meine Zitation als leere Zitation dastehen zu lassen. Es ist für mich unvorstellbar, dass jemand so etwas tun würde, zu solchen kleinkarierten wie unehrenhaften Methoden greifen würde. Schon gar nicht jemand vom BPP. Ein "BPP" hat so etwas doch nie und nimmer notwendig. Ich wiederhole daher: Es kann mE ausschließlich nur auf einem reinen Zufall oder auf technischen Problemen beruhen. Alles andere ist für mich völlig unvorstellbar. Von allen anderen Möglichkeiten distanziere ich mich ausdrücklich und werde sie niemals behaupten oder mir zu eigen machen. Alles andere wäre auch sinnlos, gibt es doch bekannterweise vom 13. Jänner 2016 eine Kopie dieser Seite im Internet Archive "WayBackMachine".

Die Kopie der BPP-Seite ist erreichbar unter

http://web.archive.org/web/20160113115010/https://www.bpp.de/de/Nachrichtenleser/bericht_bpp_pruefertagung_2015.html

Ach ja: Sollte der Inhalt dieser BPP-Unterseite auf Grund technischer Probleme verloren gegangen sein, kann sie von dort leicht wiederhergestellt werden.

Beste Sammlergrüße
Peter Stastny, MMag.
 
Briefmarkentor Am: 20.06.2016 22:01:30 Gelesen: 93411# 11 @  
Schade, statt aufzuklären, werden wieder Geschütze in Stellung gebracht.

Weder die genannte Prüferin noch von Seiten des BPP noch von Herrn Stastney gibt es konkrete Aussagen zu einem konkreten Fall. Nur Schweigen, Verbalattacken und Androhung von rechtlichen Schritten (nach Hörensagen). Das ist sie leider auch, die organisierte Philatelie!

Mit enttäuschten und genervten Grüßen an alle, die vor lautet Ego nicht mehr an den Gesprächstisch passen.
 
Peter Stastny Am: 20.06.2016 22:55:25 Gelesen: 93370# 12 @  
@ Briefmarkentor [#11]

Lieber Briefmarkentor,

du wolltest eine Aussage zu der Frage, wie zukünftige Fehlprüfungen im Verband minimiert werden sollen?

Das kann für den Prüferverein VP nur jemand vom VP, für den Prüferverein BPP nur jemand vom BPP und für den Prüferverband VPEX nur jemand vom VPEX beantworten.

Es gibt kein Mitspracherecht und schon gar nicht ein Anordnungsrecht bei anderen Prüfergruppierungen.

Ich kann und darf deine Frage daher nur für den VPEX beantworten, was ich auch ausführlich und an einem KONKRETEN Beispiel getan habe.

Leider gehst du darauf in keiner Weise ein.
Schade.

Beste Sammlergrüße
Peter Stastny, MMag.
 
Briefmarkenburny62 Am: 21.06.2016 11:27:35 Gelesen: 93240# 13 @  
Hallo zusammen,

mit 2 Prüfverbänden sind wir in Deutschland gut aufgestellt. Viele andere Länder wären froh nur einen fachlich kompetenten Prüfverband zu haben.

Verbesserungsfähig ist alles, trotzdem sollte man erkennen aus welcher Perspektive man meckert. Der jetzige Prüfstandard ist durchaus als sehr hoch einzuschätzen. Ansonsten stimme ich drmoeller_neuss Aussagen zu.

Beste Grüße
Briefmarkenburny62
 
volkimal Am: 21.06.2016 14:25:41 Gelesen: 93153# 14 @  
Hallo zusammen,

zu den Dingen, die ich geerbt habe, gehört eine große Briefmarkensammlung. Diese Marke fiel mir auf, da neben ihr im Album stand „ 3x geprüft“:



Es war die Zwangszuschlagsmarke aus Württemberg mit dem Wz. 3 (fallende Wellenlinien) Im habe im Katalog nachgesehen, dort fand ich aber nur die geschnittene Marke mit dem Wasserzeichen 1 (DP und Striche). Auch im Spezialkatalog konnte ich die Marke nicht finden.

Erst in alten Spezial-Katalogen aus den Jahren 1980 und 1985 fand ich die Lösung. Im Katalog von 1980 war diese Marke mit 1.400,-MM verzeichnet. Im Katalog von 1985 war die Marke gestrichen: „Nr. 1 mit Wz. 3 stellt sich als Teilzähnungen von Nr. 2 mit nachträglichem Beschnitt der noch vorhandenen Zähne heraus“.

Viele Grüße
Volkmar
 
Peter Stastny Am: 22.06.2016 14:38:10 Gelesen: 92994# 15 @  
@ drmoeller_neuss [#8]

halte ich es für einen sehr schlechten Stil, mit Fehlleistungen anderer Prüfer für sich selbst Werbung zu machen. Der VP ist gut beraten, solche "Präsentationen" einzelner Prüfer am VP-Stand und damit im Namen des gesamten Prüferverbandes abzustellen. Schade, dass der VPEX zu den gleichen unlauteren Methoden greift.

Ich vermisse einen Einbezug der Kausalität.

Auch würde es mich interessieren, welchen Freundeskreis Cicero hat. ;-)

LG
Peter Stastny, MMag.
 

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