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Thema: Fehlprüfungen von BPP und VP Prüfern
Das Thema hat 215 Beiträge:
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hajo22 Am: 17.11.2016 16:38:53 Gelesen: 85911# 66 @  
@ Meinhard [#65]

Meinung zu b). Die gezeigte 14b hat z.B. ganz rechts unten ebenfalls einen kurzen Zahn.
Meinung zu c): Postfrisch ist postfrisch und nicht postfrisch mit Falz/Anhaftungen. Hast Du das in Bezug zum Kurzbefund gemeint oder allgemein/generell?

Der Kurzbefund ist doch ok. Oder hat die geprüfte Marke Gummierungsfehler? Kann man von der Vorderseite doch nicht sehen.

VG, hajo22
 
Markus Pichl Am: 17.11.2016 16:56:07 Gelesen: 85889# 67 @  
@ Harald Wimmer [#49]

Zitat: Nach einer vergleichbaren Marke habe ich im Internet gerade gesucht. Aus meiner Sicht hat das Stück einwandfreie Zähnung und wurde auch so signiert. Abgesehen vom durchschlagenden Erfolg des Prüfzeichens. Die in meiner Sammlung befindlichen Stücke dieser Marken mit den Signaturen Jasch oder Ströh zeigen das nicht. Aber das nur am Rande.

---

Hallo,

nachstehend ein gebrauchter Viererblock, geprüft Ströh BPP.



Bildquelle ebay-Artikel-Nr. 401224985820, Anbieter Nordphila

Bei jeder Marke schlagen die Signaturen durch, was ich bei diesem dünnen Papier auch nicht anders erwarte, wenn solches signiert wird. Lasse mir aber dennoch gerne Marken MiNr. 90/91 zeigen, bei denen das nicht der Fall ist. Auf weißem Untergrund, kommen Signaturen natürlich sehr deutlich zum Vorschein.

Hier ein anderes Beispiel, einer durchschlagenden BPP-Prüfersignatur.



Nebenbei, mittlerweilen habe ich im Internet eine weitere in Jerichow gestempelte Marke MiNr. 90 mit Kurzbefund Schulz BPP gefunden, vielleicht komme ich dadurch zu einem deutlicheren Ergebnis, bezüglich der Zähnung der zuerst hinterfragten MiNr. 90.

MfG
Markus
 
Meinhard Am: 17.11.2016 18:23:39 Gelesen: 85832# 68 @  
@ hajo22 [#66]

Hallo hajo22.

"Meinung zu c): Postfrisch ist postfrisch und nicht postfrisch mit Falz/Anhaftungen. Hast Du das in Bezug zum Kurzbefund gemeint oder allgemein/generell?"

Ich meinte das allgemein/generell zu der Feststellung von Markus wegen "ungebraucht".

Die 2 gezeigten Marienwerder Marken sind unsigniert und demnach postfrisch (wie ausgegeben).

Nochmals zur Verdeutlichung was ich mit "postfrisch" bzw. "ungebraucht mit Originalgummierung" meinte:

Nachstehend 2 Marken aus einem geprüften Satz mit Original-Gummierung. Hier lautet ja auch auf "postfrisch", jedoch sind auf diesen Marken schon 2 Signierzeichen. Die Prüfung ist für mich in Ordnung und es wurde ja auch alles genau beschrieben.

Postfrisch (wie von der Post ausgegeben), sind diese demnach aber nicht. Der Michel und auch ANK bewerte ja nur **postfrisch und * ungebraucht mit Falz. Eine Bewertung für "ungebraucht mit Original-Gummierung und mit Signierung" gibt es ja in den Katalogen nicht.

Bei einer Prüfung wird ja auch die Prüfgebühr von ** (postfrisch) verrechnet, bei Marken mit Signierung und Original-Gummierung.

Eigentlich müsste es dann die Prüfgebühr von *mit Falz sein, da es ja die gleiche Prüfung wäre und kein Mehrwaufwand.

VG, Meinhard



 
Harald Wimmer Am: 17.11.2016 19:11:30 Gelesen: 85799# 69 @  
@ Markus Pichl [#64]

Verstehe ich das so richtig, dass der Falz einen Mangel darstellt, aber die Marke je nach Gebiet dennoch postfrisch ist?


 
WUArtist Am: 17.11.2016 19:53:19 Gelesen: 85761# 70 @  
@ Harald Wimmer [#69]

Hallo Harald,

m. E. gilt im BPP folgendes:

Im allgemeinen philatelistischen Sprachgebrauch werden die Begriffe "postfrisch", "ungebraucht", "gestempelt", "auf Brief", "auf Briefstück" als Bezeichnung für die Erhaltung verwendet.

Als postfrisch mit Originalgummierung (kurz "postfrisch" genannt) gelten ungestempelte Marken, deren Gummierung nicht verändert wurde und dem Originalzustand unter Berücksichtigung eines natürlichen Alterungsprozesses entspricht. Geringe Finger- oder Griffspuren beeinträchtigen in der Regel diesen Zustand nicht.

Im Prüfwesen erfolgt die Signierung von Marken seit weit über hundert Jahren und wird auch in Zukunft bei der weitaus überwiegenden Anzahl der Marken unverzichtbar sein. Prüf- oder Eigentumszeichen gelten nicht als Veränderung des postfrischen Zustandes.

Ungebrauchte Marken sind ungestempelte Marken, die Originalgummierung mit Falz, Falzspur oder Haftspuren haben. Hierzu zählen auch entfalzte Marken. usw. usw.

Auch der zuletzt gezeigte Kurzbefund ist nicht korrekt ausgestellt. Die Marke hat keine leichten Mängel, sondern ist ungebraucht mit Erstfalz.

Gruß
WUArtist
 
Markus Pichl Am: 17.11.2016 20:12:33 Gelesen: 85740# 71 @  
Hallo Meinhard,

gerne noch ausführlicher, in Bezug postfrisch.

Bitte lies Dir noch einmal den Widerspruch, der sich in der BPP-Prüfordnung in Punkt 6.5 befindet, durch.

6.5 Teilzitat: "... Beschädigte, reparierte oder verschönte Prüfgegenstände und ungebrauchte ohne oder mit verändertem Gummi erhalten das Prüfzeichen, je nach Grad des Mangels, höhergesetzt ..."

Was versteht der BPP bitte unter Gummiveränderung?

Bereits das Anbringen eines Falz oder einer Signatur verändert die Gummierung!
Nach dieser einfach fehlerhaften Formulierung in der BPP-Prüfordnung, ist eine ungebrauchte Marke ohne Gummiveränderung höher zu signieren. Ohne Gummiveränderung bedeutet, kein Falz, keine Signatur, keine Beschädigung. Aus der fehlerhaften Formulierung ergibt sich, dass eine ungebrauchte Marke mit voller Originalgummierung, ohne Falz, ohne Signatur, ohne Beschädigungen, erhöht zu signieren ist.

Wenn in der BPP-Prüfordnung definiert wäre, was der BPP unter postfrisch und unter ungebraucht versteht, dann sehe es anders aus. Du wirst das Wort "postfrisch" aber nicht in der BPP-Prüfordnung [1] finden.

Zitat aus "Großes Lexikon der Philatelie" von Ulrich Häger: " postfrisch, nicht benutzte Marke, die sich in dem Zustand befindet, in welchem sie am Postschalter abgegeben wurde, d.h. Rückseite und Gummierung sind völlig unberührt (die Vorderseite selbstverständlich auch). ..."

Anderer Wortlauf für "nicht benutzte Marke" wäre "ungebrauchte Marke".

Nach der Definitionen für postfrisch in Hägers Lexikon, ist das waager. signierte Paar aus Deinem letzten Beitrag, ganz einfach nicht mehr postfrisch, weil die Gummierung durch Signaturen berührt wurde. Die beiden Prüfer, welche die Marken signiert haben, saßen nicht am Postschalter. Es gibt Sammler, welche dies so sehen und entsprechend sammeln. Dies ist dann allerdings eine sehr kostspielige Angelegenheit, wenn man dies auch für Marken bis zurück in die Klassik beherzigt und einige Marken wird man in dieser Qualität heute nicht mehr beschaffen können.

Der BPP folgt Hägers Definition nicht, definiert aber auch nicht selbst.

Versuchen wir es mit dem Michel-Katalog.

Siehe einmal in Deinem Michel Deutschland-Spezial auf Seite 6 unter Preisspalten:

Zitat: "Die Notierungen in den Michel-Spezial-Werken gelten in der linken Preisspalte für ungebrauchte ( *, (*), **), in der rechten für gebrauchte (vier verschiedene philatelistische Zeichen für gebraucht) ...."

Auch der Michel unterscheidet nur nach ungebrauchten und gebrauchten Marken.

Auf Seite 18 findest Du dort die Zeichenerklärungen

* = ungebraucht mit Originalgummierung (Falz)
** = ungebraucht mit Originalgummierung (postfrisch)

Wo ist im Michel definiert: "ungebraucht mit Originalgummierung und Prüfersignatur (postfrisch)" ?

Warum ist im Michel nicht definiert: "ungebraucht ohne Gummierung, wie verausgabt (postfrisch)" ?

Es ist eine Frage von verschiedenen, ungenügend definierten Sachverhalten.
Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass dadurch ein Ermessensspielraum bleibt. Diesbezüglich, halte ich nur nicht viel davon.

Was ist jetzt Dein waagerechtes Paar nach Definition im Michel? Ach ja, sie fallen in den Ermessensspielraum (augenrollendes Smilie fehlt hier).

MfG
Markus

[1] https://www.bpp.de/de/pruefordnung.html
 
DL8AAM Am: 17.11.2016 21:32:50 Gelesen: 85689# 72 @  
Egal wie und wer es sich jetzt versucht das schönzureden, oder wie oder wer sein vorsätzliches Beschädigen zu rechtfertigen versucht, eine Briefmarke mit Signatur ist weit, weit davon entfernt postfrisch, d.h. wie von der Post verausgabt, zu sein. Da kann ich in seine AGB reinschreiben was man will. Was das preislich, katalogtechnisch bedeutet ist eine ganz andere Sache. Irgendwie wiederholt sich hier die Geschichte wieder, früher war Falz ja auch mal vollkommen in Ordnung.

Nicht das ich falsch verstanden werde: Ich habe persönlich absolut sichts gegen Falz, sagt das doch auch etwas über das Sammelverhalten früherer Generationen aus. Gefalzte Briefmarken haben eine (sammeltechnische) Geschichte. Man muss sich dabei eben nur im Vorfeld bewusst sein, das sich so etwas dann doch etwas negativ im Wiederverkaufspreis widerspiegelt (falls überhaupt noch handelbar). Nun passiert das mit ver-signatur-ten Marken auch.

BTW, das ursprünglich mal wirklich schöne 90er Hörchen aus [#67] ist eigentlich ein richtig ideales Beispiel, um zu zeigen, wie aus einem echten Schätzchen ein "Knochen" werden kann. Auch wenn der Knochen noch immer etwas 'Geld kosten' mag, es ist jetzt leider bei weitem keine einwandfreie oder postfrische Marke mehr - auch wenn im MICHEL diese aktuell noch unter ** eingestuft wird. Der Markt macht hier inzwischen einen Unterschied. Irgendwann kommt der MICHEL nicht umhin, diesem Marktverhalten Rechnung zu tragen. Falz lässt grüßen.

Gruß
Thomas
 
Markus Pichl Am: 17.11.2016 22:18:32 Gelesen: 85662# 73 @  
@ Harald Wimmer [#69]

Zitat: "Verstehe ich das so richtig, dass der Falz einen Mangel darstellt, aber die Marke je nach Gebiet dennoch postfrisch ist?"

---

Nein, natürlich nicht.

Eine Marke mit Falz kann niemals postfrisch sein.

Auf so schräge Ideen kommen nur ein paar, in der Regel private Verkäufer auf ebay.

Ich denke, dass ich den Sachverhalt, in zwei ausführlichen Beiträgen klar dargestellt habe.

Vielleicht hat Herr Schulz ein Konzentrationsproblem und streicht manchmal die falschen Wörter in Kurzbefunden durch?

Bei der zuerst gezeigten MiNr. 90 (Beitrag Nr. 32) möchte ich mich auf nachgezähnt festlegen.

Habe mit weiteren Marken MiNr. 90 und 91, auch gestempelten, virtuelle Viererblocks erstellt und wenn die Marke nicht nachgezähnt ist, dann ergeben sich vollständige Zahnlöcher, so wie weiter oben von mir mit einer postfrischen Marke bereits gezeigt.

Sagen wir mal so, richtig teure Marken, denen Expertisen von Herrn Schulz mit falschen Erhaltungs- oder Qualitätsangaben beiliegen, habe ich bei einem Spaziergang auf ebay nicht gefunden.





Bildquelle für vorstehende Bilder: http://www.ebay.de/itm/262151458686

Vielleicht kann das mal der BPP mit Herrn Schulz, so ganz intern unter sich klären, Beispiele wurden ja hier gezeigt. Im Falle der BPP weitere braucht, einfach hier im Thread nachfragen.

Wegen der postfrisch-Sache, sollte sich doch einfach einmal eine Elefanten-Runde, bestehend aus Vertretern von verschiedenen Verbänden zusammensetzen, um klarere Definitionen zu finden. Aber ich denke, dass wird Wunschtraum meinerseits bleiben. Also geht das diskutieren andernorts weiter.

MfG
Markus
 
Harald Wimmer Am: 17.11.2016 22:47:07 Gelesen: 85639# 74 @  
@ Markus Pichl [#73]

Sagen wir mal so, richtig teure Marken, denen Expertisen von Herrn Schulz mit falschen Erhaltungs- oder Qualitätsangaben beiliegen, habe ich bei einem Spaziergang auf ebay nicht gefunden.


 
Markus Pichl Am: 18.11.2016 00:02:12 Gelesen: 85611# 75 @  
@ Harald Wimmer [#74]

Oje!

Kein Wunder, wenn es Anbieter auf ebay gibt, die "Postfrisch mit Falz" schreiben.

Das von Ihnen gezeigte Attest habe ich aber auf ebay nicht entdeckt, zumindest nicht mit dem Suchbegriff "Block 2 Schulz"

Aber er scheint sich bei höherwertigen Stücken gegenüber dem Attest aus 2011 stark verbessert zu haben, in dem nachstehenden Attest aus diesem Jahr, zu einem anderen Block 2, führen weitaus kleinere Unzulänglichkeiten zum Wörtchen "ungebraucht" im Attest.



Bildquelle: http://www.ebay.de/itm/381806395679

Denke, wir haben genügend "Meisterwerke" gesehen.

MfG
Markus
 
Peter Stastny Am: 18.11.2016 18:55:35 Gelesen: 85457# 76 @  
@ Detlev0405 [#46]

Die für eine Datenbank von Prüfmitteilungen notwendige generelle Kooperation wird es von BPP-Seite nicht geben. Denn Herr Geigle nimmt z.B. von VPEX-Seite nicht einmal sachliche Informationen entgegen. Herr Geigle geht dabei sogar soweit, dass er BPP-Mitgliedern anordnet, von mir keine sachlichen Informationen anzunehmen, heißt, mit mir nicht zu sprechen. Was in den Folgen sowohl den BPP als auch die Sammler trifft, denn mit Annahme der Informationen hätte der BPP z.B. in den Fällen Glavanovitz oder Oechsner schon Jahre früher so reagieren können wie er es - gezwungenermaßen nach einer Reihe von Fehlattesten - teils aber erst Jahre später ohnehin tun musste.

Letztes Beispiel: Ein Angebot zur gemeinsamen Vermessung der Grenzmarken von BPP und VPEX zur Prüfung der DR MiNr 63 c unter Kostenübernahme durch den VPEX wurde nicht einmal beantwortet. Weder von Herrn Geigle noch vom BPP-Prüfer.

Beste Sammlergrüße

Peter Stastny
 
Harald Wimmer Am: 19.11.2016 17:19:13 Gelesen: 85287# 77 @  
Könnte diese Marke nahezu "perfekt" entfalzt sein? Genau an der Stelle unterbricht meiner Meinung nach die waagerechte Gummiriffelung.





Viele Grüße

Harald
 
Carsten Burkhardt Am: 20.11.2016 07:56:38 Gelesen: 85154# 78 @  
Wz falsch bestimmt.

Angepriesen auf ebay als: DDR Rarität W. Pieck Mi.Nr. 253 bc DZ 4 mit Druckereizeichen Postfrisch im Eckrand Paar! Geprüft Foto - Attest Paul BPP! Michel-Wert ohne Preis!





Falls jemand es anhand des unteren Bildes noch nicht erkannt hat, sollte er mal auf das Wasserzeichen schauen und im Katalog nachsehen, welches Wasserzeichen Mi.-Nr. 253 hat. Also ich meine mit meinem laienhaften Verstand, es wäre 325 zXII DV2, oder? Der steht auch im Michel, und zwar mit 250 Euro.

Schönen Sonntag noch

Carsten
 
Harald Wimmer Am: 21.11.2016 19:24:32 Gelesen: 84938# 79 @  
Was ist nun richtig? Kann einer bitte helfen oder hat ähnliche Marken?


 
lueckel2010 Am: 21.11.2016 21:48:35 Gelesen: 84846# 80 @  
@ Harald Wimmer [#77]

Hallo,

typisches Merkmal einer "vorsichtigen" Falzentfernung mit etwas Wasserdampf! Naturgemäß "verflüssigt" sich dabei auch immer die Gummierung, was dann insbesondere bei geriffeltem Gummi zu dem "glatten" Fleck führt, der selbst auf dem Foto des Attestes noch problemlos erkennbar ist!

Zwar nicht mein Sammelgebiet, aber ein Prüfer, egal von welchem "Verein", sollte meiner Meinung nach noch einmal ganz von vorn anfangen bzw. -noch besser- sofort mit seiner "Prüferei" aufhören!

Wenn ich eines Tages nicht mehr in der Lage sein sollte, derartige Manipulationen zu erkennen, werde ich sofort mit der "Sammelei" aufhören!

Schönen Abend, "lueckel2010"
 
Markus Pichl Am: 21.11.2016 23:53:39 Gelesen: 84788# 81 @  
@ Harald Wimmer [#79]

Mit dem Stempel "WEIMAR 1 n" wurden zahlreiche Rückdatierungen vorgenommen.

Die rückdatierten Abschläge sind daran erkennbar, dass der Bruch unten in der Datumsbrücke zu groß ist.

---

Echter und zeitgerechter Abschlag vom 31.03.1946 auf R-Brief nach Neu-Isenburg (lt. Angebotsbeschreibung mit Ankunftsstempel)



Bildquelle: http://www.ebay.de/itm/122105835390

Echter und zeitgerechter Abschlag vom 09.04.1946 auf R-Brief nach Apolda (lt. Fotoattest Ströh BPP Ankunftsstempel vom selben Tag)



Bildquelle: http://www.ebay.de/itm/361764354459

---

Daraus ergibt sich, dass ich dem nachstehendem "Hennig-Brief" auch nicht nur einen Meter über den Weg traue.

Offensichtlich ist der Stempel rückdatiert! (Im Falle dies noch niemanden aufgefallen sein sollte...)



Bildquelle: http://www.ebay.de/itm/361758589701

---

Selbstverständlich gehört auf die Rückseite des hinterfragtem Viererblock das Prüferstempelchen "STEMPEL FALSCH" drauf.

MfG
Markus
 
Richard Am: 22.11.2016 09:56:39 Gelesen: 84707# 82 @  
Am 18.11.2016 haben wir vom BPP Präsidenten Christian Geigle folgende Mail erhalten:


Sehr geehrter Herr Ebert,

wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Das gilt natürlich auch für die Philatelie, beim BPP für die Prüfung von Briefmarken.

Ganz grob kann man zwei Arten von Fehlern unterscheiden:

1. Die klassische "Fehlprüfung". Dieser Fall liegt vor, wenn dem Prüfer ein Fehler unterläuft, den ein "Normalmensch" nicht ohne weiteres feststellen kann. Beispiel: Ein auf einer Marke angebrachter Falschstempel wird nicht erkannt, das Stück als "echt und einwandfrei" attestiert. Eine solche Fehlprüfung kann viele Jahre unerkannt schlummern, bis sie eines Tages aufgedeckt wird und dann zu Schadenersatzansprüchen gegen den Prüfer führen kann. Das Nähere regelt der § 9 der Prüfordnung des BPP, ersatzweise die gesetzlichen Bestimmungen.

2. Die fehlerhafte Prüfung. Das kann so einfache Dinge wie Schreibfehler in Attesten oder Befunden umfassen, Verwechslungen oder Vertauschungen von Abbildungen darin, das Übersehen von Qualitätsmängeln oder auch unzutreffende Beschreibungen des oder Feststellungen zum Prüfgegenstand. Diese Fehler sind auch für einen durchschnittlich Kundigen leichter festzustellen, führen aber gleichwohl unter Umständen zu einem Schadenersatzanspruch gegen den Prüfer.

Jeder Fehler, der einem Verbandsprüfer des BPP unterläuft, ist ärgerlich, für alle Beteiligten. In der Regel finden wir schnell eine Lösung, um Derartiges aus der Welt zu schaffen, manchmal wird die Verbandsprüfstelle des BPP (früher: Oberprüfstelle) eingeschaltet, um den Fall zu untersuchen und zu klären.

Anspruchsteller können immer nur der Eigentümer oder der Besitzer eines Prüfgegenstandes sein. Es sind sowohl der beanstandete Prüfgegenstand als auch zugehörige Atteste/Befunde vorzulegen. Attestkopien genügen nicht! Darauf weise ich in meinen Vorträgen immer wieder hin: Die Gewährleistung besteht nur beim Vorliegen der originalen Prüfgutachten.

Der Prüfer wird in aller Regel seine fehlerhafte Prüfung korrigieren, unzutreffende Atteste/Befunde aus dem Verkehr ziehen und bei Vorliegen der Voraussetzungen Schadenersatz leisten. Alle Prüfer des BPP haben eine Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung in sechsstelliger Höhe abgeschlossen, die bei Haftungsfällen über der Bagatellgrenze einspringt.

Die Arbeit der Prüfer ist in den letzten Jahren viel transparenter geworden. Waren Atteste und Befunde früher nur dem kleinen Kreis der am Handel eines Stückes Beteiligten zugänglich, kann man heute die Atteste und Befunde weltweit auf den Homepages der Händler und Auktionshäuser einsehen, zum Teil auch noch viele Jahre später, dazu noch auf den bekannten Plattformen wie Ebay, Philasearch, Delcampe, Catawiki usw. . Fehler werden auch von unbeteiligten Dritten leicht entdeckt und dann zuweilen in den sozialen Medien und philatelistischen Foren der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Manchmal wünsche ich mir, gerade die lautesten Erklärer der philatelistischen Welt würden zuerst den Kontakt zum betroffenen Verbandsprüfer suchen, bevor sie ein "mediales Fass" aufmachen.

Der BPP hat in den vergangenen Jahren gehandelt: Zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen für junge, aber auch schon länger tätige Prüfer wurden durchgeführt. Die Ausbildung zum Verbandsprüfer beinhaltet inzwischen eine mindestens dreijährige Konsultationszeit eines neuen Verbandsprüfers, während der sein Konsultationspartner, ein erfahrener, älterer Prüfer, jede Prüfsendung als Zweitgutachter bearbeitet. Dadurch werden Fehler in der Anfangszeit vermieden und der Wissensstand des Konsultanten ständig verbessert, aber auch überwacht. Eng gefasste "Verhaltensrichtlinien" geben vor, wie sich der Einzelne verhalten soll, gerade wenn es einmal "knirscht". Die Zusammenarbeit unter den Kollegen in einem Prüfgebiet wurde intensiviert, die Abstimmung schwieriger Sachverhalte und Abgrenzungsfragen ebenso.

Jede fehlerhafte Prüfung ist eine zu viel. Das ärgert die betroffenen Kollegen am meisten, mich eingeschlossen. Wir werden aber auch in Zukunft alles Mögliche versuchen, um ein Höchstmaß an Sicherheit im Prüfwesen zu schaffen, ohne das der Handel mit hochwertigem philatelistischem Material überhaupt nicht möglich wäre.

Mit freundlichem Gruß,

Christian Geigle
(Präsident des BPP e. V.)

---

[1] BPP Prüfordnung: https://www.bpp.de/de/pruefordnung.html
 
Harald Wimmer Am: 22.11.2016 14:50:50 Gelesen: 84585# 83 @  
Es soll „nur“ eine geschnittene Marke von Bogenfeld 94 sein. Marke soll auch von der Auktion zurückgezogen worden sein.



Ein zweites Stück wurde bei eine andere Auktion angeboten.




 
Kontrollratjunkie Am: 22.11.2016 15:45:50 Gelesen: 84552# 84 @  
@ Harald Wimmer [#83]

Was ist jetzt der Sinn dieses Beitrages ?

Wo steht, dass die Marke von Feld 94 stammt ?

Was bedeutet "Es soll „nur“ eine geschnittene Marke von Bogenfeld 94 sein" ?

Würde mich über Aufklärung zu diesem kryptischen Beitrag freuen.
 
Markus Pichl Am: 22.11.2016 17:03:34 Gelesen: 84506# 85 @  
@ Harald Wimmer [#83]

Wenn man "Briefmarken Thüringen 97 P1 Probedruck" über Google sucht, wird als zweites Suchergebnis die Webseite von Till Neumann angezeigt.

Augenscheinlich sieht ein Probedruck Thüringen MiNr. 97 P1 in ROT so aus:



Bildquelle: http://www.klassische-philatelie.de/verkauf-detail.php?id=4166&position=13&neu=&nr=

Die normale MiNr. 97 ist mit Linienzähnung versehen und kommt auch in UNGEZÄHNT vor, dies wäre dann MiNr. 97 A X a t U (Michelwert Euro 80.-)

Nachstehend vier Stück MiNr. 97 A X a t in Normalausführung (Michelwert nur ein paar Cent). Die Druckfarbe und auch die Papierfarbe variiert ein wenig. Die beiden hinterfragten Marken sind dann wohl doch eine Ecke von Rot entfernt, da zu Karmin (in Karmin steckt ein Blauanteil) und der Probedruck, ein Einzelabzug, wird nicht die Feldmerkmale von Feld 94 aufweisen. Denke ich mir jetzt einfach einmal so.





----

Überwiegend habe ich bisher gute Erfahrungen mit BPP-Prüfern gemacht. Diverse Einzelfälle von Fehlprüfungen, kommen bestimmt bei jedem Prüfer einmal vor, unabhängig davon, welchem Verband ein Prüfer angehört. Es mag sogar Prüfer geben, bei denen die seltenen Einzelfälle öfter vorkommen. Aber bei den hier gezeigten Beispielen, frage ich mich langsam, ob Herr Schulz sich lieber auf das Sammeln von Briefmarken beschränken sollte und das mit dem Prüfen lieber sein lassen sollte. Durchaus frage ich mich aber nicht zum ersten Mal, wie gründlich der BPP die Bewerber prüft?

MfG
Markus
 
filunski Am: 22.11.2016 17:28:02 Gelesen: 84483# 86 @  
Hallo zusammen,

ich lese nun seit einiger Zeit die ganzen Beiträge von Harald Wimmer interessiert mit. Ist weder mein Sammelgebiet, noch kenne ich Harald Wimmer oder den Prüfer Dirk Schulz.

Bedenklich finde ich allerdings was hier betrieben wird, ohne Herrn Schulz selbst mal angehört zu haben oder eine qualifizierte Stellungnahme dazu von anderen Prüfern zu hören oder zu lesen. Der "shitstorm" der momentan hier betrieben wird ist m.E. schon nahe an Rufmord. Zumal die ganzen angezweifelten Atteste meist nur so "hingeworfen" werden, ähnlich wie man einem bösen Hund eine Knochen hinwirft.

Ich beurteile damit weder die Qualität der Arbeit von Herrn Schulz, noch die Motivation, die hinter Harald Wimmers Beiträgen steckt, alleine den ganzen Stil halte ich für verbesserungsfähig. :-(

Denkt mal darüber nach!

Meint,
Peter
 
Richard Am: 22.11.2016 17:48:16 Gelesen: 84452# 87 @  
@ filunski [#86]

Bedenklich finde ich allerdings was hier betrieben wird, ohne Herrn Schulz selbst mal angehört zu haben oder eine qualifizierte Stellungnahme dazu von anderen Prüfern zu hören oder zu lesen.

Hallo Peter,

Herr Schulz, Philaseiten Mitglied, ist sofort nach dem ersten Beitrag des Herrn Wimmer von mir informiert worden und liest, so wie der BPP Präsident Geigle, ebenfalls von mir sofort informiert, und wie eine ganze Reihe weiterer BPP Prüfer hier mit. Mehr als 30 der aktuellen BPP Prüfer haben sich im Forum angemeldet.

Den BPP Prüfer Bodo Ströh (Beitrag von 17:03 Uhr) werde ich gleich per Mail informieren.

Alle mitlesenden Prüfer und sonstigen Fachleute können jederzeit fachlich in die Diskussion eingreifen und sind dazu gerne aufgefordert.

Schöne Grüsse, Richard

[Nachtrag: Herr Ströh wurde um 18:00 Uhr per Mail angeschrieben]
 
Markus Pichl Am: 22.11.2016 18:24:31 Gelesen: 84398# 88 @  
@ filunski [#86]

Hallo Peter,

siehe Beitrag [#39] von Richard, Zitat: "Vor wenigen Minuten habe ich den Prüfer, Herrn Schulz, informiert und ihm Gelegenheit zu einer Stellungnahme gegeben."

Herr Schulz ist mit Sicherheit gerne dazu eingeladen, sich hier im Thread zu beteiligen. Insofern es die von Herrn Geigle angesprochenen Verhaltensregeln des BPP hergeben sollten?

Wenn eine Vielzahl von Fehlprüfungen eines Prüfers bekannt sind, egal ob es sich um solche zum Vor- oder zum Nachteil des Auftraggebers handelt, dann sollte dies im Sinne des Verbraucherschutzes auch bekannt gemacht werden. Es geht hier nicht primär um die Interessen von Prüfern oder eines bestimmten Prüfers oder gar Prüferverbandes sondern vor allem um die Interessen der Marktteilnehmer, insbesondere der Sammler.

Wenn die hier vorgebrachten Antworten, welche auf die hinterfragten Fotobefunde und Fotoatteste gegeben wurden, nicht haltbar sein sollten, dann hat der betroffene Prüfer die Möglichkeit einer Gegendarstellung. Die Häufigkeit, mit der hier die falschen Wörter in Kurzbefundvordrucken gestichen oder die falschen Bilder, ggf. die falschen Texte auf Attestformulare gedruckt worden sein sollen, ist dann doch bedenklich hoch, um hier noch einfache Rechtfertigungen als Erklärung anbieten zu können.

MfG
Markus
 
filunski Am: 22.11.2016 18:53:53 Gelesen: 84361# 89 @  
@ Richard [#87]
@ Markus Pichl [#88]

Hallo zusammen,

ist ja alles richtig, was ihr da schreibt und wenn ich die in Frage gestellten Atteste lese, kommen mir auch gewaltige Zweifel. Andererseits habe ich aber auch schon gesehen und erlebt wie durch einen derartigen, ich nenne es jetzt einfach wieder "shitstorm", von bislang nur einer Seite, auch viel Schaden angerichtet werden kann.

Ich frage mich aber auch, wenn wie Richard schreibt, was ich auch keineswegs anzweifle, sowohl der Prüfer Dirk Schulz wie auch andere Prüfer, hier mitlesen, keiner davon mal sich hier qualifiziert dazu äussert. Herrn Geigles durchaus geschätzter Beitrag gibt ja nur Grundlegendes wieder, gibt aber keinen Hinweis zu den Schulz Attesten.

Oder interessiert es in Prüferkreisen nicht, wenn sie hier in derart schlechtem Licht erscheinen?

Beste Grüße,
Peter
 
Säulenkaktus Am: 22.11.2016 20:25:02 Gelesen: 84285# 90 @  
Oder interessiert es in Prüferkreisen nicht, wenn sie hier in derart schlechtem Licht erscheinen?

Ich glaube kaum, dass über 30 BPP-Prüfer, selbst wenn sie hier angemeldet sind, ständig mitlesen. Da hätten sie einen größeren Zeitaufwand, wenn sie alle Briefmarken-Foren, die PhilaSeiten des Herrn Ebert sind ja nicht das einzige Forum, nach Berichten über sich durchsuchen würden, um auf jeden Pups zu antworten.

Und warum sollten sie sich nach einer Mail von Herrn Richard sofort hier einloggen, um sich zu rechtfertigen?

Um die Klick-Zahlen zu erhöhen?

Um sich dumm anmachen zu lassen?

Da sollte man sich lieber direkt an den Prüfer wenden, um sich dessen Befund oder Attest erklären zu lassen.

Bei berechtigten Zweifeln wird er es dann, denke ich mal, überprüfen und gegebenenfalls ändern.

Grüße Klaus
 

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