Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Deutsche Lokalausgaben 1945 Spremberg
hajo22 Am: 22.02.2017 09:54:57 Gelesen: 3879# 1 @  
Im Jahr 1945 ist Spremberg (Niederlausitz/Provinz Brandenburg) Kreisstadt mit rd. 15.000 Einwohnern. Das städtische Postamt ist der OPD Potsdam unterstellt, die zu dieser Zeit noch keine eigenen Briefmarken führt. Das PA Spremberg gibt für den Postbetrieb eigene Zettel/Marken aus (Lokalausgabe).

Portorichtiger R-Bf. aus Spremberg vom 1.2.46 mit 42 Pf.-Marke (Kat.Nr.13A) und überstempeltem R-Zettel nach Berlin-Charlottenburg (britischer Sektor), Ankunft 8.2.46.



VG, hajo22
 
Journalist Am: 18.09.2017 12:27:16 Gelesen: 3738# 2 @  
Hallo an alle,

da dies nicht mein Schwerpunkt ist, kann ich zu folgenden Beleg nicht viel sagen bzw. frage hier mal



Unter Lokalausgaben ist hier bei Lübbenau nichts zu finden auch nicht unter Nichtamtliche Ausgaben - daher meine Frage was ist das bzw. wo ist hier im Katalog eventuell was zu finden ?

Schon jetzt danke für eine Antwort und viele Grüße Jürgen
 
mausbach1 Am: 19.09.2017 09:12:43 Gelesen: 3693# 3 @  
@ Journalist [#2]

Lieber Jürgen,

auch von Dir habe ich schon des Öfteren den Spruch gehört: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Dat Ding is von Spremberg!

Beste Grüße
Claus
 
Gerhard Am: 19.09.2017 09:22:43 Gelesen: 3688# 4 @  
@ Journalist [#2]

Steht auf der Marke: Spremberg, zu finden unter Lokalausgaben. Schöner Brief, Glückwunsch dazu.

MphG
Gerhard
 
Journalist Am: 20.09.2017 17:51:15 Gelesen: 3623# 5 @  
@ mausbach1 [#3]
@ Gerhard [#4]

Hallo Claus und Gerhard,

den Spruch habe ich zwar nicht benutzt, er stimmt aber hier. Unbewusst habe ich Lokalausgaben damit gleichgesetzt, daß diese auch nur dort benutzt werden dürfen, also dort, wo gestempelt wurde - hier in Lübbenau, daher konnte ich mir darauf keinen richtigen Reim machen und daher habe ich scheinbar das unter dem Datum zu lesende Spremberg irgendwie irgnoriert - das Lokalausgaben aber auch wo anders benutzt werden durften, ist mir jetzt erst klar geworden - man lernt also nie aus. :-)

Danke für die Antwort, Jürgen

[Beiträge [#2] bis [#5] redaktionell verschoben]
 
wessi1111 Am: 03.10.2019 04:44:18 Gelesen: 1223# 6 @  
@ hajo22 [#1]

Hallo Hajo22,

eigentlich wünschte ich mir, dass ich in meinem ersten Forumsbeitrag nichts richtigstellen muss, ich hoffe, mir wird verziehen.

Von dem gezeigten Brief gibt es eine Unmenge Blankobelege wie diesen hier:



Und hier die Rückseite:



Das gleiche gibt es auch mit der Katalog-Nr. 14A:



Und auch hier die Rückseite:



Daher bin ich der Meinung, dass der im Beitrag [#1] gezeigte Beleg nachbeschriftet ist.

Preisfrage: Wie kommen die Ankunftsstempel auf die Briefe, wenn keine Adresse angegeben ist?

Es gibt auch Bedarfsbriefe von Spremberg mit R-Zettel von Pumpe (Briefvorderseite):



Gruß
Wessi
 
GSFreak Am: 03.10.2019 12:36:35 Gelesen: 1183# 7 @  
@ wessi1111 [#6]

Besser kann man den Beweis nicht führen, dass der Brief in [#1] nachträglich mit Adresse versehen worden ist.

In der Sonderschrift 13 ("SPREMBERG N.L. - Dokumentation einer fessselnden Lokalausgabe" von J.W. Granica) der ARGE LOKNOT e.V aus 1989 (bei der Nachfolge-ArGe DEUNOT noch zu beziehen) finden sich abgebildet Satzbriefe mit Anschrift Berlin und auch diesem Ankunftstempel BERLIN-CHARLOTTENBURG 2. Hierbei beseteht zwischen dem Abgangsstempel Spremberg und dem Ankunftstempel etwa 5 Wochen Zeitdifferenz. Das ist ohnehin mehr als verdächtig, dass die Briefe nicht echt gelaufen sind.

Gruß Ulrich
 
wessi1111 Am: 30.04.2020 20:22:29 Gelesen: 469# 8 @  
Hallo zusammen,

im Thema "Deutsche Lokalausgaben 1945 Spremberg Fälschungen" [1] habe ich diesen Beleg gezeigt:



Spremberg 16.11.45.-16 (i) mit Gebühr bezahlt Stempel (Richter Handbuch 6083) in rot

Diesen Stempel gibt es auch in besserer Qualität auf Stempelbeschaffungskarten von Kurt Zirkenbach:



Spremberg 6.11.45.-17 (l) mit Gebühr bezahlt Stempel (Richter Handbuch 6083) in violett

Gruß
Wessi

[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/216250
 
wessi1111 Am: 02.05.2020 02:34:34 Gelesen: 419# 9 @  
@ wessi1111 [#8]

Hallo zusammen,

von dem in [#8] gezeigten ersten Beleg wollte ich die Stempel in die Stempeldatenbank einstellen.

Der Gebühr bezahlt Stempel ist auch genehmigt worden [1], obwohl er keinesfalls eine perfekte Erscheinung abgibt.



Aber das wichtigste Merkmal, dass ihn zweifelsfrei von den anderen drei existierenden Gebühr bezahlt Stempeln unterscheidet, ist klar erkennbar. Da dieser Stempel von 1945 und in rot sehr selten ist, wäre ein alternativer Beleg nicht so einfach zu finden.

Der Tagesstempel hingegen wurde nicht genehmigt.



Auch dieser Stempel ist gemessen an den Qualitätsansprüchen keine Schönheit, Hauptgrund ist aber der nicht klar erkennbare Unterscheidungsbuchstabe, "i" oder "l" ist hier die Frage.

Natürlich kann es theoretisch auch der l-Stempel sein. Praktisch kann es aber nur der i-Stempel sein:

1. Der Stempelabdruck ist gerade im unteren Teil nicht so schwach, dass nicht auch wenigstens ein Hauch des unteren Bogens des "l" zu sehen sein müsste.
2. Vom l-Stempel gibt es keine Bedarfsbelege, jedenfalls keine aus dem normalen Publikumsverkehr.

Die Stempelsammelkarten von Kurt Zirkenbach (Beispiel in [#8] untere Abbildung) sind die einzigen Belege mit dem l-Stempel ab der Wiederaufnahme des Postverkehrs bis ca. Mitte Dezember 1945. Und diese Karten sind eben keine Karten aus dem normalen Publikumsverkehr, sondern wurden postintern behandelt.

Somit bleibt mir nicht anderes übrig, als einen anderen Beleg mit dem i-Stempel für die Stempeldatenbank auszuwählen.

Und zwar diesen hier:



SPREMBERG -6.10.45.-12 (i) mit Gebühr bezahlt Stempel (Richter Handbuch 6080) in violett.

Na wenn das mal kein schöner i-Stempel ist.

Gruß
Wessi

[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/317928
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.