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Thema: Altdeutschland Bayern Dienstmarken: Briefmarken bestimmen
Christian Am: 03.01.2009 00:55:35 Gelesen: 17180# 1 @  
Hallo zusammen!

Hier noch eine Frage zur Bestimmung von Briefmarken:
Es geht um Frage, ob es sich bei der linken Marke auf dem Bild um die Nr.9b Typ I der Dienstmarken der Bayerischen Eisenbahnbehörden vom 1 Juli 1912, basierend auf der Marke 79I aus dem März 1911 handelt.



Aus meiner Sicht handelt es sich zumindest bei der Marke um die eigentliche Nr 79 I vom März 1911. Zum Vergleich habe noch eine Nr 9a II auf Basis der 79 II gegenübergestellt. Auch in Hinblick auf die Farbgebung habe ich keine Zweifel.

Das folgende Bild zeigt deutlich die Typenmerkmale:



Die Lochungen beider Marken sind in absoluter Größe und Größe der Lochungen identisch. Auf dem Bild ist es aufgrund der unterschiedlichen Höhe der Lochung schwierig festzustellen. Höhenunterschiede bei den Lochungen waren üblich.

Und nun die Gretchenfrage: Ist sie es oder nicht?

Mit der Bitte um eure Meinung, Anmerkungen und Kommentare grüßt ein schon fast überzeugter Sammler.

Christian
 
Jürgen Witkowski Am: 04.01.2009 18:16:13 Gelesen: 17138# 2 @  
@ Christian [#1]

Den Typ Ia kann ich aus meiner Sicht bestätigen, die Papierfarbe wirst Du sicherlich überprüft haben. Was die Lochung betrifft, muss ich mangels Vergleichsmaterial passen. Eine einsame 9 IV habe ich in meiner Sammlung.

Zu Vergleichszwecken eine 79 I a und besagte Dienst 9 IV.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Illgen Am: 04.01.2009 19:04:27 Gelesen: 17126# 3 @  
Die Typen sind leicht am "N" von Bayern auseinander zuhalten Typ 2 hat einen Strich links oben der nach links geht.

Im Grunde handelt es sich aber um 4 Typen:

Type 1 Stumpfes N , kleiner "R" Kopf und kurzes "E"- Mittelstrich

Type 2 N wie Typ 1 "E" Strich wie Type 1 jedoch retuschiert, vergrößerter Kopf des "R" in MÄRZ

Type 3 Die Marke ist kleiner in Höhe und Breite. "N" in Bayern oben links mit Strich nach links, Kopfleiste großer "R"-Kopf und verlängert, und stark unterschiedlichem Mittelstrich des "E" in MÄRZ, Schriftzeichen insgesamt stärker.

Type 4 Schriftzeichen in der Kopfleiste wesentlich stärker und klarer, "N" wie Type 3, großer "R"-Kopf, deutlicher "E" Mittelstrich. (Geändertes Druckverfahren das sogenante "Brennätzverfahren".)

Anbei Typ 1


 
KDeeKing Am: 30.10.2010 14:29:41 Gelesen: 15260# 4 @  
Ich denke ich habe auch noch eine schöne Dienstmarke von der Nr.9b Type I.


 
Baldersbrynd Am: 21.11.2016 14:30:24 Gelesen: 6280# 5 @  
Hallo,

kann jemand mir sagen, was ist dieser Marke gebraucht für ?

Viele Grüße
Jørgen


 
Gerhard Am: 23.11.2016 11:01:22 Gelesen: 6232# 6 @  
@ Baldersbrynd [#5]

Schöner Aufdruckfehler, es liest sich Haminelburg, soll aber sicherlich Hammelburg heißen. der Ort hat einen großen Truppenübungsplatz auf dem in den 1980-er Jahren Häuserkampf geübt wurde Häuserkampf geübt wurde. Ob die Abkürzung für II. Bayrische A.- Kompanie steht, kann ich auch nur raten.

MphG
Gerhard
 
Thorn Am: 28.02.2017 21:41:09 Gelesen: 5663# 7 @  
@ Baldersbrynd [#5]

Soweit ich mich erinnern kann, war Hammelburg ein wichtiger Artillerieübungsplatz. Von daher könnte es sich bei dem "A" um die Abkürzung für Artillerie handeln. Für was man dort aber diese Marke gebraucht hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
 
Erdinger Am: 01.03.2017 21:05:22 Gelesen: 5633# 8 @  
@ Baldersbrynd [#5]

Hammelburg war im Ersten Weltkrieg Kriegsgefangenenlager. Näheres steht auch in der Wikipedia.

Ich würde mal unter dem Stichwort "Lagergeld" recherchieren, da gab es vor einiger Zeit auch einen Artikel von Albert J. Vogel in der "Philatelie" [1]

Viele Grüße aus Erding!

[1] http://bdph.de/fileadmin/Image_Archive/Startseite/Inhalt452M.pdf
 
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