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Thema: Literatur für Ganzsachensammler
Das Thema hat 60 Beiträge:
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Cantus Am: 05.03.2019 13:33:40 Gelesen: 5638# 36 @  
Hallo Leute,

ich habe jetzt im Rentenalter die erste Null hinter mich gebracht und ich denke, es wird Zeit, euch auch die Ganzsachenliteratur für meine Sammelgebiete vorzustellen, insbesondere für mein Sammelgebiet Österreich. Natürlich habe ich auch zu deutschen Ganzsachen so gut wie alle Literatur, die zu dem Thema hier bereits gezeigt worden ist, aber außer modernen Privatganzsachen vom Bund sammle ich keine anderen deutschen Ganzsachen. Ich habe parallel zur bereits erfolgten Vorstellung von Ganzsachenkatalogen zwar auch allerlei Ganzsachen vom Deutschen Reich oder aus den Altdeutschen Staaten, aber unter Sammeln verstehe ich etwas Anderes. Sammeln, das ist für mich insbesondere intensives Suchen und Forschen, Literaturstudium und auch das Verfassen von Fachartikeln. Und so, wie manche Sammler klassische Literatur zum Briefmarkensammeln zusammentragen, so versuche ich Ähnliches, aber vorrangig zur Erweiterung meiner weltweit orientierten Ganzsachen-Bibliothek, insbesondere dabei natürlich ausgerichtet auf meine vielfältigen Sammelgebiete.

Das Thema hier hatte ich mit der Vorstellung von Ganzsachenkatalogen zum Sammelgebiet Malaysia, Singapur usw. begonnen, allerdings ist es in letzter Zeit schwierig geworden, in Deutschland solches Ganzsachenmaterial aufzutreiben, jedenfalls dann, wenn man nur Ganzsachen sucht, von Auktionatoren aber nur irgendwelche Mischmasch-Posten angeboten werden.

Also vertiefe ich meine Suche nach den mir noch fehlenden Belegen von Österreich und es gibt Vieles, das mir noch fehlt, nur leider wird hier im Forum und insbesondere mir solches Material kaum einmal angeboten, geschweige denn, dass jemand mit mir tauschen möchte. Glücklicherweise bietet das Internet aber ab und zu doch die Möglichkeit, den einen oder anderen neuen Beleg aufzutreiben, sodass nicht nur meine Sammlungen größer werden, sondern auch mein Fachwissen zu bestimmten Einzelthemen erfährt fortwährend eine Verbreiterung, sodass es nie langweilig wird.

Wer sich mit den Ganzsachen von Österreich beschäftigt, wird vermutlich mit den amtlichen Ganzsachen beginnen. Als begleitende Literatur bieten sich vorrangig drei verschiedene Kataloge an. Da sind zunächst die Michel-Ganzsachen-Europakataloge, die hier schon weiter oben vorgestellt worden sind. In diesen Europa-Katalogen sind auch die Ganzsachen von Österreich enthalten, die letzten Auflagen dieser Kataloge datieren aber etwa von 2011.

Während es diese gesamteuropäischen Ganzsachenkataloge also schon eine längere Zeit nicht mehr als Neuausgabe gibt, ist Michel vor einigen Jahren dazu übergegangen, für einzelne Länder und dabei auch für Österreich einen Spezialkatalog herauszugeben, der in kürzeren Abständen neu erscheint. Im Hauptteil dieses Kataloges sind die Besonderheiten der österreichischen Briefmarken abgehandelt, dahinter jedoch findet sich ein umfangreicher Katalog aller amtlichen Ganzsachenausgaben von Österreich, wobei die Katalogisierung der ersten Postkarten von Österreich erheblich detaillierter vorgenommen worden ist als es noch in den Europakatalogen der Fall war. Mein Exemplar vom Österreich-Spezial stammt aus dem Jahr 2014, aktuell kann aber beim Verlag noch ein Spezialkatalog aus dem Jahr 2016 erworben werden.



Wer sich schon länger mit Ganzsachen beschäftigt besitzt häufig den Welt-Ganzsachen-Katalog des Dr. Ascher so etwa aus dem Jahr 1923, in dem alle Ganzsachen und also auch die von Österreich ausführlich und mit vielen kleineren Besonderheiten beschrieben worden sind. Beispielhaft bilde ich einen kleinen Ausschnitt aus dem Ascher-Katalog ab, um zu belegen, wie genau die Autoren darin die amtlichen Ganzsachen beschrieben haben.



Im Jahr 2009 erschien in Österreich der ANK-Ganzsachen-Katalog Österreich (Austria-Netto-Katalog), ein Erstlingswerk und gleichzeitig auch die bisher letzte Ausgabe dieses Kataloges. Ebenso wie der Michel werden auch dort die ersten Postkartenausgaben detailliert beschrieben, im Gegensatz zum Michel findet man im ANK aber zusätzlich auch noch die ganzsachenähnlichen Formulare, wozu im Besonderen auch die Frachtbriefe und Post-Begleitadressen zählen, die im ANK sämtlich in Farbe abgebildet sind.



Diese drei Katalogwerke haben gleichermaßen ihren Schwerpunkt bei der Beschreibung der amtlichen Ganzsachenausgaben, jeweils bis zum Zeitpunkt der Katalogherausgabe. Für Privatganzsachen oder auch bestimmte Teilgebiete gibt es andere Ganzsachenliteratur, die ich gesondert vorstelle. Im Ascher sind zwar auch Privatganzsachen erwähnt, zur Beschreibung einzelner privater Ausgaben ist dieses Katalogwerk aber eher ungeeignet.

Viele Grüße
Ingo
 
sammler-ralph Am: 05.03.2019 19:51:30 Gelesen: 5584# 37 @  
Hallo,

ich möchte hier den Irland Ganzsachen-Katalog von Otto Jung vorstellen. Dies ist gleichzeitig ein Nachruf, Herr Jung ist im Januar diesen Jahres verstorben, wie ich der Märzausgabe der philatelie entnehmen musste.



Die erste Ausgabe des Kataloges erschien 1984, die letzte Auflage 2012. Sehr ausführlich werden die folgenden Ganzsachenarten katalogisiert:

Einschreib-Umschläge
Kartenbriefe
Streifbänder
Telegrammblätter
Umschläge
Postkarten

Herr Jung verwendet ein anderes Nummerierungssystem als Michel. Als Beipiel sollen die Einschreib-Umschläge dienen. Konsequent wird für jeden neuen Wertstempel eine neue Hauptnummer vergeben, die (zahlreichen) Varianten erhalten dann Unternummern. Die Formate werden - wie in den Veröffentlichungen der Post als F, G, H und K bezeichnet, bei Michel heißen diese A, B, C und D.Ein Vergleich der Katalogisierung für die Einschreibumschläge geht aus der nachstehenden Auflistung hervor:



Der Katalog ist über die Forschungs- und Arbeitsgemeinschaft Irland e.V. zu beziehen.

Im Dezember diesen Jahres halte ich einen einführenden Vortrag über die Einschreibumschläge Irlands bei meinem Heimatverein in Berlin-Spandau. Details können unter Termine eingesehen werden. Gerne würde ich dazu weitere Zuhörer begrüßen.

Gruß
Ralph
 
Cantus Am: 08.03.2019 01:12:06 Gelesen: 5492# 38 @  
@ sammler-ralph [#37]

Hallo Ralph,

vielen Dank für's Zeigen. Ich bin zwar kein Spezialist für Irland, kann mich aber sehr wohl an jeder Art von Ganzsachenkatalogen erfreuen, insbesondere an solchen, die von Spezialisten eines Gebietes zusammengestellt und herausgegeben worden sind, um die Ganzsachen mit vielen Feinheiten zu beschreiben, nicht aber die Postgeschichte des jeweiligen Landes. Leider gibt es nur sehr wenige Sammler, die wirklich Ganzsachen sammeln und auch beschreiben, die meisten Sammler benutzen Ganzsachen nur wie Formulare, mit denen sie bestimmte Portostufen erläutern,das aber hat mit Ganzsachenphitelie nichts zu tun.

Wenn du irische Ganzsachen hast, insbesondere gelaufene Exemplare, die hier im Forum noch nicht gezeigt worden sind, dann lade doch bitte mal welche hoch, denn ich denke, für die meisten hier dürften Ganzsachen aus Irland ein unbekanntes Sammelthema sein.

Viele Grüße
Ingo
 
antwortscheinsammler Am: 11.04.2019 14:32:11 Gelesen: 5136# 39 @  
@ sammler-ralph [#37]

Otto Jung hatte nicht nur die anderen Ganzsachen gesammelt, sondern auch Internationale Antwortscheine Irlands und diese in einem weiterem Handbuch bearbeitet und veröffentlicht.



Das Heft ist problemlos bei den üblichen Verdächtigen (Delcampe / ebay) im Internet zu bekommen.

LG Wolfgang
 
sammler-ralph Am: 11.04.2019 19:24:20 Gelesen: 5080# 40 @  
@ antwortscheinsammler [#39]

Hallo Wolfgang,

Danke für den Literaturtipp, die Antwortscheine sammle ich derzeit nicht.

Gruß
Ralph
 
Cantus Am: 04.05.2019 07:40:24 Gelesen: 4814# 41 @  
Für Sammler Schweizer Ganzsachen empfehle ich neben dem Michel-Katalog stets auch die Nutzung des Schweizer Ganzsachenkataloges der Firma Zumstein, den man bei verschiedenen philatelistischen Fachbuchhändlern im In- und Ausland erwerben kann. Ich besitze drei verschiedene Ausgaben, wobei anzumerken ist, dass bei der Ausgabe des Jahres 2002 im Verhältnis zu vorausgegangenen Ausgaben in vielen Bereichen eine komplette Überarbeitung stattgefunden hatte und sich dadurch viele Bezeichnungen, insbesondere im Bereich der Bildpostkarten und der Privatganzsachen, geändert haben.



Ausgabe von 1984



Ausgabe von 2002



Ausgabe von 2009/2010 (letzte Auflage !)

Angaben zu neueren Ganzsachen der Schweiz findet man gegenwärtig nur im Michel-Spezialkatalog der Schweiz, in dessen Anhang auch die Ganzsachen der Schweiz aufgeführt sind.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 04.05.2019 07:51:07 Gelesen: 4812# 42 @  
Da wir schon beim Thema Schweiz sind, gleich noch die Empfehlung für ein kleines, zugleich aber ungemein wichtiges Fachbuch für Sammler, die sich mit den - zumeist Schweizer - Suchard-Karten beschäftigen. Es handelt sich dabei um amtliche Ganzsachenpostkarten, die überwiegend bildhafte Reklamezudrucke der Schokoladenfabrik Suchard tragen. Ich selber besitze solche Karten aus der Schweiz, aber auch aus Deutschland oder Österreich.

Diese Suchard-Karten dürfen nicht mit den farbigen Reklame-Ansichtskarten der Firma Suchard verwechselt werden, die in großer Vielfalt herausgegeben und auch heute noch unschwer zu finden sind.



Viele Grüße
Ingo
 
22028 Am: 05.05.2019 11:07:01 Gelesen: 4745# 43 @  
Da darf eigentlich das tolle Buch von Edward F. Deschl von 1994 "The Comprensive INDIA STATES POSTAL STATONARY LISTING" fehlen nicht fehlen.

A4 Format, fest gebunden, 323 Seiten plus 10 Seiten Errata.


 
henrique Am: 06.05.2019 10:48:51 Gelesen: 4652# 44 @  
@ Cantus [#31]

Hallo Ingo,

möglicherweise hast du einen alten Ganzsachen-Katalog abzugeben, in dem auch Portugal behandelt ist.

Bitte um Nachricht.

Henrique
der Portugal
und Kap Verde Fan
 
Cantus Am: 27.05.2019 02:49:08 Gelesen: 4293# 45 @  
@ henrique [#44]

Ich habe dir eine Nachricht geschickt.

Viele Grüße
Ingo
 
henrique Am: 29.05.2019 10:06:20 Gelesen: 4184# 46 @  
@ Cantus [#45]

Hallo Ingo,

noch keine Nachricht erhalten!

Bitte nochmals senden. Meine Mailadresse ist hinterlegt.

Grüße
Henrique
 
Cantus Am: 08.06.2019 02:07:32 Gelesen: 4000# 47 @  
@ henrique [#46]

Hallo,

du hast heute an beide Mailadressen eine Nachricht bekommen.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 08.06.2019 02:32:54 Gelesen: 3999# 48 @  
Vor einiger Zeit habe ich mir antiquarisch ein besonderes Handbuch zu den frühen US-amerikanischen Ganzsachen-Umschlägen gekauft. Anders als übliche Ganzsachenkataloge oder Handbücher sind hierbei nicht die Wertstempel, die Farbe oder andere offensichtliche Merkmale beschrieben, sondern, beginnend mit den allerersten Umschlägen, ist jeder Umschlag zeichnerisch so im Maßstab 1:1 abgebildet, wie der Umschlag komplett aufgefaltet von der Rückseite her aussehen würde. Man muss sich an diese Art der Bestimmung zwar erst gewöhnen, die Umschläge lassen sich danach aber völlig zweifelsfrei bestimmen.

Beispiele aus dem Inhalt kann ich wegen des bestehenden Copyrights leider nicht abbilden.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 02.11.2019 07:19:26 Gelesen: 2516# 49 @  
Es gibt viele Kataloge, die sich mit den österreichischen Ganzsachen beschäftigen, Weltkataloge, Europakataloge, verschiedene Länderkataloge und unterschiedliche Handbücher, die sich mit dem gesamten Spektrum aller amtlichen Ganzsachen beschäftigen. In Deutschland nimmt man im allgemeinen die Michel-Ganzsachenkataloge zur Hand, um die amtlichen Ganzsachen zu bestimmen, allerdigs sind darin die Bildpostkarten nur sehr allgemein beschrieben. In Österreich orientieren sich Sammler am österreichischen ANK-Ganzsachenkatalog (ANK = Austria-Netto-Katalog), aber auch der listet nur die amtlichen Ganzsachen. Einen Katalog oder ein Handbuvh, das jede einzelne Privatganzsache listet gibt es bisher nicht, es gibt auch keinen Katalog, der sich so wie der NGK bei den deutschen Ganzsachen mit den Textzudrucken auf den amtlichen Ganzsachen beschäftigt.

Das ausführlichste Werk, das sich sowohl mit den amtlichen Ganzsachen als auch den Wertstempelzudrucken auf amtlichen Ganzsachen als auch wenigstens ansatzweise mit den Privatganzsachen von Österreich beschäftigt, ist das Katalog-Handbuch von Ing. Franz Schneiderbauer, erschienen im Jahr 1881; bis heute gibt es nichts Vergleichbares, auch die Handbücher von Herrn Ferchenbauer können ihm nicht das Wasser reichen. Wer sich also nicht nur den amtlichen österreichischen Ganzsachen widmet, tut gut daran, sich dieses Werk zu beschaffen; ab und zu wird es noch bei delcampe oder Ebay angeboten.



Im Jahr 1988 erschien ein Folgeband, der unter anderem diverse Neufunde aufführt und dadurch zu teilweise erheblichen Änderungen im Nummernablauf führt, als Besonderheit ist aber ein neu aufgenommener Anhang zu erwähnen, den Henry O. Pollak und Ing. Franz Schneiderbauer verfasst haben und der alle privaten Ganzsachenpostkarten, die zu besonderen Ereignissen erschienen sind, so weit auflistet, wie sie den beiden Verfassern bekannt geworden sind. Dieser Nachfolgend ist unerlässliche österreichische Ganzsachenliteratur für alle, die nicht nur die amtlichen Ganzsachen sammeln. Auch für dieses Werk gibt es bisher nichts Adäquates neueren Datums.



Alle übrigen Werke zur österreichischen Ganzsachenphilatelie werden von mir nun so nach und nach vorgestellt.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 05.02.2020 18:51:29 Gelesen: 1164# 50 @  
Am 18.6.2019 ist ein dreibändiges Werk erschienen, das für sich in Anspruch nimmt, weltweit alle Streifbänder aufzuführen und zu besprechen. Informationen dazu: [1]

Viele Grüße
Ingo

[1] http://stampdomain.com/catalogue/
 
dr.vision Am: 27.02.2020 15:25:39 Gelesen: 823# 51 @  
Moin zusammen,

soeben flatterte mir die Werbung für den neuen belgischen Ganzsachen-Katalog ins Haus.

Er ist entweder in niederländisch oder französisch zum Preis von 25,- € zzgl. Porto erhältlich.

Da ich bis zum letzten Jahr Mitglied in der SBEP (Société Belge de l’Entier Postal) war, hat man mir ein Angebot für 30,- € incl. Porto und einer Mitgliedschaft für dieses Jahr gemacht.



Bei Fragen helfe ich gerne weiter.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Parachana Am: 03.03.2020 19:59:49 Gelesen: 666# 52 @  
Hallo zusammen,

habe vor kurzem einen Sonderdruck aus der Sammler-Woche erworben. Hier wird auf 47 Seiten über die polnischen Ganzsachen berichtet. Das Heft ist von 1940. Auch wenn es nicht ganz mein Sammelgebiet ist, es gibt viele gute Informationen.



Viele Grüße aus Obersteinbeck
Uwe
 
Oliver Estelmann Am: 03.03.2020 21:13:59 Gelesen: 642# 53 @  
Etwas ganz besonderes:

Eine Buchrarität par excellance! Band 1 (A–L) mit der Katalogisierung der damals wohl weltgrößten Ganzsachensammlung der Ölbarone aus Berin/Aussig wurde von Carl Lindenberg verfasst (208 S., einige Abb.), Band 2 (M–W) von Dr. Franz Kalckhoff 1934 (239 S, mit Abb. davon einige in Farbe). Beide Bände sind vornehm in blaues Leinen gebunden, rundherum mit Goldschnitt versehen und wurden nur in einer Auflage von 150 Ex. hergestellt, waren aber nie im Handel, sondern wurden nur verschenkt. In den letzten zehn Jahren wurden nur, soweit bekannt, drei Sets international angeboten. Zuweilen wurde die Vermutung geäußert, dass ein Teil des Bestandes nach der Beschagnahmung der Petscheksammlungen 1938/39 und der Emigration der Besitzer konfisziert und vernichtet wurde, was die außerordentliche Seltenheit dieses einmaligen Werkes erklären würde. Beide Bücher sind in herausragender Erhaltung und ein bibliophiles Werk für den Liebhaber, zumal es noch angeboten wird, wie es damals geiefert wurde: In speziell gefertigten Versandschubern mit Aufklebeetikette (und dies für beide Exemplare!). Ein weiteres Exemplar dieser Art und Ausführung ist nicht bekannt.

https://www.philshop.de/artikel/3723/die-ganzsachensammlung-der-brueder-petschek-band-1-2-mit-originalschuber

[Beschreibung redaktionell hinzugefügt]
 
Cantus Am: 04.03.2020 01:57:00 Gelesen: 618# 54 @  
@ dr.vision [#51]

Hallo Ralf,

die Bilder auf dem Titel des von dir kurz vorgestellten Ganzsachenkataloges deuten an, dass da weltweit alle Ganzsachen beschrieben werden, was ich aber nicht für machbar halte. Welche Ganzsachen werden denn da tatsächlich beschrieben?

Viele Grüße
Ingo
 
dr.vision Am: 04.03.2020 09:58:52 Gelesen: 589# 55 @  
@ Cantus [#54]

Moin Ingo,

da dieser Katalog vom belgischen Ganzsachensammlerverein herausgegeben wird, gehe ich davon aus, dass er - wie sein Vorgänger - die belgischen Ganzsachen beinhaltet. Alles andere wäre mir neu und würde wohl auch den Rahmen sprengen.
Das eingestellte Bild zeigt den Werbehandzettel zu dem Buch.

Wenn es denn angekommen ist, werde ich es hier vorstellen.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Heinz 7 Am: 04.03.2020 18:45:22 Gelesen: 562# 56 @  
@ Cantus [#31]

Ich danke für die sorgfältige Vorstellung vieler wichtiger Werke zu den Ganzsachen.

Für unsere Leser mag es interessant sein, den ersten Michel-Europa-Katalog zu den Ganzsachen zu sehen, der nach vielen Jahren wieder erschien: "der Michel Ganzsachen-Katalog Europa 1978"



Aus dem Vorwort seien einzelne Passagen zitiert:

"Über Jahrzehnte hinweg waren Ganzsachen fast unbeachtet. Seit einigen Jahren aber (...). Dies veranlasste den Schwanenberger Verlag 1971 in Zusammenarbeit mit dem Münchner Ganzsachensammler Verein 1912 e.V. (MGSV) den Michel-Ganzsachen-Katalog Deutschland (DGK) auf den Markt zu bringen. Die unerwartete Nachfrage - inzwischen erschien die 3. Auflage - führte dazu, auch eine umfassende Darstellung aller Ganzsachen Europas aufzulegen. (...). Nur die amtlichen Ganzsachen wurden aufgeführt. (...). Dieser Katalog schliesst nunmehr nach fast 40 Jahren eine Lücke in der Darstellung der europäischen Ganzsachen. (...)." (Schwanenberger Verlag GmbH, München, 1977).

Der Katalog war umfangreich:
S. 1-64 Titel und Einführung
S. 65-774 Katalog Albanien-Zypern
S. (775-784) diverses und Werbung

Deutschland ist in diesem Europa-Katalog nicht enthalten. Die Schweiz wurde auf 39 Seiten (S. 624-662) behandelt.

Ein sehr wichtiges Werk. Eine philatelistische Bibliothek, die diesen Katalog im Bestand hält, hat einen Pluspunkt. Heute finden wir den Katalog nicht mehr oft.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 04.03.2020 19:25:20 Gelesen: 546# 57 @  
@ Cantus [#41]

Die Schweiz-Zumstein Kataloge sind wirklich sehr ausführlich und erschliessen das Sammelgebiet umfassend. Die 7. Auflage von 1984 (du zeigst den Katalog; der rote) umfasst nicht weniger als 232 Seiten, das ist fast das Sechsfache vom Michel 1978 (39 Seiten); auch wenn das nicht 1:1 verglichen werden sollte. Ein wichtiger Grund ist, dass bei Zumstein auch Privatganzsachen katalogisiert sind, und die Auflistung aller Bildpostkarten benötigt viel Platz (rund 50 Seiten).

Freundliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 09.03.2020 20:26:31 Gelesen: 436# 58 @  
@ sentawau [#7]
@ sentawau [#11]

Deine sorgfältigen Ausführuhrungen werden geschätzt. Danke.

Schon die Titelseite des "Grossen Ascher" zeigt, dass im Werk

"Grosser Ganzsachen-Katalog 1928"

die Ganzsachen der ganzen Welt behandelt wurden, inklusive Deutschland.
Der Berliner Ganzsachen-Verein war der Herausgeber, Dr. Siegfried Ascher, 2. Vorsitzender des Vereines, war der Schriftführer.

Band 1 umfasste die Länder Afghanistan - Mittelkongo (Seiten 1-654), dazu kam ein umfangreicher Nachtrag (Seiten 657-691) und eine längere Einführung (Seiten (i-ii), (I-II), II-XIX), (XX-XXII))

Band 2 umfasste die Länder Moçambique - Württemberg (Seiten 697-1353), inkl. Einführung und Nachtrag 1354-1360).



Für mich ist der grosse Ascher ein Meisterwerk und eine Zierde für jede Bibliothek. Man kann das Werk nur empfehlen, denn um die Ganzsachen der frühen Tage zu sammeln, sind die Information in diesen zwei Bänden Gold wert.

Heinz
 
dr.vision Am: 15.03.2020 13:20:05 Gelesen: 334# 59 @  
Moin zusammen,

gestern ist er eingetroffen, der neue belgische Ganzsachenkatalog, der - wie immer - in zwei Sprachen verfügbar ist. Nachdem ich den Vorgänger in niederländischer Sprache besitze, habe ich mich diesmal für die französische Version entschieden.



Mit 353 Seiten ist er gegenüber der vorherigen Ausgabe mit 256 Seiten doch wesentlich umfangreicher geworden. Dieses resultiert auf den ersten Blick daraus, dass die Menge der Abbildungen deutlich erhöht wurde.

In meinem Spezialgebiet – den Publibel Ganzsachen – werden neuerdings die Auflagezahlen aufgeführt, soweit sie bekannt sind. Die Preisnotierungen sind, soweit ich das erkennen kann, stabil geblieben. Leider sind sie aber in meinen Augen ziemlich marktfern, da Ganzsachen, die weder ich noch belgische Sammlerkollegen je gesehen oder besessen haben, mit 10,00 € bewertet werden.

Alles in Allem aber eine gelungene Neuauflage, die über die Société Belge de l’Entier Postal [1] geordert werden kann. Der Preis beläuft sich auf 30,00 € incl. Porto und einem Jahr Mitgliedschaft.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] http://users.telenet.be/sbep/
 
22028 Am: 15.03.2020 13:59:21 Gelesen: 324# 60 @  
Die RPSL brachte zwei neue Bücher heraus:

Die Postgeschichte des Weltpostvereins:
Die Postkarte (weltweit) 1869-1974
Von James Peter Gough RDP FRPSL

Ein zweibändiges Buch über die Postkarte, von ihren Anfängen bis zu ihrem virtuellen Ende in den 1970er Jahren, das eine Postgeschichte über die Entwicklung des "Wann, was und warum" von Postkarten und ihre Beziehung zueinander in Zeitabläufen weltweit im Hinblick auf philosophische Ansätze, Regeln, Vorschriften und Tarife liefert.

Dieses Buch ist in erster Linie eine philatelistische Geschichte - aber auch eine Sozialgeschichte - der Postkarte, von ihren Anfängen bis zu ihrem virtuellen Ende in den 1970er Jahren. Geboren aus der gesellschaftlichen Notwendigkeit vor den Zeiten von Telefon, Internet, Mobiltelefonen und SMS, erfüllte die Postkarte ein wichtiges gesellschaftliches Bedürfnis nach einem schnellen, direkten Kommunikationsmittel ohne Formalitäten. Dieses Dienstprogramm für die Nachrichtenübermittlung wurde möglich, als die Postämter in der Regel bis zu fünf Postzustellungen pro Tag anboten.

Die Genialität der Erfindung erfasste die Phantasie in ganz Europa so schnell, dass andere Länder bereits mit der Planung ihrer Vervielfältigung begannen, noch bevor die ersten Postkarten (in leicht unterschiedlichen Designs) in Österreich und Ungarn am selben Tag, dem 1. Oktober 1869, gemeinsam ausgegeben wurden. Als die einfache Idee kopiert wurde, sahen sich die Postämter vieler anderer Länder veranlasst, mit dem Designkonzept, der Preisgestaltung (Brieftarif vs. Rabatttarif), den Nutzungsbeschränkungen und der Priorität der Zustellung (1. vs. 2. Klasse) zu experimentieren.

Viele dieser Unterschiede wurden 1874 auf dem Berner Kongress ausgebügelt, als der neue Postverein Postkarten als obligatorische Dienstleistung annahm, die von allen Mitgliedern angeboten werden sollte - auch wenn einige Gründungsmitglieder noch keine eigenen ersten Postkarten herausgegeben hatten.

Nach Bern'74 wurde auf den folgenden Kongressen des Weltpostvereins (WPV) jahrzehntelang an den Regeln und Anforderungen für Postkarten gebastelt. Während der WPV im 19. Jahrhundert der größte Sponsor des Postkartenkonzepts war, sah der WPV als einer der ersten seinen Rückgang in der Öffentlichkeit voraus.

Im Jahr 1974 (dem 100. Jahrestag des WPV) ermächtigte der WPV seine Mitglieder [1], die Postkarte nicht nur als seine eigene Postsendung, sondern vollständig aus dem Verkehr zu ziehen. Dieses Buch ist also die 100-jährige Geschichte der Postkarte.

Einzelhandelspreis £ 115, Mitgliederpreis £ 105.

[1] https://www.rpsl.org.uk/Publications
 

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