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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 8447 Beiträge:
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muemmel Am: 19.07.2020 21:21:55 Gelesen: 17857# 8423 @  
Guten Abend,

hier der Sonntagsbeleg am heutigen Sonntag:



Postkarte vom Sonntag, 27.6.1920 (Portoperiode 5) von Greiz nach Diessenhofen in der Schweiz. Verwendet wurde eine Ganzsachenpostkarte P107 I, auffrankiert mit je einer Marke der MiNrn. 86 II und 87 II.

Gruß
Mümmel
 
skribent Am: 21.07.2020 16:22:42 Gelesen: 16044# 8424 @  
Guten Tag,

beim Durchsuchen meiner Eisenbahn-Belege ist mir ein Brief aufgefallen, den ich mir noch niemals richtig angesehen habe.

Er ist am 17. Februar 1923 zwischen 18 und 19 Uhr im Postamt TORGAU aufgeliefert worden von der Deutschen Reichsbahn + E.-Verkehrsamt Torgau.

Empfänger war die Kohlengrube "Pauline in Schönborn,



Das Porto stimmt der Höhe nach für die Anforderungen der Infla-Portoperiode Nr. 12.

4 x 10 M und 20 x 50 Pfennig, entsprechend dem Absender - in Dienstmarken.

Ich weiß nicht mehr, wie und wann ich an diesen Brief gekommen bin, dafür sammle ich schon zu lange, aber er muss vor mir einem INFLA-Sammler gehört haben, denn auf der Rückseite befindet sich ein kleiner Stempel in dessen unterem Teil "Infla Berlin" steht.

MfG >Franz<
 
muemmel Am: 21.07.2020 18:16:39 Gelesen: 15959# 8425 @  
@ skribent [#8424]

Hallo Franz,

der Brief ist portorichtig mit 50 Mark frankiert und wurde von dem verstorbenen INFLA-Prüfer Dr. Düntsch geprüft. Auf der Vorderseite befindet sich sein BPP-Namensignum unter der rechten Marke. Daneben befindet sich noch ein "a", das besagt, dass er die Marken D78 als a-Farbe geprüft hat. Auf der Rückseite befindet sich der in solchen Fällen rechts unten angebrachte Rahmenstempel "Einwandfrei / Infla-Berlin".

Also alles in bester Ordnung.

Gruß
Mümmel
 
muemmel Am: 23.07.2020 22:48:11 Gelesen: 14163# 8426 @  
Guten Abend,

aus der Portoperiode 4 hätte ich da noch einen Sonntagsbeleg:



Ganzsachenkarte P116 I als Fernpostkarte am Sonntag, 25.1.1920 von Blankenburg (Harz) nacch Halle/Saale gelaufen. So weit, so gut.

Schaut man sich nun die Rückseite der Karte an, stellt man fest, dass der Absender als Datum den 26.1.20 angegeben hat:



Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

a) der Absender hat sich vertan und die Karte bereits am 25.1. geschrieben, oder
b) der Postler hatte sich vertan und das Datum falsch eingestellt

Lösen können wir die Frage heute nicht mehr, aber in letzterem Fall wäre es kein Sonntagsbeleg.

Gruß
Mümmel
 
JoshSGD Am: 24.07.2020 08:03:30 Gelesen: 13848# 8427 @  
Hallo,

markenlos geht es bei mir weiter. Heute eine bar bezahlte Fernpostkarte von Wetter nach Gießen, gelaufen am 10.9.1923 und mit 30.000 Mark bar bezahlt, roter zweizeiliger "Gebühr bezahlt"-Stempel.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15101)
 
wuerttemberger Am: 24.07.2020 12:10:17 Gelesen: 13704# 8428 @  
@ muemmel [#8419]

Der Datumbrückenstempel sieht einigen württembergischen Exemplaren sehr ähnlich, aber Immendingen liegt trotzdem in Baden. Die Karte lief ins badische K ippenheim und der Absender war sich wohl nicht sicher, ob es nicht noch ein Kippenheim im benachbarten Ausland gibt. Deswegen wohl die Präzisierung mit "Deutschland".

Gruß
wuerttemberger
 
wuerttemberger Am: 24.07.2020 12:17:21 Gelesen: 13698# 8429 @  
@ inflamicha [#8412]

Der Beleg zeigt sehr schön die Eingangsstempelung vom 1.7.23 von Freiburg, dann wurde er der Devisenkontrolle übergeben. Diese hat den Brief am 2.7.23 bearbeitet und dann am selben Tag der Post wieder übergeben. Das belegt der Poststempel vom 2.7.23 auf dem Verschlußzettel der Devisenkontrollstelle. Einige Postanstalten haben das so gemacht, vermutlich um zu dokumentieren, wo die Sendung so lange aufgehalten wurde.

Gruß

wuerttemberger

PS. Solche Belege gehören eigentlich in den Thread Deutsches Reich: Devisenkontrolle im Auslandsbrief- und Paketverkehr
 
muemmel Am: 24.07.2020 22:10:03 Gelesen: 13371# 8430 @  
Salut,

heute wieder ein Sonntagsbeleg aus der Portoperiode 5:



Ganzsachenkarte P120 I vom 6.3.1921 ab Hamburg nach Altona. Da in dieser Portoperiode das Porto für Orts- und Fernpostkartten 30 Pfg. betrug, war damit also alles in Ordnung. Gelaufen ist die Karte jedoch im Nachbarortsverkehr da Altona damals noch nicht nach Hamburg eingemeindet war.

Gruß
Mümmel
 
inflamicha Am: 26.07.2020 17:12:58 Gelesen: 11684# 8431 @  
Hallo,

von mir eine Paketkarte aus der PP 6:



Diese war für ein 6 1/2 kg-Paket von Gräfendorf nach Aura im Sinngrund (Aura /Saale ist nicht weit entfernt, der Adresszusatz war also durchaus sinnvoll) vom 26.8.1921, die Entfernung lag unter 75 km (Luftlinie deutlich unter 20 km). Für die Paketgebühr in Höhe von 6 Mark wurden eine Mi 129 und zwei Mi 133 I verklebt.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 26.07.2020 18:58:54 Gelesen: 11617# 8432 @  
Guten Abend,

ein Sonntag ohne Sonntagsbeleg ist kein Sonntag:



Die mit MiNr. 180 auffrankierte Ganzsachenkarte P153 I ging am Sonntag, den 9.7.1922 (Portoperiode 8) von Frankfurt am Main auf die Reise nach Breslau.

Sommerliche Grüße
Mümmel
 
muemmel Am: 27.07.2020 20:43:19 Gelesen: 10756# 8433 @  
Hallöle,

heute ein Sonntagsbeleg aus der Portoperiode 11:



Gelaufen am 31.12.1922 von München nach Bern, portorichtig mit Marken der MiNrn. 206 und 246 frankiert.

Gruß
Mümmel
 
JoshSGD Am: 28.07.2020 14:25:17 Gelesen: 10091# 8434 @  
Hallo in die Runde,

markenlos geht es heute weiter mit einem Fernbrief bis 20g, der am 27.8.1923 von Horrem nach Gießen lief und mit 20.000 Mark portorichtig in bar bezahlt wurde.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15072)
 
JoshSGD Am: 29.07.2020 10:00:44 Gelesen: 9053# 8435 @  
Hallo,

markenlos geht es heute weiter mit einem Fernbrief bis 20 g, welcher von Dortmund nach Gießen am 27.8.1923 lief. Barfrankatur über 20.000 Mark.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15070)
 
muemmel Am: 29.07.2020 20:37:57 Gelesen: 8608# 8436 @  
Guten Abend,

heute eine Postkarte vom Sonntag, den 10.7.1919 (Portoperiode 3) von Essen nach Wien. Eigentlich war das Porto mit der Ganzsachenkarte P107 I vollständig, denn zu der Zeit kostete eine Postkarte generell 10 Pfennig, egal ob Orts-, Fern- oder Auslandsverkehr. Warum der Absender zusätzlich eine Marke der Mi. 108 verklebt hat, wird ein Geheimnis bleiben.



Sommerliche Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 30.07.2020 09:43:50 Gelesen: 8063# 8437 @  
Hallo,

weiter geht es ohne Marke auf der mit 8000 Mark bar bezahlten Fernpostkarte von Frankfurt nach Gießen vom 28.08.1923 (PP 16, 24.8.1923 - 31.8.1923).



Gruß
Josh

(Datenbank # 15085)
 
JoshSGD Am: 31.07.2020 13:44:03 Gelesen: 7012# 8438 @  
Hallo,

weiter ohne Marken geht es bei dieser Drucksache bis 25 g von Salzungen nach Gießen; roter, einzeiliger "Gebühr bezahlt"-Stempel, portorichtige Barzahlung von 50.000 Mark. Die Drucksache lief am 24.9.1923.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15086)
 
muemmel Am: 31.07.2020 20:32:53 Gelesen: 6694# 8439 @  
Na gut, ich zeig dann mal wieder etwas mit einer Marke:



Eine Ortspostkarte von Sonntag, 17.9.1922 (Portoperiode 8) aus Charlottenburg nach Spandau-Hakenfelde. Für das notwendige Porto kam hier eine MiNr. 179a zum Einsatz.

In Hakenfelde befindet sich eine (offene?) Justizvollzugsanstalt, in der u.a. Egon Krenz und/oder Günter Schabowski "wohnhaft" ware(en).

Hochsommerliche Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 01.08.2020 20:10:19 Gelesen: 5649# 8440 @  
Guten Abend,

ich zeige die nächste Paketkarte:



Die Paketkarte wurde für ein postlagerndes Nachnahme-Paket im Gewicht von 6 1/2 kg von Karlsruhe nach Rüstringen ausgestellt, verschickt am 1.8.1923 (Ersttag der PP 15). Da die Entfernung über 375 km betrug waren 14,4 Tausend Mark zu zahlen. Dazu kamen 500 Mark Vorzeigegebühr und 50 Mark für postlagernd. Postlagernde Pakete sind sehr selten. Da bei Paketen Freimachungszwang bestand musste die Postlagergebühr zwingend frankiert werden- bei Briefen und Postkarten überließ man diese Gebühr gerne dem Empfänger und die entsprechende blaue Nachgebühr "prangt" auf einer Vielzahl solcher Sendungen. Für die Gesamtgebühr von 14.950 Mark wurden die Mi-Nrn. 209 P, 250, 251, 253 (2) und 261 (2) verklebt. Der Absender kam jedoch auch nicht ganz ungeschoren davon. Da er das Paket erst am 14.8. abgeholt hat wurden neben dem Nachnahmebetrag noch 300 Mark Lagergebühr von ihm kassiert. Diese berechnete sich wie folgt: Ankunft des Paketes am 7.8. laut Poststempel von Rüstringen, dieser und der Folgetag waren frei. Ab dem 9.8. wären täglich 100 Mark zu zahlen gewesen, also 600 Mark. Über die Erhöhung von 50 auf 100 Mark pro Tag war der Postler offensichtlich nicht im Bilde, er berechnete nur die 50 Mark pro Tag aus der vorherigen Portoperiode und somit 300 Mark zu wenig.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 02.08.2020 21:35:02 Gelesen: 4352# 8441 @  
Guten Abend,

heute ein eingeschriebener Dezemberbrief, leider wollte der Empfänger nicht bekannt werden:



Der R-Brief wurde am 3.12.1923 (PP 27 a) in Dresden aufgegeben und war nach Bad Bramstedt in Holstein adressiert. Zu zahlen waren 100 Mrd. Mark für den Brief und 200 Mrd. Mark für das Einschreiben, zusammen also 300 Mrd. Papiermark oder wahlweise 20 Rentenpfennig. Der Absender entschied sich für einen Mix aus beidem, ließen sich doch so die noch vorrätigen "kleinen" Inflationswerte verbrauchen. Frankiert wurde mit Rentenpfennigmarken zu 28 Pfennig aus Mi 338 P, 339 W und 341 P, der Rest wurde mit Inflationsmarken zusammengestoppelt. Zum Einsatz kamen die Mi-Nrn. 321 APa (12) = 600 Mio M. oder 0,06 Rentenpfennig, 323 AP (2) = 400 Mio M. oder 0,04 Rpf., 325 A Pa (2) = 2 Mrd. M. oder 0,2 Rpf., 326 AP = 2 Mrd. M. oder 0,2 Rpf., 327 AP = 5 Mrd. M. oder 0,5 Rpf. und 328 AP = 10 Mrd. M. oder 1 Rpf., man sieht dass auch Bruchteile eines Pfennigs noch Verwendung fanden.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 02.08.2020 21:51:18 Gelesen: 4341# 8442 @  
@ inflamicha [#8441]

Salut Michael,

solch ein hübsch zusammengestoppelter Beleg würde auch gut in meine Sammlung passen. :-)

Sehr schön, das Teil.

An alle,

sonntags darf ein Sonntagsbeleg natürlich nicht fehlen:



Ganzaschenkarte P146 I mit Mi. 197a auffrankiert. Gelaufen am Sonntag, 17.9.1922 (Portoperiode 8) ab München nach Nürnberg.

Schönen Gruß
Mümmel
 
inflamicha Am: 03.08.2020 09:38:06 Gelesen: 3825# 8443 @  
@ muemmel [#8442]

Guten Morgen!

Tja Harald, bei mir fühlt der sich auch ganz wohl. ;-) Leider ein kleiner Fehler in der Beschreibung: Es muss natürlich in der 2. Zeile "... oder wahlweise 30 Rentenpfennig..." heißen.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 04.08.2020 15:19:31 Gelesen: 2627# 8444 @  
Hallo in die Runde,

von mir heute ein wirklich kleinformatiger Brief im Fernverkehr bis 20g. Dieser lief am 10.12.1921 (PP 6: 1.4.1921 - 31.12.1921) von Wasserburg nach Schnaitsee und ist mit 60 Pfennig portorichtig frankiert, MiF Mi.Nr. 120 und 163.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15075)
 
muemmel Am: 04.08.2020 20:24:59 Gelesen: 2414# 8445 @  
Guten Abend,

heute ist zwar Dienstag, aber ich zeige trotzdem einen Sonntagsbeleg:



Eine Postkarte vom 8.10.1922 (Portoperiode 9) von Schmalkalden nach Karlsruhe. Da die Ganzsachenkarte P146 I mit ihren 75 Pfennig nicht mehr als Porto reichte, wurde mit Marken der MiNrn. 160, 162 (2), 183 und 187a auffrankiert, damit die notwendigen 3 Mark zusammenkamen.

Grüßle
Mümmel
 
muemmel Am: 06.08.2020 21:19:26 Gelesen: 512# 8446 @  
Salut,

am Sonntag, den 21.9.1919 (Portoperiode 3) ging ein Brief des General-Anzeiger für Philatelie vom mecklenburgischen Ludwiglust auf die Reise nach Celle. Zu Beginn der Inflation reichten für das Porto noch ganze 15 Pfennig, hier frankiert mit einer Mi. 108.



Glückauf
Mümmel
 
inflamicha Am: 06.08.2020 21:26:19 Gelesen: 510# 8447 @  
Guten Abend,

eine Vordruckkarte an das Statistische Landesamt Dresden:



Am 1.7.1922 (Ersttag der PP 8) wurde die Karte von der Sparkassenverwaltung in Meerane aufgegeben, die eingetragenen Summen lassen die Inflation schon lebendiger erscheinen. Das Porto jedoch betrug noch moderate 1,50 Mark, dargestellt mit 2mal Mi 148 II.

Gruß Michael
 

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