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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 11178 Beiträge:
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inflamicha Am: 08.03.2026 21:04:34 Gelesen: 88842# 11154 @  
@ philast [#11151]

Hallo nochmals,

es ist ja durchaus möglich, dass die Sicherungsstempel erst in Halle angebracht wurden. Also sozusagen wurde nachgeholt, was in Großbreitenbach versäumt wurde. Leider sind im erwähnten Buch bei Halle nur die späteren stummen Stempel, die für Behelfsentwertungen ("Notstempel") Verwendung fanden, registriert. Und das sind Strichstempel. Möglich ist auch dass Großbreitenbach einen sehr ähnlichen Korkstempel verwendet hat, so dass eine Verwechslung in Frage kommt. Registriert ist Großbreitenbach nicht im Buch.

Zur Illustration der Sicherungsentwertungen habe ich zunächst einige bereits hier vor Jahren vorgestellte Paketkarten rausgeholt:



Paketkarte von Oederan nach Limbach, Markwerte mit zusätzlichem Korkstempel, Pfennigwerte ohne



Paketkarte von Pforzheim nach Berlin C 19, Markwerte mit zusätzlichem Korkstempel, Pfennigwerte ohne



Paketkarte von Stettin-Grabow nach Wald bei Zürich, Markwerte mit Sicherungslochung, Pfennigwerte nicht



Paketkarte von Rothenburg ob der Tauber nach Uffenheim mit typisch bayerischer Strich-Sicherungsentwertung

Da es genug Paketkarten ohne Sicherungsentwertung gibt, scheint die entsprechende Vorschrift nur lückenhaft befolgt worden zu sein. Was höherwertige Marken sind blieb wahrscheinlich Ermessensfrage, mit zunehmender Geldentwertung wurde das Verfahren eh obsolet.

Zum Schluss noch eine "neue" Paketkarte, bisher hier nicht vorgestellt:



Die Karte war für ein Wertpaket von Lorsch nach Höchst am Main (bis 75 km), aufgegeben am 1.12.1920 (PP 5) mit 5 kg und einer Wertangabe in Höhe von 500 Mark. Für die Paketbeförderung wurden 1,25 M. fällig (vorderseitig mit Mi 113 frankiert), für Behandlungsgebühr 0,50 M. und Versicherungsgebühr (1,00 M. für 500 M.) = 1,50 M. finden wir rückseitig verklebt eine Mi 114, beide Marken mit zsätzlicher Sicherungsentwertung. Auch Lorch ist im Buch nicht registriert.

@ BD
@ philast

Euch beiden viel Spaß in Georgensgmünd!

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 15.03.2026 18:47:00 Gelesen: 69044# 11155 @  
Hallo,

ein Dienstbrief aus dem Württembergischen:



Hübsch anzuschauen, aber leider nicht tarifgerecht frankiert ist dieser Wertbrief von Rohracker nach Stuttgart-Cannstadt (bis 75 km Entfernung) vom 9.11.1918 (PP 3). Das Gewicht ist mit 78 1/2 g angegeben, spielt aber in dieser Portoperiode für die Gebührenrechnung keine Rolle. Die Wertangabe lautet auf 604,40 Mark. Für den Fernbrief bis 75 km berechnete die Post 25 Pfg., eine Behandlungsgebühr gab es noch nicht. Die Versicherung schlug mit 5 Pfg. pro angefangene 300 Mark Wertangabe zu Buche, hier also 15 Pfg., macht zusammen 40 Pfennig Gesamtgebühr.

Der Absender vom Schultheißenamt Rohracker verklebte die Mi-Nrn. 124-27 der Dienstmarken für die württembergischen Gemeindebehörden, mithin also 12 1/2 Pfg. zu viel.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 16.03.2026 20:45:55 Gelesen: 66976# 11156 @  
Guten Abend,

ein Einschreibbrief mit besonderem R-Zettel und Stempel:



Der R-Brief einer Hamburger Firma an die OSRAM GmbH in Berlin O 17 wurde am 2.5.1923 (PP 13) aufgegeben, man beachte die Stellung der ersten "2". Stempel und R-Zettel lauten auf Hamburg 14 (Freihafen). Für den Brief waren 100 Mark zu frankieren, dazu kam die Einschreibgebühr in Höhe von 80 Mark. Der Absender verklebte ein senkrechtes Paar der Mi 244 a und eine Mi 247.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 16.03.2026 21:00:08 Gelesen: 66952# 11157 @  
Achje, ich sehe gerade, dass ich den Beleg vor 10 Jahren schon gezeigt habe.

Na gut, dann noch diese Postreiterganzsache:



Die P 141 I wurde auffrankiert mit Mi-Nr. 140 a, 146 II und 3mal 159 a zum Tarif 1,25 Mark der PP 7 am 5.3.1922 von Guben nach Görlitz versandt.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 18.03.2026 21:16:13 Gelesen: 61129# 11158 @  
Guten Abend,

auch heute ein Beleg wie gemalt, und wieder überfrankiert:



Am 23.12.1916 (PP 2) wurde der Eilbrief von der Königl. Medizinischen Universitäts-Poliklinik Tübingen an das Stadtschultheißenamt in Heilbronn abgeschickt. Freigemacht ist der Brief mit Mi-Nr. 240 X und 243 (4) der Dienstmarken für die württembergischen Staatsbehörden. Nötig wären 25 Pfg. für einen Fernbrief der 2. oder 3. Gewichtsstufe sowie weitere 25 Pfg. für die Eilzustellung. Verklebt sind jedoch 65 Pfg., somit 15 Pfg. zu viel. Ein Ankunftsstempel ist auch nicht vorhanden. Früher waren die Prüfer großzügiger im Umgang mit dem Infla-Zierstempel, dieser Brief hat jedenfalls rückseitig einen bekommen.

Gruß Michael
 
BD Am: 19.03.2026 18:03:10 Gelesen: 58462# 11159 @  
Hallo,

Fernbriefe bis 20 Gramm erforderten in der PP 17 vom 1.9. bis 19.9. 1923 eine Gebühr von 75 Tausend Mark.

Bei dem Brief von Nürnberg nach Fürth wurden dafür 15 Marken der Mi. 177 frankiert.

Beste Grüße Bernd


 
philast Am: 19.03.2026 18:30:59 Gelesen: 58401# 11160 @  
Hallo,

zwei frisch auf dem Regionaltreffen von Infla Berlin in Georgensgmünd erworbene Dezemberbriefe kann ich präsentieren. Die Veranstaltung war erneut hevorragend hinsichtlich Angebot (Beispiel nachfolgende Beschreibung), Vortrag und nicht zu vergessen das kulinarische Angebot. ;-)

Der erste ist ein Übergangsbeleg als eingeschriebener Fernbrief der 2. Gewichtsstufe von Reutlingen 1.12.23 1-2N nach Berlin 3.12.23 4-5V.

Korrekt mit 40 Pf (20 Briefporto+20 Pf Einschreibegebühr) freigemacht und dargestellt mit 5 + 10 + 20 Rentenpfennig und 20*1 Mrd Mk und 6*5 Mrd Mk = 5 Rentenpfennig.

Für die Rentenpfennigmarken war der 1.12.23 auch der Erstausgabetag. Das eingestempelte "A" im R-Zettel deutet wohl auf einen Selbstbucher hin (diesbzgl. bin ich mir aber nicht sicher).

Alle Marken sind mit Firmenlochung "UG" für Ulrich Gminder versehen. Diese Kombination (Ersttagsübergangsbeleg mit Firmenlochung) ist mir noch nicht untergekommen.



Der zweite Dezemberbeleg ist ein Einschreibebrief der ersten Gewichtsstufe im Nachbarortsverkehr von der Postagentur Parksteinhütten 2.12.23 11-12V ins benachbarte Weiden und dort am 2.12.23 11-12V angekommen. Das ist eine sportliche Leistung der damaligen Post, innerhalb 1 Stunde Annahme, Transport und Ankunftsdokumentation und das an einem Sonntag. Der Brief ist dem Empfänger dann sicherlich auch am Sonntag noch übergeben worden. Ach ja je 3 HT und PE sind ebenfalls vorhanden.

Portogerecht mit 25 Pf (5 Briefporto+ 20 Pf Einschreibegebühr) freigemacht und dargestellt mit 75*2 Mrd Mk und 20*5 Mrd Mk = 250 Mrd Mk = 5 Rentenpfennig.



Grüße
philast

Heutzutage dauert der Postversand geringfügig länger: Beleg von der Philatelia München am 7.3.2026 bis zum Zustellort in Deutschland 7 Tage. ;-)
 
hajo22 Am: 20.03.2026 20:03:57 Gelesen: 56118# 11161 @  
@ inflamicha [#11158]

Sehr schöner Beleg! Überfrankierung: Ich denke, eine passende Marke war nicht zur Hand. Und der Briefinhalt vermutlich sehr wichtig.

Viele Grüße,
hajo22
 
inflamicha Am: 25.03.2026 21:22:22 Gelesen: 46007# 11162 @  
@ philast [#11160]

Guten Abend!

Hallo, eine schöne Ausbeute in Georgensgmünd, Glückwunsch!

Hier der nächste Dienstbrief aus dem Württembergischen:



Vom Württembergischen Forstamt Ehingen (auch 1922 noch Königlich...) wurde der Brief der II. Gewichtsstufe am 3.7.1922 (PP 8) an die Staatliche Forstwartstelle in Weilersteusslingen geschickt, Portoerfordernis 4 Mark. Frankiert wurde mit den Dienstmarken D 63 (2) und D 66 a (5), die 5 Pfg. des verwendeten Ganzsachenumschlages DU 14 blieben unberücksichtigt.

Gruß Michael
 
Eilean Am: 25.03.2026 22:27:24 Gelesen: 45934# 11163 @  
Hier ein Beleg mit 12.000 Reichsmark vom 5. September 1923, frankiert mit der 248, 249 und 2x 254


 
wuerttemberger Am: 26.03.2026 08:50:13 Gelesen: 45178# 11164 @  
@ inflamicha [#11162]

Der DU 14 war 1922 auch schon längst ungültig.
 
inflamicha Am: 26.03.2026 09:34:59 Gelesen: 45111# 11165 @  
@ wuerttemberger [#11164]

Da haben sich die württembergischen Beamten noch nie groß drum geschert ;-)

@ Eilean [#11163]

Abgesehen davon, dass die Reichsmark als Währung erst 1924 eingeführt wurde und es sich hier um Mark handelt (steht übrigens auch auf jeder Marke drauf)- da fehlen offensichtlich Marken. Der Ortsbrief kostete bereits in der 1. Gewichtsstufe 30.000 Mark! Und auf der Vorderseite ist es deutlich zu sehen an dem halben Stempel oben rechts.

Bis morgen in der Wilhelmstraße?

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 26.03.2026 21:41:15 Gelesen: 43638# 11166 @  
Guten Abend,

eine Ganzsachenpostkarte von Tiefenbach (Schwaben) nach Stockach in Baden:



Für seine Nachricht vom 24.1.1922 (PP 7) benutzte der Absender eine P 121 A zu 40 Pfennig. Da das Porto inzwischen auf 1,25 Mark gestiegen war wurde mit Mi 148 II und 159 a auffrankiert.

Gruß Michael
 
Dulfen1 Am: 28.03.2026 18:51:22 Gelesen: 38275# 11167 @  
@ inflamicha [#11165]

Stimmt, langer Dienst-Fernbrief vom 15.10.1923 in der 2. Gewichtsstufe aus der PP 20.

Sieht etwas wild aus, aber irgendwie mussten die geforderten 7.000.000 Mark in Briefmarken frankiert werden.

Die Dienst Nr. 72 war allerdings nur bis zum 30.09.1923 gültig. Ansonsten portorichtig !

Brief ist stark lädiert, aber ohne fehlende Marken.

Entschuldigt die schlechte Qualität, abfotografiert, passt nicht auf meinem Scanner.



Gruß Ulf
 
inflamicha Am: 31.03.2026 22:16:39 Gelesen: 33098# 11168 @  
Guten Abend!

@ Dulfen1 [#11167]

Hallo Ulf,

der Brief hier passte auch nicht auf den Scanner, ich habe also Teilbilder gemacht und diese zusammengefügt. Nicht ganz einfach, das genau passend hinzukriegen. Fällt aber kaum auf:





Da macht das Zählen und Rechnen schon mehr Mühe. Der Brief von Crimmitschau nach Konstanz vom 19.9.1923 (PP 17) wäre mit 75.000 Mark freizumachen gewesen. Durch die verklebten 338 Marken, die alleine wohl schon die 20 g wiegen, gehörte der Brief vielleicht sogar schon in die 2. Gewichtsstufe. Wir haben mit 140mal Mi 220, 24mal Mi 244 a, 96mal Mi 268 b, 77mal Mi 270 und einer Mi 278 X nur 69.660 Mark. Fehlstellen abgefallener Marken kann ich nicht erkennen- möglich also, dass der Absender einfach nicht mehr Marken zur Verfügung hatte. Wer wollte hier schon nachzählen, zumal jedesmal ein anderes Ergebnis rauskommt ;-)

Gruß Michael
 
Dulfen1 Am: 01.04.2026 22:43:11 Gelesen: 30811# 11169 @  
Moin Michael,

der Brief ist wirklich noch viel wilder frankiert als meiner, ganz toller Beleg, zumal kein Dienstbrief und alle Marken mit Tagesstempel entwertet.

von mir noch ein recht unscheinbarer Wertbrief vom 27.11.1923 von Magdeburg nach Brandenburg. Vorderseitig roter Kastenstempel "Nachweis in Magdeburg 1" mit handschriftlichem Vermerk: 203.600 Nullen.

Rückseitig wurde das Porto aus Fernbrief + Wertbriefzuschlag addiert. 192000 + 11600 Mio.Mark also 203600 Mio Mark, bzw. 203,600 Mrd. Mark.
Das Porto für einen Fernbrief 2.Gewichtsstufe PP 26 betrug seinerzeit 112 Milliarden Mark + 80 Milliarden Grundgebühr für Wertbriefe + 0,2 Milliarden je 10 Millionen Wert 580 (580 X 0,2), also genau die 203,600 Milliarden Mark, bzw. die angegebenen 203.600 Nullen . Ich hoffe , dass ich das richtig kombiniert habe.



Gruß Ulf
 
inflamicha Am: 02.04.2026 09:24:06 Gelesen: 29620# 11170 @  
@ Dulfen1 [#11169]

Moin Ulf,

fast... Wobei das Ergebnis stimmt. Versicherung ist natürlich 20 Mio = 0,02 Mrd. pro 1 Milliarde Wertangabe = 580 X 0,02 Mrd. = 11,6 Mrd. Mark.

Im roten Einnahmenachweisstempel dürfte es sich bei dem handschriftlichen Eintrag um "Millrd." als Abkürzung für Milliarden handeln, "Nullen" macht keinen Sinn und war sicher auch nicht zulässig.

Gruß Michael
 
Dulfen1 Am: 02.04.2026 09:41:30 Gelesen: 29586# 11171 @  
Danke Michael,

da waren einfach zu viele Nullen im Spiel.

Liebe Grüße Ulf
 
Dulfen1 Am: 02.04.2026 21:15:59 Gelesen: 28644# 11172 @  
Hier nochmal eine Mischfrankatur aus Deutsches Reich/Dienst-DR aus der PP18.

Gesendet von der "Direktion der Reichsdruckerei 2" an die Buchdruckerei Edler & Krische in Hannover vom 25.09.1923.

Das Porto für einen Fernbrief wurde hier dargestellt mit 3 X Mi.:288 sowie mit den Dienstmarken 1X Mi.Nr.:90 und 13 X Mi.:80.

250.000 Mark sollten es sein, also um mikrige 200 Mark überfrankiert.



Gruß Ulf
 
inflamicha Am: 02.04.2026 22:12:03 Gelesen: 28576# 11173 @  
Guten Abend,

ein Brief mit Fensterumschlag:



Der Firmenumschlag der Kugelfabrik Fischer in Schweinfurt vom 29.8.1923 (PP 16) ist mit Mi 281 zu 20.000 Mark für einen Fernbrief der 1. Gewichststufe frankiert worden. Wohin es ging bleibt, wie bei den meisten Fensterumschlägen, im Dunklen. Etwas entschädigen kann die rückseitig als Verschlussmarke verwendete farbenfrohe Vignette zur Deutschen Automobilausstellung Berlin vom 28.9. bis zum 7. Oktober 1923.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 05.04.2026 21:21:22 Gelesen: 20471# 11174 @  
Guten Abend,

zum Ostersonntag ein Dezemberbrief mit zeittypischer Fehlfrankatur:



Der Brief von Pforzheim nach Frankfurt am Main wurde am 1.12.1923 (PP 27 a) zwischen 8 und 9 Uhr abends gestempelt. Der Brief war mit 10 Rentenpfennig oder 100 Milliarden Papiermark zu frankieren. Wirklich verklebt wurden mit Mi 325 APa (5) und 328 AP (2) nur 25 Mrd. Mark. Bis zum Vortag wurden die Marken noch zum vierfachen Nennwert verkauft und gerechnet. Dass dem nicht mehr so war, daran musste man sich erst einmal gewöhnen. Die Post hat die Unterfrankatur in diesem Falle toleriert.

Gruß Michael
 
Dulfen1 Am: 05.04.2026 22:07:29 Gelesen: 20380# 11175 @  
Moin,

einen recht ähnlichen Brief kann ich auch zeigen.

Gleicher Verwendungstag (auch Nachmittags) hier nur mit Mi.Nr. 334A und 2X 335A.

In diesem Fall von München nach Heimenkirch.

Das mal 4 rechnen war schon wieder vorbei, dem entsprechend um 75 Milliarden Papiermark oder 7,5 Rentenpfennig unterfrankiert und dennoch unbeanstandet befördert.



Gruß Ulf
 
inflamicha Am: 06.04.2026 13:19:00 Gelesen: 17545# 11176 @  
@ Dulfen1 [#11175]

Hallo Ulf,

besonders am ersten Tag der neuen Tarife kommen solche Fehlfrankaturen öfter vor, danach war auch die Post konsequenter mit der Nachportoerhebung. Die Vierfachverwendung war jedenfalls passé. Viele dachten auch, der Umrechnungskurs wäre 1 Milliarde Papiermark = 1 Rentenpfennig, so wie dieser Absender:



Von der Pferdehandlung Hochstaedter & Baer in Mannheim-Feudenheim stammt diese Postkarte vom 4.12.1923 (PP 27 a) an die Konservenfabrik Holzhauer in Frankfurt-Niederrad am Main. Die verklebte Mi 335 APa deckte nur ein Fünftel der nötigen 50 Mrd. Mark (oder 5 Rentenpfennig) Freimachung ab. Entsprechend der Postvorschrift wurde das Eineinhalbfache des Fehlbetrages = 6 Rentenpfennig, aufgerundet auf volle 10 Rentenpfennig, nacherhoben.

Gruß Michael
 
Dulfen1 Am: 06.04.2026 21:58:57 Gelesen: 15822# 11177 @  
Hallo Michael,

in Verbindung mit der neuen Währung war es am Anfang anscheinend auch nicht einfach.

8 Rentenpfennig (Mi.Nr.:338/339) + 35 Milliarden (325A) Papiermark ergeben einfach keinen Sinn.

In diesem Fall zumindest nicht unterfrankiert (11,5 Rentenpfennig).

wieder der 4.12.1923, diesmal von Ueckermünde an das Finanzamt in Pasewalk.



Gruß Ulf
 
inflamicha Am: 08.04.2026 21:20:24 Gelesen: 9131# 11178 @  
Guten Abend,

Wertbrief mit illustrem Absender:



Der Brief vom 22.10.1921 (PP 6) hat den Deutschen Philatelisten-Verband in Gössnitz (Sachsen-Altenburg) als Absender, der von A. E. Glasewald geleitet wurde. Der Brief wog 216 g und hatte 1.000 Mark als Wertangabe. Der Brief nach Plauen im Vogtland ist mit 2mal Mi 154 I a tarifgerecht frankiert worden: 1,20 M. für den Fernbrief der III. Gewichtsstufe, 1 M. Behandlungsgebühr und eine weitere Mark für die Versicherung (1 M. pro angefangene 1.000 M. Wert). Laut Ankunftsstempel war der Brief am nächsten Morgen bereits am Zielort.

Gruß Michael
 

Das Thema hat 11178 Beiträge:
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