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Thema: Bund Ganzsachen Umschläge (U) nach Michel-Katalog
Michael Mallien Am: 20.08.2019 21:23:00 Gelesen: 559# 1 @  
Bund Ganzsachenumschläge, die mit der Kennung "U" katalogisiert sind, gibt es seit Februar 2000. Die Michelredaktion unterscheidet Umschläge mit Dauerserien-Wertstempel (U) von Umschlägen mit Wertstempeln von Sondermarken (USo). Letztere bitte nicht in diesem Thema vorstellen damit es übersichtlich bleibt.

Die ersten Ausgaben erschienen mit Wertstempeln der Dauerserie Sehenswürdigkeiten noch in DM-Währung.

Die U 1A ist ein Umschlag im C5/6-Format ohne Fenster mit Wasserzeichen 2 (PLUSBRIEF) für Infopost Standard.

Mein Exemplar wurde am 3.3.2000 von einem bekannten ATM-Händler und Philaseitenmitglied versendet :)



Die Umschläge wurden mit Papierpreiszuschlag an Geschäftskunden bei einer Mindestabnahme von 1000 Stück verkauft. Abonnenten wurden nicht beliefert.

Den Fensterumschlag U 1B dieser Ausgabe kann ich leider nicht zeigen, aber vielleicht jemand von euch?

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 22.08.2019 18:28:39 Gelesen: 506# 2 @  
Die Umschläge U 2 erschienen im April 2000. Sie gleichen U 1 in Wertstempel, Format und Wasserzeichen. Hier ist der U 2 A mit Stempel vom 5.12.2000.



Der Unterschied zum U 1 A offenbart sich auf der Rückseite. Die Verschlussklappen unterscheiden sich.

U 1 A mit großer, geschwungener Verschlussklappe (oben)
U 2 A mit kleiner, spitzer Verschlussklappe (unten)



Den Fensterumschlag U 2 B gibt es in zwei Varianten des Innendrucks:

U 2 Ba ohne Aussparung am Fenster
U 2 Bb mit Aussparung am Fenster

Ich kann den U 2 Bb zeigen mit Stempel BERLIN / 201 / --12.00 / 10963. Mein Exemplar wurde mit einer Vorausverfügung und Absenderangaben bedruckt. Ob dies durch die Post im Auftrag oder privat erfolgte weiß ich nicht.



Die Aussparung des Innendrucks um das Fenster ist sehr leicht sichtbar, wenn man den Umschlag gegen das Licht hält:



Der U 2 Ba ist offenbar selten, denn er ist im Michel-Ganzsachenkatalog mit 600,- Euro bewertet (der U 2 Bb gebraucht mit 18,- Euro). Hintergründe zur Seltenheit dieser Variante kenne ich nicht.

Wie auch der U 1 wurde der U 2 mit Papierpreiszuschlag an Geschäftskunden bei einer Mindestabnahme von 1000 Stück verkauft. Abonnenten erhielten nur den U 2 A, allerdings zum Nennwert. Der U 2 B war zusammen mit USo 12 B und USo 13 B als "Satz" bei der Niederlassung Philatelie erhältlich.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 25.08.2019 21:18:13 Gelesen: 445# 3 @  
Der Wertstempel "Europäer-Denkmal Berus" ziert auch den nächsten PLUSBRIEF Infopost U 3 von Dezember 2000. Er unterscheidet sich von vorherigen Ausgaben durch das Wasserzeichen. Es wurde Papier mit dem Wasserzeichen 1Y (steigende Wellenlinien) verwendet.

Mein U 3 AY stammt vom selben Versender wie der Umschlag in Beitrag [#1]. Der Stempel aus Krefeld ist vom 17.4.2001.



Das Wasserzeichen ist sehr leicht im schrägen Auflicht zu erkennen:



Den Umschlag gibt es als Abart auch mit dem Wasserzeichen 1X (fallende Wellenlinien).

Der Fensterumschlag U 3 B kommt laut Michel nur in der Normalvariante vor, weshalb bei der MiNr. kein Zusatz (Y) erforderlich ist. Mein Exemplar trägt einen Stempel vom 24.1.2001.



Spezialisten unterscheiden zwei Varianten des Innendrucks der Verschlussklappe und zwar der Länge des Graudrucks, die 206 bzw. 215 mm beträgt. Bei meinem Umschlag habe ich 214 mm gemessen, also ist es die zweite aufgeführte Variante.

Die Belieferung erfolgte wie beim U 1 mit Papierpreiszuschlag an Geschäftskunden bei einer Mindestabnahme von 1000 Stück. Abonnenten wurden nicht beliefert.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 28.08.2019 18:47:08 Gelesen: 403# 4 @  
2001 bzw. im Februar 2002 wurden Umschläge PLUSBRIEF Infopost U 3 A in einem Betriebsversuch mit einer Vorausentwertung versehen. Sie wurden Bestellern von Infopost-Umschlägen mit von der Post ausgeführtem firmenspezifischen Zudruck als PLUSBRIEF Image angeboten, woraus der U 4 (Variante /01) entstand.

2002 wurden Exemplare des U 4 ohne Firmenzudruck auch in einem Karton mit Vorausentwertung überdruckten U 10 vorgefunden (Variante /02).

Den U 4 /02 kann ich zeigen! Wie er in meine Hände gekommen ist weiß ich nicht mehr. Ich vermute über einen Posten, den ich seinerzeit erworben hatte.



Warum zusätzlich ein Rechteckstempel "Deutsche Post / Entgelt bezahlt" abgeschlagen wurde, kann ich nur vermuten. Möglicherweise wurde der Umschlag geprüft und die Vorausentwertung bestätigt?

Ich freue mich jedenfalls sehr über dieses Stück in meiner Sammlung.

Viele Grüße
Michael
 
StefanM Am: 29.08.2019 22:11:06 Gelesen: 371# 5 @  
@ Michael Mallien [#4]

Ein Erklärungsversuch:

Vielleicht hat der Stempel etwas damit zu tun, dass der Umschlag erst nach dem 30.6.2002 verwendet wurde. Der Wertstempel war mittlerweile ungültig geworden und der Versender musste nun das Entgelt nachentrichten, woraufhin der Stempel abgeschlagen wurde?
 
Michael Mallien Am: 02.09.2019 08:05:58 Gelesen: 343# 6 @  
@ StefanM [#5]

Hallo Stefan,

vielen Dank für den Erklärungsversuch. Das ist auch eine Möglichkeit, stimmt!
Und es ist eine gute Überleitung zu der nächsten Ausgabe. :)

Der U 4 ist die letzte Ausgabe in reiner DM-Währung. In Vorbereitung der Euro-Bargeldeinführung zum 1.1.2002 wurde der nächste PLUSBRIEF Infopost in Doppelnominale ausgegeben und zwar im April 2001. Die Nominalen betrugen 47 Pfennig / 0,24 Euro.

Hier ist der U 5 A mit Stempel vom 18.6.2001, versendet von Krefeld nach Mainz.



Das Papier der U 5 (A und B) enthielt als Sicherheitsmerkmale wieder ein Wasserzeichen (steigende Wellenlinie 1 Y) und ein Posthorn im Prägedruck rückseitig.

Dieser Fensterumschlag U 5 B trägt einen Stempel vom 20.6.2001 und einen ENTGELT BEZAHLT Stempel.



Nicht im Michel vermerkt ist eine Papiervariante, die sich in der Farbe des Innendrucks und in der Position des rückseitigen Posthorns gut unterscheiden lässt.

Varinate 1: Innendruck dunkelgrau und Position des Posthorns weiter links unten zum Rand des Umschlags (21 bzw. 5 mm)

Varinate 2: Innendruck rötlichgraugrau und Position des Posthorns weiter rechts und etwas höher stehend zum Rand des Umschlags (26 bzw. 8 mm)



Wenn mir solche Unterschiede auffallen, nehme ich sie immer gerne in meine Sammlung auf.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 09.09.2019 19:58:03 Gelesen: 276# 7 @  
Mit dem U 6 kam erstmals ein Umschlag für eine andere Versendungsart an die Schalter, nämlich ein PLUSBRIEF Kompakt mit dem Wertstempel Dom St. Nikolei, Greifswald in Doppelnominale zu 2,20 DM / 1,12 Euro. Er erschien ebenfalls im April 2001.

Den Umschlag DIN lang ohne Fenster gibt es mit den Wasserzeichen 1 X (fallende Wellenlinien) und 1 Y (steigende Wellenlinien).

Hier ist der U 6 AX mit Stempel vom 21.12.2002.



Und hier der U 6 AY mit Stempel vom 25.04.2002.



Die Wasserzeichen sind auf den Scans nicht zu erkennen, aber auf diesem Foto hier:



Der Verkauf erfolgte mit Papierzuschlag zunächst nur an Geschäftskunden bei einer Mindestabnahme von 100 Stück. Abonnenten erhielten nur Umschläge mit dem dem Wasserzeichen 1 Y zum Nennwert.

Hier ist noch ein weiterer U 6 AY, auffrankiert mit einer Automatenmarke zu 0,13 Euro auf 1,25 Euro für einen Kompaktbrief Europa im Jahr 2010:



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 11.09.2019 19:11:49 Gelesen: 242# 8 @  
Die Fensterumschläge des U 6 gibt es ebenfalls mit den beiden Wasserzeichen 1 X und 1 Y.

Stellvertretend zeige ich hier einen U 6 BX mit Stempel vom 7.2.2002.



Da die Wasserzeichenunterschiede im Scan nicht zu sehen sind verzichte ich darauf einen U 6 BY zu zeigen.

Anders als beim U 6 A kam der U 6 B später in Packungen zu 25 Stück für 58,95 DM bzw. 30,14 Euro an die Postschalter.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 22.09.2019 11:25:04 Gelesen: 175# 9 @  
Vermutlich zeitgleich mit U 5 und U 6 wurden die Umschläge (mit/ohne Fenster) U 7 verausgabt. Ich schreibe "vermutlich", da die Datumsangabe im Michel-Katalog eingeklammert ist. Der U 7 gleicht dem U 5 mit dem Unterschied einer integrierten Vorausentwertung BRIEFZENTRUM 30 / 00.00.0--18 / Entgelt bezahlt.

Hier ist der Fensterumschlag U 7 B.



Wertstempel und Vorausentwertung erfolgten im Rastertiefdruck. Dies ist wichtig zu wissen für den Vergleich mit späteren Katalognummern.



Ich vermute, dass U 5 und U 7 aus einem Herstellungsprozess stammen. Dafür spricht, dass ich die gleichen Varianten mit Unterschieden der Farbe des Innendrucks und der Position des Posthorns nachweisen kann (vgl. Beitrag [#6]).

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 01.10.2019 22:32:48 Gelesen: 121# 10 @  
Mit dem U 8 kam parallel zu U 5 bis U 7 ein PLUSBRIEF Infobrief mit dem Wertstempel St. Reinholdi zu 80 Pf / 0,14 € an die Schalter. Diese Ausgabe erschien nur als Fensterumschlag mit dem Wasserzeichen 1 Y und ohne Fluoreszenzstreifen.



Von dem Umschlag gibt es zwei Varianten, die sich in der Aussparung des Innendrucks an der Position des Wertstempels unterscheiden:
/01 Wertstempel-Aussparung 31x33 mm
/02 Wertstempel-Aussparung 28x31 mm

Die Aussparung ist im Gegenlicht leicht zu erkennen. Hier ist ein Foto mit dem Wertstempel des U 8/01 links und des U 8/02 rechts ... (sowie einer Zimmerpflanze im Hintergrund ;)



Der Verkauf erfolgte mit Papierzuschlag an Geschäftskunden bei einer Mindestabnahme von 500 Stück. Abonnenten erhielten den U 8/01 zum Nennwert.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 05.10.2019 11:20:17 Gelesen: 75# 11 @  
Alle bisher gezeigten Ganzsachen-Umschläge sind Plusbriefe, die für den allgemeinen und meist geschäftlichen Bedarf ausgegeben wurden. Mit dem U 9 ist im Michel ein Sonderbriefumschlag im C6-Format katalogisiert, der rein auf Sammler ausgerichtet ist. Mein Exemplar ging am 3.9.2001 nach Coburg.



Der Umschlag wurde über die Versandstellen verkauft und an einem Sonderpostamt auf der SÜDWEST 2001 in Heidelberg.

Ich habe noch einen Sonderbriefumschlag im C6-Format mit einen Wertstempel Sehenswürdigkeiten vorliegen, der nicht im Michel Ganzsachen-Katalog 2018 zu finden ist. Ich vermute, dass es sich dabei um eine Privatganzsache handelt. Sie stammt aus dem Jahr 2010.



Kann das jemand bestätigen und die Ganzsache ggf. genauer bestimmen?

Viele Grüße
Michael
 
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