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Thema: (?) (65) DDR: Dienstpost, ZKD-Post und drum herum
Das Thema hat 81 Beiträge:
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Detlef Am: 11.02.2014 10:11:14 Gelesen: 66538# 57 @  
Hallo,

ich stelle hier einmal einen ZKD-Brief aus Schwerin vom 13. 04. 1967 ein, zu dem ich Fragen habe.

Wie ich gelesen habe, war ab dem 1. Oktober 1956 statt des ZKD-Wertzeichens auch die Verwendung von ZKD-Absenderfreistemplern möglich.

Ist dieser Brief nun nicht mit 30 Pf. überfrankiert und war die Marke überhaupt nötig?

Wer kennt weitere Schweriner Absender, die einen ZKD-Freistempler hatten?



Gruß
Detlef
 
hlmj Am: 28.04.2014 17:55:59 Gelesen: 64743# 58 @  
Ich bitte um Eure Meinung zu folgendem Brief:


 
Fips002 Am: 25.01.2015 11:10:55 Gelesen: 59563# 59 @  
Von mir ein Einschreiben mit Dienstmarken von Zittau 22.9.1955 nach Berlin. Der Brief ist portogerecht mit 70 Pf. freigemacht mit Dienstmarken der 1.Ausgabe 15.8./01.10.1954 im Offsetdruck, Platte 1.

Ab 01.10.1954 betrug die Gebühr für einen Brief bis 20g im Fernverkehr 20 Pf. und die Einschreibgebühr 50 Pf.



Gruß Dieter
 
drmoeller_neuss Am: 26.01.2015 18:28:26 Gelesen: 59470# 60 @  
Hier ein Brief des "Volkseigenen Erfassungs- und Aufkaufbetriebes für landwirtschaftliche Erzeugnisse" in Langensalza an die Deutsche Notenbank in Berlin vom 05. November 1958, verschickt mit dem zentralen Kurierdienst. Bereits einen Tag später war der Brief in Berlin, wie der Uhrzeit-Eingangsstempel der Notenbank demonstriert.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Briefe deutscher Banken"]
 
Altmerker Am: 27.01.2015 20:47:30 Gelesen: 59461# 61 @  
@ Fips002 [#59]

Mir ist erinnerlich, dass es zu Dienstpost keine Zusatzleistungen wie R-Brief gab und auch keine Privatperson Adressat sein durfte.

Gruß
Uwe
 
Fips002 Am: 28.01.2015 12:39:28 Gelesen: 59396# 62 @  
@ Altmerker [#61]

Hallo Uwe,

für den zentralen Kurierdienst trifft zu, dass diese nicht an Privatpersonen und mit Zusatzleistungen zu verschicken waren.

Am 15. August 1954 trat eine Anordnung des Ministers für Post- und Fernmeldewesen in Kraft, wonach alle staatlichen Organe und Institutionen, Betriebe und Verwaltungen der volkseigenen Wirtschaft, Organe des staatlichen Handels sowie die volkseigenen Kreditinstitute verpflichtet waren, die von ihnen ausgehenden Postsendungen im Inlandverkehr mit Dienstmarken freizumachen. Alle Zusatzleistungen für Briefsendungen, wie zum Beispiel Einschreiben, waren zulässig.

Mit freundlichem Gruß
Dieter

[Beiträge [#59], [#61] und [#62] redaktionell kopiert aus dem Thema "DDR: Einschreiben"]
 
Fips002 Am: 29.01.2015 19:33:19 Gelesen: 59286# 63 @  
Ich zeige zwei Briefe von einem besonderen Kurierdienst der DDR. Für das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR wurde das Postschließfach 101 beim Postamt 1020 Berlin eingerichtet. In der Adresse und im Absender ist die PSF-Angabe 101 zu erkennen. Zugang zu diesem Postweg hatten Mitarbeiter der DDR-Botschaften und anderer diplomatischen Vertretungen. Der Zusatz nach dem Schrägstrich hinter der PSF- Angabe 101 weist auf eine Auslandsvertretung der DDR hin.

Als Freistempler kamen der Pitney-Bowes-Freistempel und der Postalia-Freistempel zum Einsatz. Mit die MfAA-Post war der völlig normale Inlandtarif gültig. Allerdings: Die Absender aus dem Ausland hatten für diese Post eine Gebühr in Valuta zu entrichten, die sich an den Postgebühren des Gastlandes orientierte.



Brief von der Botschaft in der Arabischen Republik Ägypten PSF 101/16 nach Wesenberg mit Postalia Freistempel.



Rückseite mit Code Nr.16 - Botschaft der DDR in Ägypten



Brief von der Botschaft der DDR in Guinea-Bissau, Code-Nr. 99, nach Leipzig
mit Pitney-Bowes-Freistempel.

Gruß Dieter
 
Cantus Am: 04.06.2015 00:00:09 Gelesen: 56388# 64 @  


Ein ZKD-Brief vom VEB Eisenhüttenkombinat Ost, gelaufen am 28.5.1968 von Eisenhüttenstadt nach Berlin.

Glück Auf und viele Grüße
Ingo

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv Geologie und Lagerstätten: Bergbau, Erzaufbereitung, Metallurgie"]
 
Sachsendreier53 Am: 08.06.2015 14:04:13 Gelesen: 56203# 65 @  
Zentraler Kurierdienst aus 7264 WERMSDORF vom 1.9.1966 über OSCHATZ 1 nach GRIMMA.

Ankunft in GRIMMA am 2.9.1966, 5 Uhr.





Zentraler Kurierdienst aus 7260 Oschatz nach 7264 Wermsdorf. Im blauen Handstempel der integrierte Buchstabe -B-, um 1970.



ZKD-Ausweis mit Lichtbild vom 20.7.1971, ausgestellt beim Volkspolizei-Kreisamt Oschatz.



ZKD-Ausweis ohne Passbild vom 12.9.1988, ausgestellt beim Volkspolizei-Kreisamt Oschatz.

Anmerkung: Wer kann über die Bedeutung des Buchstaben -B- im ZKD - Kastenstempel was sagen ?

mit Sammlergruß,
Claus
 
volkimal Am: 11.08.2015 14:22:41 Gelesen: 54427# 66 @  
Hallo zusammen,

heute zwei Belege zu diesem Thema:



Absenderfreistempel mit dem Wertrahmen des Zentralen Kurierdienstes.



Auffällig finde ich, dass bei den wenigen ZKD-Belegen in meiner Sammlung jeweils ein Ankunftsstempel und wie bei diesem Brief auch zwischendurch noch zwei Stempel abgeschlagen wurden. Gab es dazu eine Vorschrift?

Außerdem finde ich gut, dass beim Brief aus Naumburg Stempel aus drei Generationen abgeschlagen wurden.

1) Der alte Stempel des Deutschen Reichs mit aptiertem Sternchen (vor 1938)
2) Der typische DDR-Stempel ohne Postleitzahl (ca. 1954 - 1964)
3) Der neue DDR-Stempel mit Postleitzahl (ab 1.1.1965).

Viele Grüße
Volkmar
 
wajdz Am: 01.12.2015 20:14:02 Gelesen: 50769# 67 @  
Ein abgeschlossenes Sammelgebiet mit allerlei Absonderlichkeiten, die in der Regel dem pathologischen Sicherheitsbedürfnis des herrschenden Systems geschuldet waren. Ideologischer Postkrieg, regulierter Tausch, Briefmarkensätze mit Sperrwerten und eine Post innerhalb der Post wären da zu beackern. Hier ein Beleg für den spezialisierten Sammler:

Zentraler Kurierdienst 1956–1960. Post innerhalb der Post, Aufwand ohne Ende

Basierend auf den durch postalische Einrichtungen gestützten Zentralen Kurierdienst ZKD des Ministeriums des Inneren wurden am 1. April 1956 die zentralen staatlichen Organe, Räte der Bezirke, Kreise, Städte, Stadtbezirke und Gemeinden, volkseigene Betrieben sowie staatliche Institutionen und Einrichtungen der Deutschen Versicherungsanstalt, der volkseigenen Güter und des volkseigenen Handels als Verwaltungspost A an den ZKD angeschlossen.

Die Briefsendungen (incl. Päckchen) ohne Zusatzleistungen waren mit besonderen Marken durch den Absender freizumachen. Aufgeliefert wurden die Sendungen beim Aufgabepostamt. Die Abholung beim Empfängerpostamt hatte an besonderen Schaltern durch Bevollmächtigte zu erfolgen. Die Sendungen wurden 30 Tage aufbewahrt, anschließend die Briefumschläge vernichtet.


@ volkimal [#66]

Gab es dazu eine Vorschrift?

Jeder Brief, der vom Zentralen Kurierdienst transportiert wurde, musste auf der Vorderseite und auf der Rückseite zwei Kontrollstempel haben. Waren diese vorhanden, galt der Brief als ordentlich zugestellt. Der Stempel auf der Vorderseite und ein Stempel auf der Rückseite wurden von der Kontrollstelle des Postamtes angebracht, bei der der Brief aufgegeben wurde. Der zweite Stempel auf der Rückseite wurde von der Kontrollstelle des Auslieferpostamtes angebracht. Die Stempelung erfolgt nur, wenn die Post entsprechend den Vorschriften aufgegeben und transportiert wurde. Briefe, die innerhalb eines Kreises oder einer Stadt transportiert wurden, hatten auf der Rückseite nur einen Stempel.



? MiNr Verwaltungspost A 7N



MfG Jürgen -wajdz-

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "DDR: Belege aus dem Privat- und Wirtschaftsleben"]
 
Totalo-Flauti Am: 18.06.2016 09:25:08 Gelesen: 44360# 68 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich zeige Euch einen ZKD-Brief aus Leipzig nach Espenhain. Hier wurde neben der ZKD-Kennzeichnung durch den Absender ein weiterer Stempel abgeschlagen "ZKD-Uschlag_an Poststelle zurück". Trotzdem ist der Umschlag der vorgeschrieben Vernichtung entgangen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
volkimal Am: 18.06.2016 10:29:26 Gelesen: 44350# 69 @  
@ wajdz [#67]

Hallo Jürgen,

deine Antwort auf meine Frage "Gab es dazu eine Vorschrift?" aus Beitrag [#66] habe ich gerade erst entdeckt. Vielen Dank dafür.

Viele Grüße
Volkmar
 
Briefmarkentor Am: 18.06.2016 17:26:04 Gelesen: 44318# 70 @  
Das Wissen zu diesen Teilgebiet fehlt mir leider noch, deshalb vielen Dank für die bisherigen Ausführungen. Dies hindert mich natürlich nicht daran, derartige Belege in meine Heimatsammlung aufzunehmen und diese hier zu zeigen:



Brief bis 20 g über den Zentralen Kurierdienstes vom 26. April 1957 nach Berlin. Absender war die Handelsorganisiation (HO) in der Stadt Torgelow (Bezirk Neubrandenburg). Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 20 Pfennigen (1 x Mi.-Nr. 7 - Ausgabe vom 1. Oktober 1956) frankiert und mit dem Zweikreisstegstempel TORGELOW (MECKL) / f abgeschlagen.

In der Empfängeranschrift fehlt die ZKD-Nummer, weshalb der Brief den Rat des Stadtbezirkes weitergeleitet wurde. Eingang gemäß Stempel am 27. April 1957. Von dort wurde der Brief an den Volkseigenen Betrieb (VEB) Deutscher Zentralverlag weitergeleitet. Eingang gemäß Stempel am 29. April 1957.
 
Cantus Am: 20.12.2016 01:36:19 Gelesen: 39576# 71 @  
Von mir ein Brief der Kratzenfabrik Leisnig (Kratzen = Drahtbürsten) vom 22.7.1960, gelaufen über Döbeln nach Karl-Marx-Stadt. Der Brief wurde mit der ZKD-Marke Mi. 3 freigemacht, die ab Dezember 1959 in Gebrauch war.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 04.02.2017 17:17:01 Gelesen: 38389# 72 @  
Deutsche Versicherungs Anstalt Zwickau, ZKD-Brief vom 10.1.1957, gelaufen nach Halberstadt.



Viele Grüße
Ingo
 
JohannesM Am: 09.01.2018 20:14:50 Gelesen: 25588# 73 @  
Fast ein Jahr Friedhofsruhe in diesem Thema, daher ein AFS zur Erbauung.





Übrigens ist mir beim Einstellen der beiden Handstempel in die Datenbank aufgefallen, das auf den Postämtern wohl bestimmte Stempelgeräte für ZKD benutzt wurden, auf normalen Belegen findet man sie nicht, auch bei meinem Sammelgebiet Halberstadt ist dies so.

Beste Grüße
Eckhard
 
marcofilius Am: 21.09.2018 11:49:29 Gelesen: 11814# 74 @  
@ JohannesM [#73]

Hallo Eckhard,

nach weiteren Monaten der Friedhofsruhe möchte ich an deine Bemerkung anknüpfen und in die Runde der Spezialisten fragen, ob deine Vermutung zutrifft, "das(s) auf den Postämtern wohl bestimmte Stempelgeräte für ZKD benutzt wurden". Mir ist auch aufgefallen, dass etliche auf ZKD-Marken abgeschlagene Stempel nicht in der Stempeldatenbank zu finden sind. In meinem Bestand habe ich nur 11 vollständig lesbare Stempel (abgesehen von dem mit "ungültig"). Davon habe ich 6 nicht gefunden und einer ist wohl sehr alt. Zwei folgen als Beispiele.

BERLIN-/ PANKOW 2 ist in der Datenbank unter 006740 (1945) und 020857 (1947).



Nun noch ein harmloses Beispiel aus APOLDA (Unterscheidungsbuchstabe g merkwürdig eckig)



Mit der Bitte um fachliche Beratung.

Gruß
Heinrich
 
Detlev0405 Am: 21.09.2018 15:55:49 Gelesen: 11780# 75 @  
@ marcofilius [#74]

Hallo Heinrich,

ich kann Dir nur aus eigenem Erleben in Stalinstadt/Eisenhüttenstadt mitteilen, das es dort auf dem Hauptpostamt erst am Paketschalter, dann an einem separaten Schalter eine Abfertigung für ZKD Post gab. Meine Mutter war ZKD Beauftragte beim Bau- und Montage Kombinat Ost und ich war einige Male dabei, wenn sie die Post aufgab. Die Post wurde mit den Einträgen im Postbuch verglichen und jeder einzelne Brief erhielt einen Stempelabschlag im Postbuch.

Da der Schalter völlig separat war und nicht mit dem Publikumsverkehr in Verbindung kam, ist davon auszugehen, das das verwendete Stempelgerät ausschließlich an diesem Schalter verwendet wurde.

Gruß
Detlev
 
Carsten Burkhardt Am: 21.09.2018 18:35:00 Gelesen: 11757# 76 @  
Hallo Detlev,

ich habe eine große Stempelsammlung DDR ab 48 bis Ende. Viele Stempel kann ich über lange Zeiträume mit zig Abschlägen belegen.

Jedes Postamt hat dort eigene Verfahren benutzt, manche Stempel ruhten jahrelang in der Reserve und wurden zur ZKD-Zeit dafür verwendet. Und dann wieder am normalen Schalter.

Manche Ämter hatten separate Geräte für ZKD mit neuen Kennbuchstaben, häufig mit Doppelbuchstaben,, die es an diesen Orten nie gab.

Man hat einfach kein funktionstüchtiges Stempelgerät weggeworfen und alles verfügbare vor Ort benutzt, ohne Rücksicht auf die Form der Verwendung.

Auch wenn ZKD ein separater Dienst war, war es Post.

Viele Grüsse
Carsten
 
jmh67 Am: 21.09.2018 21:07:56 Gelesen: 11723# 77 @  
@ Carsten Burkhardt [#76]

Man hat einfach kein funktionstüchtiges Stempelgerät weggeworfen und alles verfügbare vor Ort benutzt, ohne Rücksicht auf die Form der Verwendung.

Jein. Natürlich wird nicht gern weggeworfen, was funktioniert, und was man hat, benutzt man auch. Völlig klar. Aber ich habe doch im Kleinstadtpostamt (zwei normale Schalter und ein Paketschalter, und natürlich die ganze Sortiererei "hinten") beobachten können, dass die Stempelgeräte über Jahre, sogar Jahrzehnte hinweg ziemlich fest zugeordnet waren. Das sah man an den Unterscheidungsbuchstaben. ZKD hatten sie in dem kleinen Nest aber wohl nicht, oder wenn, dann lief das dermaßen abgesondert, dass man davon als gewöhnlicher Sterblicher aber absolut nichts mitbekam. Anders in einer Mittelstadt, wo es aus der Eingangshalle des Hauptpostamts links zum ZKD und rechts zur "normalen" Post ging, da sah man das im Vorbeigehen.

-jmh
 
Carsten Burkhardt Am: 22.09.2018 10:47:36 Gelesen: 11604# 78 @  
Hallo,

ein Beispiel:

DRESDEN A17 / a

war seit 1950 im Gebrauch, Nachweise auf Dauermarken Köpfe, Pieck, Fünfjahrplan etc.





Zwischendurch mal auf ZKD-Briefen und dann wieder jahrelang auf normaler Post, zwischen 5/62 und 4/63 Austausch durch eine neue Type und damit weiter bis zur Ablösung durch Stempel mit Postleitzahl, 1968 Nachweis wieder als ZKD-Stempel.

DRESDEN 8017 / a

Viele Grüße
Carsten
 
Totalo-Flauti Am: 18.11.2018 09:58:44 Gelesen: 8689# 79 @  
Liebe Sammlerfreunde,

mir fiel folgender Brief vom 7.7.1966 aus Leipzig nach Dresden in die Hände. Es sind gleich 3 "Besonderheiten" auf dem Brief vereint.

Als erstes wurde die ZKD-Sendung mit der Zusatzleistung "Mit Zustellungsurkunde" (Mi.Nr. 2) verschickt. Diese Zusatzleistung kostete 65 Pfennige und wurde mit dem Kauf der der "ZU"-Marke entrichtet. Die Zusatzleistung Zustellungsurkunde war im gesamten Zeitraum der Wirksamkeit des ZKD möglich. Vor dem 1. September 1960 kosteten die Gebühren für die Zustellungsurkunde entsprechend dem normalen Gebühren wie für das allgemeine Postpublikum. ZKD-Sendungen mit Zustellungsurkunde mussten seit 1960 einzeln in die ZKD-Einlieferungsbücher (mit Angabe des Empfängers) und ZKD-Eingangsbücher dokumentiert werden. Einfache ZKD-Sendungen wurden nur mengenmäßig erfasst.

Als zweites durchlief der Brief natürlich die ZKD-Kontrolle. Bereits in der Anordnung über die Errichtung des ZKD vom 26.09.1955 heißt es "Die Kontrollorgane des Zentralen Kurierdienstes des Ministeriums des Innern haben ständig Kontrollen über die Beförderung der Post und Einhaltung dieser Anordnung durchzuführen. Dabei wurde festgestellt, das der Empfänger in Dresden (wahrscheinlich ein privates Unternehmen) kein Teilnehmer am ZKD-Dienst war. Der Brief erhielt einen seit 1965 eingeführten Aufkleber. Die Sendungen wurden, wie hier, in der Regel dann als gewöhnliche Post ausgeliefert.

Als drittes ist auf dem Brief die "3" nicht zu übersehen. Diese Zahl wurde für den Empfänger als Hinweis auf die 3. Industriepreisreform in der DDR angebracht. In der DDR wurden seit 1964 Veränderungen an Preisen und des Preissystems in der Wirtschaft vorgenommen. Diese Reform erfolgte in drei Etappen (01.01.1964, 01.01.1965 und 01.01.1967). Die Stempelung mit der 3 weist insbesondere auf die 3. Etappe hin.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



Hinweis "Die Absenderfreistempel des Zentralen Kurierdienstes der DDR", Jörg Laborenz, 2005, ISSN 1617-4348, ISBN 3-8334-1820-6
 
Totalo-Flauti Am: 25.11.2018 18:15:32 Gelesen: 8337# 80 @  
Liebe Sammlerfreunde,

die Deutsche Versicherungs-Anstalt aus Leipzig weißt ihrem Verischerungsnehmer darauf hin, dass man sich selbst um Handwerker kümmern müsse. Wahrscheinlich hat der Versicherte im Angesicht des Mangels an Handwerker sich in seiner Not an die Versicherung gewandt.

Die Versicherung verwendete hier am 3. Tag der Verpflichtung ihre Post mit Dienstmarken zu frankieren eine Mi. 4x (Wenn ich es richtig sehe?) für die notwendigen 10 Pfennige einer Postkarte.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Fips002 Am: 07.09.2019 19:48:28 Gelesen: 1080# 81 @  
ZKD-Brief vom VEB MÖVE-WERK, VVB IFA, Mühlhausen 5.1.1965 nach Immelborn.



"Möve" war eine deutsche Fahrradmarke. Von 1897 bis 1947 war es die Firma Walter & Co. Von 1948. 1961 war es das Nachfolgeunternehmen VEB Möve Werke in Mühlhausen/Thür. In geringer Stückzahl wurden Sport- und Hallensporträder hergestellt, aber überwiegend Tourenräder. 1961 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Fahrradwerk Mifa Sangerhausen. Ab 1972 wurden Fahrradsattelgestelle hergestellt.

Dieter

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv Fahrrad"]
 

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