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Thema: (?) (67/71) Stadtpoststempel / Poststellenstempel - Poststelle (II) Stadt
Das Thema hat 85 Beiträge:
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mumpipuck Am: 14.04.2020 02:42:17 Gelesen: 1374# 61 @  
@ wessi1111 [#58]

Lt. den im vorigen Beitrag genannten Quellen wurde die Hamburg-Lohbrügge 3 bis 1950 als Poststelle II Stadt geführt. Danach fehlt der Zusatz Stadt oder Land. Die Umbenennung in Hamburg-Bergedorf 1C (mit Großbuchstaben) zum 02.01.1961 deutet aber darauf hin, dass es sich unverändert um eine Poststelle II Stadt handelte. Bei Hamburg-Bergedorf 1C handelt es sich um Hamburg-Lohbrügge 3 und nicht - wie von Dir genannt - um Hamburg-Lohbrügge 2.

Hier die volle Geschichte der drei Lohbrügger Poststellen:

Lohbrügge 1

01.08.1929 eingerichtet als Poststelle Lohbrügge 1 Bergedorf Land
Juli 1933 Umbenennung in Lohbrügge 1 über Bergedorf
01.04.1938 Umwandlung in Poststelle (II) Stadt (mit Eingemeindung nach Hamburg) und Umbennung in Hamburg-Lohbrügge 1
01.02.1948 Umwandlung in Poststelle I
01.12.1954 Umwandlung in Zweigpostamt
06.01.1958 Umbenennung in Hamburg-Bergedorf 4
01.01.1959 Umwandlung in Postamt (J)
01.05.1965 Umbenennung in Hamburg 804
11.08.2008 aufgehoben und durch Postagentur ersetzt

Lohbrügge 2

25.10.1891 Einrichtung Posthilfsstelle Boberg des Postamts Schiffbek
17.12.1907 Umwandlung in Postagentur Boberg (Bz. Hamburg) und Zuordnung zum Postamt Bergedorf
1921 Umwandlung in Posthilfsstelle
1925 Umwandlung in Postagentur mit einfachem Betrieb und Umbenennung in Boberg (Kr. Stormarn)
01.08.1929 mit Landpostverkraftung Umwandlung in Poststelle (II) Land und Umbenennung in Lohbrügge 2 Bergedorf Land
Juli 1933 Umbenennung in Lohbrügge 2 über Bergedorf
01.04.1938 Umbenennung in Hamburg-Lohbrügge 2 mit Eingemeindung nach Hamburg
01.02.1940 Umwandlung in Poststelle I
27.06.1958 Umbenennung in Hamburg-Boberg
01.01.1961 Umwandlung in eine Annahme Poststelle I und Umbenennung in Hamburg-Bergedorf 6
01.02.1961 Umwandlung in ein Postamt (J)
01.07.1962 Umwandlung in eine Annahme Poststelle I
01.05.1965 Umbenennung in Hamburg 806
18.09.2000 aufgehoben und ab 08.01.2001 durch Postagentur ersetzt

Lohbrügge 3

01.08.1929 Poststelle(II)Lohbrügge 3 Bergedorf Land
Juli 1933 Umbenennung in Lohbrügge 3 über Bergedorf
01.04.1938 Umwandlung in Poststelle (II) Stadt (mit Eingemeindung nach Hamburg) und Umbennung in Hamburg-Lohbrügge 3
1950 Nur noch als Poststelle II bezeichnet
22.06.1958 Umbenennung in Hamburg-Lohbrügge
02.01.1961 Umbenennung in Hamburg-Bergedorf 1C
01.05.1965 Umwandlung in Annahme Poststelle I und Umbenennung in Hamburg 807
15.06.1965 Umwandlung in Postamt (J)
01.07.1993 Umwandlung in Annhame Poststelle I
30.10.1993 aufgehoben. Erst 04.03.2015 wieder Partnerfiliale im Nachbarhaus eingerichtet.

Interessant ist, dass Lohbrügge 1 und 3 zum 01.04.1938 als Poststelle (II) Stadt, Lohbrügge 2 aber als Poststelle (II) Land bezeichnet werden. Trotzdem werden alle mit Nummern bezeichnet.

Burkhard
 
JohannesM Am: 14.04.2020 11:09:24 Gelesen: 1342# 62 @  
@ mumpipuck [#60]

Hallo Burkhard,

Ich besitze eine deutlich bessere pdf, die ich aber hier nicht anhängen kann

Werkzeug Schnappschuß in der PDF aufrufen, das Ergebnis wird in die Zwischenablage von Windows kopiert, beliebiges Bildbearbeitungsprogramm öffnen und unter Bearbeiten einfügen.

Beste Grüße
Eckhard
 
Christoph 1 Am: 14.04.2020 11:58:33 Gelesen: 1332# 63 @  
@ mumpipuck [#5]

Nach meinem Kenntnisstand sind die Stempel der Stadtpoststellen an den Großbuchstaben zu erkennen

@ wessi1111 [#6]

Dort betont der Autor, dass die Amtsbezeichnung der Poststelle (II) Stadt der Name des Postamtes war, "meistens" mit dem Zusatz eines Großbuchstabens.

@ mumpipuck [#44]

Die Benennung mit den Großbuchstaben erfolgte oft nicht konsequent

Hallo zusammen,

als ob die ganze Sache nicht schon kompliziert genug wäre, mache ich sie jetzt noch komplizierter. Ich habe hier zwei Beispiele für recht kleine Orte (keine Städte!), bei denen sich im PSt-Stempel gleichwohl ein Großbuchstabe hinter dem Ortsnamen befindet:

2175 Cadenberge A
4506 Oesede A



Beide Stempel sind von 1963 und die Belege sind jeweils zusätzlich mit einem Tagesstempel des zugehörigen Leitpostamtes entwertet.



Aus dem mir vorliegenden Ortsverzeichnis von 1955 ergibt sich, dass die Postämter Cadenberge und Oesede bereits 1955 keine Poststellen (mehr) waren, sondern Zweigämter (ZdA). Bei Oesede wird auch eine zusätzliche PSt-II mit Namen Oesede A im Anhang gelistet.

Meine Vermutung ist, dass es sich bei den gezeigten Stempeln um kleine Nebenstellen dieser Zweigämter handelt. Aber weshalb dann der Großbuchstabe A anstelle einer Orts(teil)bezeichnung?

fragt sich
Christoph
 
mumpipuck Am: 14.04.2020 16:56:27 Gelesen: 1268# 64 @  
@ mumpipuck [#60]

Dank des Tipps von Eckhard aus [#62] hier die Landpostkurse des Postamts Bergedorf noch einmal in besserer Qualität. Danke!



Burkhard
 
mumpipuck Am: 14.04.2020 17:32:19 Gelesen: 1261# 65 @  
@ Christoph 1 [#63]

Hallo Christoph,

das werden in der Tat Poststellen auf dem Gebiet der jeweiligen Orte gewesen sein. Diese Poststellen Stadt waren nicht "Städte" im Sinne der Definition nach Einwohnerzahl oder nur mit Stadtrecht vorbehalten.

Ich habe mal im OVZ 1984 nachgesehen. Ein früheres habe ich nicht ab 1962:
Dort gibt es noch immer die Poststelle II Cadenberge 2, die sich in Cadenberge in der Langenstraße 111 befindet, während das Postamt Cadenberge 1 seinen Sitz in der Bahnhofstraße 16 hat.

Oesede war zu diesem Zeitpunkt bereits in der neuen Stadt Georgsmarienhütte aufgegangen (1970). Dort finden sich das Postamt Georgsmarienhütte 1 in Oesede, Kolpingstraße 6. Außerdem gibt es in Oesede eine weitere Poststelle I (Georgsmarienhütte 7) in der Thalstraße 10. Dabei könnte es sich um die frühere Stadtpoststelle Oesede handeln. Die weiteren Postämter und Poststellen befinden sich in anderen Ortsteilen, aus denen Georgsmarienhütte entstanden ist.

Burkhard
 
wessi1111 Am: 14.04.2020 17:56:05 Gelesen: 1258# 66 @  
@ mumpipuck [#60]
@ mumpipuck [#61]

Hallo Burkhard,

danke vielmals für die Übersichten. Bei soviel 1-2-3 kann da schon mal passieren, dass bei mir eine Poststelle die falsche Ziffer bekommt.

Ich werde versuchen, die Übersicht in [#39] in den nächsten Tagen zu ergänzen, ich hoffe, ich schaffe es, alle Fakten zu interpretieren und einzuordnen.

Bis dahin

Gruß
Wessi
 
wessi1111 Am: 14.04.2020 18:09:39 Gelesen: 1253# 67 @  
@ Christoph 1 [#63]

Hallo Christoph,

die Vergabe eines Großbuchstabens an eine Poststelle (II) Stadt hing nicht davon ab, ob der Ort wirklich eine Stadt war, sondern dass die Poststelle (II) in einem Ort mit mehreren Postämtern bzw. -amtstellen war. Deshalb ist die Überschrift des Anhang I des Ortverzeichnisses auch " Orte mit mehreren...".

Andererseits wird auch schon vor 1945 in den Allgemeinen Dienstanweisungen der Begriff Stadtpoststelle bzw. Poststelle (II) Stadt verwendet, das ist einfach keine präzise Benennung, mit der wir uns abfinden müssen.

@ alle

Im Buch von Peter Griese [1] werden Auszüge aus offiziellen Dokumenten über die Einrichtung einer Poststelle (II) Stadt gezeigt. Kennt jemand Dokumente, die von einer Postagentur Stadt bzw. Poststelle (I) Stadt handeln?

Gruß
Wessi

[1] Peter Griese "Poststellenstempel 1928 - 1988"
 
JohannesM Am: 15.04.2020 11:09:57 Gelesen: 1208# 68 @  
@ mumpipuck [#36]

Hier kann ich nur Lohbrügge 2 zeigen

Hallo Burkhard,

Lohbrügge kam mir doch gleich so bekannt vor. Hier eine Osterkarte von 1936 mit dem Frakturstempel Lohbrügge 2, die mir als Beifang zugelaufen ist.



Beste Grüße
Eckhard
 
wessi1111 Am: 15.04.2020 16:30:14 Gelesen: 1185# 69 @  
@ JohannesM [#68]

Hallo Eckhard,

mit der Osterkarte bist du ja nur wenige Tage zu spät. ;-)

Gruß
Wessi
 
wessi1111 Am: 17.04.2020 18:08:23 Gelesen: 1134# 70 @  
@ mumpipuck [#65]
@ wessi1111 [#67]

Hallo Burkhard,

da hast du in [#65] wieder einmal die gleiche Frage beantwortet, über welche ich zu dem Zeitpunkt noch sinniert habe.

Ich war einfach wieder mal zu langsam.

Gruß
Wessi
 
wessi1111 Am: 17.04.2020 20:22:54 Gelesen: 1114# 71 @  
Hallo zusammen,

ich möchte heute endlich einmal den Beleg vorstellen, der mich auf das Thema und die Existenz einer Poststelle (II) Stadt erst gebracht hat.



Poststelle (II) Stadt Spremberg A

Den Beleg hat ein befreundeter Sammler auf dem Flohmarkt gefunden und mich gefragt, ob ich diese Poststelle kenne, da er so etwas noch nie gesehen hatte. Mir ging es genauso.

Da ich damals (letztes Jahr) noch nicht wusste, dass es Poststellen (II) Stadt gibt, habe ich im Internet allgemein nach einer Erklärung gesucht und bin zufällig auf die beiden in [#19] vorgestellten Artikel gestoßen.

Ich gehe auf Grund des Absenders davon aus, dass sich die Poststelle im Stadtteil / Ortsteil Kochsdorf befand, was natürlich bei nur einem Beleg nicht 100% sicher ist, zumal die Absenderadresse etwas rätselhaft ist.

Im Ortsverzeichnis 1944 ist Kochsdorf noch als Poststelle II - Kochsdorf über Spremberg - aufgeführt. Im Geschichtlichen Ortsverzeichnis [1] wird Kochsdorf ab 1.1.1946 als zur Stadt Spremberg gehörend geführt. Wodurch sich dort allerdings die verschiedenen Typen der Ortsteile genau unterscheiden, bleibt mir ein Rätsel.

Im Zusammenhang mit diesem Beleg wieder eine Bitte:

Wer kann die Ausschnitte aus dem Anhang 1 der Ortsverzeichnisse vor 1941 und nach 1944 für Spremberg zeigen?

Gruß
Wessi

[1] http://gov.genealogy.net/item/show/SPRERGJO71EN
 
rumburak Am: 18.04.2020 11:30:01 Gelesen: 1057# 72 @  
@ wessi1111 [#71]

Hallo wessi,

im Ortsverzeichnis von 1955 ist die Poststelle II Spremberg A verzeichnet. Deine Vermutung Kochsdorf ist richtig. Im Anhang 1 steht (wie auch bei der Poststelle B) die Bemerkung "vereinigte Zustellung".



Im Postleitheft II von 1960 ist die Poststelle II Kochsdorf im Landkaftkurs vermerkt.



Und im Ortsverzeichnis 1965 steht:

7591 Kochsdorf/über Spremberg (NL)

Viele Grüße
 
bernhard Am: 18.04.2020 15:04:48 Gelesen: 1027# 73 @  
@ wessi1111 [#71]

Aus OV 1940 - keine PSt II:



Viele Grüße
Bernhard
 
JohannesM Am: 18.04.2020 23:43:13 Gelesen: 945# 74 @  
Es erhebt sich der Verdacht, das SPREMBERG A alias Kochsdorf keine Stadtpoststelle im eigentlichen Sinn war, sondern eine ganz normale Poststelle II, dafür spricht die Einbindung in den Landkraftpostkurs. In Halberstadt gab es 3 Poststellen im Stadtgebiet, die auch in die Landkraftpostkurse eingebunden waren. Aus den Adressbüchern kann man ersehen, das dort auch Post ausgetragen wurde. Die Poststellen "Am Wasserwerk", "Siedlung Gartenstadt" und "Siedlung Goldbach" hätten also auch HALBERSTADT 1A 1B 1C heissen können, vielleicht wäre es so gekommen, aber sie wurden schon in den 30-er Jahren wieder aufgehoben.

Beste Grüße
Eckhard
 
wessi1111 Am: 19.04.2020 03:23:44 Gelesen: 927# 75 @  
@ rumburak [#72]
@ bernhard [#73]
@ JohannesM [#74]

Hallo Rumburak und Bernhard,

danke für die Abbildungen. Leider ist es wie in den Beiträgen von Burkhard [#60] und vorhergehende. Die Belege stimmen einfach nicht mit den Angaben in den Ortsverzeichnissen überein. 1945 wurden einige Poststellen von Spremberg (Poststellen (I) und (II) Land) wieder eröffnet, ohne dass es darüber irgendwelche Unterlagen gibt. Im Ortsverzeichnis 1949 für die SBZ sind nur noch Poststellen (I) Land aufgeführt, keine einzige Poststelle (II) Land.

@ JohannesM [#74]

Entsprechend den Angaben für 1955 war Spremberg A keine Poststelle (II) Stadt, sondern eine Ortspoststelle Poststelle (II). Ob es zwischen 1949 und 1955 eine Poststelle (II) Stadt gab, die den Namen Spremberg A rechtfertigt, können nur weitere Ortsverzeichnisse, so es sie denn gibt, oder weitere Belege wie z.B. ein R-Brief mit dem R-Zettel einer Stadtpoststelle zeigen.

Interessant ist die Benennung "Kochsdorf über Spremberg". Da Kochsdorf ab 1946 eingemeindet war, hätte es richtig Spremberg-Kochsdorf heißen müssen.

@ rumburak [#72]

Der Kraftpostkurs deckt nur den westlichen Teil des Kreises Spremberg ab.
Gab es noch weitere und kannst du die auch zeigen? Wie ist die genaue Bezeichnung des von dir genannten Postleitheftes II?

In anderen Themen hier im Forum wurde erwähnt, dass die Kraftpostkurse auch in den Adressbüchern enthalten sind. Vom Kreis Spremberg habe ich online nur das Adressbuch von 1932 gefunden, dort ist weder ein Kraftpostkurs noch eine Poststelle vermerkt. Die in den Ortsverzeichnissen 1940 (wie gezeigt von bernhard [#73]) bis 1944 aufgeführte Poststelle (I) muss also erst nach 1932 eingerichtet worden sein, oder sie wurde im Adressbuch nicht aufgeführt.

Gruß
Wessi
 
JohannesM Am: 19.04.2020 12:38:23 Gelesen: 893# 76 @  
@ wessi1111 [#75]

Hallo Wessi,

Vom Kreis Spremberg habe ich online nur das Adressbuch von 1932 gefunden, dort ist weder ein Kraftpostkurs noch eine Poststelle vermerkt.

Ich habe mir das angesehen und muß sagen Note 6, ich zeige ala Beispiel einen Auszug aus dem Adressbuch Halberstadt von 1932.



Beste Grüße
Eckhard
 
rumburak Am: 19.04.2020 15:51:25 Gelesen: 874# 77 @  
@ wessi1111 [#75]

Der Kraftpostkurs deckt nur den westlichen Teil des Kreises Spremberg ab.

Gab es noch weitere und kannst du die auch zeigen? Wie ist die genaue Bezeichnung des von dir genannten Postleitheftes II?


Hallo wessi,

die genaue Bezeichnung ist "Postleitheft II für die Deutsche Demokratische Republik, Postbeförderung auf Straßen", Gültig ab 2.10.1960, Herausgegeben von der Kursbuchstelle des MPF beim BPA 7 Magdeburg.

Die Postleithefte sind jährlich erschienen, ähnlich wohl auch schon im Deutschen Reich. Ich habe nur das Heft von 1960, hätte aber Interesse an anderen Ausgaben bzw. deren Inhalt in Bezug auf meine Heimatsammlung Rostock.

Hier alle Kurse von Spremberg (160/1-160/8). Die untergeordneten ZwPÄ/PÄ Rietschen und Weißwasser haben dann die Kurse bis 160/17.





Im Kurs 2 sind übriges 2 Poststellen 1 (Spremberg 2 und 3) auf der Liste.

Viele Grüße
 
wessi1111 Am: 19.04.2020 18:02:51 Gelesen: 852# 78 @  
@ rumburak [#77]

Hallo rumburak,

danke für die weiteren Abbildungen. Nach den Kursbüchern werde ich Ausschau halten, wenn sie nur nicht so selten wären.

Da die Poststellen (I) Spremberg 2+3 1955 noch nicht aufgeführt waren, können sie erst danach eingerichtet worden sein. Hab bisher noch keine Belege davon gesehen.

Ob eine dieser Poststellen mit der Poststelle (I) Spremberg 2 bis 1945 identisch ist, können erst weitere Recherchen zeigen. Interessant ist auch, dass im ersten Kraftpostkurs Neu-Petershain als Haltestelle aufgeführt ist. Neu-Petershain hat nie zum Kreis Spremberg gehört, hatte aber einen Bahnhof.

Offensichtlich wurde dort die Post mit der Bahn ausgetauscht oder die Haltestelle bestand nur wegen der geografisch günstigen Lage zwischen zwei Orten des Kreises. Die weiteren Kraftpostkurse ab 160/9 liegen alle schon im Land Sachsen (auch zu DDR-Zeiten), während der Kreis Spremberg im Land Brandenburg liegt. Daher ist die Fortnummerierung unlogisch und weißt nicht auf eine Beziehung der Postämter untereinander hin.

Gruß
Wessi
 
wessi1111 Am: 19.04.2020 18:09:52 Gelesen: 848# 79 @  
@ JohannesM [#76]

Hallo Eckhard,

mit deiner Note hast du wohl recht.

Ich möchte der Vollständigkeit halber den Ausschnitt über das Postamt aus dem Spremberger Adressbuch 1932 zeigen:



Weitere Angaben das Postwesen betreffend sind nicht enthalten.

Gruß
Wessi
 
rumburak Am: 19.04.2020 19:30:46 Gelesen: 833# 80 @  
@ wessi1111 [#78]

Die weiteren Kraftpostkurse ab 160/9 liegen alle schon im Land Sachsen (auch zu DDR-Zeiten), während der Kreis Spremberg im Land Brandenburg liegt. Daher ist die Fortnummerierung unlogisch und weißt nicht auf eine Beziehung der Postämter untereinander hin.

Hallo wessi,

aber hier sind wir in der Zeit der Bezirke, also nach 1952. Die Kreise Spremberg und Weißwasser waren Teil des Bezirkes Cottbus [1]. Im Postleitheft II sind die Kurse nach den zuständigen durchnummerierten Hauptpostämtern gelistet. Spremberg war HPA Nr. 160. Weißwasser war (zumindest 1960) kein HPA, Rietschen aber ZwPA von Weißwasser. Das HPA Spremberg wird wohl das zuständige HPA gewesen sein.

Das war jetzt etwas OT zum eigentlichen Thema.

Viele Grüße

[1] http://genwiki.genealogy.net/Bezirk_Cottbus
 
wessi1111 Am: 19.04.2020 19:45:02 Gelesen: 831# 81 @  
@ rumburak [#80]

Hallo rumburak,

da hast du jetzt auch wieder recht. Mir war nicht bewusst, dass Weißwasser damals zum Bezirk Cottbus gehörte.

Spremberg ist zwar mein Hauptsammelgebiet, ich habe aber nie in der Gegend gewohnt.

Und für mich gehört das irgendwie alles zum Thema, nur so wird man auf bestimmte Fakten gestoßen, wo man sonst die Zusammenhänge nicht erkennt.

Gruß
Wessi
 
Christoph 1 Am: 21.04.2020 12:27:04 Gelesen: 743# 82 @  
Hallo zusammen,

ich bin gerade im Bereich Ostwestfalen virtuell unterwegs und zeige heute zwei Belege aus dieser Region, die hier passen:



Der Stempel aus Sundern passt vielleicht nur am Rande, denn Sundern war bis 1969 eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Herford und wurde dann nach Hiddenhausen eingemeindet [1].



Allerdings verwendete Sundern die Postleitzahl 49 (4900) der benachbarten Stadt Herford. Insofern eine "Stadtpoststelle" im abgewandelten Sinn (bitte eher mit einem Augenzwinkern verstehen).



Bei Kleinenbremen, 1973 nach Porta Westfalica eingemeindet [2], dürfte es sich hingegen um einen tatsächlichen Stadtpoststempel handeln. In meinem Ortsverzeichnis von 1955 ist neben dem Zweigamt Kleinenbremen noch eine Poststelle Kleinenbremen Ost verzeichnet. Meine Vermutung ist, dass diese Poststelle später in Kleinenbremen A umbenannt wurde.

Viele Grüße
Christoph

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Sundern_(Hiddenhausen)
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinenbremen
 
sammler-ralph Am: 26.04.2020 16:59:26 Gelesen: 555# 83 @  
@ mumpipuck [#64]

Hallo,

wo hast Du oder Dein Sammlerfreund diese Karte gefunden? Ich suche etwas ähnliches vom Leitpostamt Bad Oldesloe Land, weiß aber nicht, wo ich suchen soll.

Danke und Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 26.04.2020 18:36:20 Gelesen: 544# 84 @  
Hallo Ralph,

die Karte wurde in den 1970er Jahren direkt aus dem von jedem Postamt anzulegenden Postgeschichte-Ordner des Postamts Hamburg 80 (Begedorf) kopiert.

Die Postgeschichte des Postamts Bad Oldesloe liegt bestimmt nicht bei der Postbank. Mit Glück ist sie in einem Archiv, z.B. in Schleswig, gelandet. Ein Teil der Postakten aus meinem Sammelgebiet Herzogtum Lauenburg liegt auch im Kreisarchiv in Ratzeburg. Vielleicht gibt es so etwas in Bad Oldeloe auch. Eine Möglichkeit wäre auch das Postmuseum in Berlin.

Ist der Kreis Stormarn Dein Sammelgebiet ? Ich habe einen guten Sammelerfreund, der ebenfalls dieses Gebiet sammelt. Wenn Du Interesse an einem Kontakt hast sende mir bitte eine E-Mail.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
sammler-ralph Am: 26.04.2020 19:07:12 Gelesen: 531# 85 @  
@ mumpipuck [#84]

Danke für die Nachricht, ich habe Dir eine e-Mail geschickt.

Gruß
Ralph
 

Das Thema hat 85 Beiträge:
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