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Thema: Briefankündigung - ein Service von Deutsche Post AG und 1&1
Das Thema hat 80 Beiträge:
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Baber Am: 11.08.2020 18:17:47 Gelesen: 1511# 56 @  
@ Journalist [#55]

Hallo Jürgen,

dieses Dilemma habe ich kommen sehen. Die sog. letzte Meile (Begriff aus der Festnetztelefonie) ist der Zusteller und der weiß nichts davon, dass seine Briefe für einen bestimmten Tag angekündigt sind.

Bei mir in Österreich kam vor Weihnachten 2018 14 Tage lang kein Zusteller, da die Post in meinem Zustellbereich massive Personalprobleme hatte. Erst als ich in der Zentrale in Wien eine Beschwerde losgelassen hatte, kam jemand mit einem Auto und brachte mir eine Schachtel voll Briefe. Dann war wieder einige Tage Sendepause.

Gruß
Bernd
 
ginonadgolm Am: 12.08.2020 16:11:17 Gelesen: 1427# 57 @  
Fix ist die Post!

Gestern 15 Uhr habe ich die Anmeldung abgeschlossen.

Heute morgen um 4.40 Uhr erhielt ich die erste Briefankündigung; der Brief lag dann heute gegen 10 Uhr in meinem Briefkasten.

Ach, wenn es doch immer so reibungslos liefe, wünscht sich

Ingo aus dem Norden
 
Michael Mallien Am: 12.08.2020 17:58:01 Gelesen: 1402# 58 @  
Jetzt hatte ich eine Briefankündigung am 10.8., der aber noch nicht angekommen ist.

Das ist ungewöhnlich.

Grüße
Michael
 
nagel.d Am: 12.08.2020 20:25:08 Gelesen: 1368# 59 @  
Ich habe langsam die Vermutung, wenn ich das hier so lese, dass man hier einen guten Service liefern will, der in die Hose ging. Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass mir als Empfänger diese Information nichts nützt, die ist in meinen Augen so wichtig für mich, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.
 
DL8AAM Am: 12.08.2020 21:35:57 Gelesen: 1350# 60 @  
@ nagel.d [#59]

Naja, das ist eher ein Betriebsversuch (auch für künftige, womöglich dann kostenpflichtige Dienstleistungen), für den man entsprechend viele "Opfer" - flachendeckend verteilt - gesucht hat.

Bei mir liegt die aktuelle Quote angekündigt zu unangekündigt auch noch bei unter 50%.

Gruß
Thomas
 
modirawatleng Am: 13.08.2020 10:57:12 Gelesen: 1270# 61 @  
@ nagel.d [#59]

Ich stimme zu, dass die Briefankündigung selbst keine funktional sinnvolle Information darstellt, anders als bei Paketen, zu deren Annahme jemand die Tür öffnen muss.

Im Rahmen der Betriebspolitik der Deutschen Post AG fällt sie allerdings in dasselbe Raster wie die Neuausgaben von Briefmarken. Etwa 60 neue Postwertzeichen pro Jahr, die jeweils nur kurze Zeit verfügbar sind, dienen dem Reklamezweck. Sie sollen Kundinnen und Kunden den Eindruck von "Neuheit" und "Aktualität" vermitteln, wie in einem neugestalteten Schaufenster bzw. wie auf Interseiten, die im Minutentakt neue Sensationen verkünden, weil sonst niemand mehr hinschaut. Um die Würdigung kulturell wichtiger Ereignisse oder gar Philatelie geht es dabei nicht.

Meine Interpretation: Mit dem "Service" will die Deutsche Post AG ihren Kundinnen und Kunden den Eindruck vermitteln, dass sie etwas zu leisten im Stande ist, dass die ganzen anderen kleinen Privatpost-Klitschen nicht können. Es geht um die Verteidigung von Marktanteilen. Wer eine nutzlose Briefankündigung im Mail-Postfach hat, fühlt sich - so die Hoffnung - vom Serviceanbieter gut betreut.

Für die Philatelie ist das insofern interessant, als die funktionale Bereitstellung der Postbeförderung der ökonomischen Verteidigung von Aufmerksamkeit in einem umkämpften Markt untergeordnet wird. Anders ausgedrückt: Briefankündigung und Matrixcode sind Anzeichen, dass die Post die klassische Briefbeförderung nicht aufgeben, sondern als Geschäftsfeld verteidigen will, solange sich Geld verdienen lässt. Werbung um Aufmerksamkeit ist dafür aber wichtiger als eine funktionierende Postbeförderung.

modirawatleng
 
nagel.d Am: 13.08.2020 18:59:50 Gelesen: 1204# 62 @  
@ modirawatleng [#61]

Um deine Ausführung mit einem Satz zu nennen:

Die Post will nur das beste und zwar das Geld der Sammlerschaft (und die die es werden sollen).
 
drmoeller_neuss Am: 13.08.2020 21:33:47 Gelesen: 1113# 63 @  
Dem Absender würde dieser Service nutzen, da der Absender zeigen kann, dass augenscheinlich ein bestimmtes Poststück an die deutsche Post übergeben wurde.

Für Poststücke, die persönlich übergeben werden müssen, macht das für beiden Seiten Sinn. Aber das gibt es bereits heute schon, wenn auch manchmal die Sendungsverfolgung nicht ganz zuverlässig ist.

Man darf sich keinen Illusionen hingeben, dass die Deutsche Post diesen Service aus reiner Menschenfreude oder technischer Verliebtheit anbietet. Da stehen knallharte Geschäftsinteressen dahinter. Die Datensätze aus Absender und Empfängerangaben sind bares Geld wert. Weniger der Briefumschlag von Tante Lieschen zur Kommunion, aber die Information, welche Presseerzeugnisse eine Person bezieht, liefert schon ein gutes Profil. Als Gartenmarkt könnte ich bei der Deutschen Post dann alle Kombinationen abrufen, die eine Gartenzeitschrift in einem bestimmten Postleitzahlenbereich abonniert haben.

Kritisch sehe ich an dieser Stelle den Datenschutz, der nun einmal in Deutschland einen hohen Stellenwert hat. Anwälten mag das Thema lästig sein, aber es ist nun einmal Gesetz. Der Schutz des Empfänger ist unkritisch, da er selbst die Einwilligung gegeben hat. Wie sieht es mit dem Absender aus? Kann der Absender dem Datensammeleifer der Deutschen Post widersprechen?
 
22028 Am: 14.08.2020 09:19:02 Gelesen: 1031# 64 @  
Vergangene Nacht kam auch die erste Briefankündigung per Email, na ja, es ist wohl eine Werbekarte mit der ein Tiefkühlkostverkaufsfahrer seinen Besuch ankündigt. Mal sehen ob das überaus wichtige Teil dann heute auch ankommt.

Was mich aber wundert ist warum man dazu eine gmx / web.de (beide zu 1&1 gehörend) Adresse benötigt. Die Technische Infrastruktur stellt doch sicher die Deutsche Post zur Verfügung und die Email Adresse muss da nur hinterlegt werden, warum dann also nur gmx / web.de Adressen?
 
modirawatleng Am: 14.08.2020 12:37:19 Gelesen: 987# 65 @  
@ 22028 [#64]

warum dann also nur gmx / web.de Adressen?

Die Frage muss etwas anders formuliert werden: Warum beteiligt sich 1&1 (als Anbieter von GMX und web.de) an der entgeltfreien Bereitstellung eines Service, der ja Aufwand verursacht und Geld kostet?

Die Antwort: Sie sind an der Verifizierung von Nutzer-Identitäten interessiert.

Bisher besteht ja fast völlige Freiheit beim Erstellen eines E-Mail-Accounts: man kann sich "Olaf Merkel" oder "Angela Scholz" nennen und sich eine Postanschrift ausdenken und eine Phantasietelefonummer eintragen. Solange man keine kostenpflichtigen Dienste in Anspruch nimmt, wird nichts davon überprüft. Die Haupteinnahmequelle von 1&1, Google und Co. sind aber Werbeeinnahmen und Online-Handel. Diese Kunden wollen freilich real existierende Kundinnen und Kunden und nicht irgendwelche Phantasie-Accounts ansprechen, möglichst noch mit einem direkt verbundenen Paypal-Konto oder eine Kreditkarte, damit erfolgreiche Werbung sogleich in einen Verkauf umgesetzt werden kann.

Und genau diese Verifizierung ermöglicht nun die Verbindung von Deutscher Post und GMX/Web.de in der Briefankündigung: denn damit die abfotografierte Front eines Briefes auch die Mailbox des Empfängers findet, muss diese Verknüpfung bestätigt werden. Auch der echte Name und die richtige Postanschrift von "Olaf Merkel" und "Angela Scholz" sind also danach bekannt.

Deren Daten können GMX und Web.de zukünftig als Werbedaten von real existierenden Personen (so darf man vermuten: zu einem höheren Preis) verkaufen.

Während Google in Deutschland den Ruf der bösen Datenkrake hat (sorgfältig verdient!), werben GMX und Web.de offensiv mit "Sicher mailen mit der Initiative für garantierte Sicherheit in der E-Mail Kommunikation: E-Mail made in Germany." Das heißt freilich nicht, dass hier die Daten nicht verknüpft, summiert, ausgewertet und weiterverkauft werden - ganz im Gegenteil; es ist eine Strategie, um als Konkurrenz zu Google auftreten zu können.

Die Briefankündigung ist nun natürlich ein Risiko in dieser Geschäftsstrategie des "E-Mail made in Germany". Man probiert aus, ob es sich lohnt oder ob man Kundinnen und Kunden verliert. Andere Anbieter werden das sicher genau beobachten.

Die Deutsche Post verdient viel Geld mit dem Verkauf von Werbedaten ([1], [2]) - sicher viel mehr als mit Philatelie-Services - und die Briefankündigung ist eine Erweiterung des Geschäfts.

modirawatleng

[1] https://www.deutschepost.de/de/a/adressleistungen/beschaffung.html
[2] https://www.golem.de/1201/89380.html
 
DL8AAM Am: 14.08.2020 12:40:28 Gelesen: 982# 66 @  
@ 22028 [#64]

1&1 sind die von DE-Mail [1]. Vielleicht dort auf der Seite mal ein wenig rumschnüffeln, dann versteht etwas mehr, auch warum sich 1&1 hier engagiert. Das geht alles in Richtung "absolute Digitalisierung". Und nach dem Ende des E-Postbriefes springt die Post nun scheinbar dort beim DE-Brief mit auf. Und wie gesagt, der Scan-Ankündigungsservice ist ja auch nur ein Betriebsversuch, um Erfahrungen zu sammeln. Ich vermute, dass die später weitere, dann kostenpflichtige "digitale Kommunikations" Dienste anbieten werden. Und jetzt haben sie mit ihrer Briefankündigung sogar schon einen Kundenstamm aufgebaut, von denen die dann einige vom kostenlosen Basispaket zum Premiumpaket abwerben können. Das schwierigste bei "ganz neuen" Produkten ist ja immer, dass man eine gewisse "kritische Masse" erreichen muss, bevor das zu einem "Selbstläufer" wird.

[1] https://www.de-mail.info
 
DL8AAM Am: 14.08.2020 18:50:10 Gelesen: 935# 67 @  
@ modirawatleng [#65]

Die Verifizierung von Nutzer-Identitäten mag vielleicht ein kleiner Nebeneffekt sein, dafür haben die bereits ganz andere Methoden und Algorithmen zur Verfügung. Diese "Zielgruppendaten" hat die Post bereits und bietet sie ihren werbetreibenden Kunden zum Kauf an.

Früher verkaufte die Post für Werbezwecke "25 Volkswagenfahreradressen über 40, die in einem Eigenheimwohnviertel wohnen", dann boten sie über POSTWURFSPEZIAL noch effektives zielgerichtetes Mailing an. Nun hat die Post TRIGGERIMPULS im Angebot.

https://www.deutschepost.de/de/t/triggerimpuls.html

Postzitate

Versenden Sie physische Mailings an Ihre Website-Besucher - ohne Log-In oder bekannte Adresse. Überraschen Sie Ihre potenziellen Kunden mit Angeboten, die genau zu ihren Interessen passen und überzeugen Sie sie von sich und Ihren Leistungen.

Potenzielle Kunden interessieren sich für die Angebote auf Ihrer Website, allerdings ohne tatsächlich etwas zu kaufen. Diese User konnten Sie bisher nur per Online-Retargeting erreichen, allerdings mit abnehmender Werbewirkung. Erhöhen Sie Ihre Conversion durch TRIGGERIMPULS – Retargeting durch Print-Mailings – als aufmerksamkeitsstarker Kanal Ihres Media-Mix. So steigern Sie nicht nur die Relevanz Ihrer Botschaft, sondern wecken auch positive Emotionen bei den Empfängern dank multisensorischer Ansprache.

Gewinnen Sie neue Kunden unter Ihren anonymen Website-Besuchern. Mit unserem Offline-Retargeting lokalisieren wir auf Basis neuester Technologien den User Ihrer Website datenschutzkonform. Der Internet-Nutzer löst durch sein Online-Verhalten einen Trigger aus und erhält daraufhin automatisiert ein auf sein Interesse abgestimmtes, individuelles Print-Mailing. So erreichen Sie die Besucher zum Zeitpunkt des Interesses mit einem individualisierten Angebot per Post und generieren so wertvolle Neukunden.


Zielgenaue Aussteuerung : Alle Haushalte in der erkannten Mikrozelle des Website-Besuchers erhalten ein gebäude- oder personengenau-adressiertes Mailing, das auf den vorherigen Online-Aktivitäten beruht, z.B. eine Postkarte mit individuell konfiguriertem Auto.

Ich surfe ohne Log-In, anonym eine Webseite an, verschwinde frecherweise ohne was zu kaufen und wundere mich weshalb ich 2 Tage später eine passende Papierwerbung in meinem Briefkasten daheim vorfinde... Die Post machts möglich ;)

https://www.deutschepost.de/de/t/triggerimpuls/anwendungsbeispiele.html

Dafür brauchen aber weder 1&1 noch die Post die "Briefankündigung", das verfolgt ganz sicher vollkommen andere Ziele, siehe DE-Mail und "Nachfolgeangebote".

Gruß
Thomas
 
Michael Mallien Am: 15.08.2020 07:56:05 Gelesen: 856# 68 @  
Hinsichtlich der Frage, warum es den Dienst nur für GMX/Web.de E-Mail-Adressen gibt, hatte ich zu Beginn der Initiative etwas gelesen und zwar, dass die Initiative als Werbemaßnahme von 1&1 gemeinsam mit der Post entwickelt wurde.

GMX und Web.de sind heute kaum noch populär und bieten neben den freien E-Mail-Diensten kostenpflichtige Zusatzdienste an. An dem neuen Dienst Interessierte werden sich also einen GMX oder Web.de-Account zulegen. Möglicherweise werden auch andere Dienste dazu gebucht oder Altkunden reaktivieren ihre GMX/Web.de-Accounts und upgraden sie vielleicht sogar.

Mir erschien die Werbemaßnahme durchaus einleuchtend.

Viele Grüße
Michael
 
DL8AAM Am: 15.08.2020 15:08:34 Gelesen: 783# 69 @  
@ Michael Mallien [#68]

GMX und Web.de sind heute kaum noch populär

Naja Michael, die Ausssage würde ich doch ganz stark bezweifeln.

https://blog.wiwo.de/look-at-it/2019/11/06/totgesagte-leben-laenger-deutsche-verschicken-immer-mehr-e-mails-web-de-gmx-vorn

2019 wurden so viele Emails verschickt, wie nie zuvor. Seit 2016 ist die jährliche Steigerung sogar zweistellig.

Zitat " Tatsächlich (...) steigt ganz im Gegenteil immer weiter an: So haben die Deutschen im vergangenen Jahr (2018 -ed) 848,1 Milliarden (ohne Spam -ed) E-Mails verschickt – das entspricht einem Wachstum gegenüber 2017 von zehn Prozent."

und hier ist GMX/Web.de führend

Zitate " Fast die Hälfte der Deutschen verfügt über ein E-Mail-Konto bei den hiesigen Portalen GMX und Web.de – beide vollständige Töchter der börsennotierten United Internet AG aus Montabaur (=1&1 -ed). Auf Platz drei liegt Gmail, der E-Mail-Dienst aus dem Hause Google (14,8 Prozent), den vierten Platz belegt Outlook.com von Microsoft (9,3 Prozent) – ehemals auch unter Hotmail bekannt" (...) " Auf dem fünften Rang liegt ... T-Online (8,4 Prozent)".

Siehe auch die Basiszahlen



Quelle: Statista (2019)

Eher das Gegenteil ist also der Grund der Post. Der Email-Verkehr steigt aktuell immer stärker (zweistellig) und GMX/Web.de (1&1) ist mit 50% der absolute Marktführer (2019 -ed) und mit diesem geht die Post eben eine strategische Partnerschaft für die "Digitalisierung des traditionellen Briefverkehrs" ein, mit wem sollten sie denn sonst?

Beste Grüße
Thomas

https://de.statista.com/infografik/12826/anzahl-verschickter-e-mails-in-deutschland
https://de.statista.com/infografik/19745/nutzung-von-e-mail-anbietern-in-deutschland
 
alemannia Am: 16.08.2020 13:25:23 Gelesen: 675# 70 @  
Hallo zusammen,

die Briefankündigung habe ich jetzt wieder bei GMX deaktiviert, da ich in 10 Zustelltagen mit geschätztem Eingang von 12-15 Poststücken keine einzige Mail erhalten habe.

Gruß

Guntram
 
ginonadgolm Am: 16.08.2020 15:05:47 Gelesen: 650# 71 @  
Hallo Guntram,

was waren das denn für Poststücke?

Die Ankündigung gilt nur für Briefsendungen und bei mir hat es bisher tadellos geklappt!

ein bisher zufriedener
Ingo aus dem Norden
 
alemannia Am: 16.08.2020 15:18:28 Gelesen: 647# 72 @  
Hallo Ingo,

überwiegend Briefe (z.B. auch ein PPA-Auktions-Los), den üblichen "Werbemüll" entsorge ich meist, falls philatelistisch nicht bedeutsam, sofort ungeöffnet.

Gruß

Guntram
 
Journalist Am: 20.08.2020 12:37:56 Gelesen: 500# 73 @  
Hallo an alle,

ich will mal wieder einen kurzen Zwischenbericht liefern. Am 18.8 hatte mir ein Bekannter einen Kompaktbrief angekündigt - dieser wurde obwohl kodiert nicht erfasst und auch nicht gemeldet - gestempelt ist er tatsächlich schon am 18.8 im BZ 17 - da war er erst am 20.8

Ähnlich verhält es sich auch mit einen weiteren C-5-Brief aus dem Bereich des BZ 82 - dieser wurde mir allerdings von der Post gemeldet und zwar das erste Mal am 18.8 um 23 Uhr 59 ohne Entwertung - er war natürlich auch nicht am 19.8 da - er wurde aber am 20.8 um 5 Uhr 02 erneut gemeldet, nun aber mit einer GSA Tintenstrahlentwertung vom 18.8. BZ 82 - 21 Uhr - Ankunft dann tatsächlich am 20.8. mittags.

Das System liefert, auch wenn es mehr oder weniger gut funktioniert, interessante Teilaspekte zur Laufzeit von Sendungen und deren merkwürdige Reise zum Empfänger.

Viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 20.08.2020 13:55:12 Gelesen: 485# 74 @  
Was mir aufgefallen ist, dass ich bisher nur Sendungen angekündigt bekommen habe, bei denen mein Vornamen "Thomas" komplett ausgeschrieben wurde, so wie bei der Registrierung bei GMX angemeldet. Ein zusätzlicher "Mittelbuchstabe" ("M.") störte nicht, aber Briefe mit abgekürzten "Th." wurden bisher noch nie angekündigt.

Vielleicht ein Sicherheitsfeature, damit Briefe an einen möglichen Bruder Theodor nicht zufällig mir, dem Thomas der Familie, angezeigt werden, oder nur ein Zufall.

Gruß
Th.
 
22028 Am: 20.08.2020 15:10:26 Gelesen: 466# 75 @  
Vergangene Nacht kamen 4 Ankündigungen, davon eine von einer Warensendung die schon gestern angekommen ist, heute brauchte der Briefträger dann 2 Briefe, einer ist also noch unterwegs.

Seltsamerweise werden die Bilder der Briefe nicht in MS Outlook angezeigt (da kommt nur das bekannte rote x), dafür kann ich sie in Mail Client des Smartphones und im Webmail Interface sehen.
 
Journalist Am: 04.09.2020 14:25:21 Gelesen: 272# 76 @  
Hallo an alle,

heute hier mal wieder eine kurze Meldung zum heutigen Tage. Angekündigt waren heute zwei Sendungen. Eine davon war schon gestern das erste mal angekündigt worden. Dabei handelt es sich um einen C5-formatigen maschinengeschriebenen Brief aus Hamburg - gestern war er noch nicht gestempelt mit einer Tintenstrahlentwertung der GSA. Bei der heutigen Ankündigung war er zumindest mit einer Tintenstrahlentwertung aus dem BZ 21 versehen 02.09.20 21 Uhr versehen - angekommen ist er aber heute immer noch nicht, er ist also nachweislich schon 2 Tage unterwegs.

Dagegen angekommen ist der zweite Brief. Nicht angekündigt wurde diesmal die Zeitung Wirtschaftswoche, die gelegentlich schon mal angekündigt worden war.

Vor einigen Tagen übrigens habe ich eine handgeschriebene Postkarte erhalten, diese wurde nicht angekündigt. An anderer Stelle wurde hier ja schon mal darauf hingewiesen, das scheinbar handgeschriebene Sendungen nicht gemeldet werden.

Die zweite Meldung von heute ist tatsächlich auch angekommen, also eine Trefferqote von 33 %.

Weiter bin ich gespannt wann nun endlich die seit dem 2.9.2020 aus Hamburg abgeschickte Sendung endlich ankommt ?

Soweit für heute ein kurzer Zwischenbericht zu diesem doch noch durchwachsenen Service der Deutschen Post AG.

Viele Grüße Jürgen
 
uli Am: 04.09.2020 16:05:18 Gelesen: 248# 77 @  
@ modirawatleng [#61]

"Mit dem "Service" will die Deutsche Post AG ihren Kundinnen und Kunden den Eindruck vermitteln, dass sie etwas zu leisten im Stande ist, dass die ganzen anderen kleinen Privatpost-Klitschen nicht können."

Kleiner Widerspruch: Als Firmenkunde kann man bei den Privatpostklitschen schon lange detaillierte Infos anfordern, aus denen erkennbar wird welchen Weg von einem selbst versendete 08/15-Briefe bis zum Empfänger(!) genommen haben. Die DPAG bietet so etwas für Standardpost ohne Zusatzleistung nicht an.

Gruß
Uli
 
22028 Am: 04.09.2020 17:05:54 Gelesen: 235# 78 @  
Handschriftlich addressierte Briefe wurden mir auch noch keine angekündigt, maschinell adressierte schon.
 
Journalist Am: 07.09.2020 09:03:26 Gelesen: 176# 79 @  
@ Journalist [#76]

Hallo an alle,

in obigen Beitrag hatte ich ja schon mal über einen Brief vom BZ 20 berichtet, der am Mittwoch den 2. September in Hamburg abgeschickt wurde. Am Donnerstag den 3. September hatte ich um 0 Uhr 05 erstmals eine Info über diesen Brief als Ankündigung erhalten - dazu ein Bild des ungestempelten Briefes (Ausschnitt dazu kopiert links oben), er kam aber nicht.

Am nächsten Tag, den 4. September Freitag erhielt ich auch wieder um 0 Uhr 05 eine weitere Ankündigung des selben Briefes nun erstmals entwertet mit dem Datum 020920 21 Uhr im BZ 20 - siehe Ausschnitt dazu kopiert links in der Mitte), er kam aber auch noch nicht am Freitag an.

Die nächste Ankündigung des selben Briefes erhielt ich dann am Samstag früh den 5. September auch wieder um 0 Uhr 05 erneut gestempelt im BZ 20 (siehe Ausschnitt dazu kopiert in der Mitte unten) - der Brief war nun auch tatsächlich am Samstag nach 3 Tagen endlich im Briefkasten - siehe Scan des Originals.



Ob er nun nur 2 x oder sogar 3 x im BZ 20 durch die GSA bzw. durch das entsprechende Stempelmodul lief, ist nicht ganz klar.



Wieso der Brief mehrere Runden im BZ 20 gedreht hat, bis er endlich bei mir angekommen ist, wird man wohl nicht klären können - aber durch die Dokumentation der Briefankündigung ist dies doch eine interessante Teilaussage zur Laufzeit dieses Briefes und seines Weges bis zum Empfänger.

Viele Grüße Jürgen
 
Araneus Am: 12.09.2020 17:20:50 Gelesen: 90# 80 @  
@ Journalist [#79]

Hallo Jürgen und alle anderen Leser!

Jürgens Schilderung bestätigt Beobachtungen, die ich auch gemacht habe. Einige Ergebnisse möchte ich hier kurz vorstellen.

Die meisten Briefankündigungen kommen seit circa Anfang August gegen Mitternacht. Vormittags oder nachmittags habe ich seit Ende Juli keine Briefankündigung mehr bekommen. Ich vermute, dass gegen 24 Uhr die meisten Sendungen irgendwo über die Autobahnen zum Ziel-Briefzentrum unterwegs sind. Die gescannten Bilder aus den Briefzentren werden also offensichtlich gesammelt und gegen Mitternacht an die Empfänger gesendet. Dafür spricht auch ein Brief, den ich heute erhielt.



Die Briefankündigung kam heute um 00.07 Uhr, der Brief ist hier noch ungestempelt (linke Abbildung). Gestempelt wurde er aber gestern Abend im Briefzentrum 46 (rechte Abbildung). (Das Briefzentrum 46 fungierte hier als Abgangs- und Eingangs-Briefzentrum.) Das Foto wurde also vor dem Durchlaufen der „Stempel“-Maschine gemacht. Der Brief war im C5-Format (Fensterumschlag) und trug eine computergedruckte Adresse.

Dasselbe beschrieb Jürgen mit dem Brief aus Hamburg, der am 03.09.2020 ungestempelt angekündigt wurde, aber am 02.09.2020 zum ersten Mal gestempelt worden war.

Ich habe einmal die Briefankündigungen des letzten Monats (13.08. bis 12.09.2020) ausgewertet. Angekündigt wurden nur maschinenlesbare Sendungen, handschriftlich adressierte Briefe wurden nicht angekündigt. Deshalb werden auch Sendungen mit Postwertzeichen und Poststempeln recht selten angekündigt.

Gesamtzahl der Briefankündigungen: 86 Stück
Davon zwischen 23.59 Uhr und 00.15 Uhr: 72 Stück (= 83,7 %)
zwischen 00.30 Uhr und 05.28 Uhr: 14 Stück (= 16,3 %)
 

Bei den 72 Sendungen dürften sowohl Sendungen sein, die abends im Abgangs-Briefzentrum gescannt wurden, als auch solche Sendungen, die im Laufe des Tages im Eingangs-Briefzentrum gescannt wurden (insbesondere Dialogpost-Sendungen, die ja gebündelt und vorsortiert eingeliefert werden müssen). Im Juli 2020 wurden solche Sendungen auch tagsüber angekündigt.

Bei den 14 Sendungen, die erst nach 00.30 Uhr angekündigt wurden, handelte es sich um 3 Postvertriebsstücke, 3 Dialogpost Groß, 6 Briefe von Banken, Versicherungen usw. und 1 Brief der hiesigen Stadtverwaltung (Briefwahlunterlagen).

Hierbei gehe ich davon aus, dass diese erst im Eingangsbriefzentrum gescannt wurden. Mögliche Erklärungen dafür sind:

Postvertriebsstücke und Dialogpost Groß wurden vermutlich auf Paletten angeliefert und erst im Eingangsbriefzentrum ausgepackt.

Die Briefe von Banken usw. waren vermutlich von den jeweiligen Kosolidierern vorsortiert in Behältern eingeliefert und auch erst im Eingangsbriefzentrum ausgepackt worden.

Der Brief der Stadtverwaltung wurden auch vermutlich vorsortiert eingeliefert.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 


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