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Thema: Die ersten Jahre des Streifbandes bzw. Kreuzbandes als Ganzsache
Das Thema hat 67 Beiträge:
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Christian Am: 20.11.2009 00:49:03 Gelesen: 69536# 43 @  
Hallo zusammen.

Heute möchte ich einen kleinen Streifzug durch die bayerischen Streifbänder unternehmen.

1 Kreuzer, Hellgrün, Ausgabe 1874, MIchel Nr. S1



3 PF Hellgrün, auf bläulichem Papier, Ausgabe 1882, Michel Nr. S4



3 PF Hellgrün, mit Adressvordruck (4 Linien), Ausgabe 1885, Michel Nr. S5



3 PF braun, auf rahmfarbenen Papier, Ausgabe 1890, Michel Nr. S6a




Gelaufen am 14.11.1898 von Landau nach Linz

3 PF braun, WZ3, Ausgabe 1890, Michel Nr. S7



3 PF braun, WZ3, Ausgabe 1892, Michel Nr. S8


gelaufen am 29.8.1882 von Oberzell nach New Jersey


S3, S4, S6 und S8 wurde in Bogen zu je 10 Stück gedruckt und auch abgegeben.

3 PF braun, zitronengelbes Papier, Ausgabe 1892, Michel Nr. S9a





3 PF braun, rahmfarbenes Papier, Ausgabe 1892, Michel Nr. S9b





Mit S8 und S9 wurde die Ausgabe der amtlichen Streifbänder in Bayern eingestellt.

Herzliche Grüße
Christian
 
Christian Am: 27.11.2009 21:07:23 Gelesen: 69448# 44 @  
Hallo zusammen!

Schön, dass der Beitrag immer noch gelesen wird. Hier noch zwei etwas "exotischere" Exemplare der Gattung Streifbänder

Lokalpost Schanghai, Ausgabe 1893, Wertstempel im Prägedruck, 1/2

1 cents orange, Ascher Streifband Nr. 2,
1 cents braun, Ascher Streifband Nr. 3 und 2 cents, rosa, Nr. 4



Diese Belege waren für den Auslandsverkehr nicht zulässig.

Herzliche Grüße Christian
 
Jürgen Witkowski Am: 23.12.2009 23:12:07 Gelesen: 69151# 45 @  
Bei diesem Streifband aus Deutschösterreich aus dem Jahr 1920 habe ich lange suchen müssen, bis ich es einordnen konnte.

Im Michel ist hinter MiNr. S8 nur lapidar zu lesen: "Der Verkauf von Streifbändern endete am 10.4.1916. Weitere Streifbänder wurden nicht ausgegeben."

Da ist es von Vorteil, den guten alten Ascher-Ganzsachenkatalog zur Hand zu haben. In der Rubrik Privatstreifbänder mit Wertstempel der gleichzeitigen Zeitungsmarken wurde ich fündig. Es ist die Ascher-Nr. 12.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Christian Am: 09.05.2010 22:15:38 Gelesen: 67749# 46 @  
Hallo zusammen!

Schade, dass das Thema etwas in der Versenkung verschwunden ist. In der Hoffnung, dass auch weiterhin Interesse daran besteht, möchte ich heute ein Exemplar aus Victoria vorstellen:

Kopf der Königin Victoria, neuer Wertstempel Querrechteck im Türbogenmuster, 1/2 Penny hellrosa, Ausgabe 1887, Ascher Streifband Nr. 15a. Leider ist der Stempel nicht sehr gut zu lesen. Gelaufen ist die Karte 1893 (?) nach Melbourne.




Herzliche Grüße

Christian
 
Christian Am: 02.06.2010 23:54:02 Gelesen: 67259# 47 @  
Hallo zusammen.

Schade, dass der Beitrag etwas eingeschlafen ist. Heute will ich 2 Streifbänder aus Mexiko vorstellen:

Wertstempel in Ziffernzeichnung. Statt der Landschaft Adler mit bogenförmiger Inschrift, 2 Centavos Ausgabe 1887/89, karmin. Bei diesem Streifband unterscheidet man zwei Ausgaben, die sich durch den rechten Aufdruck „Servicio Interior“, einmal in Normalschrift und einmal in Fettschrift unterscheiden. Beide Auflagen existieren in zwei unterschiedlichen Umrandungen der Wertziffer, in dicken Strichen und mit Punktlinien. Deutliche Farbabweichungen sind bei allen Ausgaben der Fall.



Ascher Streifband Nr. 8I



Ascher Streifband Nr. 10II

Herzliche Grüße

Christian
 
Hawoklei Am: 03.06.2010 14:35:10 Gelesen: 67244# 48 @  
Hallo an die Runde,

ein "Kreuzband" nicht als Ganzsache, sondern hier Entwertung mit rotem "Gebühr bezahlt" - Stempel aus der Hochinfla-Zeit, nämlich 4.10.23!

Gelaufen von FRANKFURT nach PARIS als Drucksache 50 - 100 g Gebühr 1,2 Mio Mark.
Passt das auch in diesen Thread?

Beste Sammlergrüsse
Hans


 
Christian Am: 04.06.2010 23:38:59 Gelesen: 67204# 49 @  
@ Hawoklei [#48]

Hallo Hans,

passt eigentlich nicht ins Thema, macht aber nichts, der Beleg ist allemal zeigenswert.

Hier noch ein Streifband aus den USA, neuer Wertstempel "Washington" jetzt mit Wertziffer unten, 1 Cent blau, Ausgabe 1887, Wasserzeichen G, Ascher Streifband Nr. 18 I, gelaufen von (?) nach Trebgast, wo er am 14.7.1888 angekommen ist.



Herzliche Grüße

Christian
 
petzlaff Am: 05.06.2010 11:40:27 Gelesen: 67182# 50 @  
@ Christian [#49]

Für alle USA-Freunde ergänzt:

Scott #U304, Wertzeichentyp #U69, Farbe des Umschlags (in diesem Fall "Wrapper" = Streifband) "amber manila".

Schönes Teil !

Scott unterscheidet bei den frühen Ausgaben übrigens nicht nach Konfektion (Postkarte, Umschlag, Streifband etc.), sondern nur nach Werteindruck. Ganzsachen werden in USA allgemein als "Postal Stationary" bezeichnet.

LG, Stefan
 
Jürgen Witkowski Am: 20.09.2010 22:20:41 Gelesen: 65900# 51 @  
Ein Fund von der Rhein-Ruhr-Posta 2010 ist mir Anlass, dieses Thema einmal wieder nach oben zu holen.

Es handelt sich um ein britisches Streifband, das am 9. Januar 1885 von Glasgow nach Dresden verschickt wurde.

Ausgabe 1883 mit schmalem Kopfband, MiNr. 6, Ascher-Nr. 8, Huggins/Baker Nr. WP15.

Zu beachten ist auch der sehr sauber abgeschlagene Double Arc-Stempel. Er hat, wie die meisten schottischen Stempel dieses ab 1883 gebräuchlichen Typs (Whitney-Nr. 9/14) ein Überbleibsel aus der Zeit der Nummernstempel (numeral postmarks). Unten im Stempel befindet sich die Nummer des Postamtes, 159 für Glasgow. Ähnliche Stempel sind ab 1885 aus England nur für sechs Orte bekannt.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 26.09.2010 23:12:02 Gelesen: 65802# 52 @  
Aus dem Jahr 1914 und somit für die Themenstellung grenzwertig spät ist das Sreifband aus Panama, Ascher Nr. 1. Da es für Panama die erste von nur zwei Ausgaben ist und zudem noch durch einen in meinen Augen sehr attraktiven Prägedruck besticht, will ich es dennoch zeigen.

Der Wertstempel zu 1 Centesima zeigt den spanischen Eroberer Vasco Núñez de Balboa, der noch heute in der Region hohes Ansehen geniesst.

Mehr Informationen zu seiner Person finden sich auf Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vasco_N%C3%BA%C3%B1ez_de_Balboa

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Heinrich3 Am: 13.04.2011 11:42:58 Gelesen: 62288# 53 @  
Hallo,

so ganz sicher bin ich mir nicht, ob Streifbänder als Ganzsachen im Sinne dieses threads gelten, doch ich wage es. Beim schnellen Durchlesen habe ich auch Argentinien nicht gefunden. Beim untersten kann ich noch sagen, daß die Zusatzfrankatur von 2 centavos nicht verletzt ist. Da die Stempel nicht gut sind, habe ich auch nicht versucht, den Unterschied den 4 und 6 centavos zu erklären.

Vermutlich ging es bei den Drucksachen sowieso nach Gewicht.

Hoffentlich gefallen die Sachen nicht nur mir.


 
Manne Am: 14.04.2011 10:45:06 Gelesen: 62234# 54 @  
Hallo zusammen,

hier etwas aus der Schweiz.

Gruß
Manne








 
Heinz 1 Am: 14.04.2011 19:25:35 Gelesen: 62216# 55 @  
@ Hawoklei [#48]

Hallo,

leider habe ich deinen Beitrag erst jetzt gesehen.

Solche Streifbänder der Frankfurter Zeitung suche ich für meine Sammlung, aber auch zur Registrierung der Verwendungsdaten für Arge Vorausentwertungen. Denn bei den meisten Streifbändern der Frankfurter Zeitung handelt es sich um Vorausentwertungen. Am leichtesten zu erkennen, wenn diese mit Briefmarken frankiert sind und mit dem Maschinenbandstempel entwertet wurden. Dann geht der Stempel um das gesamte Streifband. Es muss also offen gewesen sein als es gestempelt wurde.

Wie kommst Du auf die Gewichtsstufe von 50 bis 100 Gramm? Ich glaube eher, das diese Zeitschriften unter 50 Gramm schwer waren. Denn bis Ende August sind fast alle mir bekannten Streifbänder mit Briefmarken frankiert. Das Porto ist für einen Drucksache bis 50 Gramm ins Ausland (27.8.1923, 12.000 MK). Siehe Abb.



In der Zeit von Mitte August bis Anfang Oktober scheint es Schwierigkeiten mit der Beschaffung von Briefmarken gegeben zu haben. Denn in dieser Zeit sind überwiegend die "Gebühr bezahlt" Stempel für die Freimachung verwendet worden.

Ab Mitte Oktober liegen mir dann nur noch Streifbänder vor die mit Briefmarken frankiert sind. Auch diese sind bis Ende der Inflationszeit bis auf eine Ausnahme mit Portostufen für Drucksachen bis 50 Gramm frankiert. Als Beispiel hier ebenfalls eine Abb. eines Streifband nach Paris vom 20.10.1923 mit mit der Portostufe 6 Millionen.



Sollte jemand weitere dieser Streifbänder haben, wäre ich an einer Mitteilung interessiert.

Mit schönen Grüßen

Heinz
 
Robson Am: 23.10.2011 20:38:02 Gelesen: 57740# 56 @  
Ich kann auch noch 3 Wrapper aus Queensland hinzufügen.

Von ca. 1912 gibt es einen Ganzsachen-Katalog von Dr. Ascher, der auch alle Wrapper darstellt und katalogisiert.

Daher weiß ich, dass die zweite Darstellung von 1892 und die dritte von 1895 ist.







Beste Grüße

Manfred

[Wrapper = Streifband / redaktionell ergänzt]
 
rostigeschiene Am: 15.04.2012 15:13:12 Gelesen: 52048# 57 @  
Kann mir jemand etwas über diesen Stempel oder das Streifband sagen bzw. schreiben? Erkennen kann ich, Montreal Due auch eine 3 im Strichmuster ist zu sehen und das dieser Abschlag zweimal ausgeführt wurde.



Interessieren würde mich, in welchem Zeitraum dieses Streifband und der Stempel verwendet wurden.

Viele Grüße

Werner
 
Altmerker Am: 11.01.2014 13:49:10 Gelesen: 41176# 58 @  
@ Christian [#1]

Das Privatstreifband "Die Briefmarke" gehört wohl zu den besterforschtesten Belegen. G. Kümmel hat darüber den Band 2 der Philatelie und Postgeschichte von Esslingen geschrieben.

Der Beleg steht dort unter Katalognummer A09 und wird mit 20 Euro plus 15 (Zusatzfrankatur) bewertet. Es sind rund 30 unterschiedliche Streifen aufgeführt und bewertet, z.T. für meine Erfahrung etwas hoch.

Ich habe drei unterschiedliche Belege nach Antwerpen, Frankfurt und Lichtenfeld (der einzige mit Ankunftsstelmpel rückseitig).

Freundliche Grüße
Uwe
 
Altmerker Am: 20.02.2014 19:41:19 Gelesen: 40668# 59 @  
Ich bin ja als Presse-Thematiker eher der Streifband-Sammler nach Namen etc. Hier komme ich mit dem Stempel nicht weiter. Die Ankunft in Buenos Aires ist soweit klar. Aber der Stempel aus London gibt mir Rätsel auf. 1912 kann es nicht gewesen sein, wenn es 1919 ankommt. Wer hilft mir Stempel-Laien?

Danke und viele Grüße
Uwe


 
Manne Am: 20.04.2015 21:27:22 Gelesen: 36508# 60 @  
Guten Abend,

weitere Streifbänder, hatte ich die schon mal gezeigt?

Schweiz, Basel vom 15.04.09 und 24.04.16

Frankreich, leider nicht gestempelt.

Gruß
Manne






 
Heinrich3 Am: 20.04.2015 22:12:56 Gelesen: 36495# 61 @  
@ Altmerker [#59]

Der Stempel FS mit 12 dürfte wohl der Durchgangsstempel im Foreign Service (Auslandspost) des Postlers mit der Nr. 12 sein.

gruß
Heinrich
 
Heinz 7 Am: 20.04.2015 23:45:00 Gelesen: 36483# 62 @  
@ Christian [#49]

Hallo Christian,

seit langer Zeit schreibst Du offenbar nichts mehr zu diesem Thema. Ich sehe Dein Thema erst jetzt. Als Ganzsachen-Fan möchte ich Dich darauf hinweisen, dass es bei "Schweiz" oder bei "Rumänien" (und sicher auch bei mehreren anderen Ländern) eigene Themen gibt zu Ganzsachen.

Dein Thema ist ja riesig, denn, wie Du sagst, gibt es "unzählige" Streifbänder. Wohl fast jedes Land dieser Erde wird solche Ganzsachen herausgegeben haben.

Damit ich Dir aber auch spezifisch etwas liefere zeige ich Dir das erste Streifband Rumäniens, das zudem auch die erste Ganzsache des Landes war:



Dieses Streifband mit der Nominale von 1.5 Bani wurde erst 1870 herausgegeben, 12 Jahre nach der ersten Briefmarke von Moldau/Rumänien. Es zeigt den Kopf von König Karl I. nach links im Kreis. Erst 3 Jahre später, 1873 erschienen die ersten Postkarten, welche sonst oft die ersten Ganzsachen eines Landes waren.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Mondorff Am: 16.11.2016 11:08:14 Gelesen: 25945# 63 @  
Schon längere Zeit her, dass hier etwas vorgestellt wurde.

Heute ein Streifband aus dem Zarenreich.



Streifband (Mi.S3) zu einer Kopeke mit passender Zusatzfrankatur ab MOSKAU 23 (MOCKBA 23), einem Stempel der Moskauer Stadtpost vom 23.4.1898 nach Luxemburg

Schönen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 15.01.2017 14:37:18 Gelesen: 24588# 64 @  
Hallo zusammen,

dieses Streifband aus Großbritannien habe ich vorhin beim Tauschtag gefunden:



Damit man den Absender besser erkennen kann, habe ich den Teil der Rückseite oben angesetzt:



Der eingedruckte Wertstempel zu 1 Penny (Michel S 12) genügte für das Porto innerhalb Großbritanniens. Da das Streifband mit der Zeitung aber in die Schweiz ging, musste 1/2 Penny zugeklebt werden.

Der rechte Stempel ist eine Vorausentwertung (Public Precancels) vor allem für Zeitungsangelegenheiten, man sagt auch Newspaper cancels. Siehe http://www.gb-precancels.org/Public.html#Top

Man erkennt die Vorausentwertung gut daran, dass die linke Marke mit einem anderen Stempel und zwar dem Londoner 5er-Rost-Kreisstempel "F.S." entwertet ist.

Viele Grüße
Volkmar
 
bayern klassisch Am: 15.01.2017 16:04:26 Gelesen: 24574# 65 @  
@ volkimal [#64]

Hallo Volkmar,

sehr schönes Stück - steht F.S. für Filburt Street (als Aufgabepostamt in London)?

Liebe Grüsse,
Ralph
 
volkimal Am: 15.01.2017 20:37:59 Gelesen: 24533# 66 @  
@ bayern klassisch [#65]

Hallo Ralph,

da ich nicht wusste, was F.S. bedeutet, habe ich etwas im Netz gestöbert. Dabei fand ich als Erklärung entweder "Foreign Section" oder "Foreign Service". Das würde bei einem Brief in die Schweiz natürlich passen. F.B. wäre "Foreign Branch".

Viele Grüße
Volkmar
 
bayern klassisch Am: 15.01.2017 20:39:16 Gelesen: 24532# 67 @  
@ volkimal [#66]

Hallo Volkmar,

jetzt, wo du es schreibst, sehe ich es ein - du wirst Recht haben.

Danke für deine Antwort, wieder etwas schlauer geworden.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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