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Thema: Fälschungen als Lückenfüller verwenden ?
nagel.d Am: 15.06.2021 20:22:36 Gelesen: 1869# 1 @  
@ Haumiblau

Ich bin ja persönlich der Auffassung, wenn man darauf hinweist, können die Marken immer noch als "Lückenfüller" dienen oder für Sammler interessant sein, die eine Spezialsammlung "Fälschungen" aufbauen. Natürlich werden hier dann keine große Preise erzielt.

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Warnung vor Losen des Mitglieds haumiblau in der PPA"] [1]

[1] https://www.philaseiten.de/thema/15907
 
bovi11 Am: 15.06.2021 21:02:14 Gelesen: 1822# 2 @  
@ nagel.d [#1]

Schlechte Marken als Lückenfüller ist in Ordnung, bei gefälschten Marken habe ich da jedoch Bedenken.

Fälschungen gehören allenfalls in eine Fälschungssammlung. Hier besteht jedoch die latente Gefahr, daß die Fälschungen (z.B. bei einer Nachlaßverwertung) in falsche Hände und damit wieder in den normalen Kreislauf gelangen.
 
Richard Am: 15.06.2021 21:07:57 Gelesen: 1816# 3 @  
@ nagel.d [#1]

Hallo d,

ist Dir noch nicht bekannt, dass der Verkauf von Fälschungen und Verfälschungen, wie Stempel falsch, nicht zeitgerechter Stempel, Aufdruck oder Prüfzeichen falsch, um einige zu nennen, in der PPA strikt verboten ist ?

Du kannst sie aber auf anderen Handelsplattformen in jeder Menge zu Lückenfüller-Preisen ersteigern und damit, etwas überspitzt, ganze Lückenfüller-Sammlungen aufbauen.

Erlaubt in der PPA ist ds Angebot vom Marken mit Zahnfehlern oder Knicken (Bugs), sofern im Angebot darauf hingewiesen wird.

Schöne Grüsse, Richard
 
drmoeller_neuss Am: 15.06.2021 22:41:54 Gelesen: 1783# 4 @  
@ nagel.d [#1]

Eine Marke mit einem gefälschten Stempel macht als "Lückenfüller" doch keinen Sinn. Wenn ich für meine Infla-Gestempelt-Sammlung einen Lückenfüller brauche, kann ich doch eine postfrische Marke mit Falz in das Feld stecken.

Anders sieht das bei Marken mit Mängeln aus. Eine bildseitig einwandfreie Marke geht für mich in Ordnung, wenn der Preis stimmt. Ich störe mich nicht an Falzresten.
 
Quincy Am: 15.06.2021 23:00:21 Gelesen: 1774# 5 @  
Bei mir sieht ein Lückenfüller so aus:



Ins weiße Feld schreibe ich handschriftlich noch eine Katalognummer oder Ähnliches rein.

Für alle, die das ebenso machen wollen, habe ich hier eine Seite solcher Markendummies zum Herunterladen, Ausdrucken auf DIN A4 und Ausschneiden.



Gruß
Hans-Jürgen
 
Silesia-Archiv Am: 15.06.2021 23:01:47 Gelesen: 1773# 6 @  
Sammlerfreunde,

gute Frage, ich habe kürzlich erst wieder "Fälschungen" günstig ersteigert um meine Schlesien-Sammlung damit auf zu lockern und zu bereichern.

Es sollte jeder Sammler für sich entscheiden, für mich selber ist dabei wichtig nicht zu viel Geld in Fälschungen zu investieren.



Sammlergruß Michael
 
bovi11 Am: 15.06.2021 23:05:56 Gelesen: 1769# 7 @  
@ Silesia-Archiv [#6]

Hallo Michael,

Deine Darstellung sehe ich aber nicht als Lückenfüller, sondern als Dokumentation, was es so an Fälschungen gibt.

Derartige Seiten habe ich in meiner Sammlung Notopfer-Berlin auch.
 
bovi11 Am: 15.06.2021 23:28:49 Gelesen: 1757# 8 @  
@ Silesia-Archiv [#6]

Hier 2 Beispielseiten aus meiner Notopfersammlung:



Hierbei handelt es sich aber, wie schon gesagt, nicht als Lückenfüller, sondern um die Darstellung von Machwerken des auch heute noch aktiven Colonnaden-Fischer aus Hamburg.
 
nagel.d Am: 16.06.2021 17:39:06 Gelesen: 1696# 9 @  
@ Richard [#3]

Hallo Richard,

die von dir genannte Regelung war mir unbekannt bzw. ich war der Meinung, wenn es als Fälschung deklariert ist, wäre es ok. Nunja man lernt nie aus und du wirst auch deine Gründe dafür haben es zu untersagen. Wobei in anderen Paltformen es nur so wimmelt vor solchen angeboten.

@ bovi11 [#2]

Dass eine Fälschungssammlung bei einer Nachlassverwertung in falsche hände gerät, da hast du recht es ist höchst riskant. Ich denke ein Sammler einer solchen Sammlung, sollte da im Vorfeld schon Vorkehrungen treffen (Abgabe an ein Museum, Prüferverband, Vereine etc., deren Möglichkeiten gibt es viele). Das wäre meiner Meinung nach eine sichere Lösung, wenn man sich zum Aufbau einer solchen Sammlung entscheidet.

Ich bin da auch deiner Meinung, wie du in [#7] und [#8] geschrieben hast, es sollte da um eine Dlokumentation gehen.
 
Lars Boettger Am: 16.06.2021 19:48:18 Gelesen: 1666# 10 @  
@ Silesia-Archiv [#6]

ich habe kürzlich erst wieder "Fälschungen" günstig ersteigert um meine Schlesien-Sammlung damit auf zu lockern und zu bereichern.


Hallo Michael,

es gibt eine Menge Anbieter, die mit schwachsinningen Aufdruck-Fälschungen Ebay fluten. Für viele der Machwerke gibt es keine Originale. Man kann das lustig finden, aber es gibt leider Gottes viele Käufer, die sich ihr Album für teures Geld mit so einem Mist vollstopfen. Wer das durch Käufer unterstützt, dem kann man m.E. nicht mehr helfen.

@ alle

Bei dem Mitglied "haumiblau" war das Problem in vielen Fällen anderes gelagert:

Die Marken waren echt, die Stempel bei den Infla-Marken in vielen Fällen nicht zeitgerecht. Ein weitere Auffälligkeit - die Farbbestimmung. Es scheint so, als ob immer die teure Farbe im Album steckte. Bei den Zeppelinmarken gab es ein anderes Problem - hier wurden Entfalzungen nicht erkannt. Bei den Germania-Werten von 1905 wurde der teure Friedensdruck versprochen - wenn man sich das schlecht erkennbare Wasserzeichen ansah, dann waren das Kriegsdrucke.

Mich würde jetzt die Quelle der Marken interessieren ("bekannter Händler"). Vielleicht lässt der Name Rückschlüsse zu, vielleicht ist er bis jetzt nicht negativ aufgefallen.

Für die Inselpostfälschungen wurden 421 Euro ausgegeben - der Käufer hat eine positive Bewertung hinterlassen.



Beste Grüße!

Lars
 
Silesia-Archiv Am: 16.06.2021 22:26:29 Gelesen: 1612# 11 @  
@ Lars Boettger [#10]

Hallo Lars,

ja besonders bei Ebay findet man jede Menge schwachsinnige Fälschungen. Ich kaufe solchen Mist nur in sehr geringem Maße und würde dafür auch nie viel ausgeben. So käme ich nie auf die Idee mir diese Insel-Post-Fälschungen für 421 Euro zuzulegen, da wären mir 10 Euro schon zu viel, weil es eben eine Fälschung ist. Aber jedem das seine, wenn man zu viel Geld hat und es Spaß macht.

Beste Grüße
Michael
 
petzdiekleine Am: 17.06.2021 07:44:18 Gelesen: 1573# 12 @  
Richard Am: 17.06.2021 09:43:35 Gelesen: 1545# 13 @  
@ nagel.d [#9]

die von dir genannte Regelung war mir unbekannt bzw. ich war der Meinung, wenn es als Fälschung deklariert ist, wäre es ok. Nunja man lernt nie aus und du wirst auch deine Gründe dafür haben es zu untersagen.

Das steht so in der Forumhilfe:

Nicht erlaubt sind Angebote außerhalb der Bereiche Philatelie und Numismatik (Münzen und Banknoten) einschließlich Zubehör und Literatur. Insbesondere nicht angeboten werden dürfen Fälschungen und Verfälschungen jeder Art wie zum Beispiel Druck, Aufdruck, Nachzähnung, Nachgummierung, angesetzte Markenteile und alle weiteren Restaurierungen, falsche oder nicht zeitgerechte Stempel, falsche Prüfzeichen und ähnliches sowie Angebote mit genauso falschen wie kunstvollen Beschreibungen, die nur zur Täuschung der Sammler dienen.

Du hast bei Deiner Anmeldung angegeben, dass Du die Forumhilfe gelesen hast.

Mir sind zudem auch Fälle bekannt, in welchen die Vergleichssammlungen ehemaliger BPP Prüfer von ihren Erben versteigert wurden. Die Käufer haben diese dann vereinzelnt (aufgeteilt) und unters Volk gebracht. Damit geht der Kreislauf von Neuem los.

Du schriebst zum Thema Fälschungen:

Wobei in anderen Paltformen es nur so wimmelt vor solchen angeboten.

Dann kaufe dort einfach und schon hast Du eine schöne Fälschungssammlung für teures Geld erworben. Das wollen wir (Lars und ein weiterer Fälschungsbekämpfer mit der Hilfe weiterer Prüfer, die auf Anfrage mitarbeiten und meiner bescheidenen Hilfe) so gut wie machbar verhindern.

Schöne Grüsse, Richard
 
nagel.d Am: 17.06.2021 09:52:23 Gelesen: 1538# 14 @  
@ Richard [#13]

Ja habe ich auch gelesen aber da ich zu dem Zeitpunkt keine Verkäufe, zumindest über die ppa, getätigt habe wurde diese Regelung zwar gelesen aber nicht abgespeichert. womöglich weil es für mich zu dem Zeitpunkt der Anmeldung nicht von belang war.

Was das Kaufen anbelangt, da kaufe ich natürlich auch, aber nicht zu jeden Preis.
 
alemannia Am: 17.06.2021 10:51:18 Gelesen: 1514# 15 @  
Hallo zusammen,

als Vergleichsstücke, nicht als Lückenfüller, kaufe ich gelegentlich BPP-geprüfte und rückseitig gekennzeichnete Marken, die auch vom Verkäufer so beschrieben und angeboten wurden.

III/I mit falschem Bandaufdruck:



V/I mit Höchststrafe:



Der Kaufpreis bewegte sich dabei im 1-Euro-Bereich, oft mehrere Marken für 1-2 Euro.

Gruß

Guntram
 
Richard Am: 17.06.2021 16:17:53 Gelesen: 1465# 16 @  
@ alemannia [#15]

als Vergleichsstücke, nicht als Lückenfüller, kaufe ich gelegentlich BPP-geprüfte und rückseitig gekennzeichnete Marken, die auch vom Verkäufer so beschrieben und angeboten wurden

@ alle

Solche Marken, Belege und andere von (besonders den aktuellen) Prüfern gestempelte philatelistische Stücke dürfen selbstverständlich gerne in der PPA gerne angeboten und verkauft werden.

Schöne Grüsse, Richard
 
Quincy Am: 17.06.2021 16:29:51 Gelesen: 1460# 17 @  
@ Richard [#16]

Jetzt bin ich aber doch etwas verwirrt, denn du schriebst weiter oben [#3]: ... dass der Verkauf von Fälschungen und Verfälschungen, wie Stempel falsch, nicht zeitgerechter Stempel, Aufdruck oder Prüfzeichen falsch, um einige zu nennen, in der PPA strikt verboten ist.

Verstehe ich das dann insofern richtig, dass (Ver-)fälschungen bei PPA gehandelt werden dürfen, wenn sie sowohl in der Beschreibung als auch auf den entsprechenden philatelistischen Objekten klar und deutlich als solche gekennzeichnet sind? Wie verhält es sich z.B., wenn diese Kennzeichnung von keinem anerkannten Prüfer, sondern von mir selbst vorgenommen wurde?

Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
alemannia Am: 17.06.2021 16:39:43 Gelesen: 1455# 18 @  
Hallo,

Verstehe ich das dann insofern richtig, dass (Ver-)fälschungen bei PPA gehandelt werden dürfen, wenn sie sowohl in der Beschreibung als auch auf den entsprechenden philatelistischen Objekten klar und deutlich als solche gekennzeichnet sind?

So dürfte es zu verstehen sein, wenn die Objekte dokumentensicher als "falsch" gekennzeichnet wurden. Eine dünn aufgetragene Bleistiftnotiz "falsch" dürfte dabei z.B. selbsterklärend nicht ausreichen.

vermutet

Guntram
 
Richard Am: 17.06.2021 18:43:39 Gelesen: 1419# 19 @  
@ Quincy [#17]

Wie verhält es sich z.B., wenn diese Kennzeichnung von keinem anerkannten Prüfer, sondern von mir selbst vorgenommen wurde?

Hallo Hans-Jürgen,

dagegen habe ich nichts, dann sollte aber der FALSCH Vermerk in Grossbuchstaben und deutlich mit Kugelschreiber schräg über die Rückseite erfolgt sein.

Ob sich dokumentenechte von nicht dokumentenechten Stempeln immer unterscheiden lassen ist mir mangels Erfahrung nicht bekannt.

In der Überschrift ist auf die FÄLSCHUNG hinzuweisen, kein Faux, kein Reprint, keine Sonderanfertigung und sonstige Beschönigungen.

Und wenn mehr und in grösserer Zahl solche Fälschungen oder Verfälschungen angeboten werden, werden wir eine gesonderte Rubrik einführen.

Schöne Grüsse, Richard
 
alemannia Am: 18.06.2021 11:00:00 Gelesen: 1349# 20 @  
Hallo,

gemäß BPP-Prüfordnung (Ziffer 6.5) wird das Prüfzeichen grundsätzlich mit schwarzer dokumentenechter Farbe gesetzt. Ich gehe davon aus, dass dies für falsche Prüfgegenstände ebenfalls erfolgt.

Altprüfungen und Prüfungen ausserhalb des BPP ist natürlich ein anderes Thema.

Gruß

Guntram
 
drmoeller_neuss Am: 18.06.2021 17:11:24 Gelesen: 1302# 21 @  
@ alemannia [#20]

gemäß BPP-Prüfordnung (Ziffer 6.5) wird das Prüfzeichen grundsätzlich mit schwarzer dokumentenechter Farbe gesetzt. Ich gehe davon aus, dass dies für falsche Prüfgegenstände ebenfalls erfolgt.


Soweit die Theorie. Bei manchen Prüfern scheint das Stempelkissen kurz vor dem Austrocknen zu sein, so schwach sind die Prüferstempel. Mit einem Skalpell lässt sich das leicht wegradieren.

Dann natürlich das Problem bei nachgummierten Marken. Wenn der Prüferstempel auf dem Gummi ist, lässt sich die Marke waschen und steht für die nächste Nachgummi-Runde bereit.

All dies lässt sich bei ebay beobachten.
 
juni-1848 Am: 18.06.2021 20:00:00 Gelesen: 1270# 22 @  
@ Richard [#19]

...dann sollte aber der FALSCH Vermerk in Grossbuchstaben und deutlich mit Kugelschreiber schräg über die Rückseite erfolgt sein.

@ drmoeller_neuss [#21]

Wenn der Prüferstempel auf dem Gummi ist, lässt sich die Marke waschen und steht für die nächste Nachgummi-Runde bereit.

Moin zusammen.

Kugelschreiber in blau wirkt wahre Wunder - auch bei Gummierten. Werden sie gewaschen, verfärbt sich das Papier rückseitig ins Bläuliche. "Das kommt vom Ablösen von bläulichen Couverts", werden dreiste Verkäufer sagen.

Ergo: Gummierte Fälschungen erst waschen oder zur Hälfte in Wasser halten (bis Gummierung fort), dann FÄLSCHUNG, GUMMIERUNG FALSCH, STEMPELFÄLSCHUNG usw. mit blauem Kugelschreiber!

Ich selber kaufe grundsätzlich keine Falschgekennzeichneten, auch nicht zum Vergleich. Entweder kenne ich mich aus oder ich lasse die Finger von verlockenden Angeboten.

Sammlergruß, Werner
 
bovi11 Am: 18.06.2021 20:28:26 Gelesen: 1255# 23 @  
@ juni-1848 [#22]

"Ich selber kaufe grundsätzlich keine Falschgekennzeichneten, auch nicht zum Vergleich. Entweder kenne ich mich aus oder ich lasse die Finger von verlockenden Angeboten..."

Und woher kommt das "Auskennen" ohne Vergleichsmaterial?

Es hat schon seine Gründe, warum wohl alle Prüfer typische Fälschungen zum Vergleich zur Hand haben.
 
drmoeller_neuss Am: 18.06.2021 22:48:32 Gelesen: 1230# 24 @  
@ bovi11 [#23]

Es hat schon seine Gründe, warum wohl alle Prüfer typische Fälschungen zum Vergleich zur Hand haben.

Zum sicheren Einkaufen reicht das Vergleichen mit echten Marken. ;-:
 
bovi11 Am: 18.06.2021 22:55:34 Gelesen: 1227# 25 @  
@ drmoeller_neuss [#24]

Es war mir klar, dass von der Seite mal wieder Widerspruch kommt und sei er noch so abwegig.

Zum "Auskennen" gehört ohne jeden Zweifel auch das Kennen der Fälschungen und der Fälschungsmerkmale.
 
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