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Thema: Nicht korrekte Nachportoforderung der Deutschen Post ?
Sherlock Am: 29.10.2021 15:06:55 Gelesen: 1122# 1 @  
Mi DE 2759

Hallo!

Heute kam ein Brief bei mir an, auf dem die Post eine Marke reklamierte. Es handelt sich um die Mi 2759, eine Gemeinschaftsausgabe mit Ungarn und Österreich im Wert von 70 Cent von 2009. Sie war nicht nur mit einem fetten Stift durchgestrichen, sondern auch noch unter einem neutralen Aufkleber versteckt. Auf der Umschlag-Rückseite ist der dortigen umfangreichen Notiz zu entnehmen, dass es sich anscheinend um eine nicht zulässige Freimachung handelt. Nachporto war keines zu entrichten.

Würde mich freuen, wenn jemand hier diesen für mich rätselhaften Vorgang auflösen könnte. Danke!

Sherlock


Der Umschlag:



Die verdeckte Marke:



Der Hinweis auf der Rückseite:


 
Journalist Am: 29.10.2021 16:26:51 Gelesen: 1090# 2 @  
Hallo Sherlock,

so wie es aussieht hat der zuständige AGB-Prüfer im Briefzentrum 83 falsch gearbeitet und ist schlecht geschult.

Die Marke wurde von ihm als nicht gültig anerkannt - daher wurde sie blau eingerahmt, weshalb sie dann aber noch mit einen Aufkleber teilweise zugeklebt wurde, ist schon mehr als merkwürdig.

Ich würde mich hier beim Leiter des zuständigen BZ 83 beschweren und wegen der Verunstaltung der benutzten Briefmarken Schadensersatz einfordern.

Der rückseitige Aufkleber ist zwar seit circa Sommer 2020 bekannt, er wurde hier aber eindeutig falsch angewandt.

Ist den der Brief an Dich gegangen, denn interessant wäre noch was auf dem gelben Zettel vorne als Gründe aufgeführt wurden.

Viele Grüße Jürgen
 
Sherlock Am: 29.10.2021 17:05:26 Gelesen: 1073# 3 @  
Hallo Jürgen,

der Brief kam heute, 29.10.2021, bei mir wie abgebildet an. Außer dem Absender habe ich an den Scans nichts geändert. Werde das wohl nicht reklamieren, denn so ist ein schöner Beleg entstanden.

Der Absender ist ein Händler und zuerst dachte ich, er hat bewusst diese Marke verwendet, um einen "Irrläufer" o.ä. zu fabrizieren. D ist nicht mein Sammelgebiet und nicht alle Merkwürdigkeiten ziehen größere Kreise bis in die Medien.

Danke für die Info!

Sherlock
 
Journalist Am: 29.10.2021 18:04:41 Gelesen: 1040# 4 @  
@ Sherlock [#3]

Hallo Sherlock,

danke für die ergänzenden Infos - der Brief muss daher wohl an den Briefmarkenhändler zurück gegangen sein, den er Tagesstempel ist zwar nicht deutlich es könnte aber der 27.10.21 gewesen sein - vielleicht hat der Händler dann diese Marke selbst überklebt und eventuell die 80 Cent Digitaler Wandel nachfrankiert, damit der Brief endlich ankommt und damit er über die Basissendungsverfolgung den Verlauf kontrollieren kann.

Das kannst Du übrigens auch nachträglich machen, scanne doch einfach mal die 80 Cent Digitaler Wandel mit der Post App und schau Dir die Daten an, wie der Brief wann gelaufen ist - das ist bestimmt interessant - soweit weitere Anmerkungen zu diesem Brief.

Jürgen
 
DL8AAM Am: 29.10.2021 18:21:56 Gelesen: 1032# 5 @  
Wenn Du die Sendung (so vom Absender) erhalten hast, dann würde ich vermuten, dass der Absender ursprünglich die Marke nicht überklebt hat, sondern zum Porto hinzugerechnet hat.

Die "Fehlfrankatur" wurde dann im BZ richtig erkannt und die Sendung wurde mit einem erklärenden Sticker (auf der Vorderseite) an den Absender zurückgeschickt.

Der Absender hat dann die bemängelte Marke überklebt, anschliessend 80 Cent nachgeklebt und den Erklärungssticker - wie auf dem gefordert - abgezogen (dann verbleibt üblicherweise immer dieser gelbe Streifen - zur Kennzeichnung - auf der Sendung) [die 80 Cent Marke wurde offensichtlich nicht per Handstempel in der (erstannehmenden) Filiale entwertet, dürfte also aus der Nachfrankatur stammen]. Dann wurde der Brief erneut versendet.

Der Tintenstrahler vom 28.10. dürfte von der nun stattgefundenen "End-Entwertung" stammen.

Eine Frage wäre, ob die bemängelte Marke in der Postfiliale ebenfalls abgestempelt wurde (ist dieser Handstempel mit dem weissen Label überklebt?).

Interessant, ist das der Handstempel, wenn ich es richtig erkenne, ebenfalls am 28.10. abgeschlagen wurde. Das würde dann aber nicht mehr zu dem angenommen Ablauf passen. Mindestens ein Tag Differenz (für die Rücksendung an den Absender) wäre hier "notwendig".

Beste Grüße
Thomas
 
Sherlock Am: 29.10.2021 18:59:26 Gelesen: 1009# 6 @  
Hallo DL8AAM und Journalist,

danke für Eure Einschätzung. Die -,70 €-Marke unter dem Aufkleber wurde nicht gestempelt.

Meiner Meinung nach, war das Porto ursprünglich korrekt. -,26 + -,10 + -,56 + -,70 (die beanstandete Marke) ergibt 1,62 €. Für den Brief wären 1,55 € ausreichend gewesen.

Das Datum von Handstempel und Briefzentrum ist tatsächlich identisch: 28.10.2021. Der kopfstehende Handabschlag befindet sich lediglich auf drei Marken.

Nach wie vor ist mir nicht klar, warum die 70-Cent-Marke nicht akzeptiert wurde. Gibt es einen nachvollziehbaren Grund, weshalb sie nicht für eine Frankatur zulässig ist? Kann es mir nur so erklären, dass der ungarische Text des Markenbildes zu Verwirrung führte, insbesondere so lange Zeit nach dem Ausgabetermin.

Grüße,
Sherlock
 
drmoeller_neuss Am: 29.10.2021 21:50:13 Gelesen: 961# 7 @  
Ist die 70 Cent-Marke Deiner Meinung nach jungfräulich aufgeklebt oder sieht man es ihr schon an, dass sie nicht die erste Runde dreht?

Postwertzeichen, die aus irgendwelchen Gründen ihre Gummierung verloren haben, dürfen nicht einfach mit einem Prittstift aufgeklebt werden. Wenn die AGB-Kontrolle das bemerkt, kann dieser Aufkleber Verwendung finden.

Oder sind gar Stempelreste auf dieser Marke, die gar nicht zu dem Rest passen?
 
bovi11 Am: 29.10.2021 22:02:59 Gelesen: 949# 8 @  
@ drmoeller_neuss [#7]

Was ist denn, wenn ich gültige Marken aus Markenheftchen von 2002 mit Fremdkleber aufklebe, weil die "selbstklebenden" Marken ihre Klebefähigkeit verloren haben und lose im Heftchen liegen?
 
Journalist Am: 29.10.2021 22:29:04 Gelesen: 932# 9 @  
@ Sherlock [#6]

Hallo Sherlock,

könntest Du, falls Du die Post App hast, mal die Marke "Digitaler Wandel" scannen und auslesen lassen, was hier die Basissendungsverfolgung aussagt ? - das wäre bestimmt interessant - viele Grüße

Jürgen
 
Christoph 1 Am: 29.10.2021 22:31:53 Gelesen: 928# 10 @  
@ Journalist [#9]

das geht sogar direkt am Bildschirm. Es werden nur 2 Daten "ausgeworfen":

28.10.2021 19.24 Uhr: Logistikzentrum Rosenheim
29.10.2021 03.50 Uhr: Logistikzentrum Freiburg

Gruß
Christoph
 
bovi11 Am: 29.10.2021 22:32:55 Gelesen: 926# 11 @  
@ Journalist [#9]

Hallo Jürgen,

Schau mal in Deine E-Mails.

Grüße Dieter
 
drmoeller_neuss Am: 29.10.2021 23:02:57 Gelesen: 904# 12 @  
@ bovi11 [#8]

Da musst Du zur einer Postbankfiliale, eine Nummer ziehen und Dich brav in die Schlange einstellen, und die Marken am Schalter als "unbrauchbare gewordene Postwertzeichen" umtauschen.

Es wäre ein Versuch wert, um an aktuellere Marken zu gelangen. Ich befürchte aber, dass die Schalterkraft keine Ahnung hat, wie der Umtausch von statten gehen soll.

Gefühlt 99.9% aller Sammler sparen sich die Prozedur und kleben solche Marken mit Prittstift auf. Man kann sie ja so aufkleben, dass es nicht gleich der dümmste AGB-Mitarbeiter aus 100 Metern Entfernung sieht.
 
bovi11 Am: 29.10.2021 23:53:22 Gelesen: 878# 13 @  
@ drmoeller_neuss [#12]

Und dann behauptet die Post, man habe die Marken ja nicht selbst gekauft. Umtauschen dürfe aber nur der Erstkäufer. Was dann?
 
Sherlock Am: 30.10.2021 00:27:30 Gelesen: 871# 14 @  
Sehr merkwürdig die Angelegenheit. Der Absender erklärt, so wie von mir vermutet, es handle sich um eine ungarische Marke. Das Porto wurde dann von ihm durch die Digitalmarke ergänzt. Mehr Aufhellendes dazu ist nicht von ihm zu erfahren.

Allerdings ist ganz klar, dass es sich um die Marke der Deutschen Post handelt. Das zeigt ein Vergleich mit den beiden anderen Ausgaben. Ländername und Portohöhe sind länderspezifisch.

Das Argument einer Wiederverwendung scheint auch ausgeschlossen, denn es befindet sich Gummierung auf der Rückseite, die jedoch nicht völlig benetzt wurde. Daher besteht die Gefahr, dass die Randstücke umknicken, was jedoch nicht geschehen ist.

Unter UV-Licht lässt sich kein Unterschied zu den benachbarten Marken feststellen.

Stehe weiter vor einem Rätsel.


 
Journalist Am: 30.10.2021 09:02:49 Gelesen: 825# 15 @  
@ Christoph 1 [#10]

Hallo Christoph,

danke für das Auslesen, so lässt sich hier doch zusätzlich ein Teil des Weges des Briefes rekonstruieren. Er wurde am 28.10 im BZ 83 bearbeitet und war dann am 29.10 im BZ Freiburg.

Unabhängig davon bleibt die Angelegenheit doch merkwürdig. Denn die angeblich beanstandete 70 Cent-Marke ist natürlich voll gültig.

Das Rätsel würde sich vermutlich nur teilweise weiter aufklären lassen, wenn man aufgrund einer Reklamation beim BZ 83 hier eine Antwort erhalten würde, aber das wäre natürlich auch viel Aufwand für eine eventuell dürftige ergänzende Aussage.

Viele Grüße Jürgen
 
Sherlock Am: 30.10.2021 10:21:07 Gelesen: 790# 16 @  
Gibt es eine Tel.-Nr. für das Briefzentrum ?
 
uli Am: 30.10.2021 12:12:14 Gelesen: 751# 17 @  
@ drmoeller_neuss [#12]

Wer es wirklich gut machen will, nimmt einen wasserlöslichen Kleber. Gibt es z.B. vom großen, gelben Nachtvogel. Umtauschen kann man meiner Erfahrung nach knicken, die Nicht-Postler in den Filialen kennen meiner Erfahrung nach diese Möglichkeit nicht.

Gruß
Uli
 
uli Am: 30.10.2021 12:17:15 Gelesen: 748# 18 @  
@ Sherlock [#16]

Direkten Zugang zu Briefzentren ist m.W. nur noch per Brief möglich. Mit Telefon oder email landest du in einem zentralen Callcenter der DPAG.

Gruß
Uli
 
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