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Thema: (?) (126) Postleitzahlen - eine etwas andere Sammlung
Das Thema hat 127 Beiträge:
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rumburak Am: 16.06.2019 11:15:46 Gelesen: 5649# 103 @  
@ volkimal [#102]

Hallo Volkmar,

interessant ist auch der Tagesstempel BERGA / 4711 / a auf dem ersten Beleg. Die Sammelleitzahl 4711 zeigt, dass in Berga eine Poststelle ansässig war. Zu diesen Stempeln gibt es im Gildebrief vom Februar einen Artikel [1]. Der Stempel aus Berga fehlt in der Liste der Stempel im Artikel.

Viele Grüße

[1] Armin Axel Pötzsch, Tagesstempel mit PLZ bei Poststellen der DDR 1965-1990
 
volkimal Am: 16.06.2019 13:25:11 Gelesen: 5624# 104 @  
@ rumburak [#103]

Hallo Rumburak,

danke für den Hinweis. An den Artikel hatte ich bisher nicht gedacht. Ich werde Herrn Pötzsch nachher eine Email schreiben.

Frau Schmölling wohnte in Berga und ich habe zahlreiche Belege aus Berga in meiner Sammlung.





Wie Du sehen kannst, wurde der Stempel im Mai oder Juni 1971 angeschafft. Ich kann ihn bis 1976 nachweisen. Dann ist Frau Schmölling umgezogen und die hat die Briefe entweder in 4710 Roßla oder 4714 Rottleberode aufgegeben.



4711 Rottleberode war zunächst eine Poststelle, bekam aber später die PLZ 4714.

Viele Grüße
Volkmar
 
jmh67 Am: 16.06.2019 19:44:56 Gelesen: 5589# 105 @  
@ volkimal [#102]

Mir liegt freilich nichts Gedrucktes vor, aber der Übergang von "Kreuz'l und Ringel" zu den Landeskennzeichen muss in der Folge des Grundlagenvertrags von 1972 und der Aufnahme der beiden damaligen deutschen Staaten in die UNO 1973 gekommen sein. Ab damals galten sie ja ganz offiziell als verschiedene Länder, sozusagen de jure und nicht nur de facto.

Die Post war aber auf beiden Seiten recht flexibel, was die Adressierung anging, alte und neue Kennzeichnung wurden noch einige Jahre nebeneinander benutzt. Auch die Reihenfolge der Adresse (Straße vor oder nach Ort, später PLZ vor oder nach Ort) war kein Hindernis bei der Zustellung.

-jmh
 
rumburak Am: 16.06.2019 20:02:37 Gelesen: 5586# 106 @  
@ volkimal [#104]

Hallo Volkmar,

super dokumentiert! Da wird sich Herr Pötzsch sicher freuen. Übrigens listet seine Aufstellung auch für Rottleberode einen Tagesstempel mit PLZ 4711 für das Jahr 1971.

Zur Verwendung des "O" wird bereits im PLZ-Verzeichnis der DDR 1964 (also mit Einführung der PLZ in der DDR) hingewiesen, dass dieses bei Sendungen in den Bereich anderer Postverwaltungen anzuwenden sei, besonders aber nach Westdeutschland oder Westberlin. Und ab 1976 war das Leitkennzeichen "D" vereinbart lt. Postabkommen DDR-BRD [1].

Viele Grüße

[1] Fredo Queck, Postleitkennung in Deuschland, 2014
 
wheilmann Am: 16.06.2019 20:41:51 Gelesen: 5573# 107 @  
@ volkimal [#102]

Hallo Volkmar,

herzlichen Dank für Deinen Hinweis auf den Postgilde-Band 181. Damit konnte ich mein 1962 bei der Deutschen Bundespost erlerntes Wissen zum Thema Postleitzahlen recht gut wieder einmal auffrischen.

Anbei zu Deinen Fragen vier Auszüge aus den offiziellen Postleitzahlenbüchern der Deutschen Bundespost für die Jahre 1966, 1973, 1980 und 1990:

So sollten die Postleitzahlen in Richtung DDR vor die Ortsnamen geschrieben werden. Das 1966-Buch ist noch gesamtdeutsch angelegt, in den nachfolgenden findet man dann jedoch getrennte Verzeichnisse nach Bundesrepublik und DDR angelegt. 1966 und 1973 mit vorangestelltem "X" und ab 1980 dann "DDR". Für den Druck des 1973-Buches kam der "Grundlagenvertrag" von 1972 zwischen der Bundesrepublik und der DDR (Anerkennung der DDR) wohl zu spät und deshalb wohl noch mit dem "X".






Gruß Wolfgang
 
volkimal Am: 16.06.2019 21:45:23 Gelesen: 5561# 108 @  
@ rumburak [#106]
@ wheilmann [#107]

Hallo ihr beiden,

herzlichen Dank. Manchmal bin ich blind! Auf die Idee, in den PLZ-Büchern nachzusehen bin ich überhaupt nicht gekommen.

Bezeichnend finde ich es aber, dass im Verzeichnis von 1973 steht, dass bei Post ins Ausland vor die PLZ das Nationalitätenkennzeichen der Kraftfahrzeuge gesetzt werden soll. Nur bei der DDR war es ein "X".

Bei der DDR war die Sache allerdings anders, denn dort sollte bei allen Ländern die "0" benutzt werden.

Viele Grüße
Volkmar
 
rumburak Am: 17.06.2019 07:58:57 Gelesen: 5523# 109 @  
@ volkimal [#108]

Hallo Volkmar,

noch ergänzend, weil´s ganz gut passt: Die Passagen zur Verwendung der "0" aus der Rede des Ministers zu Einführung der PLZ in der DDR (veröffentlicht in Sammler-Express 17/1964) unter der Überschrift:

GROSSE PRESSEKONFERENZ AM 19. AUGUST 1964 / DER MINISTER FÜR POST- UND FERNMELDEWESEN, HERR RUDOLPH SCHULZE, ERLÄUTERT DEN REGIERUNGSBESCHLUSS / GROSSES RÄTSELRATEN IN WESTDEUTSCHLAND / NICHT BEHINDERUNG. SONDERN BESCHLEUNIGUNG DES POSTLAUFES IST UNSERE DEVISE / POSTLEITZAHLEN SIND VORSTUFE ZUR AUTOMATISATION



Viele Grüße
 
EdgarR Am: 18.06.2019 18:51:12 Gelesen: 5460# 110 @  
@ volkimal [#102]

Hallo Volkmar,

die bekanntlich allwissende Wikipedia nennt für das "Ostzonen-X" folgende Quelle: „x für Sowjetzone“: Presse-Mitteilung des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen, Nr. 20/1964 – Blatt 2 und für "die Nullen im Westen": Ministerium für Post- und Fernmeldewesen der DDR (Hrsg.): Postleitzahlen der Deutschen Demokratischen Republik 1964. Berlin.

Sei amtlich bis irgendwann in 1974 so gehandhabt worden - ist aber meiner eigenen Erinnerung nach noch "ewige Zeiten" danach unbeanstandet so gehandhabt oder zumindest geduldet worden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Postkrieg gibt einen sehr schönen Überblick über die "Querelles allemandes" wie auch über sonstige Postkriege anderswo.

Tu doch bitte die ganzen "Zurück" und "unzulässig ..." usw.-Stempel ebenfalls in die Stempeldatenbank hinein! Rubrik "Handstempel", dort: "Nebenstempel, sonstige". Die Datenbank dankt!

Die Xe und Nullen haben eine fröhliche Wiederauferstehung gefeiert - nach der Wiedervereinigung und bis zur Einführung der 5-stelligen PLZ. Denn die unterschiedlichen Autokennzeichen D hier und DDR dort - das hatte sich ja erledigt.

Phile Grüße EdgarR
 
volkimal Am: 19.06.2019 16:56:07 Gelesen: 5411# 111 @  
@ rumburak [#109]
@ EdgarR [#110]

Hallo zusammen,

danke für die Ergänzungen. Interessant finde ich den Text aus Wikipedia [1]:

Die Deutsche Bundespost empfahl ihren Postkunden [2]:

„… im eigenen Interesse künftig bei Postsendungen in die Sowjetische Besatzungszone das Zeichen ‚x‘ unmittelbar und ohne Bindestrich vor den sowjetzonalen Postleitzahlen nach folgenden Mustern anzugeben:

Hat das Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen die DDR 1964 wirklich noch als "Sowjetische Besatzungszone" (SBZ) bezeichnet, obwohl die SBZ am 7. Oktober 1949 in das Staatsgebiet der neu gegründeten Deutschen Demokratischen Republik (DDR) überging?

Edgar, wenn es erwünscht ist, stelle ich die "Zurück" und "unzulässig ..." usw.-Stempel natürlich in die Datenbank ein. Bisher habe ich mich auf normale Poststempel und Absenderfreistempel beschränkt.

Edgar, du schreibst "die Xe und Nullen haben eine fröhliche Wiederauferstehung gefeiert - nach der Wiedervereinigung und bis zur Einführung der 5-stelligen PLZ."

Ich habe bisher keinen Beleg aus der Zeit nach 1990 mit dem "X" vor der Postleitzahl gesehen. Bis zur Wiedervereinigung waren die Autokennzeichen "DDR" bzw. "D" vorgesehen. Hier ein Beispiel:



Nach der Wiedervereinigung sollten statt der Autokennzeichen die Buchstaben "W" für Westdeutschland und "O" für Ostdeutschland verwendet werden. Auf diesem Brief siehst Du beides:



Den Buchstaben "O" kann man natürlich leicht mit der Zahl "0" verwechseln. Allerdings gelten die beiden genau umgekehrt, denn die "0" Null stand für den Westen, das "O" für den Osten.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Postleitzahl_(Deutschland)
[2] Presse-Mitteilung des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen, Nr. 20/1964 – Blatt 2
 
Silesia-Archiv Am: 19.06.2019 22:06:40 Gelesen: 5380# 112 @  
Liebe Sammlerfreunde,

leider habe ich erst heute diese Rubrik gesehen und den allerersten Beitrag in dieser Rubrik gelesen.

Man sucht nach Aufbewahrungsmöglichkeiten unterschiedlicher Größenordnung - da gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder Blätter bzw. Seiten selber gestalten mit den Hawid-Taschen die man sich nach der Größe des Beleges ja zuschneiden kann, oder aber und das finde ich ganz optimal - so heißen auch die Seiten die es im Handel gibt, die Optima-Seiten. Wir nutzen diese z.B. zum sammeln Europäischer Dauerserien dessen Marken ja auch unterschiedliche Formate haben.

Und noch was, wir sammeln auch Briefbelege, es ist also ab nun auch noch ein zusätzlich Ansporn nach unterschiedlichen Postleitzahlen gleicher Ortsnamen zu achten.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
filunski Am: 20.06.2019 18:39:38 Gelesen: 5341# 113 @  
@ rumburak [#109]
@ volkimal [#111]

Hallo zusammen,

hier der entsprechende Passus aus dem PLZ-Büchlein der DDR, Ausgabe 1964:



Viele Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 27.06.2019 09:39:21 Gelesen: 5159# 114 @  
Hallo zusammen,

hier noch ein Brief mit dem "W" für "West" vor der Postleitzahl. Der Maschinenstempel aus Güstrow ist eine Neuanschaffung, denn er entspricht der "West-Norm". Es ist ein "Kreisstempel mit Sehnensegment oben"



Tagestempel aus dem Bereich VGO (ex-DDR) mit 4-stelliger PLZ nach DBP Norm hatten nur eine kurze Verwendungsdauer. Sie kommen frühestens ab 08/1991 vor, sind aber häufig erst später eingesetzt worden. Nach dem 1.7.1993, dem Tag als die neuen 5-stelligen PLZ eingeführt wurden, sind die Stempel nicht mehr benutzt worden. Auch der Stempel aus Neuruppin im Beitrag [#111] gehört zu diesen Stempeln.



Hier könnte man meinen, dass beim Absender vor der PLZ ein "O" für "Osten" steht. Dem ist aber nicht so. Es handelt sich vielmehr um die erste Ziffer der neuen 5-stelligen PLZ - also um eine "0" = Null. Der Postkartenvordruck sah nur eine 4-stellige PLZ vor. Jetzt zur Rückseite der Karte. Dort wurde der Übergang von der 4-stelligen zur 5-stelligen PLZ dokumentiert:





In vielen Orten waren aber die Stempel nach der DDR-Norm (Kreisstempel mit Sehnensegment unten) bis zur Einführung der 5-stelligen PLZ im Einsatz und es gab nach 08/1991 keine neuen Stempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
rumburak Am: 28.06.2019 11:36:19 Gelesen: 5119# 115 @  
@ volkimal [#114]

Hallo Volkmar,

eine Besonderheit gab es im VGO (Verkehrsgebiet Ost) auch bei Klebezetteln. Teilweise wiesen sie das vorangestellte „O“ auf. So etwas sollte es eigentlich (zumindest nach dessen Bekanntwerden) nicht (mehr) geben. Nähere Infos dazu findet man auf den Seiten der IG Deutsche Einheit [1]





Stempel mit PLZ unten gab es nicht nur als Maschinenstempel, wie Du sie oben zeigst, sondern auch als Handstempel, wie auf meinen beiden Belegen. Auch Handrollstempel gab es, nach meinem Wissen aber im gesamten VGO nur zwei.



https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/185334

Verwunderlich an dem zweiten Beleg aus Mertendorf/Naumburg finde ich die Verwendung des DDR-Poststellenstempels auf der Rückseite. Da wusste man damals scheinbar nicht mehr, wann und wie diese zu benutzen waren. Denn hier hatte er nichts zu suchen.

Viele Grüße

[1] http://www.ig-deutsche-einheit.de/RZettel.html
 
volkimal Am: 15.07.2019 19:06:07 Gelesen: 4724# 116 @  
@ rumburak [#115]

Hallo zusammen,

eine interessante Ergänzung. Diese R- bzw. V-Zettel kannte ich noch nicht.

Von mir heute etwas ganz anderes. Ein Brief an Tante Christa vom 12.12.1998 aus Frankreich.



Mehr als 5 Jahre nach der Einführung der fünfstelligen PLZ am 01.07.1993 ist hier immer noch die vierstellige PLZ 2000 für Hamburg verwendet worden. Allerdings steht sie zusätzlich an der falschen Stelle, nämlich hinter dem Ort.

Der Brief bekam deshalb den Aufkleber "Die falsche bzw. fehlende Postleitzahl führte zu Laufzeitverzögerungen".

Viele Grüße
Volkmar
 
Jürgen Witkowski Am: 17.07.2019 18:46:26 Gelesen: 4590# 117 @  
@ volkimal [#46]

Hallo Volkmar,

Du schreibst:

Am 19. Oktober 1943 erschien eine „Anweisung für den Briefverteildienst“ mit der allgemein verbindlichen Einführung der Leitgebiete im zivilen Postverkehr. Zur Benutzung der Postleitgebietszahl wurde die Bevölkerung ab Januar 1944 aufgefordert. Mit Verfügung vom 6.6.1944 sollten die Postleitgebietszahlen in den Poststempeln aufgenommen werden.

Mein Stempel aus Halberstadt zeugt dann wohl von vorauseilendem Gehorsam, denn er stammt vom 27. Mai 1944. Selbstverständlich ist auch die Adresse mit der vorangestellten Postgebietsleitzahl (4) Schivelbein/Ostpom. im Sinne der Anweisung korrekt geschrieben.



(19) Halberstadt 1 n vom 27.5.44

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Manne Am: 17.07.2019 20:46:59 Gelesen: 4546# 118 @  
Hallo,

hatte diese Stempel schon mal unter aptierte Stempel gezeigt, passen sicher auch hier.

Maschinenwebestempel aus Schwenningen, 17.10.1944 und 09.01.1945, bei beiden wurde Postleizahl (14) aptiert.

Gruß
Manne


 
volkimal Am: 17.07.2019 22:59:42 Gelesen: 4516# 119 @  
@ Jürgen Witkowski [#117]

Hallo Jürgen,

zur Auslieferung der ersten Stempel hat Peter im Beitrag [#48] schon etwas geschrieben. Es ging schon am 5.5.1944 los.

Viele Grüße
Volkmar
 
Jürgen Witkowski Am: 17.07.2019 23:16:15 Gelesen: 4510# 120 @  
@ volkimal [#119]

Hallo Volkmar,

diesen Beitrag hatte ich nicht gesehen. Demnach sieht es so aus, dass der Stempel von Halberstadt der zweiten Auslieferung vom 22. Mai 1944 stammt.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
filunski Am: 17.07.2019 23:39:08 Gelesen: 4505# 121 @  
@ volkimal [#119]
@ Jürgen Witkowski [#120]

Hallo Ihr Beiden,

die von mir in Beitrag [#48] gezeigten, ersten "Gebietsleitzahl-Stempel" stammen von Braungardt. Der Halberstadtstempel ist nicht von Braungardt, er müsste von Gleichmann hergestellt worden sein (der hat auch mehr dieses Leitzahlen-Gebiet abgedeckt). Dazu liegen mir aber leider keine Unterlagen (Auslieferungsbuch) vor. Man kann aber durchaus davon ausgehen, dass nicht nur Braungardt schon vor Inkrafttreten der Verfügung mit der Auslieferung dieser neuen Stempel begonnen hatte. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 21.07.2019 10:39:04 Gelesen: 4257# 122 @  
Hallo zusammen,

in mehreren Beiträgen ab Nr. [#102] ging es um die Post zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Insbesondere ging es um die verschiedenen Vorätze vor der Postleitzahl. Die Vorsätze für Post in die DDR bzw. BRD waren:

Richtung DDR / BRD
1) X / 0
2) DDR / D
3) O / W
 

Hier ein Fall, der noch nicht gezeigt wurde:



Der Vorsatz "O" für "Osten" ist in diesem Fall beim Werbeklischee der Raiffeisen-Handelsgenossenschaft aus O-7282 Bad Düben zu finden.

Viele Grüße
Volkmar
 

volkimal Am: 10.08.2019 10:33:50 Gelesen: 3537# 123 @  
Hallo zusammen,

aus dem Bereich des ehemaligen Postleitgebietes 18 der OPD Neustadt (Haardt) sind Tagesstempel ohne Postleitzahl aber mit den Postleitzahlklammern bekannt.



Diese Stempel ohne Postleitgebitszahl gibt es von 39 verschiedenen Amtsstellen, und dort z. T. mit unterschiedlichen Unterscheidungsbuchstaben.

Zweibrücken gehörte ab 1944 zum Postleitgebietszahl 18 (Westmark). Zum Reichsgau Westmark gehörten Lothringen, das Saarland und die Pfalz. Nach dem Ende des Krieges gehörte Lothringen zu Frankreich. Das Saarland hatte einen Sonderstatus. Bei der Postleitgebietszahl blieb nur die Pfalz über. Diese bekam nach der Saarabtrennung am 7. Oktober 1946 die Postleitgebietszahl 22b.

Peter Griese schreibt: "Die unstetigen Verhältnisse während der Bildung des Leitgebiets 22b erklären auch die Herstellung von Tagesstempeln für Ämter und Amtsstellen im Leitgebiet 22, die nur die Postleitgebietszahl-Klammern enthalten aber ohne Postleitgebietszahl sind." Er zeigt dazu entsprechende Stempel aus Bergzabern und Hermeskeil.

Weiter heißt es: "Die Hintergründe zur Entstehung der Stempeln dieser Art sind mittlerweile ausreichend geklärt. Außer den Gleichmannunterlagen sind aber bislang keine amtliche Unterlagen bekannt. Anweisungen zur handschriftlichen Eintragung der Postleitzahlen oder entsprechende Belegungen sind mir ebenfalls unbekannt."

Bisher sind 11 Postämter bekannt, an die Stempel mit der PLZ 18 ausgeliefert worden sind. Hierzu gehörte u.a. das Postamt Zweibrücken 1. Bei den 7 Stempel des PA Mainz 1 mit der Postleitzahl 18 wurde die PLZ gegen die 22b ausgetauscht. In zwei Fällen ist aber statt der 22b versehentlich die 22a eingesetzt worden.

Bei der OPD Neustadt wurde bei den Stempeln Neustadt und Zweibrücken die PLZ 18 aptiert. Dazu gehört auch mein Stempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 17.08.2019 16:45:29 Gelesen: 3320# 124 @  
Hallo zusammen,

ab dem Beitrag [#102] ging es mehrfach um die Zusätze vor den Postleitzahlen bei Post zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Am Anfang stand das "X" für Post in die DDR und die "0" (Null) für Post in die Bundesrepublik. Von Uwe Seif von der Poststempelgilde bekam ich heute einen dicken Brief mit interessantem Material zu verschiedenen Themen.





Die drei Belege stammen aus dem Oktober bzw. November 1966 und gehen alle an dieselbe Anschrift in Leipzig. Die ersten beiden kommen aus Bayreuth, der dritte Karte ist aus Worms. Alle drei tragen den Stempel "Vergessen Sie nicht, bei ihrer Antwort nach Westdeutschland oder Westberlin in der Anschrift die Ziffer 0 vor die Postleitzahl zu setzen!"

Diesen Nebenstempel kannte ich bisher noch nicht. Der Stempel kann vom Postamt Leipzig stammen oder ist auf dem Weg nach Leipzig in der DDR abgeschlagen worden. Kann einer von euch näheres dazu sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Christoph 1 Am: 17.08.2019 17:08:26 Gelesen: 3309# 125 @  
@ volkimal [#124]

Hallo Volkmar,

es handelt sich hier nicht um Leipzig, sondern um Leisnig (ca. 50 km von Leipzig entfernt) [1].

Viele Grüße
Christoph

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Leisnig
 
volkimal Am: 18.08.2019 15:34:35 Gelesen: 3190# 126 @  
@ Christoph 1 [#125]

Hallo Christoph,

danke für die Korrektur. Die Stadt Leisnig kannte ich bisher nicht - und wenn man dann nicht genau hinschaut - schon ist die Verwechselung mit Leipzig passiert.



Die Frage zum Beitrag [#124] bzw. diesem Nebenstempel lautet also jetzt "Der Stempel kann vom Postamt Leisnig stammen oder ist auf dem Weg nach Leisnig in der DDR abgeschlagen worden." Wer kennt den Stempel von anderen Postämtern?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 23.08.2019 16:42:49 Gelesen: 2949# 127 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Brief aus Backnang nach Liebenau in der DDR hat der Absender keine Postleitzahl angegeben. Vermutlich wurde unterwegs von einem Postbeamten die Postleitzahl mit dem zugehörigen "X" ergänzt.



Es fällt noch etwas bei diesem Stempelabschlag auf. Der obere Strich in der "5" der Postleitzahl ist verstümmelt. Hier noch zwei weitere Abschläge aus den Datenbanken:



Nachdem der Stempel stärker abgenutzt war, ist der Strich wieder fast vollständig. Dafür fehlt der senkrechte Strich der 5. Anhand der Abnutzungen des äußeren Kreises ist erkennbar, dass es derselbe Stempel ist.

Viele Grüße
Volkmar
 

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