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Thema: Rumänien Fürstentum Moldau: Marken echt oder falsch ?
Das Thema hat 98 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 12.09.2017 20:12:30 Gelesen: 20991# 74 @  
@ miasmatic71 [#73]

Lieber Wolfgang,

ich habe heute nochmals meine Adresse an Deine e-mail Adresse gesandt.

Ich würde mich freuen, von Dir zu hören.

Freundliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 16.09.2017 12:31:45 Gelesen: 20890# 75 @  
@ miasmatic71 [#37]
@ Heinz 7 [#38]
@ miasmatic71 [#39]
@ 10Parale [#40]
@ miasmatic71 [#41]
@ Heinz 7 [#44]
@ miasmatic71 [#45]
@ 10Parale [#47]
@ Heinz 7 [#48]
@ Heinz 7 [#49]
@ Heinz 7 [#50]
@ miasmatic71 [#51]
@ Heinz 7 [#53]
@ Heinz 7 [#63]
@ miasmatic71 [#71]
@ Heinz 7 [#72]
@ miasmatic71 [#73]
@ Heinz 7 [#74]

Lieber Wolfgang,

eine lange "Geschichte" (Anfrage) findet heute ihr Ende. Du hast vor rund 3.5 Jahren eine Anfrage gemacht wegen einer Rumänien Nr. 1 (Erstausgabe Fürstentum Moldau).

Heute war ich auf der Post und habe Deine Zusendung an mich abgeholt. Vielen Dank für die Zusendung! Unsere Vermutung, dass die "Marke" nicht echt ist, hat sich erwartungsgemäss (leider für Dich) bestätigt. Ich bin mir ganz sicher.

Ich habe schon viele echte Marken von eigenem Auge gesehen (und habe auch eine echte Marke Michel Nr. 1 in meinem Besitz), und man erkennt sofort, dass das Papier nicht von der Erstausgabe ist. Vom Druckbild sieht die Marke ja gut aus, wie ich schon am Anfang sagte, und wie auch von Bundesprüfer Gmach bestätigt wurde.

vgl. miasmatic71 [#41]:

Herr Dr. Gmach antwortete mir soeben prompt "... ohne die Marke im Original vorliegen zu haben, möchte ich mich nicht abschließend äußern, ich bitte um Verständnis. Auf den ersten Blick kann ich jedenfalls nicht sagen, dass es sich um eine plumpe Fälschung handelt.

Die Marke wurde reproduziert, von einer ECHTEN Vorlage! Im Handbuch 1 von Herrn Heimbüchler, 1994, ist die echte Marke abgebildet! Aber nicht in Farbe, sondern schwarzweiss. Die Marke war (gemäss Handbuch) das letzte Mal 1948 auf dem freien Markt, und sie lag Herrn Heimbüchler 1991 zur Prüfung vor. 1948 hatte (die Originalmarke!) Papierfehler, die bei der Fälschung nun fehlen! Das ist das zweite klare Zeichen, dass es nicht die echte Marke sein kann.

Drittens stimmt auch die Stempelfarbe nicht! Der Stempel ROMAN hat eine falsche Farbe!

Unter dem Mikroskop könnte man weitere Unterschiede feststellen, doch diesen Arbeitsschritt brauchen wir gar nicht mehr.

Ich komme zurück auf Deinen Beitrag miasmatic71 [#41]

Dort waren ja einige weitere Marken abgebildet, darunter drei sehr teure "Marken" aus Hawaii! Mit grosser Wahrscheinlichkeit sind dies auch Reproduktionen (= wertlose Fälschungen). Da scheint ein Fälscher sein Unwesen zu treiben! Das ist schlecht. Wir müssen solche Fälschungen alle wieder "herausfischen".

Danke für Deinen Beitrag, Wolfgang!

Beste Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 12.10.2017 16:23:52 Gelesen: 20378# 76 @  
@ donfliesio [#1]

Ich muss unwillkürlich an den ersten Beitrag von donfliesio denken, wenn ich ein (neues) Auktionslos betrachte, das in diesen Tagen an einer grossen Auktion angeboten wird.



Nicht ein oder zwei Fälschungen werden da angeboten, sondern gleich "im Dutzend". Auf Steckkarte 1 sind 19 "Marken" der ersten zwei Ausgabe Rumäniens (Fürstentum Moldau) angeboten, die allesamt FALSCH sind!

Problematisch ist meines Erachtens auch die Auktionsbeschreibung. Zwar sichert sich der Auktionator ab, und schreibt von "34 Nachdrucken/Fälschungen", und dass eine sorgfältige Inspektion ein "Muss" sei, andererseits schwärmt er aber auch von einer "fantastischen Ansammlung der klassischen Marken (...) mit einem geschätzten sehr hohen fünfstelligen Michel-Euro-Katalogwert".

Ich hoffe, dass nicht ein unbedarfter Möchte-gern-Raritätenhändler das Los zu teuer einkauft und dann all diese 34 Fälschungen irgendwo irgendwann wieder in Angeboten auftauchen. Am besten wäre es, alle 34 "reprints/forgeries" wären unauslöschbar als Fälschungen gekennzeichnet.

Wunschdenken?

Originaltext Losbeschreibung:

1858/1880, fantastic accumulation of the CLASSIC issues incl. Principality of MOLDOVA with 34 reprints/forgeries but also genuine 5par. black on white paper and 80par. (cut at top) on piece with fine blue ROMAN/MOLDOVA cancel (signed BPP) and the later issues from 1862 to 1880 incl. the better stamps in large quantities with different papers, shades, some varieties, tete-beche pairs and strips, a few proofs, blocks of four, two bisects on piece, many nice postmarks etc., mixed used, mint hinged or without gum and an excellent lot for the specialised collector with an estimated very high five-figure Michel € cat. value, needless to say that a careful INSPECTION IS A MUST! (A)

Heinz
 
Heinz 7 Am: 10.02.2018 13:35:46 Gelesen: 15447# 77 @  
@ Heinz 7 [#76]

Eine hundert Prozent falsche Marke, die aber trotzdem beliebt ist und eifrig gesammelt wird:



Die Marke sieht (vom Druckbild) sehr echt aus, ist aber eine Ganzfälschung von Meisterfälscher Jean Sperati, hier ale Einzelabdruck auf kleinem Bogen. Die Originalbogen beinhalteten 32 Marken in 4 Reihen.

Dieser Fälscher war sehr eitel und bezeichnete seine Erzeugnisse als Kunstwerke. Dreist drehte er den Spiess um und verbot die Nachahmung seiner "Kunstwerke". Dabei war ER ja der Fälscher.

Nun, diese Sperati-Fälschungen sind heute selber Sammel-Objekte! Zur Zeit wird in Grossbritannien eine zum Verkauf angeboten. GB£ 300 Startpreis scheint mir aber etwas viel. Solche Exemplare findet man gelegentlich auch etwas günstiger.

Philatelistische Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 10.02.2018 13:43:03 Gelesen: 15446# 78 @  
@ Heinz 7 [#77]

Noch gefährlicher als die Fälschungen der ersten Ausgabe waren aber die Sperati-Fälschungen der 2. Ausgabe; hier ein Exemplar der 5 Parale-Zeitungsmarke



Dieses Druckerzeugnis (Ganzfälschung) ist in dieser Form klar als Nachahmung erkennbar, weil auch diese Marke wurde von der Post nur in 32er-Bogen hergestellt. Marken mit so breiten Rändern gibt es nicht. Hier muss man ja von einem "Kleinbogen mit Einzelmarke" sprechen.

Würde aber ein Besitzer diese "Marke" eng ausschneiden, hätte er eine gefährliche Nachahmung der Michel Nr. 5 in den Händen. Das Papier stimmt zwar nicht, aber das wissen viele Sammler nicht.

Auch dieses Sperati-Produkt wird zur Zeit in England zum Verkauf angeboten.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 10.02.2018 13:50:39 Gelesen: 15443# 79 @  
@ Heinz 7 [#77]
@ Heinz 7 [#78]

Anbei ein Bild der Handpresse, die Meisterfälscher Sperati benutzte.

Ausgestellt war dieses schöne Ding an der Weltausstellung 2015 in London (Mai 2015).



Die britischen Philatelisten brachten den Kerl zur Strecke, vor allem Robson Lowe. Sperati wurde gerichtlich verurteilt. Die Zusammenarbeit mit führenden anderen Philatelisten klappte sehr gut damals, vor über 60 Jahren.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 10.02.2018 14:15:20 Gelesen: 15434# 80 @  
@ Heinz 7 [#79]

Na, das ist ja allerhand!



Auch die 80 Parale-Marke (der 2. Ausgabe, Michel Nr. 7) wird angeboten, in der Farbe rot! Es gibt diesen Druck auch in schwarz. Sperati fälschte meines Wissens "nur" diese 3 Marken der ersten vier Ausgaben von Rumänien (Michel Nrn. 1-13)

Nr. 4: 108 Parale / 1. Ausgabe
Nr. 5: 5 Parale / 2. Ausgabe
Nr. 7: 80 Parale / 2. Ausgabe

Von der 3. und 4. Ausgabe Rumäniens gibt es meines Wissens keine Sperati-Fälschungen.

Fälschungen der Michel Nr. 31 habe ich im Thema "Rumänien: Marken echt oder falsch?" gezeigt (siehe dort, Beitrag 108).

In diesem Thema sollten wir nur Fälschungen der Ausgaben 1858 (Michel Nr. 1-7) besprechen (Fürstentum Moldau).

Heinz
 
Heinz 7 Am: 24.05.2019 11:39:16 Gelesen: 6113# 81 @  
@ donfliesio [#1]

Einmal mehr wird ein Angebot gemacht mit einer "garantiert falschen" Marke "Ochsenkopf 108 Parale" (Michel Nr. 4).



Das bekannte US-Auktionshaus Cherrystone bietet eine Sammlung an (Los 4298), bei der die genannte Marke falsch ist, das sieht man auch ohne grössere Studien.

Es wäre von Vorteil, wenn der Auktionator solche Fälschungen aus der Sammlung herausnimmt, weil die Restsammlung kann ja durchaus interessant sein. Aber diese Arbeit scheuen viele Auktionatoren.

Freundliche Grüsse

Heinz
 
10Parale Am: 18.06.2019 21:12:24 Gelesen: 5638# 82 @  
@ Rumänien-Experten

Marke echt oder falsch? 81 Parale (Michel Nr. 3) rundgeschnitten.

Die Qualität des Scans kann ich leider nicht ändern.

Liebe Grüße

10Parale


 
Martin de Matin Am: 19.06.2019 21:43:51 Gelesen: 5596# 83 @  
@ 10Parale [#82]

Das ist doch der gleiche Fälschungstyp wie aus Beitrag [#63], oder etwa nicht?

Rechtes Ohr ist hier eine Verlängerung des rechten Auges; beim Original ist das Ohr höher stehend. Der Buchstabe "O" in Drei- Uhr-Position ist viel zu steil, beim Original eher waagerecht liegend. Es sind noch viele weitere Abweichungen vorhanden, die man im Vergleich mit dem Original leicht erkennt.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 20.06.2019 11:24:57 Gelesen: 5562# 84 @  
@ Martin de Matin [#83]

Ich rechne es hoch an, dass ich hier eine Stellungnahme erhalten habe, vielen Dank. Zu dem Beitrag und Bild in [#63] von Heinz7 schreibt er selbst:

"Sieht aber trotzdem "schön" aus, finde ich."

Ich frage mich daher, wie kommt solch ein Stück in eine sonst sehr gute Sammlung? Wo hat der ehemalige Sammler (der es uns leider nicht mehr sagen kann) dieses Falschstück erhalten (oder aus Nr. [#63]).

Man kann es doch auch mal so verstehen: Weil das Stück echt und geprüft unerschwinglich ist, besorge ich mir eine schöne, gute Fälschung.

Hier noch ein Auszug aus dem Rest der Sammlung. Ich habe starkes Interesse an einem Kauf.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 21.06.2019 13:26:52 Gelesen: 5515# 85 @  
@ 10Parale [#84]

Ich hoffe, Du hast die Literatur noch, mit welcher Du die 81 Parale-Marke vergleichen kannst.

Sonst: Kontaktnahme möglich.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 03.11.2019 23:16:29 Gelesen: 3732# 86 @  
@ 10Parale [#82]
@ 10Parale [#84]

Es ist angezeigt, die offene Frage nun definitiv zu beantworten.

Martin hat bereits die entscheidenden Hinweise geliefert und im Thema "Rumänien für Sammler" sogar eine interessante Darstellung gezeigt, als er zwei Druckbilder übereinanderlegte.

Also: Die 81 Parale Marke ist definitiv falsch und es gibt keine weiteren Originale-Druckstempel als die vier, die im Handbuch I von Herrn Heimbüchler (1994) auf Seite 68 gezeigt sind. (4 Druckstempel für 4 Werte, also für die 81 Parale-Marke nur einen).

Da wir in diesem Thema zu den Marken Mi. Nr. 1-7 schon ein paar interessante Beiträge sahen, möchte ich hier diese "Wiederholung" (des Beitrages aus dem Thema "Rumänien für Sammler") einstellen.

Die Fälschung in Beitrag 63 hatte einen Durchmesser von 20 Millimeter. Ich kann das nachmessen, denn diese (schöne) Fälschung ist in meiner Sammlung. Wenn die obige Marke (B. 82) nun "deutlich kleiner" ist, wie 10 Parale schreibt, so kann es nicht die gleiche Fälschung sein, obwohl der Ohransatz bei beiden Fälschungen erstaunlich ähnlich viel zu tief liegt; statt oben am Kopf (bei dem Horn) ungefähr auf der Höhe des rechten Auges.

Dass es aber noch weit plumpere Fälschungen gibt, als die oben gezeigte, möchte ich anbei beweisen: ich zeige eine weitere Fälschung einer 81 Parale-Marke.



Ich nehme an, dies sei eine sehr frühe Fälschung des XIX. Jahrhunderts, als es erst sehr wenige Abbildungen (oder gar keine) von echten Marken gab. In den ganz frühen Katalogen wurden die Marken teils nicht originalgetreu abgebildet; dies war eine "Einladung" für Fälscher, auch nur bild-ähnliche Marken auf den Markt zu werfen. Offenbar hatten sie damit einigen Erfolg.

Liebe Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 30.11.2019 21:31:59 Gelesen: 3402# 87 @  
Am Tag der Briefmarke in der Schweiz (Bulle) fand ich bei einem der Händler eine Briefmarke mit einem fünfstelligen Katalogwert:

1858 - 54 Parale ungebraucht, ohne Gummi.



Neben der Briefmarke ist ein Fragezeichen. - Zu Recht! Die Marke ist falsch!

Ich wies den Händler freundlich darauf hin, dass die Marke "garantiert" falsch sei. Er lächelte freundlich und sagte, auch eine Fälschung habe einen Wert. Wie viel war nicht klar; ich wollte die Marke ja auch nicht kaufen. Den Preis, den ich dafür bezahlt hätte, ist nur sehr klein.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 30.11.2019 21:43:18 Gelesen: 3397# 88 @  
@ Heinz 7 [#87]

Im gleichen Album war eine weitere sehr teure Marke zu finden. Auch sie mit einem fünfstelligen Katalogwert.



Wieder steht neben der Marke ein Fragezeichen. Wieder zu recht. Wieder ist die Marke sicher falsch. Es wäre zu wünschen, dass der Händler sie klar und unmissverständlich als Fälschung bezeichnet.

Ich habe es ihm gesagt. Er lächelte freundlich.

Heinz
 
10Parale Am: 02.12.2019 20:11:21 Gelesen: 3327# 89 @  
@ Heinz 7 [#87]

Wer Marken mit Gewinnerzielungsabsicht mit einem bestimmten Katalogwert über X zum Verkauf anbietet, sollte einer Prüfpflicht unterliegen, besonders Händler.

Zudem wäre eine Provenienz zu wünschen.

Liebe Grüße

10Parale
 
bovi11 Am: 02.12.2019 20:21:24 Gelesen: 3321# 90 @  
@ 10Parale [#89]

Wer Marken mit Gewinnerzielungsabsicht [...] zum Verkauf anbietet

Die Gewinnerzielungsabsicht ist quasi nie nachweisbar; deshalb ist sie auch im Wettbewerbsrecht nicht erforderlich, um einen gewerblichen Verkauf anzunehmen.
 
Heinz 7 Am: 27.12.2019 12:22:01 Gelesen: 2968# 91 @  
Eine Fälschung, auf die wohl niemand hereinfällt, die aber trotzdem existiert, zeige ich anbei:



Eine 8 Parale-Marke gibt es nicht, und als 81 Parale-Marke lässt sich diese Marke ja wohl auch nicht anbieten. Also fragen wir uns schon, was sich der Fälscher hier gedacht hat.

Da so eine Fälschung aber (offenbar, ich konnte es noch nicht nachprüfen) in einer Zeitschrift von Stanley Gibbons 1903 einmal besprochen wurde und angeblich auch bei Earie Erwähnung fand, meint der Verkäufer für das eben-nicht-gute Stück rund CHF 525 verlangen zu können.

Das würde ich nun wirklich nicht bezahlen, auch wenn die Marke bestimmt Aufmerksamkeit erregt.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 17.02.2020 10:40:41 Gelesen: 2199# 92 @  
Wir haben hier in diesem Thema, das ja nur die Michel Nrn. 1-7 behandeln soll, doch schon fast 100 Beiträge gesehen mit einigen offensichtlichen Fälschungen.

Am Sonntag gab es nun einen sehr interessanten neuen Beitrag, den ich hier gerne auch "verknüpfen" möchte. Im Thema "Ochsenköpfe aus Rumänien Fürstentum Moldau und aller Welt" (Beitrag 34) zeigt uns "Marco75" einen sehr spektakulären Brief, der eine teure Weltrarität wäre, sofern er echt wäre. Dazu bestehen aber erhebliche Zweifel, wie in den Beiträgen 35-39 zum Ausdruck kam.

Ich erlaube mir, hier nur zwei Fotos von Marco75 und einen Teil meines Beitrages 39 zu wiederholen, verweise aber auch auf die lesenswerten Beiträgen von 10 Parale, Martin de Matin und Lars Boettger im oben genannten Thema.



Auszug aus Beitrag 39 (Kopie):

"... der Brief ist sehr wahrscheinlich eine Fälschung.

Aufgrund eines scans kann man nur wenig Verbindlches sagen, aber anbei trotzdem ein Versuch:

1) Der Briefbogen sieht echt aus. Die Adresse des Briefempfängers ist wohl bekannt und es gibt hunderte von Briefen an diese Adresse.
2) es irritieren mich aber diese seltsamen gelben, roten und schwarzen Punkte
3) die Marke hat ein schwaches, sehr schwaches Druckbild. Das heisst noch nichts, und ist - bei einer Marke, die im Hand-Einzeldruck hergestellt wurde - auch möglich. Sie erschwert uns aber die nähere Bestimmung
4) der Schnitt der Marke ist interessant (unregelmässig, 2 Ecken sind leicht abgetrennt). Ein Fälscher würde dies wohl kaum machen.
5) die Farbe des Papieres (der Briefmarke) gefällt mir gar nicht. Die Marke sollte auf bläulichem Papier gedruckt sein. Im vorliegenden Fall sehe ich eher weisses (bis gelbliches) Papier. Dies würde wieder auf eine Ganzfälschung hindeuten
6) Martin hat richtig auf das unstimmige Datum hingewiesen! Der Stempel "FOKSCHANI 6/3"(?) passt nicht. Gemäss Handbuch Heimbüchler gilt "Bislang sind auf der 1. Ausgabe Daten vom 29.7.-31.10.1858 bekannt" (Handbuch 1994, Seite 70)

Drehe doch den Brief einmal um. Ist der Briefbogen beschrieben? Hat er ein Datum?

Ich vermute, dass ein echten Theologo-Brief mit einer Fälschung der Nummer 3 ergänzt wurde. Um das Ganze glaubhafter zu machen, wurde ein falscher(?) roter Zweikreisstempel "MOLDOVA" (Gruppe M1) angebracht. Dabei hat der Fälscher einen groben Fehler gemacht, weil er der Verwendungszeit keine Beachtung schenkte.

Trotzdem ist das Ganze ein atemberaubendes Stück, das ich zur definitiven Prüfung unbedingt an den Rumänien-Prüfer Dr. Gertlieb Gmach schicken würde. Seine Adresse ist:

Dr. Gmach, Gertlieb

Zankenhauser Str. 29
82279 Eching a. Ammersee
Deutschland
Fon: +49 8143 8659
E-Mail: gertlieb@t-online.de";

Ergänzung:

Vielleicht genügt es, den Briefbogen umzudrehen? Viele dieser Bogen dienten nicht nur zum Einpacken eines Briefes, sondern wurden beschrieben. Wenn nun auf dem Briefbogen ein Datum z.B. von 1865 trägt, ist der Fall klar: ein unfrankierter "Theologo-Brief" wurde als Basis verwendet für eine gefährliche Verfälschung.

Heinz
 
Martin de Matin Am: 17.02.2020 21:03:23 Gelesen: 2144# 93 @  
@ Heinz 7 [#92]

Hat Dr. Gmach, zuminstens beim BPP, nicht zum 31.12.2019 seine aktive Prüftätikeit beendet?

Siehe auch Beitrag 112 "Neues vom BPP".

Gruss
Martin
 
Heinz 7 Am: 17.02.2020 21:32:14 Gelesen: 2131# 94 @  
@ Martin de Matin [#93]

Lieber Martin.

das ist richtig. Per 31.12.2019 ist beim BPP Schluss. Er ist aber immer noch Prüfer bei der AIEP.

https://www.aiep-experts.net/experts/page/4/

Liebe Grüsse

Heinz
 
marlborobert Am: 17.02.2020 21:32:37 Gelesen: 2130# 95 @  
Herr Gmach prüft weiterhin als AIEJP Prüfer.

Grüße,
sanane
 
EinStein Am: 28.07.2020 14:18:08 Gelesen: 307# 96 @  
Hallo,

ich melde mich hier auch mal wieder. In einem Paket voller Briefmarken, das ich bei Ebay erstanden hatte, war auch folgende Marke dabei und ich hab keine Ahnung woher diese Marke stammt. Den beiliegenden Zettel kann ich leider nicht richtig entziffern. Kann mir irgendjemand sagen, was das für eine Marke ist? Irgendwie wäre es zu schade, wenn ich diesen Schnipsel Papier entsorgen würde.



Lg Eini
 
Martin de Matin Am: 28.07.2020 17:45:34 Gelesen: 289# 97 @  
@ EinStein [#96]

Es ist eine primitive Fälschung von Rumänien (Fürstentum Moldau) MiNr.4. Beim Original zeigt die obere Spitze des Sterns über dem Ochsenkopf auf die Mitte des Buchstaben "K". Die Schraffur in der Schallöffnung Posthorn ist fast senkrecht. Der Stempel ist ein Fantasieszempel (es gibt nur Zweikreisstempel auf der ersten Ausgabe).

Eine Frage meinerseits: Wie kommt man darauf, das die Marke aus Rumänien (Thema: Rumänien Marken bestimmen) kommt? In diesem Thema wurde bisher keine rumänische Marke mit kyrillischer Schrift gezeigt; im Gegensatz dazu aber beim Thema "Rumänien Fürstentum Moldau Marken echt oder falsch" wo auch Marken dieser Art besprochen wurden.

Gruss
Martin

[Beiträge [#96] bis [#98] aus dem Thema "Rumänien: Marken bestimmen" in das von Martin genannte Thema verschoben]
 
10Parale Am: 28.07.2020 20:10:42 Gelesen: 265# 98 @  
@ EinStein [#96]

Martin de Matin [#35] ist zuzustimmen. Es wäre ja zu schön gewesen....eine simple Fälschung. Der Zettel anbei ist in französischer Sprache und spricht noch von geripptem (gestreiftem) Papier (papier vergé).

Ein bisschen Ahnung hatte EinStein ja wohl schon, woher die Marke stammt, sonst hätte er sie nicht unter diesem Thema Rumänien ... eingestellt.

Der Michel macht es ja gleich und somit hätte man Martin de Matin´s Frage auch beantwortet. Das Fürstentum Moldau (und das Fürstentum Walachei nicht minder) sind der glorreiche Beginn von dem, was 1862 in die Vereinigten Fürstentümer mündete und später in das Königreich Rumänien und in all die Verwicklungen, die dieses Land (übrigens wie viele Länder Europas) noch bis in die Neuzeit erleben musste. Wir denken dabei an die Abspaltung der Republik Moldawien oder andere schwelende Autonomieansprüche einiger Magyaren in der Harghita.

Im Thema "Rumänien Fürstentum Moldau Marken echt oder falsch" wäre diese Marke zwar auch nicht gut aufgehoben, aber die Fragestellung wäre dort berechtigt.

Liebe Grüße

10Parale
 

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