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Thema: Heimatsammlung und Belege Burghaun
Richard Am: 27.10.2007 13:35:59 Gelesen: 20772# 1 @  
Seit diesem Jahr habe ich verstärkt mein Interesse an Belegen meines Heimatortes entdeckt.

In diesem Thema möchte ich gelegentlich Marken oder Belege vorstellen, die mit meinem Heimatort zu tun haben, von dort versandt wurden oder eingegangen sind. Vielleicht wird mal eine Sammlung daraus.

Ich würde gerne unter diesem Thema alleine schreiben.

Alle anderen Sammler sind aber gerne aufgefordert, eigene Themen für ihre Belege oder Sammlungen zu eröffnen !

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Brief Thurn und Taxis Mi. 38, 1 Silbergroschen, Stempel 48 = Neuhof, vom 30.08.1866, rückseitige Stempel Fulda 31.08.1866 und Burghaun 01.09.1866, sowie eines der beiden Siegel, die den Brief verschlossen haben.

Erworben in der Ebay Auktion von Rene Waldrab für 1,99 Euro.
 


Richard Am: 27.10.2007 13:37:45 Gelesen: 20771# 2 @  
Hier die Rückseite des Briefes:
 


Richard Am: 10.11.2007 18:33:06 Gelesen: 20740# 3 @  
Ein vorphilatelistischer Brief von 1857, möglicherweise an die gleiche Familie wie der oben gezeigte Brief.

Wenn der gefaltete Brief aufgefaltet, kann man den 150 Jahre alten Test lesen.

Der Ort Rotenkirchen war damals ein kleiner Ort etwa 5 km von Burghaun entfernt mit wenigen hundert Einwohnern und ist heute Ortsteil von Burghaun.

Bei Ebay für 3,99 Euro erworben.
 


Richard Am: 23.06.2008 15:56:16 Gelesen: 20605# 4 @  
Gestern für 25,50 Euro auf Ebay erworben. Ich hoffe, der Beleg (Marke, Stempel) ist echt:

Hübscher Brief mit Baden Michelnummer 18 von Carlsruhe nach Burghaun bei Hünfeld. Rückseitig Ankunftsstempel.
 


Richard Am: 26.11.2008 04:29:55 Gelesen: 20360# 5 @  
Diese besonders schöne fast 100-jährige Karte konnte ich am 17.10.08 bei Ebay zu 108 Euro für meine Heimatsammlung ersteigern:

Beschreibung: "Burghaun (bei Hühnefeld). Ansichten von Kgl. Oberförsterei . Dimbachstrasse . Kgl. Amtsgericht . Evg. Pfarrhaus . Evangl. Kirche und Kath. Kirche . Kath. Pfarrhaus und Krieger Denkmal . Verlag von R. Becker in Burghaun . Mit Marke und Stempel von ca. 1910 . Gebrauchsspuren, bei der Briefmarke ca. 3 cm Knick."

Ich bin noch am rätseln, was mit Hühnefeld gemeint ist, denn der Nachbarort, die frühere Kreisstadt, nennt sich Hünfeld. Morgen wird die Stadtverwaltung mit meiner Nachfrage rechnen dürfen.

Im Beitrag [#4] ist der Ortsname korrekt geschrieben.


 
Richard Am: 01.12.2008 12:45:05 Gelesen: 20286# 6 @  
Ein weiterer Beleg für meine Heimatsammlung, den ich auf Ebay am 05.09.08 für 121,50 Euro erwerben konnte:

"AK BURGHAUN HÜNFELD FULDA LITHO mit 2 Gasthäusern, gel. 1901, teilweise in Golddruck, Ecken etwas bestoßen, gute Erhaltung."

Ich finde ein äusserst schönes über 100 Jahre altes Stück !


 
Richard Am: 25.05.2009 23:30:32 Gelesen: 20066# 7 @  
Norddeutscher Postbezirk Brief Mi 16 BURGHAUN > GEISA Stempel Thurn und Taxis Nachverwendung, gelaufen 1869 von Burghaun nach Geisa / Rhön (1 Euro bei Ebay)


 
Richard Am: 04.04.2010 11:54:23 Gelesen: 18966# 8 @  
Ein Beleg, den ich im Februar beim Auktionshaus Rosslau erworben habe (30 Euro und Zuschläge):

Beschreibung des Auktionshauses:

AM Post - 12 Pfg. EF a. Fernbrief an d. RPD Frankfurt/M. mit schwarz. Notstpl. (L2) Burghaun Kreis Hünfeld (Hb. Type a), rs. Eing.-stpl. 8.10.45.

Der Notstempel lag mir bisher auf Beleg nicht vor.

Schöne Grüsse, Richard


 
Richard Am: 10.01.2011 11:23:04 Gelesen: 18235# 9 @  
Notstempel Zensurpost

In der Auktion von Peter Harlos konnte ich folgendes Los erwerben:

AM-Post: Schwarzer Not-Z2 Burghaun / Kreis Hünfeld (Handbuch Type a) auf Bf mit 2 x 6 Pf. nach Kempten, links US-Zensur 14754 München, Bedarf. Kat-Nr: 4 (2).


 
Werner Steven Am: 18.03.2011 00:07:10 Gelesen: 17785# 10 @  
Na, wunderbar. Die Idee so eine Heimatsammlung aufzubauen ist sehr gut, aber nur Belege anhäufen?

Ich gebe aber zu bedenken. Ist es nicht sinnvoller sich Wissen über die Postgeschichte des Ortes anzulesen? Ein Besuch im nächsten Stadtarchiv ist notwendig.

Sollte man sich nicht die Grundbegriffe der betreffenden Postvorschriften, Gebühren und Stempelformen beschaffen? Für Thurn und Taxis gibt es doch genug zu finden. Was war zur Zeit Napoleons? Wann gehörte "meine" Postanstalt zu welcher Postverwaltung? Wie war ihr jeweiliger Rang, Postamt Poststelle? Gab es andere Postanstalten im Ort? Wie lief die Postversorgung, Botenlinien, Postcourse? Fragen über Fragen.

Beim Kauf abwägen. Ich habe viel Lehrgeld bezahlt, indem ich Briefe gekauft habe, bei dem man den Stempel gerade noch lesen konnte und bei dem der Umschlag einen Knick hatte. Später musste ich etwas mehr für einen schönen Brief bezahlen. Ich wollte doch eine schöne, vorzeigbare Sammlung aufbauen, jeder will das.

Durch das erworbene Wissen wusste ich bald, was ich zu suchen hatte. Ich kannte auch die Sammler für das gleiche Gebiet und das nicht nur zum Tauschen. Ich kannte die Preise, fand die richtigen Quellen und kam nun nicht nur zu einer Sammlung aller möglichen Stempel sondern zu dem was ich eigentlich wolle, ein Exponat aufbauen.

Ihr Wissen brauchen sie auch um die Belege zu beschreiben. Was mach das Dreieck auf der Nachnahme? Seit wann gibt es R-Zettel, Postbereichsleitzahlen, Amtskennzahlen, 4stellige und ab wann 5stellige Postleitzahlen und warum? Sie werden bald feststellen, das viele Sammler sie als Experten (nicht nur für ihr Gebiet) akzeptieren.

Um es kurz zu machen, erst lesen und dann kaufen. Bei einem Händler oder Verkäufer, der das Wissen nicht hat (er hat es leider meistens) kann man vielleicht auch mal eine seltene Besonderheit günstig erwerben, ein hoher Lustgewinn.

Der Übergang vom Sammler nach Katalog zum erfahrene Philatelisten ist mehr als lohnenswert.
 
Richard Am: 12.05.2011 08:25:49 Gelesen: 17439# 11 @  
@ Werner Steven [#10]

Vielen Dank, Werner. Ich werde noch ausführlich antworten. Soviel vorab: Was ich vorstelle ist keine Sammlung, sondern das eine oder andere erworbene Los. Bei einem Ort mit einer damals nur dreistelligen Einwohnerzahl ist das garnicht einfach.

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Nicht immer muss es teuer sein, auf Ebay war diese Marke für 4,95 Euro plus 1 Euro Porto zu ersteigern:

DR Nr 19 AD Nachverwendung TT Nr.066 Burghaun 30 Punkte

Schöne Grüsse, Richard


 
Richard Am: 13.05.2011 14:48:22 Gelesen: 17379# 12 @  
Auf der 41. Auktion von Herbert Geier wurde ein Burghaun Beleg mit einem mir noch unbekannten Stempel angeboten. Ausrufpreis 20 Euro, von mir mit 77 Euro ersteigert, zuzüglich Nebenkosten zu 101,52 Euro:

BURGHAUN Kreis Hünfeld: (1945), selt. schw. L2 klar auf Sammlerbrief mit 24 Pfg. AM-Post Notstempel:



Dass es sich um einen Sammlerbeleg handelt, ist mir klar. Nur - wie kann ich feststellen, ob der Stempel echt ist ? Wer kann helfen oder welche Arbeitsgemeinschaft / welcher Prüfer ist zuständig ?

Schöne Grüsse, Richard
 
reichswolf Am: 13.05.2011 15:03:28 Gelesen: 17376# 13 @  
Hallo Richard,

zumindest eines kann ich dir bestätigen: der Stempel ist bekannt. Ein ähnlicher Beleg wurde am 14.11.2009 bei Harlos bei der Versteigerung der Sammlung Peter van Halteren angeboten (Los 1151, leider ohne Bild). P. v. Halteren hatte eine gigantische Sammlung zum Thema Deutschland 1945-49, in der u.a. auch diese Notstempel dokumentiert hatte. Der Burghauner Notstempel wurde dort für 20€ ausgerufen, der Zuschlag ist mir nicht bekannt. Ich hoffe, das hilft dir dennoch ein wenig weiter.

Beste Grüße,
Christoph

edit: Weitere Informationen kannst du bestimmt bei der ARGE DEUTSCHE NOTMAßNAHMEN AB 1945 E.V. bekommen: http://www.deunot.de/
 
Stempelfred Am: 15.05.2011 19:35:06 Gelesen: 17313# 14 @  
Guten Tag, lieber Sammlerfreund Richard,

wer eine gute Frage stellt, ist auch eine gute Antwort wert. Hier ist sie (sofern ich sie beisteuern kann):

Der abgebildete Ortsnotstempel der PSt I Burghaun über Hünfeld war im Juni 1946 in regelmäßigem Gebrauch, daher meist auf Ziffer-Marken. Wegen der kurzen Einsatzzeit von nur etwa einem Monat und der wenigen erhalten gebliebenen Bedarfsbelege gilt er als selten - Gruppe 5 von 5. Hier liegt ein Sammlerbeleg vor; diese sind zeitlich später und in der Anzahl häufiger.

Von 1944 bis Mai 1946 war ein anderer Stempel in Gebrauch, 45 x 18 mm, auch ohne Rahmen und mit anderer Schrift. Dieser ist niedriger zu bewerten - Gruppe 2 von 5. - Im Harlos-Katalog Nr. 28, Los 1151 ist er doch abgebildet, und zwar auf S. 154 in der Mitte. Er wurde (siehe Ergebnisliste) bei einem Ansatz von 20 € nicht sofort verkauft.

Mein Wissen beziehe ich - wenn die eigene Kenntnis nicht ausreicht, und das ist häufig der Fall - aus Arenz / Kahl / Richter: ORTSNOTSTEMPEL deutscher Postanstalten 1945 - 1953, das Richter im Eigenverlag 2001 herausgegeben hat. Er hat noch welche zum Preis von 38 € + 2 € für den Postversand, akzeptiert keine Vorauskasse - Zahlung gegen Rechnung erst nach Eintreffen und Ansicht. Leider gibt Richter keine eMail-Adresse preis, deshalb Post an Hans-J. Richter, Rostockstraße 19, 38124 Braunschweig. Telefon 0531-690946. Sie können meinen Namen nennen.

Richter hat mit Unterstützung von etwa 70 fleißigen Sammlern das erreichbare Wissen der Mitglieder der ArGe Deunot zusammengefasst. Natürlich gibt es immer noch Neuentdeckungen und auch ein paar sehr zweifelhafte Stücke, aber solche nimmt Richter nicht auf bis alles klar ist. Bei Burghaun muss man also keinen Zweifel mehr haben.

Ich sehe daher keine Notwendigkeit, den Beleg einem Prüfer vorzulegen und die Gebühr auszugeben. Wenn schon, dann soll es der regional zuständige Prüfer sein. Bei der Amerikanischen Zone und den AM-Post-Marken bis Nr. 35 ist das z.B. A. Schlegel.

Abschließend noch ein Hinweis: Barfrankaturen sind von Burghaun nicht nachgewiesen. Offensichtlich gab es bei Wiedereröffnung ausreichend AM-Post-Marken.

Nun habe ich hoffentlich alles erwähnt, wünsche einen schönen Sonntagabend und auch sonst eine gute Zeit.
Stempelfred Peter
 
Richard Am: 18.05.2011 08:53:37 Gelesen: 17262# 15 @  
Ein Los, bei dem ich leider überboten wurde:

Raith Saalauktion

BURGHAUN, Kr.Hünfeld - "Gasthaus zum weissen Ross" + "Gasthaus zur Schmiede", etwas dunkler Rand, I-II, R!

verkauft zu 60 Euro plus Zuschläge


 
Richard Am: 23.05.2011 08:16:46 Gelesen: 17177# 16 @  
Bei einem so schönen Stempel musste ich zugreifen (Euro 45,50 plus Porto, Michelwert der Marke Euro 40,--):

DR Nr.22 ideal gestempelt BURGHAUN Befund Brugger

BRUSTSCHILD 5 Gr. großes Schild ideal sauber gestempelt mit TAXIS-K1 "BURGHAUN", neuester Fotobefund Brugger BPP "schöne Gesamterhaltung", siehe Foto.





Wenn ich Preise angebe, mache ich das mit dem Hintergrund Interessenten an solchen Belegen über die üblichen Preise zu informieren.
 
AfriKiwi Am: 23.05.2011 09:14:01 Gelesen: 17171# 17 @  
@ Richard [#16]

Hallo Richard,

Bravo !

Ich Meine Du kannst froh sein dass kein anderer Heimatsammler in Burghaun war, in dieser Stempelqualität interessiert, sonst ging es bestimmt höher.

Das unterstreicht auch die Tendenz zu guten Stempeln und wage zu sagen einige Mitglieder hier auch dafür geboten zu haben. ;)

Erich
 
Pete Am: 05.08.2012 16:00:55 Gelesen: 13680# 18 @  
@ Richard [#16]

Bei der gestrigen Durchsicht von Freistemplern bei einem Sammlerkollegen fand sich der nachfolgende Beleg:





Raiffeisenbank Burghaun eG mit der Maschinennummer 3D05003F86

Hier handelt es sich um den ersten Freistempler aus Burghaun, den ich bisher gesehen habe.

Zum Frankiergerät von Francotyp-Postalia wird T1000er mehr sagen können.

Gruß
Pete
 
T1000er Am: 05.08.2012 18:47:47 Gelesen: 13661# 19 @  
@ Pete [#18]

Zum Frankiergerät von Francotyp-Postalia wird T1000er mehr sagen können.

:-) Stimmt!

Wie an der Kennung "3D05" unschwer zu erkennen, handelt es sich um das Modell OptiMail von Francotyp-Postalia, welches im Thermotransferdruck arbeitet.

Gruß,
T1000er
 
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