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Thema: Literatur: Wie gut ist die Zeitschrift "Philatelie" des BDPh ?
sudetenphilatelie Am: 28.08.2010 18:05:19 Gelesen: 14642# 1 @  
Philatelie am Ende ?

In der aktuellen "Philatelie", der Verbandszeitschrift des Bundes deutscher Philatelisten (BDPh) ist ein beachtenswerter Artikel erschienen: "Sudetenland - erst das Ende vom Anfang?"

Für alle Interessierte, die dieses Magazin nicht beziehen können, hier der Artikel von Herrn Gerd H. Hövelmann.


 
Lars Boettger Am: 29.08.2010 19:54:56 Gelesen: 14585# 2 @  
@ sudetenphilatelie [#1]

Für alle Interessierte, die dieses Magazin nicht beziehen können, hier der Artikel von Herrn Gerd H. Hövelmann.

Entschuldige die Werbeunterbrechung: Alleine die Artikel von Herrn Hövelmann sind den Mitgliedsbeitrag von z.Zt. 24 € z.B. über den Sammler-Service-Club wert. Es geht m.W. noch billiger. Aber wer für 2 € pro Monat eine ähnliche gute Mitgliedszeitschrift kennt, der darf sich gerne bei mir melden. Dazu gibt es noch die Serviceleistungen des BDPh dazu.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

BDPh-Bundesstellenleiter Fälschungsbekämpfung

P.S. Wenn es den BDPh nicht gäbe, dann würden noch mehr Sammler bei eBay beschissen.
 
stephan.juergens Am: 29.08.2010 20:54:52 Gelesen: 14564# 3 @  
@ Lars Boettger [#2]

Hallo Lars,

nur um mal ketzerisch zu sein: Die Briefmarke des Österreichischen Verbandes ist m.E. besser.

Und die ist noch preiswerter zu bekommen. Da muß man nur ein Abonnement bei der österreichischen Post haben, dann gibt es "Die Briefmarke" jeden Monat frei Haus.

Trotz dass das "postfrisch"-Pendant, d.h. das Werbemagazin der österreichischen Post in "Die Briefmarke" integriert ist, ist der gefühlte Werbeanteil niedriger. Zum Werbeanteil der "Philatelie" zähle ich bewußt einen Großteil der Artikel von Herr Maassen, z.B. wenn er seitenlang über Vorstandssitzungen des Auktionatoren- oder des Händlerverbandes berichtet.

Kurz: Die Philatelie ist kein Argument für eine Mitgliedschaft im BdPh. Obwohl: die Philatelie erspart ein Abonnement mindestens einer der drei kommerziellen Monatszeitschriften für Briefmarkensammler, denn i.d. Regel sind die meisten Buchbesprechungen und Neuheitenmeldungen dort schon mal gelesen worden.

Wenn ich mir vom BdPh was wünschen dürfte: Ausbau der Literatur-Rezensionen. Der Arge-Teil müßte viel aktueller sein, manchmal sind die dort vorgestellten Ausgaben der Argen ja ein dreiviertel Jahr ja alt. Die "Ausweitung" des Kleinanzeigenteils seit Beginn des Jahres habe ich positiv zur Kenntnis genommen. Was mich wundert, ist das es klassische Massnahmen zur Leser-Blattbindung (auch bekannt als Preisrätel :-) auf der Webseite des BdPh regelmässig stattfinden, es in der "Philatelie" so was aber nicht gibt.

Mit Sammlergrüßen
Stephan
 
sudetenphilatelie Am: 30.08.2010 17:42:47 Gelesen: 14513# 4 @  
@ stephan,juergens [#3]

Alleine schon dieser fundierte Beitrag von Herrn Hövelmann ist für mich ein Beleg, dass man die "philatelie" als ernsthafter Sammler (zumindest in Deutschland) einfach haben muss. Ein paar Euro hin oder her sind da m. E. unerheblich. Hier geht es einfach um Fachwissen und Hintergrundinformation.
 
stephan.juergens Am: 30.08.2010 20:45:40 Gelesen: 14473# 5 @  
@ sudetenphilatelie [#4]

Apropo Fachwissen: Ich erwarte bei einem Artikel, dass Preisangaben nicht künstlich überhöht werden.

In der Bildunterschrift zur P 275 steht bei Herrn Hövelmann, dass meist für weniger als 20 Euro zu haben ist. Dies ist sicherlich richtig, da sie im Michel Ganzsachenkatalog Deutschland 2007 ungebraucht mit 6,- und gebraucht mit 8,50 notiert. Wer jetzt nach diesem Artikel also meint, für 15 Euro ein Schnäppchen gemacht zu haben, wird sich zweimal umgucken.

Apropo: Ich finde die Philatelie nicht schlecht, und lese auch die meisten Artikel. Den hier diskutierten Artikel habe ich noch nicht komplett gelesen, dass steht für Samstag auf dem Programm, wo ich mehrere Stunden Zugfahrt vor mir habe.

Nur: "Die Briefmarke" des österreichischen Verbandes ist - insbesondere wenn man sie als Abonnement der österreichischen Post kostenlos bekommt - erheblich lesenswerter. Wie gesagt: die "Philatelie" ist kein Argument für eine Mitgliedschaft im BdPh. Für diese Mitgliedschaft gibt es erheblich bessere Argumente.

Gruß Stephan
 
sudetenphilatelie Am: 31.08.2010 18:03:30 Gelesen: 14426# 6 @  
@ stephan,juergens [#5]

Die Ganzsache P 275 gehört eigentlich nicht zum Sudetenland sondern zum Deutschen Reich, aber auch ich habe diese in meiner Sudeten-Sammlung, einfach um die betroffenen Gebiete auf historische Weise zu dokumentieren.

Der Preis ist absolute Nebensache. Im Gegenteil, ich habe mich gefreut, so ein passendes Zeitdokument günstig zu bekommen.

Zur "Briefmarke" kann ich leider nicht´s sagen, den ich kenne dieses Magazin nur dem Namen nach. Anfangs war ich auch gegenüber der "Philatelie" eher reserviert eingestellt (wegen der vielen Berichterstattung über Funktionäre und Funktionärstreffen, diese interessierte mich weniger), aber die Fachbeiträge von Herrn Hövelmann sind immer lesenswert und haben mich überzeugt. Der aktuelle Beitrag ist nicht nur Werbung für das spannende Sammelgebiet "Sudetenland" sondern auch für die "Philatelie". Dabei möchte ich das österreichische Gegenstück nicht schmälern.
 
Lars Boettger Am: 01.09.2010 11:08:15 Gelesen: 14383# 7 @  
@ stephan,juergens [#5]

Hallo Stephan,

die "Briefmarke" hat eine andere Trägerschaft, das dürfte sich inhaltlich bemerkbar machen bzw. ist stark von der österreichischen Post abhängig - wie sieht es da mit kritischer Berichterstattung aus? Ich selbst kenne die "Briefmarke" nur durch ein Exemplar, dass ich mir bei der WIPA mitgenommen habe und fand sie sehr gut.

Bezüglich der Inhalte: Es ist jedem unbenommen, Beiträge für die "philatelie" zu schreiben.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
gzsalle Am: 16.11.2015 09:54:16 Gelesen: 10385# 8 @  
Ich plädiere dafür, die Mitgliedschaft im BDPh und den Bezug der Zeitschrift "philatelie" zu trennen. Ich kann gerne auf Artikel über Verbandsklüngel verzichten. Interessieren würde mich stattdessen, was der BdPh hinsichtlich der Mehrwertsteueranhebung sowie hinsichtlich der steuerlichen Bewertung der Sammler für uns erreicht hat oder noch erreichen will.

Meines Erachtens kommen in der "philatelie" Fachartikel viel zu kurz. Viele Artikel in Zeitschriften der Arbeitsgemeinschaften und Briefmarkenvereine hätten sicherlich ein größeres Publikum verdient. In unserem Verein ist die Stimmung bzgl. weiterer Verbandsumlagen drastisch gesunken.

Beste Sammlergrüße

Wolfgang
 
Lars Boettger Am: 16.11.2015 10:56:00 Gelesen: 10339# 9 @  
@ gzsalle [#8]

Hallo Wolfgang,

was schlägst Du vor? Der Verbandsbeitrag eines Vereinsmitgliedes von 12 Euro hat gerade die Kosten für die "Philatelie" gedeckt. Artikel über die Arbeit des Bundesverbandes gehören m.E. mit dazu. Das ist in anderen Zeitschriften, die ich über eine Mitgliedschaft beziehe, nicht anders bzw. z.T. noch viel ausgeprägter. Ich denke da an amerikanische und englische Zeitschriften namhafter Verbände.

Ich kann mich noch gut an die Aussagen von Wolfgang Maassen erinnern, der gerne mehr Artikel aus dem Bereich der ArGen bringen würde, aber das Angebot fehlte. Die Artikel aus den ArGe- und Vereinsheften sind teilweise auch sehr speziell, das interessiert die meisten Sammler nicht.

Beste Grüsse!

Lars
 
nor 42 Am: 16.11.2015 18:28:44 Gelesen: 10201# 10 @  
@ Lars [#9]

Sie haben recht, ich frage mich schon lange, wie viele von den Lesern sich wirklich für die Speratis Meisterstücke interessieren, die immerhin schon die neunte Folge erreichte. Die "Michel Rundschau" findet immer etwas Neues, warum nicht auch die "Philatelie"?

Alles Gute,
Nor 42
 
Jimphil Am: 17.11.2015 06:55:55 Gelesen: 10097# 11 @  
Hallo,

die Philatelie ist und bleibt die beste deutschsprachige Briefmarkenzeitschrift. Die Berichte sind sehr ausgewogen, für Briefmarkensammler und Philatelisten. So muß es sein, für jeden etwas. Hoffentlich bleibt uns die Philatelie in dieser Form auch weiterhin erhalten.

Grüße
 
asmodeus Am: 17.11.2015 08:19:24 Gelesen: 10077# 12 @  
Ich finde die Zeitschrift Philatelie nicht schlecht. Es gibt immer Rubriken, die ich nicht lese bzw. in meinen Augen uninteressant sind. Ich könnte es nicht besser machen und nach meinen Vorstellung gibt es keine Zeitschift/ Magazin die 100% auf meine Bedürfnisse aufgemacht sind. Nur eine Vereinszeitschrift kommt ganz gut heran - das GB Journal der Great Britain Philatelic Society. Die Vereinsnachrichten sind in einem zweiten separatem Heftchen untergebracht und das Journal steht mit seinen Themen für sich.

Auch der Preis für ein Magazin sind bis jetzt unschlagbar - vergleicht man andere Magazine, dann ist es recht günstig. Habe dieses Jahr mein Abo des Gibbons Monthly gekündigt, ca. £90 im Jahr mit Porto- das Porto macht ca. die Hälfte aus, aber das Magazin kostet um die £4 (5,70€).

Mir reicht die Philatelie vollkommen aus, um über den Tellerrand zu schauen. Für mein Sammelgebiet habe ich die Magazine der GBPS und der Forschungsgemeinschaft GB (auch gutes Vereinsmagazin) und das Magazin der RPSL "The London Philatelist" gibt mir das breite Spektrum der Philatelie wider.

So ist es im Leben: Es gibt immer ein "Für" und "Wider" - nur wir sind Menschen und übersehen gerne das Positive und steigern uns zu sehr in das Negative rein. Gute/ berechtigte Kritik ist immer gerne gesehen, aber wir kritisieren manchmal zu viel und unnötig!
 
Francysk Skaryna Am: 17.11.2015 11:08:51 Gelesen: 10012# 13 @  
@ gzsalle [#8]

Moin,

Meines Erachtens kommen in der "philatelie" Fachartikel viel zu kurz.

Fachartikel gibt es sicherlich genug. Das Problem sind aber wohl der Umfang und die damit einhergehenden Kosten für Druck und Vertrieb. Im redaktionellen Teil gibt es nicht mehr viel zum Sparen, also hatte man vor einiger Zeit die Schriftgröße der besseren Lesbarkeit wegen erhöht. Ketzer behaupteten schon damals, es sei eine getarnte Sparmaßname bei den Druckkosten.

Derzeit versucht man krampfhaft, die digitale Ausgabe an die Sammler zu bringen. Derzeit gibt es da auch noch ein paar Reibungsverluste. Und mittlerweile ist ja beschlossen, den Umfang zu reduzieren. Irgendwo geht da die Sparsamkeit an die Substanz, was ich schade finde. Welches Konzept hat man da eigentlich für die Zukunft?

Das digitale Konzept könnte besser umgesetzt werden. Den USB - Stick der Archiv-Edition bekommt man auch per Rechnung, die Updates jedoch nur per PayPal [1]. Beim Kauf des USB-Stils ist das so nicht ersichtlich. Damit stößt man so manchen auch platt vor den Kopf. So etwas geht besser. Vielleicht gibt es Sammler, die die Ausgaben auch aufheben - aus welchem Grunde auch immer.

@ Lars Böttger [#9]

Die Artikel aus den ArGe- und Vereinsheften sind teilweise auch sehr speziell, das interessiert die meisten Sammler nicht

Es ist ja schon angeklungen: Nicht jeden interessiert Speratis Schaffen in der ausführlichen Tiefe. Aber die Philatelie ist sehr vielseitig und genau dieses Konzept zeichnet sie aus. Gibt man das Konzept auf, macht man das Heft überflüssig. Sparen ist immer richtig, paßt auch immer irgendwie - aber manchmal ist es nachhaltiger und schlußendlich effektiver, nach dem Woher zu schauen. Das ist etwas schwerer, bringt aber schlußendlich mehr.

Gruss

[1] http://bdph.de/forum/showthread.php?15348-Zahlung-Update-Archiv-Edition-per-PayPal
 
10Parale Am: 17.11.2015 12:24:38 Gelesen: 9969# 14 @  
@ Jimphil [#11]

Da schließe ich mich voll und ganz an, hoffentlich bleibt uns die philatelie noch lange in dieser Form erhalten.

Speratis Schaffen interessiert mich nur dann, wenn es mein Sammelgebiet berührt. Interessant ist, dass hier Fälschungen einen Stellenwert erhalten, den sie eigentlich nicht verdienen. Ich habe auch ein Ölbild in meinem Wohnzimmer hängen, das kostete mich 35,-- Euro auf dem Flohmarkt. Das Original brachte bei der letzten Auktion 260.000 Euro.

Ein besseres Magazin gibt es im Moment meiner Meinung nach in Deutschland nicht.

Liebe Grüße

10Parale
 
10Parale Am: 26.02.2017 17:47:02 Gelesen: 7359# 15 @  
"Im Trend: "Social Philately (1) - Gesellschaftsgeschichtliche Philatelie"

Schon lange keinen so guten lehrreichen Artikel in der Philatelie mehr gelesen. Anhand eines einfachen Ortsbriefes aus London mit einer einfachen Briefmarkenfrankatur zu 1 Penny im Wert von 3,-- Euro (Michel Nr. 10B) geht der Autor tiefer in die Anschauung. Doch erst der Adressat macht den Brief zu einem wahren Forschungsobjekt. Wunderbar vom Autor dargestellt, der übrigens kein Geringerer als Karl Louis ist.

Auch der Artikel über die Marken von El Salvador mit den Vulkanmotiven hat mich begeistert.

Ein guter Trend und ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe. Für solch ein Magazin, vielleicht von 50 Seiten Inhalt mehr, würde ich auch gerne einen Obulus bezahlen.

Liebe Grüße

10Parale
 
zockerpeppi Am: 26.02.2017 20:11:21 Gelesen: 7255# 16 @  
Die Philatelie kommt bei mir etwas später und noch habe ich nicht alle Artikel gelesen.

Aber ich schließe mich 10Parale [#15] an. Der Artikel über die "Social" ist mein absoluter Favorit! Verständlich für alle die mich kennen, ich durchforste das Netz in alle Richtungen um Infos/Bilder über Absender bzw die Empfänger meiner Belege zu finden. Ich bin bespannt auf die Fortsetzung.

Wolfgang Baldus Serie „Jeder Beleg 1 Euro“ lese ich immer. Er versteht es einen (auf den ersten Blick) unscheinbaren Beleg ins rechte Licht zu rücken.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
Andorralover Am: 04.03.2020 12:23:54 Gelesen: 925# 17 @  
Ich brauche die "Philatelie" nicht, da in den letzen Jahren kein Artikel über mein Sammelgebiet erschienen ist.

Beste Grüße
Andorralover
 
lueckel2010 Am: 04.03.2020 12:30:28 Gelesen: 913# 18 @  
@ Andorralover [#17]

Tipp:

Einfach mal selber etwas über die bevorzugten Sammelgebiete schreiben.

Moin, "lueckel2010"
 
22028 Am: 04.03.2020 12:46:57 Gelesen: 901# 19 @  
@ Andorralover [#17]

Warum erwartest Du dass andere über Dein Gebiet schrieben, gehe doch mit gutem Beispiel voran. Die philatelistischen Beiträge in der Philatelie sind im allgemeinen von Sammlern wie Du und ich geschrieben.
 
saeckingen Am: 04.03.2020 13:39:31 Gelesen: 863# 20 @  
Keine der allgemeinen philatelistischen Zeitungen sind für Spezialisten, die sich nicht für den Blick über den Tellerrand interessieren, geeignet. Ich interessiere mich aber für viele Themen in der Philatelie, auch wenn ich diese nicht selbst sammle. Manchmal profitiert meine Sammlung aber doch, da ich das eine oder andere aus anderen Sammlegebieten auf meines ableiten kann.

Fachartikel zu meinem Sammlegebiet erwarte ich ausschließlich von der spezialisierten Arbeitsgemeinschaft zu diesem Gebiet.

In der philatelie war in den letzten 12 Monaten nur 1 Artikel zu meinen Sammelgebieten und den habe ich selbst geschrieben. Trotzdem war der für mich interessant, da ich darüber bereits in den ersten 7 Tagen seit dem Erscheinen zwei sehr interessante Kontakte mit anderen Sammlern zum Thema hatte.

Für mich ist das eine der besten philatelistischen Zeitschriften weltweit und ich freue mich über jede Ausgabe!

Grüße
Harald
 
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