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Thema: (?) (676/684) Moderne Postgeschichte: Konsolidierer und deren Kodes
Das Thema hat 685 Beiträge:
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bedaposablu Am: 25.06.2021 18:31:02 Gelesen: 22256# 661 @  
Hallo,

heute kam mir folgender A4 Brief unter die Finger:



Ausschnitt der Vorderseite



Rückseitiger Konsolidierer-Stempel

Kann Jemand etwas zu diesem K-Stempel sagen, ist es auch ein AFS oder ?

Ansonsten ist sonst immer im Werbeklischee in der Stempeldatenbank "DIREKTexpress BRIEF AG": K2049 enthalten

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Ichschonwieder Am: 26.06.2021 12:11:36 Gelesen: 22228# 662 @  
[#661]

Hallo Klaus-Peter,

"Direktexpress Brief AG" Ulm hat deutschlandweit Post in Firmen eingesammelt bzw. über kleinere örtliche Kurierdienste einsammeln lassen und sie an unterschiedlichen Standorten mit unterschiedlichen Konsolidierkennungen bearbeitet.

Es wurden aber nicht nur frankierte Sendungen in Firmen eingesammelt, sondern auch mit eigenen Frankiermaschinen Post für Kunden frankiert und dann konsolidiert.

Zu Beginn der Konsolidierung wurde dieser ( viel Farbe verbrauchende) Stempel auf der Rückseite angebracht. Er erfüllte alle Anforderunge, die Konsolidierkennung, das Tagesdatum und die Zählnummer.

Obwohl Dein Stempel vermutlich mit einer Absenderfreistempelmaschine erzeugt wurde, ist er kein Absenderfreistempel und auch kein Absenderkontrollstempel. Er dient der Kennzeichnung des einliefernden Konsolidierers.

Später kamen dann die mehr bekannten schwarzen Kennungen auf der Vorderseite zum Einsatz, die teilweise noch das Briefzentrum kennzeichneten, in denen die Briefe eingespeist wurden. Hier also das BZ 06.



VG Klaus Peter
 
bedaposablu Am: 27.06.2021 16:41:54 Gelesen: 22194# 663 @  
@ Ichschonwieder [#662]

Hallo Klaus Peter,

recht vielen Dank für Deine reichhaltigen Informationen. Das Gebiet der Konsolidierer ist doch recht speziell und komplizierter als die der Deutschen Post AG.

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
DL8AAM Am: 27.06.2021 19:14:27 Gelesen: 22186# 664 @  
@ Ichschonwieder [#662]

Später kamen dann die mehr bekannten schwarzen Kennungen auf der Vorderseite zum Einsatz, die teilweise noch das Briefzentrum kennzeichneten, in denen die Briefe eingespeist wurden.

War das bei K2049 damals so? Heute wäre die Kennung "06" eine Kennzeichnung des für die Zustellung zuständigen Briefzentrums.

Beste Grüße
Thomas
 
Ichschonwieder Am: 27.06.2021 20:10:24 Gelesen: 22179# 665 @  
[#664]

Hallo Thomas,

ja, das war damals schon so, ich habe aus dem gleichen Zeitraum auch Einlieferung im BZ 39 bzw. im BZ 73.

Da ich aber in Aschersleben mehrere "Papierkörbe" hatte ist mein Bestand natürlich überwiegend mit der 06.

VG Klaus Peter
 
Ichschonwieder Am: 28.06.2021 13:53:54 Gelesen: 22157# 666 @  
[#664]

Hallo Thomas,

heute möchte ich meine Aussage mit einem Beleg untersetzen.
PIN Mail Erfurt konsolidierte über "Direktexpress Brief AG" Ulm. Dort wurde der Brief frankiert und vorsortiert für das Briefzentrum 31 um in 31073 Grünenplan durch die DP zugestellt zu werden.

Die Vorsortierung nach Briefzentren und die dortige Einlieferung brachte höhere Rabatterlöse, als eine normale Einspeisung der gesamten Post in einem BZ.



VG Klaus Peter
 
Stefan Am: 28.06.2021 21:38:12 Gelesen: 22135# 667 @  
@ DL8AAM [#664]
@ Ichschonwieder [#666]

Die Vorsortierung nach Briefzentren und die dortige Einlieferung brachte höhere Rabatterlöse, als eine normale Einspeisung der gesamten Post in einem BZ.

Ihr sprecht (schreibt) im Grunde über den gleichen Sachverhalt. Bei der Konsolidierung wird nach BZA (Briefzentrumsausgang) und BZE (Briefzentrumseingang) unterschieden. Wenn der aufliefernde Konsolidierer neben der Vorsortierung nach Postleitbereich zusätzlich den Transport zum Eingangsbriefzentrum übernimmt (wo auf Briefzustellbezirk sortiert wird), erhält dieser einen höheren rückzuvergütenden Rabatt auf das bereits gezahlte Porto als wenn die gleichen Sendungen vom Konsolidierer im nächstgelegenen Briefzentrum als BZA aufgeliefert würden.

Mit dem Begriff "Transport" ist neben der Logistik (Organisation) auch die Fahrt selbst, bspw. zum benachbarten Briefzentrum (Bsp. Sendungen aus dem Postleitbereich 39 = Magdeburg in den Postleitbereich 06 = Halle/Saale) oder quer durch die Bundesrepublik an das andere Ende von Deutschland gemeint.

Gruß
Pete
 
Araneus Am: 18.07.2021 23:28:10 Gelesen: 17443# 668 @  
@ Journalist [#632]

K7056

Über den Konsolidierer mit der Kennung K7056 ist bisher wenig geschrieben und erforscht worden. Ich möchte deshalb heute noch einmal zwei Belege vorstellen. In beiden Fällen handelt es sich um DV-Freimachungen. Absender des erste Briefs ist die SCHUFA Holding in Bochum, Absender des anderen Briefs ist der DRK Blutspendedienst West in Ratingen. In beiden Fällen ist die Konsolidierungskennung „K7056“ oberhalb der Adresse gedruckt.



Was auffällt, ist, dass beide Belege – wie auch der im Beitrag [#632] gezeigte Beleg, innerhalb der Sendungs-ID dieselbe Kundennummer der Deutschen Post aufweisen („ 31B3 4CF“). Da die Absender sehr unterschiedlich sind, dürfte diese Kundennummer zu dem Dienstleister gehören, der die Briefe versandt hat, und nicht zu den jeweiligen Absendern.

Jürgen hat in seinem Beitrag Nr. [#632] die Firma Georg Kohl aus Brackenheim als Konsolidierer identifiziert. Diese Firma hat allerdings 2010 Insolvenz angemeldet und heißt seit 2011 nach Übernahme durch den japanischen Ricoh-Konzern " Ricoh" [1]. Sie übernimmt unter dem Markennamen PostageOnly laut Prospekt „die Datenaufbereitung, den Druck und den Versand Ihrer gesamten Tagespost“. „Aufträge verschiedener Kunden werden elektronisch sortiert, konsolidiert, gedruckt und portooptimiert für die Zustellung vorbereitet.“ [2]. Diese Aussagen deuten darauf hin, dass Briefproduktion und Konsolidierung hier in einer Hand liegen.

Der folgende Brief der Firma NaturStromHandel in Düsseldorf trägt ebenfalls dieselbe Kundennummer und stammt folglich vermutlich vom selben Dienstleister.



Dieser Brief weist allerdings keine Konsolidierungsmerkmale auf, über der Adresse steht „K0000“.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://www.stimme.de/heilbronn/wirtschaft/Georg-Kohl-ist-jetzt-Ricoh;art2088,2268420
[2] https://www.ricoh.de/media/ricoh-postageonly_tcm75-31081.pdf
 
Araneus Am: 20.07.2021 15:15:20 Gelesen: 16880# 669 @  
@ Journalist [#384]

K7088

Während die kleine „K4000“ bei Neopost-/Quadient-Frankiermaschinen weit verbreitet ist, habe ich die Konsolidiererkennung K7088 an dieser Stelle hier bei dem FRANKIT-Gerät 1D20000573 der Firma ISG Intermed Service zum ersten Mal gesehen.



Schöne Grüße
Franz-Josef
 
volkimal Am: 25.07.2021 11:08:07 Gelesen: 15148# 670 @  
Hallo zusammen,

mit Konsolidierern habe ich mich noch nie befasst. Hier zwei Briefe bzw. Stempel, die mich in der letzten Zeit erreicht haben. Das Abbildungen stammen von der Vorder- und von der Rückseite.





Beim Stempel vom 15.7.2021 fiel mir die zusätzliche Angabe *1751 * oberhalb der Maschinenkennung auf. Was sie bedeutet weiß ich nicht. Auch zu dem Konsolidierer kann ich nichts sagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
sachsen-teufel Am: 28.07.2021 11:57:39 Gelesen: 14273# 671 @  
@ volkimal [#670]

Hallo Volkmar,

die Konsolidierung erfolgte durch K4000 = Deutsche Post InHaus Services GmbH.

Die *1751* ist eine Zählnummer, diese Funktion ist am Gerät zuschaltbar.

Gruß
Michael
 
DL8AAM Am: 28.07.2021 13:50:17 Gelesen: 14241# 672 @  
@ sachsen-teufel [#671]

Die *1751* ist eine Zählnummer, diese Funktion ist am Gerät zuschaltbar.

Nicht zwingend. Diese Position über der Gerätenummer - * mit eingerahmten Sternen * - kann mit statischen Kennungen versehen werden, wie "Kundennummern" (z.B. bei externen Frankierdiensten o.ä.) oder sonstigen internen Kennungen. Üblicherweise erscheinen laufende Zählnummern links neben dem Datenmatrixcode im Bereich des Kundenklischees.

Siehe z.B.



*61988* (Kunden-/Abrechnungsnummer?) - Frankierservice der CITIPOST Hannover (Druckzentrum Hannover, Verlagsgruppe Madsack), hier für verschiende niedersächsische Landesministerien



*4110 * (ggf. Kurzidentifikation für den Frankierdienst, Konsolidiererkennung K4110?) - unbekannter Versender, links DIALOGPOST für den ACE Auto Club Europa, 70374 Stuttgart; rechts für Gühring KG, 72458 Albstadt, siehe auch [#609]

Beste Grüße
Thomas
 
Araneus Am: 28.07.2021 17:23:56 Gelesen: 14179# 673 @  
@ DL8AAM [#672]

Üblicherweise erscheinen laufende Zählnummern links neben dem Datenmatrixcode im Bereich des Kundenklischees.

Hallo Thomas,

das ist so pauschal nicht zutreffend, die Lage des Numerators variiert je nach Hersteller und Frankiermaschine.

Bei dem Neopost (Quadient) Modell IS-6000 (Kennung: 1D2000xxxx) befindet sich der Sendungszähler tatsächlich waagerecht angeordnet über der Frankier-ID (siehe Beispiel im Beitrag [#669] auf dieser Seite).

Bei dem von dir gezeigten PitneyBowes Modell SendPro P-Serie (Kennung 4D1314xxxx) findet sich der Sendungszähler senkrecht angeordnet links vom Datamatrixcode oder aber noch weiter links neben dem Absenderklischee.

Für ein anderes Modell von Pitney Bowes gibt es im Internet eine Beschreibung des FRANKIT-Aufdrucks. Hier wird das Feld über der Frankier-ID als „optionale Konsolidierernummer“ bezeichnet.



Screenshot von [1]

Sowohl die laufende Sendungsnummer (entspricht der unteren Zeile der Frankier-ID) als auch die Nummer des (rückstellbaren) Sendungszählers sind im Datamatrixcode verschlüsselt und lassen sich mit der Smartphone-App DM Scanner PRO von Jonas Prior entschlüsseln.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://www.pitneybowes.com/de/support/artikel/000047463/abschnitte-eines-frankierstempels-bei-sendpro-c-sendpro.html
 
DL8AAM Am: 28.07.2021 18:20:37 Gelesen: 14159# 674 @  
@ Araneus [#673]

Hallo Franz-Josef,

... das ist so pauschal nicht zutreffend, ... Bei dem Neopost (Quadient) Modell IS-6000 (Kennung: 1D2000xxxx) befindet sich der Sendungszähler tatsächlich waagerecht angeordnet über der Frankier-ID (siehe Beispiel im Beitrag [#669] auf dieser Seite).

Deshalb schrieb ich ja auch "üblicherweise". Und um ehrlich zu sein, kenne ich eine laufende Zahlnummer ("Numerator") über der Gerätenummer auch nur bei der 1D20er Serie und wenn dann sind diese auch 6-stellig, wie sonst für Zahlnummern üblich... Die 1D20-Anordnung im Frankaturteil des FRANKIT ist eher wirklich ungewöhnlich.


1D200004DC - "Nespresso" (via K2055)

Ansonsten kenne ich diese Zahlnummern nur "irgendwo" links des Matrixcodes. Deshalb bin ich mir bei dem gezeigten Beispiel aus [#669] auch relativ sicher, dass es sich hier nicht um eine Zählnummer handelt, sondern um eine programmierte interne (statische) Kennung für "irgendwas", hier vielleicht eine Kunden-, Chargen- oder Abrechnungsnummer bzw. Kostenstelle o.ä. Eine Zuschaltung von Zählnummern bei 4D13er habe ich in meiner Sammlung bisher auch nur relativ selten mal gesehen.



4D13141719 - unbekannt (via K9008/Letterei, siehe [#629])

Beste Grüße
Thomas
 
Araneus Am: 28.07.2021 20:57:31 Gelesen: 14067# 675 @  
@ DL8AAM [#674]

Deshalb bin ich mir … relativ sicher, dass es sich hier nicht um eine Zählnummer handelt

Hallo Thomas,

deine Sicherheit kann ich nicht nachvollziehen, zumal du doch ein Beispiel zeigst, das meine Schlussfolgerung bestätigt. Die NESPRESSO-Frankierung zeigt die Nummer „000249“. Aus dem Datamatrixcode liest der DM Scanner PRO (unter anderem) folgende Information:

Sendungszähler (rückstellbar): [00, 00, f9]
Die hexadezimale Zahl F9 ist gleich der Zahl 249 im dezimalen Zahlensystem.

Auch in dem Beispiel aus Beitrag [#669] stimmen die entsprechenden Werte überein. Hier liest der DM Scanner PRO folgendes:

Sendungszähler (rückstellbar): [00, 00, 04]
Die hexadezimale „4“ ist auch die dezimale „4“.

Die Zahl über der Frankier-ID ist keineswegs „statisch“ und entspricht der jeweiligen Zahl des Sendungszählers.

Anders ist es bei dem Pitney Bowes-Modell mit der Kennung 4D1314xxx. Hier gehe ich wie du davon aus, dass die Zahl über der Frankier-ID „statisch“ ist und deshalb für die jeweilige Konsolidiererkennung geeignet ist. Die Zahl der Stellen zwischen den Sternchen ist hier auf fünf begrenzt.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Journalist Am: 29.07.2021 11:44:21 Gelesen: 13857# 676 @  
Hallo an alle,

bei folgenden Abschlag soll es sich um eine Frankitmaschine des Konsolidierers K-4000 handeln:



Diese wurde mir auch schon mit anderer Werbung gemeldet, daher die obige Aussage. Interessant ist nun, ob nur bei dieser Maschine aus Versehen schwarze Farbe eingesetzt wurde, oder ob hier noch andere Maschinen bekannt sind ?

Wer kann hierzu weitere Infos liefern ?

Viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 29.07.2021 14:27:34 Gelesen: 13810# 677 @  
@ Araneus [#675]

Genau, das habe ich doch 2x geschrieben. Bei den Geräten der 1D20-Serie (und nur wohl [bisher] nur bei dieser) ist die *6-stellige Zahl* (mit führenden Nullen aufgefüllt) über der Gerätenummer ein fortlaufender Numerator. Siehe mein Nespresso-Beispiel. Das ist aber eine besondere, abweichende, eine unübliche Form, die derzeit ausschliesslich eben nur bei diesen 1D20-Geräten zu beobachten ist, während bei allen sonstigen FRANKIT-Geräten die Zahlnummer links des Matrixcodes (optional) erscheint.

Bei dem ursprünglich oben nachgefragten Zusatz *1751 * des 4D13er Geräts handelt es sich somit eindeutig nicht um eine Zählnummer, sondern um irgendeine (interne) statische Kennung. Siehe meine Antwort [#672] auf [#671]. Die dort hinterlegte Zahl 1751 findet sich auch nirgendwo (auslesbar) im Datenmatrixcode hinterlegt. Der rückstellbare Sendungszähler wäre (gemäß DM Scanner PRO) hier die Zahl 1, die aber nicht mit ausgedruckt wurde.

Nachsatz: Merke gerade, wir haben aneinander vorbeigeredet. Ich beantwortete in [#672] die Anwort [#671] zur Frage aus [#670], Du bezogtest Dich bei Deinem Einwurf [#673] auf meine Antwort [#672] auf Deine Abbildung [#669]. Dabei gings dann irgendwann komplett durcheinander, auch bei mir, da ich Deinen Bezug auf [#669] selbst irrtümlich in [#674] übernommen hatte. Sorry!

Deshalb hier kurze Zusammenfassung für spätere Leser:

a) Generell "üblich" : *Zahl* über der Frankier-ID > (interne) statische Kennung des Versenders

mit

b) der (bisher) einzigen Ausnahme 1D20 : *6-stellige Zahl* über der Frankier-ID > (im Matrixcode hinterlegter) Numerator bzw. fortlaufende Zählnummer

Die Frage wäre da noch. ;-) Gibt es bei der 1D20-Software die abweichende Möglichkeit, dort auch eine *statische Zahl* zu hinterlegen, zum Beispiel für den Konsolidierer, oder ob dort ausschlisslich nur fortlaufende Zahlen möglich sind. Vielleicht findet sich genau deshalb bei den 1D20-Abschlägen die kleine Angabe "K4000" so häufig als Zusatztext im äußersten linken Aussenbereich des FRANKITs, da es speziell bei diesem Gerätetyp über der Frankier-ID eben nicht darstellbar ist.

Beste Grüße
Thomas
 
volkimal Am: 04.08.2021 15:36:34 Gelesen: 11962# 678 @  
@ DL8AAM [#677]

Hallo zusammen,

heute kam ein weiterer Brief mit der selben Nummer wie im Beitrag [#670] an:



Da sowohl der Brief vom 15.7.2021 als auch der Brief vom 3.8.2021 oberhalb der Maschinenkennung die Nummer *1751 * hat, muss Thomas recht haben. Es kann keine Zählnummer sein sondern ist irgendeine (interne) statische Kennung.

Viele Grüße
Volkmar
 
teenage_dirtbag Am: 05.08.2021 15:32:44 Gelesen: 11664# 679 @  
Gestern in der Geschäftspost: Großbrief über Konsolidierer K2093 - die Nummer ist auf dem Frankierabdruck drauf und auf einem Aufkleber am unteren Rand des Briefs. Neben dem Frankierabdruck ist ein Aufkleber mit Codierung.


 
DL8AAM Am: 05.08.2021 17:04:47 Gelesen: 11633# 680 @  
@ teenage_dirtbag [#679]

Hi,

hinter dem Barcode-Label mit der UPOC-Sendungsnummer 010001446..... steckt der Privatpostdienstleister "Morgenpost Briefservice" aus Mannheim, erkennbar an der codX-Mandantenkennung 0001 (in der Sendungsnummer, diese folgt der "Nummernkennung" 01), über den diese Sendung vom Absender - aus dem benachbarten Heidelberg - urspünglich eingeliefert wurde.

Dann entschloss "man" sich, da der Raum München privatpostalisch aktuell recht schlecht erschlossen ist, den Brief "irgendwo" an die DPAG zur Zustellung abzuleiten. Dafür wurde von "irgendwem" der Privatpost-Partner 'Main-PostLogistik' in Würzburg gewählt, der führte die DPAG-Frankatur mit dem eigenem FRANKIT-Gerät 3D130007A0 durch und gab ihn (selbst-) konsolidierend (K2093) bei der DPAG ab.

Vermutlich leitete der "Morgenpost Briefservice" die Sendung einfach automatisch, innerhalb des Privatpostnetzwerkes der Mail Alliance, an seinen zuständigen Hub. Bei diesem Hub handelt es sich um den "Hub 4" in Würzburg, bei der 'Main-SortierService GmbH'. Hier werden wohl zentral sämtliche nicht privatpostalisch zustellbaren (und/oder nichtgewollten) Sendungen automatisch ausgesondert, frankiert und konsolidiert an die DPAG abgeleitet. 'Main-SortierService' und 'Main-PostLogistik' (inklusive der Mail Alliance-eigenen 'mailworXs GmbH') sind übrigens alles Unternehmnungen eines selben "gemeinsamen Hauses" (in der Berner Str. 2). Im Prinzip ist das in Würzburg "die" Mail Alliance.

Beste Grüße
Thomas
 
teenage_dirtbag Am: 05.08.2021 17:58:49 Gelesen: 11606# 681 @  
@ DL8AAM [#680]

Spannend, was du alles aus dem Beleg "rauslesen" kannst. Danke für die aufschlussreiche Erklärung.
 
bedaposablu Am: 09.09.2021 21:21:21 Gelesen: 2668# 682 @  
Hallo miteinander,

ich habe hier einen Brief mit einem AFS ohne Werbeklischee und Ansenderangabe, deshalb nur der AFS:



Rückseitiger Aufdruck:



Was verbirgt sich hinter der Konsolidierer-Kennung "K5022"?

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
DL8AAM Am: 10.09.2021 00:15:54 Gelesen: 2654# 683 @  
@ bedaposablu [#682]

Hi,

hier ist nur etwas in der Programmierung der Darstellungsform des Tintentrahldrucks komplett schief gelaufen. Nur ;-)

Das ist ein Spray des Konsolidierers Freesort (= K2055). K2055 sieht kopfstehend wie K5022 aus. Aber ich muss gestehen, diese verwirbelte Form habe ich bisher so noch nie zu Gesicht bekommen! Also: Danke!

Beste Grüße
Thomas
 
bedaposablu Am: 10.09.2021 17:01:53 Gelesen: 2596# 684 @  
@ DL8AAM [#683]

Hallo Thomas,

recht vielen Dank für Deine Ausführungen!

Daraufhin habe ich mich mit dem Brief (auf den Kopf gedreht) vor einem Spiegel gestellt und siehe da, klar und deutlich "K2055 00650" lesbar, also spiegelverkehrter Aufdruck.

Kann mann so etwas auch programmieren ?

Werden solche Sprays auch in die Datenbank aufgenommen?

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
epem7081 Am: 12.09.2021 12:35:31 Gelesen: 2519# 685 @  
Hallo zusammen,

mit der modernen Postgeschichte und den Konsolidierern wird das Postgeschehen immer vielfältiger und für den Laien zunehmend komplizierter. Für unsere Stempeldatenbank habe ich inzwischen verinnerlicht: Absender ist nicht gleich Anwender. Dank Klaus Peter Schmidt (Ichschonwieder) kann ich nach seiner Liste nun die Konsolidierer identifizieren. Trotzdem bin ich von manchen Belegen immer wieder angesichts der Variationsmöglichkeiten überrascht.

In einem Bündel von nahezu zeitgleichen TK-Belegen unbekannten Einlieferungsortes fanden sich beispielsweise diese drei Varianten von Frankit-Freimachungen:



a) die bei meinen Frankit-Belegen häufigste Variante FR-Stempel Deutsche Post, hier vom 27.10.2020 mit Maschinenkennung 1D200004D5 von Neopost und mit aufgespritzter Konsolidiererkennung K4000 (Deutsche Post InHaus Service GmbH)



b) ein weiterer FR-Stempel Deutsche Post, hier vom 07.11.2020 mit Maschinenkennung 3D130007BA von Francotyp-Postalia und mit doppelter Konsolidiererkennung K2093 (Main-PostLogistik), einmal im FR-Sempel links neben der Matrix, wo sonst oft eine Zählnummer steht, und sauber gesondert aufgetragen am unteren Briefrand.


c) der dritte Beleg fällt nun aus dem bei mir üblicherweise auftretenden Spektrum aus dem Rahmen:

Neben der Matrix des FRANKIT-Stempel Deutsche Post, vom 27.10.2020 mit Maschinenkennung 1D150005B1 von Neopost findet sich ein Werbeklischee mit Konsolidiererkennung K2093 (Main-PostLogistik), dazu dann die aufgespritzte Konsolidiererkennung K4031 (Postcon Deutschland GmbH - Postcon Konsolidierung GmbH)

Mit sonntäglichen Grüßen
Edwin
 

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