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Thema: Belege aus der eigenen Familiengeschichte
Das Thema hat 250 Beiträge:
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volkimal Am: 17.01.2015 17:18:45 Gelesen: 175331# 101 @  
Hallo zusammen,

die Geschichte von Ludwig Leibrock (Lui) im Ersten Weltkrieg habe ich mit dem letzten Beitrag beendet. Heute möchte ich kurz auf die Geschwister eingehen. Lui hatte 8 Geschwister, drei Brüder und fünf Schwestern (Siehe Beitrag [#90]). Die beiden Brüder Alois (Alis) und Fritz waren ebenfalls Soldat. Hier die entsprechenden Karten:



Dies ist die einzige Karte von Fritz. Am 21.10.1914 schreibt Fritz, dass er soeben in Köln angekommen ist. Im Laufe des Krieges ist Fritz leider gefallen.



Diese Karte vom 29.11.1914 hat Alis in Metz geschrieben. Die Karte hat nur den Briefstempel „S. B. / E. B. 4. Bay. I. R:“. Er war also beim „Ersatz-Bataillon des 4. bayerischen Infanterieregiments“. Der Feldpoststempel fehlt. Vielleicht war die Karte in einem Brief eingelegt. Nach einer Verwundung kam Alois in ein Militärgenesungsheim in Spa (siehe Beitrag [#94]).



Im August 1915 ist Alis bei der Grenzschutzkompanie in Achel, Kreis Maaseyk. Die Karte ist in Neerpelt abgestempelt. Es ist ein belgischer Ort an der Grenze zu den Niederlanden. Auch Alis ist im Laufe des Krieges gefallen. Ob der Bruder Adolf (Dolf) auch Soldat war, kann ich nicht sagen. Von ihm habe ich zumindest keinen Feldpostbeleg. Damit sind zwei der vier Jungen der Familie nicht aus dem Krieg heimgekehrt.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.01.2015 15:38:54 Gelesen: 174890# 102 @  
Hallo zusammen,

bei meinem Onkel wurden, wie bei Familien, nur die Feldpostbriefe aus dem Ersten bzw. Zweiten Weltkrieg aufgehoben. Aus der Zwischenzeit besitze ich kaum Material. Ich habe aus der Zeit nur zwei Karten vom Amtsgericht Homburg:



Die Karte aus dem Jahr 1922 geht wieder an Ludwig Leibrock (Lui). Damals musste der Eintrag als Genosse in die Liste bei der Spar- und Darlehenskasse noch vom Amtsgericht bestätigt werden. Ich weiß es nicht - ist das heute auch noch so?



Die Karte von 1929 bzgl. der Satzung des Reitervereins ging an einen Nachbarn. Wie sie sich ins Haus meines Onkels "verirrt" hat weiß ich nicht.

Bei dem dritten Beleg aus der Zeit wurden die Briefmarken leider abgelöst:



Ich finde es sehr schade, denn der Brief trägt einen für mich ungewöhnlichen Einschreibezettel in grüner Farbe. Durch den Ankunftsstempel sieht man, dass der Brief aus dem Jahr 1925 stammt. Wer weiß wo und wann solche grünen R-Zettel verwendet wurden?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 08.02.2015 11:36:21 Gelesen: 174462# 103 @  
Hallo zusammen,

in den Beiträgen [#19] bis [#26] habe ich Thedor Hentschel und die sogenannten Hentschel-Belege aus den Deutschen Kolonien vorgestellt. Sowohl der Bruder meines Ur-ur-großvaters als auch sein Sohn hieß Theodor Hentschel. Damals nahm ich aufgrund verschiedener Indizien an, dass der Bruder von Ur-ur-großvater die Hentschel-Belege produziert hat.

Ein Heimatforscher aus Bad Muskau wurde im Internet auf meine Beiträge auf Philaseiten aufmerksam. Von ihm bekam ich diese Todesanzeige:



Alle Hentschel-Belege stammen aus der Zeit nach 1900. Damit ist bewiesen, dass ich falsch lag. Bei Theodor Hentschel handelt es sich also eindeutig um den Neffen und nicht um den Bruder von Ur-ur-großvater. Die Namen der noch lebenden Personen habe ich aus der Übersicht der Familie gelöscht.

Einer der Gründe, weshalb ich mich geirrt habe, sind diese Beiden Karten, die der Briefmarkenhändler Theodor Hentschel 1900 bzw. 1925 schrieb:





Ich konnte mir beim Vergleich der Schriften nicht vorstellen, dass es dieselbe Person war, die die Karten geschrieben hat.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 15.02.2015 08:34:01 Gelesen: 174149# 104 @  
Hallo zusammen,

Das Thema "Deutsche Ortsnamen in Übersee" habe ich mit einem Brief von Postsdam (Ohio) nach Potsdam in Deutschland eröffnet. Siehe http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=62482

Inzwischen ist der Brief wieder nach Potsdam zurückgekehrt. Im Gegenzug habe ich aus Potsdam sehr interessante Informationen über Edmund Stein, den Schwager meines Urgroßvaters erhalten. Siehe die Verwandtschaftstafel im Beitrag [#103].



Helene Hentschel, die Schwester von Urgroßvater, heiratete Edmund Stein. Sie wohnten zusammen in Potsdam und hatten zwei Kinder. Die erste Karte haben meine Ururgroßeltern gemeinsam geschrieben und am 31.12.1899 an ihre Tochter Helene geschickt. Sie verwendeten die sogenannte Jahrhundertpostkarte, die zum Jahreswechsel 1900 erschienen ist. „Jägerkomunikation“ war ein Weg zwischen dem Jägertor und der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, der heute ein Teil der Hegelalle wäre.

Die zweite Karte schickten Edmund und Helene Stein an ihre Enkeltochter Inge John. Sie befanden sich gerade auf einer Autotour durch die Dolomiten.

Edmund Stein war ein sehr leidenschaftlicher Briefmarkensammler und er hat die Sammlung meines Urgroßvaters Oswald Hentschel übernommen, die eigentlich meine Großmutter erben sollte. Seine Tochter Gertrud (Trude) hatte durch seine übertriebene Sammelleidenschaft eine Abneigung gegen die Philatelie.

Soweit die Informationen, die ich ursprünglich über Edmund Stein hatte. Beim nächsten Mal schreibe ich, was ich aus Potsdam alles über Edmund Stein erfahren habe.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 20.02.2015 17:33:29 Gelesen: 173903# 105 @  
Hallo zusammen,

durch KaraBenNemsi habe ich einiges über Edmund Stein erfahren, was ich bisher noch nicht wusste. In der Chronik des Potsdamer Vereins von 1904 bzw. der Chronik der organisierten Philatelie im Land Brandenburg, Band 1, 1863-1945 steht über Edmund Stein:

Edmund Stein hatte schon 1888 mit seinem Vetter Leonhard Weymann in Potsdam einen Briefmarkensammlerverein ins Leben gerufen und war der erste Vorsitzende des Vereins. Lange hat der Verein aber nicht bestanden, denn schon 1890 verkaufte Edmund Stein seine Sammlung. Er erhielt dafür 3000 Mark von Rubens aus Kopenhagen, zu damaliger Zeit ein recht hohe Summe für eine Sammlung und der Beweis von besonderer Güte derselben nach Inhalt und Erhaltung.

Edmund Stein hat aber wieder zu sammeln begonnen. Am 14. Februar 1918, auf der 330. Sitzung des Vereins der Briefmarkensammler zu Potsdam (gegründet 1904) wurde Edmund Stein als Mitglied aufgenommen. Zur 354. Sitzung des Potsdamer Vereins von 1904 am 13. März 1919 hatte Mitglied Edmund Stein seine groß angelegte Sammlung Übersee, darin auch viele Briefe, mitgebracht, deren in zwei Jahren zusammengebrachtes Material Staunen erregte.


Wenn man das philateliegeschichtlich einordnet, dann war er der ERSTE Vorsitzende eines Briefmarkenvereins in der Stadt Potsdam und der zweite Vorsitzende überhaupt eines Vereins in der Provinz Brandenburg.

Weiter erfuhr ich von KaraBenNemsi, dass Edmund Stein "Buchdruckereibesitzer" und ein nicht unbedeutender Verleger philatelistischer Literatur war. Sein erstes philatelistisches Verlagswerk (im Jahr 1919) stammte von seinem Neffen M. Stein, seines Zeichens Kammergerichtsreferendar.



Bisher habe ich im folgende Bücher aus dem Verlag von Edmund Stein registriert:

Abhandlung Nr. 1: "Die Marken der Warschauer Stadtpost" von M. Stein, Kammergerichtsreferendar (1919)
Abhandlung Nr. 2: "Altbrasilien" von Generalkonsul E. Heinze (1919)
Abhandlung Nr. 3: "Die deutschen Kriegsmarken und Kriegsganzsachen" von Dr. Erich Stenger (1919)
Abhandlung Nr. 4: "Die Bayerischen Feldpoststempel" von Karl Holzschuher, Postverwalter in Schwabach (1919)
"Geschichte der Luftpost" von Robert Paganini (1920)
Heft 5: "Die Postwertzeichen der Republik Chile" von Dr. Otto Krause und Dr. Artur Philippi (1920)
Heft 9: "Wie sammelt man Postwertzeichen" von Oberingenieur W. Klug (1922)
"Das Postwertzeichen als Kulturdokument" von Wilhelm Schlechtriem (1922)




Auf dem Foto sieht man Edmund Stein zusammen mit seiner Frau und der Tochter Gertrud.

Zum Schluss ein Beleg, den ich letztens aus Potsdam bekam. Edmund Stein war wohl Mitglied im Österreichischen Alpen-Verein.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 15.03.2015 09:55:08 Gelesen: 173027# 106 @  
Hallo zusammen,

gestern war der 6. Westfälische Genealogentag in Altenberge. Dort hatte ich die Möglichkeit, bei einer kleinen Ausstellung zum Thema "Familienschätze" meine Sammlung "Familiengeschichte und Philatelie" vorzustellen.



Es war toll, wie viel Interesse die Ahnenforscher an meiner Sammlung gezeigt haben. Die Philatelie war ein Ansatz, den sie noch nie gesehen hatten.

Für die Interessierten, hier noch der Link zum Westfälischen Genealogentag: http://www.genealogy.net/vereine/wggf/?Die_WGGF:Westfaelischer_Genealogentag

Viele Grüße
Volkmat
 
volkimal Am: 29.03.2015 09:50:28 Gelesen: 172628# 107 @  
Hallo zusammen,

durch Edmund Stein und die Belege von den Azoren bin ich wieder zur Familie Hentschel gekommen. Daher will ich jetzt mit dem Leben von Urgroßvater Oswald Hentschel beginnen.



Urgroßvater Oswald Hentschel studierte in Berlin Chemie. Er wollte sich ursprünglich der akademischen Laufbahn zuwenden, bis ihn ein Zufall in die Zuckerindustrie führte. Bereits nach kurzer Chemiker- und Assistentenzeit in Eisleben wurde ihm im Jahre 1889 die Leitung der Zuckerfabrik Ackendorf (bei Haldensleben) anvertraut, die er namentlich in Bezug auf die Verdampf- und Verkochstation mit Erfolg zeitgemäß umbaute.



Die Zuckerfabrik Ackendorf wurde 1864 gegründet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten infolge des deutsch-österreichischen Krieges etablierte sich das junge Unternehmen. Moderne Technik (1870 wurde der erste Dampfpflug eingesetzt) und der vortreffliche Boden der Gutenswegener Feldflur brachten hohe Erträge und raschen Erfolg. Das Unternehmen trug maßgeblich zur Förderung des Straßen- und Wegebaus in der Feldmark bei.



Das 75jährige Bestehen der Poststempelgilde im Jahre 2003 wurde in Haldensleben gefeiert. In diesem Zusammenhang konnte ich den Nachbarort Ackendorf besuchen. Die Zuckerfabrik stand noch, der Betrieb war aber inzwischen stillgelegt. Aus Ackendorf sind von Urgroßvater leider keine Belege erhalten geblieben. Inzwischen konnte ich aber diese Ansichtskarten mit Abbildungen der Zuckerfabrik kaufen. Mit der Eröffnung der Kleinbahnstrecke Neuhaldensleben – Eilsleben (an der Bahnstrecke lagen insgesamt fünf Zuckerfabriken) wurde am 25.10.1887 in Ackendorf eine Postagentur eingerichtet. Dort wurde die Karte 1920 abgestempelt.

Viele Grüße
Volkmar
 
inflamicha Am: 29.03.2015 14:31:54 Gelesen: 172619# 108 @  
Hallo Volkmar,

ich will nochmals auf Edmund Stein zurückkommen:



Dieser, immerhin Fürstlich Lippescher Hoflieferant, scheint sich im März 1920 wohl im Urlaub oder zur Kur im Harz befunden zu haben.



1923 gab es Post vom Finanzamt Potsdam, die Einkommenssteuer wurde gestundet.



Ein A. Stein firmierte zunächst unter gleicher Adresse in Potsdam (ein Sohn von Edmund ?), zog dann mit seiner Firma nach Berlin-Halensee, Katharinenstraße 20.



Auch ein Johannes Stein (der Bruder ?) war hier ansässig.



Ich habe vor ca. 30 Jahren einen Karton mit Briefen und Postkarten meist an die Firma A. Stein in Halensee gekauft, viele dieser Belege findest Du inzwischen in der Rubrik Inflabelege. Der Vorname des A. taucht leider nirgends auf. Bei J. weiß man wenigstens, dass es sich um Johannes handelt.



Hier haben wir noch eine Camilla Stein, aufgrund der kindlichen Schrift vielleicht von einer Freundin der Tochter des Hauses stammend. Obwohl, Frau Camilla klingt eher nach der Ehefrau.

Gruß Michael
 
volkimal Am: 17.04.2015 13:59:12 Gelesen: 172094# 109 @  
@ inflamicha [#108]

Hallo Michael,

ich hatte in den letzten Wochen oft keine Zeit für Philaseiten. Dadurch habe ich erst heute entdeckt, was für interessante Briefe Du zeigst. Der erste Brief mit Firmenabsender gefällt mir natürlich ganz besonders gut! Falls Du diesen oder andere Briefe irgendwann loswerden willst würde er mich sehr interessieren.

Soweit ich weiß hatte Edmund Stein nur zwei Kinder Fritz und Trude (= Gertrud). Vielleicht waren A. Stein bzw. Johannes Stein Brüder oder Neffen von Edmund Stein. Eventuell sind in den Unterlagen bei meinem Vater noch weitere Informationen.

Vielen Dank fürs Zeigen
Volkmar
 
volkimal Am: 26.04.2015 07:28:28 Gelesen: 171798# 110 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich die Geschichte über das Leben von Urgroßvater Oswald Hentschel fortsetzen. Den ersten Teil lest ihr hier [#107].



Schon im Jahre 1892 wurde Urgroßvater nach Gommern berufen (15 km südöstlich von Magdeburg). Die dortige Zuckerfabrik befand sich in einer schlimmen Krise. Trotzdem wagte der kaum Dreißigjährige das große Werk der Sanierung, und es gelang ihm in überraschend kurzer Zeit. Die Fabrik wurde technisch gründlich rekonstruiert, und in einigen Jahren stand sie in jeder Hinsicht auf guter Grundlage. Vor allem aber war ihr ein großes Rübenareal für die Zukunft gesichert. Am 21.8.1893 heiratet Urgroßvater Elise Quinckardt. Etwa ein Jahr später kommt in Gommern meine Großmutter Ilse Hentschel zur Welt.



Aus Gommern selbst habe ich von Urgroßvater keinen Beleg mehr. Ich fand aber inzwischen diese drei Ansichtskarten bzw. den Brief von der Zuckerfabrik. So kann ich auch die Zeit in Gommern gut dokumentieren.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 01.05.2015 16:24:31 Gelesen: 171540# 111 @  
Hallo zusammen,

1897 übernahm Urgroßvater die Leitung der Zuckerfabrik Hünfeld (15 km nördlich von Fulda). Man sieht die Zuckerfabrik ganz unten auf der Ansichtskarte.



Leider fehlte hier ein geeignetes Rübenareal, denn die in Aussicht gestellte Nebeneisenbahn wurde nicht verwirklicht. In dieser Zeit betätigte sich Urgroßvater mit der Beschäftigung der Fabrik in der kampagnelosen Zeit. Unter anderen machte er Versuche mit Kaffee und Tee-Zucker-Tabletten für das Heer, die auch bei den militärischen Behörden mit großem Interesse verfolgt wurden. Die untere Postkarte schickte Urgroßvater aus Spanien an Dr. Zahn in Hünfeld.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 17.05.2015 09:37:30 Gelesen: 170688# 112 @  
Hallo zusammen,

für die Maschinenfabrik Grevenbroich ging Urgroßvater im Jahre 1900 nach Spanien. Er sollte dort neue Zuckerfabriken errichten und leiten. Zunächst arbeitete Urgroßvater in Caniles, einem Ort ca. 100 km östlich von Granada. Seine Leistungen fanden auch bei den Spaniern höchste Anerkennung, zumal er es auch verstand, auf den eigenartigen Volkscharakter Rücksicht zu nehmen (Centralblatt für die Zuckerindustrie, Oktober 1909).




Auf der Foto-Ansichtskarte vom 28. Dezember 1901 seht ihr Urgroßvater in den Straßen von Caniles. Mit dieser Karte schickte er einen Neujahrsgruß an meine Großmutter. Leider wurden bei vielen Karten die Briefmarken abgelöst.



Diese Postkarte mit Antwortkarte schickte Urgroßvater 1902 an seinen Freund Artur Schallehn. Während der Auslandsaufenthalte von Urgroßvater kümmerte sich Artur Schallehn um die beiden Töchter, die damals in Gramzow (Uckermark) in einem Pensionat lebten.

Der eingedruckte Wertstempel zeigt das Bild von König Alfons XII (1874 - 1885). Diese Marke war aber nur bis 1889 gültig. Urgroßvater frankierte die Karte deshalb zusätzlich mit vier Marken, die das Bild des König Alfons XIII als Kadett zeigen. Er ist der 1886 nachgeborene Sohn von Alfons XII.



Die Briefmarken sind mit einem Rechteckstempel mit abgerundeten Ecken entwertet, einem sogenannten Carteria-Stempel. Unter Carteria (cartero = Briefträger) versteht man die Postagentur eines kleinen Ortes, die nur mit der Annahme oder Verteilung von Post betraut ist. Caniles besaß damals kein eigenes Postamt und daher keinen Ortsstempel mit Datum. Bei den Carteria-Stempeln aus Caniles wurden verschiedenen Stempelfarben benutzt, bis Mitte 1902 verschiedene blaue Farbtöne, anschließend schwarze Farbe.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag
Volkmar
 
volkimal Am: 30.05.2015 08:25:41 Gelesen: 170072# 113 @  
Hallo zusammen,

während Urgroßvater in Caniles lebte, hat er ca. 60 Ansichtskarten an seine Töchter geschickt. Bei der Hälfte der Karten wurden die Briefmarken mit dem Carteria-Stempel entwertet [#112]. Daneben gab es in Caniles noch den Einzeilen-Stempel „CANILES“ mit 6 mm hohen Buchstaben.



Dieser Stempel ist allerdings nur auf einer einzigen Karte vom 14.1.1902 zusätzlich zum Carteria-Stempel abgeschlagen worden. Auf drei Karten wurden die Briefmarken mit einem Doppelellipsen-Stempel entwertet. Dieser Stempel ist aber immer so schwach, dass ich nur bei einem Beleg im unteren Bogen die Buchstaben „CANI“ erkennen kann.



Die Karte mit einem achteckigen Stempel trägt über der Marke eine Kontrollziffer. Seit 1901 waren für viele Jahre auf der Rückseite der spanischen Marken Kontrollziffern aufgedruckt. Die erste Karte mit einer Kontrollziffer war diese Karte, die 1901 ausgegeben wurde.

Der Stempel „Amb. Asc. Granada-Murcia“ ist ein Bahnpoststempel. Leider sind von diesem Stempel auf den verschiedenen Karten immer nur Teile klar zu erkennen. Daher habe ich diese Abbildung aus verschiedenen Fragmenten am PC zusammengesetzt.



„Ambulancia de Correos“ oder „Estafeta Ambulante“ bedeutet Bahnpost. „Trenes Ascendentes“ sind in Richtung Landesinneres/Madrid, „Trenes Descendentes“ aus dem Landesinneren zur Küste fahrende Züge (ascendente = aufsteigend, descendente = absteigend). Die Bahnlinie Granada-Murcia wurde in vielen Etappen gebaut. Das für Caniles wesentliche Stück von Serón nach Baza stammt aus dem Jahr 1894. Eine durchgehende Verbindung Granada-Baza-Lorca-Murcia gibt es seit 1907.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 12.06.2015 18:00:37 Gelesen: 169379# 114 @  
Hallo zusammen,

mehrmals arbeitete Urgroßvater für kurze Zeit für die Maschinenfabrik in Grevenbroich. Es sind Karten aus den Jahren 1900, 1903 und 1905 erhalten geblieben.



Von einem Bekannten aus Madrid erhielt er dort 1903 diese Ansichtskarte. Leider ist die Briefmarke auch bei dieser Karte abgelöst.



Zwischen 1903 und 1905 arbeitete Urgroßvater für die Maschinenfabrik Grevenbroich in Granada (Spanien) bzw. Lissabon (Portugal). Dort wurden Pläne für die Errichtung neuer Zuckerfabriken auf den Azoren und in Portugiesisch-Afrika bearbeitet. Aus Granada schickte Urgroßvater diese Ansichtskarten an einen Bekannten in Hünfeld.



Im Jahre 1905 benutzte er für einen Gruß an Großmutter in der Klosterschule in Gramzow eine Karte mit dem Vordruck der Gilbacher Zuckerfabrik in Wevelinghoven bei Grevenbroich. Diese muss er in einen Brief eingelegt haben, dann die Karte ist nicht frankiert. Statt dessen trägt sie einen Stempel der Klosterschule in Gramzow. Wieso dieser Stempel auf der Karte ist, ist mir unklar.



Soweit für heute. Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Volkmar
 
volkimal Am: 24.06.2015 14:50:59 Gelesen: 168831# 115 @  
Hallo zusammen,



Entsprechend seiner Arbeitsstätten hat mein Urgroßvater eine sehr große Briefmarkensammlung der Länder Spanien und Portugal mit den Kolonien zusammengetragen. Eigentlich sollte meine Großmutter diese Sammlung erben. Ihr Vormund konnte sich aber nach dem Tode von ihrem Vater nicht gegen den sehr eifrigen Sammler Edmund Stein, den Schwager von Oswald Hentschel durchsetzen.



Urgroßvater hat an seine Töchter und an Arthur Schallehn sehr viele Ansichtskarten verschickt. Leider sind bei den meisten der Karten die Briefmarken abgerissen worden. 1904 schickte er viele kolorierte Postkarten dieser Art mit Abbildungen aus Sevilla und Umgebung.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 04.07.2015 12:16:54 Gelesen: 168401# 116 @  
Hallo zusammen,

diese Ansichtskarte aus Sevilla zeigt eine große Kutschenparade. Obwohl Urgroßvater Oswald Hentschel auf der Postkarte als Ziel "Alemania" angegeben hatte, ist die Karte zunächst versehentlich nach Amerika befördert worden. Dort erhielt sie den Stempel "Missent to New York" und den Vermerk "Germany". Leider wurde die Marke abgerissen. 



Hier noch ein paar der vielen Ansichtskarten, bei denen die Marken leider alle abgerissen wurden:





Mit diesem Beitrag ist die Zeit von Urgroßvaters in Spanien beendet. Beim nächsten Mal ist er wieder in Deutschland

Viele Grüße aus dem heißen Münsterland - im Moment sind es 32°.

Volkmar
 
volkimal Am: 04.08.2015 16:34:02 Gelesen: 167171# 117 @  
Hallo zusammen,

nach einem Monat Pause möchte ich mit der Geschichte von Urgroßvater Oswald Hentschel weitermachen. Nachdem Urgroßvater aus Spanien zurück nach Deutschland gekommen ist, ist er viel im Land herumgekommen. Mehrmals hatte er beruflich in Köslin in Westpommern zu tun. Heute liegt die Stadt in Polen und hat den Namen Koszalin. Diese Postkarte schickte Urgroßvater 1905 aus Köslin an seine Tochter:



Im Buch „Hans Grade – Ein Leben in stürmischen Zeiten“ von Karl-Dieter Seifert habe ich gelesen, wie Urgroßvater den späteren Flugpionier Hans Grade in Köslin (Pommern) kennenlernte:

Im Spätherbst 1902 baut Hans wieder in der Werkstatt von Meister Dobenzig an seinem Motorzweirad. Ein Kunde des Meisters sieht es und zeigt Interesse. Der Ingenieur Oswald Hentschel aus Magdeburg weilt des öfteren beruflich in Köslin. »Wer baut denn das? « fragt er Dobenzig. »Meinen Sie, dass es etwas taugt? « Der alte Meister nickt. »Der Motor läuft großartig. Den hat der junge Mann allein gebaut. « »Wie heißt er, wie kann ich ihn erreichen?« fragt Hentschel höchst interessiert. »Hans Grade. Er müsste eigentlich bald hier sein. «

»Ein Ingenieurstudent, der hier in Köslin zu Hause ist«, antwortet der. Hentschel ist erstaunt. Einen Zweitakter, noch dazu in einem solchen Fahrzeug, hat er hier nicht erwartet. Außer dem Motor von Söhnlein kennt er keinen mit Kompression. Und der ist als stationärer Antrieb gedacht. Dieser Fahrzeugmotor ist eine eigenwillige Konstruktion, die auf einen ideenreichen Konstrukteur schließen lässt.




Nachdem Hans Grade in die Werkstatt gekommen ist, stellt sich Urgroßvater vor und beobachtet ihn anschließend bei der Arbeit. Urgroßvater verabredet sich mit Hans Grade am nächsten Abend im Ratskeller. Nach einem langen Gespräch bietet er Hans Grade an, dass er ihm nach dem Studium eine Stelle verschafft, die seinen Neigungen und Interesse entspricht. Voraussetzung ist, dass das Motorzweirad am Ende des Studiums seine Kinderkrankheiten abgestreift hat. Über die Zeit nach dem Abschluss des Studiums schreibt Karl-Dieter Seifert:

Kurz nach der Heimkehr erhält der junge Ingenieur in Köslin erneut eine Einladung von Hentschel, mit dem er die ganze Zeit über in Verbindung steht. Dieses Mal geht Hans im Ratskeller sofort in das Kleine Zimmer, in dem er neben dem Direktor einen zweiten Herrn vorfindet, einen in der Stadt bekannten Rechtsanwalt.

»Ich nehme an, Herr Grade, Sie haben keine Einwände, wenn wir heute Abend gleich einen Vertrag vorbereiten«, begründet Hentschel dessen Anwesenheit. »Ich biete Ihnen eine leitende Stelle in einer kleinen Kösliner Motorenwerkstatt. « Dann entwickelt er sein Projekt. Hentschel ist mit Meister Dobenzig übereingekommen, die Werkstatt zu kaufen. Er will das notwendige Anfangskapital zur Verfügung stellen, notwendige Maschinen anschaffen und die Zahl der Mitarbeiter vergrößern. Gebaut werden sollen Einzylinder-Zweitaktmotoren vor allem für eine stationäre Verwendung. Der Direktor bietet dem jungen Ingenieur als Gegenleistung für dessen Motorenkonstruktionen eine Beteiligung an der Werkstatt an, dazu ein entsprechendes Gehalt.


Hans schlägt Urgroßvater vor, auch Motorradmotoren zu fertigen. Der stimmt zu. Im Jahre 1905 wird ein Grade-Motorzweirad auf der Automobil-Ausstellung gezeigt. Die Burckhardtia Motorradbau AG in Magdeburg entschließt sie sich, den Zweitakter Grades als Standardantrieb ihrer leichten Motorräder zu wählen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 23.08.2015 19:22:26 Gelesen: 165829# 118 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit den Grade-Werken:

Die vielen Aufträge überschreiten bald die Kapazität der kleinen Firma in Köslin. Urgroßvater schlägt vor, die Produktion nach Magdeburg zu verlegen. 1905 werden die Grade-Motorenwerke in Magdeburg gegründet. Die Firma entwickelt sich und es werden mehrere Patente angemeldet. Um seine Motorräder bekannter zu machen beginnt Hans Grade in der folgenden Zeit damit, Motorradrennen zu fahren. Die vielen Aufgaben wachsen Hans Grade über den Kopf. Im Mai 1906 übernehmen der Ingenieur Hans Mittermayr und Urgroßvater die Geschäftsführung der Grade-Werke. Diesen Brief auf einem Kopfbogen der Grade-Werke schickte Urgroßvater an seine Töchter (meine Großmutter und ihre Schwester):



Über die Zusammenarbeit zwischen Herrn Grade und meinem Urgroßvater Oswald Hentschel schreibt meine Großmutter Ilse Hentschel:

Von den immer neuen Erfindungen von Herrn Grade wollte Vater nichts wissen. Besonders hatte er nichts übrig für die Flugzeugpläne, die im Jahre 1906/7 zunächst auch noch wenig Erfolg hatten. Er hatte mit seinem Flugzeug nur einen Kinderwagen umgerissen. Was würde er zu der weiteren Entwicklung des Flugwesens gesagt haben!





Am 28. Oktober 1908 gelingt Hans Grade in Magdeburg der erste Flug mit einem selbstgebauten Flugzeug. Die Briefmarke der biber-post zeigt den Dreidecker, das erste deutsche Flugzeug. Bekannter wurde Hans Grade aber mit seinem Eindecker, mit dem er ein Jahr später den mit 40.000 Mark dotierten Lanz-Preis der Lüfte gewann.

Unter Philatelisten ist Hans Grade vor allem durch die erste deutsche Luftpost und die ersten halbamtlichen deutschen Luftpostmarken bekannt. Am 18. Februar 1912 fand der erste Start mit Postbeförderung statt. Ein Sack mit etwa 400-500 Postsendungen wurde am Gestänge des Grade-Flugzeuges befestigt und von Bork zum 8 km entfernten Brück befördert.

Am 26. Februar 1912 erschien die erste halbamtliche Flugmarke in Deutschland für die Postbeförderung von Bork nach Brück. Auf diese Flugmarke musste noch eine Briefmarke des Deutschen Reichs aufgeklebt werden. Hier ein Brief mit dieser Marke als Block aus Ghana:



Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 12.09.2015 08:50:03 Gelesen: 164790# 119 @  
Hallo zusammen,

nach diesem Bericht über Hans Grade wieder zurück zu den Erlebnissen meines Urgroßvaters. 1908 war Urgroßvater wieder einmal im Ausland. Auf der Rückfahrt von London nach Deutschland schrieb er zwei dieser Karten:



Er befand sich dabei an Bord des Fährschiffes "Pricess Elisabeth" zwischen Dover und Ostende. Da er die Karten auf dem Schiff einsteckte, tragen sie den entsprechenden Schiffspost-Stempel "Paquebots Belges; Ostende - Douvers" vom 22. April 1908.

In Belgien gab es zwischen 1900 und 1924 besondere Postkarten für Fährschiffe. Die Karten wurden auf den Schiffen und beim Postamt Ostende verkauft. Auf der Rückseite war jeweils die Abbildung des Dampfers mit der Angabe "A bord du paquebot ..." und der Name des Schiffes.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 26.09.2015 15:32:59 Gelesen: 163943# 120 @  
Hallo zusammen,

im Jahre 1908 folgte Urgroßvater einem Ruf auf die Azoren. Dort übernahm er die Leitung der Zuckerrübenfabrik und Raffinerie Santa Clara auf der Insel San Miguel.



Nachdem zunächst portugiesische Marken gültig waren, wurden von 1868 bis 1892 auf den Azoren die Marken des Mutterlandes Portugal mit dem Aufdruck "Acores" verwendet. In der Zeit von 1892 bis 1905 gaben die Distrikte Angra, Horta (auf der Insel Faial) und Ponta Delgada auf den Azoren eigene Marken heraus. Seit 1906 gab es wieder gemeinsame Marken auf den Azoren. Diese Karte aus Ponta Delgada vom Juni 1908 hat Urgroßvater also verwendet, nachdem es schon zwei Jahre lang Marken für die gesamten Azoren gab.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 07.10.2015 09:27:47 Gelesen: 163364# 121 @  
Hallo zusammen,

Die ersten Briefmarken für die gesamten Azoren zeigen in den Ecken die Buchstaben A (für Angra), H (für Horta) und PD (für Ponta Delgada). In diesem Fall hat Urgroßvater eine Inlandspostkarte mit anhängender Antwortkarte verwendet. 10 Reis waren Inlandsporto, er musste also noch 10 Reis dazufrankieren.



Auf einer Reise im Jahre 1904 besuchte mein Großvater unter anderem die Insel Madeira mit der Hauptstadt Funchal. Vielleicht hat er von dort diese Postkarte mit dem Wertstempel aus Funchal mitgebracht, die er dann 1908 in Ponta Delgada verwendete.



Ich gehe aber davon aus, dass die Karte aus Funchal auf den Azoren nicht gültig war. Großvater hat nämlich das normale Auslandsporto von 20 Reis dazugeklebt.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 01.11.2015 10:10:20 Gelesen: 161948# 122 @  
Hallo zusammen,

die meisten Karten von Urgroßvater wurden von den Azoren aus über Lissabon nach Deutschland befördert. Hier zum Beispiel eine Ansichtskarte von dem See Sete Cidades:



Der See ist eine Caldera, also ein Kratersee. Näheres siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Sete_Cidades_%28Caldeira%29.

Der Beförderungsweg richtete sich danach, welches Schiff gerade die Post mitnahm. Eine andere Karte nahm zum Beispiel den Weg über Gibraltar:



Die nächste Karte hat Urgroßvater am 31.05.1908 in Ponta Delgada geschrieben. Abgestempelt wurde sie aber erst am 05.06.1908 obwohl er schreibt: "Heute geht der erste Dampfer welche Post mitnimmt und da will ich meinem lieben guten Mädchen in der Heimat zuerst einen herzlichen Gruß und Kuß senden..."



Leider ist mal wieder eine Marke abgelöst worden. Wie ich von Marcel erfuhr, steht auf dem Stempel: "CORR. E TEL. PAQUETE" (Correios e Telégrafos Paquete) Paquete = Schiff.

Paquete ist der Name alter Luxusschiffe mit Dampfantrieb und großer Geschwindigkeit. Die Herkunft des Namens bezieht sich auf die englische Bezeichnung des Postschiffs und das kann im portugiesischen als Schiffspakete übersetzt werden. Diese Schiffe hatten regelmäßige Post- und Paketbestellungen zusätzlich zu den Fahrgästen, und waren dadurch Fracht- und Fahrgastschiff gleichzeitig.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 07.11.2015 15:28:40 Gelesen: 161589# 123 @  
Hallo zusammen,

von den Azoren hat Urgroßvater viele Ansichtskarten geschickt. Hier eine kleine Auswahl, die u.a. das Leben oder die Arbeit der Bevölkerung zeigen:







Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Volkmar
 
volkimal Am: 22.11.2015 14:49:06 Gelesen: 160789# 124 @  
Hallo zusammen,

heute zwei Ansichtskarten von fremden Kriegsschiffen auf den Azoren:



Im Juli und August 1908 nahmen unter anderem die SMS Wittelsbach und die SMS Mecklenburg an einer Trainingsfahrt zu den Azoren teil. Weitere Informationen zur SMS Wittelsbach siehe https://de.wikipedia.org/wiki/SMS_Wittelsbach

Urgroßvater Oswald Hentschel schreibt auf dieser Karte:

Meinem lieben Mädel!
Ganz innigen Gruß und Kuß auf einer Karte die auf deutschem Boden von den Azoren geschrieben ist denn es ist das Flagschiff des Admirals der Deutschen hier ??? ??? Flotte ??? habe ich ??? vom Admiral geschenkt bekommen als ich bei ihm zu ??? war.
Gruß und Kuß Väterchen


Kann jemand von Euch den Rest entziffern?



Die zweite Ansichtskarte zeigt den brasilianischen Kreuzer Benjamin Constant bei seinem Besuch auf den Azoren im Hafen von Ponta Delgada. Urgroßvater schickt diese Karte an seine Tochter Ilse (meine Großmutter), als diese gerade Edmund Stein in Potsdam besuchte (siehe [#104] bzw. [#105]). Weitere Informationen zu diesem Schiff siehe:

https://portogente.com.br/colunistas/laire-giraud/navio-escola-benjamin-constant-foi-o-verdadeiro-cisne-branco-5939

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 05.12.2015 10:47:07 Gelesen: 160125# 125 @  
Hallo zusammen,

dank der Mithilfe eineger Teilnehmer des Forums und vor allem durch den Vater von Olaf (DERMZ) ist die Karte der SMS Wittelsbach (letzter Beitrag) entziffert worden. Urgroßvater schrieb dort:

Meine liebe Maus!
Ganz innigen Gruß und Kuß auf einer Karte die auf deutschem Boden vor den Azoren geschrieben ist, denn es ist das Flagschiff des Admirals der Deutschen hier weilenden Flotte, und habe ich solche vom Admiral geschenkt bekommen als ich bei ihm zu Tisch war.
Gruß und Kuß Väterchen

Eigentlich wollte ich jetzt hier noch eine weitere Ansichtskarte des Schiffes R.M.S. Augustine zeigen, aber ich kann wieder ein Wort nicht entziffern. Also zeige ich sie erst beim Thema "Sütterlin ...". Statt dessen hier noch zwei andere Ansichtskarten von den Azoren:



Viele Grüße
Volkmar
 

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