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Thema: Deutsche Kolonien: Buka und seine (Falsch-) Stempel
pomana Am: 12.04.2011 12:34:28 Gelesen: 2838# 1 @  
Das April-Heft der "Gemeinschaft der Briefmarkenfreunde Neuguineas" erinnert wieder mit seinem Inhalt an die deutsche Kolonialzeit. "Von Tradern und Handelshäusern" führt uns die Handlung über das Wirtschaftsunternehmen J.C.Godeffroy und die 'Deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft' zu Leuten, die mit den auf der Kulturstufe der Steinzeit stehenden Eingeborenen Handel trieben. So hatten zwei Norweger die Marau-Sound-Trading-Company gegründet und mit der in Sydney ansässigen deutschen Firma Justus Scharff einen Agenturvertrag abgeschlossen. Im Marau-Sund hatten sie dann von einem Häuptling gegen Zahlung einer halben Kiste Tabak und eines Schweins die Insel Crawford erworben. Briefumschläge aus der Korrespondenz der Firmen belegen das Ganze.

Das "steinreiche Primitivgeld" der Palau-Insulaner, das wie Mühlensteine aussieht, würde jeden Geldschrankknacker in die Flucht schlagen. In besagtem Heft wird darüber berichtet, auch über die Postagentur, den Postanweisungsdienst und die Telegrafenstation auf Nauru.

Buka ist eine etwa 500 km² große Insel im pazifischen Ozean. Sie gehört geographisch zum Archipel der Salomon-Inseln und liegt nördlich von Bougainville. Eigentlich sind es zwei Inseln, die durch einen schmalen Meeres-Durchgang, die sogenannte "Buka-Passage" getrennt sind. Deutschland nahm 1886 von Buka und einigen anderen Salomon-Inseln Besitz und eröffnete am 26. Juli 1913 in Buka eine Postagentur. Bei geringem Postaufkommen waren gestempelte Marken bald begehrte Sammelobjekte. Als die Australier kamen, wurde der Stempel in's Meer geworfen. Aber Haie stempeln keine Briefe! Es dauerte darum nicht lange bis die ersten Falschstempel in Umlauf kamen.


 
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