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Thema: Freimarken aus aller Welt: Ziffernserien
Jürgen Witkowski Am: 05.06.2011 21:12:55 Gelesen: 9699# 1 @  
Den legendären Bayern Einser kennen wohl die allermeisten Briefmarkensammler.

Viele Staaten haben nicht Ihr Staatsoberhaupt oder das Landeswappen auf die Briefmarken gebracht, sondern eine mehr oder weniger hübsch umrahmte Wertziffer als Motiv ausgewählt.

Wir wollen hier KEINE Marken aus dem Sammelgebiet Deutschland mit all seinen Nebengebieten zeigen, sondern Ziffernmarken aus aller Welt.

Den Anfang mache ich mit Dänemark, dass ab 1870 die Freimarkenserie "Ziffern im Rahmen" heraus brachte.

Die nachfolgend gezeigten Marken stammen aus der Auflage von 1875 und zeigen eine Auswahl aus den zehn Werten, die zwischen 3 Öre und 100 Öre lagen.

Diese Serie ist sehr beliebt, da sie durch zahlreiche Druck-, Farb-, Zähnungs- und Wasserzeichenvarianten ein weites Betätigungsfeld für Spezialsammler bietet.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Georgius Am: 06.06.2011 13:52:06 Gelesen: 9663# 2 @  
Als begeisterter Norwegensammler komme ich nicht umhin, unter diesem Thema die Skilling-Ausgabe von 1872 zu zeigen. Sie ist in den Hauptnummern zwar komplett, aber die norwegischen Kataloge weisen bei fast allen Werten bis zu 5 Farbtöne mit Papierunterschieden aus. Nur beim 3 Skilling Wert kann ich drei Farben zeigen.

Übrigens ist die Post Norwegens bis heute diesem Motiv treu geblieben, das im nächsten Jahr sein 140 jähriges Jubiläum feiert.

Mit besten Sammlergrüßen
Georgius


 
Stephan Sanetra Am: 06.06.2011 22:11:19 Gelesen: 9628# 3 @  
Guten Abend,

die norwegischen Posthörner mag ich vermutlich deshalb so gerne, weil ich immer wieder Schwierigkeiten mit der Bestimmung habe. Hier habe ich einmal vier 10 Öre Marken zusammengestellt:

Die obere Marke unterscheidet sich durch die unteren durch das schattierte Posthorn und dürfte somit die Mi.Nr. 25 sein. Die linke untere Marke hat ein deutlich höheres Markenbild als die Marken rechts daneben (also Mi.Nr.37). Bei den beiden mittleren Marken tippe ich auf die Mi.-Nr. 45a (braunkarmin) und die rechte Marke habe ich als Nr. 45c (rot, anilinrot, karmin) eingeordnet. Ist das korrekt?

Mit neugierigen Grüßen
Roedsand


 
abrixas Am: 07.06.2011 11:28:04 Gelesen: 9592# 4 @  
Mich haben schon seit geraumer Zeit die Sondermarken- und Zuschlagsmarken frustriert, die von etlichen Postverwaltungen nur herausgegeben werden, um uns Sammler abzuzocken.

Also entschied ich mich, nur noch Dauerserien zu sammeln, und zwar solche Serien, die stets das gleiche Motiv zeigen.

Ich habe mich anfänglich auf Frankreich und Dänemark konzentriert und möchte vielleicht mit den Niederlanden und Italien beginnen.

Die Vordruckalbumseiten gestalte ich selber. Hier ein Beispiel.


 
Georgius Am: 07.06.2011 17:21:55 Gelesen: 9557# 5 @  
@ Roedsand [#3]

Hallo Roedsand,

von Scan her beurteilt würde ich zu keiner anderen Einschätzung kommen.

Mit den Farben der Nr.45 tue ich mich allerdings ziemlich schwer, da ich auch norwegische Kataloge benutze, die mit anderen Farbnamen arbeiten. Leider gibt der Michel für die Nr.45c ein diffuses Farbgemisch an, mit dem man kaum etwas bestimmen kann. Bei der Nr.25 karminrosa und Nr.45 karmin kommt das Wz.2 sowohl liegend als auch stehend vor. Diese Unterschiede nennt der Michel nicht.

Weiterhin viel Spaß beim Bestimmen wünscht Dir

mit besten Grüßen
Georgius
 
Stephan Sanetra Am: 07.06.2011 22:42:19 Gelesen: 9529# 6 @  
@ Georgius [#5]

Vielen Dank Georgius,

die Freimarkenserie wurde ja später ergänzt durch weitere Motive. Leider muss ich morgen ins Krankenhaus und komme vorher nicht mehr dazu, z.B. den norwegischen Löwen mit Streitaxt (ab 1922) oder König Haakon VII. (ab 1937) heraus zu suchen.

Vielleicht hast Du dazu Gelegenheit?

Beste Grüße
Roedsand
 
Georgius Am: 08.06.2011 00:57:26 Gelesen: 9517# 7 @  
@ Roedsand [#6]

Hallo Roedsand,

baldige Genesung und Rückkehr nach Hause.

Ich werde sehen, wie ich Zeit habe für die anderen Ausgaben.

Beste Grüße
Georgius
 
AfriKiwi Am: 08.06.2011 08:54:17 Gelesen: 9507# 8 @  
Italien 1863

Der erste Ziffernsatz zu 1 Centimo und 2 Centesimi künstlerisch dargestellt:



Dann gibt es von Neuseeland die 2004 Not-Ausgabe als Freimarke:



Erich
 
abrixas Am: 08.06.2011 12:12:43 Gelesen: 9487# 9 @  
@ AfriKiwi

Finde ich toll, diese Marken! Hast Du noch andere Portostufen? Vielleicht auch Belege? Der ganze Zauber und der Reiz künstlerischer Grafik liegt darin.

Zeig bitte noch mehr, wenn möglich. Haben die beiden 2 Centessimi-Marken unterschiedliche Farbtönungen?

Liebe Sammlergrüße
abrixas
 
petzlaff Am: 08.06.2011 17:46:49 Gelesen: 9461# 10 @  
Eine der aus meiner ganz persönlichen Sicht wundervollsten Ziffernserien der Welt stellen die mexikanischen Ausgaben kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts dar. Hier gibt es jede Menge Wasserzeichen-, Zähnungs- und Papierunterschiede. Des weiteren sind die üblich erhältlichen Marken aufgrund ihrer Erhaltung meist nicht sammelwürdig.

Ich zeige euch hier einfach einmal ein paar außerordentlich begehrenswerte Exemplare:

obere Reihe: liniertes Papier in extrem weiter Zähnung

untere Reihe: attraktive Verzähnungen



In der Spanisch-sprachigen philatelistischen Literatur werden diese Ausgaben als "Cifras grandes" bezeichnet.

Wenn ich Spaß daran finde, zeige ich euch noch mehr von dieser wundervollen Serie. Bei mit zuhause füllt diese Ausgabe ganz allein ein dickes Album. :-)

LG, Stefan
 
AfriKiwi Am: 09.06.2011 00:09:28 Gelesen: 9424# 11 @  
@ abrixas [#9]

Hallo abrixas,

das waren Mi23 und 24, der komplette Satz und Farbtönungen zu dieser Zeit sicher üblich. Sollte rotbraun sein bei der 2C Marke. Auf saubereem Beleg mit diesen Marken muß ich einem anderen Mitglied überlassen.

Ich meine es gibt weitere solche künstlerischer Ausgaben, muß nur noch ich dessen Richtung suchen.

Bis dann haben wir hier einige Schweden Marken von der 1872 Ausgabe. Wohl auch alle mit Farbtönungen. Ich glaube sie werden mehr wegen den Poststempel gesammelt oder überhaupt auf Belegen.



Der Teil in rot gehört nicht zum Thema.

Erich
 
DMD Am: 21.06.2011 17:10:48 Gelesen: 9305# 12 @  
Ab 1876 brachte auch die holländische Post eine Ziffernserie heraus, bestehend aus 4 Werten.

Wie üblich zu der Zeit gab es auch hier 6 verschiedene Zähnungen sowie verschiedene Papiersorten.

Bis 1894 wurde mit Erdfarben gedruckt, danach kamen künstliche Farben zum Einsatz. Mit den Erdfarben wurden über 1 Milliarde Marken (alle Wertstufen zusammen) gedruckt, mit den synthetischen nochmals knapp 700 Millionen.

1899 wurde dann eine neue Ziffernserie aufgelegt, im Bild die zweite Reihe. Hier wird es dann schon langweiliger, weil nur noch eine Papiersorte und eine Zähnung vorkommen.

Die verkaufte Auflage betrug zusammen über 6 Milliarden Marken, die 1 ct. Marke alleine 2.2 Milliarden.


 
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