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Thema: DDR: Gibt es Dienstmarken mit Muster Stempel ?
Richard Am: 07.01.2008 13:36:43 Gelesen: 6555# 1 @  
Swen stellt im BDPh Forum eine Frage, deren Antwort mich auch interessiert. Wer kennt sich mit Dienstmarken der DDR aus ?

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DDR Dienstmarken mit MUSTER-Stempel

Halli Hallo,

gab es in der DDR auch Dienstmarken mit "Muster" Aufdruck ?

Ich kenne diese Stempel eigentlich nur von BRD-Marken und bei Markenheftchen der DDR, da aber mit riesigem Aufdruck.

Ist so etwas "Mache" mit den Kinderpost Stempeln ? Oder gab es so etwas in "echt" ?

Danke + Gruß
Swen
 


Georgius Am: 07.01.2008 18:57:42 Gelesen: 6543# 2 @  
Hallo an Interessierte,

daß es nun solche gibt, sehen wir jetzt ja. Das ist reine Mache.

Meines Wissens wurden diese Marken während der Gültigkeitsdauer von der Post der DDR an Privatpersonen überhaupt nicht abgegeben, sondern nur an Behörden und Wirtschaftsinstitutionen. Dazu gab es entsprechende Dienstanweisungen über den Umgang mit solchen Marken, in denen auch die Nachweispflicht postfrischer Dienstmarken festgelegt war.

Selbst benutzte Umschläge mit gestempelten Dienstmarken sollten vernichtet werden. Das konnte jedoch vielfach umgangen werden, so daß gestempelte und somit echt gelaufene Dienstmarken in Sammlerhände gelangten. Ich selbst habe bereits zu jener Zeit solche Dienstmarken gesammelt und habe sie heute noch, wie gesagt nur echt gestempelte. Postfrische Dienstmarken waren nicht interessant, da man legal an sie nicht herankam.

Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer wurden zweifellos postfrische Restbestände und auch Nachdrucke von Dienstmarken bewußt in den Briefmarkenhandel gebracht (Devisenbeschaffung). Daher stammen übrigens auch die Klischeestempel auf vielen solchen Marken, die ich heute nur mit gleicher Verachtung ansehe, wie die Machwerke oben.

Mit freundlichen Grüßen
Georgius
 
Sammler-Henn Am: 07.01.2008 19:40:06 Gelesen: 6539# 3 @  
Hallo an alle Interessierte

Zu unterscheiden ist zwischen Dienstmarken und ZKD Marken = Zentraler Kurierdienst.

Die Dienstmarken wurden von allen Behörden auch für Post an Privatpersonen verwandt, sie waren also auch für normale Sammler gestempelt zu erreichen. Die später verwendeten ZKD Marken waren nur für den Postversandt zwischen Behörden und Betrieben vorgesehen.

Der Posteingang eines jeder Briefes mußte in einem Postbuch eingetragen werden, die Umschläge mußten sicher verwahrt werden. Von Zeit zu Zeit kam ein Polizist, der den ordnungsgemäßen Nachweis kontrollierte und dann die Vernichtung der Umschläge mit den Marken vornahm, Marken durften somit unter Strafe nicht an Sammler weitergegeben werden.

Dienstmarken mit dem Aufdruck "Muster" halte ich auch für reine Mache um Leuten Geld aus den Taschen zu ziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Sammler-Henn
 
AfriKiwi Am: 18.01.2008 09:21:43 Gelesen: 6503# 4 @  
@ Richard [#1]

Ich meine nicht Georgius's Beitrag zu ergänzen den das Schreiben von einem Nichtsammler hat die gleiche Stellung.

>>Zu den Fragen über Dienst Post ist es so die Briefmarken gab es nicht, offiziell mussten sie nach Gebrauch vernichtet werden. Die Marken waren nur für Staatspost Gedacht.

Die Marken die jetzt bei den Sammlern und Händlern sind, sind über schwarze Kanäle an der Öffentlichkeit gekommen da haben einige sehr viel Geld mit verdient.

Über Marken mit Aufdruck MUSTER ist nichts bekannt. Nach der Wende mussten alle Restbestände vernichtet werden, über jede Marke musste Protokoll geführt werden.
Ich hoffe es hilft ihnen weiter.<<

Das von einer netten Dame in Kyritz.

Erich
 
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