Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Absenderfreistempel von Bundestagsabgeordneten
Hello Am: 20.01.2008 18:01:21 Gelesen: 25855# 1 @  
Ich suche für meine Thematiksammlung Deutsche Politiker auch Absenderfreistempel der Bundestagsabgeordneten. In den achtziger Jahren hatten einige Abgeordnete einen eigenen Absenderfreistempel, aus denen ihr Name und die Zugehörigkeit zum Bundestag zu erkennen war. Vor Jahren hatte ich einmal an die Bundestagsverwaltung geschrieben, diese gab mir aus Datenschutzgründen jedoch keine Auskunft.

Meine Frage an die Philatelisten:

Kennen Sie Bundestagsabgeordnete, die einen Absenderfreistempel benutzen oder benutzten, aus dessen Text man ersehen kann, dass er oder sie Mitglied des Deutschen Bundestages sind bzw. waren? Kann mir jemand solche Belege verkaufen?
 
Jürgen Witkowski Am: 20.01.2008 22:49:19 Gelesen: 25842# 2 @  
@ Hello [#1]

Hallo Hello,

ich meine in meinen Belegekisten so etwas gesehen zu haben. Die sind wegen Renovierungsarbeiten momentan so verstaut, dass ich nicht nachsehen kann. Ich bitte um ein paar Tage Geduld.

Zur Überbrückung ein Brief des Bayrischen Ministerpräsidenten a.D. Max Streibl aus dem Jahr 1994.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
- Am: 21.01.2008 10:45:02 Gelesen: 25831# 3 @  
@ Concordia CA [#2]

Ich weiß, daß die amerikanischen Ex-Präsidenten Portofreiheit genießen.

Ich wußte jedoch noch nicht, daß bayerische Ex-Ministerpräsidenten ihre Post weiterhin über die Staatskanzlei (portofrei) versenden dürfen,
 
Jürgen Witkowski Am: 21.01.2008 11:04:36 Gelesen: 25830# 4 @  
@ italiker [#3]

Dem Stoiber Edmund haben sie gerade 400.000 € Bürokosten jährlich genehmigt.
 
- Am: 21.01.2008 18:15:18 Gelesen: 25817# 5 @  
@ Concordia CA [#4]

Stoiber ? Lebt der noch ? Ich meine DIE BAYERN haben einen neuen Fürstregenten !

Onkel-Otto
 
Jürgen Witkowski Am: 21.01.2008 18:28:17 Gelesen: 25813# 6 @  
@ Onkel-Otto [#5]

Stoiber im "Größenwahn"

Das Büro des Alt-Ministerpräsidenten kostet laut sueddeutsche.de jährlich rund 450.000 Euro. Die Opposition ist empört. Doch Beckstein verteidigt seinen Vorgänger.

Bürokosten in Höhe von fast einer halben Million Euro für den ehemaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) empören die Opposition. Einem Bericht von sueddeutsche.de liegen die Ausgaben für Personal, Büroausstattung, Gebäudeunterhalt, Repräsentation und Reisen bei deutlich mehr als 450.000 Euro pro Jahr.

(Quelle und weiter: http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/268/152879/)

Ansonsten bei Google die beiden Stichwörter bürokosten stoiber eingeben und staunen.
 
- Am: 22.01.2008 19:32:15 Gelesen: 25797# 7 @  
@ Concordia CA [#6]

Hallo Jürgen !

Hier mal ein aktueller Beleg der zeigt wie sparsam unsere Abgeordneten doch sind. Oder war ER mal einer, Tel. Nr. steht ja drauf, ruf IHN doch mal an.

Ich hatte von Benjamin bei delcampe gekauft.

Onkel-Otto


 
Jürgen Witkowski Am: 28.01.2008 22:22:58 Gelesen: 25757# 8 @  
Damit der Thread nicht verschwindet ein Beleg, der vielleicht passt.

Carl-Dieter Spranger, seit 1972 MdB, allerdings mit Absenderangeabe "Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren".

Ich suche weiter...

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 10.02.2008 22:28:51 Gelesen: 25687# 9 @  
Ein neuer Abgeordnetenbrief, leider immer noch kein Absenderfreistempel sondern eine Frankatur, wie sie sich für einen Abgeordneten des Deutschen Bundestages geziemt.

Richard Ey gehörte dem Deutschen Bundestag als Abgeordneter der CDU von 1972 bis 1980 an. Er vertrat den Wahlkreis Nienburg/Weser.

MiNr. 753, 40 Pf., 10 Jahre Vertrag über deutsch-französische Zusammenarbeit
Stempel 284 Diepholz 1, -4.2.73-11

Ich suche weiter...

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 14.02.2008 17:25:46 Gelesen: 25661# 10 @  
Es sieht so aus, dass sich in meinen Beständen leider doch kein Absenderfreistempel eines Bundstagsabgeordneten befindet. Zum Trost ein Indiz für die Sparsamkeit deutscher Politiker im Jahre 1955.

Ein Brief des Abgeordneten Dr. Wolfgang Stammberger an das Kulturamt des Landkreises Coburg. Die Frankatur wurde nicht anerkannt, da sie aus einem alten Brief ausgeschnitten war. Das war damals schon und ist heute immer noch nicht gestattet und wurde daher mit 22 Pf. Nachporto belegt.

Stempel (22c) Bonn Bundeshaus aa 17.5.55.-12

Dr. Wolfgang Stammberger (FDP) wurde 1961 unter Adenauer Justizminister und trat bereits 1962 im Zusammenhang mit der Strauß-Affäre zurück.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 19.01.2009 17:16:41 Gelesen: 25212# 11 @  
@ Hello [#1]

Was lange währt...

Nun ist Deine Anfrage genau 1 Jahr alt und wie es der Zufall will, habe ich heute einen Absenderfreistempel des Bundestagsabgeordneten Lothar Ibrügger aus dem Jahr 1981 gefunden.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Ivan der Goldige Am: 01.06.2009 00:28:35 Gelesen: 24942# 12 @  
Hallo,

ich habe auch noch einen: Vom Bundestagsabgeordneten Cajus Caesar (er heißt tatsächlich so).



Das Verwunderliche an dem Stempel ist, dass er die Post gar nicht direkt aus seinem Wahlkreis verschickt, sondern im benachbarten Bielefeld aufgibt.

Viele Grüße

Ivan
 
DL8AAM Am: 07.10.2009 20:06:51 Gelesen: 24390# 13 @  
Zwar keine Absenderfreistempel der MBDs, aber mangels einer besseren Topics passen am Rande auch Postwurfsendungen von diesen Absenderkreis hoffentlich hier rein ;-) Beide Absender treten zwar nicht in ihrer Rolle als eigentliche MDBs auf, sondern nur als Kanzlerkandidaten.

Passend zur letzten Bundestagswahl haben bestimmt viele (alle?) von uns diese beiden Postwurfsendungen erhalten, wobei ich befürchte, dass diese (auch philatelistisch) interessanten Belege im Altpapier gelandet sind. In 100 Jahren wären das bestimmt echt vorzeigefähige Exemplare geworden.

Deshalb möchte ich zur "Datensicherung" aber auch zur Dokumentation der verschiedenen Formen der Postwurfsendung diese hier mal reinstellen. Die DPAG hat ja in der letzten Zeit eine Flut von verschiedenen Versendungsarten mit Zusatzleistungen (aber auch Frankturmöglichkeiten bzw. "Bezahl-Markierungen") erfunden, so dass es oft auch zeitnah schwierig ist, alle Formen entsprechend in der Sammlung zu dokumentieren. Wenn dann in nächsten Jahr mal wieder "alles ganz anders wird", neue Namen, neue Formen hinzukommen und alte wegfallen, wird vieles - gerade aus dem "Nicht-Briefmarkenbereich" - noch schwerer zusammentragbar sein. Zumal diese Arten oftmals leider in nicht sammelfreundlichen Formen und Größen daherkommen. Da kamen die folgenden Briefe gerade passend. ;-)

A) "Unadressiert: Postwurfsendung"



Als erstes das Schreiben von Frank-Walter Steinmeier (SPD), der seine "Wichtige Mitteilung zur Bundestagswahl" vom 14.09.2009 als einfache Postwurfsendung "POSTWURF - Alle Haushalte mit Tagespost" mit der "Welle" verschickt hat. Die Welle ist vielen bereits bei er Infopost bekannt und hat dort die alten "Gebühr-Bezahlt"-PPIs abgelöst, kann aber auch in einer ähnlichen Weise für POSTWURF verwendet werden (hier auch mit einem möglichen Kundenzudruck).

Die Post unterscheidet hier bereits zwischen verschiedenen Versendungs- bzw. Zustellformen
( http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/p/postwurfsendung/pws_habro_2009_rz.pdf )

a) POSTWURFSENDUNG an alle Haushalte ("Zustellung an alle Haushalte des selektierten Verteilgebietes")

b) POSTWURFSENDUNG an Haushalte mit Tagespost ("Lieferung an Haushalte, die am Zustelltag sonstige Post erhalten")

c) POSTWURFSENDUNG an alle Briefabholer ("Verteilung an alle Postfächer einer Postfachanlage.")

B) "Teiladressiert: Postwurfspezial"



Von Angela Merkel, Bundeskanzlerin (CDU). Dieses Schreiben ging per "POSTWURFSPEZIAL" mit einer teiladressierten Anschrift auf die Reise. Unter teiladrerssiert versteht die Post Adressen anch dem Schema " An die Bewohner des Hauses, Musterstraße 1, 12345 Musterstadt" oder auch semipersönlicher "An alle Gummibärchenliebhaber des Hauses ....". Für diese besondere Form müssen auch besondere Formvorschriften eingehalten werden: "Die Anschrift muss die Bezeichnung Postwurfspezial mit dem Postlogo, die Straßenbezeichnung, die Hausnummer, die Postleitzahl und den Ortsnamen enthalten.". Auch hier ist die Welle mit einem möglichen Kundenzudruck möglich
http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/download/broschueren/verkaufsbroschuere.pdf
http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/download/broschueren/handlingsbroschuere.pdf

Zu diesen Grundformen gibt es vielfache Sonderformen, die zu beschreiben hier doch etwas zu "Off-Topic" sein sollte. ;-)

Das sollte nur als kleine Anregung dienen, nicht alles was als Werbe-Spam daher kommt, sollte unbeachtet entsorgt werden, ein paar Exemplare sollten für philatelistischen Sammlungen "Moderne Postgeschichte" Beachtung finden.

Gruß
Thomas

" Und immer einen Blick ins Altpapier"
 
DL8AAM Am: 12.02.2010 13:27:53 Gelesen: 23770# 14 @  
@ DL8AAM [#13]

> Zwar keine Absenderfreistempel eines MdB, aber mangels eines besseren Topics passen am Rande auch Postwurfsendungen von diesen Absenderkreis hoffentlich hier rein ;-)

Zwar noch immer kein AFS. Aber dieses mal ist es keine Postwurfsendung mehr, sondern "schon" eine Infopost (wir nähern uns an), die auch hier immer häufiger eingesetzt wird (ist ja auch kostengünstiger):



Die Welle vom Dr. Guido Westerwelle, MdB

Gruß
Thomas
 
Markenhamster Am: 12.02.2010 17:06:50 Gelesen: 23759# 15 @  
Hallo,

Absenderfreistempel haben heute allenfalls diejenigen, die freiberuflich tätig sind, und auch dann nur im Wahlkreis. Aus meinem näheren Bekanntenkreis aus der 16. WP habe ich da niemanden, aber ich mache da die Ohren mal auf.

Grundsituation:

MdB muß Porto selbst zahlen, daher philatelistische Frankatur.

PSt-Post läuft zumeist über das betreffende Ministerium, daher Freistempel des Ministeriums.

Parteipost zahlt die Partei, und die ist zumeist ebenfalls mit Freistempel ausgestattet.

Cheerio

der Markenhamster
 
DL8AAM Am: 15.10.2013 20:45:53 Gelesen: 16145# 16 @  
@ Markenhamster [#15]

Jou, es sieht weiterhin schlimm aus, Absenderfreistempel von MdBs scheinen immer seltener zu werden. Zumindest kann man im Zeitraum um die Bundestagswahlen versuchen, wenigstens ein paar INFOPOST-Umschläge ergattern:



INFOPOST mit Wahlwerbung des CDU-Kreisverbandes Northeim für den Kandidaten Dr. Roy Kühne (im September 2013), der inzwischen in den Bundestag als Abgeordneter für den Wahlkreis 52 (Goslar-Northeim-Osterode) gewählt wurde [1].

Wenn schon keine AFS, aber wie wäre es mit einer brandaktuellen Themensammlung "Alle MdBs der 17. Wahlperiode an Hand von INFOPOST-Sendungen"? hi ;-)

Gruß
Thomas

[1]: http://www.dr-roy-kuehne.de
 
franzi2005 Am: 17.11.2014 22:32:16 Gelesen: 14529# 17 @  
Hallo,

ich habe auch 3 gefunden.

Wenn ich Jemanden damit eine Freude machen kann, bitte bei mir melden. Ich gebe sie gerne ab. ABER den "alten" vom Bundespräsidenten nur, wenn mir ein Vermögen dafür geboten wird.

Schönen Abend noch
Franzi2005


 
Baber Am: 21.11.2014 17:17:54 Gelesen: 14409# 18 @  
@ Hello [#1]

Suchst Du für Deine Sammlung auch den Absenderfreistempel des alten Bundeskanzleramtes in Bonn?




Gruß
Baber
 
epem7081 Am: 11.08.2019 22:13:09 Gelesen: 862# 19 @  
Direkte Absenderfreistempel von einzelnen Bundestagsabgeordneten sind wohl schwerlich zu finden. Verschiedene Belege machen deutlich, dass es offizielle amtliche Briefumschläge gab, die mit dem vorgedruckten Hinweis Mitglied des Deutschen Bundestages und dem Bundesadler ausgestattet, dann vom einzelnen MdB mit seinem Stempel versehen, individualisiert und personalisiert wurden.



Im vorstehenden Beleg, eines über DIN A3 hinausgehenden Briefumschlags, residiert der MdB Paul K. Friedhoff [1] ausweislich des Stempels vom 12.2.1997 noch in Bonn. Der nachfolgende Beleg vom 1.2.2002 kündet nun vom neuen Regierungssitz in Berlin.



Ein zweifacher Umbruch wird vorderseitig einmal mit dem Briefzentrum 10 Berlin Zentrum, dann mit der Doppelwährung - noch DM und schon EURO - sichtbar. Dass hier auf dem Postwertzeichen Käte Strobel [2] erscheint, rundet das Thema Bundestagsabgeordnete geradezu thematisch ab.

Mit sonntäglichen Grüßen
Edwin

[1[ https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Friedhoff
[2] Käte Strobel war eine deutsche Politikerin. Sie war von 1966 bis 1969 Bundesministerin für Gesundheitswesen und von 1969 bis 1972 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. (Quelle: Wikipedia)
 
epem7081 Am: 05.10.2019 23:24:43 Gelesen: 380# 20 @  
@ Baber [#18]

Hier noch einmal ein Brief vom 17.5.1967 aus dem Bundeskanzleramt der "Bonner Republik":



Die Rückseite offenbart, dass hier der frisch nominierte parlamentarische Staatssekretär beim Bundeskanzler Freiherr Karl Theodor zu Guttenberg der Absender war [1]. Nicht zu verwechseln mit dem namensgleichen Enkel, der es zum Verteidigungsminister brachte.

Er war von 1957 bis zum 6. Juni 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages. 1957 und 1961 wurde er im Bundestagswahlkreis Forchheim, 1965 im Bundestagswahlkreis Kulmbach (1965) direkt gewählt; 1969 zog er über die Landesliste Bayern in den Bundestag ein. Am 17. April 1967 wurde er zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeskanzleramt berufen und gehörte damit dem Kabinett Kiesinger an. Sein Amt endete mit der Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler am 21. Oktober 1969. (wikipedia)

Eine gute Nachtruhe wünscht
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Theodor_zu_Guttenberg_(1921–1972)
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 

Ähnliche Themen

43084 46 01.09.19 00:24wajdz


Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.