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Thema: Alte Belege: Wer kann das lesen ?
Das Thema hat 192 Beiträge:
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Gernesammler Am: 29.12.2025 16:44:13 Gelesen: 7515# 168 @  
@ chris63 [#166]
@ bayern klassisch [#165]
@ Briefuhu [#164]
@ volkimal [#163]

Hallo Ihr Vier,

Besten Dank für Eure Mühewaltung, jetzt ist erst einmal klar, dass der Brief nicht nach Bayern lief.

Die Adresse und den Text des Briefes habe ich durch Euch jetzt auch und kann damit gut was anfangen.

Nochmals Danke und Rutscht gut rein.

Gruß Rainer
 
Richard Am: 29.12.2025 21:20:19 Gelesen: 7462# 169 @  
@ Gernesammler [#168]

Ich darf alle Mitglieder und Mitleser darauf hinweisen, dass derzeit im Thema "Sütterlin und alte Schriften" die meisten Übersetzungen in über 4.000 Beiträgen zu finden sind.

Meine Empfehlung ist dort zu fragen, auch bei besonders schwierigen Schriften.

[falscher Link redaktionell entfernt, siehe folgender Beitrag]

Grüsse, Richard
 
JoergH Am: 29.12.2025 22:11:19 Gelesen: 7452# 170 @  
@ Richard [#169]

Richards Link funktioniert nur für Leute, die ein Redaktions-Passwort haben; so:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=3091&CP=0&MAX=1

kommen auch "Normalsterbliche" in den Sütterlin-Thread.

Jörg
 
Richard Am: 30.12.2025 00:01:21 Gelesen: 7429# 171 @  
@ JoergH [#170]

Hallo Jörg,

danke für Deine Korrektur.

Schöne Grüsse, Richard
 
philamueller Am: 23.01.2026 11:21:37 Gelesen: 6045# 172 @  


Ich habe mit Lücken so gelesen. Wer kann die mit x markierten Stellen lesen?

Hülle
.. Hochwohlgebohren
… Domainenrittmeister Scheffer
zu
Münster
H.Cassen-Sachen (Herrschaftlichen)

Inhalt
Lünen, d 27. July 1821
.. Hochwohlgebohren
… Domainenrittmeister Scheffer
zu
Münster
Aus den abschriftlichen Anlagen der dortigen
hochlöblichen Liquidations-Comission vom 23. Xx
werden Wohldenselben zu ersehen belieben,
daß der Bertrag der von dem hiesigen
Posthalter Bierhoff aus den französischen Zeiten
herrührenden Forderung bei
xx Wohlgeboren eingezogen werden könne.
Zumal man daher die deshalbige
von dem P. Bierhoff vollzogene Quitung
xxxx zu übersenden xxx
hat man um baldgefälligen Übersendung
der Gelder hiermit ganz xxx bitten zu wollen
Königl Peußs Posthalter
Wortmann
 
epem7081 Am: 23.01.2026 13:17:37 Gelesen: 6012# 173 @  
@ philamueller [#172]

Hallo Werner,

meine Lesart vom Inhalt:

Lünen, d 27. July 1821
An
Sr Hochwohlgebohren des Herrn DomainenRentmeister Scheffer
zu
Münster
Aus der abschriftlichen Anlage der dortigen
hochlöblichen Liquidations-Commission vom 23ten d
werden Wohldieselben zu ersehen belieben,
daß der Betrag der von dem hiesigen
Posthalter Bierhoff aus den französischen
Zeiten herrührenden Forderung bei
Ew Wohlgeboren eingezogen werden könne.
Indem man daher die desfalsige
von dem P. Bierhoff vollzogene Quitung
hiebei Dienstergebenst zu übersenden beehrt,
hat man um bald gefällige Übersendung
der Gelder hiermit ganz ergebenst bitten zu wollen
Königl Preußs PostAmt
Wortmann

23ten d[ieses Monats]


Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
volkimal Am: 23.01.2026 14:40:59 Gelesen: 5993# 174 @  
@ epem7081 [#173]

Hallo zusammen,

Es heißt nur "Sr Wohlgeboren ..."

Viele Grüße
Volkmar
 
philamueller Am: 11.03.2026 16:45:11 Gelesen: 3222# 175 @  
Wer kann bei diesem Postschein von 1776 den Betrag entziffern?


 
bayern klassisch Am: 11.03.2026 17:19:43 Gelesen: 3208# 176 @  
@ philamueller [#175]

36 Louis d´or

1 Reichsthaler 9 Stüber
 
mumpipuck Am: 12.03.2026 01:55:06 Gelesen: 3147# 177 @  
@ filunski [#160]

Könnte die Abkürzung hinter dem Namen von Hauptmann Schulz nicht "St. F. O. heißen ? ("S" in Sütterlin).

Ich habe mal chatGPT gequält und auch nach Quellen gefragt. U.a. kam heraus:

"2. Dienstvorschriften der Fliegertruppen (ca. 1916–1918)
z. B.:

„Dienstanweisung für die Fliegertruppen des Feldheeres“

„Organisation der Fliegertruppen“

Darin werden Funktionen an Fliegerstationen (Ersatz- und Ausbildungsplätzen) beschrieben; der verantwortliche Offizier wird dort als Stationsführer bezeichnet."

Dann könnte es so etwas wie Stations Führungs Offizier heißen.

Viele Grüße
Burkhard
 
mumpipuck Am: 12.03.2026 02:09:03 Gelesen: 3135# 178 @  
@ filunski [#160]

Letzter Kommandant der Fliegerstation war ein Hauptmann Roetter. Es dürfte seine Unterschrift auf der Karte sein [1].

Viele Grüße
Burkhard

[1] https://www.moz.de/lokales/frankfurt-oder/stadtgeschichte-flugzeugabsturz-am-militaerflughafen-49060098.html
 
Jon20 Am: 24.03.2026 10:10:57 Gelesen: 1964# 179 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier einen Brief vom 01.05.45 aus Meißen, bei welchem ich ein wenig Hilfe gebrauchen könnte. Der größte Teil ist für mich lesbar, aber einige Stellen erschließen sich mir nicht. Wäre nett, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte.

Vielen Dank
Lg Jonas

Meine Übersetzung:

1/ Mai 45.
Meine Lieben!
Heute morgen brachte uns ein Postbeamter euren l. Brief vom 29.4.Besten Dank dafür. Die Lage hat sich scheinbar etwas beruhigt. Der Russe soll ein Stück zurückgeworfen sein, durch unseren Gegenangriff in der vergangenen Nacht: Die ganze letzte Nacht war anhaltendes Schießen, an Schlaf nicht zu denken. So geht es schon durch die ganze vorige Woche. Ein Graus & eine Hiobsbotschaft jagt die andere. Was weiter wird ist ganz ungewiß: Gestern früh sind auch Russen aus den Häusern a.d. Kurfürstenstraße heraus geholt worden, Es gibt keine Zeitung, kein Radio u. kein ?? Wie haben große Sorge um unseren lieben Franz. Ist er wohl noch. Jater soeben eine Brief an ihn abgefertigt. Ob der in wohl erreichen wird? Er kann ja auch schon beim Volkssturm sein? Wie mag es Fuhe & Bierbern ergehen? Hr. Schuster wird Euch wohl von dem was er in Meißen gesehen hat, berichten. Über die ? Brückensprengung sind die Einwohner ganz außer sich. Ein reiner Wahnsinnn. Der Schaden geht ihn die Millionen. Morgen soll wieder mal Post ausgetragen werden. Lebt wohl, hoffentlich sehen wir alle uns gesund wieder.
Herzl. Grüßen Vater u. Opa.


 
chris63 Am: 24.03.2026 11:40:03 Gelesen: 1937# 180 @  
@ Jon20 [#179]

Hallo Jonas,

ein bisschen mehr Qualität beim Scan/Foto dürfte hilfreich sein, so lässt sich nur raten.

1/ Mai 45.
Meine Lieben!
Heute morgen brachte uns ein Postbeamter euren l. Brief vom 29.4.Besten Dank dafür. Die Lage hat sich scheinbar etwas beruhigt. Der Russe soll ein Stück zurückgeworfen sein, durch unseren Gegenangriff in der vergangenen Nacht: Die ganze letzte Nacht war anhaltendes Schießen, an Schlaf nicht zu denken. So geht es schon durch die ganze vorige Woche. Ein Gerücht & eine Hiobsbotschaft jagt die andere. Was weiter wird ist ganz ungewiß: Gestern früh sind auch Russen aus den Häusern a.d. Kurfürstenstraße heraus geholt worden, Es gibt keine Zeitung, kein Radio u. kein Gas. Elek. Licht brennt aber noch. Wie haben große Sorge um unseren lieben Franz. Ist er wohl noch in Venusberg, bzw. Thum. haben gest. abend eine Brief an ihn abgefertigt. Ob der in wohl erreichen wird? Er kann ja auch schon beim Volkssturm sein? Wie mag es Suse & Bertram ergehen? Hr. Schuster wird Euch wohl von dem was er in Meißen gesehen hat, berichten. Über die ? Brückensprengung sind die Einwohner ganz außer sich. Ein reiner Wahnsinnn. Der Schaden geht ihn die Millionen. Morgen soll wieder mal Post ausgetragen werden. Lebt wohl, hoffentlich sehen wir alle uns gesund wieder.
Herzl. Grüßen Vater u. Opa.

gruß Christof
 
Jon20 Am: 24.03.2026 11:52:00 Gelesen: 1928# 181 @  
@ chris63

Danke dir Christof. Du hast recht, habe selbst bemerkt, das der Scan viel zu klein ist.

Anbei ein neuer Versuch:


 
chris63 Am: 24.03.2026 12:23:03 Gelesen: 1915# 182 @  
@ Jon20 [#181]

Hallo Jonas, so lässt sich der Brief lesen.

Aus Franz wird Georg, aus Bertram Barbara, die Brückensprengung voreilig und der Brief jetzt eben abgefertigt.

gruß Christof
 
Jon20 Am: 24.03.2026 21:26:50 Gelesen: 1860# 183 @  
Auch bei diesem Brief vom gleichen Datum und Absender bräuchte ich kleinere Korrekturen:

Vielen Dank
Lg Jonas





Meißen d. 1. Mai 1945(Morgens)
Meine Lieben alle!
Soeben bringt uns ein Postbeamter von Euch einen Lieben Brief u. gestern früh bekamen wir Euren lb. Brief vom 16. April. Nun kam gestern Nachmittag (spät) Herr Schuster u. sagte uns Grüße von Euch u. daser? Ihr noch gesund u. alle am Leben seit, das war für uns alle eine große Freude u. Beruhigung. Herr Schuster wollte nun heute zurück, wie, u. auf welchen Wegen wußte er nun nicht, hoffen wir, daß ihr durch ihn nun näheres erfahren habt u. dass wir auch noch am Leben sind. Schwere Stürme sind in den letzten 10 Tagen über uns hinweg gegangen, der treue Gott hat uns behütet bisher u. in seinen gnädigen Schutz genommen u. so wollen wir ihn auch weiter bitten, dahis? er bei uns bleiben möge mit seiner Gnade u. nicht von uns weichen. Von Sonnabend auf Sonntag 21. u 2 2. sind viele Menschen geflüchtet, sagen die Zaschendorfer Bauern, u. Meißen rechts war wie ausgestorben nun sieht man all das furchtbare Elend an u. man weiß doch nicht wohin, daher war für uns von allem Anfang war der feste Glaube gefasst hier zu bleiben, u. wir haben uns dadurch auch viel Unruhe erspart, denn die Menschen sind geflohen u. auch wieder zurück gekommen u. dann wieder fort ach, welch ein Durcheinander. Die Gerüchte der Leute waren u. sind auch jetzt noch grausam! - Nun die furchtbare Sprengung der beiden Brücken u. auch die kleine Unterführung an der Fabrikstraße ach es sieht entsetzlich aus u. wäre doch nicht nötig gewesen, denn der Russe war ja auch auf dem linken Elbufer. Nun ist der größte Schaden da, die vielen, vielen Häuser alles kaputt, ach, ein schwerer Angriff aus der Luft hätte vielleicht nicht solchen Schaden gemacht, als so entstanden ist. Alles ist aufs höchste empört über eine solche Verwüstung. - An unserm Haus ist nicht viel Schaden entstanden, in der großen Stube ein Fenster u. in der hintern Stube nach der Straße auch ein Flügel u. dann das Fenster zwischen Flur u. Küche auch die Türen haben alle ?gelitten, der Ruß aus dem Ofen lag überall ? herum, furchtbar ! 2) Meine Lieben, was werdet Ihr alle für böse Gerüchte hier von Meißen gehört haben, u. in welcher großen Angst werdet Ihr um uns gewesen sein. Vater hat sehr gelitten, er war ganz Ruhelos u. machte sich zu viel Gedanken, es ist ja auch alles zu viel, was man noch in seinen alten Tagen durchmachen muss: - Von Hessen wissen wir nicht's, auch von Köthen u. Schorsth nichts ebenso von Barbara u. den Kinder, auch nichts von den Elstron Eltern, Nun von Euch in Freiberg hatten wir keine Nachricht. Das Telefon hat vielemal gekligelt, über das Weib ist ja nie da, u. wen wir das Telefon hörten u. sie war zu erreichen, dann war es meist zu spät. — Donnerstag nachmittags war die Sprengung der Brücken, es wurde uns kaum 1 Stunde vorher gesagt, daß wir sollten die Fenster alle auf machen, denn meist waren ja die Leute uns den Wohnungen fort. Das Haus von Herte Goldsam schwer, schwer getroffen, Ach, die Bahnhofstraße, Großenhainerstraße alles kaputt. Kein Licht hatten wir, um kaum gestern etwas aber das sind nun so einige Dräthe die übrigen Bewohner haben keines. Gas werden wir alten Leute wohl nicht erleben, dass wir es jemals wieder bekommen. Nun will ich schließen, bleibt weiterhin gesund u. wohl behütet u. mit einem herzlichen Gott befohlen grüßt Euch alle in herzliches Verbundenheit Eure lieben Eltern u. liebe Tante Käthe

Meine Lieben!
die Eltern haben all das furchtbare der letzten Woche geschildert. Wir sind bis jetzt beschützt worden u. wollen hoffen, daß wir auch fernhin gesund bleiben u. und vor allem einst gesund wiedersehen. Wenn wie nur von Schorsch etwas wüssten u. von Köthen. Vater hat in den letzten Tagen dirnkt gealtert u. ist sehr aufgeregt. Und nun lebt wohl u. Gott befohlen.
Eure Tante Käthe.
Vielen herzlichen Dank für eure Briefe. Auch Gretel ? hat keine Wohnung mehr, alles kaputt.
 
Jon20 Am: 27.03.2026 21:05:07 Gelesen: 1673# 184 @  
Hallo zusammen,

mangels Rückmeldung hier nochmals die Textabschnitte bei welchen ich Hilfe gebrauchen könnte. Es fehlt mir meistens nur ein Wort (s. Text oben).

Vielen Dank für alle Hilfe



Lg Jonas
 
evwezel Am: 27.03.2026 22:42:58 Gelesen: 1650# 185 @  
@ Jon20 [#184]

Hallo Jonas,

es wäre hilfreich gewesen, wenn Du den ganzen Text gescannt hätte… Außerdem hilft es auch nicht, dass Du den Text nicht genau wie im Brief gezeigt hast. Das kostet alles viel mehr Zeit.

u. dass Ihr noch gesund (…)
auch die Türen haben alles etwas gelitten

Auch Gretel ? hat keine Wohnung mehr, alles kaputt.—->nur zum Teil sichtbar auf den Scan

Viele Grüße

Emiel
 
volkimal Am: 27.03.2026 22:46:38 Gelesen: 1647# 186 @  
@ Jon20 [#184]

Hallo,

ich bin eben erst an den PC gekommen und habe mir den ganzen Brief durchgelesen. Die Stellen, die mir aufgefallen sind, habe ich fett markiert. Ich übernehme auch immer die Rechtschreibfehler auch wenn es dann seltsam aussieht. Beim Wort "dass" hattest du mehrmals Probleme. Es ist allerdings auch ungewöhnlich geschrieben, da es die beiden unterschiedlichen "s" enthält. Das erste "s" ist das "lange s" und das zweite "s" ist das runde "Endungs-s".

Die kursiv markierten Stellen fehlen im Scan. Die Fragen dort kann ich daher nicht klären.

Ich lese:

Meißen d. 1. Mai 1945 (Morgens)
Meine Lieben alle!
Soeben bringt uns ein Postbeamter von Euch einen Lieben Brief u. gestern früh bekamen wir Euren lb. Brief vom 16. April. Nun kam gestern Nachmittags (spät) Herr Schuster u. sagte uns Grüße von Euch u. dass Ihr noch gesund u. alle am Leben seid, das war für uns alle eine große Freude u. Beruhigung. Herr Schuster wollte nu heute zurück, wie, u. auf welchem Wege wußte er nu nicht, hoffen wir, dass ihr durch ihn nun näheres erfahren habt u. dass wir auch noch am Leben sind. Schwere Stürme sind in den letzten 10 Tagen über uns hinweg gegangen, der treue Gott hat uns behütet bisher u. in seinen gnädigen Schutz genommen u. so wollen wir ihn auch weiter bitten, dass er bei uns bleiben möge mit seiner Gnade u. nicht von uns weichen. Von Sonnabend auf Sonntag 21. u 22. sind viele Menschen geflüchtet, sagen die Zaschendorfer Bauern, u. Meißen rechts war wie ausgestorben nun sieht man all das furchtbare Elend an u. man weiß doch nicht wohin, daher war
für uns von allem Anfang war der feste Glaube gefasst hier zu bleiben, u. wir haben uns dadurch auch viel Unruhe erspart, denn die Menschen sind geflohen u. auch wieder zurück gekommen u. dann wieder fort ach, welch ein Durcheinander. Die Gerüchte der Leute waren u. sind auch jetzt noch grausam! - Nun die furchtbare Sprengung der beiden Brüken u. auch die kleine Unterführung an der Fabrikstraße ach es sieht entsetzlich aus u. wäre doch nicht nöthig gewesen, denn der Russe war ja auch auf den linken Elbufer. Nun ist der große Schaden da, die vielen, vielen Häuser alles kaputt, ach, ein schwerer Angriff aus der Luft hätte vielleicht nicht solchen Schaden gemacht, als so entstanden ist. Alles ist aufs höchste empört über eine solche Verwüstung. - An unserm Haus ist nicht viel Schaden entstanden, in der großen Stube ein Fenster u. in der hintern Stube nach der Straße auch ein Flügel u. dann das Fenster zwischen Flur u. Küche auch die Türen haben alle etwas gelitten, der Ruß aus den Öfen lag überall ? herum, furchtbar !
2) Meine Lieben, was werdet Ihr alle für böse Gerüchte hier von Meißen gehört haben, u. in welcher großen Angst werdet Ihr um uns gewesen sein. Vater hat sehr gelitten, er war ganz Ruhelos u. machte sich zu viel Gedanken, es ist ja auch alles zu viel, was man noch in seinen alten Tagen durchmachen muss. - Von Hessen wissen wir nicht's, auch von Köthen u. Schorsch nichts ebenso von Barbara u. den Kinder, auch nichts von den Elstroer Eltern, Nun von Euch in Freiberg hatten wir keine Nachricht. Das Telefon hat vielemal geklingelt, über das Weib ist ja nie da, u. wenn wir das Telefon hörten u. sie war zu erreichen, dann war es meist zu spät. — Donnerstag Nachmittags war die Sprengung der Brüken, es wurde uns kaum 1/2 Stunde vorher gesagt, dass wir sollten die Fenster alle auf machen, denn meist waren ja die Leute uns den Wohnungen fort. Das Haus von Herte Goldham schwer, schwer getroffen, Ach, die Bahnhofstraße, Großenhainerstraße alles kaputt.
Kein Licht hatten wir, nun kam gestern etwas aber das sind nun so einige Dräthe die übrigen Bewohner haben keines. Gas werden wir allten Leute wohl nicht erleben, dass wir es jemals wieder bekommen. Nun will ich schließen, bleibt weiterhin gesund u. wohl behütet u. mit einem herzlichen Gott befohlen grüßt Euch alle in herzliches Verbundenheit Eure lieben Eltern u. liebe Tante Käthe

Meine Lieben!
die Eltern haben all das Furchtbare der letzten Woche geschildert. Wir sind bis jetzt beschützt worden u. wollen hoffen, daß wir auch fernerhin gesund bleiben u. uns vor allem einst gesund wiedersehen. Wenn wie nur von Schorsch etwas wüssten u. von Köthen. Vater hat in den letzten Tagen direkt gealtert u. ist sehr aufgeregt. Und nun lebt wohl u. Gott befohlen.
Eure Tante Käthe.
Vielen herzlichen Dank für eure Briefe. Auch Gretel ? hat keine Wohnung mehr, alles kaputt.

Viele Grüße
Volkmar
 
12 kreuzer rot Am: 28.03.2026 00:54:45 Gelesen: 1571# 187 @  
Hallo,

Ich bräuchte mal eine Übersetzung!

Wehr kann mir das Wort ergänzen? Der Rest müsste eigentlich Passen.

P.P.

Mit ??? Kartoffeln
kann nicht mehr dienen.



Vielen Dank

MfG
12 kreuzer rot
 
pritt Am: 28.03.2026 00:58:23 Gelesen: 1566# 188 @  
Mit beschädigten Kartoffeln kann ich nicht mehr dienen.
 
Jon20 Am: 28.03.2026 12:37:56 Gelesen: 1461# 189 @  
@ evwezel [#185]
@ volkimal [#186]

Herzlichen Dank für eure Mühen.

Der Scan hat tatsächlich zwei mal den letzten Satz abgeschnitten. Anbei die fehlende Ergänzung:


 
volkimal Am: 28.03.2026 13:03:20 Gelesen: 1443# 190 @  
@ Jon20 [#189]

Hallo,

der Ruß aus den Öfen lag überall schwarz herum, furchtbar!

Den Hausnamen von Gretel kann ich auch nicht eindeutig erkennen.

Viele Grüße
Volkmar
 
evwezel Am: 28.03.2026 16:56:13 Gelesen: 1405# 191 @  
@ volkimal [#190]

Hallo Volkmar,

der Nachname von Gretel könnte “Göpfert” sein.

Viele Grüße

Emiel
 
12 kreuzer rot Am: 28.03.2026 20:45:44 Gelesen: 1375# 192 @  
@ pritt [#188]

Hallo pritt,

Danke für die fehlende Übersetzung.

auf "beschädigten" wäre ich nicht gekommen!

Nochmals vielen Dank.

MfG

12 kreuzer rot
 

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