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Thema: (?) (107/112-114/117-118) Deutsches Reich: Portobestimmung von Belegen
Das Thema hat 125 Beiträge:
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philast Am: 25.01.2019 19:44:02 Gelesen: 5953# 101 @  
@ Latzi [#100]

Hallo,

das Argument hat etwas für sich, es gibt in den Vorschriften die Maßgabe mit möglichst wenigen Marken die benötigte Portostufe darzustellen. Das wäre hier also die Verwendung der 1 Mk und einer 5 Pf Marke gewesen.

Absolut bindend oder hundertprozentig so umgesetzt wurde dies aber nicht. Dafür existieren viele Beispiele gerade auf Auslandspaketkarten, wo für die einfachste Portostufe 80 Pf nötig waren und dies nicht nur mit der 80 Pf Germania (dies ist zwar die Mehrheit) sondern durchaus häufiger auch mit anderen Kombinationen wie 30+50 Pf, 40+40 Pf, 3*25+5 Pf, 4*20 Pf, usw. dargestellt wurde.

Grüsse philast
 
christel Am: 27.01.2019 16:33:09 Gelesen: 5873# 102 @  
@ giempigunalda [#96]

Also, ich denke der Stempel "N" ist nicht postalischen Ursprungs.

Gleicher Absender, jedoch Brief aus 1915.

Eventuell gibt es ja weitere Sammler, die einmal nach Dresdner Bank Korrespondenz aus Berlin und der Zeit von 1900 bis 1920 schauen können.


 
Frankenjogger Am: 25.02.2019 15:02:04 Gelesen: 5069# 103 @  
Hallo,

da ich mich hauptsächlich mit Nachkriegsbelegen beschäftige habe ich außer dem Michelkatalogen keine Literatur für die Zeit bis 1945.

Ich habe eine Luftpost-Postkarte nach Indien mit einem Porto, das ich nicht zuordnen kann. Kann mir jemand helfen?



Nach meinem Kenntnisstand war die Gebühr für eine Auslandspostkarte 15 Pf. Demnach wäre die Lp-Gebühr 23 Pf gewesen, was ich mir irgendwie nicht vorstellen kann.

VG, Klemens
 
dr31157 Am: 20.03.2019 20:28:41 Gelesen: 4633# 104 @  
Postkarte P 133 vom 20.05.1921

Hallo,

ich würde mich freuen, wenn mir jemand nachstehende Fragen beantworten würde:

Wie lange war diese Postkarte mit Zudruck im Fernverkehr überhaupt gültig (31.03.1921?)?

Mit 40 Pf. wäre die Karte korrekt frankiert. Der Wertstempel 15 auf der Bayernkarte wurde wohl nicht berücksichtigt und nicht abgestempelt. Der Zudruck 30 Pf. wurde jedoch offensichtlich von der Reichspost akzeptiert. War diese Handhabung der Frankatur Zudruck 30 Pf. + Mi-Nr. 120 10 Pf. = 40 Pf. so korrekt und zulässig?

Freundliche Grüße
Detlef


 
inflamicha Am: 20.03.2019 20:42:37 Gelesen: 4624# 105 @  
Hallo Detlef,

die Ganzsache war (mit entsprechender Auffrankatur natürlich) bis zum 30.9.1923 gültig.

Der durchbalkte bayerische Wertstempel ist nicht berücksichtigt worden, da annulliert.

Den Frankaturwert der "neuen" Karte bildete der später zugedruckte 30 Pfg. Germania-Wertstempel, der hier auch schon nicht mehr ausreichte und deshalb mit einer 10 Pfg.-Marke ergänzt wurde.

Also alles korrekt.

Gruß Michael
 
dr31157 Am: 20.03.2019 20:57:24 Gelesen: 4619# 106 @  
Hallo Michael,

alles klar! Vielen Dank.

Gruß
Detlef
 
dr31157 Am: 08.04.2019 19:32:44 Gelesen: 4321# 107 @  
Postkarte vom 30.01.1933 von Duisburg nach Duisburg-Wanheimerort

Hallo zusammen,

ich zeige hier eine Postkarte mit der Frage, ob ich damit richtig liege, dass nach dem Ortstarif eine Karte zu 5 Pf. ausgereicht hätte. Ich meine das Wanheimerort 1933 bereits ein Stadtteil von Duisburg war.

Gruß Detlef


 
10Parale Am: 13.04.2019 19:30:54 Gelesen: 4186# 108 @  
Ich hoffe ich liege richtig, dass diese vielfältige Frankatur mit insgesamt 54 Pfennigen porto-gerecht entwertet wurde:

Briefgebühr mehr als 20 gramm - 24 Pf
Gebühr für förmliche Zustellung - 30 Pf
 

Einschreiben mit 8 Stempeln freigemacht am 19.11.1936 von Lindenberg (Kr. Breekow - Brandenburg - kleines Dorf) mit folgenden Briefmarken

2 x Michel Nr. 635, Winterhilfswerk, 4 + 3 Pfennig, Luftfahrtministerium Berlin = 8 Pfennig
2 x Michel Nr. 632, Reichsparteitag Nürnberg, 6 Pfennig, senkrechtes Paar = 12 Pfennig
1 x Michel Nr. 618, Internationaler Gemeindekongress, 5 Pfennig = 5 Pfennig
1 x Michel Nr. 512, Paul von Hindenburg, schwarz, 1 Pfennig = 1 Pfennig
2 x Michel Nr. 516, Paul von Hindenburg, senkrechtes Paar , 6 Pfennig = 12 Pfennig
2 x Michel Nr. 517, Paul von Hindenburg, 8 Pfennig = 16 Pfennig
 

Die Hindenburg-Marken zu 1 und 8 Pfennig hängen in einem Streifen zusammen, was ich zuvor noch nicht gesehen habe.

Der Briefträger, ein Hr. Adam (oder Frau Adam?) konnte den Empfänger bei der ersten Zustellung am 20/11 in Frankfurt am Main nicht antreffen. Die Zustellung am 27/11 wurde dann bestätigt.

Liebe Grüße

10Parale


 

dr31157 Am: 16.04.2019 20:29:16 Gelesen: 4162# 109 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier einen Luftpostbrief von Kostanz nach Gotha frankiert mit insgesamt 75 Pf. Ich nehme an, dass der Brief nur eine philatelistische Frankatur trägt, oder ist er doch portogerecht?

Würde mir bitte jemand bei der Bestimmung weiterhelfen.

Gruß Detlef


 
saintex Am: 16.04.2019 21:12:32 Gelesen: 4145# 110 @  
@ dr31157 [#109]

Hallo Detlev,

Deine Vermutung, dass es sich um eine philatelistisch inspirierte Frankatur handelt ist nach meiner Ansicht richtig. Es sollten offensichtlich die beiden am 5. Juli 1938 verausgabten Sondermarken aus Anlass des 100. Geburtstages von Ferdinand Graf von Zeppelin (Mi-Nr. 669-670) mit einem motivgleichen Sonderstempel, der in der Geburtsstadt des Grafen in Konstanz aus Anlass einer Luftpostausstellung verwendet wurde und der eine Kopfansicht des Grafen zeigt, kombiniert werden.

Zum Zeitpunkt der Aufgabe Deines Luftpostbriefes am 8. Juli 1938 betrug das Porto für einen Luftpostbrief im Inland bis 20 Gramm 0.22 RM (22Rpf) und setzte sich wie folgt zusammen: gewöhnliche Gebühr für Inlandsbrief bis 20 Gramm 0.12 RM + Luftpostzuschlag für Briefsendung bis 20 Gramm 0.10 RM. Also ist der Luftpostbrief mit 0.75 RM deutlich überfrankiert.

MfG Wolfgang
 
dr31157 Am: 16.04.2019 21:35:02 Gelesen: 4130# 111 @  
Hallo Wolfgang,

da lag ich ja mit meiner Vermutung richtig.

Vielen Dank.

Gruß Detlef
 
dr31157 Am: 17.04.2019 10:37:53 Gelesen: 4069# 112 @  
Portobestimmung für den Brief nach Baltimore

Hallo zusammen,

ich habe hier einen Brief von Kassel nach Baltimore. Frankiert mit einem kpl. Satz Mi-Nr. 665 - 668. Ich meine 25 Pf. hätten hier als Franko ausgereicht. Gelaufen scheint er wengistens zu sein (Vermerk auf der Rückseite: "Warum kommt nicht mal Marie...") notiert nachdem der Brief wohl schon zugeklebt war. Ist es eine philatelitische Frankatur oder portogerecht?

Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß Detlef


 
dr31157 Am: 07.05.2019 15:25:26 Gelesen: 3738# 113 @  
Portobestimmung für eine Drucksache

Hallo zusammen,

ich zeige hier eine Drucksache vom 22.08.1925, freigemacht mit 3 Pf mit Mi-Nr. 355 von Wilhelmshaven nach Aurich.

Mir ist bekannt, dass ab 01.06.1924 der Tarif für Teildrucksachen eingeführt wurde, danach wäre ein Porto von 5 Pf fällig gewesen. In meinem Postgebührenhandbauch steht aber auch zu Drucksachen in Kartenform: "In der Regel kein Kriterium", die später 3 Pf Porto kosteten.

Gab es eventuell Ausnahmen? Warum hat das Postamt Aurich das Porto beanstandet und eine Nachgebühr von 10 Pf erhoben?

Kann mir bitte hierzu jemand Auskunft geben?

Gruß Detlef


 
dr31157 Am: 20.05.2019 20:14:23 Gelesen: 3408# 114 @  
Portobestimmung

Hallo zusammen,

diese Postkarte P 70 X mit Zudruck vom 08.12.1906 war meines Erachtens im gesamten Reichspostgebiet gültig. Eine Zufrankatur von 5 Pf nach Holland wäre doch portogerecht, ausreichend und zulässig gewesen.

Liege ich da richtig?

Gruß Detlef


 
dr31157 Am: 21.05.2019 21:41:46 Gelesen: 3340# 115 @  
Nachgebühren im Deutschen Reich

Hallo,

anbei eine Postkarte P 13 A vom 20.10.1896 mit Nachgebühr. Die Karte war nicht mehr gültig.

Aber warum waren hier 20 Pf Nachgebühr fällig? Galt hier nicht der doppelte Fehlbetrag = 10 Pf?

Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß Detlef


 
PeKaR Am: 21.05.2019 21:54:56 Gelesen: 3336# 116 @  
@ dr31157 [#115]

Die ungültige Ganzsache wurde behandelt wie ein nicht frankierter Brief, hierfür wurde das Doppelte des Fehlbetrags nacherhoben. Hier also 2 x 10 Pfennig.

Peter
 
dr31157 Am: 21.05.2019 22:12:41 Gelesen: 3331# 117 @  
@ PeKaR [#116]

Hallo Peter,

vielen Dank für die Info. Diese Regelung war mir nicht bekannt. Kannst Du mir vielleicht die Verordnung benennen und von wann bis wann sie in Kraft war?

Gruß Detlef
 
dr31157 Am: 23.05.2019 19:55:42 Gelesen: 3286# 118 @  
Brief vom 28.11.1913 von Bremerhaven nach Basel mit Nachgebühren

Hallo zusammen,

mit der Portobestimmung dieses Briefes komme ich leider nicht klar.

Der Brief wurde statt mit 20 Pf nur mit 10 Pf frankiert. Der Brief wurde mit "25" Nachgebühr taxiert. In Basel wurde eine Portomarke zu 25 c verklebt. Waren die 25 c die in der Schweiz kassierte Nachgebühr oder der Briefträgerlohn?

Kann mir bitte jemand erklären, wie, wer und wo welche Postgebühren erhoben wurden.

Freundliche Grüße
Detlef


 
dr31157 Am: 29.06.2019 19:34:05 Gelesen: 2738# 119 @  
Nachgebühr für weitergeleiteten Auslandsbrief

Hallo,

anbei ein Trauerbrief (2. Gewichtsstufe) von Hamburg nach Neapel in Italien und weitergeleitet nach Cannes in Frankreich. Portogerecht mit 40 Pf frankiert. Für die Weiterleitung wurde eine Nachgebühr erhoben. Nach welchem Tarif und wie wurde die Nachgebühr "56" berechnet?

Freundliche Grüße
Detlef


 
saeckingen Am: 30.06.2019 07:19:09 Gelesen: 2702# 120 @  
Bei der 56 dürfte es sich nicht um einen Nachportovermerk handeln.

Die Weiterleitung vom einer Sendung in ein Weltpostverein-Land in ein anderes erfolgte gebührenfrei. Auch ist die Anbringung des Nachportos mittels Blaustift nur im deutschen Inlandsverkehr üblich, nicht bei internationalen Sendungen.

Ich vermute, da hat das Hotel die Zimmernummer angebracht.
 
volkimal Am: 30.06.2019 19:44:14 Gelesen: 2656# 121 @  
Hallo zusammen,

auch wenn auf dem Brief steht "nach Cannes" so ist doch gut zu erkennen, dass das kein Nachsendevermerk sein kann.

1) Wenn ein Brief nachgesandt wurde, so hat man den ursprünglichen Ort durchgestrichen. Wenn nicht würde man ja das neue Ziel viel zu schnell übersehen.

2) Der Text "nach Cannes" wurde nicht von einem Italiener geschrieben. Das "nach" ist die typische deutsche Schreibschrift mit dem langen "h", das es in Italien nicht gab. Auch am "a" in "nach" und in "Cannes" kann man den Unterschied erkennen. Bei Ortsnamen benutzte man damals die lateinische Schrift. Das "a" in "nach" ist ebenfalls typisch deutsch.

Ich denke, dass irgedjemand (evtl. der Empfänger) "1905 nach Cannes" gereist ist. Auf die Erklärung mit der 56 wäre ich nicht gekommen, sie kann aber durchaus stimmen.

Viele Grüße
Volkmar
 
dr31157 Am: 30.06.2019 20:18:33 Gelesen: 2648# 122 @  
@ volkimal [#121]
@ saeckingen [#120]

Hallo zusammen,

nach Euren Ausführungen scheint mir eine Weiterleitung ebenfalls unwahrscheinlich. Auf der nicht gut erhaltenen Rückseite des Briefes befindet sich ein Stempel.



Könnte dies ein italienischer Stempel sein?

Vielen Dank und freundliche Grüße
Detlef
 
volkimal Am: 30.06.2019 20:44:09 Gelesen: 2643# 123 @  
@ dr31157 [#122]

Hallo Detlef,

das dürfte der Ankunftsstempel NAPOLI CENTRO sein. Vielleicht kann einer unserer Italien-Spezialisten einen vollständigen Abschlag zeigen.

Viele Grüße
Volkmar
 
focus Am: 20.09.2019 12:12:46 Gelesen: 1322# 124 @  
Da gerade so viele Experten unterwegs sind, hätte ich noch einen anderen Beleg, zu dem ich noch Fragen hätte.

Beleg von Tallinn Reval (Estland) nach München, vom 24.02.1944
Einschreiben per Luftpost (in München mit Rohrpost)



Ist den Brief Portogerecht? Gab es in München eine Rohrpost und kann man an Hand
des Briefes sagen, ob dieser damit befördert wurde?

Wenn darüber jemand Auskunft geben könnte, wäre da ganz toll.

Gruß
Marcus
 
hajo22 Am: 20.09.2019 18:26:09 Gelesen: 1280# 125 @  
@ focus [#124]

Ist der Brief Portogerecht?

JA.
30 Pfg. R-Gebühr
24 Pfg. Bf. > 20gr
10 Pfg. Luftpost Bf. > 20gr
10 Pfg. Rohrpost München
---------------------------
74 Pfg.

Der Absender war ein bekannter Briefmarken-Händler, der m.W. nach dem Krieg in München wohnte.

hajo22
 

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