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Thema: Deutsches Reich: Portobestimmung von Belegen
Das Thema hat 169 Beiträge:
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Kirsten Mohi Am: 18.10.2012 11:12:46 Gelesen: 40991# 1 @  
Tariffrage

Hallo an alle,

ich würde gerne wissen, warum diese Postkarte mit 9 pf frankiert wurde. Alle Postkarten, die ich aus dieser Zeit habe, sind entweder mit 8 bzw. 6 pf frankiert worden.

Außerdem würde ich mich freuen, wenn jemand mir sagen könnte, was die Marken auf der Rückseite des zweiten Beleges zu bedeuten haben.

Vielen herzlichen Dank im voraus
KM


 
Nachtreter Am: 18.10.2012 12:26:31 Gelesen: 40971# 2 @  
@ Kirsten Mohi [#38]

Beim zweiten Brief handelt es sich lediglich um sog. "Bogenränder", die damals wohl als Verschluß genommen wurden. Heute würde man auf "Tesa" zurückgreifen. Es sind keine Marken wie Du schreibst.

Viele Grüße

Nachtreter
 
sachsen-teufel Am: 21.11.2012 15:05:19 Gelesen: 40777# 3 @  
Hallo in die Runde,

dieser Brief von Hamburg nach Guhrau (Bez. Breslau) vom 13.06.1929 scheint mir unterfrankiert zu sein, es sollte sich doch um einen Brief im Fernverkehr handeln, bei dem mindestens 15 Pf "fällig" waren ? Als Drucksache wiederum wäre der Brief wohl korrekt frankiert, allerdings fehlt mir hier der Hinweis/Vermerk auf eine Drucksache. Die Brief-Rückseite ist leer, enthält keine Angaben. Was meint ihr ?

Gruß
Michael


 
rostigeschiene Am: 21.11.2012 16:20:03 Gelesen: 40766# 4 @  
@ sachsen-teufel [#9]

Schau einmal ob der Brief verschlossen war. Es war nicht zwingend vorgeschrieben, das Wort Drucksache aufzubringen.

Werner
 
sachsen-teufel Am: 21.11.2012 16:42:56 Gelesen: 40760# 5 @  
@ rostigeschiene [#10]

Hallo Werner,

der Briefumschlag ist an keiner Seite aufgeschnitten, also komplett intakt, die Lasche hinten ist zwar zugeklebt, der Briefinhalt ist aber entnommen.

Drucksachen, ob so beschriftet oder nicht, mußten wohl zu Kontrollzwecken "offen" versendet werden ? Wenn dem so ist, würde es ja bei meinem Beleg dann doch auf eine Drucksache hinauslaufen.

Gruß
Michael
 
Germaniafan Am: 16.03.2013 15:34:02 Gelesen: 40389# 6 @  
Hallo ins Forum,

diesen Brief hatte ich schon vor Jahren in einem anderen Forum vorgestellt. Da ich gerade meine Infla Belege nach und nach in die Infla Seiten Datenbank einbringen möchte wäre es schön eine plausible Erklärung für das erhobene Nachporto zu bekommen.



Ich möchte hier mal einen Brief vom Finanzamt Lyck vom 22.10.1921 zeigen der mich doch sehr ins schwitzen bringt. Der Brief wurde portorichtig mit 60 Pfg. (Gebühr für einen Ortsbrief bis 250 g) frankiert. Der Adressat wurde in Lyck nicht angetroffen und der Brief wurde weiter gesendet nach Berlin/Steglitz. Ein Brief von 20-100 g kostete im Fernverkehr 80 Pfennig, von 100-250 g 120 Pfennig.

Nun besagt die Nachgebührenregelung in dieser Portoperiode "Für nicht oder unzureichend freigemachte gebührenpflichtige Dienstpostkarten und Dienstbriefe wird nur der einfache Fehlbetrag und ein Zuschlag von 30 Pfennig auf eine durch 10 teilbare Pfennigsumme aufgerundet erhoben." Auf die fehlenden 20 Pfennig kamen also nochmals 30 Pfennig Zuschlag was auch auf dem Brief (Blaustift "50" und Portostempel) vermerkt wurde.

Danach wurden aber die 50 Pfennig wieder gestrichen und 70 Pfennig mit einem anderen Portostempel vermerkt. Wie kommt dieser Betrag zustande bzw. warum wurden die 50 Pfennig Nachgebühr nicht anerkannt und wo wurden die verschiedenen Portostempel abgeschlagen ? Wog der Brief evtl. mehr als 100 g ? Dann würden aber doch auch keine 70 Pfennig zu Stande kommen.

Schöne Grüße
Guido
 
jürgenw Am: 02.07.2013 15:16:41 Gelesen: 40188# 7 @  
Paketporto 1887

Hallo Gemeinde,

für meine Sammlung „Post aus Dresden“ bereitet mir eine Paketkarte etwas Kopfzerbrechen. Das Porto von 120 Pfennigen ist nicht eindeutig. Das Paket ging am 27.8.1887 von Dresden nach Bruneck/Südtirol - damals noch Österreich.

50 Pfennig Paket bis 5 kg über 150 Meilen + 50 Pfennig für jede weitere angefangenen 5 kg. Die weiteren 20 Pf. wären für Späteinlieferung nötig. Der Stempel hat aber die Zeit 7 – 8 N. Nach der Postverordnung vom 8. März 1879 war die Öffnungszeit jedoch bis 8 Uhr. Wer kann helfen?



Gruß
jürgenw
 
christel Am: 02.07.2013 17:51:48 Gelesen: 40161# 8 @  
@ jürgenw [#38]

Bei "deinem" Paket handelt es sich um Sperrgut (gekennzeichnet durch das blaue "Sp").

Christel
 
jürgenw Am: 02.07.2013 17:55:47 Gelesen: 40155# 9 @  
@ christel [#46]

Daran habe ich auch schon gedacht, aber das Porto ist auch damit nicht erklärt.

Jürgen
 
christel Am: 02.07.2013 18:01:20 Gelesen: 40153# 10 @  
@ jürgenw [#9]

Entfernung von Dresden nach Bozen etwa 540 km.

Paket bis zu 5kg: 50Pfg + 1kg über 5kg bei einer Entfernung bis 100 geografische Meilen (750km) 30Pfg = 80Pfg + 50% Zuschlag für Sperrgut, also 40Pfg. = 1,20Mark !
 
christel Am: 02.07.2013 18:19:10 Gelesen: 40147# 11 @  
@ christel [#46]

Nur noch zur Ergänzung: "Sp"errgut

"Für die als Sperrgut zu behandelnden Pakete wird das Porto (nicht aber Portozuschlag und Versicherungsgebühr) um die Hälfte erhöht. Als Sperrgut gelten alle Pakete, die in irgendeiner Ausdehnung 1 1/2 m überschreiten oder die in einer Ausdehnung 1 m, in einer anderen 1/2 m überschreiten und dabei weniger als 10kg wiegen. Ferner diejenigen Pakete, die bei der Verladung einen unverhältnismäßig großen Raum oder eine besonders sorgsame Behandlung erfordern, z.B. Körbe mit Pflanzen, Käfige (leer oder mit lebenden Tieren), leere Zigarrenkisten in großen Bunden, Hutschachteln oder Kartons in Holzgestellen, Möbel, Korbgeflechte, Fahrräder u. dgl."

Und somit haben wir ja auch in deinem Fall eines der klassischen Sperrgüter, denn die Paketkarte zeigt es uns deutlich:

Anbei: 1 Velozipedtheil

Christel
 
doktorstamp Am: 02.07.2013 18:49:56 Gelesen: 40138# 12 @  
Um es bei Namen zu nennen; Fahrradteile.

Wohl ist Velocipidtheile eine Firmenbezeichnung.

mfG

Nigel
 
christel Am: 02.07.2013 18:54:29 Gelesen: 40133# 13 @  
@ doktorstamp [#12]

Nigel, keine Firmenbezeichnung, es ist die der damaligen Zeit entsprechende Bezeichnung des Inhaltes des Paketes.
 
jürgenw Am: 02.07.2013 19:39:33 Gelesen: 40120# 14 @  
@ christel [#13]

Danke für die schnelle Erklärung des Portos. Wo gibt es Literatur zu diesem Thema?
 
Marcello Am: 30.11.2013 21:29:47 Gelesen: 39655# 15 @  
Vielleicht kann mir jemand helfen ? Das Porto bereitet mir etwas Kopfzerbrechen. Es handelt sich um das etwas großformatige Kuvert, frankiert insgesamt zu 485 Rpfg. Der blaue Ab-Stempel und der Nummerator ist mir bekannt, es handelt sich um Vermerke der Zensurstelle Berlin.

Wäre nett, wenn jemand mir vielleicht mit dem Porto helfen könnte. Vielen lieben Dank im voraus.

mit philatelistischen Gruß
Marcel


 
stampmix Am: 22.02.2014 09:55:29 Gelesen: 39397# 16 @  
@ Marcello

Das Porto setzt sich zusammen aus

a. Auslandsbrief <20gr.... 25 Pf
b. Einschreibegebühr ..... 30 Pf
c. Luftpostzuschlag* .... 430 Pf

macht 485 Pf, also portogerecht, jedoch umsonst, frankiert.

Grüsse stampmix

*) Quelle: R.Schwarzer - Die Luftpostgebühren für Deutsche Briefsendungen nach dem Ausland (1926-1945)
.. Japan über Südamerika Tarif ab 8/1941: 215Pf je 5 Gramm
 
Marcello Am: 22.02.2014 18:43:30 Gelesen: 39345# 17 @  
@ stampmix [#16]

Hallo,

vielen lieben Dank für die Erklärung. Mir war der Vermerk über Südamerika etwas schleierhaft, wie eben das hohe Porto. Aber alles prima erklärt und ein weiteres Rätsel ist gelöst.

Schönes Wochenende wünscht
Marcel
 
Briefmarkentor Am: 29.05.2014 21:40:30 Gelesen: 39007# 18 @  
Hallo Sammlerfreunde,

bei unten abgebildeten Brief aus Schwerin nach Ludwigslust vom 29. März 1938 verstehe ich das Porto von 66 Rpf nicht. Könnt ihr mir weiterhelfen?

Viele Grüße

Marko


 
volkimal Am: 29.05.2014 21:54:25 Gelesen: 38997# 19 @  
@ Briefmarkentor [#18]

Hallo Marko,

ich vermute Folgendes:

Brief 20 - 250 g: 16 Pfennig
Zuschlag für Postaufträge: 50 Pfennig

Viele Grüße
Volkmar
 

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