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Thema: Philatelie in der Presse - Auktionen (Sammelbeitrag)
Das Thema hat 63 Beiträge:
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Richard Am: 12.05.2009 14:12:36 Gelesen: 103055# 39 @  
Mauritius fast zum Schnäppchenpreis: 210 000 Euro für Marken-Legende - Bei einem Startpreis von 200 000 Euro war nur noch ein Gebot eingegangen

General-Anzeiger / dpa, Essen (09.05.09) - Die Spannung im noblen Kaminzimmer des Essener Schlosshotels Hugenpoet ist spürbar, als Auktionator Roland Meiners den Briefmarken-Mythos "Rote Mauritius" zur Versteigerung aufruft. Doch nach kaum mehr als einer Minute fällt bereits der Hammer.
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Für 210 000 Euro geht die Rarität an einen anonymen Sammler. Wer auf ein spannendes Bietergefecht gehofft hat, wird enttäuscht. Bei einem Startpreis von 200 000 Euro war nur noch ein weiteres Gebot eingegangen.

Der bekannte Briefmarken-Experte Wolfgang Jakubek, der die Marke im Auftrag eines Klienten ersteigert hat, zeigt sich mit dem Preis mehr als zufrieden. Beobachter unter den rund 100, meist vornehm in Abendgarderobe erschienenen Philatelie-Fans bescheinigten dem unbekannten Bieter gar, ein regelrechtes Schnäppchen gemacht zu haben.

In der Vergangenheit waren besonders gut erhaltene Exemplare der weltweit meist nur noch in den Schaukästen von Museen zu findenden Rarität bereits zu deutlich höheren Preisen von bis zu 700 000 Euro verkauft worden.

Mauritius-Vorbesitzer Ullrich Schulze, der die Versteigerung in der ersten Reihe des Auktionssaals verfolgt hatte, gibt sich angesichts des Ergebnisses gelassen. "Ich habe mehr erwartet", räumt er ein. Doch bei Briefmarken dieser Preisklasse sei die "Luft bereits dünn". Die Marke war durch einen Tausch gegen eine Motor-Yacht im Jahr 1972 in den Besitz der Familie gelangt.

Es sei ein gebrauchtes Schiff gewesen, schränkt Schulze ein. Nachdem die falsch einsortierte Marke 20 Jahre lang vergessen in einem Album geschlummert hatte, hatte er sich entschlossen, das Stück zu verkaufen. "Die Rote Mauritius passte nicht in die Sammlung", begründet er den Schritt.

Die 1847 auf der Insel Mauritius gedruckte rote "One Penny"-Marke trägt ebenso wie die bekanntere Blaue Mauritius "Two Pence" den unter Sammlern begehrten fehlerhaften Aufdruck "Post Office". Das in Essen angebotene Exemplar musste in der Vergangenheit nach Einschätzung von Experten "laienhafte" Restaurierungsversuche über sich ergehen lassen.

Beim Versuch, eine kreuzförmig angebrachte Entwertung zu entfernen, habe die Marke Teile ihrer Farbe verloren, beklagt Kenner Jakubek. "Wer auch immer dafür verantwortlich war - was er hinterlassen hatte, war schlimm", stellt in einem im Auktionskatalog veröffentlichten Beitrag fest. Erst später sei das teure Stück dann aufwendig wiederhergestellt worden.

Während die Gäste nach dem Ende der Versteigerung bereits stilvoll mit einem Glas Champagner anstoßen, kann Auktionator Meiners dann doch noch ein positives Fazit des Abends ziehen. "Wir haben einen Käufer gefunden, bei dem wir uns keine Sorge um die Bezahlung machen müssen", stellt er fest. "Ich bin zufrieden, dass wir sie verkauft haben."

(Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10895&detailid=589947)
 
Richard Am: 13.05.2009 14:15:04 Gelesen: 103037# 40 @  
Hepburn-Marke: Zuschlag für 60 000 Euro

Rheinische Post, Solingen (12.05.09) - Eine Woche Urlaub Tunesien wird für den Solinger Thomas Boche auf jeden Fall drin sein. Denn am Wochenende wurde seine Audrey-Hepburn-Briefmarke für 60 000 Euro an einen anonymen Bieter versteigert. Der Startpreis für das seltene Stück war auf 30 000 Euro angesetzt worden. Am Samstag kam die Marke bei der Internationalen Briefmarken-Ausstellung in Essen unter den Hammer. Laut einer Sprecherin des Düsseldorfer Auktionshauses Felzmann habe sich ein Bietergefecht entwickelt.

Von der Marke, die damals auf Druck des Sohnes der Schauspielerin eingestampft werden musste, blieben durch einen Zufall fünf Stück erhalten. Zwei von ihnen hatten zuvor schon den Besitzer gewechselt, die eine für stolze 135 000 Euro, die andere für 53 000 Euro. Thomas Boche hatte die Marke in einem Karton mit zwölf Kilo Briefmarken für 55,55 Euro im Internet ersteigert und will sich von dem Geld nun eine Urlaubsreise gönnen. Für seine eigene Briefmarkensammlung will der 36-Jährige weiter Kiloware einkaufen. "Die ist im Moment günstig."



Thomas Boche mit der wertvollen Hepburn-Briefmarke (Archivfoto: mak)

(Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/solingen/707150/Hepburn-Marke-Zuschlag-fuer-60-000-Euro.html)
 
Richard Am: 14.05.2009 14:12:35 Gelesen: 103022# 41 @  
Sensationelles Tagebuch: Ulrich Felzmann bringt einen postgeschichtlichen Schatz von Rudolf Lang in Essen unter den Hammer

Von Rüdiger Fritz

Mitteldeutsche Zeitung, Halle (08.05.09) - Der Inhalt von Tagebüchern bleibt der Öffentlichkeit gewöhnlich verborgen. Intime Gedanken oder persönliche Beschreibungen sind nicht für die Nachwelt gedacht. Die Aufzeichnungen mit zeitgeschichtlicher Brisanz, um die es hier geht, waren auch lange unter Verschluss - sechs Jahrzehnte hatte nur ein enger Personenkreis davon Kenntnis.

Doch heute bringt der renommierte Düsseldorfer Briefmarken-Auktionator Ulrich Felzmann das Tagebuch des Rudolf Lang auf der Internationalen Briefmarkenausstellung (IBRA) in Essen unter den Hammer. Der 60-jährige Geschäftsmann, der schon etwa 130 Versteigerungen veranstaltet hat, erhielt mit der Wahl zum IBRA-Auktionator nun auch den internationalen Ritterschlag. "Ich war natürlich auf der Suche nach philatelistischen Knüllern für dieses Ereignis. Ein Zufall hat dabei auch geholfen", erzählt Ulrich Felzmann.

Alles fing harmlos an, mit einer E-Mail im Dezember 2008 von einem Hartmut Lang aus Österreich mit der Anfrage, ob im Hause Felzmann Interesse bestünde, eine DDR-Briefmarkensammlung zu kaufen. Solche Sammlungen sind nicht unbedingt der Renner bei Versteigerungen. Aber als einige Scans von den angebotenen Marken eintrafen, rieben sich die Philatelie-Experten die Augen. So etwas hatten sie noch nicht gesehen. Es waren Marken von 1946 bis 1949 der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der frühen DDR in Farben und Ausführungen, die bisher unbekannt waren, weil sie nie an Postschaltern erschienen sind. Die Entwürfe, versehen mit interessanten Bemerkungen, waren in ein Buch eingeklebt worden - das Tagebuch des Rudolf Lang.

Reflexartig ging die Hand von Felzmann-Mitarbeiter Axel Dörrenbach zum Telefon, um sich die Unikate schicken zu lassen, was umgehend geschah. "Das ist eine sensationelle, einmalige postgeschichtliche Dokumentation", meint Ulrich Felzmann. Diese enthält Mark-Werte der Köpfe-Serie mit den Porträts von Karl Marx, Friedrich Engels, Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die nicht zur Ausführung gelangten wie auch "Zweijahrplan"-Marken.

Ulrich Felzmann war sich gleich darüber im Klaren, "dass dieses private Dokument mit Hunderten Markenentwürfen, Druckproben in diversen Farben und Schilderungen persönlicher Erlebnisse nur von einem Insider der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR-Post stammen konnte".

Wer war dieser Rudolf Lang, der Vater des Anbieters Hartmut Lang? "Ich war Leiter der Hauptabteilung 1 (Post) im Ministerium für Post und Fernmeldewesen. Zu meinem Aufgabengebiet gehörte Postbetrieb, Postbeförderung, Postscheck, Postsparkasse, Auslandspostdienst, Kraftfahrwesen, ferner Recht und Postzeitungsvertrieb. Außerdem war ich Vorsitzender des Aufsichtsrates der Postreklame", schreibt Rudolf Lang in seinem Tagebuch.

Der 1909 in Berlin geborene Lang, der 1950 vom damals im amerikanischen Sektor gelegenen Berlin-Tempelhof nach Berlin-Treptow in den sowjetisch besetzten Sektor umzog, wollte im damaligen Postkrieg zwischen Ost und West vermitteln. Er war fortan ein Dorn im Auge der Besatzungsmacht. Ende 1950 wurde er von seinem Posten entbunden. Unmittelbar danach ging der promovierte Jurist nach Westberlin. Er konnte wegen seiner ehemals hochrangigen Position als Flüchtling die geteilte Stadt nicht verlassen. Er wäre verhaftet worden. Erst 1980 konnte Lang nach Österreich ziehen, wo er elf Jahre später starb.

Sein postgeschichtlicher Nachlass wird mit einem Anfangsgebot von 10 000 Euro versteigert. Museen und Privatpersonen sind hinter dem Tagebuch her.



Der Düsseldorfer Auktionator Ulrich Felzmann in Aktion. Viele Raritäten bietet er heute auf der IBRA an (Foto: Archiv)

(Quelle: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1237373787037&openMenu=1013083806405&calledPageId=1013083806405&listid=0)
 
Richard Am: 25.05.2009 08:31:40 Gelesen: 102949# 42 @  
Briefmarken feiern Erfolge

Von Jan Billion

Die Welt (23.05.09) - Der Markt für hochwertige Briefmarken präsentiert sich weiterhin in hervorragender Verfassung, von Finanz- und Wirtschaftskrise keine Spur. Das Auktionshaus Heinrich Köhler konnte im Rahmen seiner Frühjahrsversteigerung den ersten Teil der großartigen Deutschland-Generalsammlung des fränkischen Unternehmers Fritz Kirchner anbieten.

Als das Topstück dieser Sammlung, der berühmte Kehrdruckbogen des Schwarzen Einsers von Bayern, aufgerufen wurde, herrschte Hochspannung in dem mit 120 Teilnehmern besetzten Auktionssaal. Mit 200 000 Euro angesetzt, waren schnell 280 000 Euro erreicht. Dann konzentrierte sich der Wettstreit auf einen Telefonbieter und einen im Saal anwesenden Privatier aus der Schweiz, der sich schließlich mit 320 000 Euro durchsetzte.

Im Verlauf gab es weitere spektakuläre Ergebnisse für Altdeutschland, etwa 130 000 (80 000) Euro für den einzigen intakten Brief mit dem sogenannten Aichach-Provisorium, einer zurückgezogenen bayerischen Nachportomarke, und 110 000 (40 000) Euro für die 1/3 Silbergroschen von Oldenburg 1855 auf Brief.

Die Brustschild-Ausgaben des Deutschen Reiches standen dem nicht nach. Sensationell auch die Brustschild-Ausgaben des Deutschen Reiches von 1872. Das Syke-Provisorium, eine halbe 1-Groschen-Marke mit "kleinem Brustschild" als Ersatz für eine 1/2-Groschen-Marke auf Brief verwendet, erzielte 35 000 (18 000) Euro; es folgte die halbe 1-Groschen-Marke mit "großem Brustschild" auf Brief sogar mit 39 000 (18 000) Euro.

Auch die große Hauptauktion verbuchte ein außergewöhnliches Interesse an seltenen Marken, was sich in einem Gesamtzuschlag von deutlich über 3 Millionen Euro niederschlug.

(Quelle: http://www.welt.de/die-welt/article3788578/Briefmarken-feiern-Erfolge.html=
 
Richard Am: 31.05.2009 20:58:37 Gelesen: 102875# 43 @  
Briefmarken bleiben krisenfest

Die Welt / JJB (30.05.09) - Weitgehend unbeeindruckt von der Wirtschafts- und Finanzkrise zeigten sich die rund 2200 Bieter der 105. Auktion der Firma Württembergisches Auktionshaus Ende April. Die viel zitierte "Flucht in die Sachwerte" scheint, trotz Ausbleibens von Inflation, weiter zu gehen.

Starkes Interesse weckten die Raritäten des Deutschen Reiches aus der Sammlung von Dr. Helmut Schmidt. Waren 27 000 (30 000) Euro für eine sogenannte Syke-Halbierung (Michel-Nr. 4 H) auf Brief noch etwas verhalten, engagierten sich die Bieter bei einem gestempelten, senkrechten, ungezähnten Paar der Michel-Nr. 19 U mit 11 000 (6000) Euro schon deutlich stärker. Ebenfalls diesen Zuschlag bei einem Ausruf von 5000 Euro erzielte eine der seltensten Marken des Kaiserreiches, die 1 Mark Dunkellilarot (Michel-Nr. 63 c) in gestempelter Erhaltung. Das mit 42 000 (40 000) Euro höchste Ergebnis für ein Einzellos verbuchte eine gestempelte 5 Mark mit der Abart "Kopfstehendes Mittelstück" (Michel-Nr. 97 BIIK).

Zuschläge im hohen vier- und fünfstelligen Bereich brachte außerdem Material der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien. Von 5000 auf 8000 Euro kletterte ein am 25. September 1890 in Herbertshöhe (Deutsch-Neuguinea) aufgegebener Einschreibebrief, der den dort aushilfsweise eingesetzten Stempel von Kerawara und den weiterverwendeten R-Zettel von Matupi trägt. Zwei waagerechte Paare des Kiautschou-Vorläufers Michel-Nr. V 37e auf Sammel-Paketkarte stiegen von 8500 auf 10 500 Euro. Für 22 000 (20 000) Euro wechselte ein waagerechtes Paar der 2. Tsingtau-Ausgabe von Kiautschou auf Brief den Besitzer.

Gute Resultate erlösten Sammlungen von Deutschland aller Epochen. 108 000 (120 000) Euro und damit den höchsten Zuschlag erreichte eine hochspezialisierte Kollektion "Post von China nach Europa" mit Belegen von 1889 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.

(Quelle: http://www.welt.de/die-welt/article3831407/Briefmarken-bleiben-krisenfest.html)
 
Richard Am: 02.06.2009 20:40:23 Gelesen: 102840# 44 @  
Hepburn-Briefmarke für 67 000 Euro versteigert

msn / dpa, Berlin (27.05.09) - Für 67 000 Euro ist am Dienstag in Berlin eine seltene Audrey-Hepburn-Briefmarke, die nie in den offiziellen Postverkauf gekommen ist, versteigert worden. Das Startgebot lag bei 30.000 Euro.

Nach Angaben des Berliner Auktionshauses Schlegel ging die Marke an einen privaten Sammler ins Ausland, der anonym bleiben wollte. Bereits Anfang Mai war in Essen ein anderes Exemplar dieser seltenen Marke für 60.000 Euro unter den Hammer gekommen.

Die Briefmarke zeigt eine rauchende Audrey Hepburn mit langer Zigarettenspitze, ein Motiv aus ihrem Film «Frühstück bei Tiffany» von 1961. Die Deutsche Post wollte sie 2001 als Wohlfahrtsmarke in 14 Millionen Exemplaren herausgeben, scheiterte aber am Einspruch der Familie. Diese gab einer «Zigarette rauchenden Hepburn», die einem Krebsleiden erlag, nicht ihre Zustimmung. 14 Millionen Briefmarken mussten wieder vernichtet werden. Sie trugen den damals noch üblichen Doppelwert in Euro und DM (0,56 + 0,26 beziehungsweise 110 + 50).

Woher die bisher aufgetauchten Hepburn-Marken stammen, ist unklar. Sicher ist laut Auktionshaus, dass insgesamt 50 Briefmarken zu Ansichtszwecken verschickt wurden. Davon habe die Deutsche Post zwei Zehnerbögen bekommen, die bis heute im hauseigenen Safe verwahrt würden. Die anderen drei seien an das Bundesfinanzministerium gegangen. Dort sei man sich allerdings nicht sicher, ob die 30 Marken überhaupt jemals ankamen. Der 1993 gestorbene Hollywoodstar wäre am 4. Mai 80 Jahre alt geworden.



Für 67.000 Euro ist diese seltene Audrey-Hepburn-Briefmarke versteigert worden.

(Quelle: http://news.de.msn.com/panorama/Article.aspx?cp-documentid=147593566)
 
Richard Am: 06.06.2009 14:51:05 Gelesen: 102796# 45 @  
«Zürich 4»: 4-Rappen-Marken kommen für 200'000 Franken unter den Hammer

Tagesanzeiger.ch (05.06.09)

Die «Zürich 4» ist die älteste Briefmarke der Schweiz. In einer Woche werden fünf Exemplare der 4-Rappen-Marke versteigert – für mindestens 200'000 Franken.



20 Rappen damals, 200'000 Franken heute: Die fünf Briefmarken kommen in einer Woche unter den Hammer. (Bild: pd)

Briefmarken für neun Millionen

Insgesamt versteigert das Zürcher Briefmarkenauktionshaus Corinphila im Laufe der nächsten Woche Briefmarken aus aller Welt für voraussichtlich gegen neun Millionen Franken. Bei einigen der insgesamt 1500 angebotenen Postwertzeichen kann bereits ab 200 Franken mitgesteigert werden.

Als die «Zürich 4» im Jahr 1843 als erste Briefmarke der Schweiz auf den Markt kam, kannten lediglich die Briten Postwertzeichen. Zum Verkauf in Zürich kommen nun fünf als Streifen zusammenhängende Exemplare der von der Zürcher Kantonalpost herausgegebenen 4-Rappen-Marke. Von diesem 5er-Streifen gibt es nach Auskunft von Corinphila-Geschäftsführer Karl Louis nur noch zwei Stücke. Das zweite befindet sich in einem englischen Museum.

Ausserdem wird ein Brief mit acht Exemplaren der Zweieinhalb-Rappen-Marke «Winterthur» versteigert. Der Brief wird mindestens 300'000 Franken kosten. Er war 1850 von Zürich nach Vevey VD verschickt worden. 1941 wurde er zusammen mit einem ähnlichen Brief in einem alten Möbelstück gefunden. Während sich der eine heute im Postmuseum in Bern befindet, kam der andere ebenfalls in die Bally-Sammlung.

Marken galten lange als verschollen

Die beiden Spitzenstücke der Schweizer Philatelie gelangten nach dem Tod von Iwan Bally 1965 in den Besitz eines Genfer Industriellen, dessen Sammlung «Helveticus» Weltruhm erlangte. Seit dem Verkauf Anfang der 90er-Jahre galten die beiden «Juwelen aus Papier» als «verschollen», weil niemand den Käufer kannte.

Erworben hatte sie der deutsche Unternehmer Fritz Kirchner. Dieser stellte seine Sammlung, die einen Wert von vielen Millionen Franken hat, aber nie aus, so dass deren Existenz in der Philatelie praktisch unbekannt war. Sie wird nun - in Deutschland und der Schweiz - versteigert.



Der Umschlag mit dem acht «Winterthur-Marken» wird für mindestens 300'000 Franken versteigert.

(Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/Zuerich-4-4RappenMarken-kommen-fuer-200000-Franken-unter-den-Hammer/story/26937131)
 
Richard Am: 14.06.2009 14:09:48 Gelesen: 102705# 46 @  
573'000 Franken für Winterthur-Brief aus dem Jahr 1850 - Trotz Finanzkrise geben Briefmarkensammler viel Geld aus, um wertvolle Raritäten zu erwerben.

Tagesanzeiger.ch/vin/sda (13.06.09) - An der am Samstag in Zürich zu Ende gegangenen Versteigerung des Auktionshauses Corinphila wurden für einen alten Brief mit Winterthur-Marken 573'000 Franken hingeblättert. Der Brief mit acht Zweieinhalb-Rappen-Briefmarken war am Nachmittag des 22. April 1850 beim Postamt in Zürich aufgegeben worden. Nach zwei Tagen Beförderung mit der Postkutsche erreichte er Vevey. Der Brief gelte als eine der bedeutendsten Raritäten der Schweizer Philatelie, teilte Corinphila mit. Der Startpreis an der Auktion betrug 300'000 Franken. Fünf ungestempelte Exemplare der «Zürich 4» wurden für 406'000 Franken versteigert. Die von der Zürcher Kantonalpost 1843 herausgegebene 4-Rappen-Marke ist die älteste Briefmarke der Schweiz. Zu den wertvollsten Raritäten an der fünftägigen Auktion gehörte laut Corinphila-Geschäftsführer Karl Louis auch eine senkrecht statt waagrecht geschnittene «Doppelgenf» aus dem Jahre 1843. Sie kam für 161'000 Franken unter den Hammer.



Besonders wertvoll: Der so genannte Winterthur-Brief mit acht Zweieinhalb-Rappen-Marken.

(Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/573000-Franken-fuer-WinterthurBrief-aus-dem-Jahr-1850/story/15016841)
 
Richard Am: 15.06.2009 14:54:51 Gelesen: 102683# 47 @  
Gut 430.000 Dollar für Briefmarke aus Lincoln-Ära

Yahoo / AP, New York (14.06.09) - New York (AP) Eine seltene Briefmarke aus der Zeit des US-Präsidenten Abraham Lincoln ist in New York für mehr als 430.000 Dollar (307.000 Euro) versteigert worden. Die Marke mit dem Konterfei Lincolns ist auf ein Briefcouvert aufgeklebt, das 1873 von Boston im US-Staat Massachusetts nach Indien verschickt wurde. Es wurde 1967 aus dem Safe des vorherigen Besitzers in Indianapolis gestohlen und tauchte erst 2006, also 39 Jahre später, in Chicago wieder auf. Neuer Besitzer ist seit Samstag ein amerikanischer Arzt, wie das Auktionshaus Robert A. Siegel in Manhattan mitteilte. Er bezahlte für die 90-Cent-Briefmarke genau 431.250 Dollar.

(Quelle: http://de.news.yahoo.com/1/20090614/twl-gut-430-000-dollar-fr-briefmarke-aus-1be00ca.html)
 
Richard Am: 18.06.2009 08:36:25 Gelesen: 102620# 48 @  
Von der äußeren zur inneren Sammlung

Von Aline Moosmann, Maria-von-Linden-Gymnasium, Calw-Stammheim

Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (03.06.09) - Die Briefmarke ist ein Luxusgut - schön, aber nicht lebensnotwendig. "Durch die Finanzkrise werden Luxusgüter eher vernachlässigt", sagt Wilfried Fuchs, Inhaber der Rauss & Fuchs GmbH in Stuttgart, des seit 1953 bestehenden, ältesten Briefmarkenauktionshauses in Württemberg. Er verzeichnet einen Umsatzrückgang von 10 Prozent. Carsten Kliege, Geschäftsführer des Briefmarkengeschäfts DBA Stuttgart GmbH, geht es nicht anders, er hatte zuletzt ebenfalls unter der Kaufzurückhaltung seiner Kunden zu leiden.

Für beide ist neben der Wirtschaftskrise das wohl größere Problem die Überalterung vieler Sammler. Heutzutage besuchen zwar vorwiegend junge Leute das Auktionshaus von Fuchs, die aber zeigen kaum Interesse am Sammeln, vielmehr wollen sie ihre von den Großeltern geerbten Sammlungen zu Geld machen. "Immer weniger interessieren sich fürs Briefmarkensammeln. Der jungen Generation fehlt es an Zeit und Interesse", sagt Fuchs. Auch lasse die Vielzahl der modernen Freizeitbeschäftigungen das Briefmarkensammeln als ein "angestaubtes Hobby" erscheinen. Dieter Ott, Erster Vorsitzender des Briefmarkenvereins Tübingen, bringt es auf den Punkt: "Wer früher keine Briefmarken sammelte, war verrückt. Jedoch ist heutzutage derjenige verrückt, der welche sammelt."

Der Name "Philatelie" wird unterschiedlich gedeutet: Entweder als "Freund dessen, was nie endet" (die stets neu erscheinenden Marken), oder als "Freund dessen, was frei von Abgaben (an den Staat) ist", denn der Poststempel befreit den Absender von weiteren Abgaben. "Der Trend geht im Augenblick in Richtung thematisches Sammeln", meint Ott. "Die Anzahl der Ecken, worauf man früher achtete, ist heute eher unwichtig. Die Individualität des Sammlers bestimmt das Motiv." Otts Leidenschaft sind Briefmarken mit Abbildungen von Kunstturnern. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland die ersten Briefmarkenvereine gegründet. Derzeit zählt der Bund Deutscher Philatelisten 1400 eingetragene Vereine mit 50 000 Mitgliedern. Er spricht von mehr als 3 Millionen Briefmarkensammlern in Deutschland. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um sich "briefmarklich auszutauschen" und in einzelnen Arbeitsgruppen über laufende Ausstellungen oder interessante Auktionen zu informieren.

"Das Auktionshaus spielt in einer anderen Liga als die Briefmarkengeschäfte", meint Ott. Als Vergleich könne der Unterschied zwischen der Kreis- und der Bundesliga angeführt werden. "In beiden Ligen wird Fußball gespielt, jedoch sind die Spieler der Bundesliga weitaus teurer als die der Kreisliga." Während in den Geschäften hauptsächlich Briefmarken im Wert von 10 Cent bis 500 Euro verkauft werden, kann der Preis einer Briefmarke bei einer Auktion bis in den Tausend- oder auch Millionen-Euro-Bereich steigen. "Die teuerste von uns versteigerte Briefmarke lag bei 26 000 Euro", erklärt Fuchs. Der jährliche Umsatz des Auktionshauses liege zwischen 600 000 und 1 Million Euro. Briefmarkengeschäfte werden hauptsächlich von Sammlern besucht, die ihre Sammlungen preisgünstig vervollständigen wollen. So bietet Kliege für rund 20 Euro Kiloware mit bis zu 10 000 Briefmarken an. Wer dagegen an Auktionen teilnimmt, ist in der Regel auf der Suche nach besonderen Raritäten oder bestimmten Exemplaren und daher bereit, hohe Preise zu zahlen.

Während die Verkaufsmöglichkeiten von Briefmarken im Internet sowohl vom Briefmarkenhändler Kliege als auch vom Auktionator Fuchs skeptisch gesehen werden, versichert Sammler Ott, dass nicht nur er regelmäßig bei Ebay nach Angeboten sucht. "Das Internet ist ein recht bequemer Anbieter. Auch ältere Leute, die nur ab und zu Briefmarkengeschäfte oder Auktionen besuchen können, profitieren davon", sagt er. Zudem kaufen rund 1,2 Millionen Kunden Briefmarken über die Niederlassung Philatelie der Deutschen Post AG. Davon sind laut Marketingkoordinator Markus Schobert etwa 200 000 Geschäftskunden, und 750 000 Kunden beziehen in regelmäßigen Abständen Briefmarken und Sammlerabonnements.

Im Auktionshaus Rauss & Fuchs finden unter der Leitung von Wilfried Fuchs, der sein Hobby zum Beruf machte und die Firma seit 1991 alleinverantwortlich führt, jährlich zwei Auktionen statt. Der Katalog enthält zwischen 3000 und 4000 Angeboten, auch Lose genannt. Der Ausruf vieler Briefmarken und Münzen, das heißt das vorgegebene Gebot, liegt bei durchschnittlich 100 Euro. Der Sammler kann am Auktionstag dabei sein, er kann aber auch telefonisch oder online bieten, etwa mit Hilfe der Website Philasearch. "So haben auch Sammler aus Neuseeland oder Brasilien die Chance, an der Auktion teilzunehmen", erklärt Fuchs seinen großen Kundenkreis. Seiner Ansicht zufolge liegt der Vorteil im Auktionsverkauf für den Verkäufer darin, dass fast immer der aktuelle Marktpreis erzielt wird, durch das Bieten der Interessenten wird bisweilen sogar ein weit höherer Betrag erreicht. Je nach Wert der Briefmarke und Zuschlagssumme erhält das Auktionshaus einen bestimmten Prozentsatz als Provision. Diese kann bis zu 25 Prozent betragen; im Durchschnitt sind es 15 Prozent. "Je höher der Wert einer Briefmarke, desto mehr verdienen wir", sagt Fuchs. Um auf sich aufmerksam zu machen, wirbt das Auktionshaus in Fachzeitschriften wie der Deutschen Briefmarken-Zeitung und auch in Tageszeitungen. Die Stammkunden werden online oder mit einem Katalog über Auktionen informiert. Auch hat man einen Stand auf der internationalen Briefmarken-Börse in Sindelfingen, die in diesem Jahr vom 23. bis zum 25. Oktober stattfinden wird und zu den bedeutendsten Briefmarkenbörsen in Europa zählt.

Fuchs sieht für die Zukunft eher schlechte Zeiten anbrechen. Das Sterben älterer Sammler und das Desinteresse ihrer Nachkommen führen zu einem Preisverfall. Vor 20 Jahren seien Briefmarken teilweise doppelt so viel wert gewesen. Ott meint: "Vor allem Massenware erleidet Preisverfall. Bei guten, seltenen Stücken wie zum Beispiel bei einer kompletten deutschen Reichssammlung bleiben die Preise relativ stabil." Gefragte Einzelstücke können laut Wolfgang Peschel, Pressesprecher des Bundes Deutscher Philatelisten, durchaus noch Rekordwerte erzielen. Auf der Briefmarken-Messe Anfang Mai in Essen habe zum Beispiel eine Briefmarke bei einer Auktion 60 000 Euro erzielt. Es handelte sich um eine Briefmarke mit dem Porträt der Schauspielerin Audrey Hepburn. Davon seien bisher nur fünf im Umlauf, entsprechend hitzig habe sich der Bieterwettbewerb gestaltet. Den Zuschlag erhielt ein Telefonbieter zum doppelten Wert des Mindestgebots. Seither habe die Marke den Spitznamen "die deutsche Blaue Mauritius", sagt Peschel.

Der Kundenkreis des Auktionshauses Rauss & Fuchs hat sich im Laufe der Jahre verändert. Früher kamen 80 Prozent Sammler zu Fuchs' Auktionen. Heute sind es vorwiegend Händler größerer Unternehmen, die Briefmarken ersteigern. "Früher war die Briefmarke die Aktie des kleinen Mannes, doch sind diese Zeiten vorbei. Die meisten Briefmarken sind aufgrund der hohen Auflagen keine Wertanlagen mehr", sagt Fuchs. Ott ergänzt: "Viele Sammler gehen auf Auktionen und hoffen, mit ihren Ansichtskarten, die sie als Kapitalanlage gekauft haben, auf hohe Erträge. Das ist aber mittlerweile ein unsicheres Geschäft."

Carsten Kliege blickt optimistischer in die Zukunft. Er hat das Briefmarkengeschäft im Frühjahr 2008 übernommen und ist der Ansicht, dass Briefmarken auch in Zukunft gesammelt werden. "Das Geschäft überlebt kleinere Krisen." In seinem Laden steckt eine hohe Vorfinanzierung. "Um ein Briefmarkengeschäft führen zu können, muss man sich erst einmal einen umfangreichen Bestand an Briefmarken zulegen." Sein Optimismus ist auch darin begründet, dass für ihn die Konkurrenz längst nicht mehr so groß ist wie früher: Statt einst sechs Briefmarkengeschäften in Stuttgart gibt es heute nur noch zwei. Auch die Post sieht ihr Briefmarkengeschäft optimistisch. "Rund 3 Milliarden ausgelieferte Briefmarken im Jahr 2008 sprechen für sich. Dementsprechend groß ist das Potential aktueller und künftiger Sammler", meint Schober und ergänzt: "Seit über 100 Jahren hat die Briefmarke ihren Stellenwert in der Gesellschaft. Briefmarken spiegeln eine Auswahl von Themen aus Kultur, Geschichte, Politik und Sport wider, so etwa die Sportmarken des Jahres 2009, die der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin gewidmet sind." Auch der Bund Deutscher Philatelisten ist der Ansicht, dass das Briefmarkensammeln noch lange nicht aus der Mode gekommen ist. Laut Peschel gibt es jährlich nur einen Rückgang von etwa 1000 Mitgliedern.

(Quelle: http://www.fazfinance.net/Aktuell/Immobilien-und-Finanzierung/Von-der-aeusseren-zur-inneren-Sammlung-6722.faz)
 
Richard Am: 24.08.2009 20:33:50 Gelesen: 102179# 49 @  
Briefmarken in der Schweiz für bis zu 480 000 Franken versteigert

Von Jan Billion

Die Welt (22.08.09) - Seltene Sammlerbriefmarken erfreuen sich weiterhin großer Nachfrage. Mit 480 000 Franken lieferte ein alter Brief mit acht 2 ½-Rappen-Briefmarken das Spitzenergebnis der Corinphila-Briefmarkenauktion in Zürich. Der Brief wurde am 22. April 1850 nachmittags im Postamt in Zürich aufgegeben. Nach zwei Tagen Beförderung mit der Postkutsche erreichte er Vevey. Der Brief gilt als eines der bedeutendsten Stücke der Schweizer Philatelie. Heftige Bieterkämpfe entbrannten auch um zwei weitere wertvolle Schweiz-Raritäten. Fünf ungestempelte Exemplare der "Zürich Vier", der ersten Schweizer Briefmarke aus dem Jahr 1843, stiegen von 200 000 auf 340 000 Franken. Eine "senkrecht verkehrt geschnittene Doppelgenf" von 1843 erzielte 135 000 Franken. Bemerkenswert ist, dass die drei Raritäten von verschiedenen Sammlern erworben wurden.

Seltene Sammlerbriefmarken erfreuen sich weiterhin großer Nachfrage. Mit 480 000 Franken lieferte ein alter Brief mit acht 2 ½-Rappen-Briefmarken das Spitzenergebnis der Corinphila-Briefmarkenauktion in Zürich. Der Brief wurde am 22. April 1850 nachmittags im Postamt in Zürich aufgegeben. Nach zwei Tagen Beförderung mit der Postkutsche erreichte er Vevey. Der Brief gilt als eines der bedeutendsten Stücke der Schweizer Philatelie. Heftige Bieterkämpfe entbrannten auch um zwei weitere wertvolle Schweiz-Raritäten. Fünf ungestempelte Exemplare der "Zürich Vier", der ersten Schweizer Briefmarke aus dem Jahr 1843, stiegen von 200 000 auf 340 000 Franken. Eine "senkrecht verkehrt geschnittene Doppelgenf" von 1843 erzielte 135 000 Franken. Bemerkenswert ist, dass die drei Raritäten von verschiedenen Sammlern erworben wurden.

Aber auch ausländische Briefmarken brachten Spitzenpreise. Drei ungestempelte Einheiten von jeweils fünf zusammenhängenden Briefmarken der Ausgabe 1853 von Sardinien spielten ein Ergebnis von 160 000 Franken ein. Die mit 100 000 Franken taxierten Marken stammen aus einem erst kürzlich in England entdeckten alten Album aus dem Nachlass eines Mitgliedes des britischen Königshauses. Und ein Brief mit dem Farbfehldruck einer Halb-Peso-Briefmarke aus Peru erreichte 70 000 (25 000) Franken.

(Quelle: http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4374613/Briefmarken-in-der-Schweiz-fuer-bis-zu-480-000-Franken-versteigert.html)
 
Richard Am: 22.09.2009 20:29:03 Gelesen: 102003# 50 @  
Chinesische Briefmarke erzielt Rekordpreis

morgenweb, dpa, Mannheim / Hongkong (19.09.09) - Bei einer Auktion in Hongkong hat eine chinesische Briefmarke einen Rekordpreis erzielt. Laut «South China Morning Post» zahlte ein Sammler aus Peking umgerechnet 226.000 Euro für die Marke von 1897.

Dies sei der höchste jemals für eine einzelne chinesische Marke erzielte Preis. Die rot-weiße Papiermarke hat einen aufgedruckten Wert von drei Cent.
 
Harald Zierock Am: 23.09.2009 13:02:50 Gelesen: 101985# 51 @  
Hallo Richard,

die Auktionhäuser gehen effektiv sehr gut, denn meistens sind es nur Personen mit einer guten Geldbörse die dort bieten, aber die normalen Börsen oder Tauschtage laufen nicht so gut.

Ich war am Wochenende in Haguenau und ich musste feststellen, mit dem kaufen war es eher verhalten.

Das ist aber im allgemeinen so.

Harald
 
Richard Am: 14.12.2009 20:10:48 Gelesen: 101579# 52 @  
Sudentenland überrascht in Dresden

Von Jan Billion

Wie Welt (05.12.09) - Zu den Gewinnern auf der 160. Dresdner Briefmarken-Auktion vom 2. bis 4. November gehörten die örtlichen amtlichen Ausgaben des Sudetenlandes.

In dem Gebiet, das am 1. Oktober 1938 als Folge des Münchner Abkommens von der Tschechoslowakei an das Deutsche Reich abgetreten worden war, begann die Sudetendeutsche Partei schon am 21. September mit der Ausgabe von Briefmarkenprovisorien, meist mit Ortsnamen und Hakenkreuz überdruckten tschechischen Marken. Die Überdruckmarken konnten nur einen Monat bis 20. Oktober 1938 benutzt werden; danach besaßen nur noch Marken des Deutschen Reiches Gültigkeit. Die Sudetenland-Provisorien sind also sehr begehrt.

Insofern ist es bemerkenswert, dass die Dresdner Briefmarken-Auktion fast 50 Lose auf einmal anbieten konnte, die alle verkauft wurden. Dabei gab es enorme Steigerungen, wie 3100 (800) Euro für den Praga-Block mit Stempel Karlsbad vom 4. Oktober 1938 zeigten.

Ebenfalls viel Aufmerksamkeit fand die SBZ. Thüringens Weihnachtsblocks liefen durchweg zu 50 bis 100 Prozent der Michel-Notierung. Bei Übersee fand sich ein recht starkes Angebot Volksrepublik China. Der Schauspieler-Block von 1962 (Block Michel-Nr. 8) sprang von 800 bzw. 600 Euro auf 3950 bzw. 2100 Euro! Sammlungen und Posten waren so stark gefragt wie seit 20 Jahren nicht mehr und zwar von allen Gebieten.

Im Internet: http://www.dresdner-briefmarkenauktion.de

(Quelle: http://www.welt.de/die-welt/kultur/article5432372/Sudentenland-ueberrascht-in-Dresden.html)
 
BD Am: 17.12.2009 13:44:29 Gelesen: 101526# 53 @  
Es kann nicht verschiedener sein:

Bei den Börsen am letzten Samstag in Dresden war ich absoluter Außenseiter unter einer Masse von Ansichtskartensammlern, einer der letzten verbliebenen Händler der Philatelie, er hatte 200 km Anreise, sagte zu mir: Es hat sich alles verändert, vor Jahren gesuchte Briefe liegen wie Blei, es interessiert hier keinen mehr. Während ich die Briefe im Liegen hätte studieren können, rangen die Ansichtskartenhändler und Käufer nach Luft (etwas übertrieben).

Bei der Auktion hatte ich mir vorab vieles angesehen, konnte nicht persönlich teilnehmen. Also schriftlich auf einiges geboten, mit mindestens 20% Aufschlag. Nichts bekommen. Das kann passieren, aber am folgenden Montag bin ich zum Nachverkauf hingefahren, dachte es wird schon noch interessantes da sein, was mir Anfangs zu teuer erschien. Denkste, es war alles weg.

Ich bin seit 25 Jahren auf der Auktion, so etwas gab es noch nie.

Mit besten Grüssen Bernd
 
Richard Am: 29.12.2009 20:22:54 Gelesen: 101421# 54 @  
"Blaue Mauritius" wird versteigert

ORF.at (24.12.09) - Der Porsche von Jörg Haider kommt am 23. Jänner in Klagenfurt ein zweites Mal unter den Hammer. Bei der Versteigerung im Landesarchiv wird eine weitere Rarität angeboten: Eine "Blaue Mauritius", eine der seltensten und teuersten Briefmarken der Welt.

Marke aus der zweiten Serie

Weltweit gibt es von der Erstausgabe der "Blauen Mauritius" nur noch eine Handvoll. Die englische Queen hat eine davon. Eine "Blaue Mauritius" aus der zweiten ist jetzt unterwegs nach Kärnten.

"Es ist eine Two-Pence-Mauritius der Ausgabe 1848. Es handelt sich um ein relativ seltenes und schönes Stück", sagte Ludwig Sadjak, der Geschäftsführer des Klagenfurter Auktionshauses Cavinash.

Zwei Echtheitszertifikate liegen vor

Gemeinsam mit ÖVG-Versteigerungen habe man die Marke von einem privaten Sammler erstanden. Sadjak ist sicher, keiner Fälschung aufgesessen zu sein.

"Wir haben ein Echtheitszertifikat von der Royal Philatelic Society in London und eines von Roger Calves aus Paris."

Liebhaberstück für internationale Sammler

Die "Blaue Mauritius" kommt am 23. Jänner bei der Versteigerung im Landesarchiv in Klagenfurt unter den Hammer.

Sadjak rechnet mit dem Interesse internationaler Sammler: "Die Marke ist ein Liebhaberstück. Wenn man davon ausgeht, dass sie einmal zwei Pence wert war und wir sie mit 20.000 Euro ausrufen sieht man, dass sich die Spanne in den vergangenen Jahren erhöht hat."

Das Auktionshaus habe im Zuge von Recherchen festgestellt, dass die billigste Marke dieser Art um 60.000 Euro und die teuerste um mehr als eine Million Euro versteigert wurde.

Höchste Sicherheitsstandards

Die Briefmarke soll nach der Prüfung in England in den nächsten Tagen – unter höchstem Sicherheitsaufwand – in Kärnten eintreffen.

Ludwig Sadjak: "Sie sollte am Samstag oder Sonntag von einem Boten zu uns gebracht werden. Sie wird in einem speziellen Sicherheitskoffer geliefert und wird danach im großen Tresorraum im Hochsicherheitstrakt der Kärntner Sparkasse aufbewahrt."

Auktionshaus lockt mit skurrilen Exponaten

Das Auktionshaus Cavinash hat vor einigen Jahren in einem 20 Quadratmeter großen Büro begonnen und ist ständig gewachsen - auch, weil es immer wieder ungewöhnliche Objekte versteigern lässt , wie das mobile Feriendorf im Rosental, den Porsche von LH Jörg Haider und jetzt die "Blaue Mauritius".



"Blaue Mauritus" (Bild: Auktionshaus Cavinash)

(Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/411948/)
 
Bundpostfrischsammler Am: 29.12.2009 21:22:55 Gelesen: 101413# 55 @  
Das ist wohl nicht "die" "Blaue Mauritius", da diese die Inschrift Post Office links trägt und nicht Post Paid.

Es handelt sich um die wesentlich billigere zweite Ausgabe, die Bei Felzmann 8600.- bei der letzten Novemberauktion als Zuschlag gebracht hat. Die "Rote" der Zweiten Ausgabe wurde bei Ausruf 10.000.- nicht verkauft.

Siehe auch:

http://www.felzmann.de/
 
Richard Am: 02.01.2010 20:29:07 Gelesen: 101342# 56 @  
Die deutschen Kolonial-Vorläufer werden gut bezahlt

Von Jan Billion

Die Welt (24.12.09) - Am 17. Dezember 1949 erschien in West-Berlin ein Briefmarken-Block mit drei Werten, dessen Zuschlagserlös für die Berliner Währungsgeschädigten gedacht war (Berlin Block Michel-Nr. 1). Kurze Zeit später sollte dieser Block mit dem schwarzen Aufdruck "20.3.1949/50 Westmark alleiniges gesetzl. Zahlungsmittel Westberlin" folgen.

Wegen des schlechten Verkaufs des Währungsgeschädigten-Blocks ohne Aufdruck wurde der Plan jedoch fallen gelassen. Erhalten geblieben ist lediglich ein Vorlagekarton mit dem Aufdruck-Block. Das seit langem in der Literatur bekannte Stück kam im Rahmen der 5. Schlegel-Auktion unter den Hammer. Mit 25.000 Euro taxiert, schaffte es das Unikat auf immerhin 36.000 Euro, was für ein wenig Aufregung sorgte.

Es war nicht der einzige Zuschlag, der Aufmerksamkeit erregte. Von schon strammen 15.000 auf 20.000 Euro kletterte eine weitere Nachkriegesrarität, ein aus den Kombinationsbogen 10 und 11 zusammengesetzter postfrischer SBZ-Großbogen, der 60 Jahre in einer Bogenmappe schlummerte.

Am meisten überraschten sicherlich 11.500 (3800) Euro für einen schön gestempelten Nothilfe-Block des Deutschen Reiches (Block Michel-Nr. 2). Der Käufer zahlte mit Aufgeld 14.400 Euro und damit 110 Prozent der Michel-Notierung.

11.700 (13.000) Euro brachte die 2 RM Danzig Abschied postfrisch ohne Aufdruck (Michel-Nr. 729 x II). Einzellose aus einer aufgelösten Sammlung mit deutschen Kolonial-Vorläufern wurden überwiegend mit kräftigen Steigerungen zugeschlagen. Alle fünf angebotenen "Sachsen Dreier" (Sachsen Michel-Nr. 1) in der "a"-Farbe wurden verkauft, der Höchstpreis lag bei guten 6200 Euro.

Ein Schwerpunkt der Auktion waren Russland und die ehemalige Sowjetunion. Schlegel hatte beispielsweise mehr als 90 postfrische Lewanewskij-Flugpostmarken (Sowjetunion Michel-Nr. 527) im Angebot, die alle, teils mit enormen Steigerungen, verkauft wurden. Ein postfrischer Vierer-Typen-Block stieg dabei von 2000 auf erstaunliche und gänzlich unerwartete 10.500 Euro.

Russisch war schon bei der Besichtigung im Vorfeld ein viel zu hörende Sprache gewesen. Die Bieterlaune erstreckte sich auch auf Sammlungen, wo eine Kollektion Russland/Sowjetunion für 42.000 (30.000) Euro einen neuen Besitzer fand. Ebenfalls bei diesem Zuschlag, allerdings mit 10.000 Euro ursprünglich deutlich niedriger angesetzt, landete eine deutsche Kolonialsammlung.

(Quelle: http://www.welt.de/die-welt/kultur/article5628963/Die-deutschen-Kolonial-Vorlaeufer-werden-gut-bezahlt.html)
 
Richard Am: 27.01.2010 20:19:06 Gelesen: 101130# 57 @  
@ Bundpostfrischsammler [#55]

Versteigert: 25.000 Euro für "blaue Mauritius"

kaernten.orf.at (23.01.10) - Im Landesarchiv ist am Samstag eine "blaue Mauritius" versteigert worden, sie war Teil einer deutschen Sammlung. Bei der Auktion brachte sie 25.000 Euro ein. Für den ehemaligen Haider-Porsche fand sich kein Käufer.

5.000 Euro über dem Ausrufungspreis

Gut gesichert war die wertvolle Zwei-Pence-Marke nach Klagenfurt gebracht worden. Bei der Versteigerung hat sie 25.000 Euro eingebracht – 5.000 Euro über dem Ausrufungspreis. Der Käufer reichte ein schriftliches Angebot ein und will geheim bleiben, er soll ein Sammler aus Osteuropa sein.

Von der ersten Serie der roten und blauen Mauritius, geschmückt mit einem Bild von Königin Victoria, wurden 1847 je 500 Stück gedruckt, rund je zwölf der blauen und roten Sorte soll es noch geben - damit zählt die "Mauritius" zwar zu den seltenen Marken der Welt, aber nicht zu der seltesten.

Marke von privatem Sammler

Die Versteigerung mit über 650 Exponaten wurde vom Auktionshaus Cavinnash organisiert, das auf ausgefallene Exponate spezialisiert ist und bereits das mobile Feriendorf im Rosental versteigern ließ.

Cavinnash hat die Marke gemeinsam mit ÖVG-Versteigerungen von einem privaten Sammler, der seine Sammlung auflöste, erstanden. Die Echtheit der Marke sei mehrfach geprüft, sagt Geschäftsführer Ludwig Sadjak. Den Kaufpreis will Sadjak nicht nennen, aber man sei mit dem nun erlösten Preis "sehr zufrieden".



"Blaue Mauritus" - Das Klagenfurter Exponat stammt aus der zweiten Serie, die 1848 gedruckt wurde. Sie trägt den Aufdruck "Post Paid" (Post bezahlt - Anm.). Die erste Serie ist mit dem unüblichen Vermerk "Post Office" (Poststelle - Anm.) beschriftet, was mit zur Legendenbildung der Briefmarke beitrug. (Bild: Auktionshaus Cavinash)

(Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/418116/ )
 
Richard Am: 10.02.2010 20:27:32 Gelesen: 100940# 58 @  
Roland Meiners zu Gast in Viersen

Grenzlandnachrichten.de, Viersen (04.02.10) - Wenn Roland Meiners über Briefmarken plaudert, ist das eine andere Welt. Da spricht dann der Fachmann, für den schon sehr früh Briefmarken gleichzeitig der Wegweiser in den Beruf waren.

Wenn einer von Briefmarken etwas versteht, dann ist es der gebürtige Viersener Roland Meiners (42), der seit vielen Jahren in Köln lebt und am vergangenen Sonntag zu einem Besuch in der alten Heimat, auf Einladung des Vereins für Heimatpflege Viersen, im Ernst-Klusensaal der Festhalle zu Gast war, um als Geschäftsführer des ältesten deutschen Briefmarkenauktionshaus „Dr. Wilhelm Derichs GmbH” über die kleinen Gezackten ebenso zu plaudern, wie über seine Sammlung von „Viersener Briefen” bis zum 19. Jahrhundert.

Ein lebendes Lexikon in Sachen Briefmarken

Die VN unterhielten sich mit dem 42-Jährigen, der ein „lebendes Lexikon” in Sachen Briefmarken ist. Meiners wusste schon sehr früh, was er werden wollte. Er hat 1987 am Humanistischen Gymnasium in Viersen Abitur gemacht. Schon ein Jahr später hat er das Auktionshaus in Köln gekauft. Das war im Herbst 1988. Im Alter von 21 Jahren, bezogen auf das Berufsalter, hat Meiners bereits seine erste Auktion in der Domstadt durchgeführt. Inzwischen hat er auch eine Firma in Berlin ins Leben gerufen.

Doch der Blick geht zunächst zurück nach Viersen. „Es war eine wohlbehütete Kindheit”, ließ er wissen: „Ich hatte noch zwei Geschwister, und wir haben in der Innenstadt gelebt.” Tischtennis hat er damals beim ASV Süchteln „gelebt“, bei den Briefmarkenfreunden in Dülken wurde er zum Briefmarkensammler. Sein Vater war Schatz­meister beim 1. FC Viersen. So entstanden auch dorthin Berührungspunkte. Auch heute blickt er noch am Sonntag ins Internet und schaut am Sonntagabend, wie die Rot-Weißen vom Hohen Busch gespielt haben. „Leider klassenmäßig tiefer als früher“, seufzte er. Sein weiterer Blick geht nach vorn in die Zeit seiner erfolgreichen beruflichen Tätigkeit in den letzten zwei Jahrzehnten. Rund 50 Auktionen hat er bisher durchgeführt, vier davon in Berlin und der Rest in Köln. Offenbar haben die Briefmarkenauktionen die wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut überstanden, denn Meiners berichtet von nach wie vor „gut besuchten Auktionen.” Im vergangenen Jahr gelang ihm ein großer Wurf. Er hat die rote Mauritius für 265.000 Euro versteigert. Die Marke blieb in Deutschland.

Seine Sammlung von Viersener Briefen ist beachtlich. Rund 1.000 Stück besitzt er und hat sich auch aus diesem Grund „interessant für den von Albert Pauly geführten Verein für Heimatpflege gemacht.” In der Jugend habe er mit der Sammlung bereits angefangen, so Meiners weiter. Der älteste Brief aus der napoleonischen Besatzungszeit datiert um das Jahr 1790. Teilweise hat er die Briefe privat angeboten bekommen, teilweise aber auch auf Auktionen erworben. Mit Nachdruck betont der „Vierscher Jong”, dass seine Briefe aus allen vier Viersener Stadtteilen kommen und somit Süchtelner, Boisheimer, Dülkener und Viersener Briefe. Inzwischen steht auch fest, dass er im Frühjahr 2011 darüber ein Buch herausgeben wird. Sie bleiben somit auch der Nachwelt erhalten. Auch der Verein für Heimatpflege plant Teile der Sammlung in Zukunft in seiner Schriftenreihe zu publizieren.

In Deutschland gibt es derzeit noch rund 150 Briefmarkenauktionshäuser. Meiners spricht von einem hart umkämpften Markt. Sein Haus gehört dabei zu den größten Häusern in Deutschland mit einem Umsatz von fünf Millionen Euro im Jahr 2008. Er hat fünf feste und fünf freie Mitarbeiter.

(Quelle: http://www.grenzlandnachrichten.de/index.php?id=43&tx_ttnews[tt_news]=5331&tx_ttnews[backPid]=59&cHash=4b2e407a6e )

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Roland Meiners ist Inhaber des Auktionshauses Dr. Derichs, Köln
 
Richard Am: 08.03.2010 20:17:35 Gelesen: 100600# 59 @  
Briefmarken für 10 Millionen unter dem Hammer

Tagesanzeiger.ch / ep / sda (02.03.10) - Für acht bis zehn Millionen Franken kommen diese Woche in Zürich Philatelie-Raritäten unter den Hammer. Zwei «Zürich 4»-Briefmarken starten bei 200'000 Franken.

Im Mittelpunkt der Versteigerung steht unter anderem ein Brief, der mit zwei «Zürich 4»-Marken frankiert ist. Er wurde am 16. Oktober 1850 vom Zürcher Postamt Neumünster nach Bülach verschickt, wie das Auktionshaus Corinphila schreibt. Zwar hätte damals eine 5-Rappen-Marke gereicht, zur Überfrankierung kam es wohl, weil erwartet wurde, dass die Zürcher Briefmarken ungültig werden.

Das Gebot für den Brief startete bei 200'000 Franken. Der Brief gilt gemäss Corinphila heute als postgeschichtlich wertvoll. Er belege die Geschichte des Übergangs von der Zürcher zur eidgenössischen Post.

Erlös von Österreich-Sammlung für wohltätige Organisation

Der Startpreis eines «Doppelgenf»-Briefes liegt bei 150'000 Franken. Der angebotene Brief mit einer «verkehrt geschnittenen Doppelgenf» ist besonders wertvoll, weil bis heute nur vier Briefe mit dieser Variante der senkrecht angeordneten Marken bekannt sind. Normalerweise wurden zwei nebeneinander liegende 5-Centimes-Marken als «Doppelgenf» verwendet. Nur in ganz seltenen Fällen schnitten Postbeamte zwei übereinander liegende Marken aus dem Bogen.

Der gesamte Erlös aus dem Verkauf einer Sammlung von Briefmarken des Königreichs Österreich kommt einer wohltätigen Organisation zugute. Gemäss dem Auktionshaus darf das Schweizer Kinderdorf «Kiriat Yearim» in Israel mit einem hohen sechsstelligen Frankenbetrag rechnen. Die Versteigerung in Zürich dauert vom 2. bis 6. März.



Die ersten Marken aus dem Kanton: «Zürich 4» und «Zürich 6». (Bild: Wiki)

(Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Briefmarken-fuer-10-Millionen-unter-dem-Hammer/story/15513748 )
 
ligneN Am: 11.03.2010 13:01:24 Gelesen: 100524# 60 @  
@ Richard [#58]

"Wenn einer von Briefmarken etwas versteht, dann ist es der gebürtige Viersener Roland Meiners (42), [...] um als Geschäftsführer des ältesten deutschen Briefmarkenauktionshaus „Dr. Wilhelm Derichs GmbH” [...]"

Derichs ist vielleicht das älteste bestehende Kölner Auktionshaus (? 1949), aber ganz sicher nicht das älteste in Deutschland. :-)

Gruß
ligneN

- der weiß, das hier nur Pressezitate übermittelt werden, die möglicherweise (ehem) etwas aufgebauscht sind.
 
Richard Am: 11.03.2010 20:03:12 Gelesen: 100501# 61 @  
Auktion in Zürich: 239'000 Franken für eine «Zürich 6»

Suedostschweiz.ch / sda, Zürich (06.03.10) - Während die Weltwirtschaft unter der Finanzkrise leidet, hat sich der Briefmarkenmarkt in Zürich in bester Verfassung präsentiert. Insgesamt sieben Marken wechselten bei der Versteigerung des Auktionshauses Corinphila für über 100'000 Franken die Hand.

Spitzenstück der nun zu Ende gegangenen Auktion war ein zusammenhängender Block von 6 Briefmarken der «Zürich 6», der ersten Briefmarke der Schweiz zu 6 Rappen aus dem Jahre 1843, wie das Briefmarkenauktionshaus mitteilte. Der Block kam für 239'000 Franken unter den Hammer.

Ebenfalls 239'000 Franken geboten wurden für eine kanadische 12 Pence Marke aus dem Jahre 1851 mit dem Bild der englischen Königin Victoria. Die Briefmarke wurde bereits 1966 und 1980 vom Auktionshaus Corinphila versteigert und wechselte vor einigen Jahren für 126'000 Franken den Besitzer.

Eine «senkrecht verkehrt geschnittene Doppelgenf» auf einem Brief wurde für 179'000 Franken verkauft. Neben vier Schweizer Briefmarken erzielte auch eine chinesische Briefmarke aus dem ehemaligen deutschen Pachtgebiet Kiautschou 137'000 Franken.

Mit einem Auktionszuschlag von 120'000 Franken versteigert wurde laut dem Auktionshaus ein von Triest nach Java beförderter Brief mit österreichischen Briefmarken aus dem Jahr 1864.

Die Auktion in Zürich habe gezeigt, dass der Markt für seltene klassische Briefmarken nach wie vor gut sei, sagte Karl Louis, Geschäftsführer des ältesten Schweizer Briefmarkenauktionshauses Corinphila. Viele Philatelisten legten das Geld in der gegenwärtigen Finanzkrise mangels anderer Alternativen und aus Furcht vor Inflation lieber im Briefmarkenalbum an.

(Quelle: http://www.suedostschweiz.ch/newsticker/index.cfm?id=34759 )
 
Richard Am: 29.03.2010 20:52:52 Gelesen: 100162# 62 @  
Viertelmillion für "Schwarzen Einser"

hr-online.de (27.03.10) - "Der Traum jedes Briefmarkensammlers" hat am Samstag für eine horrende Summe in Wiesbaden den Besitzer gewechselt. Von der ältesten deutschen Briefmarke existieren nur noch zwei komplette Bögen.

Der ersteigerte Bogen der ersten deutschen Briefmarke, dem sogenannten "Schwarzen Einser", ist nach Angaben des Wiesbadener Briefmarkenauktionshauses Heinrich Köhler eine absolute Rarität. Nach 15 Jahren im Besitz eines privaten Sammlers befinden sich die wertvollen Marken seit Samstag in neuen Händen.

Inklusive Aufgeld zahlte der neue Besitzer fast 300.000 Euro. Die mehr als 160 Jahre alte Marke sei "der Traum jedes Briefmarkensammlers", sagte der Unternehmenssprecher des Auktionshauses, Karl Louis. Von 800.000 Exemplaren, die im 19. Jahrhundert in Bayern gedruckt worden seien, existierten heute nur noch sehr wenige. Die meisten seien vernichtet worden, so Louis.

380.000 Euro für Fehldruck

Über den Verbleib des zweiten noch existierenden Schalterbogens ist nach Angaben des Auktionshauses nichts bekannt. Genutzt wurde der "Schwarze Einser" seinerzeit hauptsächlich zum Versenden von Drucksachen wie Preislisten oder Werbebroschüren. Ein kompletter Bogen, wie er früher am Postschalter erhältlich war, enthält neunzig Exemplare des "Schwarzen Einsers". Mit einem Fehldruck dieser ersten Deutschen Briefmarke erzielte das Auktionshaus im vergangenen Jahr sogar einen Erlös von 380.000 Euro.

(Quelle: http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&tl=rs&key=standard_document_38904169 )

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Ein Sahnestück für Philatelisten: Vom "Schwarzen Einser" sind nur zwei komplette Bögen bekannt. (RMB/Windolf)
 
Richard Am: 10.04.2010 08:35:09 Gelesen: 99904# 63 @  
250 000 Euro für den "Schwarzen Einser"

Von Jan Billion

Die Welt (04.04.10) - Der dritte und letzte Teil der Deutschland-Sammlung von Fritz Kirchner, die von Experten als die vielleicht bedeutendste Zusammenstellung deutscher Briefmarken aus der Zeit zwischen 1849 und 1980 eingeschätzt wurde, bildete den Höhepunkt der Frühjahrsauktion bei Heinrich Köhler vom 22. bis 27. März 2010.

Zum Schätzpreis von 250 000 Euro wechselte einer von nur zwei erhaltenen 90er-Schalterbogen des Schwarzen Einsers von Bayern, der ersten deutschen Briefmarke, in die Sammlung eines anderen deutschen Spitzen-Philatelisten. Ein gestempelter Viererblock derselben Marke (Michel-Nr. 1 IIa) sprang von 30 000 auf 66 000 Euro. 62 000 (40 000) Euro erlöste eine wertstufengleiche Mischfrankatur aus den Bayern Michel-Nr. 1 IIa (zweimal) und 3 Ia. Der berühmte Sachsen Dreier auf Kreuzbandsendung in taufrischer Erhaltung steigerte von 20 000 auf 39 000 Euro.

Auch vom Deutschen Reich besaß Kirchner etliche Spitzenstücke wie eine sogenannte Syke-Halbierung (Michel-Nr. 19 H) auf komplettem Dienstfaltbrief vom Amtshauptmann in Syke, die sensationelle 70 000 (30 000) Euro einspielte. Heftig gestritten wurde auch um das Damgarten-Provisorium, einen Wertbrief über 300 Mark aus dem preußischen Damgarten nach Berlin mit einer ungezähnten 5 Groschen Ockerbraun (Michel-Nr. 22 U). Das Brustschilde-Highlight fand für 120 000 (50 000) Euro einen neuen Liebhaber. 36 000 (15 000) Euro kosteten ungezähnte postfrische Viererblocks der Germania-Mark-Werte von 1902 (Michel-Nr. 78-82 U). Von 40 000 auf 68 000 Euro schoss eine ungebrauchte bayerische 20 Mark mit Ludwig-Porträt und Aufdruck SARRE vom rechten Bogenrand. Von den ehemals 16 überdruckten Marken existieren heute nur noch 14.

Die Kauflaune beschränkte sich nicht nur auf deutsche Klassik und Semi-Klassik. Ein Briefstück mit der sogenannten Gscheidle-Marke von 1980 (Bund MiNr. XIII) steigerte von 10 000 auf 26 000 Euro.

Der Hauptkatalog bot einige spezialisierte Sammlungen, beispielsweise die Roger-Lawson-Kollektion Portugiesisch-Indien 1871 bis 1883. Dabei erlöste der einzige Brief mit der Michel-Nr. 5 c 17 000 (10 000) Euro. Bei einem Gesamtausruf von 142 000 Euro betrug der Gesamtzuschlag 185 000 Euro, 175 der 200 Lose wurden verkauft.

An den sechs Auktionstagen wurden Marken, Briefe und Sammlungen für insgesamt 5,3 Mio. Euro umgesetzt.

(Quelle: http://www.welt.de/die-welt/kultur/article7034915/250-000-Euro-fuer-den-Schwarzen-Einser.html )
 

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