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Thema: Motiv Waffen
Das Thema hat 205 Beiträge:
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merkuria Am: 23.04.2019 07:58:16 Gelesen: 22356# 181 @  
Das SIG 510 [1] , militärisch abgekürzt Stgw 57, war das Standardsturmgewehr der Schweizer Armee im Kaliber 7,5 × 55 mm. Es wurde 1959 in der Armee eingeführt und erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts durch das Sturmgewehr 90 abgelöst. Die Waffe wurde von 1957 bis 1985 durch die Schweizerische Industrie-Gesellschaft SIG [2] produziert. Es wurden annähernd 1 Million Exemplare dieser Waffe hergestellt, wovon 740'000 Stück an die Schweizer Armee geliefert wurden.

Das Stgw 57 ist mit 6.1 Kg schwerer als andere Sturmgewehre, robust und aufwändig hergestellt (mit Zweibein, Tragegriff und Laufmantel) und damit auch teuer in der Anschaffung. Es gilt aber als sehr zielgenau und zählt noch heute als eines der präzisesten Sturmgewehre der Welt.

Da in der Schweiz jeder Wehrmann seine persönliche Waffe nach Dienstende behalten kann, sind hunderttausende Exemplare in Schweizer Privatbesitz und werden noch heute intensiv im Schiesssport verwendet.



Auf einer Schweizer Militär-Jux-Karte aus den 70er Jahren werden die Einzelteile des Sturmgewehrs 57 im militärischen Sprachgebrauch gezeigt. Diese Karten wurden in den Kasernen an die Soldaten zum Versand an ihre Angehörigen verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/SIG_510
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/SIG_Combibloc_Group
 
merkuria Am: 02.05.2019 09:27:04 Gelesen: 21742# 182 @  
Der 95 „Ha-Go“ war ein leichter japanischer Panzer im 2. Weltkrieg. Er erwies sich im Krieg gegen China und bei der Invasion der Malaiischen Halbinsel als sehr geeignetes Fahrzeug. Die 37-mm-Kanone war zum Einsatz gegen Infanterieziele vorgesehen, jedoch zur Bekämpfung gegnerischer Panzer nicht geeignet. Den US-amerikanischen Modellen war der „Ha-Go“ in jedem Fall unterlegen. Zwischen 1936 und 1943 wurden 1350 Exemplare produziert.



Am 21. April 2005 verausgabte Kiribati eine Sonderausgabe anlässlich des 60. Jahrestags des Endes des 2. Weltkriegs (Mi Nr. 956). Gezeigt wird ein japanischer 95 Ha-Go Panzer beim Einmarsch auf die Gilbert Inseln.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Typ_95_Ha-Go
 
merkuria Am: 17.05.2019 08:25:51 Gelesen: 20944# 183 @  
Der T-62 [1] ist ein sowjetischer Kampfpanzer mit einer 115-mm-Glattrohrkanone. Der T-62 war der weltweit erste Kampfpanzer, der mit einer Glattrohrkanone ausgerüstet war. Dieser Kanonentyp erreicht gegenüber Zugrohrwaffen eine höhere Mündungsgeschwindigkeit und Durchschlagskraft. Eine Besonderheit des T-62 ist auch die weltweit erste automatische Hülsenauswurfanlage. Dieser Auswerfer verringert Behinderungen der Besatzung durch leere Hülsen im Innenraum des Panzers.

Von 1962 bis 1975 wurden 20‘000 Exemplare dieses Panzers gebaut, welche auch an zahlreiche Ostblockstaaten sowie befreundete Staaten in Afrika und Asien geliefert wurden.



Am 1. September 1981 verausgabte Libyen eine Sonderausgabe zum 12. Jahrestag der Septemberrevolution (Mi Nr. 905-906). In diesem Zusammendruckpaar werden T62 Panzer bei einer Parade gezeigt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/T-62
 
Taschentuch Am: 26.05.2019 10:40:58 Gelesen: 20471# 184 @  
Hier der erste Maschinenstempel mit Werbeeinsatz zum Deutschen Panzermuseum Munster in der Lüneburger Heide, meines Wissens das Erstdatum vom 01.06.1984:



Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Werbestempel von Museen"]
 
merkuria Am: 29.05.2019 08:33:49 Gelesen: 20259# 185 @  
Der Type 99 (auch unter den Bezeichnungen ZTZ-99 oder WZ-123 bekannt) ist ein chinesischer Kampfpanzer der 1999 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Das Gefährt wiegt ca. 54 t und wird von einem Dieselmotor mit 1‘500 PS angetrieben welcher ihm eine Geschwindigkeit von 80 km/h ermöglicht. Seine Hauptwaffe besteht aus einer 125-mm-Glattrohrkanone, einem 12,7-mm-Maschinengewehr sowie einem 7,62-mm-MG. Die Besatzung besteht aus 4 Personen.



2017 verausgabte die Republik Kongo eine Blockausgabe anlässlich des 90. Jahrestag der Gründung der chinesischen Volksarmee. Dabei wird auch ein Typ 99 Panzer gezeigt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Type_99
 
merkuria Am: 13.06.2019 13:32:13 Gelesen: 19393# 186 @  
Sturmpanzerwagen A7V [1] war der einzige Panzer, der im Ersten Weltkrieg von deutscher Seite in Serie gefertigt wurde. Nach seiner Vorführung als Prototyp im Januar 1917 wurden bis zum Kriegsende 1918 insgesamt nur 20 Exemplare des A7V gebaut, dies weil die deutsche Führung vorwiegend auf U-Boote und Flugzeuge setzte und somit nicht genügend Rohstoffe für Panzer zur Verfügung standen.

Das 30 Tonnen schwere Gefährt verfügte über 2 Motoren zu je 200 PS welche eine Geschwindigkeit auf der Straße von 16 km/h (im Gelände von 4–8 km/h) ermöglichten. Die Reichweite lag zwischen 30 und 70 km. Die Hauptbewaffnung bestand aus einer Schnellfeuerkanone 5,7 cm sowie 6 Maschinengewehren. Die Besatzung bestand aus 16 Mann (Kommandant, 5 Unteroffiziere und 10 Soldaten)

Der Einsatz der wenigen deutschen Exemplare hatte keine große Auswirkung auf das Kriegsgeschehen, konnte die alliierte Führung auf dem Höhepunkt ihrer Präsenz doch über 6.000 gepanzerte Fahrzeuge aufbieten.



Madagaskar zeigt uns auf einer Blockausgabe anlässlich des 100. Jahrestags des Ausbruchs des 1. Weltkrieg einen A7V im Einsatz.



Auch Guyana zeigt auf seiner Blockausgabe zum gleichen Anlass einen A7V.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/A7V
 
merkuria Am: 25.06.2019 11:58:08 Gelesen: 18832# 187 @  
An dieser Stelle möchte ich heute keine explizite Waffe, sondern einen bekannten amerikanischen Waffenhändler des 19. Jahrhunderts vorstellen. John P. Lovell gründete 1840 eine Büchsenmacherei in Boston/ Massachusetts. Bis nach dem amerikanischen Bürgerkrieg wurden noch eigene Waffen hergestellt, später konzentrierte man sich nur noch auf den Handel mit Waffen, Polizei- und Sportausrüstung sowie auf Fahrräder. Im Jahre 1900 wurde die Firma an die Iver Johnson's Arms & Cycle Works verkauft.



Illustrierter Werbeumschlag der Firma John P. Lovell aus den 1890er Jahren. Die Frontseite zeigt uns nebst Werbung für Pistolen und Gewehre auch den Geschäftssitz der Firma in Boston. Die Rückseite zeigt uns Muster der angebotenen Ausrüstungsgegenstände für die Polizei.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 11.09.2019 08:29:09 Gelesen: 14788# 188 @  
BRAHMOS [1] ist eine überschallschnelle Anti-Schiff-Lenkwaffe, die sowohl von Schiffen und Unterseebooten , von Flugzeugen sowie auch von Land aus gestartet werden kann. Der Marschflugkörper ist eine Gemeinschaftsentwicklung zwischen dem indischen Rüstungskonzern Defence Research and Development Organisation und dem russischen Raketenhersteller NPO Maschinostrojenija.

Der 200-300 Kg schwere Gefechtskopf erreicht sein Ziel bis zu 290 KM mit einer Geschwindigkeit von Mach 2.5 – 2,8. Damit ist er etwa dreimal so schnell wie der US-amerikanische Unterschallmarschflugkörper BGM-109 Tomahawk. Die BRAHMOS ist primär zur Schiffsbekämpfung konzipiert, eine Version zur Bekämpfung von Landzielen befindet sich in Entwicklung.



Indien würdigte das russisch-indische Raketensystem BRAHMOS am 22. Dezember 2008 mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 2331-2332 / Block 66).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/BrahMos
 
merkuria Am: 23.09.2019 07:13:13 Gelesen: 14138# 189 @  
Die Haubitze M1931 (B-4) (russisch гаубица обр. 1931 г. (Б-4) [1] war eine Haubitze des Kalibers 203,2 mm aus sowjetischer Produktion. Sie war das schwerste Geschütz, das von der Artillerie der Roten Armee während des Zweiten Weltkriegs in großen Stückzahlen verwendet wurde. Die Haubitze wurde 1931 vorgestellt und 1933 in den Dienst der Roten Armee übernommen. Insgesamt wurden 871 Exemplare hergestellt. Die Haubitze war nicht motorisiert und benötigte deshalb einen Zugtraktor. Die Militärführung erkannte bereits in den 1930er-Jahren, dass die fehlende Motorisierung des Geschützes seinen Kampfwert erheblich reduzierte.



Eine Sonderausgabe der Sowjetunion vom 23. Februar 1946 zeigt uns Haubitzen M1931 mit den Zugtraktoren bei der Teilnahme an der grossen Siegesparade vom 24. Juni 1945 (Mi Nr. 1011).



Eine weitere Sondermarke anlässlich des 30. Gründungsjahres der Roten Armee zeigt uns einen Artilleristen vor 2 Haubitzen M1931 (Mi Nr. 1194).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/203-mm-Haubitze_M1931_(B-4)
 
merkuria Am: 07.11.2019 09:08:53 Gelesen: 12319# 190 @  
Das Katapult [1] oder auch Wurfmaschine genannt, ist ein seit der Antike benutztes Gerät, welches Geschosse mittels mechanischer Energie über weite Distanzen befördern kann. Eingesetzt wurden diese Maschinen als Belagerungswaffen, aber auch zur Verteidigung.

Verschossen wurden Steinkugeln oder Brandsätze wodurch das Katapult als Vorläufer der späteren Artillerie bezeichnet werden kann. Einen letzten Einsatz erlebte das Katapult im Ersten Weltkrieg bei den französischen Truppen. Diese nutzten diese Methode zum Schleudern von Handgranaten auf grosse Distanz.



Am 3. Mai 2012 verausgabte Moldawien eine Sonderausgabe mit antikem Kriegsgerät. Auf der 5.40 Lei Wertstufe wird ein Katapult bei einer Belagerung im Einsatz gezeigt (Mi Nr. 798)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Katapult
 
merkuria Am: 13.12.2019 10:33:48 Gelesen: 10687# 191 @  
Die Armbrust [1] ist eine Fernwaffe für Bolzen, Pfeile oder Kugeln. Die Armbrust besteht aus einem auf der Mittelsäule montierter Bogen, dessen Sehne durch eine Rückhaltevorrichtung in gespannter Position gehalten und über einen Abzugsmechanismus ausgelöst werden kann.

Eine Urausführung dieser Waffe ist bereits im antiken Griechenland seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Spätestens den Normannen in Frankreich gelang es im 11. Jahrhundert, die Armbrust zu einer kriegstauglichen Waffe in Europa weiterzuentwickeln. In Europa wurde die Verwendung von Armbrüsten in Kämpfen zwischen Christen durch das Konzil von 1139 verboten, da sie wegen ihrer Reichweite und Durchschlagskraft gegen Rüstungen als unritterlich galten. Der Einsatz gegen Heiden, insbesondere gegen arabisch-islamische Gegner, blieb jedoch erlaubt!

Mit dem Aufkommen von Feuerwaffen verschwand die Armbrust Ende des 16. Jahrhundert weitgehend aus dem militärischen Bereich. Die Armbrust hat sich jedoch weltweit als Sport- und Jagdwaffe bis heute behaupten können. Die Armbrust ist in der Schweiz nicht dem Waffengesetz unterstellt und gilt somit nicht als Waffe.



Am 26. Januar 1940 verausgabte Finnland eine Zuschlagsausgabe zugunsten des Roten Kreuzes (Mi Nr. 222-225). Auf der 50 Penniä Wertstufe (Mi Nr. 222) ist ein Armbrustschütze beim Spannen seiner Waffe dargestellt. Im Hintergrund erkennt man einen Schützen bei der Zielerfassung.



Die Schweizer Freimarkenausgabe Tellknabe mit Armbrust war mit ihren Aushilfsausgaben von 1909 (Mi Nr. 111) bis 1930 (Mi Nr. 240) über 20 Jahre in Gebrauch. Gezeigt wird der Tell-Sohn Walter hinter einer Armbrust. In der Hand hält er den berühmten Apfel, dem ihm sein Vater mit einer Armbrust vom Kopf schiessen musste (frei nach Schillers Wilhelm Tell).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Armbrust
 
wajdz Am: 14.12.2019 02:42:36 Gelesen: 10671# 192 @  
@ merkuria [#191]

Die Armbrust ist ja heute eher eine Hobbysportart, so wie das Bogenschießen. Aber vor der Verwendung des Schießpulvers war sie eine gefürchtete Fernwaffe, mit der so mancher Versuch einer Burgerstürmung abgewehrt wurde.

San Marino • MiNr 1046 - 1054 • 07.11.1973



Die Armbrustschützen sind die älteste militärische Formation in der Republik San Marino, deren Statuten 1295 aufgestellt wurden.

Derzeit besteht der Verband der Armbrustschützen von San Marino aus über 70 aktiven Mitgliedern, die jedes Jahr an zahlreichen Wettbewerben und Ausstellungen in San Marino und im Ausland teilnehmen.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 09.01.2020 09:20:06 Gelesen: 8689# 193 @  
Die Hellebarde [1] ist eine Mischung von Hieb- und Stichwaffe, welche die Wirkung eines Spießes mit der panzerbrechenden Wirkung der Axt kombinierte. Sie gehört zu den Stangenwaffen des Fußvolks und wurde vorwiegend vom 14. bis Mitte des 16. Jahrhundert verwendet. Nach 1525 wurde sie mit dem Einsatz der ersten Feuerwaffen schnell zu einer mehr dekorativen als effektiven Waffe herabgestuft. Die Hellebarden dieser Zeit waren kunstvoll gearbeitet, aber zum Kampf zu unhandlich. Tatsächlich trugen sie nur noch zur repräsentativen Erscheinung der Gardisten bei. Noch heute verwendet die Schweizergarde im Vatikan Hellebarden als Zeremonialwaffen.



Eine Sonderausgabe der DDR vom 25. Juli 1978 mit Zeichnungen aus der graphischen Sammlung der Berliner Museen zeigt uns einen Landsknecht mit Hellebarde nach einer zeitgenössischen Darstellung von Hans Schäufelein (Mi Nr. 2347).



Wie kunstvoll repräsentative Hellebarden ausgearbeitet sein konnten, zeigt uns eine Sonderausgabe vom 9. Dezember 1985 mit zwei Exemplaren der Leibwache von früheren liechtensteinischen Fürsten (Mi Nr. 890 und 892).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hellebarde
 
merkuria Am: 24.01.2020 08:32:07 Gelesen: 7492# 194 @  
Die Arkebuse [1] ist eine Anfang des 16. Jahrhunderts aus den schweren und unhandlichen Hakenbüchsen weiterentwickelte Faustfeuerwaffe. Die mit dieser Waffe ausgerüsteten Fusstruppen wurden Arkebusiere genannt. Dank des leichten Gewichtes dieser Waffe, eignete sich diese auch für die Kavallerie, wodurch die Truppengattung der Arkebusierreiter entstand. Die Treffgenauigkeit der Arkebusen war jedoch relativ gering, sodass ihr Einsatz nur auf kurze Distanz oder gemeinsam im Gruppeneinsatz effizient war.

In immer mehr Schlachten des frühen 16. Jahrhunderts wurden die Siege der mit Arkebusen bewaffneten Infanterie zugeschrieben. Insbesondere während der Schlacht bei Pavia (1525) stellten die Arkebusiere die Schlagkraft ihrer Feuerwaffen unter Beweis, indem sie eine Übermacht der gefürchteten Schweizer Reisläufer als auch der französischen schweren Reiter besiegten. Ende des 16. Jahrhunderts löste die Muskete schrittweise die Arkebuse als Infanteriewaffe ab.



Am 17. Juli 1973 verausgabte Spanien eine erste Sonderausgabe mit Militäruniformen (Mi Nr. 2034-2038). Auf der 3 Pesetas Wertstufe (Mi Nr. 2036) wird ein Arkebusier von 1534 gezeigt.



In der zweiten Sonderausgabe mit Militäruniformen (Mi Nr. 2062-2066) vom 5. Januar 1974 zeigt uns die 2 Pesetas Wertstufe (Mi Nr. 2063) einen Arkebusier von 1632.



Am 15. März 1943 verausgabte Ungarn eine Zuschlagsausgabe für die Kriegsfürsorge (Mi Nr. 722-730). Auf der 20 Filler Wertstufe wird ein mit einer Arkebuse bewaffneter Kuruze gezeigt (Mi Nr. 727). Die Kuruzen waren eine Gruppe von antihabsburgischen Aufständischen in Ungarn. An die Kuruzen erinnert noch heute der deutsche Ausruf „Kruzitürken!“, eine Zusammenziehung von ‚Kuruzen und Türken‘.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Arkebuse
 
Manne Am: 24.01.2020 10:09:28 Gelesen: 7472# 195 @  
Hallo,

aus der Schweiz ein Viererblock aus dem Jahr 1940. Zur Beschreibung der Marke, knieender Soldat mit Schweizer Fahne. Geb. Inf. Rgt. 29. Stabstruppen Aktivdienst 1940.

Gruß
Manne


 
merkuria Am: 05.02.2020 09:02:25 Gelesen: 6670# 196 @  
Die Muskete [1] ist ein schweres, langes Vorderladegewehr mit glattem Lauf der auf einem Gabelstock abgestützt wurde. Die Muskete löste ab Ende des 16. Jahrhunderts schrittweise die Arkebuse als Infanteriewaffe ab und wurde im 18. Jahrhundert zur Hauptwaffe der Fußtruppen (Musketiere). Die Muskete unterscheidet sich von der Arkebuse hauptsächlich durch die größere Länge, die dem Geschoss eine gesteigerte Reichweite und Durchschlagskraft verlieh. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden die Musketen auch leichter, der Gabelstock fiel weg und das Kaliber verringerte sich. Damit war diese Waffe jetzt eher leichter als die früheren Arkebusen.



Am 22. August 1985 verausgabte Brasilien eine Sonderausgabe mit alten Militäruniformen (Mi Nr. 2138-2141). Auf einer Wertstufe (Mi Nr. 2141) wird ein Musketier des 17. Jh. in seiner typischen Ausrüstung beim Abfeuern einer Muskete gezeigt.



In der zweiten Sonderausgabe Spaniens mit Militäruniformen (Mi Nr. 2062-2066) vom 5. Januar 1974 zeigt uns die 9 Pesetas Wertstufe (Mi Nr. 2066) zwei Musketiere von 1694.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Muskete
 
mausbach1 Am: 06.02.2020 08:17:52 Gelesen: 6546# 197 @  
Iran



05.04.1987 MiNr. 2208 - Karte des Libanon, Waffen etc.
 
mausbach1 Am: 06.02.2020 08:23:08 Gelesen: 6543# 198 @  
Iran



01.05.1987 MiNr. 2212 - Tag der Arbeit - Arbeiter mit Gewehr und Koran, Zahnrad, Fabrik
 
mausbach1 Am: 11.02.2020 11:04:51 Gelesen: 6078# 199 @  
Iran



Beleg von Täbriz nach Stuttgart mit MiNr. 2000 (6) - abgebildet das Emblem der Volksmiliz (Revolution) mit Maschinengewehr
 
merkuria Am: 28.03.2020 09:15:54 Gelesen: 3922# 200 @  
Der Rammbock [1], auch Sturmbock oder Widder genannt, ist eine Belagerungswaffe, die bis zum Mittelalter oft Verwendung bei der Eroberung von Burgen fand. Um z. B. Türen aufzubrechen, werden noch heute Rammböcke in Form von kleinen, tragbaren Geräten durch polizeiliche Spezialeinsatzkommandos verwendet.



Am 3. Mai 2012 verausgabte Moldawien eine Sonderausgabe mit mittelalterlichem Kriegsgerät. Auf der 85 Bani Wertstufe wird ein Rammbock während einer Belagerung im Einsatz gezeigt (Mi Nr. 795).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Rammbock
 
merkuria Am: 06.04.2020 08:54:54 Gelesen: 3519# 201 @  
Das Blasrohr [1] ist eine Waffe, die hauptsächlich von Naturvölkern in Südamerika und im indonesischen Raum verwendet wird. Aus den ca. 3m langen Rohren werden vergiftete Pfeile oder Tonkugeln verschossen. Wurde diese lautlose Waffe früher im Krieg verwendet, findet sie heute nur noch in der Jagd Anwendung. Das Blasrohr wird heute auch häufig von Tierärzten eingesetzt, um gefährlichen Tieren aus sicherer Entfernung Betäubungspfeile oder Medikamente zu verabreichen.



Am 1. Januar 1939 verausgabte Nordborneo eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 224-238). Auf der 12 Cents Wertstufe (Mi Nr. 231) wird ein eingeborener Murut mit Blasrohr gezeigt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Blasrohr
 
skribent Am: 20.04.2020 16:46:11 Gelesen: 2854# 202 @  
Guten Tag Zusammen!

Am 29. Oktober 2019 wurde von der russischen Post ein Folder mit 12 Ganzsachenkarten mit dem Wertstempel "B" verkauft.



Auf der Karte 2019-301/1 ist eines von 3 16-achsigen Eisenbahngeschützen (TM-III-12), die unter Verwendung eines Drilling-Geschützturms, hergestellt in den Obuchow-Werken und ausgebaut aus dem Schiff "Imperatritza Marija", in den staatlichen Werken von Nikolajewsk, Oblast Wolgograd, 1938 hergestellt wurden. Die Kanone hat eine Rohrlänge von 15.85 m und damit konnten Granaten vom Kaliber 305 mm verschossen werden.

Ob diese Kurzbeschreibung so stimmt, ist eigentlich nicht als verbindlich zu betrachten, denn in dem Artikel "Artillerie der Schwarzmeerflotte" ist nachlesbar, dass das Schiff "Imperatritza Marija" 1915 mit dem Drillingsturm MK-3-12 ausgerüstet in See gestochen ist. Aber schon am 20. Oktober 1916 brach auf der im Hafen von Sewastopol liegenden "Imperatritza Marija" ein Feuer aus, dem Explosionen der geladenen Munition folgten in in deren Folgen das Schiff schließlich sank.

MfG >Franz<
 
merkuria Am: 21.04.2020 08:52:07 Gelesen: 2808# 203 @  
Der Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251 (Sonderkraftfahrzeug 251) [1] war ein deutsches Halbkettenfahrzeug, welches im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht in den Panzergrenadier-Bataillonen eingesetzt wurde. Zwischen 1938 und 1945 wurden insgesamt 15‘252 Exemplare in vier verschiedenen Ausführungen angefertigt. Das 7.4 Tonnen schwere Gefährt bot Platz für 12 Mann und erreichte eine max. Strassengeschwindigkeit von 52.5 Kmh. Die Bewaffnung bestand aus 2 Maschinengewehren zur Verteidigung oder Unterstützung der abgesessenen, operierenden Mannschaft.



Am 6. August 2018 verausgabten die Malediven eine Sonderausgabe anlässlich des 75. Jahrestags der Panzerschlacht von Kursk. Auf einer der vier Marken wird ein Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251gezeigt (Mi Nr. 7829).



Auch Jersey zeigt uns einen Sd.Kfz. 251 innerhalb einer Sonderausgabe mit Militärfahrzeugen vom 30. August 2013 (Mi Nr. 1761)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%BCtzenpanzerwagen_Sd.Kfz._251
 
skribent Am: 21.04.2020 17:48:09 Gelesen: 2719# 204 @  
@ skribent [#202]

Guten Abend Zusammen,

aus der gleichen Serie wie in #202 die Abbildung einer schienengebundenen Raketenabschussbasis auf der Ganzsachenkarte Nr. 2019-302/1 vom 29. Oktober 2019.



Die Abbildung zeigt eine 3-teilige Raketenabschussbasis im Museum auf dem Baltischen Bahnhof in St. Petersburg. Mit dieser Abschusseinheit konnten Raketen vom Typ RT 23 verschossen werden. Von diesen Raketen gab es zum Ende der UdSSR noch 56 Stück. Diese Einheiten hatten gegenüber den herkömmlichen Abschussbasen den Vorteil, dass sie äußerst schnell die Stand- und Abschussorte wechseln konnten. Der klassische Raketenzug bestand aus 3 Wagen für die Rakete und weiteren 6 Wagen für Bedienung, Sanitätseinheit etc. Der Museumseinheit vorgespannt ist eine dieselelektrische Lokomotive des Typs 3M62, auf der 3 Offiziere ihren Dienst versahen. Die 3M62 wurde im Lokbauwerk "Roter Oktober" in Woroschilowgrad (heute Lugansk) gebaut.
 
merkuria Am: 03.05.2020 08:17:06 Gelesen: 2115# 205 @  
Die DF-21 D [1] (DF = Dongfeng = Ostwind) ist eine mobile, landgestützte ballistische Anti-Schiff-Rakete der Volksrepublik China. Die Rakete wurde 2008 eingeführt, ist straßenmobil und daher schwierig zu lokalisieren, was eine präventive Bekämpfung erschwert. Das System wurde dazu konzipiert, aus 1500 km Distanz einen direkten Angriff auf einen Flugzeugträger zu ermöglichen.



Am 1. August 2017 verausgabte Macao eine Sonderausgabe anlässlich des 90. Gründungsjahres der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Gezeigt wird eine DF-21 D auf Trägerfahrzeug (Mi Nr. 2132).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/CSS-5
 

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